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Montag, 25. Oktober – Sonntag, 7. November 2021
Ilhas dos Açores (P), Festival de Música dos Açores
Atlantic Encounters:
John Blum (piano) meets Bertl Mütter (trombone)

https://d10j3mvrs1suex.cloudfront.net/u/2198/83f64b9fc496e713dcb1e7d4f805e4c4c366596e/photo/blum-piano-action.jpg/!!/meta%3AeyJzcmNCdWNrZXQiOiJiemdsZmlsZXMifQ%3D%3D.jpg
Das bin nicht ich, sondern John Blum | Foto: Barbara Siwula (Merida, Mexico 2013)

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/5a/Azores-map.png/1920px-Azores-map.png

https://www.teatromicaelense.pt/images/contents/12441632767883.jpg

Donnerstag, 28. Oktober 2021 [tba]
Horta, Ilha do Faial (P), Teatro Faialense

http://mi.visitazores.com/sites/default/files/styles/slideshow-industries_636_x_246_/public/tf3.jpg?itok=tK_-a5KV

Samstag, 30. Oktober 2021, 21.30
Ponta Delgada, Ilha de São Miguel (P)
, Teatro Micaelense

https://www.teatromicaelense.pt/images/slideshows/teatro/slideshow01.jpg

The fact that the Archipelago of the Açores is literally part of both, the so-called Western and Eastern hemispheres is more than an easy-to-grasp metaphor. Most notably, it is so inspiring that there are rather individual (and rough) islands whose population does in fact know that the world is far larger than the small area of land they cultivate: So many açorean people are living on both sides of the Atlantic Ocean. Let’s take that, too, as a metaphor. Living on large continents sometimes insinuates people that there are no boundaries to be respected. When walking among Açoreans, it gives you a friendly lesson in how-to-interact: politely, interested, tolerant (…)—open-minded.
Our main idea is that the Açores might be developed into a laboratory for artistic encounters, a decentral meeting place and catalyst of how life could go on well (and better) in these and future days amidst the world(s). That is why we, continentalists, should visit the Açores from time to time.
For us as musical artists visiting includes that we are coming to the people here not as tourists, consuming whatever the islands are offering so richly, but that we are bringing in our musical worlds, coming from the two parts of the world of which the Açores are sharing both. We do need each other, and it is of elevated importance that the Açoreans get the chance to encounter music—in our case: jazz-inspired and classically informed contemporary music, presented as spontaneously invented (improvised), too, by two special masters of their creative arts.
On the one hand there is pianist John Blum, a New-York-based giant of powerful piano improvisation in a most intense free jazz tradition as of Cecil Taylor. The other part will be fulfilled by Bertl Mütter, an extraordinary poet on the trombone. He comes from Vienna, Austria, and carries in his sounding the music of Schubert, Bruckner, Mahler…
John and Bertl will interact in an unpredicatble confrontation of the musical worlds they are representing: Let’s call it an experiment which they are looking forward to undergo: It may succeed or completely fail. The decisive factor is the attempt, which is always worth making. We are standing on the summits of Atlantis, so what more bad things can happen to us. Freshly dared!
Ankündigungsprosa

Eine (über-)lang vorbereitete aufregende Kooperation, auf die ich vorfreudig-bang gespannt bin. Ein – es geht ja ums Hören – Taubflug allemal. Wir werden hören.

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Donnerstag, 18. November 2021, 17.00+19.30
Freitag, 19. November 2020, 17.00

Wien (A)
, Literaturmuseum der ÖNB
Wien Modern
Bertl Mütter: OPERAN21 – LOGORATORIUM (~90’)
Ein musikalisches Stationentheater (2020–2021)

Bertl Mütter

Ursula Langmayr, Sopran
Matthias Helm , Bariton
Bertl Mütter, Posaune
Heinz-Peter Linshalm, (Bass-)Klarinetten
Tina Žerdin
, Harfe

Leonora Scheib: Szenische Einrichtung
Georg Steker
: Produktion, Dramaturgische Mitarbeit

