Pammer–Mütter–Schuberth

  
Blumiges. Eine Blüthenlese blümeranter Petitessen

mit großer Grandezza dargereicht von
Anna Maria Pammer und ihrer Herrencapelle

Anna Maria Pammer, Sopran
ihre Herrencapelle:
Paul Schuberth, Akkordeon
Bertl Mütter, Mut- und Wunderhorn

»Langsam wechselt der Himmel in spätsommerliches Intensivblau und verspricht laue Linderung – obwohl es schon auch noch ein letztes Mal richtig heiß werden kann. Die Üppigkeit des Austreibens weicht einer Zeit des Reifens und der Vorfreude auf die Ernte. Anna Maria Pammer und ihre Herrencapelle nehmen sich genau dieser sinnenfrohen Zeit des Übergangs an, bereiten Petitessen vor uns aus, seien sie nun sehr bekannt, verborgene Mauerblümchen oder verblühende Schönheiten. Die – zugegeben – spezielle Zusammensetzung des Ensembles (eine Sängerin-Schauspielerin von Gnaden, ein jugendlicher Akkordeonist mit weitem Horizont und erstaunlicher Erfahrung, ein promovierter Posaunenphilosoph) versprechen vielfältige Entdeckungen. Lose (Blüten-)Blätter können, sinnig arrangiert, zauberhafte Bilder ergeben. Im Bewusstsein um ihre Vergänglichkeit warten umso vergnüglichere Überraschungen. Ein Hörschatz.«

(…)

»Eingewoben in diesen Blütenteppich haben wir Werke von Jean Wiener (Les Chantefleurs), Franz Schubert, Robert Schumann, Bertl Mütter, Hans Leo Hassler, Heinrich Isaac und etlichen anderen.«

Soweit der Pressetext anlässlich der Première unseres schönen Programms im August 2014 bei den Serenaden im Linzer Landhaushof. Dass es auch gut zu den anderen Jahreszeiten passt, dafür können wir bürgen und sind auch entsprechend flexibel, z.B.: 

»Uns erwartet ein – die Blüthen verraten’s – frühlingshaftes Programm (das aber auch schon die Zeit des Reifens, der Lese, mit hinein nimmt).«

(Wir verstehen uns, ja!?)


blümerant Adj »flau«, unwohl erw. obs. (17. Jh.). Entlehnt aus frz. bleumourant »mattblau«, eigentlich »sterbendes Blau«. Die heute noch übliche Verwendung mir wird ganz blümerant zumute ist eine umschreibende Abwandlung von mir wird blau (statt dessen heute: schwarz) vor den Augen.

Kluge: Etymolgisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Bearbeitet von Elmar Seebold. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Berlin/New York: de Gruyter, 2002. (S. 135) [erw.: erweiterter Standardwortschatz; obs.: obsolet (stark veraltet)]


Stimme aus dem Publikum

Sie sind daran schuld, dass wir jetzt so fröhlich und glücklich nach Hause gehen!

Es soll niemandem Schlimmeres passieren.


Programm (Serviervorschlag)

Melchior Frank (1573–1639): Kommt, ihr G’spielen
Giovanni Gastoldi (~1556–1622): An hellen Tagen (dt.: Peter Cornelius)
Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525–1594): Ahi, che quest’ occhi miei
anonym: Ich hört ein Sichlein rauschen (1546; Satz: Armin Knab)
John Hilton (1599–1657): My Mistress frowns
Michael Praetorius (1571–1621): Herzlich tut mich erfreuen
Hans Leo Haßler (1564–1612): Herzlieb, zu dir allein
Luca Marenzio (~1560–1599): In un boschetto
Jacotin Godebrye (†1529): Je suis déshéritée
Heinrich Isaac (~1450–1517): Hör an mein Klag
Ludwig Senfl (~1490–1545): Laub, Gras und Blüt
anonym: Vögelein im Tannenwald (Satz: Willi Träder)
Jean Wiener (1896–1982): aus «Les Chantefleurs» (Robert Desnos)
• Le Jasmin
• La Fleur d’oranger
• L’Angélique
• Le Soleil
• La Pivoine
• La Jacinthe
• Le Bouton d’or
• La Capucine
• La Digitale
• Le Lotus
• L’Edelweiss

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Johann Abrah. Peter Schulz (1747–1800): Der Mond ist aufgegangen (M. Claudius)
Bertl Mütter (*1965; nach Schubert): mümü.09.müllerblumen
Jean Wiener: La Violette
Johann Hermann Schein (1586–1630): Frau Nachtigall
Bertl Mütter (nach Schumann): mdl.11.einjuenglingliebteinmaedchen
W. A. Mozart (1756–1791): Das Veilchen (Johann Wolfgang v. Goethe)
Bertl Mütter: BLUMENBEIN (Ernst Jandl)
Bertl Mütter (nach Schumann): mdl.12.amleuchtendensommermorgen
Robert Schumann: Aus den östlichen Rosen (Friedrich Rückert)
Jean Wiener: La Belle de nuit
Bertl Mütter (nach Schumann): mdl.10.hoerichdasliedchenklingen
Robert Schumann: Jasminenstrauch (Friedrich Rückert)
Giaches de Wert (1536–1596): Un jour je m’en allai
Franz Schubert: Heidenröslein (Johann Wolfgang von Goethe)
Bertl Mütter (nach Schumann): mdl.03.dierosedielilie
Jean Wiener: La Rose
anonym: Sie gleicht wohl einem Rosenstock (Satz: Walter Rein)
Bertl Mütter (nach Schubert): ruh’ (rau)


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