zündend Dienstag, 31. 12. 2013, 0:00

dieter funke
branchensprecher des österreichischen pyrotechnikhandels

visitkartenkopfzeile

silvester wird seit heuer also ohne schweizer (orfon) begangen. mit schweizern waren blitzknallsätze gemeint, welche seit juli 2013 in österreich nicht mehr verkauft werden dürfen. werden dieselben allerdings gut (vermutlich: kühl und trocken) gelagert, könne man sie bedenkenlos bis 2017 verwenden, erfahren wir vermittelst orfon vom branchensprecher. und außerdem halte die branche ja alternativen bereit (afghanen? iraker?).
weiden wir uns noch eine luntenlänge am für seine tätigkeit so qualifizierenden namen des pyrotechnischen branchensprechers.
dieter.
den schweizern aber wünschen wir prosit neujahr! mögen die korken knallen!! ganzjährig!!!



flatulenzambulanz Montag, 30. 12. 2013, 0:00

föhn in salzburg sorgt für ansturm
in der notaufnahme

orfon

an den weihnachtstagen hat wieder einmal die metapherfraktion dienst.
o du frohe feiertagsflautenzeit!



verdammt und zugehorxt Sonntag, 29. 12. 2013, 0:00

zukunftsforscher und ihre ganz sicherlich so nicht beabsichtigten saisonhöhepunkte durch ganz und gar nicht vorhersehbare buchveröffentlichungen justament zur jahresewende, wo dieses thema traditionell kaum irgendjemanden interessieren dürfte, vermutlich.
darüber sollte einmal einer ein buch schreiben.
worthülsenfrüchte.



erdverbunden Samstag, 28. 12. 2013, 0:00

als besonders gastfreundlich galten in diesem teil des landes offenbar toiletten mit sämtliche gebrauchsspuren camouflierendem weihnachtsbuntem duftklopapier. es empfahl sich, war man dort zu gast (man wurde rundum verwöhnt), keine weiße unterwäsche zu tragen.
der landesübliche anzug war von brauner farbe und flächendeckend beliebt.



mathematik, vor der oberstufe Freitag, 27. 12. 2013, 0:00

vettel rechnet nicht mit überraschungen
orfon

nämlich mit überraschungen kann man nur rechnen, wenn man sie als funktional unbekannte mit einbezieht.
jaja, geschenkt, prognosen sind schwierig, besonders, wenn sie die zukunft betreffen, und geschenkt kriegt man gar nichts.



quasi geföhnt Donnerstag, 26. 12. 2013, 0:00

männer
– rrrichtige männer –
nehmen pitralon

werbespruchikone

der berühmte star habe damals unter einer manischen depression gelitten, berichtet die nah am qualitätsmedium entlang schrammende tageszeitung. berühmte stars (es gibt nur solche) haben eben immer alles zugleich, sind verkannt und berühmt, sind in der lage, sich selbst zu waschen ohne sich nass zu machen etc usw.
nur mit großer amplitude bei hoher frequenz lassen sich derartige überlagerungszustände erzielen. dann aber hast du es geschafft.



powered by Mittwoch, 25. 12. 2013, 0:00

ausgerechnet mit einer kleinen zeitung wollte er die riesenhornisse auf der viel zu engen, zum verunmöglichenden kauern zwingenden toilette erschlagen.
träume mit product placement. ob’s die billiger gibt? die enge war jedenfalls ein indiz.



self fulfilling prophecy Dienstag, 24. 12. 2013, 0:00

wir sind so frei
heinz conrads, legendärer österreichverkörperer

auch schon wieder ein schönes zeitl her. also heinzi. die freiheit indes erklimmt immer ungeahntere höhen, schraubt sich hoch von einem rekord zum anderen, wie ihn sich beinahe nicht einmal heinz conrads hätte vorstellen können können.



nur das beste Montag, 23. 12. 2013, 0:00

die pläne des neuen justizministers
orfon

ich vermute: gerechtigkeit.



