aktuell

meanwhile…

Ich kenne meinen Weg so wie der Bach den seinen.
Jules Renard

Dieser Tage passiert nichts Unmittelbares im gleißenden Licht der Öffentlichkeit.*

—> Auf vielfachen Wunsch gibt es nun wieder täglich das Mütterlog.

Wenn wieder was im Anflug ist (gegenwärtig hängt alles ein bissl in der Luft) …

… werden wir zuallererst deren Freigabe von den Behörden erfahren und ich promptest hier davon zu berichten wissen.

Fruchtbare Momente gibt es weiterhin etliche, darf ich versichern.

Versprochen.

(Gewisse Versprechen gibt man sich selber sogut alswie der Welt.)


PS Sie können mich gerne auch in diesen Zeiten der Corona – kontaktieren, und ich liefere Ihnen – hernach (das kommt!) – Töne, unerhörte Töne! Und mehr als das!

____________________
*… was ansonsten wäre: Künstlerische Arbeit mit Studierenden an unseren Musikuniversitäten, Recherchen aller Art, das Componîrn und Concipîrn allerleier Werke und dramaturgischer Abläufe nachgerade utoperantischen Ausmaßes, Ertragen beigeordneter Demütigungsrituale seitens öffentlicher Fördergeber; tatsächlich unwiederbringlich Wichtiges wie Liebes- und Freundschaftsdienste, sowie runde und eckige Geburtstage, Jahrestage, …

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ABGESAGT
Sonntag, 26. April 2020
Wien (A)
, Aktionsradius Augarten
Charivari– Linde Waber zum 80. Geburtstag

mit u.a. Friederike Mayröcker, Marie-Thérèse Kerschbaumer, Liesl Ujvary, Marion Steinfellner, Herbert J. Wimmer, Heinz Janisch, Martin Kubaczek, Helmut Peschina, Bodo Hell, Max Nagl, Martin Siewert, Renald Deppe, Bertl Mütter.

http://www.lindewaber.com/wp-content/uploads/2017/10/Waber_LindaHell_Bodo-9088.jpg

Vom 26. April bis zum 26. Mai wird der 80. Geburtstag der Malerin Linde Waber gefeiert, mit einem dichten künstlerischen Programm, gestaltet von Reise-  und WegbegleiterInnen aus den Bereichen Literatur, Bildende Kunst, Musik, Film ... Das konkrete Programm wird im März veröffentlicht.
aktionsradius.at

Tja, die Linde. Fixe Größe. Großes Herz. Ergo große Freude, noch dazu mit Bodo Hell gemeinsam (mehr gibt’s ab Herbst 2020) einen Beitrag leisten zu dürfen. Und zur Eröffnung zu blasen.

Tja, das wäre schön gewesen. Leider ABGESAGT.

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Freitag, 1. Mai 2020, 18.00 [oder Verschiebung/Absage]
Fels am Wagram (A)
, Weingut Wimmer-Czerny
WeinKult 19

http://muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix500px/2012/12weinkult11_1.jpg

Mercedes Echerer, Sprachliches

Christopher Haritzer, Klarinetten
Christoph Cech
, Wurlitzer, Schlagzeug
Peter Herbert, Kontrabass
Bertl Mütter, Posaune; Intendanz & Conférence

