Donnertag, 3. August 2017, 20.00
Heidelberg (D)
, Stift Neuburg
Ausculta et Pervenies

Neuburger Klausurklänge, erhört und zu Gehör gebracht von
Bertl Mütter
, Posaune

https://scontent-vie1-1.cdninstagram.com/t51.2885-15/e35/20688035_1981175348768643_1494535824576872448_n.jpg

Mal wieder ist Bertl Mütter, ein Ausnahmekünstler an der Posaune und am eigens für ihn kreierten ›Wunderhorn‹ zu Gast in der Abtei Stift Neuburg. Er wird im Rahmen seines Aufenthaltes ein kleines Konzert in der Stiftskirche geben.

Der Eintritt ist frei. Spenden möglich.

Schreiben sie auf der Facebook-Seite des Stifts. »Ausculta et Pervenies« sind ja die ersten und letzten Worte der Regel des Hl. Benedikt; sie gelten aber auch außerhalb kirchlichen Selbstverständnisses, habe ich mir gedacht, wie ich das Motto des Konzerts vorgeschlagen habe.

https://scontent-vie1-1.cdninstagram.com/t51.2885-15/e35/18580941_129359227619042_8645937886048288768_n.jpg

In der Abtei Stift Neuburg – man sage nicht »Kloster Neuburg«; dann wären ja Augustiner Chorherrn dort, und das Dort läge vor den Toren Wiens an der Donau anstatt vor den Toren Heidelbergs, an den Gestaden des Neckar; Toren indes gibt’s in Heidelberg wie in Wien zuhauf – ist mein Freund Winfried seit bald eineinhalb Jahren Abt (sie haben ihn von Admont abgeworben, er bringt – salopp gesagt – Schwung in die Hütte). Wir sind nun dabei, was Längerfristiges auszuhecken. Dafür ist es gut, wenn ich recherchiere, wie die Menschen und der Ort samt Umgebung sich anspüren.

Im Jänner war ich schon einmal da; nach dem Eis nun also in der Hitze. Dann werden wir sehen, was wir in den gemäßigteren Zeiten des Jahres angehen wollen. Und weil ich schon einmal da bin und die Kirche über eine sehr feine Stimmung samt Akustik verfügt, spiele ich sehr gerne für alle, die auch hören und ankommen wollen: Irgendwo wird ja jeder einmal ankommen. Wie man sich das ausmalen mag, ist – mittlerweile, in unseren Breiten – jedem selbst überlassen. Manchen erscheinen dabei die gefinkelten Ausheckungen der katholischen Kirche das tauglichste Angebot zu sein.

Wir werden sehen.

[In Freundschaft begründetes persönliches Sponsoring.]

__________________

Mein sommerlicher Besuch darf als sehr erfreulich-aufschlussreich bezeichnet werden. Bald werde ich auf muetter.at, vermutlich in der »Schule des Staunens« die neue Rubrik »studioC*« einrichten. Inhaltliches bald also dort.

Nach oben


Sonntag, 23. Juli 2017
Viktring (A)
, Kellertheater
Die dreizehnte Galanacht der Improvisation

Ihre gesamte Musik, ob sie nun auf Instrumenten gespielt oder von menschlichen Stimmen gesungen wird, ahmt die natürlichen Gefühle so nach, drückt sie so aus und passt die Töne so dem Inhalt der Gesänge an, mag es sich um ein Bittgebet handeln oder um ein fröhliches, sanftes, stürmisches, trauriges oder zorniges Thema, die Führung der Melodie gibt den Sinn der Worte so deutlich wieder, dass sie die Herzen der Zuhörer wundersam ergreift, durchdringt und begeistert.
Thomas Morus, Utopia (1516)

Die actuelle Capelle a/k/a Mütter & die Kochblumen

Mütter und die Kochblumen

   (v.l.n.r.:)
   Miriam Egger, Violoncello
   Erich Berger, E-Bass
   Evelin Woitsch, Primadonna
   Werner Sattlegger, Gitarre
   Maria Alraune Hoppe, div. Aero-, Chordo- & Idiophone
   Markus Lorber, E-Gitarre mit Äffäkkträkk, Qualle
   Johannes Schwarzgruber, Bassflöte, Posaune, Viola
   Edgar Hättich, special Guest
   Johnny Traar, Altsaxophon