die stille der welt vor takt 1784 Sonntag, 22. 12. 2013, 0:00

1784–1793
inkubationsspanne, harfenmaß

erst kennen sie sich nicht, sowas von überhaupt nicht aus, aber binnen zehn takten ist alles klar, unausweichlich klar. sie ist ihm voraus (oder lässt er ihr den vortritt? – wohl kaum), obwohl sie ihre hälfte des tranks erst einfordern musste, und der zweite harfenschlag (diesmal kein secco-akkord, sondern ein astreines, fast schon klischeehaft-schmerzliches arpeggio) besiegelt das vollzogene, so sehrende wunder.
unausweichlich. alles weitere wird gravitationskonform hernieder sinken, ertrinken, unbewusst, höchste lust—



wüst & leer? Samstag, 21. 12. 2013, 0:00

reinhold entholzer
die zukunft im blick

wohlfühlplakat, spoö

ob es für zulässig befunden werden könnte, wenn man gewissen politikern einen, nunja, künstlernamen (pseudonym, nom de guerre) zugestehen würde?
sagen wir: förster.



frohbotschaft Freitag, 20. 12. 2013, 0:00

bewaffneter räuber froh mit u-bahn in wien
orfon (sic!)

nun denn, so lasst uns froh und munter sein und uns in dem herze freun! – stimmen wir vorweihnachtlich gestimmt ein ins lob des wiener untergrundverkehrsnetzes.
den räuber müssen, nein: dürfen! wir uns als einen glücklichen menschen vorstellen!



binnenhandlung Donnerstag, 19. 12. 2013, 0:00

der todesliebestrank, wie er, hörbar anatomisch korrekt durch die dafür vorgesehenen verteilungswege in tristan und isolden einströmt und sich, überaus wirksam verteilt.
kein wunder, ansonsten wäre auch das werk (die handlung in musik) gar vorfrüh vorbei, bevor sie noch recht in gang gekommen wäre.
jetzt kann es losgehen: verlösch die zünde!



irrealität, korrigiert Mittwoch, 18. 12. 2013, 0:00

val d’isere: matt glänzte
orfon

da sieht man, wieder einmal, was für ein verlogenes geschäft das medien-business ist.



zum frankschämen Dienstag, 17. 12. 2013, 0:00

… strukturelles nulldefizit!
verkündigungshülse, kabinett faymann II

manchesmal werden unwörter des jahres vorschnell erkoren. klingt verdammt verdächtig zum frankschämen.



die or kill Montag, 16. 12. 2013, 0:00

ausnahmsweise gibt es diesmal ein längeres originalzitat, auch, was die groß-und kleinschreibung betrifft, ausnahmsweise nicht umgestellt wie gewohnt.

nun denn:

Eine auf Deutsch eingestellte Uhr in seinem Zimmer hat einen Patienten in Großbritannien zu Tode erschreckt: Als er die Abkürzung „DIE“ für Dienstag sah, glaubte er, sein Leben sei zu Ende, weil „to die“ auf Englisch „sterben“ bedeutet.
In dem ungewöhnlichen Fallbeispiel aus dem Medizineralltag, der gestern im Fachblatt „British Medical Journal“ erschien, heißt es, der Patient habe sich besorgt an seineÄrzte gewandt und gesagt: „Die Uhr sagt mir, dass ich sterben muss.“
„Als wir zur Wand schauten, sahen wir tatsächlich das Wort ,DIE‘, so dieÄrzte. Wir fanden heraus, dass die Funkuhr auf Deutsch eingestellt war und die Abkürzung für Dienstag zeigte.“
DieÄrzte konnten ihrem Patienten umgehend helfen: „Wir haben schnell ein paar Tasten gedrückt und die englische Abkürzung ‚TUE‘ (für Tuesday) eingestellt.“, berichteten sie. „Zum Glück war es für den Patienten noch lange nicht Zeit zu sterben.“

orfon

die restliche menschheit jedenfalls darf erleichtert aufatmend zur beruhigenden kenntnis nehmen, dass der bedauernswerte brite nach ausräumen des deutsch-dienstäglichen sterbebefehls den in englischer sprache erscheinden tag nicht als französisches MUSS TÖTEN verstanden hat.
welch schönes lehrbeispiel zu den nach- und vorteilen monoglotter erziehung!



relativ reif Sonntag, 15. 12. 2013, 0:00

der schülerprotest gegen die zentralmatura auf dem wiener ring sorgt für staus und lange zeitverzögerungen in der innenstadt
orfon

es ist immer wieder zum philosophischen zungenschnalzen, wenn über die z. b. derart verzögerungsfähige vierte dimension berichtet wird. besonders schön bei diesem beispiel ist, dass die nämliche verzögerung auf ansonsten eher mit beschleunigung assoziierten bahnen verläuft. eine umkehrung von einsteinscher wucht, am ring.



