aktuell

Mittwoch, 26. Februar 2020, 19.00
Graz (A)
, Literaturhaus
Kaiser Joseph und die Bahnwärterstochter
von Fritz von Herzmanovsky-Orlando (Bearbeitung: Friedrich Torberg)
mit
Bernd Jeschek
, circa 52 Rollen
Bertl Mütter
, Posaune dh. Zugposaune; Regieanweisungen

Jeschek © privat, Mütter © Christof Zachl

Ein parodistisches Spiel mit Musik aus dem alten k&k Österreich. In einer Bahnstation im Hochgebirge irgendwo in den Österreichischen Alpen begegnen wir in Herzmanovsky-Orlandos Theaterstück einer großen Zahl seltsamer Figuren von Allerhöchsten Herrschaften bis zum einfachen Volk: einem Kaiser, der inkognito seine Länder bereist, Grafen und Gräfinnen, Wilderern, einer Witfrau, Bauernburschen, Lakaien, einer englischen Diplomatendelegation, einem Mörder und vielen mehr. Bernd Jeschek verleiht, unterstützt vom komödiantischen Extrem-Posaunisten*  Bertl Mütter, gut 50 Personen seine Stimme. Eine Performance voller skurrilem Witz und Ironie; echt österreichisch eben.
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* So 2019 die Festspiele Schloss Tillysburg (Anm.).
(Ein Statement dazu gibt’s bei Anklikken des Links.)

Mit Bernd Jeschek verbindet mich eine langjährige Bekanntschaft, die sich mittlerweile zu einer feinen Freundschaft entwickelt hat: In Melk, ca. 1994, bei den Sommerspielen, hat er den Amphytrion, wie sagt man: gegeben. Schon damals durfte ich, wie sagt man: musikalisch apportieren.

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meanwhile…

Ich kenne meinen Weg so wie der Bach den seinen.
Jules Renard

Es gibt vieles zu tun, und manches passiert halt nicht im gleißenden Licht der Öffentlichkeit: Künstlerische Arbeit mit Studierenden an unseren Musikuniversitäten, Recherchen aller Art, das Componîrn und Concipîrn allerleier Werke und dramaturgischer Abläufe nachgerade utoperantischen Ausmaßes, Ertragen beigeordneter Demütigungsrituale seitens öffentlicher Fördergeber; tatsächlich unwiederbringlich Wichtiges wie Liebes- und Freundschaftsdienste, sowie runde und eckige Geburtstage, Jahrestage, …

Wenn öffentliche Veranstaltungen im Anflug sind …

… werde ich hier davon zu berichten wissen, zumindest vier Wochen im Voraus (außer, ich erfahr’s erst kurzfristiger – soll mir auch recht sein).

Fruchtbare Momente gibt es etliche, darf ich versichern.

Versprochen.

(Gewisse Versprechen gibt man sich selber sogut alswie der Welt.)


PS: Sie können mich aber gerne auch kontaktieren, und ich liefere Ihnen Töne, unerhörte Töne – und mehr als das! (mehr ist selbstredend qualitativ aufzufassen.)

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Freitag, 1. Mai 2020, 18.00
Fels am Wagram (A)
, Weingut Wimmer-Czerny
WeinKult 19

http://muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix500px/2012/12weinkult11_1.jpg

Mercedes Echerer, Sprachliches

Christopher Haritzer, Klarinetten
Christoph Cech
, Wurlitzer, Schlagzeug
Peter Herbert, Kontrabass
Bertl Mütter, Posaune; Intendanz & Conférence

