sturmreif Dienstag, 18. 9. 2018, 10:38

Schülergruppe von Wespen attackiert
orfon (Samstag)

Schülergruppe von Hornissenschwarm attackiert
orfon (Montag)

Alles deutet darauf hin, dass es sich um eine konzertierte Aktion aggressiver Monarchisten handelt. Zunächst kommen sie von oben, machen uns mürbe. Als nächstes kommt die Invasion der Feuersalamander. Und dann aber!

Nehmen wir uns in acht.



Aaah! Mittwoch, 12. 9. 2018, 12:18

Entspannungstraining in der Reha-Klinik. Die Mutter begehrt auf gegen die Säuselmusik: Bei sowas könne sie sich nicht entspannen, das spielen sie am Friedhof zur Verabschiedung, wenn sich die Türflügel, wie von Geisterhand bewegt, pietätvoll-langsam schließen.

Streng genommen ein Verweis auf jene finale Entspannung, der wir doch alle entgegenziehen.



Wolkendichter Mittwoch, 29. 8. 2018, 16:57

Gegen Nachmittag werden die Wolken Dichter
orfon

Große Wolken, kleine Wolken, große Dichter, kleine Dichter.
Und das Dazwischen.

Kann sein, es wird eng.



ekliptisch Freitag, 27. 7. 2018, 22:21

Lady Sunshine und Mister Moon
können gar nichts dagegen tun,
dass sie am Himmel sich niemals trafen,
denn wenn er aufsteht, dann geht sie schlafen.
Berühmter Schlager

Beim Eduscho bedient mich Frau Nachtnebel. Unwillkürlich (wann ist je einem etwas willkürlich eingefallen, bei Prüfungen etwa?) fallen mir die beiden oftmalig gegenseitig erzählten Witze aus Unterstufenzeiten ein, warum Chris Lohner und Karel Gott bzw. Liza Minelli und Niki Lauda nicht heiraten könnten: Die allzu lustigen Namenskombinationen in Zeiten patrilinearer Namensvererbung waren’s; Niki Minelli nämlich hätte durchaus Charme gehabt, Charme für einen per definitionem uncharmanten, woran seinerzeit auch dieses Projekt scheitern musste. 

Ich stelle mir, streng unwillkürlich, eine Romanze zwischen meiner Frau Nachtnebel und Herrn Herrgottsfrüh vor. Leider, leider, können sie zusammen nicht kommen: 

… wenn sie auch träumen von einem Märchen,
ein Pärchen werden sie nie.



Größeres Bitte! Samstag, 14. 7. 2018, 12:06

Datenskandal: Höchststrafe für Facebook in GB

orfon

An sich stellt man sich ja vor, dass die von Facebook eh alles locker aus der Portokassa zahlen können. Dass man sie aber in GB davonkommen lässt, muss eine nun aber doch reichlich mager erscheinen, irgendwie ziemlich Nullerjahre. TeraByte, PetaByte, was gäbe es da noch, für FB angemesseneres? Ah, ich lese gerade nach, ganz oben (nach Zetta-) wären da die YottaByte (YB).

Man wird sich dringend um Größeres bemühen müssen.



Warte nur, balde Donnerstag, 21. 6. 2018, 16:08

Schwalben werden seltener
orfon

Ist ja doch mit den wenigen auch schon genug Sommer.

(Weit gefehlt.)



au ja Mittwoch, 13. 6. 2018, 13:13

Zeitschrift »Aula« wird eingestellt
orfon

Damit wäre die Gefahr des knallhart angedrohten politischen Karriereendes für in der inkriminierten Postille veröffentlichende Einzelfäller hundertprozentig gebannt.

Neues Magazin im Herbst geplant
orfon

Titelvorschläge für das neue Magazin soll es bereits geben, diese müssten aber noch diskutiert werden, hieß es am Samstag.
orfon (Fließtext)

Hmm…

…¿¡Gaula!? …

Das wäre unseren ehrhaft Treuen ein wohl wahrliches Wohlgefallen, außerdem (das Alter!) müssten sie sich nicht sonderlich umgewöhnen. Und der kurzgewachsene Fußballer als kompensativer Pferdemi(ni)ster hätte auch seine Freud’ pardon! Befriedigung.



zweimal täglich Donnerstag, 10. 5. 2018, 11:11

Je größer der Penis, desto höher ist das Selbstverstauen.
Werbewahrheit

Nöte gibt’s, und manche streben sie durch Einreiben an.



