aktuell

Freitag, 30. Juli 2021, 18.00
Fels am Wagram (A)
, Weingut Wimmer-Czerny
WeinKult 20c

http://muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix500px/2012/12weinkult11_1.jpg

Gertraud Klemm, Lesung

Viola Falb, Saxophon, Klarinette
Christoph Cech
, Wurlitzer, Schlagzeug
Alexander Lackner, Kontrabass
Bertl Mütter, Posaune; Intendanz & Conférence

Hans Czerny, Eröffnungsredner

20 (in Worten: zwanzig) Jahre WeinKult! Wir können es selber nicht recht glauben. Aber nein, natürlich wissen wir’s, und wir sind mächtig stolz auf diese Tradition. Unserem bewährten Hofintendanten Bertl Mütter ist es auch heuer wieder gelungen, eine illustre Runde aus seinem künstlerischen Freundeskreis auf unserem Hof zu versammeln. Wie 2020 ist auch 2021 ein c-Termin herausgekommen, was soll’s.

Fangen wir beim musikalischen Fundament an und schrauben wir uns nach und nach in die höheren Sphären. Sascha Lacker ist der uns wohlvertraute Bassman, jedoch beileibe nicht nur das.

http://www.jazzfreunde.at/jazz/images/V2018/VMI_H/SaschaLackner_ManfredMadlberger.jpg
Sascha Lackner © Manfred Madlberger

Gerne wird er, off records, den Schüttelreim zum Tag ausbringen, sich darin möglicherweise mit dem von dieser speziellen Passion gleichermaßen infizierten Kollegen an Tast und Schlag matchen. Das ist wie jedes Jahr Christoph Cech. Er wurlt wieder wurlitzerig und werklt am Schlagwerk.

http://www.christoph-cech.com/media/cechpiano2b.jpg
Christoph Cech © CCEnterprises

Womit wir zur Sektion Niederösterreich kommen – wird doch auch dieser WeinKult dankenswerterweise in der Reihe »Kultur beim Winzer« des Landes NÖ präsentiert und anteilig unterstützt. Und wozu in die Ferne schweifen: Die quasi aus der Nachbarschaft stammende Viola Falb spielt Saxophon und Klarinette, buchstäblich auf der ganzen Welt (wenn es halt geht). Auch als Komponistin ist sie Trägerin zahlreicher renommierter Preise. Der Hofintendant gibt sich ehrlich betropezt, sie nicht schon längst eingeladen zu haben – aber heuer passt’s!

Bild Viola Falb
Viola Falb © Martin Bilinovac

Was die Literatur betrifft, so konnten wir die herrlich unkomplizierte und wunderbar g’standene Gertraud Klemm gewinnen. Ihre Literatur darf als äußerst engagiert gelten, wobei ihr das Kunststück gelingt, dabei einen fein ironischen Ton zu treffen. Diese Meisterschaft wurde u.a. mit dem Publikumspreis beim Bachmannwettbewerb, einem Eintrag auf der Longlist des Deutschen Buchpreises (für »Aberland«), dem Outstanding Artist Award der Republik Österreich sowie 2021 mit dem Ernst-Toller-Preis honoriert.

http://www.gertraudklemm.at/htmlgk/images/bio/KlemmGertraud_C_wwwdetailsinnat_hoch.jpg
Gertraud Klemm © detailsinn.at

Zuletzt erschien »Hippocampus«, ein laut Falter »so böse wie witziger und gescheiter Roman«. Bei einem Fernachterl hat man sich rasch angenähert, was wohl als bestdenkbares Omen für einen insgesamt hochanregenden Sommerabend gelten darf. Und da reden wir noch gar nicht von den Weinen und den sonstigen kulinarischen Hofhochgenüssen bei den Czernys. Willkommen!

https://muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix500px/bertl/200302_BMbyNuetzel-web-297.jpg
Bertl Mütter © Stefan Nützel

Nach oben


Freitag, 20. August 2021, 19.00
Graz (A)
, Volkshaus, ARTist’s
v:nm – Festival
Werner Raditschnig
, Tischgitarre
Bertl Mütter, Posaune

Volkshaus Graz, Bild: Josef Klammer
Der Verein zur Förderung und Verbreitung Neuer Musik (v:nm) hat uns eingeladen, einen Beitrag zum diesjährigen Festival zu leisten, eine hochwillkommene Gelegenheit, wieder einmal mit Werner Raditschnig, einem sehr frühen Mentor und Mutmacher, zu spielen. Habe ich mich mit meiner Musik auch von dieser doch recht speziellen musikalischen Subkultur nachdrückllich entfernt, so ist doch mein Blick darauf ein freundlich lächelnder, und ich bin sehr gerne dabei. Der Besuch des gesamten Festivals sei hiermit aufs nachdrücklichste empfohlen!