Hans Czerny, Eröffnungsredner

Damit der WeinKult auch bei seiner 19. Ausgabe als idealtypisches Symposion zelebriert werden kann, hat unser persönlicher Hofintendant Bertl Mütter wieder einmal keine Aufwendungen gescheut, eine erlesene Runde hochkarätiger Kunstschaffender auf unseren Hof zu locken. Wir werden wie stets dafür sorgen, dass sie allesamt wiederkommen wollen.
Praktisch jedes Jahr ist uns dies bei Christoph Cech gelungen, er werkelt musikalisch an Schlagzeug und Wurlitzer. Christopher Haritzer ist zum ersten Mal zu Gast, und er wird uns mit beherztem Klarinettenspiel in allen – und für alle – Lagen erfreuen. Nicht nur weil 2020 ein Schaltjahr ist, ist heuer nach etlichen Jahren wieder einmal der mit seinem unvergleichlichen Kontrabass-Spiel so zu faszinieren vermögende Peter Herbert dabei.
Womit die Rutsche zur Actrice dieses WeinKults gelegt ist: Über nicht weniger als 6x den Vokal e verfügt nämlich Mercedes Echerer! Bertl und Mercedes kennen einander von den Sommerspielen Melk, bei denen sie gegen Ende des 20. Jahrhunderts aufgetreten sind, er als Musiker, sie als Hexe. Entgegen möglicherweise nun aufkeimende Klischees sei angemerkt, dass es diesmal literarisch um den – Überraschung! – Wein geht. Bereits vorab kann verkündet – sagen Sie niemals hinausposaunt – werden: Die mercedesecherersche Recherche wird ein hochgradig kunstvolles Weinlesen zeitigen. In verschlungenen Interaktionen von Wort und spontaner Musik – der auch Bertl Mütter wesentliches hinzuposaunt – wird uns ein Pfad zum bewusst-sinnlichen Genießen gewiesen, der noch lange nachwirken wird.
Angenehm-anregend, versprochen!

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Mittwoch, 20. Mai 2020, 18.00 [oder Verschiebung/Absage]
Salzburg (A)
, Literaturhaus
Lyriknacht
mit tba

http://www.literaturhaus-salzburg.at/media/image/image7030.jpg

Tomas Friedmann hat mir eine Carte Blanche gewährt. Will heißen, ich darf machen, was ich will, und zwar verteilt über diese alljährlich wohlbesuchte Veranstaltung.

Was ich will, das sei defintiv was anderes als irgendwas. Jandl und Jonke werden wohl vorbeifliegen. Müssen. Und Eigenes, warum denn bitte nicht? Man darf es ruhig (schon, auch) Lyrik nennen, was ich da zum Klingen bringe.

Details, sobald ich Detailliertes weiß.

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ABGESAGT bzw. VERSCHOBEN auf 2021 (tba)
Freitag, 5. Juni 2020

Steyr (A), Margaretenkapelle

Lange Nacht der Kirchen


Bernhard Schmalzel liest aus dem Buch »ich: jesus nazareth« von SAID.

Bertl Mütter spielt dazu auf der Posaune.

Die an den Stadtpfarrhof angrenzende Kapelle ist älter als die Pfarrkirche. Sie dürfte zu Anfang des 15. Jahrhunderts erbaut worden sein, da in einer Messstiftung aus dem Jahre 1430 eine ›neue Kapelle‹ erwähnt wird. Jedenfalls war damit die Margaretenkapelle gemeint, die 1437 in einem Spruchbrief Herzog Albrechts V. erstmals urkundlich Erwähnung findet.

»Ich mag einfach nicht, diesen Jesus von Nazareth auf ein Kruzifix an die Wand zu nageln, wie man einen Schmetterling annagelt. Ich gebe ihm die Kraft, die er ausgestrahlt hat. ... Er bringt Unordnung! Solange er am Kreuz hängt, bringt er keine Unordnung. ... Er bringt das Gewitter mit. Die Kirchen tun das ja nicht. Sie haben eine Aspirin-Funktion. Sie beruhigen hier und dort. Die Figur des Jesus von Nazareth aber ist anarchisch bis dorthinaus! Denn ich bin gekommen, die Menschen zu erregen, sagt er. Das ist Rebellion pur! Aber gepaart mit diesem legendären Satz: Liebe! Nicht Hass, nicht Rache! Was wollen Sie mehr?« (SAID)

SAID ist 1947 in Teheran geboren, hat mit 17 Jahren seine Heimat verlassen. Seit 1965 lebt er in München. Sein literarisches Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
Bernhard Schmalzel
ist IT-Techniker, Schauspieler und Literaturliebhaber. Er lebt in Garsten.
Bertl Mütter
ist 1965 in Steyr geboren, studierte zunächst Theologie in Graz, wechselte dann zur Musik (Diplom 1990) und promovierte 2013 zum Doctor artium. Als freischaffender Musiker, Komponist und Autor lebt er in Wien, Steyr und unterwegs.

