aktuell

Sonntag, 15. – Sonntag, 22. Juli 2018
Viktring (A)
, Musikforum Viktring-Klagenfurt 
SPIELEN! – Freie Improvisation mit Bertl Mütter

Bereits seit 2005 treffen wir uns zum SPIELEN! – Die jährlich sich aufs neue konstituierende ACTUELLE CAPELLE ist eine eingeschworene Partie, die alle Neuen aufs herzlichste willkommen heißt: Sie steigen, wie selbstverständlich, im bereits vierzehnten Jahrgang ein, während die wiederholt MitSPIELENden ohnehin immer ganz von vorn anfangen müssen dürfen.

2018 gibt sich das Musikforum (strengintern) das sinnige Motto DURCHATMEN.

Dem wollen wir uns mit einem tief empfundenen Ahhhhh…! anschließen.

http://muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix500px/bertl/nur_spielen.jpg

SPIELEN! ist ein vergnügliches Musiklaboratorium. Instrumententechnisch einigermaßen voraussetzungsfrei geht es zunächst um die – scheinbaren – Selbstverständlichkeiten des Klängeerzeugens; die schauen und hören wir uns näher an:

Was heißt Hören? – Wie anfangen? Aufhören? – Was ist das eigentlich, ein Klang? – Der darauffolgende? – Und das Dazwischen? – Was für eine Energie schlummert in mir? – In meinem Instrument? – Stille, Ruhe, Schweigen: Wie klingt das? – Weite – Bewegung (…)

Es gibt aber keinen Unterricht im landläufigen Sinn: Unsere Methode ist das kollektive Erfinden von Musik. Beim Hören, Spielen, Nachdenken und in der Kaffeepause im zauberhaften Arkadenhof tauchen weitere Fragen auf. Die Antworten setzen sich (das gibt es!) SPIELEND zusammen. Wenn wir derart zu heiterer Absichtslosigkeit gelangen, hört sich die ganze Fragenstellerei ohnehin von selbst auf. Das ist ein großes Glück, und nicht zuletzt deshalb kommen ja etliche jedes Jahr wieder in dieses Exil der Heiterkeit.


Fürs SPIELEN! reichen grundlegende Kenntnisse auf deinem Instrument und/oder der Stimme; da es ums lustvolle Ausprobieren von Möglichkeiten unmittelbaren Kommunizierens geht, richtet sich der Kurs aber ausdrücklich auch an die sogenannten Fortgeschrittenen: Wachsen Laien an der Erfahrung der Profis, so können diese von deren Frische und ungebrochenen Freude profitieren! Jedenfalls geht es um die pure, lustvolle Musik! Frei aber, damit wir das nicht vergessen, frei ist definitiv mehr als was man darf.


AnSPIELEN: Sonntag, 15. Juli 2018, 15.00
Stift Viktring (A), Arkadenhof (beim Caffè-Trinken)

Gespielt wird täglich in zwei Blöcken (10.00–13.00, 14.00–17.00; flexibel nach gemeinsamer Übereinkunft; in Summe und inkl. Soundcheck und Konzert 14 Module).

Unterrichtssprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Latein.

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Sonntag, 22. Juli 2018, 20.00
Viktring (A)
, Kellertheater
Die vierzehnte Galanacht der Improvisation

https://scontent-vie1-1.xx.fbcdn.net/v/t31.0-8/20248499_848350641997644_2084644049319109879_o.jpg?oh=7ba464ad826e0c00286f1a319d5af5ca&oe=59F72F47Die dreizehnte Galanacht der Improvisation, 23. Juli 2017

Hmmm, vierzehn, in einem ehemaligen Stiftsgebäude: Selbst im intimen Kellertheater sehen wir den Himmel weit, weit offen und spielen als akustische Nothelfer an gegen alle Unbill. Einem finalen Ablass gleich können Sie getrost sämtliche Guten Meinungen, die Sie in unser SPIELEN intendieren wollen, als bereits im voraus erledigt betrachten. Welch wunderlich visionärrisches SPIELEN da wohl erklingen wird wollen?

(Keine Sorge, es wird noch genug des Ketzerischen dabeisein!)

Danach, wie stets: Kulinarisches Beisammensein. WILLKOMMEN!

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Samstag, 28. Juli 2018, 16.00
Gmünd (A)
, Eisenberger Fabrik
Maria Moser
Die Monumentalität der Dinge

Ausstellungseröffnung
mit
Maria Moser, Malerei
Bertl Mütter, Posaune

Es sind ganz konkrete Gegenstände, die Maria Mosers bildnerische Energie seit jeher angeregt haben. Dinge, die zu Anfang fast immer in einem biographischen Bezug zu ihr selbst standen. Maria Moser benützt auch die ehemalige Schlosserei, die einmal ihrem Vater gehört hatte, als Atelier. Dass sie dort arbeitet, hat nichts mit nostalgischer Aneignung zu tun. Man hat den Eindruck, als habe sie in der alten Werkstatt ein Erbe angetreten.
(Ankündigungstext)

Richard Pils hat mich gefragt, ob ich wieder in der Eisenberger Fabrik spielen will. Sehr gern, und die Bilder von Maria Moser sind überaus inspirierend, nämlich:

https://bibliothekderprovinz.at/media/events/fabrik_2018_moser.jpg

Dem Herz der Dinge nachzugehen.

Die Eisenberger Fabrik für sich ist übrigens auch bereits ein lohnendes Reiseziel.

(Aber ohne Maria Moser gibt’s sie ohnehin nicht: Gut so.)

