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mittwoch, 8. februar 2012

wien (a), alte schmiede

one.night.band
zahra mani, bass, e-bass, laptop
bertl mütter, posaune
martin siewert, e-gitarre, elektronik
mia zabelka, violine, stimme, elektronik

Unter dem Motto WERK/SPIEL stellt die One.Night.Band neue Kompositionen von und mit dem Komponisten Julian Gamisch und der Performancekünstlerin Bernadette Laimbauer (Tanz) vor.”

… ja, hat spaß gemacht, die schmiede war recht gut besucht, und das spielen miteinander hat auf erfreulich sensiblem niveau gut funktioniert.

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freitag, 27. jänner 2012, 14.00 – samstag, 28. jänner 2012

wien (a), musikuni
quo vadis teufelsgeiger?
abschlusssymposion

mich, als einen rechten teufelsposauniste, haben sie eingeladen, die eröffnungsperformance künstlerisch zu gestalten. ansonsten sind in dem äußerst vielgestaltigen, zum mitmachen und -denken anstoß gebenden symposion noch weitere exquisite kolleginn- und -en zugange, etwa leonhard paul, lorenz raab, maria gstättner, pago libre, jens badura und viele andere.

http://www.musiceducation.at/typo3temp/pics/8cf3f57e5e.jpg


… In den samstäglichen DenkRäumen, in denen wir die Erlebnisse und Erfahrungen der Teilnehmer vom Freitag gesammelt und reflektiert haben, war Dein Auftritt ein immerwiederkehrendes Thema. (…) nicht nur ein Mensch hat mir rückgemeldet, dass ihm so vorkam, als wäre nach Deinem Auftritt das, worum es geht, gesagt worden und sie eigentlich schon bereit gewesen wären, vollkommen befriedigt nach Hause zu gehen.

(sowas freut einen.)

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mittwoch, 14. dezember 2011

wien (a), bsl (breitenseer lichtspiele)
1. set: loibner & mütter
matthias loibner, drehleier
bertl mütter, posaune
2. set: die strottern
klemens lendl, gesang & violine
david müller, gesang & gitarre

im rahmen des musikalischen adventkalenders (durch alle 23 bezirke) war am 14. logischerweise der 14. hieb dran, konkret sein subgrätzl braadnsee, h.c.artmanns urheimat, und welche spielstätte wäre dafür besser geeignet, als das seit 1905 durchgehend und damit älteste noch bespielte kino österreichs (möglicherweise der welt!). ein wahrlich würdiger ort für das – wie sich gezeigt hat längst überfällige – debut unseres neuen duos.

loibner & mütter

Kennen tun sie sich schon länger als man sie kennt, seit ca. 1985. Dann beiläufig gegenseitige Wahrnehmung aus dem Augenwinkel, zunehmende Neugier aus der Distanz und dann – ihre neuesten CDs (winterreise bzw. mütterkinderlieder) erschienen beim gleichen Label (Raumklang) – abermalige Begegnung unter gereifteren Umständen: großes Interesse, ja Sympathie, also: Spielen!
Die Drehleier und die Posaune wie sie von Loibner und Mütter gespielt werden, sie mögen sich, und Mütter und Loibner haben sich was zu sagen.
Das mitzuerleben ist allerdings faszinierend.

http://matthias.loibner.net/pro/matthias/MLoibner09.jpg

fyrchtet eych nycht.

es war, ohne übertreibung, auch wenn das wort hier inflationär in seiner verwendung erscheinen mag, beglückend. auch das zweite set, die strottern, wunderbar. am schluss dann noch das obligate gesamtspiel, großes dadaistisches vergnügen.

nochwas: ausverkauft! das letzte mal war das kino so voll bei der großen peter alexander-retrospektive, ca. 1996, hat anna nitsch-fitz gesagt, und die muss es ja wissen.

das ist allerdings allerhand.