überführt Freitag, 20. 4. 2018, 23:29

Stichhaltige Gerüchte gebe es, sagt ein Klubobmann. Mehr eh nicht. Aber das genügt ohnehin, und diesen, wie hieß es, gewissen Kreisen, wird man schon noch beikommen. Sind einmal die stichhaltigen Gerüchte da, kommen die fadenscheinigen Beweise wie von selbst. Und dann haben wir euch, endlich. 

Man fühlt sich zunehmend so beunruhigend sicher in diesem Land. 

Am Abend ein gigantischer Meteorit über Graz. Aber sie kommen mittlerweile auch schon bei Tage. Was heißt mittlerweile: Seit eh und je!



bestemmt Dienstag, 3. 4. 2018, 11:14

Länder weiter für Rauchverbot für unter 18-Jährige

Im März des vergangenen Jahres hatten sich die Jugendreferenten der Bundesländer auf ein Rauchverbot für unter 18-Jährige ab Mitte 2018 geeinigt. Umgesetzt wurde es bisher in keinem Bundesland, alle Länder bekennen sich jedoch nach wie vor zu dem Beschluss.
orfon

Es ist doch ganz einfach: Man wartet, bis die unter 18-Jährigen zu über 18-Jährigen mutiert sind. Also alle, kommende Jugendliche inklusive.
Genauso verfährt man – mit dem allergrößten Erfolg! – bei sämtlichen zeitgemäß im Bundeskanzleramt evidenzbasiert evaluierten und – jetzt aber wirklich! – dann schön langsam zügig angegangenen Reformvorhaben, i.e. allüberfälligen Schulreformen, sowie bei der ungerührten Durchsetzung einer Anhebung des tatsächlichen Pensionsalters (wenn sich hier der Bestemm auch in die Gegenrichtung verspreizt).

Österreich ist das Binnenland mit den meisten Leuchttürmen, weltweit.



Zugsalbe Sonntag, 1. 4. 2018, 1:04

»… wenn Vöglein nach dem langen Winterschlaf endlich wieder erwachen …«

Abmoderation (Blockflötengeblubber), Radio Ö1

Die Winternachtschwalbe (Phalaenoptilus nuttallii) ist das kleinste Mitglied der Nachtschwalben-Familie in Nordamerika. Sie ist der einzige Vogel, der Winterschlaf hält.
Wikipedia

Erwacht sie aus ihrem starrem Zustand, geht ihre Körpertemperatur von etwa 10° auf gut 40°C hinauf. Für die kurzfristig originelle ornitho-affine Morgenmoderatorin dürfte das plötzliche Aufleuchten des Rotlichts denn doch ein kleinwenig zu viel gewesen sein. Es klang, als spräche sie in plötzlich hochkochendem Fieber.

Für weitere Moderationshäppchen in ähnlichen Verfasstheiten eines derartig akut anbrechenden geistigen Posttopors schlage ich die Einführung der Gattung »Zugfossilie« vor.

Was werden da erheitert sein, in aller Frühe.

Der frühe Vogel fängt den Wurm: Es gibt Reis.



Zugsalbe Dienstag, 27. 3. 2018, 21:18

»… wenn Vöglein nach dem langen Winterschlaf endlich wieder erwachen …«
Abmoderation (Blockflötengeblubber), Radio Ö1

Die Winternachtschwalbe (Phalaenoptilus nuttallii) ist das kleinste Mitglied der Nachtschwalben-Familie in Nordamerika. Sie ist der einzige Vogel, der Winterschlaf hält.
Wikipedia

Erwacht sie aus ihrem starrem Zustand, geht ihre Körpertemperatur von etwa 10° auf gut 40°C hinauf. Für die kurzfristig originelle ornitho-affine Morgenmoderatorin dürfte das plötzliche Aufleuchten des Rotlichts denn doch ein kleinwenig zu viel gewesen sein. Es klang, als spräche sie in plötzlich hochkochendem Fieber.

