alleine Montag, 31. 12. 2012, 0:00

nachdem wir seit 6. dezember (hierlogs referiert am 8. dezember) worte und unworte und weitere undsoweiterworte des jahres kennen, kann ich heute die zahl des jahres nachreichen. nein, es ist nicht 2012, das wäre zu billig. für mich ist es 222, zweihundertzweiundzwanzig. so lange nämlich gibt es – zumindest: joseph II. ist 1790 gestorben (im februar) – die pflicht, seinen (oder ihren) hund anzuleinen; nicht überall, aber prinzipell und aber sicherlich in naturschutzgebieten wie etwa in der steyrer au.
(hat sich noch nicht ganz herumgesprochen.)



schlagzeile Sonntag, 30. 12. 2012, 0:00

ein schlag ändert die boxwelt
orfon

also wirklich, na bumm, sowas nenne ich schlagzeile schlechthin. zur kreativen weiterverwendung schenke ich den sportlichen orfon-praktikanten folgende adäquatisierte headlines:
ein tor ändert die fußballwelt
(leicht weiteradaptierbar fürs schifahren, sowie manches – nicht jedes – ballspiel: hand/wasser)
ein sprung ändert die schisprungwelt
(auch: leichtathletik, pferdesport, bungeejumping; frei finanzierte stratosphärenevents)
es reicht. i am falling home.
dummsprech.



vorgriffärger Samstag, 29. 12. 2012, 0:00

die hürden für olympia in wien
orfon

sollten die nicht erst einmal schauen, wie das mit den stadien (nicht nur zum schwimmen) ausschaut (bekanntermaßen nicht so rosig, um es freundlich-offen auszudrücken), als nächstes müssen sie die richtigen laufbeläge aussuchen, etliche andere strukturelle probleme sind zu lösen, die zeitmessung, das pressezentrum, das olympische dorf, was weiß ich noch was. aber zum anfang die frage nach den hürden, das zäumt das pferd doch reichlich von hinten auf, kann nicht anders als ein arger vorgriff bezeichnet werden.
man sollte das volk befragen, wer die hürden liefern soll.



anhaltend Freitag, 28. 12. 2012, 0:00

zeitstillstand in der musik (ohja, das gibts!): wenn die klarinetten in bergs violinkonzert es ist genug anstimmen. ab da. und möglicherweise seither.
große stille im himmel.



black in the box Donnerstag, 27. 12. 2012, 0:00

mann erbte tresor: beim öffnen explodiert
orfon

möglicherweise (vermutlich) hat der bedauernswerte (der sprichwörtliche explodierte mann) nicht gewusst, dass ihm sein sicherlich in liebe (über den bzw. beinah beider tod hinaus) verbunden gewesener bruder schwarzpulver hinterlassen hat. wobei, mit seiner im tresoraufschweißungsprozess stattgehabten augenblicklichen annihilation hat das erbe die ihm gemäße form und vollendung gefunden.
alles ist immer im wandel, und manchmal kann eine entzündung etliches beschleunigen. (an sich hielte sich schwarzpulver, luftdicht verpackt, über jahrhunderte völlig unverändert – selbst im notorisch in auflösung befindlichen kärnten.)
wir geloben baldige besserung.



ununbestochen Mittwoch, 26. 12. 2012, 0:00

korruption: schlechte noten für österreich
orfon

im schulfach (wir sind uns stets gewärtig, dass sich österreich in seiner – nicht nur medialen – selbstwahrnehmung als dauerschüler betrachtet; darum ist ja auch die lehrergewerkschaft mit ihrem betonbestemm so fortschrittsverhinderungsbestimmmächtig – etwas vereiteln geht allemal einfacher als etwas errichten) – im schulfach bestechlichkeit also bekomme österreich demgemäß maximal einen schlechten vierer oder ein vierbisfünf? na wenn das keine guten nachrichten sind! lasst uns weiter arbeiten, dann dürfen wir das jahr wiederholen. aber nicht übers toleranzsemester hinaus. und wenn, so ein kleines kuverterl hat noch manches gerichtet, goins, herr professor, herr primar, herr inschpekta.
– gibts kan.



