spur ziehend Freitag, 31. 12. 2010, 0:00

die österreichischen bundesbahnen lassen neuerdings auf ihren reisefaltblättern feuchte toilettetücher deinem po zuliebe aufbringen.
was uns das über den zustand des unternehmens (management, personal, strecken- und wagenzustand, speise- und getränkeangebot etc.) sagen soll? (alles auf schiene – oder schon geschlossenes toiletteabwassersystem?)

guten rutsch!, sag ich da nur.



onomastisch infesziert Donnerstag, 30. 12. 2010, 0:00

viren heißt also die beliebte klobrille eines internationale mà¸belhauses aus skandinavien, und es kann wohl nur einen grund geben, warum es so heißt: der name pilzen (oder pilssen oder so ähnlich) war schon vergeben. bleibt die frage: für was? (für unsere bundesdeutschen leser: wofür?)



durchschlagend erfolgreich Mittwoch, 29. 12. 2010, 0:00

benefiz-schauboxen
sensations-wm-rückkampf über 8 runden
zugunsten der christoffel-blindenmission

veranstaltungsflugzettel (din a3)

hau rein!
aufmunternder spruch, (dt. gegenwartssprache)

begeistert vom sinnfälligen zusammenfallen der (boxenden) tätigkeit, einer ihrer gewöhnlichen hauptwirkungen (augen, blau wie pflaumen)und dem wohltätigen zweck, aber auch eingenommen von der drohenden drahtigkeit der beiden etwas, wie es schien, angejahrten contrebattanten (sie bemühten sich für die bilder, besonders grimmig dreinzuschauen), beschloss er spontan, die moralisch ohne jeden zweifel einwandfreie veranstaltung (gewalt in gegenseitigem einverständnis, um faulen tricks vorzubeugen gab es zeugen) zu besuchen. doch leider, der kampf hatte bereits stattgefunden, vor über sieben jahren, und gar nicht in der nähe des plakataushangorts (wien hernals), sondern in kirchheim unter teck, etwas unterhalb von stuttgart, und das wäre ihm selbst damals zu weit hergeholt gewesen.
war die wm-revanche geglückt? wurde über die volle distanz gekämpft oder hatte sich der achter wie eine unendlichkeitsschleife im ring hingelegt? all das müsste sich recht leicht recherchieren lassen, ebenso wie die hereingeboxte wohltätige summe inklusive lückenlosem rechenschaftsbericht.
wenn solche veranstaltungen erfolgreich waren, sollte man nicht auch verschiedenen mildtätigen gesundheitsorganisationen den rat geben, sich von boxern in ihrem jeweiligen arbeitsbereich tatkräftighelfen zu lassen? vereine zur zahn-, milz- und nierengesundheit, aber auch die urologische liga oder die anonymen inkontinenzler böten sich an.



ausschlaggebend Dienstag, 28. 12. 2010, 0:00

ein schwerpunkt des diesjährigen festivals liegt in der gewalt gegen kinder.
festivalsankündigungsmitteilungsschwerpunkt

… und hats uns geschadet uns hats ja auch nicht geschadet und wir haben immer gewusst warum und wir haben es sich uns gemerkt haben wir uns es sich auch na eben und der teppichpracka hängt praktischerweise neben der eingangstür vorn (4) und hint (2) gestutzt bleibt: angst.



tauschrausch Montag, 27. 12. 2010, 0:00

tausche herz gegen hose
tauschbörseneintrag, supermarktkassenumgebung
(fiktional)

so praktisch heuer, der tauschtag gleich ein montag. tauscherherz, was willst du mehr?
nachfrage: kann man gutscheine eigentlich auch um- (nicht: ein-)tauschen? gegen was? (für unsere bundesdeutschen leserinnen und leser: wogegen?)