   Bertl Mütter, Posaune, Wunderhorn; Spielertrainer

https://scontent-vie1-1.xx.fbcdn.net/v/t31.0-8/20248499_848350641997644_2084644049319109879_o.jpg?oh=7ba464ad826e0c00286f1a319d5af5ca&oe=59F72F47

(Dieses Bild zeigt uns während des Spielens im Konzert. Wenn man mich, bedingt durch die weiße Kleidung, nicht wirklich erkennen kann, so sei’s als Metapher zu verstehen: Auch die gefinkeltste Aufnahme – sei sie rein optisch, akustisch oder als Versuch, überhaupt alles auf Video zu bannen, kann nicht das wiedergeben, was sich in actu ereignet. – Soviel zur Unmittelbarkeit des Spielens. Jetzt aber weiter mit unseren Manifestationen:)

Wir spielen, und weil wir es seit unserer Kindheit nicht vergessen haben (oder haben wir lediglich jedes Jahr diese eine Woche einen unverstellten Zugang zu ihr?), wissen wir, dass es keine striktere Art von Verfassung geben kann als die aus dem Spiel erwachsende. Nämlich, die Regeln stellt das Spiel selbst auf, aus sich selbst heraus, und weil wir ein Kollektiv sind mit nur gelegentlichen kosmetischen Eingriffen durch den Spielertrainer, kann es vorkommen (bzw. ist ausdrücklich erwünscht!), dass sich diese Spielregeln in der individuellen Wahrnehmung unterschiedlich darstellen, mitteilen und instantissime ändern: Ein unentwegtes Wechseln jeglicher Gestalt.

Das Leben, ein Spielen: Es gibt keine Probe, ist immer JETZT.

Nennen wir es die Verwirklichung einer utopischen, libertalischen Lebensweise, und wir (mit hinein genommen unser p.t. publico!) sind die Gründungsmütter & -väter einer umfassend freien und gleichen, konsequent demokratischen Republik des Tönens. Die manchmal unerlässliche Leitungsmacht fußt einzigundallein in der beständig zu erneuernden Einwilligung sämtlicher Bürgerinnen und Bürger.

Als Bojen auf unserer Kreuzfahrt abseits aller Handelsrouten sind zwischendurch Orakel – formuliert von Herta Müller als Sibylle – zu befragen; auch deren Deutung obliegt einzig dem Kollektiv, und wer weiß, vielleicht leiten sie uns bis nach Madagaskar. Oder wir landen östlich davor, auf den Maskarenen. Sicher ist: Der Dodo lebt! (Wie das wohl wieder zu verstehen sein mag? – Wir sind jedenfalls zutiefst betroffen von dieser Metapher!)

Émile Cioran erzählt uns, dass Sokrates, während man ihm den Schierlingsbecher bereitete, Flöte übte, um eine Meoldie zu erlernen: »Was hast du davon?« – »Dass ich diese Melodie kann, bevor ich sterbe.« Für Cioran ist diese Haltung die einzig ernsthafte Rechtfertigung jedes Erkenntniswillens – einerlei, ob an der Schwelle des Todes oder in irgendeinem anderen Augenblick des Lebens.

Viktring, am 23. Juli 2017
_____________________

DISCLAIMER

Im Gegensatz zu ästhetisch fragwürdigen, zertifizierten Qualitätsprodukten geben wir niemandem vor, wann man auf welche Weise betroffen zu sein hat und wie Das Alles zu verstehen sei. 
_____________________

Literatur

Émile Cioran: Prunkvolle Nutzlosigkeit, in: Lehre vom Zerfall. Übertragen von Paul Celan. Stuttgart: Klett-Cotta, 1979.

Daniel Defoe: Libertalia. Die utopische Piratenrepublik. Übersetzt von David Meienreis und Arne Braun. Herausgegeben und eingeleitet von Helge Meves. Berlin: Matthes & Seitz, 2015.

Thomas Morus: Utopia, in: Der utopische Staat. Morus – Utopia, Campanella – Der Sonnenstaat, Bacon – Neu-Atlantis. Übersetzt und herausgegeben von Klaus J. Heinisch. Reinbek: Rowohlt, 1960.

