corioliswendwärts Donnerstag, 31. 12. 2009, 0:00

ob es eine besondere frivolität darstellte, sich am hl. abend, diesem denkbar johannistagfernsten tag des jahres ausgerechnet die meistersinger reinzuziehen, sich nachgerade in ihnen zu suhlen, dazu lebkuchen, zsammpickte weihnachtskekserln und vanillekipferl. und was das alles mit silvester, diesem siebten tag des weihnachtsfestes, zu tun hatte? er konnte es nicht erklären, es war nun einmal so, und er sah, dass es gut war.
im ausgleich dazu gelobte er für 24. juni, la bohème aufzulegen und dabei nach herzenslust aufs weihnachtlichste zu frieren. oder nach australien zu reisen, südafrika, patagonien, jedenfalls corioliswendwärts. karl valentin hätte das ohne zweifel getan, wenn er nur den zeppelin (um ein wort mit zett unterzubringen, das eines letzten tages im jahr gerecht werden kann) derwischt hätte.



horizontales Mittwoch, 30. 12. 2009, 0:00

ob sich bei ihm dereinst auch dieser stetig verengende blicktunnelblick einstellen würde und wie er sich dagegen wappnen können würde, fragte er sich jedesmal, wenn er die alternden eltern besuchte. deren leben schien sich nur noch um das fröhliche betrogenwerden bei werbeverkaufsfahrten jenseits der deutschen grenze (die donauschifffahrt in passau oder das königsseeecho gingen sich wie immer leider nimmer aus, aber das hatte man schon vorher gewusst) zu drehen (wir kaufen eh nie was, und das hühnercordonbleu war recht gut), dazu dreitagesfahrten ins romantische deutschsprachige ausland (blühende blumeninsel mainau, zauberhaftes moseltal, deutsches eck koblenz, liebliche loreley, sächsische schweiz, semperstadt dresden). ja, kränkeln, mit herzzucker, zum sedieren musikantenstadln und wettendasswetten, zum aufputschen sich kröniglich aufregen, mindestens einmal im monat auf den friedhof, in ein frisches grab schauen, das auch.
hm.
also tunnel vermeiden, bergan, ad fontes, nicht untendurch bis zum drinbleiben. die bergschuhe waren immer bereit zu halten, besser: anzuziehen. für körper und geist.



grober weihnachtscircus! Dienstag, 29. 12. 2009, 0:00

passen sie bitteschön schön auf, wenn sie zwischen die weihnachten (etwas vor und nach der vierschanzentournee) nach steyr kommen: es gastiert der grobe weihnachtscircus, und auf dem plakat ist ein klaun abgebildet, der droht mit seinem taktierstab, mit einem grinsen, das irgendwo zwischen pavian und homer simpson eingefroren ist, seine rotgoldene zirkusjacke hat diese rippenoptik, und ich bin mir sicher, dass der grobe weihnachtscircusklaun mit ihnen hölzernes glachter spielt, zumindest, wenn der grobe weihnachtscircus, der ja auch den rest des jahres irgendwas tun muss, als grober allerheiligencircus in mexiko gastiert, auf den gräbern der nichtgringos, und alle spielen, singen, tanzen und springen nach seinem eingefrornen takt, uuuuuh!
ob der grobe weihnachtscircus später zu den kartagen auf süditalienischen inseln (sagen wir: procida, sizilien oder sardinien) und zum narzissenfest auf dem altausseersee sein wesen treibt, wird gesondert zu sondieren sein, kundschafter sind ausgeschickt und werden bericht erstatten.
bis dahin: fÿrchted euch nicht nicht!



quis ut (deus? allah?) Montag, 28. 12. 2009, 0:00

nach dem rentier noch so was eingewandertes, nein. unterwandert habendes.

in steyr, die michaelerkirche, emblem einer reizenden stadt, alle hochwasserfernseher kennen diese silhouette, links der turm des bürgerspitals, dann die zweitürmige kirche mit dem berühmten alten gymnasium.
doch halt, was hat sich da längstschon auf den first des dachs geschmuggelt?

ein einwandfreies minarett! vom tabor ists – samt halbmond! – herabgekommen, und keinen störts, warum denn auch.
steyr, seit ehundje multikultimetropole, ich bin so stolz auf dich.



nichtrentierrudi Sonntag, 27. 12. 2009, 0:00

es kommt immer besseres nach
postkartenaffirmation

natürlich, wenn auf ihn die rede kam, fand er ihn auch zum speim, diesen gleichermaßen verunglückt anthropo- alswie kynomorphen klugscheißernden radiohund, rudi the nichtreindeer radiohund, waff waff.
bei sich aber musste er zugeben, dass er ihn igentwie doch mochte: vielleicht waren wir ja letztlich alle so kläglich altkluge heranwachshundsviecher, möglicherweise auch so durchschaubar absichtlich pädagogisch, er jedenfalls vielleicht sicherlich.
und trotzdem sehnte er sich – allein diesen aspekt betreffend – in die schulfrühstückszeit, als der dampforgelflohwalzer aufkam, zurück. ach, dschidscheiwischer, ach, ja, ach, kottan! sowas gabs heutztage nimmer, und der besserungsbehauptung von ganz oben misstraute er ohnehin alljährlich gerade in zeiten des neu einzugewöhnenden winterfahrplans (jedesmal eine noch dummdreistere chuzpe der verschlimmbesserung) aufs fundamentalste.



