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Du sollst dir ein bewegtes Bildnis machen. Können.

Es gibt tatsächlich einige Videos und Kurzfilme von und mit mir, und die möchte ich Ihnen gerne zeigen. Schauen Sie ruhig von Zeit zu Zeit hier herein, es könnte ja was Neues dabeisein.


Stephansdom (2020)
Wien (A), im Frühling 2020

Freundlich unterstützt von maßgeblichen Menschen am, im, um und unterm Dom konnten Robert Pavlecka und ich den Dom von ganz unten bis ganz oben akustisch vermessen. Hier ein paar zur Selbstdokumentation von Robert Pavlecka angefertigte Videos.

Details zur CD ARBE 15 aus|cul|ta|tio|nes finden Sie hier.

Wien (A), Stephansdom, Bartholomäuskapelle, 13.5.2020. Video-Dokumentation: Robert Pavlecka.

Die Bartholomäuskapelle bildet zusammen mit der Valentinskapelle jene Region des Doms ab, die ich als »zwischen Erde und Himmel« benannt habe. Für mich ist sie DER akustisch perfekte Raum, weshalb auf der CD aus|cul|ta|tio|nes nicht nur das hier dokumentierte Raumabhorchstück zu finden ist, sondern auch das sie einleitende »Dem Dom« genannte »irreprehensibilis«. Wie für dieses Stück, so gilt für nahezu die gesamte CD: Ein Versuch pro Raum: Es ist was es ist. So ist das Leben eben.

Wien (A), Stephansdom, Langhaus, 13.5.2020. Video-Dokumentation: Robert Pavlecka.

Blick zum Hochaltar, ich spiele in den Großen Raum. Meine Posaune und ich sind wenig sichtbar, und darum geht es hier ja auch nicht. Mit diesem nächtlichen, ins Verebben gehenden Stück waren die Aufnahmen im Dominneren fertig. Man kann einige der beschriebenen Beiklänge gut hören: Betende, Weihrauchfassklimpern, Türscharniere, … außerhalb des Gatters, am südwestlichen Seitenaltar fand, es war gegen 22.00 Uh, zeitgleich die Aussetzung des Allerheiligsten für den kommenden Tag statt. Dann haben sie zugesperrt; wir konnten rechtzeitig entkommen.

Wien (A), Stephansdom, Nordturm, Pummerin, 29.6.2020. Video-Dokumentation: Robert Pavlecka.

Die abschließende Aufnahmesession am frühen Abend des 29. Juni. Abermals freundlich unterstützt von maßgeblichen Menschen am, im, um und unterm Dom konnten Robert Pavlecka und ich auch die beiden Türme (die Pummerin hängt im Nordturmstumpf) akustisch-sinnlich vermessen. Sie bilden zusammen jene Region des Doms ab, die ich als »dem Himmel nah« benannt habe. Eine beeindruckende Erfahrung (abgesehen von der traumhaften Aussicht) war, wie klein man unter dieser gigantischen Glocke ist: der Klöppel so groß wie ein Kopf. Und doch, du kannst sie zum Schwingen anregen, nur durch Resonanz. Ein bisschen was davon ist uns gelungen einzufangen.
Ungeschönt, wie alles bei diesem außergewöhnlichen Projekt.


Heiligen-Geist-Kapelle (2020)
Bruck an der Mur (A), 7. Juni 2020

Man stelle sich vor: Ein Mensch stellt sich mit über Achtzig eine Aufgabe, die gut ein Jahrzehnt immense Kräfte von ihm fordern wird – und er bringt sie auf! Das Video ist Dokument der Feier der Fertigstellung der renovierten Heiligen-Geist-Kapelle inmitten des Verkehrsstrudels von Bruck an der Mur, »ein Pfeil, der in den Himmel zeigt«, wie Philipp Harnoncourt (1931–2020) das so typisch plastisch benannt hat. Diesen meinen alten Freund haben wir tags davor in Grundlsee zu Grabe getragen haben. Ich durfte beidemale spielen, ein großes Privileg.

Der erste Ausschnitt präsentiert mein zweites Stück, es mündet in »irreprehensibilis«, meine Aneignung von Anton Bruckners »locus iste«. Der folgende Ausschnitt bringt das zuerst gespielte Stück, in dem ich mir den Raum wie frei aneigne. In der Folge sprechen Bürgermeister Peter Koch, Alice Hoppe-Harnoncourt und der den ganzen Prozess mit Herz und praktischem Geschick begleitende langjährige Bürgermeister Bernd Rosenberger; das ist natürlich sehr interessant und durchaus bewegend:


Stiegenhausmusik #51 (2019)
Innsbruck (A), 23. Mai 2019

Das Video darf man als im besten Sinn ungeschönt bezeichnen; man erwarte sich also nichts makelloses.

