aktuell

Sonntag, 15. September 2019, 11.00
Wien (A)
, Musiktheatertage Wien im WUK
UTOPERAN19 – Mütter’s Civilisation (UA*)

vum Bertl Mütter (Trombonaut)

Wie stets ist es eine Reise ins Geahnte. Indes, der herbeigesehnte utopische Ort »where troubles melt like lemon drops« ist sprichwörtlich »dort, wo du nicht bist«, in Schuberts »Wanderer« (der Gletschergleiche kommt »vom Gebirge her«), heißt es noch, final darniederschmetternd, »dort ist dein Glück«. – »Na dann aber viel Vergnügen!«

Gar leicht ist’s, sich selbst die allergrößten Schwierigkeiten zu machen. Anderen auch.

Bertl Mütters zivilisatorisches Klangrillenabtasten (eine Art Abschmelzen) kann nur ein Taumeln sein, zwischen Sehnsucht und Ernüchterung. Ob beim Auftauen was herausapern, gar sich etwas erfüllen wird, wissen wir erst, wenn es passiert. Sicher ist: Überschwemmungen heutzutage sind immer sintflutartig, erst recht, wenn sie Starkregen folgen, wie es ihn »seit Menschengedenken« nicht gegeben hat. Früher hat es statt Starkregen Wolkenbrüche gegeben. Die sind nun also gottlob behoben.
Menschengedenken, Amnesie.

Dass es sich bei allem Leben (erst recht bei allem Vergessen) um irreversible Vorgänge handelt, kann auch als Trost verstanden werden, und viel Anlass zu größerer Hoffnung besteht ohnehin nicht.

     »Haben Sie auch nichts vergessen?«
     
(Insert für Aussteigende, ÖBB; lesbar in diversen Betonvarianten)

Man wird sich doch wohl noch was wünschen dürfen.

Was wünschen wir uns eigentlich?

     »When life gives you lemons, squeeze them in people’s eyes.«

Das Motto der Musiktheatertage Wien 2019 lautet »MYTHOS ZIVILISATION«; das nehme ich mir ungeniert her und biege mir zurecht – ist doch die USURPATION allererste künstlerische Disziplin (man soll sie nicht den bösen Weltenbrandstiftern überlassen): Mütter's Civilisation also. Je nach persönlichem Lesewillen oder -vermögen Englisch oder mit Trottelapostroph. Wohin sich halt unsere Welt ent- bzw. verwickelt hat.

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Kompositionsauftrag der Musiktheatertage Wien, finanziert durch die

   https://www.evs-musikstiftung.ch/sites/default/files/EvS_Foerderlogo_rgb.jpg

DANKE.

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Dienstag, 24. September 2019, 18.00
Wien (A)
, Alte Schmiede
in der Reihe »Gesellschaftsräume der Literatur«
Günter Kaindlstorfer:
Politisches Bewusstsein und Literatur
mit (u.a.) Peter Klein, Barbara Blaha, Peter Pirker, Schülerinnen und Schülern des GRG Rainergasse, Christian Schacherreiter, Katja Gasser und Kurt Neumann
Bertl Mütter, musikalische Gestaltung

Lieber Bertl!

In Absprache mit Kurt Neumann von der »Alten Schmiede« frage ich an: Hast Du Zeit und Lust, am 24. September 2019 beim »Abend für Günter Wels« in der »Alten Schmiede« aufzutreten und musikalische Interventionen zu setzen?
Ich würde mich freuen.
Im Falle einer Zusage würde Kurt Neumann mit einem Honorarangebot auf Dich zukommen.

Liebe Grüße, Günter

Günter Wels, geboren 1963 in Bad Ischl. Aufgewachsen in der oberösterreichischen Statutarstadt Wels. Unter dem Namen Günter Kaindlstorfer arbeitet er als Journalist u.a. für den ORF, den Deutschlandfunk, den Bayerischen Rundfunk, den WDR, den SWR, das Schweizer Radio SRF und für 3sat. 2010 veröffentlichte Wels den Erzählband »Maitage« und 2018 den akklamierten Roman »Edelweiss«.

Bertl Mütter, freier Musiker, Komponist und Autor. Aufgewachsen in der oberösterreichischen Statutarstadt Steyr.

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Donnerstag, 26. September 2019, 19.00
Klagenfurt (A)
, Künstlerhaus
»crescendo«
Ein Wachskonzert aus der Schule des Staunens
   von und mit
Bertl Mütter
, Trombonaut

https://muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix500px/bertl/180425_CZ27235_HF_500px.jpgFoto © Christof Zachl

Lieber Wolfgang Grossl,

danke für den Vorschlag, die Anregung, im Rahmen der Kambium-Ausstellung einen musikalischen Beitrag zu leisten. Die Akustik im Künstlerhaus ist mir ja sehr vertraut, ich kann dort meine Klangvorstellungen gut ausleben: der Raum ermöglicht ein sinnliches Klingen.
Spontan fiele mir ein speziell abgestimmtes und zu entwickelndes Konzert unter dem Generalmotto »crescendo« ein; das würde allerdings nicht bedeuten, dass ich leise anfinge, um dann immer lauter zu werden – das wäre wohl etwas zu banal. Crescendo, wachsend, aufwachsen, erwachsen – nun ich denke, das könnte gut konform gehen mit der For Forest-Geschichte, die um diese Zeit ja im Stadion stattfindet.

Wesentlich beliebter als kurzfriste Absagen sind kurzfristige Konzertanfragen, und manche kommen erfreulich kurzfristig herein…

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