soo gut Samstag, 26. 12. 2009, 0:00

froe weihnacht
froe weihnacht
und ich bin nur ein hund

froe weihnacht
froe weihnacht
und ich bin nur ein hund

ernst jandl, ernst jandls weihnachtslied (zl 5-10)

man aß lieb, sehr lieb sogar, aber leider völlig geschmackseinfallslos, geschmacklos war gegen diese speisen ein aromawort. miteinemwort: fad, durchunddurch fad, nachgerade berüchtigt fad, legendär fad.
aber lieb. so lieb.
rohe weihnacht.
das wär was. und auch kindgerecht, mit sicherheit, wusste er.



synonymisch Freitag, 25. 12. 2009, 0:00

nach seinem abschied aus dem ersatzleben schaute er sich noch ein bisschen auf der memorial page um und fand bei c.s. (committed Web2.0 suicide on: 2009-12-22 23:53:36, lost friends: 170) folgenden abschiedseintrag (auf kursivschreibung wird aufgrund der länge des absatzes verzichtet; nicht gesondert lektoriert):

last words:
abbrechen, abgewöhnen, ablassen von, ablegen, absehen von, abspringen, abstellen, abtreten, aufgeben, ausscheiden, aussetzen, beenden, beiseite legen, beschließen, abflauen, enden, abnehmen, abreißen, ausgehen, auslaufen, erlahmen, stehen bleiben, stillstehen, stocken, unterbleiben, verebben, verhallen, verstummen, aussparen, unterlassen, begierig sein, auslassen, sich enthalten, sich schenken, absehen, fortlassen, weglassen, ausnehmen, übergehen, außer acht lassen, abstrahieren, hinwegsehen, sich ersparen, sperren, zerstückeln, brechen, abrupfen, niederwalzen, absagen, bröseln, ausbrechen, auseinander nehmen, stören, zerlegen, wegreißen, abrüsten, herunterreißen, rupfen, brocken, zerkrümeln, abmontieren, rasten, zerfetzen, durchbrechen, zerteilen, abtrennen, pflücken, verschnaufen, krümeln, abbauen, wegbrechen, demontieren, trennen, zerrupfen, abknicken, abpflücken, niederreißen, vernichten, bröckeln, aufbrechen, abschrauben, stoppen, zerkleinern, halten, zertrennen, abzupfen, reißen, abrechnen, zerbröseln, abmachen, sich lösen, zerbröckeln, abtreten, zurücktreten, sich loslösen, sich zurückziehen, einen posten abgeben, entlassen, austreten, sich exmatrikulieren, verlassen, zur verfügung stellen, kündigen, den dienst quittieren, zurückziehen, beenden, zerreißen, loslösen, abgehen, losreißen, kaputtgehen, enden, abflauen, aussetzen, sich ablösen, lösen, abreißen, losbrechen, ablösen, abschwellen, ermatten, leiser werden, wieder normal werden, abknöpfen, auspendeln, verschlechtern, abklauben, abwerfen, abernten, abbalgen, fasten, dünner werden, ablenken, kilos abwerfen, enthäuten, abheben, ausgehen, nachlassen, entringen, abziehen, klauben, abebben, auszehren, abhobeln, diät machen, hager werden, abstreichen, abhängen, abflachen, losmachen, aussterben, zurückgehen, ernten, ausziehen, abmagern, abdecken, an gewicht verlieren, dürr werden, abschleifen, knochig werden, feilen, abrufen, ausmünden, schwinden, wegnehmen, herunternehmen, lesen, dahinschwinden, hungern, dünn werden, abhäuten, hohlwangig werden, abstreifen, herabnehmen, abklingen, abkühlen, einschlafen, abstoßen, herunterholen, absinken, abspecken, abfeilen, die pfunde abwerfen, einfallen, abschälen, glätten, verrichten, unter dach und fach bringen, zuschließen, ergänzen, vervollkommnen, abwickeln, zu ende führen, abriegeln, versperren, erweitern, entscheiden, beiseite legen, abfertigen, zumachen, zusperren, krönen, besiegeln, aufarbeiten, zum abschluss bringen, verriegeln, bleibenlassen, perfektionieren, ableisten, letzten schliff geben, zuriegeln, verschließen, bewältigen, durchführen, die letzte hand anlegen, haltmachen, vorübergehend aufhören, fortdauern, fortsetzen, zum stehen bringen, sich halten, anregen, zurückhalten, anfachen, verdrängen, bewegen, nicht aufkommen lassen, ausfallen lassen, verkümmern, andauern, fortwähren, bremsen, weitergehen, anhalten zu, behindern, drängen, hindern, aufhetzen, fern halten, stehen bleiben, stillstehen, vorübergehend einstellen, währen, abstoppen, sich fortsetzen, zum stillstand bringen, abdrehen, anspornen, abhalten, hetzen, zögern, hochjagen, ausfallen, vorübergehend abbrechen, fortbestehen, ausruhen, bestehen, halt machen, weiterwirken, anfeuern, stilllegen, aktivieren, mäßigen, aufstacheln, zügeln, stocken, stagnieren, dauern, bestand haben, aufhalten, sich