oral history Dienstag, 30. 10. 2018, 11:59

Viele Traditionen werden nur mündlich weitergegeben, wie zum Beispiel die Züchtung der Lipizzaner, (…), von den Bereitern bis zu den Eleven.

Leporello, Radio Österreich 1

Vergnügt stellen wir uns vor, wie Manfred Deix diesen Aussagesatz wohl bildnerisch umgesetzt hätte.



Wartender Samstag, 20. 10. 2018, 10:20

Kern soll in China Türen öffnen
orfon

Türe immer schließen!

Türaufschrift, Österreich

Ob es sich hier wirklich um eine sinnvolle Aufgabe für unseren eloquenten ehemaligen Bundeskanzler handelt? Ist doch im Hochtechnologieland China das – automatische! – Öffnen (und Schließen) von Türen aller Art eine längst beherrschte Fertigkeit, die kaum zusätzlich Wartender bedürfen dürfte.

Was indes in China (und sonstwo, in Afrika etwa) weniger gelöst erscheint, ist, wie mit umgefallenen Fahrrädern und insbesondere Reissäcken zu verfahren ist. Ob eine derartige Sisyphosarbeit die Kernaufgabe sein könnte?



beware! Mittwoch, 17. 10. 2018, 14:29

Mann aß Eichhörnchen und starb
derstandard.at

Das Eichhörnchen auch. Vor seinem Tode sei der Mann (61) Hobbyjäger gewesen, erfährt man, und er habe auch Eichhörnchen erlegt.

Merke jedoch: Etliche Männer (Frauen auch) haben zeitlebens kein Eichhörnchen (od. dergl.) gejagt noch gegessen. Und sind dennoch gestorben. Man fühle sich also nicht allzu sicher, als Nicht-Hobbyjäger.



DuSie Freitag, 5. 10. 2018, 13:25

Sie können Ihre Meinung jederzeit ändern, indem Sie auf den Abmelden-Link klickst, den Sie in der Fußzeile jeder E-Mail, die Sie von uns erhältst, finden kannst, oder indem Sie uns unter k…..@k….y.org schreibst. Wir werden Ihre Informationen mit Sorgfalt und Respekt behandeln.
Newsletterdeutsch

Könnte man sich eine derartige Allehineinnehmpragmatik nicht auch fürs korrekte Gendern zurechtlegen? Weiter so, kommen wir schlussendlich zu einem neuen, zeitgemäßen Esperanto, finaler Selbstlähmung jedweder Sprache.

Wohlan, lassen Sie uns also Ihre Meinung jederzeit (gerade heutzutage) änderst.



ausgepicht Mittwoch, 26. 9. 2018, 9:43

Jener hochbetagte, angeblich demente Rentner, der unlängst bei einer Suchaktion, die er selber per Mobiltelefon ausgelöst hatte – er fände nicht mehr heim, setzte er ab –, nicht gefunden werden konnte, indes er aber plötzlich mit einem Korb frisch gefundener Pilze vor der Haustür aufgetaucht war, ist, zumindest in diesen, wesentlichen, Dingen als alles andere als verwirrt oder dement zu bezeichnen. Verwirrend, das ja. Und gehört sich das doch so für einen ausgepichten Schwammerlsucher. Einen Teufel täte der, seine besonderen Platzerln zu verraten.

Wir brauchen, alle, mehr Verwirrung.



sturmreif Dienstag, 18. 9. 2018, 10:38

Schülergruppe von Wespen attackiert
orfon (Samstag)

Schülergruppe von Hornissenschwarm attackiert
orfon (Montag)

Alles deutet darauf hin, dass es sich um eine konzertierte Aktion aggressiver Monarchisten handelt. Zunächst kommen sie von oben, machen uns mürbe. Als nächstes kommt die Invasion der Feuersalamander. Und dann aber!

Nehmen wir uns in acht.



