also studieren, musikästhetik, phänomenologie. spannend das.
und komponieren, ein stück für zwei bajane für das ensemble dyas.
an meinen instrumenten wird auch tüftelig herumgeschagerlt.
im märz gibts auch zwei workshops: zuerst (9./10.3.) einen workshop zur improvisation bei den bläserinnen und bläsern (und wer sonst noch will) der konservatorium wien privatuniversität; und dann (21./22.) einen zu meiner art, musik für ensemble zu erfinden – an der kunstuni graz (im rahmen der klangforum-professur für neue musik).
allerhand, wirklich wahr.
zu allem, wenn es angezeigt ist, mehr … wenn ich halt selber berichtbares weiß … jedenfalls rechtzeitig.
(mein kunstenleben wird schon wieder öffentlicher.)
fels am wagram (a)
weingut wimmer-czerny
weinkult 11
erwin einzinger, lesung aus der geschichte der unterhaltungsmusik von dschalalabad nach bad schallerbach und wie es sich ergibt
bertl mütter, posaune
wolfgang muthspiel, gitarre
christoph cech, fender rhodes
ewald oberleitner, kontrabass

so hats im 11erjahr beim 10erweinkult ausgeschaut. nun also: der zwölfelf. aus der ankündigungsschrift zitiert:
„Nach dem Zehnjahresfest im 11erjahr, zu dem Hofintendant Bertl Mütter neben Fixstarter Christoph Cech die fulminanten Mnozil Brass und den Champion a/k/a Austrofred himself eingeladen hatte (um unseren bewusst intimen Rahmen nicht zu sprengen, wurden in der Ankündigung nur Andeutungen auf ihre geheim gehaltene Identität gestreut), stellte sich abermals die Frage: Wie weiter? Wie beim Wein hat ja jeder Jahrgang seine ganz besonderen Eigenschaften, man knüpft zwar immer an, zugleich aber ist alles neu.
Christoph Cech am orig. Fender Rhodes und Bertl Mütter mit seinem (ebenso orig.) Schagerl-Mut!horn freuen sich auf drei ganz Besondere. Lassen wir zuerst Erwin Einzinger zu Wort kommen: „Wie der Lesebeitrag genannt werden soll, ist eigentlich egal, weiß es selber nicht. Ich kann was aus dem U-Musik-Buch (,Aus der Geschichte der Unterhaltungsmusik’, Anm.) vorlesen, dazu vielleicht auch Neueres, Prosa, Poesie, wie es sich ergibt.” So soll es sein. Wer ihn kennt, weiß: Einzinger ist ein Gigant, und wir werden es erleben, liegt doch unser Hof exakt auf dem Weg ,von Dschalalabad nach Bad Schallerbach’.
Nun, die beiden Gastmusiker: Da kommt zum einen der Doyen der österreichischen Kontrabassisten, der große Ewald Oberleitner aus Graz, heuer geht es sich endlich aus. Und trifft auf einen langjährigen Freund und Kollegen, den international erfolgreichsten lebenden österreichischen Jazzmusiker überhaupt, niemand geringeren nämlich als Wolfgang Muthspiel mit seiner Gitarre.
Freuen Sie sich also auf einen entspannten Abend spontaner künstlerischer Kommunikation auf allerhöchstem Niveau in der gewohnt gemütlichen Atmosphäre auf unserem Hof, mit den Leckerbissen von Ella de Silva und ihrem Team – und mit bestem Demeterwein aus dem Hause Wimmer-Czerny. Die warme Jahreszeit, sie kann kommen, und wir werden sie würdig begrüßen!”
… vorfreude, wie jedes jahr!
viktring (a), musikforum viktring-klagenfurt
spielen! – ein workshop zur freien improvisation mit bertl mütter
weitere informationen im obigen link zum musikforum sowie hier.
Viktring (A), Gewölbekeller (im Finstern)
im Rahmen des Musikforums Viktring-Klagenfurt und seines der gegenwartsnahen amerikanischen Musik gewidmeten Schwerpunkts NEUE WELTEN.
sostenuto (mothers’ morton’s memories) [ua]
bertl mütter, posaune, basstrompete, stimme, komposition
„Meine Stücke sind nicht zu lang. Wenn man sie anhört, scheinen sie sich in die Landschaft der Zeit einzufügen, die ich mitbringe. Würden Sie sagen, dass die 'Odyssee' zu lang ist? Ich empfinde, dass die Stücke eine natürliche Länge haben, damit sie ihr Leben ausleben können.”
Morton Feldman (1926–1987), Middelburg-Lecture, 2. Juli 1985
Morton Feldmans Stücke beginnen augenblicklich und dauern nach dem Verklingen weit noch an. Als wären sie immer schon da. Aus der Zeit. Und sind es ja Klangwelten, um die wir seit jeher gewusst haben. Feldman hat sie uns lediglich gehoben. Eine Musik, in der alle Musik (und nicht nur diese) eingebettet ist.
Eigentlich komponiere er nur aus Trauer darüber, dass Schubert gestorben sei. Er hätte es nicht extra sagen müssen. Aber es eröffnet assoziative Seitenäste: Zum Adagio des Streichquintetts D.956 (September 1828), zum Adagio von Schostakowitschs letztem Werk, der Violasonate op.147 (6. Juli 1975) und zum Adagio sostenuto von Beethovens Sonata quasi una fantasia op.27/2 cis-moll (1801), deren anfängliches Triolenmotiv eine Verbindung zurück zu den Triadic Memories (1981) herstellen könnte.
Bertl Mütters sostenuto wird ein sehr langes sehr leises Stück. Wo sich die Zeit aufhebt. Über das Aufhören, Fragen zu stellen. Musik von infamer Zartheit und Langsamkeit als Bewegung in der Stille. Im Finstern. Katakombenklänge.
Die Uraufführung ist zum Neumond hin. Dann wird es wieder heller. In der Nacht.
viktring (a), tba, musikforum viktring-klagenfurt
spielen! – abschlusskonzert des improvisationsworkshops bei bertl mütter
auch heuer werden wir unseren abschluss (es ist eine momentane im- und ex-pression) wieder für uns und unser recht treues Publikum in einem gemeinsam zu definierenden, mithin idealen Rahmen zelebrieren, und es wird, wie stets, jedenfalls kein gewöhnliches Konzert!