Bertl Mütter, Spielertrainer; Künstlerische Gesamtleitung

Der Komponist und Posaunist Bertl Mütter schuf eine von der Dauerausstellung des Literaturmuseums inspirierte Komposition, die er gemeinsam mit seinem Ensemble in den Räumlichkeiten des Museums zur Aufführung bringen wird. Das Publikum erwartet eine musikalisch in Szene gesetzte, ›gespielte Ausstellung‹, deren Ausgangspunkt die Musikalität des Wortes und das rhetorische Element musikalischen Klingens ist.
Ankündigung, Literaturmuseum

Wie immer, wenn ich Stücke für und mit Ensemble erarbeite, ist es ein großer gemeinsamer Prozess: Die Umstände werden uns zeigen, wie das von mir vorbereitete (vorzubereitende) Material(bergwerk) von uns in genau der Konstellation, die wir nun einmal vorfinden und gestalten, umgesetzt und aufgeführt werden will. Ich freue mich riesig auf diesen Process mit meinen wunderbaren KollegInnen.

Vorweg kann ich hier nicht recht viel mehr herschreiben. Weil es ist besser, ich nutze die Zeit zum Erarbeiten des Skriptums fürs LOGORATORIUM. Zuvor habe ich etliche Anträge und Projektbeschreibungen verfasst, man nennt das die Graue Antragsliteratur. Ob die nicht minder anthrazitene Förderbescheidlyrik Eingang ins Werk finden wird, kann nicht gesagt, jedoch auch nicht völlig ausgeschlossen werden. Es gilt:

Allmählich wird mir dieser ewigwährende Zyklus ein wenig leid, wozu verschiedene Faktoren, deren Urheber ich in diesem Zusammenhang, um mich keinen Unannehmlichkeiten, deren Folgen, die in Kauf zu nehmen ich, der ich gern Frieden halte, gezwungen wäre, nicht absehbar wären, auszusetzen, nicht nennen möchte, beitragen.
Wolfgang Hildesheimer, in: Mitteilungen an Max

Danke nun also vorweg den ermöglichenden Partnern Wien Modern und Literaturmuseum, sowie den Fördergebern bei (in der Reihenfolge der Zusage) SKE, Stadt Wien, Bund/BMKOES, Land OÖ. Und – sofern sie sich zeigen (nicht alle Institutionen schaffen das) – den Menschen dahinter.

Wir sind immer den Menschen im Wort. Um nichts anderes wird es gehen.


Achja: Eintritt frei – Bitte hier anmelden

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Freitag, 3. Dezember 2021, 20.00
Romanshorn (CH)
, Alte Kirche Romanshorn
musik poesie zwischen welten
Saadet Türköz, Stimme
Bertl Mütter, Posaune & Stimme

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Saadet Türköz | Foto: Max Oertli

Mit 20 Jahren folgte Saadet Türköz ihrer Schwester in die Schweiz, wo sie in Romanshorn Arbeit in der Pflege fand. Von der traditionellen türkisch-kasachischen Musik geprägt, entdeckte sie in der Schweiz die aufregend neue Welt der freien Improvisation. Seit dieser Zeit zählt Saadet international zu den bekanntesten Sängerinnen der frei improvisierenden Szene. In ihrem Duoformat "Songdreaming" führt sie seit vielen Jahren Dialoge mit hochkarätigen Musikern wie Nils Wogram, Posaune, Hans Hassler, Akkordeon, Thomas Rohrer, Viola, Hans Koch, Saxophone & Bass clarinet, Lucien Dubuis, Bass clarinet & Saxophone, Martin Schütz, Cello und Anil Eraslan, Cello.
Es ist eine besondere Freude, Saadet erstmals in diesem Konzert im Duo mit Bertl Mütter erleben zu können. Bertl Mütter ist zweifellos zu den ganz grossen Individualisten der aktuellen Kunstszene zu zählen. Bekannt geworden ist er mit Solo-Aneignungen grosser Liederzyklen, seine atemberaubende ›Winterreise‹ etwa hat er schon 2009 in klangreich vorgestellt. Seither ist er seinen sehr persönlichen, kompromisslosen Weg unbeirrt weitergegangen: Höchste Zeit, dass dieser wieder einmal nach Romanshorn führt. Bertl Mütter arbeitete und arbeitet mit einer ganzen Reihe bekannter Persönlichkeiten zusammen wie beispielsweise der Schweizer Sängerin Erika Stucky. Als Instrumentalist hat Bertl Mütter verschiedene Techniken wie Zirkularatmung oder die Multiphonics, d.h. die mehrstimmige Blas- und Gesangskunst auf ebenso unerwartete wie faszinierende Weise weiterentwickelt. Immer mehr widmet sich Bertl Mütter der Komposition. All dies tönt etwas zu einschüchternd. Bei aller Ernsthaftigkeit geht ist es mit Bertl auch immer unerwartet lustig. Das ganze Leben – im Moment.
Klangreich hat immer wieder Begegnungen von Musikern ermöglicht, die eine besondere Affinität zur freien Improvisation haben. Musiker, die fähig sind, voraussetzungslos offen einen Dialog zu führen, dessen Resultat nicht zum vornherein feststeht. Bertl Mütter spricht gern von einem ›Urknall‹, von einem hochenergetischen Zustand, der Bekanntes ebenso aufsprengt wie zu Neuem und Niegehörtem verschmelzen lässt. Tatsächlich gibt es auch in der freien Improvisation allzuoft Konventionen und Regeln, die deren Idee grundsätzlich widersprechen. Saadet und Bertl werden diese Korsetts sprengen, versprochen.
Ankündigung, klangreich alte kirche romanshorn