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Dienstag, 13. Dezember 2011, 20.00

Graz (a), Literaturhaus
literaturpreis der stadt graz 2011 = franz nabl preis an
angela krauß

http://angelakrauss.de/include/slir/w920/media/schriftstellerin-angela-krauss/schriftstellerin-angela-krauss.jpg

diverse grußworte offiziöser herren

laudatio: sebastian kleinschmidt (chefredakteur, sinn+form, berlin)

preisübergabe

wetterleuchten graz
angela krauß
(stimme)
bertl mütter (posaune)

… und das ist allerdings eine riesenfreude, angela, mit der mich eine herzensfreundschaft seit ihrer zeit als grazer stadtschreiberin (1990 war das!) verbindet … good things come to those who wait: endlich sind wir erstmals gemeinsam aufgetreten, wetterleuchtend im graz, ein nebelverblasender blindsichtflug gegenseitigen verstehens. (und den feinsten staub österreichs hatte es bereits am vorabend hinausgewaschelt.)

es soll und wird nicht das letzte mal gewesen sein. o nein.

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sonntag, 11. dezember 2011, 20.00

wien (a), konzertcafé schmid hansl

http://www.espressorosi.at/mitstreiter/miki/schmid_flyer_a.jpg

geschlossene veranstaltung *

les artistes et marietta

mit dem fabulösen duo leonhard paul & bertl mütter.

http://a8.sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-ash4/250920_210301129008459_100000857200927_545744_5744652_n.jpg

nebst vielen andern (ihr name ist legion; was sag ich: legionen!), berufeneren.

http://www.bmlv.gv.at/images_skaliert/milmusik_004_960x673_1313217929.jpg

nämlich die marietta, eine äußerst sympathische dame, die was die leihoma von florentin und domenica (paul) ist, deren bub der olivier tambosi ist und nach der die legendäre marietta-bar zwar nicht benannt ist bzw. war, die sie aber skurrilerweise nach gerhard bronners fledermaus (und vorm porgy & bess) geführt hat, ehrlich wahr.

ein legendärer abend, seis drum.

* das hat auch bedeutet: honorarfrei (sowas gibts, unter bestimmten umständen)

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donnerstag, 17. november 2011

st. pölten (a), festspielhaus, box
jonken – ein sprachgewitter
markus hering, sprecher

bertl mütter, posaune

gert jonke war ein großer sprachmagier und erschaffer wunderlicher welten. zwei seiner engsten künstlerischen freunde haben sich gefunden, ihm ihre referenz zu erweisen.
 


markus hering ist der zentrale deuter jonkes großer stücke (chorphantasie, die versunkene kathedrale, freier fall), wofür er mehrmals mit dem nestroy ausgezeichnet wurde.



bertl mütter war bis zuletzt jonkes bevorzugter partner in berückenden text-musik-performances.

hering und mütter streuen gert jonkes zaubersaat hinaus, staunend, voll heiterem ernst. ein poetischer abend in des wortes tiefster bedeutung.
 

und jeder darf seinem vogel nachfliegen, unbeirrt. beglückend.

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eine rezension, ungekürzt (prinzip. ungek.)

Blitzende Worte – donnernder Schall
jonken – ein sprachgewitter

Ein poetischer Abend mit Texten von Gert Jonke

 „Wenn ich etwas geschrieben habe, bin ich eine Zeit lang ruhig.” 
Gert Jonke

Jedoch was Jonke schreibt, ist alles andere als ruhig. Da blitzt es und donnert es, da kracht es und stöhnt es. Einer läuft einem Gewitter nach und schreit: „Blitz triff mich!”, ein anderer schleudert einen Blumentopf von der Bühne in den Zuschauerraum und schlägt damit einem engen Verwandten ein Auge aus. Und spätestens wenn zum Vortrag der „Chorphantasie” Markus Hering seinen Frack anzieht und den spitzen Dirigentenstab zur Hand nimmt, fürchten auch die Zuhörenden in der Box im Festspielhaus um ihr Augenlicht. Dann wieder gibt sich der Dichter – und mit seinen Worten der Vortragende – leutselig und lädt alle Zuhörer zu sich nach Hause ein. Die Einladung knüpft er jedoch an die Bedingung, dass alle hier und jetzt Versammelten, vollzählig zu erscheinen hätten. Das wiederholt er dann so lange in jeweils leicht variierten Formulierungen, bis auch dem letzten Zuhörer klar geworden ist, die Einladung ist nichts anderes als eine besonders von Herzen kommende Ausladung. Wenn Jonke sein Publikum veräppelt, dann geht es fast nicht freundlicher.