reittag Sonntag, 26. 12. 2010, 0:00

ta
ta tata ta ta
ta tata ta ta
ta tata ta ta
ta tata taa

reitmotiv, rhythmische umschrift (popularisiert)

und, unter österreichischen technikern nämlich, betà³nen tut man labor wie walküre. der stefanibock ist eine beliebte starkbierspezialität in österreich, wie so vieles ersonnen von beruflich frommen, die sich stets darauf verstanden haben, mittels findiger gebetswinkelzüge entlang der buchstaben ihrer fastengebote ihrem herrgott immer noch größere fleischfetzen zu entreißen, otter und biber etwa deklarierten sie, da wassertiere, als fischig-fleischlos, und bockbiere, auf denen sich trefflich durch die inneralpine winterlandschaft reiten lässt, sind kaum nahrhaftig und natürlich seit ehundje hochgradig alkoholfrei, goins, herr inspekter!



decisde, weich eingebettet Samstag, 25. 12. 2010, 0:00

übung in zwischentönen: sing bei einem streichquartett deiner wahl (k 421, op 131, d 810) die bratschenstimme mit.
inwendig. auswendig.
zeitstillend.



der leiermann Freitag, 24. 12. 2010, 0:00

barfuss auf dem eise wankt er hin und her
wilhelm müller

hinweise und fußspuren hätten die kriminalisten auf die richtige fährte gebracht.
orfon

dann habe man ihn vermutlich gefragt, ob er mit einem gehen wolle, womit allerdings noch überhaupt nichts geklärt oder gar erledigt gewesen sein dürfte, und wer könnte denn auch je behaupten, dass nach vierundzwanzig leierliedern (oder je!) alles zu ende sein könne?
ein weiterer anfang wäre gesetzt, die sonne zudem auch bereits gewendet.
spiralnebelleben.



die nebensonnen Donnerstag, 23. 12. 2010, 0:00

im dunkeln wird mir wohler sein
wilhelm müller

liebe gäste, wir bitten sie freundlichst, nach verlassen der toilette das licht zu löschen! besten dank!, stand oberhalb des bewegungsmelders links von der türe der toilette der auch ansonsten recht bemühten gaststätte im pfälzischen weinland, und das bereits anfang september.



mut! Mittwoch, 22. 12. 2010, 0:00

gegen wind und wetter
wilhelm müller

regenmäher, das wärs doch. eigens ausgebildete wassergeher strömen von ihrer zentrale in der krypta von il redentore zuerst zu ihren sprengelkirchen und von dort hinaus in ihre einsatzrayons. sie schieben so ein an einen rasenmäher erinnerndes beinahe handliches gerät (modell la serenissima) vor sich her, mit dem sie die oberen schichten des zu hohen wassers völlig problemlos abfräsen können. das geschieht – aus gründen der eleganz – völlig lautlos, und angetrieben werden sie von einem weihwassermotor, weil mit strom, das hatten wir schon beim badewannenfön. ist normalpegelstand erreicht in der lagune, schalten sie sich automatisch ab, und bis zum nächsten acqua alta heißts aber: beten.



das wirtshaus Dienstag, 21. 12. 2010, 0:00

allhier will ich einkehren
wilhelm müller

der bariton mit der dicksten träne in der stimme – hermann prey
moderation (chris tina tengel), radio österreich 1

… oder obs doch eher zur speziellen resonanz ausgebildete rachenmandeln adenoider konstitution waren? jedenfalls ist es, noch heute, eine regelrechte gaumenfreude, prey zuzuhören, prostmahlzeit!



der wegweiser Montag, 20. 12. 2010, 0:00

die noch keiner ging zurück
wilhelm müller

er dürfte ein dem perpetuum mobile nahekommender sein, dieser slugbot, ein synthetisch biologisches wesen, der morgens in den garten ausgeschickt wird, um die nacktschnecken einzusammeln, diese am abend in einen tank schüttet, in dem bakterien die unbeliebten schleimtiere in strom umwandeln, genug, um dem roboter an seiner ladestation ausreichend energie für den nächsten tag zu geben, an dem er sich abermals – im schneckentempo, versteht sich – im garten ergehen wird und so weiter.



täuschung Sonntag, 19. 12. 2010, 0:00

ich folg‘ ihm nach die kreuz und quer
wilhelm müller

facebook-
übung: erlaube nur den dir völlig unbekannten freunden, auf deiner pinnwand mit ihren ebenso unentbehrlichen zustandsinformationen zu erscheinen, wie die jener verfreundeten, die dir persönlich zumindest nicht ganz unbekannt sind. vor diesen aber ruh‘ aus.