Herta Müller: Vater telefoniert mit den Fliegen. München: Hanser, 2012.
_____________________

NACHWORT

Heuer war das SPIELEN besonders harmonisch, und die actuelle Capelle hat so subtil gespielt, dass es selbst bei den oft sich ergebenden leisen Passagen nie kitschig-pseudoesoterisch wurde. Wer fragen will, wie es kam, dass wir den Bandnamen erweitert haben auf Mütter und die Kochblumen, kann dies gerne tun. Wir geben gerne Auskunft.

Danke allen lieben Leuten vom Musikforum für den idealen Rahmen – und mehr als das!
_____________________

ACHJA (Extradank an Maria Hoppe & Werner Überbacher)

Die komplette Galanacht auf Video gibt es bereits hier und da, sowie dader.

Nach oben


Montag, 17. Juli 2017
Viktring (A)
, Kellertheater
ad: ATLANTIS
<where trouble\s/melt\s/like lemon drops>

Eine utopische Verortung aus der Schule des Staunens
   von und mit
Bertl Mütter
(Trombonutopist; in einfachem Deutsch)

Wie stets ist es eine Reise ins Geahnte. 

http://oe1.orf.at/uimg/5c/cc/5ccc5279af56d8d4f8ee1f0ab1998ac56601cc88.jpg

… ob es über den Regenbogen geht? Wo weiter? (Wie weiter?)

Warten wir derweil ein Weilchen…
_______________________________

Teile

1   where
2   trouble/s
3   \s/melt\s/
4   like
5   lemon (drops)

E   here <now/\here>
_______________________________

Eine gewisse Ratlosigkeit unter den Fach-Kolleg*inn*en, etwa: ein Musiker sei ein Musiker sei ein Musiker … ich erinnere mich, wie der Spieß beim Militär dereinst mir als erster den Rat gegeben hat, das Denken doch besser den Pferden zu überlassen, die hätten einen größeren Kopf … bitte wer behauptet (mit welchem Recht?), ein Musiker habe immer ausschließlich Musik zu machen oder, maximal, diese (ihre/seine eigene) hölzern zu erklären?

Weiters: Zustimmung im Publikum. Man hatte sich aber schon gewünscht, ich möge mehr spielen. Nun, Somewhere Over The Rainbow, man höre es sich an, verebbt im Original auch recht schnell, und es ist ja, ehrlich gesagt, authentischer so.

Das Spielen habe ich dann aber nachgeholt, am 23. Juli im Rahmen der Galanacht der Improvisation. Allseitige Versöhnung.

_______________________________

Ausführliches zum Werk hier.

Nach oben


Sonntag, 16. – Sonntag, 23. Juli 2017
Viktring (A)
, Musikforum Viktring-Klagenfurt 
SPIELEN! – Freie Improvisation mit Bertl Mütter

Bereits seit 2005 treffen wir uns zum SPIELEN! – Die ACTUELLE CAPELLE der jährlich sich aufs neue konstituierenden vormaligen Viktring Konoba Bänd ist eine eingeschworene Partie, die alle Neuen aufs herzlichste willkommen heißt: Sie steigen, wie selbstverständlich, im – HUCH! – dreizehnten Jahrgang ein, während die wiederholt MitSPIELEN!den ohnehin immer ganz von vorn anfangen. Müssen. … Dürfen!

http://muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix500px/bertl/nur_spielen.jpg

SPIELEN! ist ein vergnügliches Musiklaboratorium. Instrumententechnisch einigermaßen voraussetzungsfrei geht es zunächst um die – scheinbaren – Selbstverständlichkeiten des Klängeerzeugens; die schauen und hören wir uns näher an:

Was heißt Hören? – Wie anfangen? Aufhören? – Was ist das eigentlich, ein Klang? – Der darauffolgende? – Und das Dazwischen? – Was für eine Energie schlummert in mir? – In meinem Instrument? – Stille, Ruhe, Schweigen: Wie klingt das? – Weite – Bewegung (…)

Es gibt aber keinen Unterricht im vertrauten Sinn: Unsere Methode ist das kollektive Erfinden von Musik. Beim Hören, Spielen, Nachdenken und in der Kaffeepause im zauberhaften Arkadenhof tauchen weitere Fragen auf. Die Antworten setzen sich (das gibt es!) SPIELEND! zusammen. Wenn wir derart zu heiterer Absichtslosigkeit gelangen, hört sich die ganze Fragenstellerei ohnehin von selbst auf. Das ist ein großes Glück, und nicht zuletzt deshalb kommen ja etliche jedes Jahr wieder in dieses Exil der Heiterkeit.