Werner Raditschnig
Werner Raditschnig, fotografiert von Sepp Dreissinger

Position A – Die Melodie
Farbtöne – Parallelbewegungen in glissandierenden Verbindungen
Spielstrukturen mit gleichen Tonbezeichnungen in freier Lage nach Farbqualitäten
Arbeitsansatz: Posaune tiefe bis mittlere Lage zirkulierende Atmung
E-Gitarre hohe Töne mit Slide, Freeze, E-Bow
Intensität: Mäßige Lautstärke (mp)
Die E-Gitarren werden in der Stimmung (Scordatura) der Posaune angepasst.

Position B – Der Akkord
8-stimmige Akkorde austesten, die in freier Kombinatorik eine offene Form des Spielens erlauben und zirkulierend diverse Klangebenen in einem Zeitkontinuum treten
Arbeitsansatz: Posaune + Stimme + Dämpfer
E-Gitarren 6-stimmig (3+3) Kombination mit Elektronik
Intensität sehr leise (ppp)

Position C – Der Raum
Untersuchungen komplementärer Verhältnisse zwischen Statik und Bewegung
Lineare Aktion durch elektroakustische Zuspielungen
Verschiedene und gegensätzliche Handlungen im akustischen Kontext, betreffend Raum und sozialer Aktion
Arbeitsansatz: Posaune assoziativ frei im Raumklang
Resonanzen auf E-Gitarren in manueller Technik und Zuspielung
Es stellt sich auch die Frage nach der je unterschiedlichen physischen Ausdauer und wie man diese angleichen kann
Intensität: mäßig bis schrill wechselnd (p – sf, ff – p)

(Jury-Einreichungsmanuskript, WR+BM)

… unvorstellbar, wenn nach Zurkenntnisbringung dieses Skripts nicht die Massen ins Volkshaus strömen.

Nach oben


Freitag, 17. September 2020, 19.00
Wien (A)
, Franziskanerkirche
Festival Quintessenz
»Ebenbauer, Joseph, Mütter«
Johannes Ebenbauer, Orgel
Jeremy Joseph,
Orgel
Bertl Mütter, Posaune

logo wöckherl-orgel 1642 in der wiener franziskanerkirche

Seit einiger Zeit treffen sich Johannes Ebenbauer und ich in der Franziskanerkirche – zwischenzeitlich ist auch Jeremy Joseph dazugestoßen –, und wir improvisieren gemeinsam. Im Betchor befindet sich die legendäre Woeckherl-Orgel, der das Festival Quintessenz gewidmet ist. Im Kirchenschiff gibt es eine sehr passable moderne Orgel. Ich darf nun im Dialog mit beiden Instrumenten musizieren. Die Franziskanerkirche, das sei gesagt, ist eine der am schönsten klingenden Kirchen, die ich kenne.

Sobald ich genauere Informationen geben kann, finden Sie diese hier.

Nach oben


29. September 2021, abends (tba)
Linz (A)
, Med Campus Uni Linz
Krankenhausstraße 5
Architektur Hören
Konzert und Feier
Bertl Mütter
, Trombonaut im Raum
Klaus Laczika, Klavier

https://muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix500px/2020/architekturverschoben.jpg

Wie so vieles wurde die Veranstaltung 2020 coronisiert. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgesogen (oder wie sagt man?): Wir probieren’s wieder!

un denn, so wär’s in etwa gewesen. Und wird’s sein:

http://www.lorenzateliers.at/wp-content/uploads/2019/07/412_Medcampus_01_PR-uai-2064x1155.jpg

Ich war auf der Baustelle, mit Pia Goldmann, der leitenden Bauherrenvertreterin und mit so einem weißen Helm. Wir spielen zwischen Richtfest und Inbetriebsetzung vlg. Eröffnung. In diesem Baustadium kann Architektur Hören zeigen, welche Funktionen in einem Gebäude schlummern, die hernach, wie sich das gehört und wie es sinnfällig ist, tunlichst verborgen bleiben mögen.