(gefällt mir)



der stürmische morgen Samstag, 18. 12. 2010, 0:00

und rote feuerflammen
wilhelm müller

ikonographische erkenntnis: georg (der heilige) hat, entgegen anderslautenden (südösterreichischen?) überzeugungen, nicht einen (bzw. den) lindwurm, auch hat er keinen fafner gemeuchelt, sondern er hat einen waran derschlagen. in venedig wissen sie das, und venedig, das sind ja nicht irgendwelche anfänger. ein indiz: neuerdings wird nachts bei nebel vor dem unvorsichtigen herumstreifen in den engeren gassen von san zaccharia gewarant. georg, wo bist du?



im dorfe Freitag, 17. 12. 2010, 0:00

ich bin zu ende mit meinen träumen
wilhelm müller

gesucht und wohl höchst gefragt wären mit- und kontrollträumer zur veri- bzw. falsifikation von wichtigen eingebungen im schlafe. die wissenschaft bedürfte ihrer aufs dringlichste.



letzte hoffnung Donnerstag, 16. 12. 2010, 0:00

zittr‘ ich, was ich zittern kann
wilhelm müller

wann wird eigentlich ein vibrato zum tremolo? und zurück wieder? und, vor allem: dazwischen?



die krähe Mittwoch, 15. 12. 2010, 0:00

aus der stadt gezogen
wilhelm müller

rabenvögel, romviecher, sind kulturfolger, undzwar nicht erst seit ihrer verwendung in der winterreise, bei poe oder wilhelm busch. warum diese eine aber, nachdem sie ihm mit ihren mitkrähen bäll‘ und schloßen auf seinen hut von jedem haus geworfen hat, aufs land folgt? zurück zur natur? kulturflucht?
empathie im tierreich ist nicht allzuweit verbreitet: von den caniden am ehesten beim wolf, unter wasser fühlen delphine mit und, luftig, eben die krähen. zumindest in dem sinn, als das tier zu verstehen gibt, wenn es sich ungerecht behandelt fühlt. ansonsten gilt, nicht nur für schlürfmuscheln: des is do da austa so wuaschd!



der greise kopf Dienstag, 14. 12. 2010, 0:00

dass mir’s vor meiner jugend graut
wilhelm müller

44-46 stand auf den stutzen, also mussten sie ihm gerade jetzt passen.
es stimmte.
nun, weiter, wachsen.



die post Montag, 13. 12. 2010, 0:00

willst wohl einmal hinüberseh’n
wilhelm müller

ihr spitzenbesetztes dekolletà© hatte was vom gesprenge eines neogotischen hochaltars, kopfunter freilich, und: bebender.



einsamkeit Sonntag, 12. 12. 2010, 0:00

als noch die stürme tobten
wilhelm müller

regen macht panamakanal unpassierbar
agenturmeldung

regen macht panamahut untragbar
praktisches epistem

conclusio: weder mit noch ohne panamahut heißts beim durchqueren der zwischendurch einmal nicht so recht schiffbaren landenge zwischen dem atlantischen und pazifischen ozean gut auf der hut sein.
gilt aber sonst, schlechte sicht hinoderher, auch. obacht halt, dass dir der wind den hut nicht mitnimmt. sonst stehst du einigermaßen allein da.



frühlingstraum Samstag, 11. 12. 2010, 0:00

der blumen im winter sah
wilhelm müller

winterharte erika
produktwerbeaushang

wobei es auch ihm bei diesem wetter alles zu gefrieren drohte, gfrread hieß das in der mütterlichseitigen herkunftsregion im südlichen niederösterreich, mit diesem merkwürdig halberrig und halbellig gerolltem err, und auch den gaugau kannte er von dort, mit haut, die längst schon gfrread sein würde.
no milk today.
stucky, halt durch!



