Logo Sonntag, 28. 4. 2019, 12:53

Mann in OÖ stanzte sich Loch in Handfläche
orfon

Wir wissen es: Im Hoamatlånd ist man dem Fortschritt stets einen Schritt voraus. Löcher in den Ohren (bei Menschen), das ist bitte sowas von Zehnerjahre. Hat man sich früher, um es, die Ärmel hochkrempelnd, so richtig anzugehen, in die Hände gespuckt, stanzt man sich in der Zukunft, der Oberösterreich so beispielgebend vorangeht, ein Loch, macht armgelenkdicke Durchblicker in die Hände. Ein angemessenes Logo, dieses O – oder ist’s ein Nuller?

Sooderso, ich sehe eine glorreiche Zukunft.



-e Donnerstag, 21. 3. 2019, 9:54

Fettleibigkeit betrifft zunehmend ältere Männer
orfon

Wieder einmal darf ich die so anonymen wie wackeren Texter unseres geschätzten Leitmediums aus tiefstem Herzen belobigen: Rein schon zaunpfahlwinkende Kürzestsprachkunstwerke wie jene wie harmlos daherkommende Überschriftzeile müssten eigentlich jede Diskussion über eine angedrohte Einstellung des als einziges jedwede politische Vereinnahmung hintanhaltenden Gebührenfinanzierungsmodells wie von selbst im Keim ersticken.
Das Problem, steht zu vermuten, dürften zunehmende ältere Männer sein, mögen sie auch jüngst erst Jüngstväter geworden sein, und kein Segen kommt direkt vom Himmel geflogen, nicht einmal im Burgenland.

Jetzt bin ich aber traurig.



gehörig ergreifend Dienstag, 19. 3. 2019, 9:52

Im Thermenhotel. Jeden Dienstag, als eingeschobener wöchentlicher Spontanhöhepunkt der Liebenswürdigkeit, ergreift Mauro der Barman das Mikrophon und macht auf Adriano, dass den deutschen Seniorinnen ganz italianitàtisch wird um den Busen, und sie wippen, an lausroten Getränken nippend, ihr Titanhüftgold in die weich gepolsterten Fauteuils, aus denen sich garso schwer aufstehen lässt, noch einen!
Dabei sieht Mauro, dient er, gemächlich, hinter der Bar, aus wie wenn Zinedine Zidane Captain Picard spielen würde: Adriano Z. Picard, und es wäre nicht nur grob unhöflich, sondern schlichtweg unmöglich, seine freundlich bemühte Nichtaura zu durchqueren, um schlicht weg zu kommen, meine Ohren gehören mir!
Einmal hört sich alles auf.
So soll es sein.

(Die nächste Staffel, in einer anderen Sternzeit, sie kommt möglicherweise bestimmt.)



Traktortor Mittwoch, 13. 3. 2019, 13:13

Traktordieb ging der Sprit aus, er flüchtete zu Fuß
kurier.at

… was sonst hätte er tun sollen? Ihn hinter sich herziehen, auf, wenn auch ebenen, Feldwegen, gen Osten?
Natürlich freuen wir uns mit dem rechtmäßigen Besitzer der Zugmaschine. Indes, wir haben es hier mit dem seltenen Fall einer, noch dazu in Schlagzeilenkürze, äußerst geschickt orchestrierten doppelten Empathieerregung zu tun: Der dreiste und zugleich bedauernswerte Traktordieb.