ausgeschissen Dienstag, 25. 12. 2012, 0:00

der mensch lebt nicht von dem, was er isst,
sondern von dem, was er verdaut
alexandre dumas, le grand dictionnaire de cuisine

leerraum produktionsbedingt
produktaufschrift (instantgericht, waschpulver, …)

nämlich die von der nahrungsmittelindustrie so penetrant beworbenen ballaststoffe, sie würden völlig überbewertet, informierte ihn der in persönlicher körperarbeit (arbeit am körper: muskelaufbau durch gezielte hantelhebeübungen) versierte freund. es gehe um das erreichen (das an-sie-gelangen, organisatorisch gleichwie produktionstechnisch) einer puren nahrung. demgemäß stelle das furzen einen grenzfall dar und könne für die dauer einer übergangsfrist noch toleriert werden. bald werde aber auch diese geißel der menschheit der vergangenheit angehören.
ob diese überlegungen denn schon als völlig ausgegoren zu betrachten seien? – darauf, so der informierte freund, könne er einen lassen. (es ging gerade nicht, aber die nacht würde noch dauern; man hatte vergärgünstiges zu sich genommen.)



von leben Montag, 24. 12. 2012, 0:00

ältester mensch der welt mit 116 jahren gestorben
agenturmeldung, 5.12.2012

jüngster mensch der welt geboren
agenturmeldung (täglich mehrfach unterdrückt)

in der zwischenzeit kennt england nur ein thema.



keinerlei Sonntag, 23. 12. 2012, 0:00

das kommt heuer unter den christbaum
orfon, lifestyle

nein! bitte! ich wills gar nicht wissen! und schon gar nicht vorher, da wär ja der ganze zauber weg: wolln wir das?– eben.
(zu empfehlen: zur sicherheit keine weihnachtlichen dekorationen. in worten: keine. in silben: kei-ner-lei.)



hl. ungleichung Samstag, 22. 12. 2012, 0:00

„stille nacht” soll mehr touristen bringen
orfon

der leser liest und fragt sich, ob er etwas nicht mitbekommen habe und demgemäß nicht korrekt verstehe: einer gängigen und durch etliche evidenzen belegte gleichung lautet: mehr menschen (touristen sind m.) = mehr lärm (zzgl. abfall, abwasser etc.). wie stellen die sicherlich findigen, kenntnisreichen (mit allen wassern gewaschenen) tourismusexperten salzburgs (des flachgaus, steht zu vermuten) sich das vor, mehr von diesen bruttosozial so benötigten touristen in eine stille nacht zu bringen? dann ist es doch vorbei mit der ruhe, da geht doch jede noch so heimelig vielbesungne stille (tagsüber, vor allem störend aber: nachts) jeden bach hinab.
für die erhofften mehrtouristen gelte bereits vorab: pssst! (weils kindlein schlafen will.)



okkasion! Freitag, 21. 12. 2012, 0:00

so niedrige zinsen wie nie für sparbuch
orfon

da heißts wohl: rasch zugreifen! so billig kommen wir nicht mehr (nie mehr!) davon!

nachfrage zum tage: sind die beliebte biene sumsi (raiffeisen) und die biene maja eigentlich verwandt (verschwistert, verschwägert, etc.)? falls ja, so wittere ich hier eine monströse verschwörung, die die welt noch nicht gesehen hat noch – vermutlich – je wird!

http://proxy.storify.com/?url=http%3A%2F%2Ffarm9.static.flickr.com%2F8224%2F8293007411_719489aa37_z.jpg&resize=1&w=500

(aber, ich bitt’ sie, wer gibt denn, heutzutage, irgendwas auf verschwörungstheorien o. ä.?)



ins schwarze Donnerstag, 20. 12. 2012, 0:00

die elektronen kreisen auf epileptischen bahnen
stundenwiederholung, schulunterricht (hinterbracht)

soweit kommts nämlich noch, bei dieser mode des immer noch fächerübergreifenderen einsparunterrichts. und doch, am ende richtet sich möglicherweise die materie gar noch nach diesen instanterkenntnissen aus.
(vermutlich tut sie es längst.)