Zu später Stunde

»Die Posaune wird erschallen« (1 Kor 15,12) – Musik

Zu später Stunde spielt Bertl Mütter eine Musik zur Stille auf seiner Posaune: Erschallen muss ja nicht in jedem Fall laut sein. Eindringlich, ja, das schon. Jedenfalls.

Leider ABGESAGT.

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Sonntag, 7. Juni 2020, tba [oder Verschiebung/Absage]
Bruck an der Mur (A)
, Heiligen-Geist-Kapelle
Eröffnung

Die spätgotische Kapelle wurde 1494 bis 1497 von Brucker BürgerInnen gestiftet und erbaut. Lange diente die Kapelle nach ihrer Entweihung unter anderem als Gasthaus und Wohnobjekt. In einer besonderen Rettungsaktion läuft seit 2012 die Sanierung der ehemaligen Kapelle, die seit einigen Jahren zum fixen Programmpunkt am Tag des Denkmals zählt. Viele Interessierte haben dabei die Restaurierungsfortschritte verfolgt und begleitet. Nun ist es so weit: Die Sanierungsarbeiten sind nahezu abgeschlossen, und die Kapelle präsentiert sich in ihrer früheren Pracht.

Im Zuge seines 80ers im Jahr 2011 hat mein, nunja, alter Freund Philipp Harnoncourt hat die so spezielle Dreifaltigkeitskapelle von (bzw. im Verkehrsstrudel bei) Bruck an der Mur (wieder) entdeckt. Seither organisiert er ihre Renovierung und Neudefinierung. Jetzt ist sie bis auf coronarviralbedingt ausstehende Details fertig und wird – die Kirche begeht den Dreifaltigkeitssonntag – feierlich eröffnet.

»Da musst du spielen!«, meint Philipp. Wie gern ich das mache!

http://www.gat.st/sites/default/files/imagecache/Vollbild/images/stingl-enge-architekten-zt-gmbh_gat_hl-geist-kapelle-bruck-aussen_0.jpg

[In langjähriger Freundschaft begründetes persönliches Sponsoring.]

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Samstag, 20. Juni 2020, 20.30 bis Sonntag, 21. Juni 2020, ca. 5.30
Stübing (A)
, Freilichtmuseum
styriarte – Mittsommernacht

Mit Ulla Pirttijärvi & Ensemble Ulda, Hirundo Maris, Arianna Savall, Petter U. Johansen, Michal Nagy, Citoller Tanzgeiger, Raphael Meinhart, Studio Dan, Bertl Mütter u. a.

Das Programm wird in sechs Stationen erwandert und findet sein erstes Finale um 0.30 Uhr (bei jedem Wetter). Es folgt ein meditativ gestaltetes Nachterlebnis mit einem herzhaften Frühstück um 5 Uhr (nur bei Schönwetter).

Ein Sommernachtstraum, wie er steirischer nicht sein könnte: im österreichischen Freilichtmuseum in Stübing, mit Joikern aus dem hohen Norden, den Citoller Tanzgeigern und einer Blaskapelle, die bei Sonnenaufgang zum Frühstück bläst. Auch die Jause ist ganz heimisch, wie der Wald ringsum und die uralten Bauernhäuser. Die Geräusche der Nacht kommen von den Tieren aus dem Wald und von den Musikern. Ein wenig Sommernachtstraum von Shakespeare darf nicht fehlen, in dieser kürzesten Nacht des Jahres.

