sicherheitswarnung Donnerstag, 31. 12. 2015, 9:48

silvester. wie andere europäische großstädte auch, bittet wien, vor allem via untergrundmedien, man möge sich am silvestertag aus sicherheitsgründen des tragens mittelgroßer rucksäcke (sog. „city bags“) enthalten. mit stichprobenartigen kontrollen sei zu rechnen. missmutig, jedoch voll verständnis (oder, ehrlicher: umgekehrt) verschweißen wir die exquisiten mangalitzawürste paarweise und binden sie uns um die taille. dann wird der mantel angezogen und oben alles zugeschalt. mit zwei vom gleichen produzenten stammenden flaschen besten winzersekts in jeder hand machen wir uns auf zu den freunden. gleich geht alles los.



hereingeschneit Donnerstag, 24. 12. 2015, 10:43

am weihnachtsabend 1965 schlug im englischen barwell ein meteorit ein. fünfzig jahre später kehrte ein großes stück des himmelskörpers für einen tag nach hause zurück.
derstandard.at

was für eine sinnige definition von heimat: wo du aufgeschlagen bist. und weihnachten, da gehört es sich aber wirklich, daheim vorbeizuschauen. oder, wie wir sagen: einaz’schneim.
mochma, komplett.



aal – butzemann (band 1) Sonntag, 20. 12. 2015, 13:28

das zehnbändige handwörterbuch des deutschen aberglaubens war tatsächlich so unversehrt und neuwertig, wie im internetten angebot behauptet, und der als spediteur einspringende freund hatte den beträchtlich schweren ziegel mit nur wenig murren die drei stockwerke hochgeschleppt, man trank kaffee und war fröhlich. ein gutes omen: um den aberglauben ist es, generell, recht gut bestellt.
was es aber damit auf sich hatte, dass band 7 neben band 3 in den schuber geschoben worden war, bedürfte einer gesonderten, bangen, untersuchung.



besuchsdiplomatisches Sonntag, 13. 12. 2015, 10:22

japanische sonde erreicht venus
orfon

gebannt warten wir auf den gegenbesuch. wobei erlaubt sein muss, die frage nach der prinzipiellen satisfaktionsfähigkeit japanischerseits zu stellen. ob es also erfolgversprechender gewesen wäre, den liebesplanet von einer französischen sonde erstbesuchen zu lassen.
wie lange dauert denn bitte so eine reise?



zu warm Freitag, 11. 12. 2015, 10:31

in den herzen wirds warm
adventliche liedtextzeile

bitteschön, wir wären soviel gern viel viel wohltätiger, aber was sollen wir denn machen, wenn es gar so warm ist und der schnee nicht so leise rieselt, wie wirs für schöne brauchtum brauchen täterten? so gibts halt leider nur geringe umsätze an unseren mildtätigen punschstandln, und draufzahlen müssen wieder einmal die ärmsten unter uns, was wir nicht müde werden anzuprangern.
womit das auch einmal gesagt wäre, weil: an uns liegts ganz sicher nicht.



umkehrschluss Donnerstag, 10. 12. 2015, 9:57

glück verlängert das leben nicht
orfon

jedoch: mit etwas glück hat man kein pech und wird z.b. nicht von einem herabfallenden ziegel erschlagen. oder von einem herabfallenden ziegel zwar getroffen, aber nicht erschlagen und lebt, sozusagen mit etwas pech, weiter.
es gibt süßwasserpolypen, die altern nicht und sterben nur bei unfällen, mit denen sie und die welt gesegnet ist, wie bekannt.



reich der gesundheit Sonntag, 6. 12. 2015, 16:38

arme sind öfter und länger krank
orfon

dazu ist bitte folgendes anzumerken (zum teil gespeist von persönlichem erfahrungswissen):

1) man vergesse nicht auf die beine. nach dem laufen etwa, wenn man nur, wenn überhaupt, für recht kurze zeit aufwärmt und hernach dehnt, kann es durchaus vorkommen, dass man sich eine zerrung im oberschenkel einfängt. so etwas kann sich über schmerzhafte wochen dehnen; merke: längere beine (auch solche von lügnern) sind länger krank.