Hans Czerny, Eröffnungsredner

Damit der WeinKult auch bei seiner 19. Ausgabe als idealtypisches Symposion zelebriert werden kann, hat unser persönlicher Hofintendant Bertl Mütter wieder einmal keine Aufwendungen gescheut, eine erlesene Runde hochkarätiger Kunstschaffender auf unseren Hof zu locken. Wir werden wie stets dafür sorgen, dass sie allesamt wiederkommen wollen.
Praktisch jedes Jahr ist uns dies bei Christoph Cech gelungen, er werkelt musikalisch an Schlagzeug und Wurlitzer. Christopher Haritzer ist zum ersten Mal zu Gast, und er wird uns mit beherztem Klarinettenspiel in allen – und für alle – Lagen erfreuen. Nicht nur weil 2020 ein Schaltjahr ist, ist heuer nach etlichen Jahren wieder einmal der mit seinem unvergleichlichen Kontrabass-Spiel so zu faszinieren vermögende Peter Herbert dabei.
Womit die Rutsche zur Actrice dieses WeinKults gelegt ist: Über nicht weniger als 6x den Vokal e verfügt nämlich Mercedes Echerer! Bertl und Mercedes kennen einander von den Sommerspielen Melk, bei denen sie gegen Ende des 20. Jahrhunderts aufgetreten sind, er als Musiker, sie als Hexe. Entgegen möglicherweise nun aufkeimende Klischees sei angemerkt, dass es diesmal literarisch um den – Überraschung! – Wein geht. Bereits vorab kann verkündet – sagen Sie niemals hinausposaunt – werden: Die mercedesecherersche Recherche wird ein hochgradig kunstvolles Weinlesen zeitigen. In verschlungenen Interaktionen von Wort und spontaner Musik – der auch Bertl Mütter wesentliches hinzuposaunt – wird uns ein Pfad zum bewusst-sinnlichen Genießen gewiesen, der noch lange nachwirken wird.
Angenehm-anregend, versprochen!

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Sonntag, 12. – Sonntag, 19. Juli 2020
Klagenfurt (A)
, tba*
SPIELEN! – Freie Improvisation mit Bertl Mütter

http://muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix500px/bertl/nur_spielen.jpg

Bereits seit 2005 treffen wir uns zum SPIELEN! – Die jährlich sich aufs neue konstituierende ACTUELLE CAPELLE ist eine eingeschworene Partie, die alle Neuen aufs herzlichste willkommen heißt: Sie steigen, wie selbstverständlich, im bereits sechzehnten Jahrgang ein, während die wiederholt MitSPIELENden ohnehin immer ganz von vorn anfangen müssen dürfen.

SPIELEN! ist ein vergnügliches Musiklaboratorium. Instrumententechnisch einigermaßen voraussetzungsfrei geht es zunächst um die – scheinbaren – Selbstverständlichkeiten des Klängeerzeugens; die schauen und hören wir uns näher an:

Was heißt Hören? – Wie anfangen? Aufhören? – Was ist das eigentlich, ein Klang? – Der darauffolgende? – Und das Dazwischen? – Was für eine Energie schlummert in mir? – In meinem Instrument? – Stille, Ruhe, Schweigen: Wie klingt das? – Weite – Bewegung (…)

Es gibt aber keinen Unterricht im landläufigen Sinn: Unsere Methode ist das kollektive Erfinden von Musik. Beim Hören, Spielen, Nachdenken und in der Kaffeepause im zauberhaften Garten tauchen weitere Fragen auf. Die Antworten setzen sich (das gibt es!) SPIELEND zusammen. Wenn wir derart zu heiterer Absichtslosigkeit gelangen, hört sich die ganze Fragenstellerei ohnehin von selbst auf. Das ist ein großes Glück, und nicht zuletzt deshalb kommen ja etliche jedes Jahr wieder in dieses Exil der Heiterkeit.


Fürs SPIELEN! reichen grundlegende Kenntnisse auf deinem Instrument und/oder der Stimme; da es ums lustvolle Ausprobieren von Möglichkeiten unmittelbaren Kommunizierens geht, richtet sich der Kurs aber ausdrücklich auch an die sogenannten Fortgeschrittenen: Wachsen Laien an der Erfahrung der Profis, so können diese von deren Frische und ungebrochenen Freude profitieren! Jedenfalls geht es um die pure, lustvolle Musik! Frei aber, damit wir das nicht vergessen, frei ist definitiv mehr als was man darf.


2020 SPIELEN! wir unsere wunderlich-absonderlichen Klänge im Exil; wir kommen gerne wieder, sobald es es beim bisherigen Veranstalter eine wertschätzende und kompetente Geschäftsführung gibt. Versprochen!

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* Der exakte Ort unseres SPIELENs! – er hat definitiv etwas mit Viktring zu tun – wird zeitgerecht veröffentlicht.

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