Ihr Jausenbrot unterwegs und auch Ihr Frühstück (Brennsterz und Häferlkaffee) sind im Kartenpreis inkludiert. Bei Regen findet nur der erste Teil des Programms statt (bis ca. 0.30 Uhr), bei Schönwetter endet die Veranstaltung um ca. 5.30 Uhr. Bitte denken Sie daher an bequeme Schuhe und passende Kleidung.

Als der für die Sachen, die die andern nicht machen, darf ich den schönwetter-nächtlichen Teil gestalten, ganz alleine, aber das kennt man ja von mir.

Ich werde mich wohl verschiedenen Aspekten, die der Nacht innewohnen bzw. ihr zugedichtet wurden und werden, widmen: Die Stille, das Ungeheuerliche, die Nacht der Liebe, die, herbeigerufen, herniedersinken möge…

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Sonntag, 12. – Sonntag, 19. Juli 2020
Klagenfurt (A), Villa For Forest
(Viktringer Ring 21)
SPIELEN! – Freie Improvisation mit Bertl Mütter

http://muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix500px/bertl/nur_spielen.jpg

Bereits seit 2005 treffen wir uns zum SPIELEN! – Die jährlich sich aufs neue konstituierende ACTUELLE CAPELLE ist eine eingeschworene Partie, die alle Neuen aufs herzlichste willkommen heißt: Sie steigen, wie selbstverständlich, im bereits sechzehnten Jahrgang ein, während die wiederholt MitSPIELENden ohnehin immer ganz von vorn anfangen müssen dürfen.

SPIELEN! ist ein vergnügliches Musiklaboratorium. Instrumententechnisch einigermaßen voraussetzungsfrei geht es zunächst um die – scheinbaren – Selbstverständlichkeiten des Klängeerzeugens; die schauen und hören wir uns näher an:

Was heißt Hören? – Wie anfangen? Aufhören? – Was ist das eigentlich, ein Klang? – Der darauffolgende? – Und das Dazwischen? – Was für eine Energie schlummert in mir? – In meinem Instrument? – Stille, Ruhe, Schweigen: Wie klingt das? – Weite – Bewegung (…)

Es gibt aber keinen Unterricht im landläufigen Sinn: Unsere Methode ist das kollektive Erfinden von Musik. Beim Hören, Spielen, Nachdenken und in der Kaffeepause im zauberhaften Garten tauchen weitere Fragen auf. Die Antworten setzen sich (das gibt es!) SPIELEND zusammen. Wenn wir derart zu heiterer Absichtslosigkeit gelangen, hört sich die ganze Fragenstellerei ohnehin von selbst auf. Das ist ein großes Glück, und nicht zuletzt deshalb kommen ja etliche jedes Jahr wieder in dieses Exil der Heiterkeit.


Fürs SPIELEN! reichen grundlegende Kenntnisse auf deinem Instrument und/oder der Stimme; da es ums lustvolle Ausprobieren von Möglichkeiten unmittelbaren Kommunizierens geht, richtet sich der Kurs aber ausdrücklich auch an die sogenannten Fortgeschrittenen: Wachsen Laien an der Erfahrung der Profis, so können diese von deren Frische und ungebrochenen Freude profitieren! Jedenfalls geht es um die pure, lustvolle Musik! Frei aber, damit wir das nicht vergessen, frei ist definitiv mehr als was man darf.


2020 SPIELEN! wir unsere wunderlich-absonderlichen Klänge im Exil, die Villa For Forest ist ein gastfreundlicher, das ganze Jahr mit lebendiger Kultur bespielter Ort (DANKE, lieber Raimund Spöck!), mitten in der Stadt. Wir dürfen uns hier willkommen wissen, ohne alles Heucheln.

Wir kehren aber sehr gerne zurück nach Viktring, wenn es beim bisherigen Veranstalter eine wertschätzende und kompetente Geschäftsführung gibt. Versprochen!

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muetter.at
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