Aaah! Mittwoch, 12. 9. 2018, 12:18

Entspannungstraining in der Reha-Klinik. Die Mutter begehrt auf gegen die Säuselmusik: Bei sowas könne sie sich nicht entspannen, das spielen sie am Friedhof zur Verabschiedung, wenn sich die Türflügel, wie von Geisterhand bewegt, pietätvoll-langsam schließen.

Streng genommen ein Verweis auf jene finale Entspannung, der wir doch alle entgegenziehen.



katholisch machen Sonntag, 2. 9. 2018, 9:14

Inspirative Arbeitszeit im Kloster. Ich bringe ein Notenstück, das ich zur Korrektur durchsehen muss, ins Büro zum Ausdrucken, die freundlichen Damen sind wirklich sehr hilfsbereit. Zur Ausführung des Drucks erscheint eine Dialogmaske auf dem Bildschirm, und es wäre die reine Routine, das Dokument einfach auszudrucken, wenn da nicht, als auffälligste Schaltfläche, die offenbar zentrale Option »KONVERTIEREN« stünde.

Ich überlege kurz – es ist ein Stück nach Mahler, komponiert nach 1897 – nein, nicht nötig. Was aber geschieht mit einem Bach-Choral? Einer Schütz-Motette? Cage? Und was, wenn ich Eigenes bringe?

Die sind schon ganzschön hinter einem her.



Wolkendichter Mittwoch, 29. 8. 2018, 16:57

Gegen Nachmittag werden die Wolken Dichter
orfon

Große Wolken, kleine Wolken, große Dichter, kleine Dichter.
Und das Dazwischen.

Kann sein, es wird eng.



Staubstufe Sonntag, 26. 8. 2018, 16:49

Mars-Rover ›Opportunity‹ nach Staubsturm verstummt
orfon

Forscher suchen indes nach weiteren Opportunitäten (Anwendungsgebieten) von gezielt zu evozierenden und zu plaçierenden Staubstürmen, Verstummstaubstürmen.

Als Posaunist, der sein Instrument bei praktisch jeder Witterung problemfrei anzublasen vermag, weiß ich bescheid. Selbstredend stehe ich als Berater gerne zur Verfügung.



fad Donnerstag, 2. 8. 2018, 9:22

Großes Glück hatte ein Bauarbeiter im oberösterreichischen Wolfern: Der Mann war gestern in einer Baugrube bis zum Kopf verschüttet worden.
orfon

Wieder eine dieser schönen Glücksmeldungen, wie sie einem in aller Regel und ohne viel Suchen im Chronikteil entgegenspringen – wenn man Glück hat. Solche Meldungen wären pädagogisch wertvoll einsetzbar: »Lies nicht weiter, sonst folgt möglicherweise eine allzu fade Pointe!« (Die – pah, glückliche! – Errettung.)

Wir wollen doch alle ein spannendes Leben leben. Bis über den Kopf.



ekliptisch Freitag, 27. 7. 2018, 22:21

Lady Sunshine und Mister Moon
können gar nichts dagegen tun,
dass sie am Himmel sich niemals trafen,
denn wenn er aufsteht, dann geht sie schlafen.
Berühmter Schlager

Beim Eduscho bedient mich Frau Nachtnebel. Unwillkürlich (wann ist je einem etwas willkürlich eingefallen, bei Prüfungen etwa?) fallen mir die beiden oftmalig gegenseitig erzählten Witze aus Unterstufenzeiten ein, warum Chris Lohner und Karel Gott bzw. Liza Minelli und Niki Lauda nicht heiraten könnten: Die allzu lustigen Namenskombinationen in Zeiten patrilinearer Namensvererbung waren’s; Niki Minelli nämlich hätte durchaus Charme gehabt, Charme für einen per definitionem uncharmanten, woran seinerzeit auch dieses Projekt scheitern musste. 

