In eigener Sache Donnerstag, 22. 8. 2019, 12:45

Mit dem Erwerb eines neuen Fahrrads habe ich im Jahr 2018 die Firma KTM mit einem Betrag von € 589,80 unterstützt und mir dadurch zweifellos das Anrecht auf eine unbürokratisch durchzuwinkende Förderung im 4,123-fachen Ausmaß (zumindest € 2.431,75) durch den Landeshauptmann von Oberösterreich erwirkt. Unter diesen Bedingungen wäre ich gerne bereit, das Spitzenmodell (auch mehrere) der Mattighofener Mobilisatoren zu erwerben; ich würde sie umgehend dem Kulturmuseum Motohall zur Ausstellung überlassen, so könnte man sich den Transport ersparen. Einfacherweise genügte eigentlich die Überweisung der dreifachen Summe ohne vorherigen Ankauf. Meine Kontonummer ist ihnen bekannt.

Ich bin felsenfest überzeugt: Wir werden uns einigen.



no problem Samstag, 20. 7. 2019, 19:44

Tirol: Mann sichtete Bär bei Holzarbeit
kurier.at

Einen derart fleißigen Teddy wird man wohl schwerlich als Problembär bezeichnen können.



Messias-Message Montag, 24. 6. 2019, 16:39

Papst: Jesus vermehrte kein Brot
orfon

Ach war das auch der Kurz?



Schwarzlochregion Samstag, 8. 6. 2019, 11:03

26-Jähriger lieferte sich im Waldviertel wilde Verfolgungsjagd
kurier.at

»Der Berufsschüler raste im Wagen der Polizei mit bis zu 160 Stundenkilometern davon.«, erfahren wir weiter; gestellt, habe er sich dann noch hinterm Lenkrad verspreizt. Dass der Fluchtversuch also nicht einmal (schon gar nicht?) in einem Polizeiauto gelingen konnte, zeigt wieder einmal, wie schwer es ist, sich selbst zu entkommen: möglicherweise unmöglich; bis zuallerletzt und selbst im Waldviertel, wohin gewisse Wiener doch so gerne aussteigen.
Am ehesten führen ja kontemplativere Methoden (Nachsinnen, Nasenbohren) in die Nähe eines derart ereignishorizontalen Ziels: Nirvana, das ist, wo nichts mehr weht. Vergessen wir also zuallererst das windradgesättigte Weinviertel. Und leider auch jenes des Waldes, weil bekanntermaßen weht (waht) ja von dort der Wind.

Jetzt – blicken wir gespannt auf die Wahlen im Herbst, Drachensteigzeit. Sicher ist: solange sich jeder um sich selber dreht, entkommt keiner dieser Satelliten ihrer selbst.



Es wirkt! Dienstag, 4. 6. 2019, 18:11

Erste Hilfe durch Homöopathie
Buchtitel

Wie dürfen wir uns ein homöopathisches Pflaster oder einen Druckverband vorstellen? Wie stillt man herausschießendes Blut, streng durch Ähnliches?

Ein homöopathischer Ratgeber für Praxis, Freizeit und Reise.
Buchuntertitel

Wenn dir einer auf die rechte Backe schlägt, dann halte ihm auch die linke hin. Eh nur homöopathisch.

… vermutlich. Und: Wer’s glauben mag.



Und das im Mai! Samstag, 1. 6. 2019, 6:06

»Sankt Pölten: Leicht erregen – Sex; Bregenz: Heiter – Sex.«
Stimmungsdurchsage, 16. Mai 2019 (morgens)

Der Jugend sei’s dringend empfohlen, sich zumindest etwas aufzusparen. Und warm anzuziehen.
Merke indes: Wir brauchen wieder mehr Beziehung, davor – und zwar vom Boden- bis zum Neusiedlersee!

(Der Moralist ist sich natürlich des leichtfälligen Belächeltwerdens inne. Er will aber, wenn man ihn später befragt, gemahnt haben; was hiermit geschehen ist.)



Florian, hilf! Donnerstag, 30. 5. 2019, 11:52

Nach Notre Dame: Feuerwehren üben Kirchenbrände
nachrichten.at

Teil Eins ist ja aller Erfahrung nach recht schnell erledigt.



Einspänner Montag, 27. 5. 2019, 17:54

Alle 11 Minuten verliebt sich ein Single über Parship
Werbewahrheit (Rollplakat)

Wir leben schon inmitten einer recht selbstverliebten Zeit. Dass sich jetzt auch schon Singles (Einzelmenschen) über zeitgemäße Plattformen zur Eigenvermittlung bewerben können, ist aber nun doch ein starkes Stück.
Zu fragen wäre, was passiert, wenn beim vereinbarten Date nichts weiterführendes herauskommt.
Man überlege sich derartige Schritte also gut.