hinziehen, antreiben, ausschalten, anstacheln, hemmen, vorantreiben, bezähmen, sich ausruhen, kapitulieren, hingeben, die waffen strecken, quittieren, verzweifeln, in den ruhestand treten, klein beigeben, abrücken von, die waffen niederlegen, zurückstehen, einziehen, verbannen, lassen, die segel streichen, draufgehen lassen, sich ergeben, sich entäußern, preisgeben, das berufsleben aufgeben, sich geschlagen geben, sich zur ruhe setzen, den kampf aufgeben, sich lossagen, abschwören, absehen von, weggeben, drangeben, ändern, nachgeben, sich entledigen, fahren lassen, abdanken, hinschmeißen, in pension gehen, sich abfinden mit, herunterwerfen, lossagen, zurücktreten von, entfernen, verstoßen, verzichten, gehorchen, verloren geben, sich fügen, abwenden, sich fallen lassen, den beruf aufgeben, weichen, fallen lassen, die hände heben, weglegen, ausstoßen, entsagen, beseitigen, investieren, abfallen, resignieren, herausgeben, loslassen, sich pensionieren lassen, sich beugen, sich aufs altenteil setzen, passen, sich abwenden von, sich abwenden, bleiben lassen, stornieren, liquidieren, opfern, sich abgewöhnen, begrenzen, versiegen, einen schlussstrich ziehen, abkürzen, schluss machen, unterbinden, abgewöhnen, bauen, abschreiben, vollziehen, niederschlagen, abstellen, abbrechen, pausieren, vereiteln, ausmerzen, aufhören mit, auslaufen, aufstecken, unterzeichnen, fertigstellen, schluss machen mit, abbuchen, fertig machen, ablegen, errichten, besiegen, abtun, abpfeifen, einhalten, überrennen, aufräumen mit, ausscheiden, im keim ersticken, streichen, enden mit, die geschäftszeit beenden, halt machen mit, aussteigen, einen punkt machen, abkommen von, erarbeiten, hinwerfen, abschütteln, abblasen, schlagen, annullieren, aufgeben, absetzen, kleinkriegen, beheben, ausklingen mit, verebben, ein ende machen, vollenden, erledigen, ein ende setzen, abgehen von, ausführen, abschaffen, vollstrecken, lahm legen, aufheben, unterbrechen, innehalten, überwältigen, auslöschen, abschließen, ausklingen, tilgen, fertig stellen, feierabend machen, innehalten mit, einstellen, endigen, ablassen von, erbauen, niederwerfen, abspringen, beendigen, beschließen, unterdrücken, auflösen, anhalten, umstoßen, schließen, beiseite bringen, unterstellen, anmachen, justieren, begraben, andrehen, einschalten, den betrieb einstellen, unterbringen, anstellen, berichtigen, dichtmachen, anknipsen, anlassen, einrichten, den laden schließen, anschalten, aufdrehen, auseinander gehen, räumen, hinausziehen, seinen rücktritt erklären, lebewohl sagen, auswandern, abmarschieren, scheiden, sitzen lassen, sich verabschieden, jemandem den rücken kehren, hinausgehen, abwandern, auf wiedersehen sagen, stehen lassen, abfahren, austreiben, abbringen von, verwehren, verbieten, aberziehen, nicht gestatten, versagen, sich legen, vermachen, mindern, vermindern, aushöhlen, zurücklassen, sich beruhigen, entweichen, festfahren, schwächer werden, verschwinden, weniger werden, aufzehren, vererben, sich verringern, sich verflüchtigen, erkalten, ins stocken geraten, abschwächen, schrumpfen, verweilen, ruhen, bleiben, versanden, weilen, auf der stelle treten, sich niederlassen, bleiben bei, zum stillstand kommen, parken, feststecken, abrunden, ende machen, dekorieren, aufgelösen, fällig werden, absterben, zu ende sein, ungültig werden, aushallen, zu ende kommen

in diesem sinn: herzlich willkommen im leben!

los geht’s!



blasenblubbernlassen Donnerstag, 24. 12. 2009, 0:00

ohja, genau, jetzt war der richtige zeitpunkt, die blase des jahres platzen zu lassen, mit einem stumpfen stipfl stach er sie an und sogleich quoll sie lauwarm und sehr verwässert über den bildschirm und die tastatur, die blase des jahres, die da hieß: facebook, lauluftmedium der nichtbotschaften. es war einfach zu leicht, virtuell gegen das klima oder herrn berluskoni oder dummdreiste kärntner politiker oder gegen rassismus undoder sexismus zu sein. zu billig, das alles. und weiters gab es ganz sicher eine ich ins dunkel fansite. bevor ihm endgültig das speiben kommen würde, zog er die reißleine: aus die grimasse. man musste stets trachten, ganz vorne dabei zu sein.
gelungen. aber wem konnte er das jetzt mitteilen?