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Samstag, 1. September 2018, 20.00
St. Marein bei Neumarkt/Stmk (A)
, Schloss Lind
Inner Soundscapes
  
http://www.schlosslind.at/wp-content/uploads/wunderkammer-2.jpg

Eine multimediale Entdeckungsreise in die unterschiedlichsten (alb)traumartigen Stubenwelten von Schloss Lind. Mit Bertl Mütter, Sigrid Elisa Pliessnig, Martin Schinagl, Sarah Kobald, Martha Laschkolnig, Corina Kuhs, Sebastian Staudinger, u.a.; Inszenierung: Andreas Staudinger.

Mein Raum wird das Bad/WC sein. Möglicherweise wird W. H. Auden vorbeischauen. In seinem Langgedicht »Thanksgiving für ein Habitat« hat er jedem Raum seines Domizils ein Kapitel gewidmet. Auch dem Haüsl.

http://www.schlosslind.at/wp-content/uploads/STUBEN-logo-2-1.jpg

Im Rahmen des Festivals STUBEN►rein, in Kooperation mit der Holzwelt Kultur.

Überhaupt ist es immer wieder eine große Freude, von Britta und Andreas ins Schloss geladen zu werden.

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Donnerstag, 4. Oktober 2018, 19.00
Wien (A)
, Österreichische Gesellschaft für Literatur
Thanksgiving für ein Habitat – W. H. Auden in Kirchstetten
Präsentation des von Helmut Neundlinger herausgebenen Buches

Mit Uljana Wolf, Simone Hirth und Bertl Mütter

http://www.literaturedition-noe.at/images/buecher/2018/thanksgiving-gross.jpg

Im hintersten Winkel der Wienerwaldgemeinde Kirchstetten findet sich ein Gedächtnisort der Weltliteratur. Bewohnt und besungen wurde er vom Fast-Nobelpreisträger, Jahrhundertdichter und bekennenden Pantoffelträger W. H. Auden (1907–73). Auch wenn er ›nur‹ die letzten 15 Sommer seines Lebens in dem abgeschiedenen Häuschen mit der malerischen Adresse Hinterholz 6 verbrachte, entwickelte sich das Gebäude zu einer Art Lebens- und Arbeitsmittelpunkt. Seit vielen Jahren fungiert die im ehemaligen Arbeitszimmer und dem angrenzenden Dachgeschoß eingerichtete und 2015 runderneuerte Gedenkstätte als Pilgerstätte für Auden-Fans aus der nahen und fernen Welt.

Die vorliegende Publikation hebt an mit einer Neuübersetzung des Zyklus ›Thanksgiving for a Habitat‹ (1965), in dem Auden jedem Raum seines Hauses ein Gedicht gewidmet hat. Für die Übertragung konnte mit Uljana Wolf eine der renommiertesten Dichterinnen und Übersetzerinnen der deutschsprachigen Literaturszene gewonnen werden.

Darüber hinaus versammelt der Band Beiträge, die sich mit Audens Beziehung zum Haus, zur Land und Leuten in Kirchstetten und Wien auseinandersetzen. Entstanden ist ein Kaleidoskop von Reflexionen über einen freundlichen Außenseiter, der sich zu Lebzeiten durchaus als Kirchstettner fühlte und doch zur Bevölkerung weitgehend auf Distanz blieb.

Die junge Wiener Fotografin Carmen Auer hat die Spuren und Zeichen des Dichters in den vier Wänden seiner Wahlheimat für den Band in einem beeindruckenden Foto-Essay festgehalten.

(Bewerbung des Bandes auf literaturedition-noe.at)

Es ist eine besondere Freude, diesmal auch Uljana Wolf in unserer Mitte zu wissen. Ich bin gespannt auf ihren Werkstattbericht von der – kongenialen! – Übersetzung der Lyrik Audens, für die sie meine uneingeschränkte Bewunderung hat:

»I have no gun, but I can spit.«
»Ich schieße nicht, doch meine Spucke ätzt.«

W. H. Auden, übersetzt von Uljana Wolf

Abermals (nach dem 7. Juli in Kirchstetten) wird die Autorin Simone Hirth ihre berührenden »Briefe an einen Nachbarn« lesen – und ich darf dazu gewissermaßen Audens Part geben: Ein Dialog, zwischen uns und über die Zeiten.

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meanwhile…

  
Ich kenne meinen Weg so wie der Bach den seinen.
Jules Renard

Es gibt vieles zu tun, und manches passiert halt nicht im gleißenden Licht der Öffentlichkeit: Künstlerische Arbeit mit Studierenden an unseren Musikuniversitäten, Recherchen aller Art, das Componîrn und Concipîrn allerleier Werke und dramaturgischer Abläufe nachgerade utoperantischen Ausmaßes, Ertragen beigeordneter Demütigungsrituale seitens öffentlicher Fördergeber; tatsächlich Wichtiges wie Liebes- und Freundschaftsdienste, sowie runde und eckige Geburtstage, Jahrestage, …

Wenn weitere öffentliche Veranstaltungen im Anflug sind (sie sind es, u.a. in Wien, Innsbruck, Salzburg … und unweit Atlantis – ungelogen!) …

… werde ich hier davon zu berichten wissen, zumindest vier Wochen im Voraus (außer, ich erfahr’s erst kurzfristiger – soll mir auch recht sein).

Fruchtbare Momente gibt es etliche, darf ich versichern.

Versprochen.

(Gewisse Versprechen gibt man sich selber sogut alswie der Welt.)


PS: Sie können mich aber gerne auch kontaktieren, und ich liefere Ihnen Töne, unerhörte Töne – und mehr als das!
(Wobei sich das mehr selbstredend als rein qualitativ versteht.)

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muetter.at
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