Futur exakt

 
Futur exakt oder Wie alles gewesen sein wird  (ca. 15’)
Rückblicke auf Zukünfte

von und mit Bertl Mütter (Posaune; in einfachem Deutsch)

Es heißt, die Zukunft sei auch nicht mehr das, was sie einmal war. Dieser Behauptung wollen wir mit der Zeitlupe auf den Zahn fühlen. Wenn wir an den richtigen Rädern drehen, stellt sich heraus, dass alles nicht so kompliziert ist. (Nicht einfacher: anders kompliziert.) Nach wie vor gilt: »Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.« Wir werden sehen. Immerhin waren schon ein paar dort. Oder will es nachher dann wieder einmal keiner gewesen sein?

Verhandelt wird die Causa The Doors vs. Status Quo. Als Zeugen geladen (u.a.): Jorge Luis Borges, Vladimir Nabokov, Johann Philipp Neumann mit Franz Schubert, H.C. Artmann, Edler von Traumpichl, Louis de Funès. Die üblichen Verdächtigen. Ich aber sage Euch: Seher!

Im Ö1-Abendjournal des 5. April 2017 kam die Meldung: »Der Kärntner Zukunftsfonds ist bald Geschichte.« Mit einemmal erbebte da die Erde, ohne sich dessen vorderhand gewahr zu werden. Keine weiteren Fragen.

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Am 7. Mai 2017, es ist ein Sonntag, erscheinen die Aushängetaschen dreier Tageszeitungen mit dem wohl in Werbeabsicht applizierten Einlagebild einer Versicherung, diese fordert oder verspricht, je nach Zeitung für 90 Cent, 1 oder 1,20 Euro »MEHR ZUKUNFT!« Abgebildet sind zwei Kinder im besten Kinderalter, die, da sie gemeinsam von einem Trampolin hochgesprungen zu sein scheinen, sich in der Luft räkeln, ja, im Augenblick regelrecht festgehalten sind (die Zeit steht still); es droht ihnen jedoch in Kürze das Eintreffen dieser geforderten Zukunft als Auftreffen am Rand, auweh. Wir wollen hoffen, dass es sich um eine Fotomontage handelt. Was das nun über die Versicherung aussagen mag, bleibt uns aufmerksamen Damen und Herren Betrachterinnen und Betrachtern überlassen. Indes, deren Sorgen möchten wir haben.


UA: Samstag, 24. Juni 2017 / Sonntag, 2. Juli 2017

Wien (A), Werk X

Im Rahmen der Musiktheatertage Wien

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