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Sonntag, 28. Oktober – Samstag, 24. November 2018
Wien (A)
, Konzerthaus, Feststiege (vor dem kalten Lager) bzw. beim Mozart-Saal
Wien Modern 31

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Bertl Mütter, Unsicherheitsbeauftragter

Verborgen in einem Kabäuschen im Konzerthaus erwartet Sie unser Unsicherheitsbeauftragter: Wie steht es um Ihre (unser aller?) Sicherheit? Verfügen Sie über ausreichend persönliche Unsicherheit, um – wenig wankend nur – durch unsere sosehr auf Sicherheit erpichte Welt zu wandeln? Mit seinem Muthorn gibt Ihnen Bertl Mütter persönlich für Sie erzeugte Klänge mit auf den Weg, zur Bestärkung oder Verunsicherung – ganz wie Sie wünschen!

Zudem wird, wenn nichts dazwischenkommt, der Unsicherheitsbeauftragte an drei gesonderten Terminen ausgewählte Aspekte von Unsicherheit (im Zweifel; panisch; ausgesetzt) einem größeren Kreis darlegen.

https://muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix500px/990830_bm_labil_dw.jpg

Hat man mich also als Dapertutto gecastet. Streng auftragsgemäß ist keinesfalls gesichert, was dabei herauskommen wird. Je nach beigeordnetem Veranstaltungsort (Großer Saal/Mozart-Saal) wird man mich in meinem wackelichten Kabäuschen entweder im Bereich Feststiege links – Vor dem kalten Lager oder beim Mozart-Saal-Aufgang rechts auffinden können. Mit diesen Spielorten bin ich vermutlich die Person, die an den unterschiedlichsten Orten im Wiener Konzerthaus aufgetreten ist: Großer Saal, Mozart-Saal, Schubert-Saal, Berio-Saal, Schönberg-Saal, Wotruba-Salon, Foyer Erdgeschoss, Foyer Schubert-Saal, Foyer Mozart-Saal, Feststiege, Vor dem kalten Lager, Rechts vom Mozartsaal. (Wohl ein undotierter Titel. Ohne Mittel.)

Meine Beauftragtentätigkeit ist dergestalt, dass ich im Umfeld fast sämtlicher im Konzerthaus geplanten Veranstaltungen des Festivals Wien Modern dem p.t. publico in fünfminütigen Slots für Einzelkonsultationen zur Verfügung bin (nicht jedoch, keinesfalls: zu Willen!; na gut, etwas bin ich schon willig, zu Willen zu sein). Die Buchung erfolgt unkompliziert direkt vor meinem Gemerk.

Die Darlegung ausgewählter Aspekte von Unsicherheit findet statt wie folgend:

Sonntag, 28. Oktober 2018, ca. 11.00–11.15
Konzerthaus, Schönberg-Saal
»im Zweifel«

(zum Konzert der Wiener Philharmoniker)

Mittwoch, 31. Oktober 2018, ca. 20.15–20.30
Konzerthaus, Wotruba-Salon
»panisch«
(zum Konzert der Wiener Symphoniker »Panic«)

Donnerstag, 22. November 2018, ca. 20.15–20.30
Konzerthaus, Wotruba-Salon
»ausgesetzt«
(zum Konzert des RSO »Der Prozess«)

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Nachgestellt die Ohrwaschl-Kolumne des sehr geschätzten Guido Tartarotti aus dem Kurier vom 3. Juli 2018:

Wir und die Schafe 

Sind wir jetzt das drittsicherste Land der Welt – oder doch nicht?

Die sichersten und friedlichsten Länder der Welt sind laut Ranking des »Institute For Economics And Peace« Island (abgelegene Insel im Norden, zu kalt für Aggressionen, bewohnt nur von Schafen) und Neuseeland (abgelegene Insel im Süden, Aggressionen werden beim Rugby abgebaut, bewohnt nur von Schafen).

Österreich liegt laut dieser Studie (bewertet werden die Kosten, welche für bzw. durch Militär, Sicherheit, Terrorismus und Kriminalität anfallen) auf Platz 3. Wir (irgendwie sind wir ja auch eine Insel, eine der Seligen) leben also im drittsichersten Land der Welt, und das ohne Eismeer in der Nähe.

Interessanterweise brach darüber keine Freude aus. In sozialen Medien und Diskussions-Foren wurde die Untersuchung sofort angezweifelt (entweder ist sie falsch oder sie existiert gar nicht). Erbittert und wütend kämpfen seither viele um ihr Recht, sich unsicher zu fühlen.

Der große Psychologe Paul Watzlawick hätte seine Freude gehabt: Es zählt nicht das, was ist, sondern das, was man glauben will. Sicherheit ist subjektiv.

https://muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix500px/2013/haindlkaresel.jpg

(Esel oder Schafe: Es macht keinen Unterschied, vermutlich.)

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meanwhile…

  
Ich kenne meinen Weg so wie der Bach den seinen.
Jules Renard

Es gibt vieles zu tun, und manches passiert halt nicht im gleißenden Licht der Öffentlichkeit: Künstlerische Arbeit mit Studierenden an unseren Musikuniversitäten, Recherchen aller Art, das Componîrn und Concipîrn allerleier Werke und dramaturgischer Abläufe nachgerade utoperantischen Ausmaßes, Ertragen beigeordneter Demütigungsrituale seitens öffentlicher Fördergeber; tatsächlich Wichtiges wie Liebes- und Freundschaftsdienste, sowie runde und eckige Geburtstage, Jahrestage, …

Wenn weitere öffentliche Veranstaltungen im Anflug sind (sie sind es, u.a. in Wien, Innsbruck, Salzburg … und unweit Atlantis – ungelogen!) …

… werde ich hier davon zu berichten wissen, zumindest vier Wochen im Voraus (außer, ich erfahr’s erst kurzfristiger – soll mir auch recht sein).

Fruchtbare Momente gibt es etliche, darf ich versichern.

Versprochen.

(Gewisse Versprechen gibt man sich selber sogut alswie der Welt.)


PS: Sie können mich aber gerne auch kontaktieren, und ich liefere Ihnen Töne, unerhörte Töne – und mehr als das!
(Wobei sich das mehr selbstredend als rein qualitativ versteht.)

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