Spätes Chrom-Molybdenium? Samstag, 25. 5. 2019, 10:58

Toter E-Bike-Fahrer im Hallstättersee
orfon

Jetzt wird’s echt knifflig für die Archäologen. Soviel kann jedenfalls jetzt schon gesagt werden: Bei gewissen Datierungen dürften Korrekturen anstehen.



Logo Sonntag, 28. 4. 2019, 12:53

Mann in OÖ stanzte sich Loch in Handfläche
orfon

Wir wissen es: Im Hoamatlånd ist man dem Fortschritt stets einen Schritt voraus. Löcher in den Ohren (bei Menschen), das ist bitte sowas von Zehnerjahre. Hat man sich früher, um es, die Ärmel hochkrempelnd, so richtig anzugehen, in die Hände gespuckt, stanzt man sich in der Zukunft, der Oberösterreich so beispielgebend vorangeht, ein Loch, macht armgelenkdicke Durchblicker in die Hände. Ein angemessenes Logo, dieses O – oder ist’s ein Nuller?

Sooderso, ich sehe eine glorreiche Zukunft.



-e Donnerstag, 21. 3. 2019, 9:54

Fettleibigkeit betrifft zunehmend ältere Männer
orfon

Wieder einmal darf ich die so anonymen wie wackeren Texter unseres geschätzten Leitmediums aus tiefstem Herzen belobigen: Rein schon zaunpfahlwinkende Kürzestsprachkunstwerke wie jene wie harmlos daherkommende Überschriftzeile müssten eigentlich jede Diskussion über eine angedrohte Einstellung des als einziges jedwede politische Vereinnahmung hintanhaltenden Gebührenfinanzierungsmodells wie von selbst im Keim ersticken.
Das Problem, steht zu vermuten, dürften zunehmende ältere Männer sein, mögen sie auch jüngst erst Jüngstväter geworden sein, und kein Segen kommt direkt vom Himmel geflogen, nicht einmal im Burgenland.

Jetzt bin ich aber traurig.



gehörig ergreifend Dienstag, 19. 3. 2019, 9:52

Im Thermenhotel. Jeden Dienstag, als eingeschobener wöchentlicher Spontanhöhepunkt der Liebenswürdigkeit, ergreift Mauro der Barman das Mikrophon und macht auf Adriano, dass den deutschen Seniorinnen ganz italianitàtisch wird um den Busen, und sie wippen, an lausroten Getränken nippend, ihr Titanhüftgold in die weich gepolsterten Fauteuils, aus denen sich garso schwer aufstehen lässt, noch einen!
Dabei sieht Mauro, dient er, gemächlich, hinter der Bar, aus wie wenn Zinedine Zidane Captain Picard spielen würde: Adriano Z. Picard, und es wäre nicht nur grob unhöflich, sondern schlichtweg unmöglich, seine freundlich bemühte Nichtaura zu durchqueren, um schlicht weg zu kommen, meine Ohren gehören mir!
Einmal hört sich alles auf.
So soll es sein.

(Die nächste Staffel, in einer anderen Sternzeit, sie kommt möglicherweise bestimmt.)



Traktortor Mittwoch, 13. 3. 2019, 13:13

Traktordieb ging der Sprit aus, er flüchtete zu Fuß
kurier.at

… was sonst hätte er tun sollen? Ihn hinter sich herziehen, auf, wenn auch ebenen, Feldwegen, gen Osten?
Natürlich freuen wir uns mit dem rechtmäßigen Besitzer der Zugmaschine. Indes, wir haben es hier mit dem seltenen Fall einer, noch dazu in Schlagzeilenkürze, äußerst geschickt orchestrierten doppelten Empathieerregung zu tun: Der dreiste und zugleich bedauernswerte Traktordieb.

Merke: Erfahrene Menschen in Grenznähe (von Samnaun bis Sopron) führen, für alle Fälle, stets einen gut gefüllten Kanister bei sich.



alert Montag, 11. 3. 2019, 11:31

(…), deshalb werde es mehr Aufklärung brauchen, so Köstinger. Man werde klar machen müssen, dass auf den Almen Tieren leben, dass es einen besonderen Umgang brauche und vor allem Distanz und Respekt, damit Fälle wie 2014 auf einer Tiroler Alm der Vergangenheit angehören.
Frau Minister Köstinger, via orfon

Hätten wir nicht diese beherzteste Ministerin und diese so sich um unsere uns als unmittelbare Sorgen servierten Tagesangelegenheiten kümmernde Regierung, 2014 läge ja noch immer (und weit!) in der Zukunft. Was sie allerdings sonstwie Vergangenes dortselbst zur alsbaldigen Vergegenwärtigung zusammenbraut (und wie unverfroren sie daran werkt), lässt sie recht alert hinter derartigen Kulissen verborgen.