Mit einem urbanen Konzept hat LORENZATELIERS den EU-weiten Wettbewerb um den Neubau der Linzer Medizinischen Fakultät einstimmig gewonnen. Der besondere Reiz dieses Projektes liegt in der Chance, mit dem Allgemeinen Krankenhaus und der Universität ein Stück Innenstadt zu kreieren. Der Campusgedanke fördert Forschung, Austausch und Kommunikation. Die Mischung aus Lehr- und Forschungsräumen, Büros, Bibliothek, Café, Supermarkt und Geschäften rund um einen offenen Campus erzeugt eine lebendige und attraktive Stadtatmosphäre. 1.800 Studenten sowie 250 Professoren und Wissenschaftliche Mitarbeiter werden in Zukunft im 12.500 m² großen Gebäude lernen, lehren und forschen.
Das große Bauvolumen ist in vier Kuben um einen gemeinsamen Platz gruppiert. Die vier Hauptfunktionen Hörsäle, Labors, Büros und Bibliothek können so jeweils in einem eigenen maßgeschneiderten Gebäude untergebracht werden. Die Gliederung in vier getrennte Baukörper ermöglicht es, für die unterschiedlichen Funktionen optimale räumliche, technische und gestalterische Lösungen zu entwickeln.

Nach außen bilden diese Gebäude ein kompaktes Ensemble zwischen AKH, Blutzentrale, Krankenhausstraße und Park. Der zentrale Platz in der Mitte liegt im Schnittpunkt der Wege durch das Gelände, öffnet sich zu den angrenzenden Räumen und wird so zum urbanen Treffpunkt. In den Erdgeschoßzonen um den Platz sind die öffentlichen Funktionen wie Foyer, Café, Veranstaltungsraum und Geschäfte angeordnet.

Meinhard Lukas, Rektor der Johannes-Kepler-Universität: »Das Siegerprojekt von LORENZATELIERS schafft einen offenen, modernen und vor allem inspirierenden Ort. Die Menschen, die an der Medizinischen Fakultät lehren, forschen und studieren, werden sich in diesen Gebäuden wohl fühlen.«

lorenzateliers.at

 

http://www.lorenzateliers.at/wp-content/uploads/2020/01/KUK_HS_096-uai-2064x1376.jpg


(Architektengedanken)

Von uns aus ist dieses Projekt eine ODE an den RAUM.
Diversität ausgedrückt durch VIER unterschiedliche Gebäude, die gemeinsam eine Gruppe bilden und einen öffentlichen Raum. Vier verschiedene Grundmaterialien des Bauens charakterisieren die vier: Beton, Holz, Stahl, Ziegel/Keramik. Es ist eine Interpretation für die Universität, die unterschiedliche Wahrheiten als Grundlage erkennen soll.Besondere Räume sind:
•  Die LEHRE: Aula, Stiegenhaus, Hörsäle in Beton
•  Der BALKON auskragend aus der LEHRE, auf dem ich mir einen Posaunisten, Trompeter o.Ä. vorstelle.


Also der Posaunist als Balkonauskrager. Täterätää! … wird’s aber nicht so gaanz spielen, hehe!

Was aber machen nun Laczika und Mütter?

… ein Konzert wird es, aber ganz so auch wieder nicht. Sagen wir es so: Beide, jeder für sich – zuletzt ein bissl miteinander »An die Musik« – erzählen, mit Worten und Klängen am Klavier bzw. als Trombonaut im Raum, über den akustischen Raum an sich, seine akustische, sinnliche Erschließung, die Weite in Klang und Raum. Bruckner dürfte wohl auch vorbeiwehen, und hernach gibt es Brot und Wein und das p.t. publico benenne uns, was das eben gerade war.


Eine Veranstaltung der Kepleruni Linz.

Entwickelt und präsentiert von Architektur Hören. Die sind wirklich gut.

Soviel ist sicher: In Linz muss man sein.

Nach oben


muetter.at
muetter.at
muetter.at