aktuell

Freitag, 21. Mai 2021, 20.30
Graz (A)
, Herz-Jesu-Kirche
Pfingstvigil

Mit u.a. Ninja Reichert, Arnold Stadler, Ulrich Walther und einem Instrumentalensemble. Ich spiele auch, dazu und dazwischen. In der so seltsam gigantischen Herz-Jesu-Kirche.

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Es geht um Atem, Geist (was sonst zu Pfingsten?), und wir gedenken u.a. meines Freundes Philipp Harnoncourt, der vor ziemlich genau einem Jahr verstorben ist.

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Donnerstag, 1. Juli 2021
Klagenfurt (A), Innenhof (tba)
Donnerszenen: »Journey Towards Silence«
mit Florian Berner, Violoncello, und Bertl Mütter, Posaune
Musik von und nach Bach, Schubert, Ligeti, Sculthorpe, Sollima und Mütter

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So kann’s gehen. Man geht auf den Berg, kommt ins Reden. Und reist auf die Azoren, um dort eine neue künstlerische Begegnung zu zelebrieren: Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Das musikalische Hören beginnt in der völligen Stille, und die scheint heutzutage schwieriger zu ertragen als das Gebrüll der Welt jenseits aller Schmerzgrenzen. Berner und Mütter neigen sich dieser Stille, dem Schweigen zu.

Es wird wohl (vorerst) etwas heller sein am Abend dieses 1. Juli in einem noch zu spezifizierenden Innenhof der Klagenfurter Altstadt. Unsere Kleinstcombo wurde wertschätzenderweise erwählt, auf dass mit uns der Auftakt zu den heurigen Donnerszenen gegeben werde, eine Abfolge von Kurzkonzerten in den zauberhaften Höfen von Klagenfurt. Selbstredend immer – Achtung: Wortspiel! – donnerstags!

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Samstag, 10. – Samstag, 17. Juli 2021
Klagenfurt (A), Villa For Forest
(Viktringer Ring 21)
SPIELEN! – Freie Improvisation mit Bertl Mütter

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Bereits seit 2005 treffen wir uns zum SPIELEN! – Die jährlich sich aufs neue konstituierende ACTUELLE CAPELLE ist eine eingeschworene Partie, die alle Neuen aufs herzlichste willkommen heißt: Sie steigen, wie selbstverständlich, im bereits sechzehnten Jahrgang ein, während die wiederholt MitSPIELENden ohnehin immer ganz von vorn anfangen müssen dürfen.


SPIELEN! ist ein vergnügliches Musiklaboratorium. Instrumententechnisch einigermaßen voraussetzungsfrei geht es zunächst um die – scheinbaren – Selbstverständlichkeiten des Klängeerzeugens; die schauen und hören wir uns näher an:

Was heißt Hören? – Wie anfangen? Aufhören? – Was ist das eigentlich, ein Klang? – Der darauffolgende? – Und das Dazwischen? – Was für eine Energie schlummert in mir? – In meinem Instrument? – Stille, Ruhe, Schweigen: Wie klingt das? – Weite – Bewegung (…)

Es gibt aber keinen Unterricht im landläufigen Sinn: Unsere Methode ist das kollektive Erfinden von Musik. Beim Hören, Spielen, Nachdenken und in der Kaffeepause im zauberhaften Garten tauchen weitere Fragen auf. Die Antworten setzen sich (das gibt es!) SPIELEND zusammen. Wenn wir derart zu heiterer Absichtslosigkeit gelangen, hört sich die ganze Fragenstellerei ohnehin von selbst auf. Das ist ein großes Glück, und nicht zuletzt deshalb kommen ja etliche jedes Jahr wieder in dieses Exil der Heiterkeit.


Fürs SPIELEN! reichen grundlegende Kenntnisse auf deinem Instrument und/oder der Stimme; da es ums lustvolle Ausprobieren von Möglichkeiten unmittelbaren Kommunizierens geht, richtet sich der Kurs aber ausdrücklich auch an die sogenannten Fortgeschrittenen: Wachsen Laien an der Erfahrung der Profis, so können diese von deren Frische und ungebrochenen Freude profitieren! Jedenfalls geht es um die pure, lustvolle Musik! Frei aber, damit wir das nicht vergessen, frei ist definitiv mehr als was man darf.