Damit ein Morgen komme, wie es gestern war, aber mit heutigen Mitteln.



manipuliert Donnerstag, 7. 3. 2019, 18:51

Ermittler der Sonderkommission fanden in einem Carport ein professionell manipuliertes Holzscheit (…)
orfon

Bitte, auf welcher Volkshochschule lernt man sowas? Und damit ist nicht (nur) die professionelle Manipulation von Holzscheiten gemeint. Wobei, wer es mit den Scheiten (Scheitern?) kann, für den dürften die (wahlberechtigten) Menschen nur mehr eine lässige (lästige?) Fingerübung sein.

(Die Inspirationen, die die Leute von orfon einem Tag für Tag taxfrei ins Haus liefern, können schlechterdings in ihrem praktischen Wert nicht hoch genug eingeschätzt werden.)



verträglich Mittwoch, 6. 3. 2019, 13:39

Was du bist, bist du nur durch Verträge
Fafner in Das Rheingold

Vertrag, oftmals unbedachtes Wort. Sich vertragen, vertragen wir uns wieder, Laktoseunverträglichkeit, und auch mit Gluten wollen sich bekannter- oder modischermaßen manche so gar nicht vertragen im Magen.



Engführung im Totenwinkel Mittwoch, 20. 2. 2019, 10:05

In Freiburg gebe es bereits Spiegel, die alle erfassen, Inländer und Ausländer, lässt uns der schnellste Verkehrsminister aller Zeiten wissen. Und schneller geht’s wirklich nimmer, beim Generalthema zu landen.

Der tote Winkel ist rechts außen.



Hinkefinger Mittwoch, 13. 2. 2019, 9:57

ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann hält nichts von der Idee von Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ), eine etwaige Benachteiligung österreichischer Autofahrer durch eine deutsche Autobahnmaut mit einer ähnlichen Maßnahme Österreichs auch über Studiengebühren zu beantworten. »Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich«, sagte Faßmann in einem Interview mit der »Kleinen Zeitung« (Mittwoch-Ausgabe).
orfon

… diesen Hinkesatz, den wollen wir uns jetzt aber gaaanz langsam auf der Zunge zergehen lassen.

Nicht jeder, der vergleicht, ist ein Hofer-Anhänger.



Raufhändel Freitag, 11. 1. 2019, 12:27

Hofer plant Warnsystem per SMS bei Katastrophen
Agenturmeldung

In etwa folgendermaßen: »Achtung! Achtung! Ihr Joghurt läuft übermorgen ab!« Oder was?!

Es gilt, durch Verunsicherungen und ihre scheinbare Behebung oder Beschwichtigung Sicherheitsgefühle zu wecken. Zu definieren wäre jedenfalls, was Katastrophenfälle seien. (Das Warnsystem, das nebenher, gibt es bereits; aber nicht von Hofer.)

Ich bin ein Hofer-Anhänger
Eigenwerbewahrspruch

Nachtrag: Der Pressesprecher von Hofer (dem Dabinichabertraurigminister mit dem Jörghaidergedenktempo) heißt übrigens, in echt, Höferl, Volker. Kann eigentlich gar nicht anders sein: Wer sich nicht unterordnet, kommt nie rauf.



schneestill Freitag, 4. 1. 2019, 23:00

So still, dass man eine Stecknadel fallen hört. Nicht aufschlagen, fallen.



vorendzeitig Montag, 24. 12. 2018, 12:24

… Halbzeitzweite!

Sportmeldung, Österreich

Wer führte, weiß niemand, im Österreich. Als kleiner, sportsmännischer Ausgleich sei hier der Name der so hoffnungsfrohen Halbzeitzweiten nicht weiter transportiert, und auch nicht, ob sie Endzeiterste wurde oder gar knapp davor ausschied.



international (5) Samstag, 22. 12. 2018, 22:12

Pico. Erinnerte stille Nacht. Schlaf im beständig an- und abschwellenden Rosa Rauschen aus Meer und Wind. Alle Wale am Land sind verstummt. Der einsame Hahnenwecker aktiviert den dialogischen Katzenwecker. Wie still erst Femto gewesen sein müsste.

Femto, das atlantische Femto, im Stillsten Ozean.



international (4) Donnerstag, 20. 12. 2018, 20:12

Auf den Azoren sind die Bänke in den Parks belegt. Paare (nicht nur die ganz jungen) kommen zu ihnen. Weil sie sich eben küssen müssen.

