aktuell

Dienstag, 26. November 2019, 19.30
Innsbruck (A), Historischer Schwurgerichtssaal, Maximilianstraße 4
»Journey Towards Silence«
mit Florian Berner, Violoncello, und Bertl Mütter, Posaune
Musik von und nach Bach, Schubert, Ligeti, Sculthorpe, Sollima und Mütter

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Der historische Schwurgerichtssaal (in ihm ereignete sich der legendäre Prozess gegen Philipp Halsmann) markiert den Beginn unserer Justice?-Tour, die im Herbst 2020 in der Justizvollzugsanstalt Garsten fortgesetzt werden soll.

Eine Veranstaltung des »Kulturverein Justiz Tirol«. Kartenreservierungen unter +43-5223-56900 (Kanzlei Dr. Christine Mascher, Hall i. T.).

Smäsching Logo.

Ich habe mir erlaubt, selbiges anlassgemäß ein kleinwenig zu adaptieren:

Ein kleinwenig noch persönlicher:

Erfahrungsgemäß ist bei einem derartigen Veranstaltungsort dringend empfohlen, ein amtliches Personaldokument (Reisepass, Personalausweis) dabeizuhaben und allfällige Waffen, reizende Stoffe u. dergl. vertrauensvoll bei der obligatorischen Personenkontrolle in deren Waagschale zu hinterlegen oder, besser, diesmal, ausnahmsweise, gleich ganz daheim zu lassen.

Bonusmeldung vom Flyer No. 2, Zitat:

Wir freuen uns, im Anschluss zur Veranstaltung wieder zu einer kleinen, feinen Weinverkostung mit Dr. Klaus Jennewein einladen zu dürfen.

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Freitag, 29. November 2019, 13.33
bis
Samstag, 30. November 2019, 17.31
Salzburg (A)
, Universität Mozarteum
Tagung: Ist Kunst ein Sonderfall?
Qualitative Forschungsansätze in den künstlerisch-pädagogischen Fächern im interdisziplinären Diskurs

(Ich glaube: Ja.)
(Wie alles andere auch.)

Erik Esterbauer und Andreas Bernhofer, die beiden Programmgestalter, haben mich zu dieser Tagung eingeladen, weil ich ihnen halt eingefallen bin – und weil ich (seinerzeit, 2013) der allererste war, der das Studium zum Doctor artium abgeschlossen hat – und instantly zum Dissidenten dieser (in ihrer zeitgenössisch humorfreien Deutungsmode) zweifelhaften akademischen Zumpft wurde.

Damals habe ich bekanntermaßen zu einem sonochnichtdagewesenen Höhenflug an- bzw. abgehoben.

»Das Quirx mit der künstlerischen Forschung.
Ein Erfahrungsbericht (mit Tonbeispielen an der Posaune).«

In meiner Dissertation »Das Geräusch-das-man-macht-bevor-man-anfängt-zu-dichten« habe ich versucht, meine kreativen Prozesse zu untersuchen, eine Art Vivisektion mit dem Anspruch, dass der – ja wer?! – Proband/Patient/Delinquent, also ich, tunlichst überlebe, im Idealfall mit kommunizierbarem Erkenntnisgewinn und ohne Inhibition weiteren kreativen Schaffens qua selbst gestellter Befangenheitsfalle. Operation gelungen. Ist aber bei einer sich etablierenden (neuen?) Forschungskaste nicht soo gut angekommen. Davon will ich, auch in trombonautischen Ausflügen, erzählen.

http://muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix500px/2013/diss2.jpg

Ich darf also einen Beitrag in der Tagung (Vortrag) leisten – und werde auch ein kleines Konzert geben. Man verfolge das angegebene Link für emergierende Details.

Sooderso: Große Freude & Ehre. Ich schwöre.

(Merke: Du sollst nicht schwören.)

