aktuell

Donnerstag, 28. September 2017, 19.30
Linz (A)
, StifterHaus
Buch- und Verlagspräsentation – Bibliothek der Provinz
mit den Autorinnen und Autoren
Hans Eichhorn
, Im Ausgehorchten. Gedichte
Franz Kabelka, Kaltviertel. Roman
Claus Dieter Schneider, Mitten in der Nacht am Tag. Erzählungen
Gerda Sengstbratl, Gelbes Rauschen Bauschen. Kurzprosa
Silvana Steinbacher, Pinguine in Griechenland. Roman

Richard Pils, Moderation (dazwischen und dazu)

Bertl Mütter, Posaune (dazu und dazwischen)

https://fcc.at/event/img1000/3915.jpeg

Die langjährige Beziehung zwischen Richard Pils und mir ist von gegenseitiger Wertschätzung und Solidarität getragen. Wann immer also die Bibliothek der Provinz ruft (und ich kann es einrichten), dann rufe ich gerne zurück, eben mit meiner Posaune.

Diesmal geht’s also nach Linz, weil: In Linz müsste man sein. (Nach Linz: Essen.)

Nach oben


Sonntag, 1. Oktober 2017, 16.00
Essen (D)
, Ruhr Museum
Erdgeschichten. Geologie im Ruhr Museum

Ausstellungseröffnung
Musikalische Gestaltung: Bertl Mütter, Posaune

https://www.ruhrmuseum.de/fileadmin/_processed_/csm_75_6750a20a5de4f5a_f9a1299981.png?13

Das Ruhr Museum in der ehemaligen Kohlenwäsche auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein ist das Regionalmuseum des Ruhrgebiets.

Nach einem Showcase-Auftritt mit Erika Stucky und Jon Sass im Rahmen der WOMEX (ca. 2007) darf ich mich nun abermals auf das faszinierende Gelände der Zeche Zollverein begeben. Eine vertiefende Begegnung, wie die Thematik verspricht.

http://oe1.orf.at/uimg/5c/cc/5ccc5279af56d8d4f8ee1f0ab1998ac56601cc88.jpg

Gekommen ist es, streng linear, so: Ein die Bestätigung seiner Pensionierung erwartender Posaune spielender Gynäkologe aus Oberösterreich, der in Innsbruck studiert und damals mit dem späteren Bundespräsidenten regelmäßig Carambol (nicht jedoch Posaune) gespielt hat und den es später nach Klagenfurt verschlug, nahm elfmal an meinem SPIELEN!-Kurs in Viktring teil (mittlerweile ist die Zwölf komplett). Rasch hat sich eine freundschaftliche Annäherung ergeben, ein Enthusiasmus, und der hat dazu geführt, dass er mich einem Freund vorgestellt hat, Harry den Installateur. Der scheint sowas wie die Inkreisfigur in einem sehr weiten Freundeskreis zu sein, ein Freundeskreis, wie man ihn sich bei einem Installateur nicht jetzt so ohne weiteres erwarten würde. Dieser Zirkel reicht weit über seine genuine Wirkungsstätte (unweit Krems, NÖ) hinaus, etwa nach Solothurn und Basel (CH), Klagenfurt, Wien (A) – und eben bis nach Essen (D): Die Leiterin der geologischen Sammlung des Ruhr Museums ist auch darunter.

https://pictures.tvinfo.net/pictures/81/d9/a4/a6/73/da/e1/69/e0/ba/a3/82/5d/df/7d/cc/large_zdi_170508_1245_234e8140_expedition_deutschland__1_.jpg

»Ulrike Stottrop vom Ruhrmuseum Essen – Zeche Zollverein. Der Industriekomplex galt einst als ›schönste Zeche der Welt‹. Heute freut sich Ulrike Stottrop über die Natur, die das Gelände langsam zurückerobert.«
Aus: Expedition Deutschland – Eine Zeitreise durch 500 Millionen Jahre (D, 2013), Folge 1, gesendet am 8.5.2017 auf ZDFinfo.

Wir lernten uns allerdings auf einer alpinen Hütte kennen, konkret der am Türnitzer Höger, Mitte Juni 2017. Dass ich mein Wunderhorn dabeihatte, war – bei aller Schlepperei – von Vorteil: Es gibt immer wieder unerwartete und so nicht erkennbare Auditions; man mag nicht glauben, wo überall sonst noch.

https://img.oastatic.com/img2/7105506/max/tuernitzer-huette.jpg

Der Rest wird Geschichte gewesen sein (wie sich das bei einem Museum gehört).

PS: Übers Konzert auf der Türnitzer Hütte (1.372m ü. d. adriat. Meere) wird auch noch ankündigenderweise zu berichten sein, wenn es Zeit ist: Manches läuft eben wie beim Carambol, zumindest über drei Banden.

Nach oben


Mittwoch, 29. November 2017, 20.00
Wien (A)
, Musikverein, Gläserner Saal
Höllenvisionen
Michael Köhlmeier, Erzähler
Leonhard Paul & Bertl Mütter, Posaunen, Mut- und Wunderhorn

http://s1.wohintipp.at/uploads/events/transformed/153084-116515-7.jpg?v=2

Einmal schon sind Köhlmeier, Mütter & Paul in die unteren Bereiche hinabgestiegen, wie sie 2016 bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen gemeinsam »Aeneas oder Die Kunst der Flucht« gestaltet haben. Was man über die Musik der beiden Mehr-als-Posaunisten Leonhard Paul und Bertl Mütter hernach geschrieben hat, können Sie hier lesen.

http://www.muetter.at/cms/uploads/RTEmagicC_3c8fc15be8.jpg.jpg

Von jeher ist die Posaune den chthonischen Regionen zugeordnet. Geht es um die Letzten Dinge, schweigt die hell strahlende Trompete*; von Monteverdi über Mozart, Schubert, Berlioz, Bruckner, Mahler und Schostakowitsch bis zur Gegenwart greift die Posaune ins final-eschatologische Geschehen ein. Und zugleich gilt sie als das himmlische Instrument schlechthin (sehen wir von Harfe und Celesta ab): Was wäre also eine Apokalypse ohne Posaune?, und die Mauern von Jericho wären wohl vor einem Blockflötenensemble eher nicht eingestürzt – was jetzt bitte nichts gegen die Blockflöte sagen will, sei sie allein geblasen oder im Consort.
Leonhard Paul und Bertl Mütter, diese beiden Posaunenpoeten, erzählen Unerhörtes mit ihren nicht zufällig Mut- und Wunderhorn genannten kommunizierenden Gefäßen: In ihren Posaunen wohnt fürwahr sowas wie zärtliche Wucht.

http://static6.swp-plus.de/storage/scl/import/swp-beta-import/bietigheim/lokales/ludwigsburg/print/2335025_t1w600h392q90v22092_swp-8662603_16595451_01_3005_LUBU_aeneas_4C_1055765876.jpg?version=1464589449
© Richard Dannenmann, Südwestpresse

________________________
* Allerdings: In der gegenwärtigen US-amerikanischen Präsidentialperiode hat dies eine prekäre Verschiebung erfahren, sodass die Trompete (engl.: trumpet) – hoffentlich kurzfristig – gewissermaßen über so etwas wie apokalyptische Kernkompetenz verfügt. Nicht nur Posaunisten sind vom Bestreben getrieben, dieses einigermaßen verantwortungsvolle Amt wieder in erfahreneren Händen geborgen und von besonneneren Lippen in aller Sonorität ausgeübt zu wissen.
________________________

… Höllenvisionsvorfreude!

Nach oben


muetter.at
muetter.at
muetter.at