Für weitere Moderationshäppchen in ähnlichen Verfasstheiten eines derartig akut endenden geistigen Posttopors schlage ich die Einführung der Gattung »Zugfossilie« vor.

Was werden da erheitert sein, in aller Frühe.

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Es gibt Reis.



eingeschoben Mittwoch, 21. 3. 2018, 8:03

Am 21. März um sieben Uhr in der Früh erfahren wir, dass in Klagenfurt und Salzburg heuer bereits zweihundert Sonnenstunden fehlen. (Jaja, morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung hat ein populärer Ohrschmeichler von James Last geheißen.)

Heute werden sie nachgeholt.

Einst hatte Österreich einen Bundeskanzler, dessen sämtliche Bestrebungen auf den Zustand am Ende des Tages gerichtet waren. Verfinsterung, fortschreitende, seither, dazu: Rotwein.



ausgeliefert Samstag, 10. 3. 2018, 10:09

Türkis-Blau bestellt neue Verfassungsrichter
Agenturmeldung

Etwas später auch die Uniräte. Wann werden sie geliefert? Die Auftragsbücher scheinen ja übervoll zu sein, und auch der A380 soll, zumindest die nächsten zehn Jahre, weiter gebaut werden, das beruhigt.



seit eh und je (iterum) Dienstag, 6. 2. 2018, 14:43

»Ich war vor vielen Jahren schon in der Zukunftskommission.«
Expertin (Radio)

»Vorwärts in die Vergangenheit!«, wird es wohl dereinst geheißen haben.



gefechtsmäßig Montag, 18. 12. 2017, 16:32

Wenn nach einer Volksabstimmung schließlich der umfassende Schutz der Nichtraucher in Österreich eingeführt werden soll, wird die FPÖ wohl, und zu Recht (man ist immer im Recht in diesem Land der immerwährend moralisch Siegenden), den demokratischn Grundsatz des Minderheitenschutzes entdecken: Eine noch so überzählige Mehrheit dürfe doch nicht über eine Minderheit hinweg entscheiden.
Jede Minderheit ist schützenswert, vor allem wir. 
Schon kurios, wie schnell man im Rücken die Wand haben kann, dabei den Tschick in der hohlen Hand.
Beim Heer (und wohl auch bei Wehrsportübungen) nennt man das: Gefechtsmäßiges Rauchen.



besinnlich Samstag, 16. 12. 2017, 11:46

Ab morgen sollen Duftgeräte in der Albertina in Wien mit einem Apfel-Zimt-Geruch weihnachtliche Stimmung versprühen. Das Konzept ist noch in der Testphase, ob andere Museen die Idee übernehmen, ist derzeit unklar.

orfon, 13.12.2017

Ein Direktor (als solcher befindet er sich, nie zu vergessen, in permanenter Evaluierung) besinnt sich der Kernaufgaben seiner Tätigkeit. Bei der zu erwartenden Regierung wird er dadurch eher nicht als Ablösekandidat auffallen. Ob er andere Museen übernehmen wird, ist derzeit unklar.

Die Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. gibt indes bekannt, dass aufgrund der beliebten Weihnachtsmärkte vor ihren Standorten (Schönbrunn, Hofburg) ein zusätzlicher weihnachtlicher Duft nicht notwendig sei. Ob sich die da nicht prekär täuschen?

Nach Apfel-Zimt rieche es aber nur im Christbaumraum, verlautet seitens der Albertina. Wie es wohl in den Direktionsräumen riecht, wollen wir uns möglicherweise gar nicht vorstellen.



unumgänglich umgänglich Donnerstag, 14. 12. 2017, 14:48

Der Präsident (Vladimir Putin, Anm.) sei im Umgang mit jedermann »loyal und voller Respekt«, so habe er »nur Verbündete und Freunde«.
orfon

Ach so, so einfach ist das! Aber, hmm, das probieren doch Etliche auch, aufs eifrigste, ich denke, ich auch. Fehlte also nur noch Macht, unumgehbare, faktische Macht. Dann hätte man Freunde, Freunde, Freunde! Wie einen die alle lieb haben würden, für immer!
Man frage den dereinst feschesten Finanzminister aller Zeiten. Nur Freunde, der, einst.