aufgelegt, aufgeflogen Mittwoch, 19. 12. 2012, 0:00

autoknackerbande in salzburg ausgeforscht
orfon

panzerknacker

und, in, sagen wir: siezenheim, konkret in der dortigen schwarzenbergkaserne, habt ihr da eure kettenfahrzeige eh gut im griff? weil vielzulang warten wir schon darauf, dass endlich die meldung, die panzerknacker seien endlich – und endgültig – dingfest gemacht, aus unseren – nunmehr nur noch virtuellen – fernschreibern heraustickert.
weiter, an die arbeit!



sachlich nicht sächlich Dienstag, 18. 12. 2012, 0:00

die anrede ,herr oder frau doktor’ ist heute nicht mehr so verbindlich
orfon (österreicher schätzen gutes benehmen)

wir haben es schon lange geahnt, wenn nicht gewusst: österreich ist – gerade in genderangelegenheiten – vorreiter eines weltumspannenden bewusstwerdungs- und äh versachlichungsprozesses. selbständiges und wertfrei-offenes denken ist nur lediglich ein anderes wort für: österreichisch.
jawohl, ich bin stolz, herr (oder frau) österreicher zu sein. (bald auch doktor, völlig unverbindlich, zumal.)



no limit, gegengeschäftslos Montag, 17. 12. 2012, 0:00

die wichteln wie den mainzelmännchen so kleidsame schlafmütze (das graublaue fleece), in der (durchaus erwünschten) schlafzimmerkälte wirkte sie, als wäre sie eine vom sandmann zur erreichung von lang- und tiefschlafrekorden beigestellte tarnkappe; der aus der decke ragende fuß fungierte, wie stets, als zuverlässig kühlungsausgleichende frischluftantenne.



leptosomenlohn Sonntag, 16. 12. 2012, 0:00

lorbeerkränze als sporttrophäen, wo gibts denn die noch? in die kindheit zurück erinnernd fällt auf, dass es sich vor allem um fliegengewichtige handelt bzw. gehandelt haben muss: speedway, traben, … alles insekten, flink zugleich ernst-ruhig und chitinbewehrt. adi übleis in seinem weißen rollkragenpullover etwa. und in der letzten bildeinstellung dann, routinierte freude, der kranz. vielleicht verweis auf die reifen, die ihren (den kranzbelohnten) sportarten schnellstmögliche fortbewegung gewährten.
von einer weiterführenden recherche wird abgesehen. jedoch die schwergewichte (griech.-röm. ringer, steinheber, catcher,…), was geben wir denen? – alles aus pappmaché, dies sowieso. und doch, spinatseidank, popeye schlägt brutus, jedesmal, im letzten augenblick.



strategische empfehlung Samstag, 15. 12. 2012, 0:00

kröll & co fahren
auf und davon

orfon

also fährt herr kröll auf und herr co davon. ob sich das bei der schisportdisziplin abfahrt, downhill, als zielführende strategie erweisen wird können, muss bezweifelt werden. mein rat: fahren sie doch bitte, regelkonform, zwischen den jeweils gleichfarbigen toren (blau-blau bzw. rot-rot) auf schnellstmögliche weise herunter zu uns in den zielraum, wo wir sie, schulterklopfbereit, mit warmen decken und glühmost bereits erwarten.
sieger ist, wer die strecke in der kürzesten zeit hinabgesaust ist, jeder hat nur ein leben. die andern mögen nachkommen.
(dummsprech.)



humblert humblert Freitag, 14. 12. 2012, 0:00

my expertise is not the knowledge. but the contacts.
ernst strasser

schon merkwürdig, wie man auch ohne jegliche komplizenschaft zum fremdschämen förmlich gestoßen wird. du kommst dir vor wie ein katzerl, dem man das kistlbrunzen beibringt, indem man ihm mit seiner schnauze ins frischfeuchtgemachte fährt, wieder und wieder. immerhin bemerkenswert, wie da einer selbst in desaströsem englisch imstande ist, sich derartig desaströs zu offenbaren.
was immer, es kann gar nicht sein ernst sein.



