fluidum~

  
Der Innsbrucker Dom, ein Schiff im Klangfluss
  
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            Flu|i|dum das; -s, -da; ‹lat.›: »das Fließende«

            [1] von einer Person od. einer Sache herrührende
            Wirkung, die eine besondere geistige Atmosphäre
            zu schaffen imstande ist

            [2] Physik, veraltend: nicht »wiegbarer« Stoff


Wir wollen den Dom in ein Schiff im Klangfluss verwandeln.
Glettler & Mütter

Es gibt, ein großes Glück, Lebensfreundschaften. Eine verbindet mich mit Hermann Glettler. Als er zum Bischof von Innsbruck ernannt wurde, keimte in uns sehr bald der gemeinsame Wunsch, spezielle (und exquisite) Musik in den Innsbrucker Dom zu bringen.

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Es hieß, Ideen zu sammeln. Überlegen, was speziell ich einbringen kann, und es soll sich von Vorhandenem unterscheiden, es ergänzen, kreative Verwirrung stiften…

Nun denn: Lasst uns den Innsbrucker Dom in ein Schiff im Klangfluss verwandeln! Unter Bedachtnahme auf die besondere Atmosphäre des Raums präsentieren herausragende MusikerInnen gegenwartsrelevante Musik im Überschneidungsbereich von Neuer Musik und Improvisation. Wie alle heutige Kunst ist diese wohl fordernd, dabei aber einladend, hereinholend.

Gemeinsamer Nenner sei das Fließende, Skizzenhafte. Die für jedes Programm eigens konzipierten Kompositionen sind in aller Regel vor ihrem Erklingen noch unfertig. (Bei den spontanen Improvisationen versteht sich das von selbst.) Die Menschen im Dom erleben so das unmittelbare Erstehen der Musik, eine faszinierende Auflösung im Klang, die Grenzen überwindet und alle gemeinsam zu Hörenden macht.

Auch werden sich die SpielerInnen mit ihren Instrumenten im Kirchenschiff bewegen und mit ihrem puren, unverstärkten Spiel den Raum selbst zum Klingen bringen. Die Ensembles sind bewusst klein besetzt, was eine gute Durchhörbarkeit ermögliche.

Die Konzerte finden in der warmen Jahreszeit (April – Oktober) an fünf bis sieben Samstagabenden statt. Dabei steht jedes Programm unter einem beim vorangehenden Konzert gemeinsam mit dem Publikum definierten (nicht notwendigerweise religiös konnotierten) Motto, dem sich vor allem das zentrale Stück widmet. Weiteres wesentliches Element sei die kollektive Improvisation. Zudem sind alle Mitwirkenden ermuntert, Eigenes (Solostücke etwa) beizusteuern.

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Entwickler und Primus inter Pares von fluidum~ ist der Komponist und Posaunist Bertl Mütter. Ausgehend von Ensembles mit langjährig vertrauten KollegInnen werden sich rasch Verwebungen mit ProponentInnen der Tiroler Szene ergeben, sodass eine eigene Dynamik in Gang kommen kann.


fluidum~  :  Ablauf    (Dauer: gut eine Stunde)

• Zentrale Komposition (okkasionell mottobezogen)

• 
Improvisation – Komposition – Improvisation (…)

• 
Zentrale Komposition Reprise
*

• [Coda: Improvisation]

Anschließend gibt es Gelegenheit zur persönlichen Begegnung.

In der Ankündigung werden nicht immer sämtliche aufzuführenden Werke erwähnt; dies ermögliche eine spontanere Programmierung. Die mottobezogene Komposition wird fürs Erste von Bertl Mütter konzipiert, was sich in der weiteren Folge öffnen kann. Alles soll organisch wachsen, fließen können.

_______________________
*) erlaubt vertiefendes Eintauchen: Vertrautwerden.


Konzerttermine

Samstag, 26. Mai 2018, 20.00
Innsbruck (A), Dom St. Jakob

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Bertl Mütter: 1+1+1=1 (discursus trinitatis) [2011]

Dazu Solos, Duos, Trios, Improvisationen – und allerhand.

Alexandre Chochlov, Viola
Michael Tomasi
, Violoncello
Bertl Mütter, Posaune & Spielertrainer

Domchor Innsbruck

Sämtliche aktuelle Termine finden Sie stets in den Agenda.


NB (1): Danke der Dommusik Innsbruck und ihrem Leiter Christoph Klemm für die wohlwollende Kooperation!

NB (2): Das Grundkonzept von fluidum~ bezieht sich implizit auch auf den von Bischof Hermann Glettler im Jänner 2018 veröffentlichten Artikel »Über Verflüssigung, Kunst und Kirche«.


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