Ich stelle mir, streng unwillkürlich, eine Romanze zwischen meiner Frau Nachtnebel und Herrn Herrgottsfrüh vor. Leider, leider, können sie zusammen nicht kommen: 

… wenn sie auch träumen von einem Märchen,
ein Pärchen werden sie nie.



Größeres Bitte! Samstag, 14. 7. 2018, 12:06

Datenskandal: Höchststrafe für Facebook in GB

orfon

An sich stellt man sich ja vor, dass die von Facebook eh alles locker aus der Portokassa zahlen können. Dass man sie aber in GB davonkommen lässt, muss eine nun aber doch reichlich mager erscheinen, irgendwie ziemlich Nullerjahre. TeraByte, PetaByte, was gäbe es da noch, für FB angemesseneres? Ah, ich lese gerade nach, ganz oben (nach Zetta-) wären da die YottaByte (YB).

Man wird sich dringend um Größeres bemühen müssen.



verhaftet Dienstag, 10. 7. 2018, 17:42

»The Avengers« (warum es in deutscher Fassung ausgerechnet »Mit Schirm, Charme und Melone« heißen musste, erscheint wenig nachvollziehbar) oder andere umfangreich edierte Staffeln alter Fernsehserien anzuschauen wäre ja eine schöne Abendunterhaltung, wenn man nicht nach jeder Folge die Wohnung gründlich durchlüften müsste. In Schwarzweiß qualmen sie scheints noch mehr; jedenfalls bleibt der SW-Rauch hartnäckiger haften, in Gardinen, Teppichen und Bettzeug.



markiert Donnerstag, 5. 7. 2018, 10:27

»Ihre Postleitzahl, bitte!?«, fragt, fordernd, wenn auch freundlich, die IKEA-Kassierin zum Abschluss des Zahlungsvorgangs. Und alle geben sie bekannt, ohne Zögern, die Antwort kommt, wie beim Abprüfen des Kleinen Einmaleins in der Volksschule, unverzüglich und prompt, als würden sie alle die Hacken zusammenschlagen (wenn es so etwas noch gäbe).

»4711«, sage ich, wie beiläufig, die Kassierin nickt und dankt.

4711, das müsste in Österreich zwischen Gries- und Waizenkirchen liegen; es gibt jedoch kein Postamt (und auch keinen Postpartner) mit einer derartigen Duftmarkierung.

PS: Christkindl hat 4411. Alle Jahre wieder. (Hat auch mit BigData zu tun.)



Höllenpapagei Montag, 2. 7. 2018, 10:21

»This is an ex-parrott.«
Monty Python

»Wie schaffen Sie es eigentlich, dass Sie jedesmal, wenn wir uns treffen, noch hässlicher aussehen?«
(aufgeschnappt bei Harry Rowohlt; nunmehr: Satz von Rowohlt)

(Schönheit und ihre Gegenteiligkeiten haben nichts mit Naturgegebenheit zu tun, sondern damit, was jemand aus seinem Typ macht, mehr also mit der Soft- als mit der Hardware; und ihren lebensabschnittgemäßen Updates.)

Natürlich würde er niemals irgendwem gegenüber eine derart gehässige Frage aussprechen. Dass ihm jedoch jedesmal, wenn er die Person sah, unweigerlich der Satz von Rowohlt in den Sinn kam, konnte er nicht gänzlich (also gar nicht) abstellen. So dezent wie möglich sondierte er, wem im Raum wohl eben ähnliche Gedanken durch den Kopf gingen (treffender: schossen). Bei all dem heimlichen Vergnügen war es jedoch alles andere als ein Genuss, eher ein schmerzlich-lustvolles Blickenmüssen von der Art, dass man sich, ungewollt, beständig der Begründung eines dergestalten Grauens versichern musste – ähnlich dem Nachschnoferlnmüssen nach erstmaligem Erwittern eines grob unangenehmen Geruchs (Katzenpisse etwa; jedoch ohne dieses wohlige Erschaudern): Sinnigerweise näherte man sich mit Lichtgeschwindigkeit der Kritischen Masse in der Raumzeit.

