Au|di|ti|on

  
Eine Tour d’Imagination aus der Schule des Staunens
   von und mit
Bertl Mütter (Trombonaut an Mut- und Wunderhorn)

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»Meine Ohren sind meine Augen«                                                          Foto(s) © Christof Zachl

Au|di|ti|on steht für: (1) Auditive Wahrnehmung (Hörvermögen); (2) ein individuelles Hörerlebnis in der Religion; (3) eine Bewerbung in der Unterhaltungsbranche; (4) einen japanischen Horrorfilm aus dem Jahre 1999. Da der Filmtitel an Bedeutung (3) andockt, tasten wir die Rillen (1) bis (3) ab, in stetig wie willkürlich wechselnder Abfolge: Die Nadel will springen!

Fangen wir bei der Hörschwelle an, wo auch sonst: Was hören? Was für ein Hören? Welche Botschaften? Höhere Mächte? Höheres Hören? … Meine Ohren sind meine Augen. Und meine Posaune ist mein Hörrohr, Hörbarmachrohr, und das passt sich individuell an, wie es sich gerade schickt (opportet). Weil genau so bequem brauchen wir es in dieser Zeit (in illo tempore), sonst gefällt man nicht sondern wird es, wie Mahlers Held in der Tragischen.

Wie nennt man eigentlich das Gegenteil von Hörschwelle? Hörgrenze? Schmerzschwelle? Wie geht es weiter? … Keine Angst, ich spiele nur, es tut nicht weh, sicher nicht. Meine Tinnitusbehauptung ist nur temporär: Wer Auditionen hat, braucht keinen Arzt. Und die Musik, wusste schon Monteverdi zu fordern, muss vorausdenken; allzu billig ist es, im Nachhinein schon vorher klüger gewesen zu sein.

  
Dieses Video stammt aus der Stiftskirche Viktring (A), 15. Juli 2018, das Konzert fand im Rahmen des Musikforum Viktring-Klagenfurt statt. Gefilmt haben Maria Alraune Hoppe und Werner Überbacher, der auch den Einleitungssermon hält. Da ich im Anschluss unverständliches Zeug brabbele, empfehle ich, auf 3’45” vorzuskrollen. Danach lohnt es sich. Es hat nämlich geheißen, dass sowas wie eine Entrückung geschehen sei. Sowas könnte man dann doch eher nicht im Vorhinein behaupten, es wäre grob anmaßend. Nun, mir ist scheints so etwas wie absichtsfreies pures Spiel gelungen. Das ist alles andere als alltäglich. 

Große Rührung und Entrücktheit unter den Umstehenden.

  

Wer weitere Au|di|ti|on|en begehrt, melde sich bei mir.

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