2) als posaunist habe ich zwar grundsätzlich zwei gleichlange, der rechte aber unterscheidet sich vom linken durch zumindest fünf zentimeter größeren spielraum. so gesehen könnte man durchaus behaupten, einer meiner arme sei (wenn auch nicht öfter, so zumindest) länger; dass das allerdings krank sei, kann ich nicht bestätigen: es ist ein recht reversibler vorgang, und die fähigkeit zum längeren und alerteren aus- und einfahren (vlg. spielraum) bietet mir zudem beim zügigen musizieren etliche vorteile.

3) wenn es sich, wie sich beim nachlesen des artikels heraustellen musste, bei arme um den plural von der/die arme, mithin menschen in armut handelt, so kann man doch nur empfehlen, schlicht nicht arm zu sein oder vorzuhaben, es zu werden: so kann keinem was geschehen, und wir (wir alle!) erkranken fürderhin immer noch seltener und kürzer, bis wir alle, unheilbar gesund, dereinst dennoch des todes sein werden.

wir sind wahrlich alle ganz schön arm dran.



duo mondial? Freitag, 4. 12. 2015, 11:01

bruno ganz bestätigt affäre mit romy schneider
orfon

ist aber hoffentlich schon ein zeitl her.



tendenz: steigend Sonntag, 29. 11. 2015, 21:17

adeles „25“ übertrifft alle erwartungen
orfon

26? oder gar 27? jedenfalls mehr als jene klimtische, die es lediglich zu gold gebracht hat.
… ad multos annos!



gingwer Samstag, 28. 11. 2015, 0:33

nämlich: man nehme zwei brocken kandierten ingwers, genieße sie. hernach: ein schluck (z. b.) beefeater.

ein hochgenuss: die adventöse stillzeit kann kommen.



kohlomen Mittwoch, 25. 11. 2015, 11:12

die virtuelle forelle
gedichtband, erwin einzinger

pjöngjang. eine internationale schlacht hat das nordkoreanische regime gewonnen: nordkoreanisches kimchi – das populäre, durch milchsäuregärung zubereitete koreanische kohlgericht – wird vermutlich von der unesco den prestigeträchtigen status eines immateriellen weltkulturerbes erhalten.
diepresse.com

ein land lässt seine leute verhungern. konsequent und irgendwie ehrlich erscheint also, dass es sein nationalgericht mit dem status immateriell international auf höchster ebene eben als virtuelle speise approbieren lässt. politische beobachter meinen: das regime wankt.



banalarm Dienstag, 24. 11. 2015, 11:08

alarmzustand bleibt
brüssel plant erste schritte zur normalität
orfon

so isses: irgendwann (recht schnell) wird der alarmzustand zur normalität.
gespannt verfolgen wir, wie sich die stadt der spitzenmacher verwandelt zu einer der haftelmacher.
haftelmacher, das sollen wir werden, alle.
es gilt, dringend, sich in unachtsamkeit zu üben.



wortschöpfer, tatmensch Donnerstag, 12. 11. 2015, 22:12

seit annähernd zwei monaten weiß die welt von heute, dass stefan zweig zum „schauprangern“ neigte, also sich (z.b. im liechtensteinpark) exhibitionistisch präsentierte, habe ich gestern erfahren. 

zeitschichten klaffen auf. 



nos Mittwoch, 11. 11. 2015, 11:11

nach der großen festivaleröffnung, in the gettogether. dezentrale erkenntnis: tiroler stehen bei tirolern, immer. und ausschließlich.
ost-? isch ein spezielles kapitel, woasch.



nlhp —> uhbpp? Sonntag, 8. 11. 2015, 16:39

man muss vom hickhack zum ruckzuck
erwin p.

vom vom zum zum
(…)
und zurück!
ernst j.

da will einer im ernst bundespräsident werden. und er weiß auch schon, wie’s geht.



abgefangen Freitag, 6. 11. 2015, 10:41

im dichten nebel hat ein pkw-lenker in niederösterreich die kontrolle über seinen wagen verloren. er landete direkt in jenem kreisverkehr, in dem ein draken-kampfjet aufgestellt ist. der lenker beging fahrerflucht.
orfon

um weitere anfragen gleich im ansatz abzufangen: der abgelenkte (ex-)lenker dürfte das nebelige weite zu fuß gesucht haben und im raum tulln aufhältig sein. der fest mit dem boden der kreisverkehrlichen landesrealität verbundene ex-abfangjäger indes startet immer noch in permanenz.