flugvergütungsunzufriedenheit Donnerstag, 13. 12. 2012, 0:00

schlierenzauer-kritik an punktemodus
orfon

kritik an sich – wir geben es nicht auf, darauf zu hoffen, dass das im außerwintersportlich nicht vor selbstbewusstsein berstenden österreich auch irgendwann einmal durchsickert, respektive, zum märz hin, herausapert – kritik an sich ist ja noch nichts verwerfliches, gar destruktives. wenn aber etwas als nicht ganz so ideal gebrandmarkt wird, ist es immer gut (macht einen schlanken fuß), einen positiven vorschlag zur güte parat zu haben. nämlich dagegenwettern kann ein jeder (es gibt, zunehmend, etliche politische parteien dafür, gerade in unserer schönen heimat). also, lieber herr schlierenzauer, was schlagen nun sie vor anstatt der punkte? wie hätten sies denn gern? schneebälle? kaurimuscheln? milka-leos? oder, ich habs: freundschaftsbänder? (aber vorsicht: ab hier wirds politisch!)
wir erwarten nichtsdestotrotz freudig-gespannt ihre vorschläge.



patrriots! Mittwoch, 12. 12. 2012, 0:00

svindal verhindert ösv–doppelsieg
zettel wieder nur von maze besiegt
morgenstern zum auftakt zweiter
sportschlagzeilen, orfon

no parrots were involved in an accident on the m-1 today when a lorry carrying high-octane fuel was in collision with a bollard.
monty python, the news for parrots

die ausgleichende und völlig untendenziöse sportberichterstattung österreichs ist auch in anderen ländern (vermutlich in allen, außer in nordkorea – die sind zu sehr auf sich selbst bezogen) beliebt. ihre grundregel differenziert sich aus zu drei varianten: entweder es werden (1) nur die übeltäter genannt, die es gewagt haben, schneller zu fahren (denen aber gnade gott!), (2) beide kontrahentinnen werden erwähnt (um gleichwertigkeit zu suggerieren – bei verpflichtender erstnennung der österreichischen sportlerin) oder, und damit kommen wir zur einzig wahrhaft patriotischen berichterstattungsweise, (3) der mit sicherheit völlig unbedeutende, durch unfaire kniffe sich nach vorne geschummelt habende sieger wird durch verschweigen des namens erst gar nicht in den vorhof unseres gedächtnisses eingelassen. genau so und nicht anders hat man mit majestätsbeleidigungen umzugehen!
für die, die es noch nicht wissen: die sonne dreht sich um die erde. und die nabe der erde verläuft durchs österreich. am reibungslosesten, wenn sie mit wintersportschnee (im swarovski-look: das nennt man dann nabenpiercing) geschmiert wurde.



tertium comparationis Dienstag, 11. 12. 2012, 0:00

zur erinnerung bringen sie im radio einmal noch die stimme des dereinst beliebtesten bösewichts zumindest der welt, synchronisiert, versteht sich. entgegen gewissen antiken traditionen muss der, der ihm, einsprechend, die stimme geliehen hat, keine daraus resultierende sorge um leib und leben haben. in diesen zeiten der afterbildung (man verzeihe die antiquierte ausdrucksweise, sie erscheint hier angebracht) durch u. a. abrufen von jokerwissen ist schnell herausgefunden: sein name, er sei hier explizit genannt, ist – und bleibt – wolfgang pampel. was wir nun, ungefragt mitgeliefert, auch wissen, ist – und wir haben es irgendwie längst geahnt –, dass neben herrn j. r. ewing auch herr indiana jones durch die stimme dieses herrn in unser kollektiv synchronisiertes bewusstsein gedrungen ist. wie es herrn harrison ford nun ergehen mag, taucht als zusatzfrage im hintergrund erst auf. wir wollen ihr nähertreten, indem wir für die dauer des zerkauens eines zahnstochers darüber meditieren.