türhüterfragment Mittwoch, 23. 12. 2009, 0:00

marineblaue grobcordhose mit eierschalenem feinstrickpullover, darüber grießnockerlkerngelbes haar auf surbratenrosanem schädel, dazu heinobrillen: so stand der albino unbestimmten aber gesetzten alters mitten im gang im weg, die ganze fahrt über steinbach am wald, scheitelpunkt der frankenbahn (594,54m), hinaus, es gab kein vorbeikommen, bis zuletzt nicht.
der zug indes verkehrte zunehmend pünktlich, fast bis zuletzt: man kam zehn minuten zu früh an und machte dies mit der abfahrt des anschlusszuges mehr als wett.



deftig (wieder einmal) Dienstag, 22. 12. 2009, 0:00

soljanka, der tomatig-fruchtige eintopf mit dem etwaszuviel sauerrahm: der bröckelige brechdurchfall als serviervorschlag, äußerst schmackhaft und sehr bekömmlich. im dezember und januar in ihrem ice-bordbistro.



k&k&k Montag, 21. 12. 2009, 0:00

kaffee, konfekt, küssen.
nicht
kaffee, grobe leberwurst und gurken (spreewald; senf).
obwohl, wieso eigentlich nicht?
(sonnwend)



disziplinär abgesteckt Sonntag, 20. 12. 2009, 0:00

… als erklärte ein markensammler einem geographen die fremden länder.
joseph roth, frankfurter zeitung, 27.11.1927

… und der geograph dem abenteurer. der aber erlebte sie nämlich, unwissend, wie man einander zurümpfte, also nicht wirklich. echt, nunja, echt vielleicht schon.
(obs jetzt gar wissenschaftlich wird?!)



einlaut, wärmend Samstag, 19. 12. 2009, 0:00

beim einheizen (kein heizkörperaufdrehen, ein wörtliches) verstand er, dem knacksen des brennholzes lauschend, warum das x als eigenständiger buchstabe geführt wurde, der so gar nichts (annähernd gar nix) mit seiner angeblichen herkunft von kss (wie in mazedonien: aleksandar; oder wie gewisse mütter ihre kinder in der nähe zu halten wissen: kss kss) zu tun hatte. das knacksen (ein knaxen, strenggenommen) war ein derart verdichtetes klangphänomen, das ließ sich nur in einem lautzeichen abbilden.
dse, dsett und gweh würde auch noch ihre nicht nur formelle unabhängigkeit zuteil, beschloss er sich auf die fahnen zu heften, und die xfahne knatterte ja schon gehörig im wind bzw. knaxte bullernd im ofen.
schön langsam wurde es erträglich im wintermorgendlichen zimmerchen, das brennmaterial konnte sich beruhigen und: heizen.



antipodische überlegungen Freitag, 18. 12. 2009, 0:00

eine weitere coriolisfrage, die er ihr auf den weg nach australien mitgeben würde, wäre jene nach der aufroll- bzw. hängerichtung des klopapiers: richtig oder falsch, d.h. mit dem anfangsblatt (quasi der schnörpfel, nur halt ausgewalzt, gewissermaßen) zur wand oder zum kloenten?



osterinseleselein Donnerstag, 17. 12. 2009, 0:00

ich sein ein universitäten professor – was du sein?
ich sein ein groß kunstler – was du sein?

ernst jandl, die humanisten

der gosecker moaiesel mit dem entpetrifizierten osterinselgesicht war für über weihnachten an einen anderen ort gebracht worden. möglicherweise brauchte man ihn (auf rapa nui?) fürs krippenspiel. ob sich aber auf der osterinsel eine eigene krippenspieltradition entwickeln konnte und inwieweit sie sich von der der nächstgelegenen eilande (pitcairn, tahiti) oder des südamerikanischen festlands unterscheide undoder überschneide, könnte die wissenschaft – streng wissenschaftlich, versteht sich – herausfinden.
gewiss, wissenschaft.
wichtig ist, sich was zu tun zu verschaffen und dabei den ball streng in den eigenen reihen zu halten, jede öffentlichkeit sei eine des scheins. so fällt es auch nicht auf, wenn es sich um eseleien handelt. und wird ja eh alles publicîrt und evaluîrt. streng witzenschaftig.



wohl bekomm’s! Mittwoch, 16. 12. 2009, 0:00

im gegensatz zu einer gezielten auto-immunisierung in grippezeiten bietet die deutsche bahn dem umweltbewussten fahrgast die günstige möglichkeit einer zug-immunisierung durch den offensiv in kleinen portionen tröpfcheninfizierenden bordrestaurantskellner: da es in krisenzeiten keinen platz für verweichlichungen jedweder art gibt, serviert der freundliche, gleichwohl bedauernswert lungenmoribunde stewart seine köstlichkeiten mit einem persönlichen huster, gleichermaßen auf speisen und getränke. vom publikum wird dieser service gerne angenommen.
(ich flüchte in die ruhezone.)