nemesis divina? Mittwoch, 4. 11. 2015, 12:50

ausweglos-unversöhnlich, wie mit voller protestantischer wucht, so hatte ihn das schicksal (wie man sagt) getroffen: ihm, der niemals etwas von niemandem vergessen hatte, dem großwebmeister der umfassenden intrige (wenn nicht zum eigenen vorteil, dann wenigstens zum verderben des anderen), war die welt abhanden gekommen, alles löste sich auf, dearchivierte. in lichten momenten konnte er einen noch einigermaßen zuordnen. und er war, so hieß es, milde und zufrieden geworden. eine art von erlösung, vielleicht: am ziel.
der ansporn für einen selber laute: erreiche diesen zustand ohne zu dementieren oder zumindest, wenn es denn sein muss, davor. und, bitte unbitter, mit niedrig dosierter galle.



poliglotti Dienstag, 3. 11. 2015, 11:03

umfrage: schweden sprechen am besten englisch
orfon

uns täte dann noch interessieren, wer denn am besten schwedisch spreche.
einmal, im urlaub, beim bed and breakfast (engl.), in der nähe von bassano del grappa, da waren die zwei kinder der quartiergeber (tadellose italiener, allesamt), die haben akzentfreies norwegisch gesprochen – und gesungen!



rindien Freitag, 23. 10. 2015, 8:16

langstrecke. fliegen bedeutet aufnahme tendenziell stopfender nahrung als mittel zur zeitlichen fragmentierung: dann sind wir früher da. just beim eintritt in den indischen luftraum servieren die emirate nicht etwa linseneintopf, sondern beef tenderloin. irgenwie subtil.



atemlos Montag, 19. 10. 2015, 8:53

zusammenkunft in sachen künstlerische forschung. die allzu brilliant vortragende forschungskünstlerinnenmentorin gab den zuhörer*inne*n nicht eine atempause zum einhaken für eigene mit-gedanken. sie agierte nachgerade perfekt, wie die perfekte dampfwalze. natürlich braucht es perfekte dampfwalzen: zum dampfwalzen. aber kunst? – das wäre was anderes. man war einer ichkunstwerbeagentur aufgesessen, und so etwas liegt – nicht nur, sondern auch – am genau solche stromlinienopportunist*inn*en begünstigenden, ja verlangenden system. an den rädern, längst schon: creative directors, informationsdesigner. künstlerisches tun und denken aber bedarf des zulassens einer – unspekulativen – fragilität. in so einer zone gibt es keine dampfwalzen, kann es keine dampfwalzen geben: himmel bedeutet die unmöglichkeit von krähen.
sagt kafka, und der, als beamter, der muss es wissen.



physiotherapie, zeitgemäß? Samstag, 10. 10. 2015, 10:09

hässliche kommentare über ihre schönen kurven, die im internet abgesondert wurden, setzten selena gomez zu. so sehr, dass die 23-jährige us-sängerin psychotherapie in anspruch nahm.
kleine zeitung

nun, leider kenne ich das fräulein gomez nicht, weder persönlich noch von angesicht. aber es wäre interessant zu erfahren, wie es sich bewerkstelligen lässt, dass man seine kurven im internet absondern kann, oder, je nachdem (mehrere lesarten erscheinen grammatikalisch zulässig), von anderen gar absondern lassen kann. wie gesagt, leider kenne ich das fräulein nicht, weder vor noch nach ihren stattgehabten absonderungen. aber vielleicht könnte es sich melden, ich bin (im auftrag zahlreicher präsumtiver klientinnen – aber auch klienten!) heftig interessiert. es tut sich da nämlich ein so sonderbares geschäftsmodell auf. einfach von daheim aus, wirklich sehr praktisch und bequem. das weitere kriegen wir dann schon noch hin.