Ob er also, sollte es sich zur Abwendung größerer Schäden (Augenkrebs…) als tatsächlich nötig erweisen (sämtliche gelinderen Mittel wären ausgeschöpft), den Mut aufbringen können und endlich den Mund aufreißen würde?

Der Schrei muss so entstanden sein.



Warte nur, balde Donnerstag, 21. 6. 2018, 16:08

Schwalben werden seltener
orfon

Ist ja doch mit den wenigen auch schon genug Sommer.

(Weit gefehlt.)



Beste Protektion? Sonntag, 17. 6. 2018, 7:17

Evangelische Kirche Wien: Geist neuer Superintendent
orfon

Da hat jetzt eine Konfession einen entscheidenen Wettbewerbsvorteil. Man muss allerdings in Anschlag bringen, dass just mit Geist seit eh & je & heutzutage insbesondere hierlands und -orts nicht wirklich allzuviel auszurichten war und ist.



au ja Mittwoch, 13. 6. 2018, 13:13

Zeitschrift »Aula« wird eingestellt
orfon

Damit wäre die Gefahr des knallhart angedrohten politischen Karriereendes für in der inkriminierten Postille veröffentlichende Einzelfäller hundertprozentig gebannt.

Neues Magazin im Herbst geplant
orfon

Titelvorschläge für das neue Magazin soll es bereits geben, diese müssten aber noch diskutiert werden, hieß es am Samstag.
orfon (Fließtext)

Hmm…

…¿¡Gaula!? …

Das wäre unseren ehrhaft Treuen ein wohl wahrliches Wohlgefallen, außerdem (das Alter!) müssten sie sich nicht sonderlich umgewöhnen. Und der kurzgewachsene Fußballer als kompensativer Pferdemi(ni)ster hätte auch seine Freud’ pardon! Befriedigung.



Schließerei? Schlosserei? Sonntag, 10. 6. 2018, 13:23

Seilbahn am Zuckerhut wegen Schießerei geschlossen.
orf

Wenn ich Schießerei lese, durchzuckt’s mich, unweigerlich. Schluss damit!, und um Längen besser lebt sich’s, in allen Breiten, zuckerfrei. Länger auch, bis zum Schluss.



Kombiniere Dienstag, 5. 6. 2018, 7:23

Den idealen Bikini zu finden, gleicht für viele einer Mammutaufgabe.
kurier.at

Ausdrücklich lobend erwähnt sei die kühne Kombination Bikini – Mammut, die den Poeten aus der Stylingabteilung da eingefallen ist. Indes, der geneigte Leser frägt sich, wo das Problem eher zu lokalisieren ist, beim Oberteil, beim Unterteil? Liegt es mehr an der Kombination? Am Dessin?

Oder handelt es sich um biotechnologische Schwierigkeiten? Die Klonfrage?

Fragen, Fragen, und wenn ich es mir recht überlege, auch ich habe meinen idealen Bikini bis heute nicht gefunden, eiere gerade einmal um die Badehosenfrage herum, auch das wahrlich eine Herkulesaufgabe. 

Die Lösung muss die Weltformel sein. 



honestly yours Sonntag, 27. 5. 2018, 11:21

(…)
Danke, dass Sie mit uns bankieren.
Du bist ehrlich,
Bank Bawag PSK.
zweifellos authentische Banknachricht

Selbstverständlich unterstehe ich mich nicht, keine korrekten Angaben oder eine vollständige Überprüfung anzugeben, ansonsten würde ja mein – inexistentes – Konto dauerhaft gesperrt.

Ich bin und bleibe ehrlich. Ehrlich. So glauben Sie mir doch schon!