klik-klak Dienstag, 15. 12. 2009, 0:00

klicken Sie hier, um sich von diesem newsletter abzumelden oder ihre einstellungen zu ändern.
servicedialog, personalisiert

er fand ja auch, dass es jedem jederzeit möglich sein sollte, sollte es sich als nötig erweisen, seine ansichten, haltungen, mithin: einstellungen in einzelnen details anzupassen oder überhaupt insgesamt zu ändern. oder sich konsequenterweise gleich vollends abzumelden. im facebook etwa konnte man, per definitionem schon nicht sein gesicht verlieren, und freunde sind wir ja alle.
im übrigen wartete er auf die dringend zu ergänzende option als feind hinzufügen.



hairlich ehrlich Montag, 14. 12. 2009, 0:00

frisiersalon barth
damen und herren

geschäftsaufschrift, baden bei wien

… es gibt sie dochnoch, ehrliche friseure mit ehrlich uncreativer namenswahl. barth, was für ein unoriginell ehrlicher saloname, der dennoch preisgibt, was sache ist, worums großteils geht, bei den servererten damen und herrn.



bella belcea Sonntag, 13. 12. 2009, 0:00

die krähen behaupten: eine einzige krähe könnte den himmel zerstören. das ist zweifellos, beweist jedoch nichts gegen den himmel. denn himmel bedeutet: unmöglichkeit von krähen.
franz kafka, 23.11.1917

(c dur)
haydn, du wildsau. (höchster respekt!)
(fis dur)
der späte schostakowitsch, dieser in die stille gehende, nicht mehr bärbeißig-pädagogisch seine fugato-soggetti anreißende.
neben mir die dame plädiert für eine änderung der hörhaltung: da kann man nur mehr knien.
(c dur)
alles harrt des schubert-quintetts. danach bittet man den konzerthausintendanten, die bestuhlung entsprechend zu adaptieren: wie jemand so aus der stille heraus spielen kann, mit einer schlichten, uneitlen intensität, dass selbst das wiener publikum (ausgenommen in den pausen zwischen den sätzen; dazu muss ich mir wildes rülpsen und furzen vorstellen) auf sein berüchtigtes zauberbergkeuchhusten vergisst, und ichselbst habe fast hemmungen zu blinzeln, aus sorge, das wimpernklimpern könne stören.
himmel, der nur himmel sein kann aufgrund der abgründe.
(krähen? in wien!?)



on the road again (and again) Samstag, 12. 12. 2009, 0:00

nun weiter denn, nur weiter,
mein treuer wanderstab

wilhelm müller, das wirtshaus

1998 olmutz, chicago, cincinnati, puerto rico, texas, wien usw…
bewerbungsschreiben (aufzählung individueller erfolgsorte)

mich interessöre, wie wir uns das usw… vorzustellen haben sollen…
… jedenfalls aber bitte unbedingt nur weiter so!
(insistierend) – äh, darf ich wenigstens um einen fortsetzungshinweis bitten? nur einen? st. polten? koala lumpohr?

(eine frage aber wäre: womit?)



blitzlicht Freitag, 11. 12. 2009, 0:00

wer sich mit lichtgeschwindigkeit bewegt, für den steht die zeit still, sagen sie im radiokolleg.
also steht fürs licht selbst die zeit still.
warum brennen dann glühbirnen eigentlich aus (oder hieße es besser durch)? wie spät ist es bei denen, gar, wenn es ihnen demnächst an den kragen geht? (sie werdens mit fassung tragen.)



murphy’s Donnerstag, 10. 12. 2009, 0:00

why didn’t you walk out before you came in?
danny kaye

dann gibt es menschen, denen prinzipiell alles widerfährt, undzwar aufs denkbar schlimmstmögliche. steigen ausm auto und ins hundeglück, worauf ihnen ein klavier auf den kopf fällt. schaffen sich, eigenen bedenken zum trotz, eine emailadresse an, diese wird gehackt und dient der eintreibung dringender nothilfe bei allen adressbucheinträgen. lesen von einer allergie und haben sie gleich, objektiv, natürlich in der schlimmst denkbaren ausformung. nehmen aus gründen der persönlichen erdenschwerde zug und schiff, die anschlüsse schließen nicht an, wodurch erst das spätere schiff über den canal erwischt wird, dieses gerät in arge seenot.
das flugzeug, das mit ihnen abgestürzt wäre, konnte ohne sie an bord sicher landen, ein reiner zufall.
tja, gesetze sind nun einmal einzuhalten, vor allem, wenn man sie sich selber gibt.