gehörlos? Montag, 10. 12. 2012, 0:00

das gehirn selbst ist ja taub
tim vogels, laboratoire de calcul neuromimétique, école polytechnique fédérale, lausanne

aber – oder versteh ich das falsch? – das ohr allein, das hört ja auch nichts, zu schon gar nicht. hören (hören) ist eine frage des systems. so könnte man sagen.



platz jenseits Sonntag, 9. 12. 2012, 0:00

am friedhof, die grünbraunen freiräume der aufgelassenen gräber, als wäre jemand herausgestorben. derweil wächst jenseits der mauer das alten- und pflegeheim in die höhe, bald schon können die alten und die pfleger hier einziehen. es wird reichlich platz sein.



hormonhoch (schneidig/schneisig*) Samstag, 8. 12. 2012, 0:00

herbei! herbei! herein, herein!
ihr schlotternden lemuren,
aus bändern, sehnen und gebein
geflickte halbnaturen!
johann wolfgang goethe, faust. der tragödie zweiter teil

berlusconi zu erneuter kandidatur bereit
orfon

wir treten dir sogleich zur hand.
und wie wir halb vernommen,
es gilt wohl gar ein weites land,
das sollen wir bekommen.
johann wolfgang goethe, faust. der tragödie zweiter teil

berlusconi zu erneuter kandidatur bereit
orfon

wie jung ich war und lebt und liebt,
mich deucht, das war wohl süße!
wos fröhlich klang und lustig ging,
da rührten sich meine füße.
johann wolfgang goethe, faust. der tragödie zweiter teil

berlusconi zu erneuter kandidatur bereit
orfon

da war sie also, völlig überraschend, die lange erwartete sensationsmeldung, mit der keiner mehr gerechnet hatte, keiner mehr rechnen durfte, also wirklich, täte er sich das noch einmal an (wenn man ihn schön bäte)!
genauer besehen aber kamen gleichartige meldungen in regelmäßigen abständen daher, alternierend, vermutlich gemäß dem persönlichen hormonbarometer herrn berloskonis, wann halt die zugeführten ampullen ihre wirkungsspitze hatten. eines war klar: die welt musste jedenfalls gerettet werden. und einzig so konnte es auch gelingen, jawohl, durch zombies.
wie wärs, wenn man eine ihnen selbst groß erscheinende, in wirklichkeit aber klitzekleine privatrepublik errichtet (es kann auch ein doppelkaisertum sein, nennen wir es cavalieristan), in einem fernsehstudio, mit viel bunga bunga, lametta und so. als hofnarren und zugleich chairmän des ältestenrats schenken wir ihm als – äh – morgengabe den vertrottelten strohsack.
so zahlt sich fairness – und anständigkeit – für alle aus.

nachtrag (1)
ebenfalls und damit ergänzend (vertiefend) am nikolaustag 2012 gemeldet: zum österreichischen wort des jahres gekürt wurde die so beliebte wie solidarisch funktionelle rettungsgasse. wie hieße die auf italienisch? vermutlich, es geht hier um nichts weniger als das seelenheil, spazieggiatura di salvazione. (ist ein schmales gässchen.) oder, selbstwahrnehmungskonform: *sentiero silvio.

nachtrag (2)
berlusconi kündigt neue spitzenkandidatur an
orfon, letzte meldung (6.12.2012)



fair trade? Freitag, 7. 12. 2012, 0:00

(…) seither fehlt von der schokolade jede spur. jetzt ermitteln beamte in bludenz und kundl (…)
orfon

kann spuren von nüssen enthalten
genusswarnung

schokoladespuren auffinden, das kann doch nicht so schwer sein! erst recht in bludenz (milka, suchard). liebe beamte, gebt euch einen ruck! ihr schafft das! eine belohnung sei auch in aussicht gestellt. und ihr dann sediert.

merke: von einer bildrecherche („schoko verschmierter mund” o.ä.) im internet sei hiermit ausdrücklich abgeraten. (oft sucht man etwas und findet ganz was anderes.)