Seit 2020 SPIELEN! wir unsere wunderlich-absonderlichen Klänge im Exil, wir haben uns in der wundersamen Villa For Forest aufs wohlste eingerichtet. Es ist ein gastfreundlicher, das ganze Jahr mit lebendiger Kultur bespielter Ort mitten in der Stadt. Wir dürfen uns hier umfassend willkommen wissen. Ein Extradank an den unermüdlichen Raimund Spöck und die liebe Lea Friessner.

Da es 2020 nämlich aus multiplen Gründen nicht möglich gewesen ist, dass wir in Viktring SPIELEN! Corona war lediglich ein Nebenschauplatz, was für eine Ironie der Umstände. Sollte es beim bisherigen Veranstalter eine wertschätzende, kompetente und geimpfte Geschäftsführung geben (womit bis auf weiters nicht zu rechnen ist), so lassen wir gerne mit uns über eine Re-Integration ins Musikforum Viktring reden; war das SPIELEN! doch stets gerne bei den Subventionsgebern vorgezeigt worden, wenn es darum ging, Gegenwartsrelevanz wider programmatische Beliebigkeit zu belegen.

Den Ort allerdings, die Villa For Forest, möchten wir nicht so schnell tauschen. DANKE.

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Freitag, 16. Juli 2021, 20.00
Klagenfurt (A)
, Künstlerhaus
Prelude to a Logoratorio
Bertl Mütter
, Posaunenpoet

In der von Julius Pristauz kuratierten Ausstellung »ladder to a poem« lädt der Posaunenpoet Bertl Mütter in seine Schule des Staunens.

›Poesis‹ steht für zweckgebundenes Handeln, was die Kunst ja immer gerne für sich in Anspruch nimmt: Verleiht es doch Wichtigkeit. Notwendigkeit. Gebrauchtwerden. Dringend. Wir haben das im letzten Jahr oft und oft und immer wieder gehört. Wie weit sich das belegen, beleben lässt, zeigt die gelebte Gegenwart. Nennen wir ›Prelude to a Logoratorio‹ nun also einen poetischen Versuch; das ›Logoratorium‹ selbst folgt im Herbst, wenn Wien Modern ist.

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© Christof Zachl, 2018

Hinweis: Tonleitern sind eher nicht zu erwarten.

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Samstag, 17. Juli 2021, 20.00
Klagenfurt (A), Villa For Forest (Viktringer Ring 21)
SPIELEN! – DIE 17. GALANACHT DER IMPROVISATION

Wir SPIELEN! für SIE!

So haben wir 2020 für Sie GESPIELT:

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                Mütter             Tobisch    Lorber       Hoppe     Traar    Berger      Woitsch

Erich Berger, E-Bass
Maria Hoppe, Doppelokarina, Große Flöte, Maul/Mund/Trommeln/Harmoniken
Markus Lorber, E-Guitarre, Helix
Karin Tobisch, Ennang, Rebab, Schoßguitarre
Johnny Traar, Alt- & Sopransaxophon
Evelin Woitsch, Prima Donna

Bertl Mütter, Posaune, Spielertrainer


Wir SPIELEN! (immer weiter). Den Abschluss unseres heurigen Workshops werden wir, DIE ACTUELLE CAPELLE, in der Villa For Forest zelebrieren; was für ein gastfreundliches Exil (in dem wir, DANKE, lieber Raimund Spöck & liebe Lea Friessner, gerne weiter verweilen wollen!), noch dazu mitten in der Stadt.

Das anschließende kulinarische Beisammensein wird wieder extra brilliant sein.


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Freitag, 30. Juli 2021, 18.00
Fels am Wagram (A)
, Weingut Wimmer-Czerny
WeinKult 20c

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Gertraud Klemm, Lesung

Viola Falb, Saxophon, Klarinette
Christoph Cech
, Wurlitzer, Schlagzeug
Alexander Lackner, Kontrabass
Bertl Mütter, Posaune; Intendanz & Conférence

Hans Czerny, Eröffnungsredner

20 (in Worten: zwanzig) Jahre WeinKult! Wir können es selber nicht recht glauben. Aber nein, natürlich wissen wir’s, und wir sind mächtig stolz auf diese Tradition. Unserem bewährten Hofintendanten Bertl Mütter ist es auch heuer wieder gelungen, eine illustre Runde aus seinem künstlerischen Freundeskreis auf unserem Hof zu versammeln. Wie 2020 ist auch 2021 ein c-Termin herausgekommen, was soll’s.