volksweise Freitag, 9. 10. 2015, 8:15

schnelle gletscher graben tiefer
orfon

nur ganz selten gelingen schlagzeilen, die das zeug haben, in den allgemeinen sprachgebrauch („volksschatz deutscher haussprüche“) aufgenommen zu werden. „schnelle gletscher graben tiefer“ ist von solchem format, weil sich sein primärer gehalt abstrahieren lässt, und damit ist die formulierung tauglich für den alltagsgebrauch. ich stelle „schnelle gletscher graben tiefer“ jetzt schon in eine reihe mit allzeitklassikern wie „lügen haben kurze beine“ oder „die liebe ist ein seltsames spiel“.
dass es eine sentenz ähnlich weit (zugegeben, höher hinauf noch) gebracht hat, ist schon über zehn jahre her. gedenken wir des 20. april 2005, als es in der bild-zeitung – in genialischer verwendung des rhetorischen stilmittels totum pro parte – hieß: „wir sind papst!“



maranatha (4) Donnerstag, 8. 10. 2015, 10:22

gefängnis ist pleite
kurier

jetzt reißt auch noch, so die meldung, das personal-management ein loch ins budget. da nützt nicht einmal das ansich naheliegendste für unternehmen im konkurs (zusperren), etwas.
jedoch, so der populäre wille, eingesperrt muss werden. was also tun? ein prekärer zirkelschluss.
wir brauchen einen messias.



erdig vorausahnend Mittwoch, 23. 9. 2015, 15:41

miss earth besucht wien
orfon

alles was ist, endet.
ein düstrer tag dämmert den göttern:
dir rat‘ ich, meide den ring!

erda, in: richard wagner, das rheingold (v1684ff)

davor, jedenfalls: dunkle, in die tiefe absteigende posaunenstöße, dass selbst einem gott das schaudern kommen kann.



bruno by leo Samstag, 12. 9. 2015, 11:34

„sag einmal zehnmal kirski!“
„kirski. kirski. kirski. kirski. kirski. kirski. kirski. kirski. kirski. kirski.“
„wie heißt der österreichische bundespräsident?“
„kreisky.“
„falsch, kirchschläger.“

ähnlich, allerdings ohne fehlleistungspointe, funktionierte ca. 1978 in der schulpause die aufforderung, zehnmal hintereinander „hirsch heißt mein vater“ zu sagen. wieder eingefallen sind mir diese vexierspiele, wie ich folgende zeile gelesen habe (hier pur und völlig kontextlos wiedergegeben):
„beschrieb kreise, trank whisky und schwieg. redete“

unweigerlich auf kreisky kommt man vor allem deshalb, weil, hinter der whiskyumkreisenden engführungsassonanz just „schwieg. redete“ steht.

rhythmus, das ist mehr (viel mehr) als plump ablaufende vierviertelbeats.

bestellen sie, in ihrer persönlichen buchandlung, „ins licht“ von leopold federmair. (die zitierte zeile findet sich auf seite 108.)



Schule des Staunens 14.2 Mittwoch, 22. 7. 2015, 12:00

ATACAMA, ein Vortrag klingender Gedanken Aus der Schule des Staunens

Stille – Einschwingen (auf Es) – Stille
Fasten – Bruckner, zum Beispiel (plumper Bauernbleampü)
… Nachwelt? Abregnen?
von der Kugelgestalt der Zeit
dieser nabokovsche Lichtspalt
Zählen (mit besonderem Augenmerk auf die lateinische Welt; chronologisch und im historischen Präsens); nebst einer Fußnote über Bruckners unbewusst höchste Lust
Wüste … Landschaft … W e i  t   e    .     .       .
„So nah am Wasser und doch so arm an Wasser“ (Humboldt)
ἐρημίτης, Wüstenbewohner
im Kreis (Gerücht)
quirlig (dünnt aus, ins Unermessliche)
dixit Nabokov, scripsit Lucretius (De Rerum Natura)
von der Geschwindigkeit des Lichts
Supermoon (Es-Dur)
Mondkartoffel, Schädelkonfekt
irreprehensibilis

http://muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix500px/2015/platane00652.jpg

Am 19. Juli 2015 bot die Platane No. 00652 reichlich Schutz vor der sengenden Sonne, auch wehte ein angenehm kühlender Wind durch ihre Blätter. Nachts kann man hier, wenn man sich auf den freien Rasen begibt, gut die Sterne sehen. Bitte also nicht vergessen:

http://www.muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix500px/verdunklungsanlage.jpg

Wer will, kann sich den Vortrag vom 19. Juli 2015 hier herunterladen:

http://muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix72dpi/download_pdf_button.jpg



