OPERAN! – Echo

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© Nick Mangafas

Herrlich, Ihre Operan. Die komische Oper lebt also, sonst zwar überhaupt nicht, bei Ihnen aber eben doch. Gegen alle Wahrscheinlichkeit.

Andreas Dorschel, Philosoph, Vorstand am Institut für Musikästhetik, Kunstuni Graz

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(...) unglaublich erfrischend und lebendig. Man braucht absolut keine »Einleitung«, damit man rein kann. Großartig gespielt von allen (...), das Instrument ist ein Teil von dir, ich habe so etwas selten erlebt. 

Rémy Ballot, Dirigent und Geiger

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(...) Danke für einen vergnüglich-vielschichtigen Abend. (...) Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, in Opern das Ende des ersten Akts im Halbschlaf zu verdösen, hat mich euer Spiel von Anfang bis Ende wach gehalten wie sonst nur (...) 

R. K., Kriminalsoziologe

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(…) ein großartiges Gemeinschaftswerk mit großartigen Einzelkünstlern. Sopran und Bariton mit prachtvollen Stimmen (…), Viola und Akkordeon eindrucksvoll, voll mitlebend. (…)

Wunderschön die anklingenden Schubertlieder (…), bei deren Erkennen man urplötzlich mit einem erleichterten inneren Aufseufzen sich im heimatlich Gewohnten der Kunst zurückfindet und daran erst im Nachhinein staunend entdeckt (Schule des Staunens!), dass man ja durch das in der Aufführung Erlebte bereits der gewohnten Welt »abhanden« gekommen, ihr eben »entkommen« ist.

Großartig auch die gesamte Inszenierung und Regie, mit den aus dem Dunklen schemenhaft ins helle Scheinwerferlicht heraustretenden Akteuren, die der gesamten Aufführung etwas Traumhaftes, aus dem Nebel der Erinnerung oder des Verdrängten Emportauchendes verleihen.

Bewundernswert auch die Idee des aus Kinderzeiten bekannten, hier aber widersinnigen Spiels um den freien Sessel, weil doch ohnehin jeder seinen eigenen hat und trotzdem den des anderen »besitzen« will. Mir kam dabei das Beschämende an der heutigen Flüchtlingssituation in den Sinn.

Eindrucksvoll auch im Finale das Zueinanderfinden aller Akteure zu einer Art Laokoongruppe, symbolhaft vielleicht das Verschmelzen aller Einzelempfindungen zu einem einheitlichen Ganzen andeutend. Das Entkommen aus dem Bild, das man glaubt, dass die anderen von Einem haben in das wahrhaftige Bild, das man innerlich von sich selber hat.

(…) Auslegungen und Erklärungen gibt es viele, wahrscheinlich so viele wie Zuseher. Und die sind nicht immer deckungsgleich mit den Intentionen der Kunstschaffenden. Jeder sieht die Welt anders, und jeder versucht anders, ihr – wenn erforderlich – zu entkommen. Sångma: Jeder wie er will und kann. Doch Kunstgenuss ist kein logisches Verstehen, es ist individuelles Empfinden. (...)

Ettore Falchetto, himself

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