staub

Im Staubstaubereich – ein musikalischer Kehraus

Vortrag | Lecture Performance

beim interdisziplinären Symposion

Staub
Österreichische Forschungsgemeinschaft (Arbeitskreis Wissenschaft und Kunst)
Institut für Architekturtheorie, Kunst- und Kulturwissenschaften

Graz (A), Technische Universität, 21.5.2011

© christof zachl

Gedenke, Mensch, dass du Staub bist, habe ich mir gedacht, wie wir dieses Foto gemacht haben, das war im Advent 2010 in der Bruderhauskapelle in Steyr, Christof Zachl hat eingerichtet und abgedrückt. Und dann auch am Aschermittwoch 2011, wie ich meinen Vortrag zu diesem schönen Symposion (das gesamte Programm finden sie hier) fertig skizziert habe.

Zur klärenden Verwirrung zwei für meinen Vortrag konstitutive Listen

dramatis personæ (in ordo apparendi)

György Ligeti, Komponist

Karl Valentin, Regenforscher

Ilse Buck, Vorturnerin

Sisyphos, glücklicher Mensch

Der Fliesenleger, Avartar

Georg Kreisler, Schwarzmaler

Der Tod, ein Wiener

Roland Heer, Bergsteiger, Schweizer und Dichter

Gerhard Nierhaus, Klangelektriker

Robert Allen Zimmermann aka Bob Dylan, klassischer Windbläser

Josua, Landnehmer

Mag. Prof. Purzl Rudolf Klingohr, Videoproduzent der Ersten Stunde

Klingsor, hodenlos täuschkeuscher Zaubergärtner

Gerry Friedle aka DJ Ötzi, einseitig orchidektomierter random fool

Stanley Kubrick, Raumkommandant

HAL 9000, heuristisch-algorithmisches Elektronengehirn

Arnold Schwårzenegger, Tautologe, ehemals Muskelerrichter

Die österreichische Naturschutzjugend (gegründet 1952)

Hugh Hefner, Plüschhasenlegende

Gunter und Hans Sachs, letzter echter Spielbub bzw. weißintriganter Singmann

Odradek, real existentes Fabelwesen, unvergänglich

Wolfgang Ambros, Legende des Lungenzugs

Franz Kafka, lungenloser Lacher

Gundryggia ident Kundry, letztlich Dienerin

Hans Carl Artmann, Abenteurer

Attila der Hunne, barfüßiger König, dargestellt von Robert Hossein

Romy Schneider ident Chaperon Rouge, Tochter Chrotalriks des Elektronischen

Peter Alexander, Harmlosigkeitszombie

Mozart (vermutlich Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus M.)

Peter Hammerschlag, Gelbmehlmetaphoriker und ungarisch Schöpfender

Stase, beuschelbedientes Mädchen

Richard Strauss, zarathustrischer Karajanschallplattencoverinspirator

Johann Strauss (Sohn), Donauvertoner

Hoagy Carmichael, Indiana-geborener Kompo- und Pianist

Michael Hyman Pashelinsky aka Mitchell Parish, litauischstämmiger Liedtexter

Ein Priester

Ein Name, den ich Ihnen gerne präsentiert hätte, Dustin Hoffman, musste wieder gestrichen werden, weil eine genauere Recherche ergeben musste, dass es sich bei der Meldung, ursprünglich sei er für die Hauptrolle des Astronauten David Bowman in Stanley Kubricks Film 2001: A Space Odyssee vorgesehen gewesen, um ein haltloses Gerücht handelt, weshalb es hier auch nicht weiter transportiert wird. Der Name Dustin (er muss im Amerikanischen seltsame Assoziationen hervorrufen) scheint (ein Nebeneffekt der eben oben angedeuteten Gerüchtsrecherche), abgesehen von den Herren Hoffman und Semmelrogge ausschließlich für Sportler reserviert zu sein.

Liste Numero zwo ist etwas kürzer, aber nicht minder reichhaltig, um nicht zu sagen ausschweifend:

dramatis loca (i. o. a.)

(Ober)Österreich

Linz

Jericho

Die Erde, der blaue Planet

Magdeburg

Das Durt im Irgendwann

Graz, Metropole mit Sachkompetenz

Das Dorthinaus

Thal bei Graz, Geburts- und Gedenkort

Das Zimmer

Das Wirtshaus

Nancy, Théâtre Municipal

Das Kundtsche Staubrohr

Das Weiße Rößl am Wolfgangsee

Salzburg, Süßsouffleeepizentrum

Österreich, Südtirol, Sachsen, Thüringen, das südliche Sachsen-Anhalt um Naumburg und Freyburg an der Unstrut

Das restliche Deutschland und die Schweiz

Das Äußere Universum

Das Paradies

Datei:Wollmaus.jpg

Danke Daniel Gethmann sowie, im Hintergrund seiner ihm so eigenen Dezenz, Otto Neumaier für die Einladung. Und der lieben Frau Hecht für die freundliche Abwicklung.


—> sie können den artikel hier als .pdf-dokument herunterladen.


Kleiner Nachtrag, der sich in Beantwortung einer der zum Zeitpunkt der Abhaltung (21. Mai 2011) aber auch der Aufnahme (25. Oktober 2011) der Studioaufnahme des Vortrags Im Staubstaubereich. Ein musikalischer Kehraus offenen Fragen ergibt:

Meldung vom 19. November 2011 (Schuberts 183. Todestag, Anm.): Die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) hat die Erdkröte (Bufo bufo) zum Lurch des Jahres 2012 erklärt.


Nachgestellt noch ein sachlichdienliches Anschauungsvimeovideo von Lea Titz:

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