Fangen wir beim musikalischen Fundament an und schrauben wir uns nach und nach in die höheren Sphären. Sascha Lacker ist der uns wohlvertraute Bassman, jedoch beileibe nicht nur das.

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Sascha Lackner © Manfred Madlberger

Gerne wird er, off records, den Schüttelreim zum Tag ausbringen, sich darin möglicherweise mit dem von dieser speziellen Passion gleichermaßen infizierten Kollegen an Tast und Schlag matchen. Das ist wie jedes Jahr Christoph Cech. Er wurlt wieder wurlitzerig und werklt am Schlagwerk.

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Christoph Cech © CCEnterprises

Womit wir zur Sektion Niederösterreich kommen – wird doch auch dieser WeinKult dankenswerterweise in der Reihe »Kultur beim Winzer« des Landes NÖ präsentiert und anteilig unterstützt. Und wozu in die Ferne schweifen: Die quasi aus der Nachbarschaft stammende Viola Falb spielt Saxophon und Klarinette,  buchstäblich auf der ganzen Welt (wenn es halt geht). Auch als Komponistin ist sie Trägerin zahlreicher renommierter Preise. Der Hofintendant gibt sich ehrlich betropezt, sie nicht schon längst eingeladen zu haben – aber heuer passt’s!

Bild Viola Falb
Viola Falb © Martin Bilinovac

Was die Literatur betrifft, so konnten wir die herrlich unkomplizierte und wunderbar g’standene Gertraud Klemm gewinnen. Ihre Literatur darf als äußerst engagiert gelten, wobei ihr das Kunststück gelingt, dabei einen fein ironischen Ton zu treffen. Diese Meisterschaft wurde u.a. mit dem Publikumspreis beim Bachmannwettbewerb, einem Eintrag auf der Longlist des Deutschen Buchpreises (für »Aberland«), dem Outstanding Artist Award der Republik Österreich sowie 2021 mit dem Ernst-Toller-Preis honoriert.

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Gertraud Klemm © detailsinn.at

Zuletzt erschien »Hippocampus«, ein laut Falter »so böse wie witziger und gescheiter Roman«. Bei einem Fernachterl hat man sich rasch angenähert, was wohl als bestdenkbares Omen für einen insgesamt hochanregenden Sommerabend gelten darf. Und da reden wir noch gar nicht von den Weinen und den sonstigen kulinarischen Hofhochgenüssen bei den Czernys. Willkommen!

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Bertl Mütter © Stefan Nützel

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Freitag, 17. September 2020, 19.00
Wien (A)
, Franziskanerkirche
Festival Quintessenz
»Ebenbauer, Joseph, Mütter«
Johannes Ebenbauer, Orgel
Jeremy Joseph,
Orgel
Bertl Mütter, Posaune

logo wöckherl-orgel 1642 in der wiener franziskanerkirche

Seit einiger Zeit treffen sich Johannes Ebenbauer und ich in der Franziskanerkirche – zwischenzeitlich ist auch Jeremy Joseph dazugestoßen –, und wir improvisieren gemeinsam. Im Betchor befindet sich die legendäre Woeckherl-Orgel, der das Festival Quintessenz gewidmet ist. Im Kirchenschiff gibt es eine sehr passable moderne Orgel. Ich darf nun im Dialog mit beiden Instrumenten musizieren. Die Franziskanerkirche, das sei gesagt, ist eine der am schönsten klingenden Kirchen, die ich kenne.

Sobald ich genauere Informationen geben kann, finden Sie diese hier.

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2. Septemberhälfte 2021, eines Abends (tba)
Linz (A)
, Med Campus Uni Linz
Krankenhausstraße 5
Architektur Hören
Konzert und Feier
Bertl Mütter
, Trombonaut im Raum
Klaus Laczika, Klavier

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Wie so vieles wurde die Veranstaltung 2020 coronisiert. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgesogen (oder wie sagt man?): Wir probieren’s wieder!

un denn, so wär’s in etwa gewesen. Und wird’s sein:

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Ich war auf der Baustelle, mit Pia Goldmann, der leitenden Bauherrenvertreterin und mit so einem weißen Helm. Wir spielen zwischen Richtfest und Inbetriebsetzung vlg. Eröffnung. In diesem Baustadium kann Architektur Hören zeigen, welche Funktionen in einem Gebäude schlummern, die hernach, wie sich das gehört und wie es sinnfällig ist, tunlichst verborgen bleiben mögen.