Dreifach dräuend Freitag, 1. 12. 2017, 16:32

Drei Dämmerungseinbrüche an einem Tag.
nachrichten.at

Alles, was ist, endet.
Ein düstrer Tag dämmert den Göttern.
Erda, in: Richard Wagner, Das Rheingold

Im Bezirk Steyr-Land ereignet sich meteorologisch Sensationelles. Zwei gingen ja noch an; welcher Art nun der Dritte sei, wir können’s im Düstern nur schemenhaft erahnen.
Bald wird sich alles ändern, wenden.



still Freitag, 24. 11. 2017, 8:36

Young wurde 64 Jahre alt.
orfon

Ab wann ist man eigentlich alt?
Und: Jung?



ablaufend Freitag, 17. 11. 2017, 11:17

»Wüstensand kann nicht für Beton verwendet werden«, sagen sie im Radio, so nebenher, als wär’s eine allgemein bekannte Tatsache, quasi »Bitte, das weiß doch jedes Kind!«, an den Küsten hingegen und davor, da gäbe es das für’s so dringend notwendige Weltwachstum so dringend benötigte Material, und, bitte, das weiß aber wirklich jedes Kind, zumindest, wenn es sommers an die Adria gebracht wurde, zum Sandburgbauen, die haben nämlich selten auch nur eine Nacht unbeschadet überstanden, in Càorle, Lignano, Jesolo, das kann also nur extra angekarrter Wüstensand gewesen sein, was für eine brilliante logistische Leistung, muss man schon sagen, so haben sie keine unrentablen Leerfahrten gehabt, und weiterhin und ewiglich ist ohnehin alles Menschengemachte auf Sand gebaut, die Pyramiden in Afrika, jaja, selbst die, die auch.

Traditionell findet Wüstensand vor allem in Sanduhren seine nennenswerteste Verwendung (innen staubfrei).



Sicherheit für alle Dienstag, 14. 11. 2017, 14:21

Ende der Woche öffnen in Wien die ersten Adventmärkte. Die Sicherheitskonzepte wurden laut Polizei »überarbeitet und neu angepasst«. So sollen etwa als Geschenke verpackte Betonklötze für Sicherheit sorgen.
orfon

Ob das nicht überhaupt der Geschenkstrend werden könnte, quasi last minute, wenn die Märkte schließen? Weil irgendwo müssen die speziellen Packerl ja dann hin. Außerdem lässt sich so Sicherheit (die Sicherheit selbst!) verschenken, und danach sehnen sich ja überhaupt heutzutage alle. (Bei Selbstabholung 30% Rabatt.)



Kurz getroffen Sonntag, 22. 10. 2017, 20:13

Strache hat Kurz getroffen und ist »guter Hoffnung«, vermeint er zu wissen in seiner Neuen Geifergereiftheit. Es wird ein one night stand gewesen sein, an dem Österreich noch lange herumkiefeln wird müssen.



Grüne Frage Donnerstag, 19. 10. 2017, 9:38

Wird Pandan das neue Matcha?
kurier.at

Zumindest die Vokale wären ja schon da. Es sollte, Ratschlag, aber auch an den konsonanten Inhalten gearbeitet werden.



Anti-Aging Sonntag, 8. 10. 2017, 12:21

Straftäter werden immer jünger
orfon

Scheint mehr als nur eine Mode zu sein, der Trend zum Abbremsen des Alterungsprozesses, wo doch gerade die geburtenstarken Jahrgänge nach und nach zu den Erstadressaten der entsprechenden Verjüngungsverheißer mutieren. Ob man es aber tatsächlich mit der moralisch doch zweifellos verwerflichen schiefen Bahn probieren soll, dessen bin ich mir nicht ganz sicher.

Warten wir also besser noch ab, beobachten wir die Szene und lauern wir einmal, auch wenn wir so derweil ungebremst vergreisen, oder sagt man ergreisen?

Kalt wird’s einem.