im gefahrenbereich Samstag, 14. 12. 2013, 0:00

bauarbeiter retten bewusstlosen aus bach
orfon

musik macht doch nicht klüger
orfon

wir lernen daraus: (1) es gilt aufzupassen, wenn man sich in die musik fallen lässt. (2) gut, wenn man, zur persönlichen sicherung, bauarbeiter in der nähe weiß.
eine frage bleibt: wer erettet einen aus, z.b., wagner?



vitalisierend Freitag, 13. 12. 2013, 0:00

der mars war einst „lebensfreundlich“
orfon

von der überschrift (es ist immer nur die ü. interessant, der rest ist in aller regel enttäuschend, uninspiriert) erfahren wir jetzt nicht, ob es sich um den (alt)römischen gott des krieges oder um den uns, der erde (den erdenmenschen) gleichermaßen nächsten, ihm nach benannten sog. roten planeten handelte. sicher aber ist, dass beides, wenn überhaupt, lange her ist.



negativzuwachs Donnerstag, 12. 12. 2013, 0:00

zahl der verkehrstoten sinkt
orfon

hier handelt es sich vermutlich um eine falsche aussage. einzig, wenn sich, massenhaft, bei vorgeblich durch verkehrsunfälle ums leben gekommenen im nachhinein herausstellte, dass diese doch an etwas anderem (schnupfen, fieber, heiserkeit,…) verstorben wären, reduzierte sich diese absolutzahl. dass diese ursachenaufklärung allerdings, und hier betrachten wir nur die österreichische unfallsstatistik, pro jahr mehr als die im verkehr ums leben gekommenen umfassen könnte (an die fünfhundert!), ist schwer vorstellbar, wenn auch wünschenswert.
somit bleibe ich dabei: falsche aussage.

nb: die sterblichkeitsrate in österreich beträgt, so unangenehm es auch erscheinen mag, hundert prozent. zumindest.



unfassbares glück (5) Mittwoch, 11. 12. 2013, 0:00

großes glück hatte eine krankenschwester aus der obersteiermark. vermutlich wegen übermüdung kam sie in st. michael ob leoben heute früh von der bundesstraße ab und stürzte mit ihrem auto in ein staubecken.
orfon

ich verweise auf frühere einträge der überschriftsgattung unfassbares glück, die vom 7. bis 10. oktober 2009 hierblogs veröffentlicht wurden, möchte allerdings diesmal die mehrdeutige valenz der vorgeschalteten schlagzeile zur vermutlich doch unzynisch gemeinten detailinformation zitieren, von denen hier lediglich die anfangszeilen wiedergegeben werden konnten. da hieß es nämlich: „steirerin stürzt mit pkw in staubecken“, und sogleich fragte ich mich, wie man denn mit einem auto in zumindest zwei staubecken zugleich fallen könne und ob die orangegewandeten, ansich tüchtigen herrschaften von der straßenmeisterei den lurch in diesem staubstaubereich ihres zuständigkeitsbereichs nicht tunlichst regelmäßig beseitigen haben können. – ab jetzt werden sie das sicherlich zu unser aller zufriedenheit tun, danke vielmals!



what the f…..? Dienstag, 10. 12. 2013, 0:00

taxilenkerin biss räuber in die flucht
orfon

[…]

der mann ergriff daraufhin die flucht
orfon

es ist nur unter phantomschmerzen vorstellbar, wofür hier die variable flucht steht.



hol ’s apportl! Montag, 9. 12. 2013, 0:00

auch krokodile nutzen werkzeuge
orfon

… nero-ustinovsche tränenvasen? oder doch eher stöcke, dem kasperl mit dem maul entwendet? nach gebrauch werden diese, stilsicher, im eigenen handtaschl verstaut. was wiederum an die legendären pythonesken hells grannies denken lässt. wir erschaudern.
merket: mit krokodilen ist nicht zu spaßen.



flächendeckend Sonntag, 8. 12. 2013, 0:00

zentralmatura: demo auf wiener stephansplatz
orfon

hier will eine schlagzeile das gegenteil des demonstrationsanliegens suggerieren: die empörten vorreifen schülerinnen und schüler versammelten sich ausgerechnet auf dem platz, der seit eh und je das zentrum schlechthin der hauptstadt darstellt. die jungen leute haben wohl diese symbolik nicht bedacht. wie fatal für ihre absicht!
mein tipp: versammelt euch doch, bundesweit, dezentral! ein-personen-demo-monaden, unzählige! das würde die zentralisten beschämen – und überzeugen.