Zug, wohin? Donnerstag, 24. 5. 2018, 12:22

Josef K.
Zugbegleiter
Namensschild, ÖBB

Jemand mußte Josef K. verleumdet haben, denn ohne daß er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.
Franz Kafka, Der Proceß

»I sogs glei, i woars ned«
Harald Sicheritz, Muttertag

Der – schön sprechen! – Schaffner indes war völlig arglos, als man ihn darauf ansprach. Woll’n wir – um seinetwillen! – hoffen, dass es eine curiose Verwechslung war, merke: Verwechslung, nicht Verwandlung.

Was täte man, träfe man in ähnlicher Situation auf Gregor Samsa? Könnte man ihn warnen, wappnen? – »Vermeiden Sie unbedingt übergroße Nudelportionen spät am Abend, damit sie keine unruhigen Träume heimsuchen!«?

Es hülfe einzig generelle Schlafvermeidung. Oder Nichterwachen.



Karacho Montag, 21. 5. 2018, 17:28

Kassenreform laut Hofer auf der Zielgeraden
orfon

»Wir öffnen in Kürze Kassa 3 für Sie.«
(oder, wahlweise)
»Kassa 3 schließt in Kürze. Bitte nicht mehr auflegen!«
Hofer

Freie Fahrt auf Pannenstreifen ab Juli
orfon

Frage: Gibt es beim Hofer eigentlich einen Pannenstreifen? Bei welchem?

(Rettungsgasse?)



Schnabeltier Freitag, 18. 5. 2018, 12:17

Das Thema sei doch längst schon sowas von breigeschrieben, meinte, sich freudsch vertippend, der eine.

Well, das mag sein, beweist aber nichts gegen … (hier setze man, strikt nach persönlichem Gusto, das jeweilige Thema ein): Wurde doch gerade das Schnabelhäferl dafür erfunden (wurde es erfunden oder handelt es sich nichtvielmehr um die folgerichtige Hervorbringung der Produktevolution?), breiige Konsistenzen einnehmbar zu machen – eine wertvolle, oftmals überlebenswichtige Ernährungszufuhrüberbrückung, bis halt der Patient wieder Festes (Was Ordentliches) zu sich nehmen kann.

Schon kurios, dass diese Vorausentgegnung ausgerechnet von einem Protagonisten der Generation Smoothie gebracht worden war.



Gaumenglück Dienstag, 15. 5. 2018, 9:40

Es ist die Kombination aus Fett, Zucker und cremiger Konsistenz, die das Gaumenglück bewirkt.
derstandard.at

Gaumenglück, danke für das schöne Wort!

Ich erinnere mich an ein Stück von Oskar Mörth, das wir vor Jahren mit dem improviserenden Vokalquartett Timbre gesungen haben. Er hatte es »Ohrenblitz« genannt. 

Jetzt warte ich noch auf einen dritten ähnlich … ähm … griffigen Begriff, und wir machen eine Suite. Oder, barocker, etwas sechssätziges, für Aug & Ohr, für Gaumen, Nase und zum Spüren. Letzterem sind dann zwei Sätze gewidmet, spüre ich irgendwie, und der sechste (der zweite Spür-) Satz wird ähnlich proportioniert zu den anderen fünfen sein müssen, wie beim Lied von der Erde.

Auf für Thermorezeption, Gleichgewichtssinn, Tiefensensibilität und Schmerzempfindung fällt mir noch was ein, weiters dürften die erstaunlichen Sinneswahrnehmungen gewisser Tiergattungen äußerst inspirierend wirken.

Es ist ein einziges großes Welttheater. Was für ein Fest, und es beginnt mit dem Gaumenglück.

Bis dahin schnell einen Riegel Schokolade, Noisette, schön cremig.



zweimal täglich Donnerstag, 10. 5. 2018, 11:11

Je größer der Penis, desto höher ist das Selbstverstauen.
Werbewahrheit

Nöte gibt’s, und manche streben sie durch Einreiben an.