Fürs SPIELEN! reichen grundlegende Kenntnisse auf deinem Instrument und/oder der Stimme; da es ums lustvolle Ausprobieren von Möglichkeiten unmittelbaren Kommunizierens geht, richtet sich der Kurs aber ausdrücklich auch an die sogenannten Fortgeschrittenen: Wachsen Laien an der Erfahrung der Profis, so können diese von deren Frische und ungebrochenen Freude profitieren! Jedenfalls geht es um die pure, lustvolle Musik! Frei aber, damit wir das nicht vergessen, frei ist definitiv mehr als was man darf.


AnSPIELEN: Sonntag, 16. Juli 2017, 15.00
Stift Viktring (A), Stiftshof (beim Caffè-Trinken)

Gespielt wird täglich in zwei Blöcken (10.00–13.00, 14.00–17.00; flexibel nach gemeinsamer Übereinkunft; in Summe und inkl. Soundcheck und Konzert 14 Module).

Unterrichtssprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Latein.

Nach oben


Samstag, 8. Juli 2017
Gmünd (A)
, Eisenberger Fabrik
»Im Herzen der Welt« – Gerhard Trumler

Ausstellungseröffnung
mit
Gerhard Trumler, Fotografie
Gregor Auenhammer, Laudatio
Bertl Mütter, Posaune

http://www.bibliothekderprovinz.at/media/events/trumler_gerhard_ausst_fabrik.jpg

Eine kurzfristig von Richard Pils an mich herangetragene Anfrage, der ich sehr gerne nachgekommen bin.

Die Eisenberger Fabrik an sich ist schon ein lohnendes Reiseziel. Umso mehr, da es nun eine so feine Ausstellung dort gibt und man also auch das Gebäude innen wie außen erkunden kann.


(Schon merkwürdig – befremdlich –, dass jemand, der so großartige, still-empathische Bilder zu schaffen vermag, derartig bärbeißig polternd auf seine Meisterschaft hinweisen muss. Ein Bild von ihm genügte doch, dies eindrucksvoll zu untermauern.)

Nach oben


Sonntag, 2. Juli 2017
Samstag, 24. Juni 2017
Wien (A)
, Werk X im Kabelwerk
Musiktheatertage Wien
Futur exakt oder Wie alles gewesen sein wird

Rückblicke auf Zukünfte von und mit Bertl Mütter (Posaune; in einfachem Deutsch)

Es heißt, die Zukunft sei auch nicht mehr das, was sie einmal war. Dieser Behauptung wollen wir mit der Zeitlupe auf den Zahn fühlen. Wenn wir an den richtigen Rädern drehen, stellt sich heraus, dass alles nicht so kompliziert ist. (Nicht einfacher: anders kompliziert.) Nach wie vor gilt: »Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.« Wir werden sehen. Immerhin waren schon ein paar dort. Oder will es nachher dann wieder einmal keiner gewesen sein?

Verhandelt wird die Causa The Doors vs. Status Quo. Als Zeugen geladen (u.a.): Jorge Luis Borges, Vladimir Nabokov, Johann Philipp Neumann mit Franz Schubert, H.C. Artmann, Edler von Traumpichl, Louis de Funès. Die üblichen Verdächtigen. Ich aber sage Euch: Seher!

Im Ö1-Abendjournal des 5. April 2017 kam die Meldung: »Der Kärntner Zukunftsfonds ist bald Geschichte.« Mit einemmal erbebte da die Erde, ohne sich dessen vorderhand gewahr zu werden. Keine weiteren Fragen.

http://www.tuev-sued.de/uploads/images/1238496277548717350737/mehr_zukunft-b.jpg

Am 7. Mai 2017, es ist ein Sonntag, erscheinen die Aushängetaschen dreier Tageszeitungen mit dem wohl in Werbeabsicht applizierten Einlagebild einer Versicherung, diese fordert oder verspricht, je nach Zeitung für 90 Cent, 1 oder 1,20 Euro »MEHR ZUKUNFT!« Abgebildet sind zwei Kinder im besten Kinderalter, die, da sie gemeinsam von einem Trampolin hochgesprungen zu sein scheinen, sich in der Luft räkeln, ja, im Augenblick regelrecht festgehalten sind (die Zeit steht still); es droht ihnen jedoch in Kürze das Eintreffen dieser geforderten Zukunft als Auftreffen am Rand, auweh. Wir wollen hoffen, dass es sich um eine Fotomontage handelt. Was das nun über die Versicherung aussagen mag, bleibt uns aufmerksamen Damen und Herren Betrachterinnen und Betrachtern überlassen. Indes, deren Sorgen möchten wir haben.