strahlendst Donnerstag, 6. 12. 2012, 0:00

blue bird festival
die dunkle seite der nacht
orfon

mag es auch so sein, dass sich ein vom thema enthusiasmierter undalso über wenig journalistisch-professionelle distanz verfügender redakteur vergaloppiert hat (der text wimmelt nachgerade von blüten, ausnahmsweise hier der ziellink), wir haben es hier zweifellos mit nichts weniger als mit der überschrift des jahres zu tun. jedoch: da gehört noch nachgelegt, und für ende mai, anfang juni sei hiermit ein komplementäres festival angeregt, das sich der hellen seite des tages widmen möge.
merke: auf der sonne gibt es keinen schatten, weder tags noch nachts.
einstweilen lasset uns jedoch die schwärze zum leuchten bringen.



schlupflöcher dicht! Mittwoch, 5. 12. 2012, 0:00

moskitos: bei nebel startverbot
orfon

denken wir ein bisschen vor. wie wäre es, wenn sich – jetzt, unverzüglich! – unsere politiker (sozialpartner et. al.) zusammensetzen und ein – ähm – wasserdichtes startverbot auch für sämtliche anderen wettereventualitäten ausarbeiten, sodass es vom parlament in einem beschleunigten verfahren rechtzeitig vor der schneeschmelze ganzjährig in kraft gesetzt werden kann? bitte, liebe volksvertreter, ziehen sie experten bei, sodass auch wirklich alle denkbaren schlupflöcher ausgeschaltet werden können.



tristan, 3. aufzug, zug Dienstag, 4. 12. 2012, 0:00

sonntagmittag. tristan stirbt und die sonne kommt durch den nebel. hör! ein zweites schiff! nebel wieder. zum liebestod in den stadthaager tunnel. am ende, licht und sonne, unbewusst, höchste lust.
chris lohner, diese öbb-brangäne, am bahnsteig von st. valentin (sie hat dort gewartet), sie killt sie alle.
anthrazitene spätherbstsuppe bis steyr. ein nebelleben.



waidmann, waidwund Montag, 3. 12. 2012, 0:00

jäger durchschießt eigene hand
orfon (live aus kleinschweinbarth)

vermutlich hat er sie für ein fohlen gehalten. wo doch unlängst erst ein jagdkamerad ein fohlen für ein wildschwein gehalten hat. jetzt wirds dann spannend: was erlegt der nächste jäger, der dann wohl vorgeben wird müssen, das tatsächlich erlegte zielobjekt für seine eigene hand gehalten zu haben? – bleiben sie dran! (alser ganzer, nicht nur die hand oder sonst ein abstehendes oder -hängendes körperteil.)
nachfrage: wie heißt eigentlich eine weibliche jagdsperson? waidweib?



zerwassert Sonntag, 2. 12. 2012, 0:00

der vortragende, ohne krawatte, ohne diese krawatte, man hätte ihm anders zugehört, ernsthafter, unbanaler.
merke: hundertwasser, das geht bitte nicht mehr. (ist nie gegangen.)
man erinnere sich an die geschichte vom türkischen astronomen im kleinen prinz und gehe in sich.
(nützt nichts, in diesem fall; hundertwasser geht wirklich nicht)



inbusbuße, hej! Samstag, 1. 12. 2012, 0:00

ikea beschäftigte zwangsarbeiter in ddr
orfon

ach? nur in der ddr? (das heißt doch jetzt und längst schon die neuen bundesländer.) und warum præteritum? – das ist doch, bitte, ein treppenwitz (zum selberbasteln)! wenn es ein – weltweit – mit zwangsarbeit operierendes unternehmen gibt, dann ikea! spätestens beim nächsten übersiedeln (zügeln/umziehen) werden wir daran erinnert: ikea basiert auf zwangsarbeit! (von wegen freiwillig!)

in eigener sache
wir haben wieder den 1. dezember. fürs mütterlog kehrt er zum neunten mal wieder, was soviel heißt, dass es seit 1. dezember 2004 täglich (eig. nächtlich: um mitternacht) erscheint. 8. geburtstag!
schampanja!



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