Gurkenkrümmung, weltumspannend Freitag, 6. 10. 2017, 12:31

Zeiliger telefoniert quantenverschlüsselt nach China
kurier.at

Das Pferd frisst keinen Gurkensalat
Legendäre erste Worte, Johann Philipp Reis, 26.10.1861

Setzen wir das tagesaktuell historische Quantenkryptographieereignis mit dem Namen des allerersten Telefongesprächsprechers in Beziehung, verstehen wir auch, warum unser Anton Zeilinger ausgerechnet nach China telefonieren musste.

Es wurde leise geredet, aber gut haben sie sich verstanden.

Keiner versteht, wie es wirklich geht.



Sauberland Samstag, 2. 9. 2017, 9:11

Aufräumarbeiten in der Schweiz könnten Jahre dauern
orfon

wo gehen ich
liegen spucken
wursten von hunden
saufenkotz
ich denken müssen
in mund nehmen
aufschlecken schlucken
denken müssen nicht wollen
Ernst Jandl, franz hochedlinger-gasse (1976)

So sauber, dass man davon essen kann!
Werbewahrspruch (1970er-Jahre)

Bedenken wir, wie sauber alles in der Schweiz ist, jetzt schon. Vor Jahren überkam mich in Basel der unbändige Drang, mein Trambillett auf das buchstäblich unerträglich reine Straßenpflaster zu werfen. Noch heute bin ich nervös beim Grenzübertritt, dass sie mich rausfangen aus dem Zug.

Wann ist eigentlich Rom fertig gewesen, also endgültig? Vor oder nach Nero? Die haben ja alles wieder aufgebaut damals. Und, was hat’s genützt?

Wie lange so etwas in Österreich dauern würde, wir können es uns gar nicht vorstellen. Ob’s dann aber auch sauber wäre?

denken müssen nicht wollen
Ernst Jandl (Reprise)



Tantraregion? Freitag, 18. 8. 2017, 14:13

Einpersonenstunden gibt es nur im Osten und Süden
Unbewiesene Behauptung, Radio Österreich 1 (Wetter)

Was Zweipersonenviertelstunden sind, davon hat man ja landläufig eine gewisse Vorstellung. Man müsste also annehmen, dass einzelne Personen eher maximal siebeneinhalb Minuten beansprüchen, umgekehrt könne das Stundenformat hingegen ganz gut mit acht Personen ausgefüllt werden – die Branche der sog. Erwachsenenunterhaltung scheint sich dieser Regel jedenfalls recht geschickt zu bedienen, wobei Schlechtwetter nur in Ausnahmefällen einen guten Plot abgibt: Ein paar Sonnenstunden animieren halt doch irgendwie besser, alle, also auch die p.t. Zuschauer, egal wie lange sie sich in angeregter Betrachtung üben.



Wie alles sein wird (in progress, 2) Mittwoch, 14. 6. 2017, 12:35

Von vergessenen schirmen (blauen, violetten, seegrünen) zu träumen, deutet auf einen trockenen sommer hin, sowie auf die zahl dreiundvierzig, derer du an gewitternahen juliabenden eingedenk sein sollst. Darüberhinaus zähle alle von dir gesehenen schwäne, töte den dreiundvierzigsten und du wirst finden in seiner bitteren galle eine perle von seltener größe. Sie macht dich unsichtbar.

H. C. Artmann: Grünverschlossene Botschaft, in: Ders.: Gesammelte Prosa II. Salzburg/Wien: Residenz, 1997. (S. 206)



überreif Dienstag, 13. 6. 2017, 13:13

3 selbstbräuner für faule
kurier.at

(äpfel, birnen, bananen, vermutlich.)



Wie alles sein wird (in progress, 1) Montag, 12. 6. 2017, 12:32

Das süchtige Herz des Menschen, das begierig auf ein Zerreißen des dunklen Schleiers wartet, welcher die Zukunft birgt, hat nicht genug mit den Blitzen, die unverhofft, und einen Blick eröffnend, hervorschlagen; es bemüht sich, in das Geheimnis des Kommenden einzudringen. Das treibt zum Erfragen der Zukunft.

Aus: Vorzeichen, Prodigia. In: Hanns Bächtold-Stäubli (Hg.): Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. Bd. 8 (Silber–Vulkan). Berlin: de Gruyter, 1937/1987 (Sp. 1754).



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