_________________
PS: Die weiteren von mir überaus geschätzten und teilweise vorgeschlagenen Viertelbeitragstäterinnen sind Anne Bennent mit Karl Ritter, Melissa Coleman mit Radek Knapp, sowie Maja Osojnik.
_________________
PPS: Wie ich angekündigt hatte, dass alles sein würde, exakt so hat sich alles zugetragen. 

Nach oben


Freitag, 30. Juni 2017
St. Lambrecht (A)
, Peterskirche
Fest zur Wiedereröffnung der Peterskirche

mit u.a.
Grazer Kapellknaben
Vokalensemble '3dulio'
Bertl Mütter, Posaune
Manfred Novak, Orgel

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/35/Peterskirche_im_Stift_St._Lambrecht.jpg/640px-Peterskirche_im_Stift_St._Lambrecht.jpg

Als Freund des Hauses mit oftmals gewährtem Gastrecht – drei hier aufgenommene CDs zeugen davon, dazu verbringe ich regelmäßig inspirative Zeit hier in der Clausura – ist es mir eine Freude, dieses nun musterhaft renovierte und in eine architektonische Gegenwart gebrachte gotische Baujuwel anlässlich seiner Neueröffnung als einer der Ersten bespielt haben zu dürfen.

https://www.murtalinfo.at/daten/bildergalerie/DSC_9910(4).jpg

Drei Passagen habe ich (mit)gestaltet:

15.15   Bertl Mütter, Posaune
»ad: parlando
(Peterskirche, 29. Juni 2004)«

Tatsächlich exakt 13 Jahren zuvor habe ich meine erste von bislang drei in St. Lambrecht eingespielten CDs aufgenommen und sie »parlando« genannt, eine Sammlung improvisierter Miniaturen, die sich ganz auf den jeweiligen Raum (Peterskirche/Karner/Schlosskapelle) einlassen. Diesen versonnenen Spielereien habe ich zur Eröffnung des Fests hörbar nachgelauscht: »prologo«, »invenzione d’entro il vento«, »melodia«, »monologo«, »poco trovando«, …

19.00​   Grazer Kapellknaben & Bertl Mütter, Posaune
»introimus, audimus, gaudimus« (UA)
Ich habe extra ein den Hör-Raum ausgreifend eröffnendes Stück höheren Schabernacks ersonnen, das nach Absingen eines panglotten Hymnos in Anton Bruckners »Locus iste« verwoben mit meiner mehrstimmiger Posaunen-Adaption »irreprehensibilis« mündete.
Es war ein spannungsreiches (erstmaliges) Aufeinandertreffen im Zusammenklingen! Und etliche Leute haben es schade gefunden, dass wir keine Aufnahme gemacht haben. Aber, he: Es klingt nach im Raum!

21.30​   Bertl Mütter, Posaune
»in tenebris«
Ein Schließen des akustischen Bogens mit heimlich-vertrauten Klängen, die in die einsetzende Dunkelheit geleiteten: »tremendo«, »tremolando«, in die Stille: »poco tranquillo«, ins Geahnte: »con i campane«. Draußen die Natur klingt indes immer weiter: »ai uccelli«. Weiter, immer weiter: »…«
__________________

Mein Spiel sei eine kleine Geste des Danks an Gerwig Romirer und den Konvent der Benediktiner zu St. Lambrecht.

in other words

[In langjähriger Freundschaft begründetes persönliches Sponsoring.]

PS: Zeit wird’s, wieder in der Peterskirche aufzunehmen!

Nach oben


News 1 bis 7 von 165
<< Erste < zurück 1-7 8-14 15-21 22-28 29-35 36-42 43-49 vor > Letzte >>
muetter.at
muetter.at
muetter.at