… da hat der gute Christian Brühwiler aber sehr recht. Dass es Zeit wird, wieder einmal an diesen Zauberort zu kommen. Danke für die anregende Einladung! Ich bin sehr gespannt. Sehr.

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Freitag, 29. April 2022, 18.00
Fels am Wagram (A)
, Weingut Wimmer-Czerny
WeinKult 21

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Grischka Voss & Markus Hering, Lesung

Lorenz Raab, Trompete, Flügelhorn
Christoph Cech
, Wurlitzer, Schlagzeug
Ewald Oberleitner, Kontrabass
Bertl Mütter, Posaune; Intendanz & Conférence

Hans Czerny, Eröffnungsredner

21 (in Worten: ein und zwanzig) Jahre WeinKult! Wir können es selber nicht recht glauben. Aber nein, natürlich wissen wir’s, und wir sind mächtig stolz auf diese Tradition. Unserem bewährten Hofintendanten Bertl Mütter ist es auch heuer wieder gelungen, eine illustre Runde aus seinem künstlerischen Freundeskreis auf unseren Hof zu locken. Unter uns gesagt: Sie kommen gern, und gerne wieder!

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Bertl Mütter © Stefan Nützel

Fangen wir beim musikalischen Fundament an und schrauben wir uns nach und nach in die höheren Sphären. Ewald Oberleitner, im unglaublich vitalen 85. (!) Lebensjahr stehend (und spielend) gibt uns wieder einmal die Ehre. Eine umfassende Freude!

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Ewald Oberleitner

Wie jedes Jahr wurlt Christoph Cech am -litzer und werklt am Schlag-.

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Christoph Cech © CCEnterprises

Dass sich zu ihnen sich der vielseitige Wundertrompeter Lorenz Raab gesellt, hat sogleich große Freude unter den Kollegen ausgelöst: Schon lange stand sein Name ganz oben auf der (streng geheimen) weinkultigen Wunschliste unseres Intendanten, heuer passt’s.

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Lorenz Raab © Stephan van der Deken

Dieses Quartett wird uns durch einen hoffnungsvoll frühlingshaften Abend spielen. Was nun die Vortragskunst betrifft, so dürfen wir Ihnen zwei ganz besondere Ehrengäste ankündigen: Grischka Voss und Markus Hering.

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Grischka Voss © _ek

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Markus Hering © Gretchen Hering

Sie werden mit ihrer je unterschiedlichen (immensen!) Intensität Texte und Fragmente von Thomas Bernhard (dem Polterer) und dem fein zieselierenden Gert Jonke zum Leben bringen. Jonke wäre ja heuer 76 geworden, und gerne erinnern wir uns, wie er uns selbst beim WeinKult 2007 und 2008 auf unserem Hof beglückt hat.

Alles zusammen wird, das können wir getrost versprechen, ein exquisiter Genuss. Und da reden wir noch gar nicht von den kulinarischen Zaubereien, die unser Hof bietet! Willkommen!

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