horizontales Mittwoch, 30. 12. 2009, 0:00

ob sich bei ihm dereinst auch dieser stetig verengende blicktunnelblick einstellen würde und wie er sich dagegen wappnen können würde, fragte er sich jedesmal, wenn er die alternden eltern besuchte. deren leben schien sich nur noch um das fröhliche betrogenwerden bei werbeverkaufsfahrten jenseits der deutschen grenze (die donauschifffahrt in passau oder das königsseeecho gingen sich wie immer leider nimmer aus, aber das hatte man schon vorher gewusst) zu drehen (wir kaufen eh nie was, und das hühnercordonbleu war recht gut), dazu dreitagesfahrten ins romantische deutschsprachige ausland (blühende blumeninsel mainau, zauberhaftes moseltal, deutsches eck koblenz, liebliche loreley, sächsische schweiz, semperstadt dresden). ja, kränkeln, mit herzzucker, zum sedieren musikantenstadln und wettendasswetten, zum aufputschen sich kröniglich aufregen, mindestens einmal im monat auf den friedhof, in ein frisches grab schauen, das auch.
hm.
also tunnel vermeiden, bergan, ad fontes, nicht untendurch bis zum drinbleiben. die bergschuhe waren immer bereit zu halten, besser: anzuziehen. für körper und geist.

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