Die Welt ist nicht ganz verloren.



international (3) Dienstag, 18. 12. 2018, 18:12

Auf den Azoren sind die Ploteggs lila. Ein wahrlich internationalistisches Statement.



international (2) Sonntag, 16. 12. 2018, 16:12

Airport-Lounge. Warum eigentlich benehmen sich die Menschen an sämtlichen Lounges dieser Welt so gekonnt international? Außer halt in Wien, aber das sind wir ja gewöhnt. Die Russen werden’s sein. Und die Wiener.



international (1) Freitag, 14. 12. 2018, 14:12

schweden schweden
schweden schweden jeden
schweden schweden jeden berg
schweden nennen jeden berg schwedenberg
schweden nennen jedes messer schwedenmesser
schweden essen messer
Ernst Jandl

Lissabon. Der schwerhörige Stotterschwede am Nebentisch (dem Schwedentisch) isst Pizza Hawaii: The world in a nutshell.



ausgekocht Mittwoch, 12. 12. 2018, 13:06

»Die verdächtigen Autobusse wurden in die Brühfalle der Landesregierung gebracht.«
Radioreport, Steiermark (Transkript)

Wäre der angebrachte Verdacht in helvetisch-kantonalen Zonen vorgefallen, die Busse müssten wohl, im Fall der Vergehensverdacht erhärtete sich, strengste Busse zahlen. Wessen die Busse verdächtigt wurden, lässt sich allerdings aus einer derart isolierten Meldung nicht so leicht rekonstruieren. Es muss sich um den Verdacht einer Dekonstruktion handeln, besteht der Verdacht.



Wartender Samstag, 20. 10. 2018, 10:20

Kern soll in China Türen öffnen
orfon

Türe immer schließen!

Türaufschrift, Österreich

Ob es sich hier wirklich um eine sinnvolle Aufgabe für unseren eloquenten ehemaligen Bundeskanzler handelt? Ist doch im Hochtechnologieland China das – automatische! – Öffnen (und Schließen) von Türen aller Art eine längst beherrschte Fertigkeit, die kaum zusätzlich Wartender bedürfen dürfte.

Was indes in China (und sonstwo, in Afrika etwa) weniger gelöst erscheint, ist, wie mit umgefallenen Fahrrädern und insbesondere Reissäcken zu verfahren ist. Ob eine derartige Sisyphosarbeit die Kernaufgabe sein könnte?



beware! Mittwoch, 17. 10. 2018, 14:29

Mann aß Eichhörnchen und starb
derstandard.at

Das Eichhörnchen auch. Vor seinem Tode sei der Mann (61) Hobbyjäger gewesen, erfährt man, und er habe auch Eichhörnchen erlegt.

Merke jedoch: Etliche Männer (Frauen auch) haben zeitlebens kein Eichhörnchen (od. dergl.) gejagt noch gegessen. Und sind dennoch gestorben. Man fühle sich also nicht allzu sicher, als Nicht-Hobbyjäger.



DuSie Freitag, 5. 10. 2018, 13:25

Sie können Ihre Meinung jederzeit ändern, indem Sie auf den Abmelden-Link klickst, den Sie in der Fußzeile jeder E-Mail, die Sie von uns erhältst, finden kannst, oder indem Sie uns unter k…..@k….y.org schreibst. Wir werden Ihre Informationen mit Sorgfalt und Respekt behandeln.
Newsletterdeutsch

Könnte man sich eine derartige Allehineinnehmpragmatik nicht auch fürs korrekte Gendern zurechtlegen? Weiter so, kommen wir schlussendlich zu einem neuen, zeitgemäßen Esperanto, finaler Selbstlähmung jedweder Sprache.

Wohlan, lassen Sie uns also Ihre Meinung jederzeit (gerade heutzutage) änderst.



ausgepicht Mittwoch, 26. 9. 2018, 9:43

Jener hochbetagte, angeblich demente Rentner, der unlängst bei einer Suchaktion, die er selber per Mobiltelefon ausgelöst hatte – er fände nicht mehr heim, setzte er ab –, nicht gefunden werden konnte, indes er aber plötzlich mit einem Korb frisch gefundener Pilze vor der Haustür aufgetaucht war, ist, zumindest in diesen, wesentlichen, Dingen als alles andere als verwirrt oder dement zu bezeichnen. Verwirrend, das ja. Und gehört sich das doch so für einen ausgepichten Schwammerlsucher. Einen Teufel täte der, seine besonderen Platzerln zu verraten.

Wir brauchen, alle, mehr Verwirrung.



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