rast Freitag, 10. 12. 2010, 0:00

fühlst in der still erst deinen wurm
wilhelm müller

was das denn für ein wurm sein könnte in der still. könnte das sein, wenn dem horsti wippel die unabsichtlich entführte frau elfriede ott beim erwachen aus der ohnmacht und unmittelbar vor dem wiedereintreten selbiger, weil sich der ehemals zivildienstliche rettungssanitäter durch abhören etwaig vorhandenen atems vom aufrechtsein vitaler grundfunktionen überzeugen will, ganz nah mit dem ohr also zum mund der alten dame beugt, diese erwacht unvermittelt und schreit in verständlicher panik ins bedauernswerte ohr des so viel nicht hören wollenden, horsti fährt abruptest hoch, nicht sehr weit, denn gleich tuscht er gegen die unterseite des fürs abstellen von chips und bier idealtypisch niedrigen wohnzimmergarniturtischs, er bumpert frau ott mit vollem karacho ins gesicht, sie ist wieder k.o. und vielleicht ganz tot, aber nein, der film will gut enden. horsti aber hört nix mehr, und frau elfriede ott ward derart zu seiner tinnitussie, wenngleich so ein epitheton eher einer über die gefahren des erregungslautgebens ganz nah beim ohr nicht ausreichend instruierten gespielin zugeschrieben werden könnte: die begleitumstände mögen erfreulichere sein, der hörschmerz und seine folgen jedoch recht ähnlich. pflegen sie beim lieben also bitte obacht aufs ohr zu geben und gehen sie nicht zu leichtsinnig mit den gefahren der schwerhörigkeit um.
dann: rast.



irrlicht Donnerstag, 9. 12. 2010, 0:00

’s führt ja jeder weg zum ziel
wilhelm müller

nämlich wenn einer am berg oben ist, ganz oben auf der spitze (beim gipfelkreuz; bis heute wurden keine gipfelhalbmonde montiert), und es kommt einer über eine andere route oben an, welche präpotente arroganz wäre es dann zu behaupten, nur der eigene weg sei der einzig zielführende gewesen, das sei ja hiermit bewiesen.
soviel zu den beliebten alleinerlösungsansprüchen gewisser vollhosenstinker (deren es etliche gibt, verstreut über die welt, wo sie halt meinen, die definitionsmacht ausüben zu können: es sind, meist, rückzugsgefechte). es sollen übrigens auch schon ein paar ungläubige hinauf geschafft haben, selbst auf den heiligenstein, und der riesling in zöbing kann sich mit manchem messen.



rückblick Mittwoch, 8. 12. 2010, 0:00

du stadt der unbeständigkeit
wilhelm müller

das ganze land und die ganzen niedlichen altstädte sind mit ihnen überzogen: warum gerade in österreich eine derartige dichte von souvenirläden herrscht? erinnerungsgeschäfte, die an erinnerungsgeschäfte erinnern, damit aber sowas von nicht auf nichts (wo denn auch: unter dem teppich? im keller?) vergessen werden hat können, weil wir erinnern immer noch, wem wir wollen!
war schon eine schöne zeit damals, allzeit und gut und: alt.
halt.



auf dem flusse Dienstag, 7. 12. 2010, 0:00

im sande ausgestreckt
wilhelm müller

sand, vorort von garsten (garsten: vorort von steyr), bei der mündung des dambachs in die enns, bestehend aus: eisenstraße, sandstraße (zwei äste), neue sandstraße (zwei äste), rastgruberstraße (zwei äste), dambachstraße; schachnerhalle. alles tadellos asphaltiert in sand.
entgegen anderslautenden etymologien werden die bürger dieser katastralgemeinde saunder genannt, oder mit dem suffix da (hier name einsetzen) aus saund.
sandler sind anderswowandler.



