fluidum~

  
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            Flu|i|dum das; -s, -da; ‹lat.›: »das Fließende«

            [1] von einer Person od. einer Sache herrührende
            Wirkung, die eine besondere geistige Atmosphäre
            zu schaffen imstande ist

            [2] Physik, veraltend: nicht »wiegbarer« Stoff


Wir wollen den Dom in ein Schiff im Klangfluss verwandeln.
Glettler & Mütter

Es gibt, ein großes Glück, Lebensfreundschaften. Eine verbindet mich mit Hermann Glettler. Als er zum Bischof von Innsbruck ernannt wurde, keimte in uns sehr bald der gemeinsame Wunsch, spezielle (und exquisite) Musik in den Innsbrucker Dom zu bringen.

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Es hieß, Ideen zu sammeln. Überlegen, was speziell ich einbringen kann, und es soll sich von Vorhandenem unterscheiden, es ergänzen, kreative Verwirrung stiften…

Nun denn: Lasst uns den Innsbrucker Dom in ein Schiff im Klangfluss verwandeln! Unter Bedachtnahme auf die besondere Atmosphäre des Raums präsentieren herausragende MusikerInnen gegenwartsrelevante Musik im Überschneidungsbereich von Neuer Musik und Improvisation. Wie alle heutige Kunst ist diese wohl fordernd, dabei aber einladend, hereinholend.

Gemeinsamer Nenner sei das Fließende, Skizzenhafte. Die für jedes Programm eigens konzipierten Kompositionen sind vor ihrem Erklingen in einem gewissen Maß noch unfertig. (Bei den spontanen Improvisationen versteht sich das von selbst.) Die Menschen im Dom erleben so das unmittelbare Erstehen der Musik, eine faszinierende Auflösung im Klang, die Grenzen überwindet und alle gemeinsam zu Hörenden macht.

Die SpielerInnen mit ihren Instrumenten postieren (und bewegen) sich an geeigneten Stellen im gesamten Kirchenschiff und bringen mit ihrem puren, unverstärkten Spiel den Raum selbst zum Klingen. Die Ensembles sind bewusst klein besetzt, was eine gute Durchhörbarkeit ermögliche.

Pro Jahr soll es drei Konzerte geben: Zum Aschermittwoch, um Pfingsten und im Herbst, jeweils samstagabends. Dabei wird jedes Programm, vor allem das zentrale Stück eine gewisse spirituelle Verbindung zu seiner Positionierung im Kirchenjahr (oder aktuell unter den Nägeln brennenden Diskursen) herstellen. Weiteres wesentliches Element sei die kollektive Improvisation. Zudem sind alle Mitwirkenden ermuntert, Eigenes (Solostücke etwa) beizusteuern.

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Entwickler und Primus inter Pares von fluidum~ ist der Komponist und Posaunist Bertl Mütter. Gemeinsam mit wesentlichen ProponentInnen der lebendigen Tiroler Szene kommt eine eigene Dynamik in Gang.


fluidum~  :  Ablauf    (Dauer: gut eine Stunde)

• Zentrale Komposition (okkasionell mottobezogen)

• 
Improvisation – Komposition – Improvisation (…)

• 
Zentrale Komposition Reprise
*

• [Coda: Improvisation]

Anschließend gibt es Gelegenheit zur persönlichen Begegnung.

In der Ankündigung werden nicht immer sämtliche aufzuführenden Werke erwähnt; dies ermögliche eine spontanere Programmierung. Die mottobezogene Komposition wird fürs Erste von Bertl Mütter konzipiert, was sich in der weiteren Folge öffnen kann. Alles soll organisch wachsen, fließen können.

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*) erlaubt vertiefendes Eintauchen: Vertrautwerden.


Konzertankündigungen

Samstag, 26. Mai 2018, 20.00
Innsbruck (A), Dom St. Jakob

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Bertl Mütter: 1+1+1=1 (discursus trinitatis)
                   Chor + Viola & Violoncello + Posaune
   
                   (Auftrag: Philipp Harnoncourt, 2011)

Dazu pures Spiel im Raum – ein Aufgehen im Klang.

Vokalensemble Domchor

Sasha Chochlov, Viola
Michael Tomasi
, Violoncello

Bertl Mütter, Posaune & künstlerische Leitung

Worte zur Eröffnung: Bischof Hermann Glettler

Sämtliche aktuellen Termine der Reihe fluidum~ finden Sie stets in den Agenda.

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Sonntag, 27. Mai 2018, 10.00
Innsbruck (A), Dom St. Jakob

1+1+1=1 (discursus trinitatis) erklingt ein weiteres Mal im Gottesdienst am Dreifaltigkeitssonntag, bei der Predigt. Dompropst Florian Huber spricht drei Impulssätze zur Trinität: Daraus entspinne sich der Diskurs.


NB (1): Danke der Dommusik Innsbruck und ihrem Leiter Christoph Klemm für die wohlwollende Kooperation!

NB (2): Das Grundkonzept von fluidum~ bezieht sich implizit auch auf den von Bischof Hermann Glettler im Jänner 2018 veröffentlichten Artikel »Über Verflüssigung, Kunst und Kirche«.


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