workshop

  
Miteinander musizieren heißt miteinander leben lernen. Ich würde allen an den wirtschaftlichen Prozessen unserer Zeit Beteiligten (Politikern, Bankiers, Multis) raten, an einem Seminar mit Bertl Mütter teilzunehmen. Er erreicht, was wir uns wünschen: eine gute Balance zwischen persönlichem Einbringen und Zurücktreten für gemeinsam wünschenswerte Ziele…

Ernst Kovacic

  
So wird das nun einmal von unsereins erwartet: Workshops, damit jede/r mit entsprechendem Interesse auch ein bissl so machen kann, wie unsereins KünstlerIn tagtäglich und überhaupt macht, also künsteln, improvisieren, posaunespielen, nachdenken über die Kunst, die immer das Leben ist.

Und weiter schauen.

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Gilt für Kinder, Erwachsene, Greise und meinetwegen auch für Manager (seien sie greise Kinder oder äußerlich das, was man gemeinhin als erwachsen bezeichnet).


Nudging als Workshop-Methode

Nudging ist Anstupsen, das bewirken soll, dass individuelles Verhalten in eine »optimale« Richtung manipuliert wird. Stammt der Begriff auch aus dem »libertären Paternalismus«, so nenne ich Nudging dennoch die Methode der Mütter (wer, wenn nicht ich, kennt sich da aus?). Im Tierreich ist das (bei manchen Spezies sogar buchstäbliche) Anstupsen eine wesentliche Erziehungsmethode zum Training überlebenswichtiger sozialer Verhaltensweisen, soweit sie nicht bereits im Instinkt festgelegt sind.

https://muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix500px/nudging.jpg
(gefunden in Wiesbaden, 25.1.2003)

Für das gemeinsame Spielen bedeutet Nudging das sanfte Bugsieren in eine als plausibel erfahrbare Gesamtgestalt kollektiven musikalischen Handelns. Wohl soll allerlei erforscht werden, und wer zu mir findet, bringt in aller Regel bereits ein hohes Level an Unorthodoxie mit. Es gilt, das Gesamtwohl der Musikgruppe im Sinn zu bewahren, ohne dabei Einzelinteressen (wie fundiert und berechtigt sie auch erscheinen mögen) allzu brüsk abzuwehren. Nudging heißt, »Probier es einmal so…« sagen, anstatt abzuwürgen; ermöglichen, forçieren, was gefällt; sanft in Frage stellen und Hinweise auf mögliche Alternativen aufzeigen.

Im Idealfall arbeiten wir so ohne Gesichtsverlust. Und tatsächlich stellt sich sehr oft die ursprünglich intendierte Verwendung eines Musikinstruments als gar nicht so kreativitätshemmend heraus: Das Waldhorn, wird es geblasen, hält etliche interessante Klänge bereit, mehr, als wenn man es kratzpochend die Wand entlang schrammen lässt und hernach mit aller Vehemenz darauf springt; wer derartiges aber in ehrlicher künstlerischen Integrität dennoch exekutieren möchte: Nur zu!

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Disclaimer:
Eine persönliche Instrumenten- oder sonstwie künstlerische Haftpflichtversicherung kann im Kursentgelt leider nicht enthalten sein.

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