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Donnerstag, 12. Dezember 2019, 17.30 pünctlich
Steyr (A)
, Dunklhof; weiter im Steyrdorf & im Wehrgraben
Wintermond

Matthias Loibner, Drehleier
Bertl Mütter, Posaune

Angetrieben vom Leiermann aus Schuberts Winterreise und desgleichen nicht minder von Matthias Loibners Interpretation passiert Folgendes:
Weils bei uns eben nicht immer nur warm, schön und gemütlich ist, sondern halt auch kalt und feuchtlert, trauen wir uns an eingeschränkt gemütliche Orte und probieren aus, ob uns die Kunst auch dort erwärmt. Bertl Mütter und Matthias Loibner führen uns vom Dunklhof aus an Orte im Freien (und spielen dort kürzer) und in besondere Innenräume (und spielen dort länger) im Steyrdorf und im Wehrgraben. Wir probieren das bei jedem Wetter aus – bei schlechterem halt weniger draußen und mehr drinnen. Jedenfalls ist der Abschluss im Museum Arbeitswelt, und dort gibts zu essen und zu trinken.
Michael Atteneder, Initiator von Draußen im Steyrdorf

http://muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix300dpi/150704_loibmut.jpg

Kennen tun sie sich schon länger als man sie kennt, seit ca. 1985. Dann beiläufig gegenseitige Wahrnehmung aus dem Augenwinkel, zunehmende Neugier aus der Distanz und dann – ihre CDs winterreise bzw. mütterkinderlieder erschienen beim gleichen Label (Raumklang) – abermalige Begegnung unter gereifteren Umständen: großes Interesse, ja Sympathie, also: Spielen!

Die Drehleier und die Posaune, wie sie von Loibner und Mütter gespielt werden, sie mögen sich, und Mütter und Loibner haben sich was zu sagen. Das mitzuerleben ist allerdings faszinierend.

Unser Einstand, im Dezember 2011 im BSL-Kino, fand, so ein Wunder, vor ausverkauftem Haus statt (dank den sehr geschätzten Strottern!) –zuvor  war dieses älteste (also am längsten, seit 1905, durchgehend bespielte) Kino Österreichs (wenn nicht der Welt!) so voll bei der großen Peter Alexander-Retrospektive, ca. 1996, hat die Prinzipalin Anna Nitsch-Fitz gesagt, und die muss sowas bitte wissen.

Wir sind kein dauernd miteinander tourendes Duo, und nicht zuletzt deswegen haben wir einander allerhand zu sagen, vorzuhören, nachzufragen, misszuverstehen, irrezugehen, sichwiederzufinden und wieder zu verlieren.

Wir hoffen, wir sind mitnehmende und sympathische Looser (oder sagt man Loser?)

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Matthias Loibner ist permanent auf Wanderschaft quer durch Stile und Zeiten. In unterschiedlichsten außergewöhnlichen Projekten in aller Welt sammelt er die Eindrücke seiner Reisen im faszinierenden Klang der Drehleier. Uralt, noch nie gehört, sanft, sägend, kratzend und wunderschön entstehen so zeitlose Hörbilder, gespeist aus einem großen Repertoire zwischen Tradition und Imagination. Sein expressives Spiel, seine Virtuosität und stilistische Bandbreite sind unvergleichlich. Matthias Loibner wurde 1969 in Graz geboren und begann mit Klavier und Gitarre. Mit 17 lief er von zu Hause weg, um Straßenmusikant zu werden, studierte später aber auch Komposition und Orchesterleitung.

Bertl Mütter – Seine Musik ist Slow Food für die Ohren: Wer sie entdeckt, wird reich belohnt. Geboren 1965 in Steyr, lebt er freischaffend in Wien, Steyr und unterwegs. Im Zentrum steht das Solo, oft als Musik über Musik (Schubert, Schumann, Mahler, Wagner, Feldman ...), er spielt aber auch gern mit anderen (Ensemble der Radikalen Mitte) sowie mit Dichtern. Mütter komponiert musiklaboratorisch vom Solo bis zum Musiktheater. Seine Schule des Staunens (unter anderem im Wiener Konzerthaus) gestaltet der promovierte Doctor artium als sinnlich angereicherte Vorträge. Mütters exklusive Schagerl-Instrumente heißen Mut- und Wunderhorn. 


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