Anfänglich war Bertl Mütter meist der Jüngste, aber das ist noch keine Leistung (wie auch nicht jene, der Älteste zu sein). Mittlerweile hat Mütter manche (Egon Schiele, Franz Schubert, Wolfgang Amadeus Mozart, Henry Purcell, Franz Kafka, Robert Schumann, Frida Kahlo) überlebt, zuletzt (15.5.2016) Gustav Mahler und (11.3.2018) Bob Ross.
Indes, von so etwas wie einem Lebenswerk kann noch nichts wirklich Wesentliches berichtet werden. Ob ihm dies gelingen wird, bis er (wenn überhaupt) Georg Christoph Lichtenberg und Charles Mingus (1. bzw. 21.3.2022) hinter sich gelassen haben wird, muss lebhaft bezweifelt werden. Nichtsdestotrotz hofft er auf ein ihm weiterhin (gerne auch gesteigert) gewogenes Publikum: Braucht Mütter es doch allein der künstlerischen wie wirtschaftlichen Selbstvergewisserung halber, gerade in Zeiten eines vielfach geleugneten und dennoch (oder gerade deswegen) unweigerlich sich beschleunigt ereignenden Klimawandels.

(Eine Treppe ist eine billige Metapher fürs Leben, im Stiegenhaus.)

Peter Warum und Daniela M. Span vom »KG21GA_verein zur förderung der hinterhofkultur« hatten mich eingeladen, meinen Beitrag zu dieser sehr speziellen Veranstaltungsserie zu liefern.

Auf dem Halbstock zur Bahn hin bin ich, vor einer liebevoll drapierten güldenen Rettungsfolie (beschriftet mit »Die Vielen«), gestanden, vor mir ein quasi atemloses Publikum. Unerhörte Intimität, Spiel zwischen reifenschleifend kreischenden Rangierzügen und maibedingt singenden Vögeln, viel Stille dazwischen.

Glück und Dankbarkeit.


Au|di|ti|on (2018)
Eine Tour d’Imagination aus der Schule des Staunens

Stiftskirche Viktring (A), 15. Juli 2018. Musikforum Viktring-Klagenfurt. Gefilmt von Maria Alraune Hoppe und Werner Überbacher.

Hernach hat es geheißen, dass sowas wie eine Entrückung geschehen sei. Nun, mir ist scheints so etwas wie absichtsfreies pures Spiel gelungen. Das ist alles andere als alltäglich. 

Große Rührung und Entrücktheit unter den Umstehenden.
Endergebnis einer Handung in drei Aufzügen (1865)

Näheres zur Au|di|ti|on hier.


FeierAbend – Vom Geist des Staunens (2014)

Portrait Bertl Mütter

Ein Film von Michael Cencig. Gedreht Ende Mai 2014 im Wiener Konzerthaus, in der Kirche Steyr-Münichholz, daheim im Steyrdorf und im Stift St. Lambrecht. Erstmals gesendet am 9. Juni 2014 in ORF 2.


OPERAN! Übers Entkommen (2016)

Ein siebenszenisches Musiklaboratorium aus der Schule des Staunens

Wien (A), Musiktheatertage Wien, 2016


Fremde Ohren (2017)

Zum Peter Eötvös-Konzert des Klangforum Wien.
Wien (A), Konzerthaus, Großer Saal, 5. November 2017.

Herzlichen Dank dem Wiener Konzerthaus und dem Klangforum Wien für die freundliche Erlaubnis, meinen Vortrag hier präsentieren zu dürfen.


Bertl Mütter selbdritt (2007)

monologo – tremendo – trovando

Aufgenommen Ende Februar oder Anfang März 2007 bei arte, Paris.


dsudl – das schwere und das leichte (2011)

Ein Stück Musiklaboratorium von Bertl Mütter

Ein Stimmungsbild von den Proben und backstage, eingefangen zwischen 11. und 19. Juli 2011 in Viktring, Klagenfurt und Graz.

Miki Skuta hat das sehr liebevoll gestaltet.

(Mehr über dsudl erfahren sie in der Rubrik »Komposition«.)


Bertl Mütter und sein Muthorn (2010)

Schagerl Brass Party, Melk (A), 20.4.2010.


monologo – tremendo – trovando (2007)

Hier hintereinander die drei Ausgangsfilme für obiges bertl mütter selbdritt. Es war nämlich so, dass sich die Leute von arte nicht entscheiden konnten (oder wollten), welches der drei Kurzfeatures sie nehmen sollten – also haben sie kurzerhand alle drei übereinandergeschnitten.

Soeinfachkannssein.

monologo (2007)

tremendo (2007)

trovando (2007)

Aufgenommen Ende Februar oder Anfang März 2007 bei arte, Paris.

(Jetzt kann ichs ja verraten: Der erste März 2007 wars.)


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