schlagbaum Samstag, 7. 12. 2013, 0:00

auto von baum in zwei teile gerissen
orfon

der perfide baum hatte das auto schon von weitem abgepasst. er hatte sich, seinerseits, hinter einem auto verborgen und sprang im rechten moment blitzschnell (wie ein, d. h. als ein fällender blitz) dem auto, es mächtig und gnadenlos halbierend, in den weg.
seine spuren verliefen sich getrennt.
dummsprech, tödlicher.



urbi et orbi Freitag, 6. 12. 2013, 0:00

zum großteil sehr vernünftig waren in der nacht auf heute die autofahrer in linz
orfon

danke für diesen für einen österreichischen (zum großteil; sehr vernünftig) fast schon wittgensteinsch-wuchtigen aussagesatz. wir ziehen keine weiteren schlüsse daraus, außer: in linz müsste man sein. damit ist dann alles gesagt.



carry on! Donnerstag, 5. 12. 2013, 0:00

salzburger zahnärzte helfen bei einem karitativen projekt nun auch obdachlosen
orfon

karies-caritas, gewissermaßen. und nicht vergessen: zweimal täglich zähneputzen, zweimal jährlich zum zahnarzt. und als zahnarzt zum sandler, wenn ende juni auch keine rührseligkeitshochsaison ist.



konfession? Mittwoch, 4. 12. 2013, 0:00

ein unerfülltes sexleben kann tödlich enden: das gilt zumindest für taufliegen, die us-biologen in einer studie genauer untersucht haben.
orfon

die frage, die sofort auftaucht: bitte welche konfession (oder gar religion) verwendet liegen statt becken zum taufen? wiewohl jegliche glaubensgebietskörperschaft gerne unsere – mit zusatzspannung zu behaftende – sexualität, diesen zentralvitalen humanen lebensbereich, zu ihrem vermeintlichen vorteil zu instrumentalisieren gewohnt ist und auch – und vor allem! – becken für ein erfülltes sexualleben eine wahrlich zentrale rolle einnehmen.
hm, einnehmen. sitzend, stehend, knieend; liegend.



natursekte (100% free) Dienstag, 3. 12. 2013, 0:00

nsa überwacht surfen auf pornoseiten
orfon

danke, ihr lieben schüffelnaseweisen, dann kann uns ja nichts mehr passieren. wo darf man sich anmelden, damit man von euch sicher geleitet wird?
ließe sich das kürzel nsa nun auch neu deuten? wiese es somit auf einschlägig verständliche (und verständige) spezielle vorlieben hin?



parlando parlamentarico Montag, 2. 12. 2013, 0:00

italien: berluskoni geht
österreich: ex miss wörld kommt

schlagzeilenkoinzidenz, m. p.

ähnliche umständ‘ jenseits wie diesseits des brenners bzw., metaphernhafte assoziationen ermöglichend, des kanaltals (die passablere passage): beider schritte folgen auf tritte. der eine wurde, sauerei, hinausgetreten, die andere, ein lindnerer vorgang, tritt, gleichermaßen mitleiderregend bedrängt, selbst ab und macht der miss platz. wir werden sie nicht vermissen und sind zeugen bedeutender parlamentarischer paradigmenwechsel.
es besteht hoffnung. ja, für italien. und sind aber mächtig stolzgeschwollen, herrn berluskonis frauenpolitik, wenn auch nur symbolisch und multi anni post, in unserem parlament rechts zu überholen.
es zählen, immer, nur die inneren werte.



gebuhle, westöstlich Sonntag, 1. 12. 2013, 0:00

cliffhanger nämlich, diese widerhaken am ende einer folge oder eines um ein sequel buhlenden films. der held hängt, mit einer hand, an einer klippe – quälend langsamer abblendeschrumpfkreis. widerhaken, die einen – es zieht beim fiebernden betrachten selber in den armen – zwingen, sich eben diese fortsetzung dringlich herbeizusehnen und quotierbar anzuschauen. oder, orientieren wir uns, scheherazade doch lieber nicht zu enthaupten, sich mit ihr aufs lager zu legen und sich von ihr morgen erzählen zu lassen, wie die geschichte weitergeht, immer weiter, tausend und eine nacht lang.

in eigener sache: wir eröffnen das zehnte jahr des mütterlogs: seit 1.12.2004 erscheint es täglich (in worten: täglich). ein zehntes also (you may call me cliff) häng ich noch dran, behalte mir jedoch konkrete schritte (s.o.) vor, sollte die quote nicht mehr passen). spätestens am 1.12.2014 ist aber endgültigschluss.
wird gut sein.



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