szepterlose Mittwoch, 9. 12. 2009, 0:00

wer dichten kann
ist dichtersmann

h.c. artmann

orfon
gratuliert nikolaus harnoncourt zum 80. geburtstag am 6. dezember (wäre er am 5. dezember geboren, er hätte ohne jeden zweifel krampus harnoncourt geheißen; voller sympathie vermute ich, dass er exakt um mitternacht geboren ist, asymptotisch genau, also im dazwischen). diese gelegenheit nutzen die praktikanten dort wieder einmal eindrucksvoll, um zu beweisen, dass orfon das recherchemedium nummer eins ist und zudem in der lage ist, stets kreativ und originell, dem jubilar entsprechend mit dem unerwarteten überraschend zu formulieren: den jubelartikel – mit bild! sowas gibts normalerweise nur für wirklich wichtiche und dringende meldungen wie einen neuen sohn gottes (karels) oder ein umgefallenes fahrrad (ein mit reis gefüllter strohsack am packlträger war schuld!) in der garage der herrn mateschitz, schwarzenegger oder stronach – den jubelartikel also überschreiben sie in völliger kenntnis der branche mit der hypnotiseur mit dem dirigentenstab, weil ein dirigent ist ein dirigent weil er ein dirigierstaberl hat, weil ein flötist ist ja auch ein flötist, weil er eine flöte hat, soistdas, und ohne können sie bitte kein dirigent nicht sein, haben sie mich verstanden (würden die bekannt serviceorientierten kampfhunde vom künstlersozialversicherungsfondsinkasso völlig zu recht einfordern, wäre n.h. dort gelistet)?
was bin ich gespannt auf das erste bild, das nikolaus harnoncourt der verwendung eines solchen utensils überführt.
schon jetzt bedanke ich mich bei den dichtersmännern beiderlei geschlechts von orfon für ihre beherzte recherche in dieser angelegenheit. als nächstes werden sie als hauptwerk des verstorbenen alfred hrdlicka seine errungenschaften im papierfliegerbauen preisen. für seine legendären papierfliegerflugstudien hat ihm klaus albrecht schröder (was für ein komparativ!) ja auch bei der albertina – welche nach der kommenden wiener wahl (die datumsgemäß – 10. oktober, sonnensturzvortagsgedenktag bzw. -jubilæum – auf der kärntner straße entschieden werden wird) entsprechend in alfredianum umzubenennen sein wird – diese startrampe gebaut, die wie die ausgebügelten brontosaurierripperl vom vorspann der flintstones (die das auto mitsamt seinen insassen zum kippen bringen) in den – äh – helmutzilkplatz ragt, und die emporragenden stelen unten sind nichts alswie redbullairrace-wertungstore (halt keine aufgeblasenen), soistdas.
ich verneige mich vor den hier genannten (jenen, die es verdienen; suchen sie sie sich selber aus, sind ja ein paar namen gefallen).



zugkünftig Dienstag, 8. 12. 2009, 0:00

zukunft am zug
bahnwerbung, öbb

freitag abend am westbahnhof. der wöchentliche ausnahmezustand, immer wollen die leute weg, aber damit ist ja nicht zu rechnen gewesen. die stadt ist eisenbahnmäßig nicht evakuierbar. rechtzeitig vor der in kraft tretenden pönalzahlungsverpflichtung zeigen uns die öbb noch einmal so richtig, wer der chef ist und dass es eine gnade ist, überhaupt rollend transportiert zu werden. mit 80 minuten verspätung rollt der zug langsam aus der station, voll mit dankbaren gästen, wären wir also so weit. keine 40 meter vom bahnsteig entfernt wird erst einmal gerastet.
ausgerastet.
lassen wir uns nur die eingangs zitierte bahnwerbung noch einmal auf der zunge zergehen: zukunft am zug: da ist die planmäßige verspätung schon voll inkludiert. und wir wissen uns, auch bei nicht vorkommenden durchsagen, im vorhinen schon bestens informiert.



integlation Montag, 7. 12. 2009, 0:00

wien xv, haltestelle beingasse. eine junge mutter asiatischer herkunft versucht ihrem kind, mit indertat perfekt knatterndem vorsprechen, das gutturale r (rrrrrrrr) beizubringen. der bub (etwa fünf ist er, und erst mit dreizehn wird er es wirklich brauchen, wenn man ihn fragt, wie alt er denn sei), wie es sich gehört, lässt sein elllll so lichtig lollen. und hat eine mordsgaudi dabei.
breitensee (braadnsee) ist nicht weit, und ich durfte bei meiner ankunft in wien zeuge eines poetischen actes ganz in der intention h.c.artmanns sein.



von natur aus Sonntag, 6. 12. 2009, 0:00

bleisaft und wucht
(sixtus beckmesser)

natürtrüb, unschlagbares argüment zur kaufentscheidung: zwickelbiere, fruchtsäfte, in zukunft aber auch, man kann es schon klar sehen, mineralwasser, bald danach folgen sonnenbrillen (nach innen verspiegelt, das entspricht dem sobeschaffnen geiste), fotoapparate (mit nebelfocus), das ganze alpenvorlandswinterwetter: was für eine prächtige, ehrliche, authentische (beim dritten versuch das rechte wort!) stimmung, ah!
der zuganschluss in st. valentin konnte nicht erreicht werden, ein naturtrüber hatte sich klarheit verschafft, leider vergebens.