wasserflut Montag, 6. 12. 2010, 0:00

muntre straßen ein und aus
wilhelm müller

lasst uns froh und munter sein

aus dem rheinland

was unter einem interaktiven nikolausfest, wie es vom bürgermeister im amtsblatt der stadt steyr für den fünften dezember angekündigt wurde, zu verstehen sei, hat eine gewaltige spekulationsflut ausgelöst, gar in der hochwasserstadt, und warum ausgerechnet für den fünften dezember, krampustag? ob der interaktive anteil der feier im hinterrücksen (hinteraktiven) auftritt des rotzüngigen tagesregenten bestand? oder war es eine moderne maschine (interaktiv können immer nur moderne maschinen sein!), in die die kinder ihre hand legen mussten, wie in den römischen wahrheitsmund, und ist ja alles wahr, das aus rom kommt, neueste gummiparagraphen erleichtern das strikte leben, ein papst betreibt klientelpolitik für männliche prostituierte, das gespenst der freiheit geht um in europa und über die ganze welt, lasst uns froh und munter sein, jawoll!



der lindenbaum Sonntag, 5. 12. 2010, 0:00

und seine zweige rauschten
wilhelm müller

wobei ja als rutenreisig birken besser wirken, wissen nicht nur die finnen, innen in ihren hitzekabinen.



erstarrung Samstag, 4. 12. 2010, 0:00

ich will den boden küssen
wilhelm müller

neinnein, willichnich. bin ja kein erstarrter altpabst.



gefrorne tränen Freitag, 3. 12. 2010, 0:00

und seid ihr gar so lau
wilhelm müller

lauheit, österreichische (bundes-, nicht landes-!) hinuntergeregelte regierungstemperatur. was für ein fahles feuer!
aschenverein.



die wetterfahne Donnerstag, 2. 12. 2010, 0:00

ihr kind ist eine reiche braut
wilhelm müller

ob reiche bräute reichen? bei diesem knatterwind?



wintermütter 2010 Mittwoch, 1. 12. 2010, 12:00

liebe mba,

jede volle stunde nimmt mir mein diener die temperatur und tauscht sie gegen eine andere aus.
erik satie

wenn ich dieser tage mit meinem rückenprotektor (die posaune in ihrer ihr – nicht meinem rücken! – annähernd ergonomisch gerechten schachtel aus brasilien, die mir der famose türkische taschendoktor delialioglu in wien angepasst hat), als wärs ein insektoides außenskelett, straff fixiert und derart gesichert durch den schnatsch (zweckmäßiges engführungswort für frisch gefallenen schnee und sogleich schuherlederaufweichenden matsch) stapfe, stelle ich mir vor, dass ich, wenn es mich aufhauen sollte, perfekt geschützt wäre, zum glück aber habe ich noch keinen beweis, dass das tatsächlich so wäre, weil es mich bisher nur dreimal fast hingehaut hat, alles hat gut hingehaut mit meinen schrecksekundreflexen, und ikeaische möbelfaktatests für als protektoren taugliche posaunentaschen gibts noch nicht einmal in den engmaschigen weiten des internets, selbst im buch des gesichts findet man noch kein gefällt mir dafür, ach freunde! (man sollte in diesem netzbuch eine gruppe derer, die schon zumindest einmal ihr gesicht verloren haben, gründen; vielleicht lassen sich im austausch mit den vielen vielgesichtigen plusquamjanüssen dieser virtualwelt neue gesichter, wenn schon nicht finden, so zumindest erfinden; wobei es durchaus angebracht sein dürfte, jeweils eigene multiplizitäten zu simplifizieren, brüchekürzen, das lernt man schon in der anfängermathematik.)