Mit einem urbanen Konzept hat LORENZATELIERS den EU-weiten Wettbewerb um den Neubau der Linzer Medizinischen Fakultät einstimmig gewonnen. Der besondere Reiz dieses Projektes liegt in der Chance, mit dem Allgemeinen Krankenhaus und der Universität ein Stück Innenstadt zu kreieren. Der Campusgedanke fördert Forschung, Austausch und Kommunikation. Die Mischung aus Lehr- und Forschungsräumen, Büros, Bibliothek, Café, Supermarkt und Geschäften rund um einen offenen Campus erzeugt eine lebendige und attraktive Stadtatmosphäre. 1.800 Studenten sowie 250 Professoren und Wissenschaftliche Mitarbeiter werden in Zukunft im 12.500 m² großen Gebäude lernen, lehren und forschen.
Das große Bauvolumen ist in vier Kuben um einen gemeinsamen Platz gruppiert. Die vier Hauptfunktionen Hörsäle, Labors, Büros und Bibliothek können so jeweils in einem eigenen maßgeschneiderten Gebäude untergebracht werden. Die Gliederung in vier getrennte Baukörper ermöglicht es, für die unterschiedlichen Funktionen optimale räumliche, technische und gestalterische Lösungen zu entwickeln.

Nach außen bilden diese Gebäude ein kompaktes Ensemble zwischen AKH, Blutzentrale, Krankenhausstraße und Park. Der zentrale Platz in der Mitte liegt im Schnittpunkt der Wege durch das Gelände, öffnet sich zu den angrenzenden Räumen und wird so zum urbanen Treffpunkt. In den Erdgeschoßzonen um den Platz sind die öffentlichen Funktionen wie Foyer, Café, Veranstaltungsraum und Geschäfte angeordnet.

Meinhard Lukas, Rektor der Johannes-Kepler-Universität: »Das Siegerprojekt von LORENZATELIERS schafft einen offenen, modernen und vor allem inspirierenden Ort. Die Menschen, die an der Medizinischen Fakultät lehren, forschen und studieren, werden sich in diesen Gebäuden wohl fühlen.«

lorenzateliers.at

 

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(Architektengedanken)

Von uns aus ist dieses Projekt eine ODE an den RAUM.
Diversität ausgedrückt durch VIER unterschiedliche Gebäude, die gemeinsam eine Gruppe bilden und einen öffentlichen Raum. Vier verschiedene Grundmaterialien des Bauens charakterisieren die vier: Beton, Holz, Stahl, Ziegel/Keramik. Es ist eine Interpretation für die Universität, die unterschiedliche Wahrheiten als Grundlage erkennen soll.Besondere Räume sind:
•  Die LEHRE: Aula, Stiegenhaus, Hörsäle in Beton
•  Der BALKON auskragend aus der LEHRE, auf dem ich mir einen Posaunisten, Trompeter o.Ä. vorstelle.


Also der Posaunist als Balkonauskrager. Täterätää! … wird’s aber nicht so gaanz spielen, hehe!

Was aber machen nun Laczika und Mütter?

… ein Konzert wird es, aber ganz so auch wieder nicht. Sagen wir es so: Beide, jeder für sich – zuletzt ein bissl miteinander »An die Musik« – erzählen, mit Worten und Klängen am Klavier bzw. als Trombonaut im Raum, über den akustischen Raum an sich, seine akustische, sinnliche Erschließung, die Weite in Klang und Raum. Bruckner dürfte wohl auch vorbeiwehen, und hernach gibt es Brot und Wein und das p.t. publico benenne uns, was das eben gerade war.


Eine Veranstaltung der Kepleruni Linz.

Entwickelt und präsentiert von Architektur Hören. Die sind wirklich gut.

Soviel ist sicher: In Linz muss man sein.

Irgendwann einmal halt.

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