boltzmann brazil Samstag, 5. 12. 2009, 0:00

arcotel boltzmann, wien. draußen vor der zimmertür: brazil. schläuche, ventilatoren, durchgehend tag und nacht. die dame am empfang behauptet, sich etwas verlegen ausflüchtend, es sei der entfeuchter, man habe einen größeren wasserschaden gehabt. – von wegen. ich habe ins zimmer geschaut: kreisrund das loch in der decke. und buttle (oder hieß er tuttle?) wohnt hier nimmer, hat nie nie nie hier gewohnt, angeblich.
bloß weg. ich boltze zum bahnhof.
(nein, in echt, das war nur meine angstassoziationslust angesichts all der schläuchln. das hotel ist eh ursuper und das personal uurlieb.)



boltzmann 911 Freitag, 4. 12. 2009, 0:00

zum frühstück im arcotel boltzmann, wien, haben sie etliche dafür ganz wichtiche proponenten österreichischer geistesmenschlichkeit wehrlos auf die frühstückspapiertischsets aufgedruckt. zum morgenmahl zwangsgeladen erscheinen tagtäglich und mit geburts- und todesdatum – mahlzeit! – mahler, mozart, schubert, freud, suttner, grillparzer, bachmann, schönberg und, als hausherr im zentrum und dadurch anpatzsicher: boltzmann. jeder von ihnen (ausgenommen die komponisten außer mahler) hat in identischer handschrift noch eine lebensweisheit draufgeschrieben. und schubert aber haben sie um die schönsttraurigsten szenen seines lehner-, pardon: lebensfilms gebracht, keine sterbeszene mit unterlegtem zweiten quintettsatz (c-dur, wie die meistersingerouverture), stattdessen: plötzlicher herzstillstand bereits am 9.11.1828, zehn tage vor dem termin, muss das einen anschiss gegeben haben im himmel, der voller geigen hängt, die haben einen sprung gekriegt, wie sie da draufgekommen sind.



boltzmann 1218 Donnerstag, 3. 12. 2009, 0:00

arcotel boltzmann, wien. eine sonntagsfrühstückshürdenüberwindung.

– kann ich bitte ihre zimmernummer haben?
– äh … 609?
– danke
(drei meter und eine jausengegnerin später)
– kann ich bitte ihre zimmernummer haben?
– die hab ich eben ihrer kollegin gegeben, aber ich sag sie ihnen noch einmal: 609, dann können sie sie zusammenzählen.
– danke!
morgenfroh-mürrisch nehme ich platz. dort warten, auf papiertischsets aufgedruckt, zwangsgeladen: mahler, mozart, schubert, freud, suttner, grillparzer, bachmann, schönberg und, als hausherr: boltzmann.
die wurst schmeckt salzlastig.



objet trouvé (trop pratique!) Mittwoch, 2. 12. 2009, 0:00

praktisches beim hartlauer: die digitale personalwaage, die zugleich als analoge wanduhr dient. bequeme step-on einschaltung bei gewichtsmessung (bis 180 kg, in 100g-Schritten!).

so ist das abnehmen in jedem fall garantiert. (wenns nur die wand aushält!)



wintermütter 2009 Dienstag, 1. 12. 2009, 12:00

liebe mba,

frisch umgezogen setze ich mich an mein elektronisches schreibgerät, jetzt ist aber wirklich höchste zeit, diese blödsinnig selbstauferlegte genauigkeitspflicht, am 1. dezember punct 12.00 (in teilen des ungeteilten deutschlands sagen sie, wenn sie genau – also punkt – zwölf meinen, um zwölf, das bedeutet aber nicht dasselbe wie um zwölf in österreich, ganzundgarnicht, weil bei uns – undalso richtig – meint man damit ja so umara zwöfi, diese berühmte österreichische unschärfe, die, wenn man die zwischentöne zu deuten und zu gestalten in der lage ist, erstaunlich genau sein kann, sondern um zwölf – eigentlich um um zwölf, man könnte sogar schreiben um umzwölf – bedeutet exakt um zwölf, also punkt zwölf; hätten wir das), meinen quartalsbrief pünktlich und zur vereinbarten zeit auf die p.t. interessierte individualöffentlichkeit loszulassen.

danke fürs bishierherlesen, danke vielmals vielen dank (wie sich frau knapp im jelinek jedesmal in circa drei bis fünf cernringförmigen schleifen zu bedanken pflegte, wenn man gezahlt hatte; dafür war er, ein zuckerbäcker von gnaden – sein apfelstreuselkuchen, ich sags ihnen! – ein durchunddurch roher mensch, wie man es fleischhauern – völlig zu unrecht – nachsagt).

bis es aber soweit sein kann, ich den publishknopf (der ein virtueller ist) um zwölf (oha!) fest an mich drücken kann (mittlerweile: konnte), zieht sich das ganzschön. manchmal ist das weniger, manchmal mehr (diesmal: mehr), es zieht so um mich herum, bis ich mich endlich niedersetzen kann (mittlerweile: konnte) zum schreiben, mit meinem laptop in meiner neuen laptopwohnung, so klein ist sie, und sie hat eher die funktion einer brücke, von der aus ich mit erhöhter physischer wie – hoffentlich auch – geistiger mobilität in die welt ziehen will, passen sie auf, auf einmal bin ich bei ihnen in der nähe und dann gleich wieder ganzwoanders.