Nieten Montag, 7. 5. 2018, 21:26

Kein Sechser bei Lotto ›6 aus 45‹
Keine verborgenen Kammern bei Grab von Tutanchamun
orfon

Tut das gut, jederzeit topaktuell informiert zu sein!

Lasset uns also nun die beiden Aussagesätze genauer betrachten, sie widersprechen sich nämlich selbst, binnen weniger Silben zumal.

Zum Ersten nämlich ist sehr wohl ein Sechser in ›6 aus 45‹ enthalten, gleichermaßen ein Vierer, ein Fünfer sowie, nicht zu übersehen, ein Fünfundvierziger.
Zum Zweiten: Sollten eine oder mehrere Kammern beim Grab des allzujung verewigten Pharaos verborgen sein, dann würden wir das ja nicht wissen. Umgekehrt ließe sich eine entdeckte Kammer nur schwerlich als verborgene apostrophieren.

Haben wir es also hier wie da mit astreinen Nieten zu tun.

Sehr super.

Generell gilt: Alle Angaben ohne Gewähr.



überführt Freitag, 20. 4. 2018, 23:29

Stichhaltige Gerüchte gebe es, sagt ein Klubobmann. Mehr eh nicht. Aber das genügt ohnehin, und diesen, wie hieß es, gewissen Kreisen, wird man schon noch beikommen. Sind einmal die stichhaltigen Gerüchte da, kommen die fadenscheinigen Beweise wie von selbst. Und dann haben wir euch, endlich. 

Man fühlt sich zunehmend so beunruhigend sicher in diesem Land. 

Am Abend ein gigantischer Meteorit über Graz. Aber sie kommen mittlerweile auch schon bei Tage. Was heißt mittlerweile: Seit eh und je!



Generalprävention Sonntag, 8. 4. 2018, 17:58

Die schauderhafterweise wahre Geschichte von einem abgetrennten Penis soll nun also verfilmt werden. Das wollen ganz sicher ganz viele sehen. Was dabei beklemmt ist der Umstand, dass es ein Vierteiler werden soll. Klingt also mehr nach Fleischwolf. Wer sich als Stuntman zur Verfügung stellt, wird wohl ein auf ewig versiegeltes Geheimnis bleiben müssen.

Indes, wir wissen es und sind beruhigt: Der Penis seinerzeit konnte wieder angenäht werden. Das Dokudrama dürfte demgemäß wie folgt verlaufen: 1. (blowup) Penis – 2. Cut! – 3. Zustand: ab – 4. Zustand: Annähung (fadeout).

Ob derart eine generalpräventive Katharsis für allzu vorwitzige Peniseigner gelingt, kann noch nicht mit Sicherheit bestimmt werden.



bestemmt Dienstag, 3. 4. 2018, 11:14

Länder weiter für Rauchverbot für unter 18-Jährige

Im März des vergangenen Jahres hatten sich die Jugendreferenten der Bundesländer auf ein Rauchverbot für unter 18-Jährige ab Mitte 2018 geeinigt. Umgesetzt wurde es bisher in keinem Bundesland, alle Länder bekennen sich jedoch nach wie vor zu dem Beschluss.
orfon

Es ist doch ganz einfach: Man wartet, bis die unter 18-Jährigen zu über 18-Jährigen mutiert sind. Also alle, kommende Jugendliche inklusive.
Genauso verfährt man – mit dem allergrößten Erfolg! – bei sämtlichen zeitgemäß im Bundeskanzleramt evidenzbasiert evaluierten und – jetzt aber wirklich! – dann schön langsam zügig angegangenen Reformvorhaben, i.e. allüberfälligen Schulreformen, sowie bei der ungerührten Durchsetzung einer Anhebung des tatsächlichen Pensionsalters (wenn sich hier der Bestemm auch in die Gegenrichtung verspreizt).

Österreich ist das Binnenland mit den meisten Leuchttürmen, weltweit.



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