Schule des Staunens 14.1 Sonntag, 19. 7. 2015, 12:00

Sonntag, 19. Juli 2015
Viktring (A), Schulpark, Platane No. 00652
ATACAMA [UA]
Bertl Mütter, Mut- und Wunderhorn, Stimme; Konzept; Komposition

http://www.muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix300dpi/140822_CZ29283_sw.jpg

So stand es geschrieben:

Man könnte seine Musik als Slow Food für die Ohren bezeichnen. Wenn Bertl Mütter – einsam, nicht allein – am Podium steht und seine Instrumente hörbar beatmet, ist dies – zugleich! – karg und üppig, opulent gar, zuweilen. Für das Festival NEUE WELTEN, das sich dieses Jahr Lateinamerika widmet, begibt sich Bertl Mütter assoziativ in die trockenste Wüste, die zugleich nachts die lichtloseste Landschaft der Welt ist, von wo aus sich der unverfälschteste Blick ins Weltall werfen lässt. (Das Weltall, weniger noch als Wüste, buchstäblich beinah nichts.)

http://www.muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix300dpi/140822_CZ29205_sw.jpg

Fragen tauchen auf: Jene nach dem Blick aus dem Weltall zu uns auf dieser Welt, der Erde. Oder jene nach den Sprachen: Einem Exoterrestrier müssten sie sehr ähnlich, ununterscheidbar eigentlich, erscheinen. Als promovierter künstlerisch Forschender weiß Bertl Mütter, dass es Aufgabe der Kunst ist, Fragen zu stellen – Antworten gibt es schon allzu viele. Allzu einfache.



bratschenmatt Mittwoch, 15. 7. 2015, 17:05

nach langer krankheit, jedoch „unfassbar plötzlich“ sei er verstorben. was für eine noble, distanz wahrende umschreibung für die finale verzweiflungstat eines mit seinem klang so berührenden musikers.



50 Montag, 6. 7. 2015, 0:00

zum eckigrunden geburtstag gilt: das leben in ordnung bringen, besser noch: ordnung ins leben bringen!

ein erster versuch – beel mrrtttü (bzw. beeeh mrrrtttü) – erweist sich als wenig hilfreich.

als zweiten versuch stelle ich mir die frage: wer war immer schon da?

• dick & doof
• hans moser & theo lingen
• peter alexander & gunter philipp
• neil & louis armstrong
• kreisky, breschnew & hugo portisch
• heinz conrads & alfred böhm
• …

(ab einem gewissen alter explodiert alles ins unermessliche: man ist akkulturiert, angekommen.)

das betulich-peinliche erforschen, wann jetzt wer in mein leben getreten ist, ich erspar’s mir und euch. keiner muss sich einordnend eintragen in einem bereitliegenden ordner mit jahresregister, gar ein möglichst konkretes datum dazu schreiben, sei es rekonstruiert oder geschätzt. auch die rekonstruktion der ersten begegnung, erinnerung oder gar einschätzung bleibe ausgespart, für immer.

weiter, froh und munter, nichts mehr.



Schule des Staunens 11.2 Donnerstag, 11. 6. 2015, 12:00

Das Manuskript meines Vortrags, den ich am 20. Mai 2015 gehalten habe, können Sie sich hier besorgen: http://muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix72dpi/download_pdf_button.jpg



Schule des Staunens 13.2 Dienstag, 9. 6. 2015, 12:00

Mit der Präsentation meiner mütterkinderlieder am 7. Juni 2015 ist meine subaltern staunende Tätigkeit im Wiener Konzerthaus, das mir in dieser Saison die großartige Gelegenheit geboten hat, anhand ausgewählter Werke und Sujets poetisch-musikalische Untersuchungen in vivo und coram publico vorzunehmen, für diese Spielzeit zu Ende gegangen. Allen, die zum Gelingen beigetragen haben, möchte ich meinen tief empfundenen Dank aussprechen, zuallererst aber Ihnen, verehrtes Publikum.

http://www.muetter.at/cms/typo3temp/pics/d9439cdbc3.jpg

Ich darf Ihnen versichern: Für Staunende gibt es kein Staunende!

Weiter

Staunen, das ist nämlich viel mehr als nur wahrnehmen.



Powered by WordPress /* kostenloser Counter

*/