umziehen, was ist denn das? frisch umgezogen mit meiner zerschlissenen dahamhosn (beim umziehen bin ich wo hängengeblieben) und selbstverständlich (man ist das immer!) frisch geschneizdundkampid (frisch gekämmt bin ich aber meistens, auf kahlem schädel ist das wahrlich keine erwähenswerte leistung, muss ich zugeben) sitze ich also in meiner arbeitsküche, am abend werden die boxen zum trocknen aufgehängt, damit der schall auch halliger räume (mit nichttrockener akustik) von oben komme und somit der boden etwas mehr luft hat, mein blick fiele, hätte ich einen rückspiegel am bildschirm montiert (gute idee!) auf das portal des atrium, das war früher die hechtendiele, wenngleich der fisch unter der krönung marias (knieend, mit einladend vertikalem faltenwurf auf der dreieckigen braunkohlenhausbrandwolke, links jesus und rechts der alte gottvater dürfen, die krone über ihr haupt haltend, sitzen, darüber ein heiliggeistliches vögelchen unbestimmter art, völlig erleuchtet auf seiner jubelträchtigen position, als wärs gekitzelt worden – ließen sich vögelchen eigentlich kitzeln? wie lachten sie, ausgenommen lachmöwen, muettes, wie man in rennes sagen würde?), jener fisch sieht aber eher nicht wie ein hecht aus, vielmehr ist diese darstellung ein hinweis, dass man einst schon im – wohl manchmal arg flutenumtosten, so doch – binnenstädtchen steyr von der fortdauernden existenz des quastenflossers gewusst haben mochte, und verfolger meiner publikationen (tonträger, wortäußerungen wie das mit dem heutigen tag – champagner! – ins sechste jahr gehende tägliche mütterlog) wissen um meine zuneigung zu sog. lebenden fossilien, wenngleich meine zuneigung zum grünen bis gelborangen ginkgo eine innigere ist,

als jene zum, wie wir nun wissen, ins bläuliche tendierenden urzeitfisch, und das wird ihn (den quastlfisch) wohl nicht weiter stören, hoffe ich.

(mein freund josef, sächsischer staatsbeamter, würde sein bei mir so berühmtes des is do da austa so wuaschd raunen, und ich würde ihm mit meinem bei ihm berühmten meine worte beipflichten).

frisch umgezogen wird gerade auch manch edler tropfen, wie sie z.b. hans czerny in seinem felser keller keltert. wie man das in anderen, nördlicher gelegenen weinbauregionen, etwa an saale und unstrut, tut, wird im zuge meiner umzüge (meines herumziehens) noch herauszufinden sein.

der erste umzug, an den ich mich erinnere, war hinter der münichholzer kirche am waldrand, der faschingsumzug der kinder, und mich haben sie mit dem tenorhorn rattenfängergleich vorangehen lassen. und die kinder haben, nein, sind mir gefolgt, obwohl (oder weil?) ich schaurig gespielt haben muss, immer wieder immer wieder o du lieber augustin, und am schluss war alles hin, die freude am spielen aber ist gewachsen.

(ein wandernder umzug war es auch, der – bei bestehender immobilität des ortes in bezug auf seine lage am planeten – aus der pühringer die thüringer hütte gemacht hat.)

sie sehen, diesmal ist mir nur ein reichlich zerfledderter text gelungen, ich will mich bessern (im zerfleddern?), werde ich geloben. es ist aber so, dass mir erst seit kurzem gelungen ist, das dreidimensionale tetris nach meinem umzug wegzuklikken, das umziehen der umzugsschachteln war wahrlich eine herkulisch-analoge aufgabe, bei der ich manchmal, entfliehend ins anderswo, ans aufgeben gedacht habe, uff.

ein kulinarischeres bild aber zum abschluss: in aufwändiger privater recherche ist mir gelungen, einen der letzten verbleibenden funktionstüchtigen original ostdeutschen grilltrabis aufzuspüren, und wenn sich niemand am ehemals volkseigenen und nun privatisierten patenttürgriff die hand verbrennt, kann man, mit etwas (es ist ein großes!) glück, die schmackhaftesten speisen von ihm zubereitet bekommen. achten sie aber stets auf die garzeiten: bratwurst – 30 min, schaschlyk – 20 min, ragout fin – 10 min. wohl bekomm’s!

also mir – schmeckt das (tieger, in: puh, der bär)

service

vorbei ist vorbei.

mütterlog (täglich, seit 1.12.2004)

– kaufen sie tonträger.

– konzerte, workshops, symposien: wenige. aktivitäten: mannigfache. und es wird wieder, und vieles anders. die konstanz bestehe in der ständigen wandlung. alles (gewandeltes, konstantes) finden sie rechtzeitig auf muetter.at.

herzlichst, ihr

bertl mütter, steyr, im vorwinterlichen nachfrühling 2009

der nächste mütterbrief kommt zirka am 1. märz 2010. um punktumzwölf.



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