Vermittelt wird das authentisch von Markus Hering, dem aus Theater und Film bekannten Schauspieler, der vor noch nicht allzu langer Zeit in Dany Levis Film „Das Leben ist zu lang” als Alfi Seliger auch in St. Pölten zu bewundern oder treffender gesagt, zu bedauern war.
Unterstützt, bekräftigt, paraphrasiert, kontrapunktiert und parodiert werden die von Markus Hering zum Leben erweckten Worte Jonkes von Bertl Mütter an seiner Posaune. Zu Hilfe nimmt sich Mütter dabei noch fast alle anderen einem menschlichen Körper zur Verfügung und zur Vergnügung stehenden Geräusche, dass es einem die Hose hineinziehen möchte: „Plopp, kloing, zrrrb, krtsch, mmmm, pling, doing”. Und damit der Zuhörer nicht meint, es handele sich bei Mütter um einen Dilettanten, der dem kulturbeflissenen Auditorium bloß einen Streich, oder passender, einen Blas spielen will, intoniert er gelegentlich gleichzeitiges mehrstimmiges Spiel mit Posaune und Stimmbändern. Kehrtwendend machen dann Jonke und Hering nicht davor Halt, dem blechblasenden Musiker, und mit ihm all seinen Kollegen „auf der ganzen Welt”, vorzuwerfen und nachzusagen, sie verunreinigten sämtliche Bühnenböden mit ihrem aus den Rohren abgelassenen Speichel. Feuchtfröhliches zum Lachen und zum Denken.

Fast könnte man an höhere Fügung glauben, wenn wenige Tage nach der Verleihung des diesjährigen Nestroypreises, der zweifache Nestroypreisträger Markus Hering (2003 und 2008) Texte des dreifachen Nestroypreisträgers Gert Jonke (2003, 2006 und 2008) vorträgt und der Posaunist Bertl Mütter die Artikulation auf seinem Instrument soweit vorantreibt, dass irgendwann auch ihm der Nestroypreis zuerkannt wird.

Ernst Punz

http://www.muetter.at/cms/uploads/pics/jonk2.jpg

… da dürfen wir doch alle – uns still freuend – lächeln.

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donnerstag, 22. september 2011

bratislava (sk), konvergencie @ design factory
duo skuta – mütter
more initial epilogues
miki skuta, klavír
bertl mütter, trombón

„Improvizácia je bleskurýchlo sa meniaca interaktívna hra,” napísal o projekte 10 initial epilogues všestranný klavirista Miki Skuta, ktorého netreba slovenskému publiku zvlášť predstavovať. Zabudnite na improvizácie, kde po pár minútach viete, čo bude nasledovať. Miki Skuta a fenomenálny rakúsky trombonista Bertl Mütter si s publikom na Konvergenciách zahrajú vzrušujúcu hru, ktorá bude pre všetkých úplne nová. Isté je len jedno: nemôžu chýbať brilantné hudobné vtipy s pointami, pri ktorých nebudete môcť tlieskať. Budete sa smiať.

http://a8.sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-ash4/320661_10150451719756959_151139096958_10814185_1961347621_n.jpg
foto: Jarmila Uhlíková

„najlepšia improvizácia akú som doteraz počula!!!” hat eine dame im buch des gesichts zu diesem konzert gemeint. sicherheitshalber habe ich geich ein gefälltmirfäustchen platziert. mittlerweile habe ich mich erkundigt. die übersetzung von „najlepšia improvizácia akú som doteraz počula!!!” lautet: „die beste improvisation, die ich je gehört habe!!!”
da werden wir aber rot (vor blauem hintergrund).

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