nun denn, in medias res (die mitte ist immer ein zumindest dreidimensional wankelmotorig eiernder kolben): bereits anfang september hab ichs vorausgesehen (was kein wirkliches kunststück war, die lebenserfahrung, auch wenn, ich kanns ihnen verraten, man alles, nur nicht gescheiter wird, die lebenserfahrung, sie wächst ja irgendwo doch, und wenn es – ein alter witz – die erhöhten leberwerte sind, die man durch eine zweckdienliche inmaßenpolitik heruntersinken zu lassen sich anschickt): most of the birn sind gepresst und gekeltert, allüberall in mosteuropa (© hannes k.) schenken sie gegen barzahlung und häferleinsatz gesüßten und genolkenen (melken – gemolken; nelken – …) sogenannten glühmost aus, dieweil die glühbirnen ihrem ausbrennenden aussterben anheimgegeben werden, ein einziger skandal ist das und auch sonst gibts zum glück so viel zum sich aufregen, dazu, das kann einen am allermeisten giften, gibts noch so viel unnützes zeugs (nicht nur das -s beim zeug; seien sie doch froh, dass ich keinen neuen plural bilde: zeug’s), am allerunnützesten aber ist unnützes wissen, nilpferde sind keine pferde und sie sind um etliches gefährlicher als nilkrokodile (die auch keine pferde sind), im zoo von gaza hat man tatsächlich zwei esel mit streifen bemalt, um den kindern zebras zeigen zu können, den buchstaben j schreibt man mit jot (in österreich mit je), analog zum fremden i, das bekanntlich mit y (ypsilon) geschrieben wird, streng genommen werden nur die vokale mit sich selbst geschrieben, was einer ungeheuerlichen bevorzugung gleichkommt – wo bleibt da bitteschön der ruf zur affirmative action, warum schreien da die lettermainstreamingsbeauftragten nicht laut auf? – und was sagen eigentlich die us-amerikanischen diplomaten dazu, wenn sie off records aus ihrem herzen keine mördergrube machen, mördergrube, das klingt so ähnlich wie die triebnertauernpassstraßenortschaft möderbrugg, dieser name hat mich als kind schon fasziniert (ob sie in möderbrugg ein freilichtmuseum mit einem einszueinsmodell einer original prähistorischen mördergrube planen? – findige touristiker beginnen spätestens genau: jetzt! mit den ersten konzeptionen, aber, hehe, das copyright ist bei mir, bitte unterstützen sie mich in der wahrung meiner geistigen urheberrechte, sie können das bezeugen, bitte heben sie also diesen brief zumindest sieben jahre – die gesetzliche aufbewahrungsfrist – auf, ich werde zur gegebenen zeit mit einer rechtshilfebitte an sie heranzutreten wissen, jawohl, so zeichnet sich das ab).

wissen sie das also auch.

aber was können wir denn wirklich wissen und was davon missen? was müssen missen wissen?

eigentlich irgendwie sozusagen, hmmm…

äh.

ich finde, es reicht. wollen wir der politik, damit sie es weiterhin immer noch leichter hat, auch auf diesem wege ein umfassend nicht vertiefend gebildetes publikum zu kreieren helfen, und nur die dümmsten kälber wählen ihre schlächter selber. soweit mein wort zur bildungsdebatte, denn wer nichts weiß, weiß nicht, was er nicht weiß – und alles geht leichter auf einmal, man hat es auch nimmer so schwer mit sich selbst, leidet nicht am gedankenmachen, und das danken wir der silberseeischen kleinhäuslerei, und wer nichts weiß, muss alles glauben, und gut dass wir leute haben, die uns erklären, wie es geht.

wir sind immer noch vorner.

das wünsche auch ich ihnen von herzen,

ihr bertl mütter

(diesmal, weils keine konzerte gibt, wieder menschenfotolos)

service

vorbei ist vorbei.

mütterlog (täglich, seit 1.12.2004; heuer besonders lesenswert der adventkalender, der streng nach den liedern 1 – 24 der winterreise ausgerichtet sein wird. isamoiwosaundas.)

– kaufen sie tonträger.

– auf muetter.at sehen sie, dass sich äußerlich nichts tut. isthaltso. aber am 1. märz, jawohl gleich am ersten märz, soll ich wieder wo spielen. dazwischen wird administrà®rt (die neugestaltung der homepage, sie schreitet voran, wenn auch schnatschbedingt etwas zäh), componà®rt, studà®rt und philosophà®rt. genau. und bissl gewandert und eisstockgeschossen. dazu gibts mostly glühmost.

– der nächste mütterbrief kommt zirka am 1. märz 2011 zu mittag. vielleicht gibts zwischenzeitlich ausnahmsweise eine werbebotschaft über das erscheinen meines neuen tonträgers mütterkinderlieder (nachmahler), die bei raumklang erscheinen wird.

– achja, moonboots sind wieder modern. freuen wir uns gemeinsam an der finalen verhansihinterseerung der westlichen welt. (verhausschweint sind wir ja längstschon, bekanntlich.)



Powered by WordPress /* kostenloser Counter

*/