Merke: Erfahrene Menschen in Grenznähe (von Samnaun bis Sopron) führen, für alle Fälle, stets einen gut gefüllten Kanister bei sich.



alert Montag, 11. 3. 2019, 11:31

(…), deshalb werde es mehr Aufklärung brauchen, so Köstinger. Man werde klar machen müssen, dass auf den Almen Tieren leben, dass es einen besonderen Umgang brauche und vor allem Distanz und Respekt, damit Fälle wie 2014 auf einer Tiroler Alm der Vergangenheit angehören.
Frau Minister Köstinger, via orfon

Hätten wir nicht diese beherzteste Ministerin und diese so sich um unsere uns als unmittelbare Sorgen servierten Tagesangelegenheiten kümmernde Regierung, 2014 läge ja noch immer (und weit!) in der Zukunft. Was sie allerdings sonstwie Vergangenes dortselbst zur alsbaldigen Vergegenwärtigung zusammenbraut (und wie unverfroren sie daran werkt), lässt sie recht alert hinter derartigen Kulissen verborgen.

Damit ein Morgen komme, wie es gestern war, aber mit heutigen Mitteln.



manipuliert Donnerstag, 7. 3. 2019, 18:51

Ermittler der Sonderkommission fanden in einem Carport ein professionell manipuliertes Holzscheit (…)
orfon

Bitte, auf welcher Volkshochschule lernt man sowas? Und damit ist nicht (nur) die professionelle Manipulation von Holzscheiten gemeint. Wobei, wer es mit den Scheiten (Scheitern?) kann, für den dürften die (wahlberechtigten) Menschen nur mehr eine lässige (lästige?) Fingerübung sein.

(Die Inspirationen, die die Leute von orfon einem Tag für Tag taxfrei ins Haus liefern, können schlechterdings in ihrem praktischen Wert nicht hoch genug eingeschätzt werden.)



verträglich Mittwoch, 6. 3. 2019, 13:39

Was du bist, bist du nur durch Verträge
Fafner in Das Rheingold

Vertrag, oftmals unbedachtes Wort. Sich vertragen, vertragen wir uns wieder, Laktoseunverträglichkeit, und auch mit Gluten wollen sich bekannter- oder modischermaßen manche so gar nicht vertragen im Magen.



Engführung im Totenwinkel Mittwoch, 20. 2. 2019, 10:05

In Freiburg gebe es bereits Spiegel, die alle erfassen, Inländer und Ausländer, lässt uns der schnellste Verkehrsminister aller Zeiten wissen. Und schneller geht’s wirklich nimmer, beim Generalthema zu landen.

Der tote Winkel ist rechts außen.



Hinkefinger Mittwoch, 13. 2. 2019, 9:57

ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann hält nichts von der Idee von Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ), eine etwaige Benachteiligung österreichischer Autofahrer durch eine deutsche Autobahnmaut mit einer ähnlichen Maßnahme Österreichs auch über Studiengebühren zu beantworten. »Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich«, sagte Faßmann in einem Interview mit der »Kleinen Zeitung« (Mittwoch-Ausgabe).
orfon

… diesen Hinkesatz, den wollen wir uns jetzt aber gaaanz langsam auf der Zunge zergehen lassen.

Nicht jeder, der vergleicht, ist ein Hofer-Anhänger.



Raufhändel Freitag, 11. 1. 2019, 12:27

Hofer plant Warnsystem per SMS bei Katastrophen
Agenturmeldung

In etwa folgendermaßen: »Achtung! Achtung! Ihr Joghurt läuft übermorgen ab!« Oder was?!

Es gilt, durch Verunsicherungen und ihre scheinbare Behebung oder Beschwichtigung Sicherheitsgefühle zu wecken. Zu definieren wäre jedenfalls, was Katastrophenfälle seien. (Das Warnsystem, das nebenher, gibt es bereits; aber nicht von Hofer.)

Ich bin ein Hofer-Anhänger
Eigenwerbewahrspruch

Nachtrag: Der Pressesprecher von Hofer (dem Dabinichabertraurigminister mit dem Jörghaidergedenktempo) heißt übrigens, in echt, Höferl, Volker. Kann eigentlich gar nicht anders sein: Wer sich nicht unterordnet, kommt nie rauf.



schneestill Freitag, 4. 1. 2019, 23:00

So still, dass man eine Stecknadel fallen hört. Nicht aufschlagen, fallen.



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