aktuell

meanwhile…

  
Ich kenne meinen Weg so wie der Bach den seinen.
Jules Renard

Es gibt vieles zu tun, und manches passiert halt nicht im gleißenden Licht der Öffentlichkeit: Künstlerische Arbeit mit Studierenden an unseren Musikuniversitäten, Recherchen aller Art, das Componîrn und Concipîrn allerleier Werke und dramaturgischer Abläufe nachgerade utoperantischen Ausmaßes, Ertragen beigeordneter Demütigungsrituale seitens öffentlicher Fördergeber; tatsächlich Wichtiges wie Liebes- und Freundschaftsdienste, sowie runde und eckige Geburtstage, Jahrestage, …

Wenn öffentliche Veranstaltungen im Anflug sind …

… werde ich hier davon zu berichten wissen, zumindest vier Wochen im Voraus (außer, ich erfahr’s erst kurzfristiger – soll mir auch recht sein).

Fruchtbare Momente gibt es etliche, darf ich versichern.

Versprochen.

(Gewisse Versprechen gibt man sich selber sogut alswie der Welt.)


PS: Sie können mich aber gerne auch kontaktieren, und ich liefere Ihnen Töne, unerhörte Töne – und mehr als das!
(Wobei sich das mehr selbstredend als rein qualitativ versteht.)

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Samstag, 6. April 2019
Kramsach (A)
, tba

(Das ist das Plakat unserer letzten prä-episkopalen gemeinsamen Aktion.)

Hermann Glettler, Kunst
Bertl Mütter, Posaune
tba, Worte

Ausstellungseröffnung und -bespielung. 

(Details folgen)

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Freitag, 3. Mai 2019, 18.00
Fels am Wagram (A)
, Weingut Wimmer-Czerny
WeinKult 18

https://muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix500px/2018/180504weinkult.jpg
2018: vlnr: Tomáš Novák, Melissa Coleman, Elias Hirschl, Matthias Loibner, Bertl Mütter. Foto: Heinz-Peter Linshalm

David Schalko, Sprachliches

Wolfgang Puschnig, Saxophon, Flöte
Christoph Cech
, Wurlitzer, Schlagzeug
tba, Kontrabass
Bertl Mütter, Posaune; Intendanz & Conferanz

Hans Czerny, Eröffnungsredner

http://muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix500px/2012/12weinkult11_1.jpg

(Details folgen.)

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Donnerstag, 23. Mai 2019, 2015
Innsbruck (A)
, Karmelitergasse 21, 2. Hinterhof
[Stiegenhausmusik]

https://servedby.catbull.com/news/pic/8472/0

Peter Warum vom »KG21GA_verein zur förderung der hinterhofkultur« hat mich eingeladen, meinen Beitrag zu dieser sehr speziellen Veranstaltungsserie zu liefern.

https://muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix500px/bertl/180425_CZ27349_500px.jpg

Ich hoffe, ich kann Aufsteigendes bieten.

https://servedby.catbull.com/news/pic/8473/0

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Mittwoch, 29. Mai 2019, 20.00
Ludwigsburg (D)
, Schlosstheater (link wird noch aktualisiert)
Höllenvisionen

Michael Köhlmeier, Erzähler
Bertl Mütter, Posaune (Muthorns)
Leonhard Paul, Posaune, Basstrompete (Wunderhorn)

http://s1.wohintipp.at/uploads/events/transformed/153084-116515-7.jpg?v=2

Die frühen Helden des Abendlandes kehrten auf ihren Reisen in der Unterwelt ein und schilderten, was sie dort gesehen haben. Odysseus begegnete dem Achill, der berichtete von unerträglicher Langeweile; lieber würde er auf Erden für den ärmsten Bauer als niedrigster Knecht das steinigste Feld pflügen, als hier der König der Schatten zu sein. Dass die antike Welt in der Unterwelt auch einen Ort sah, an dem gestraft wurde, erfahren wir aus den Geschichten von Sisyphos, Tantalos und Ixion. Für das Christentum hat Dante mit seiner »Göttlichen Komödie« ein anschauliches Bild von der Hölle entworfen und zugleich die Dreiteilung des Jenseits in Inferno, Purgatorio und Paradiso festgeschrieben. Außereuropäische Mythen berichten vom Ort des Grauens manchmal ironisch, manchmal in Form eines Schelmenromans, wie eine Geschichte aus der Mongolei.
Michael Köhlmeier

Einmal schon sind Köhlmeier, Mütter & Paul in die unteren Bereiche hinabgestiegen, wie sie 2016 bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen gemeinsam »Aeneas oder Die Kunst der Flucht« gestaltet haben. Was man über die Musik der beiden Mehr-als-Posaunisten Leonhard Paul und Bertl Mütter hernach geschrieben hat, können Sie hier lesen.

http://www.muetter.at/cms/uploads/RTEmagicC_3c8fc15be8.jpg.jpg

Von jeher ist die Posaune den chthonischen Regionen zugeordnet. Geht es um die Letzten Dinge, schweigt die hell strahlende Trompete*; von Monteverdi über Mozart, Schubert, Berlioz, Bruckner, Mahler und Schostakowitsch bis zur Gegenwart greift die Posaune ins final-eschatologische Geschehen ein. Und zugleich gilt sie als das himmlische Instrument schlechthin (sehen wir von Harfe und Celesta ab): Was wäre also eine Apokalypse ohne Posaune?, und die Mauern von Jericho wären wohl vor einem Blockflötenensemble eher nicht eingestürzt – was jetzt bitte nichts gegen die Blockflöte sagen will, sei sie allein geblasen oder im Consort.
Leonhard Paul und Bertl Mütter, diese beiden Posaunenpoeten, erzählen Unerhörtes mit ihren nicht zufällig Mut- und Wunderhorn genannten kommunizierenden Gefäßen: In ihren Posaunen wohnt fürwahr sowas wie zärtliche Wucht.

http://static6.swp-plus.de/storage/scl/import/swp-beta-import/bietigheim/lokales/ludwigsburg/print/2335025_t1w600h392q90v22092_swp-8662603_16595451_01_3005_LUBU_aeneas_4C_1055765876.jpg?version=1464589449
© Richard Dannenmann, Südwestpresse

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* Allerdings: In der gegenwärtigen US-amerikanischen Präsidentialperiode hat dies eine prekäre Verschiebung erfahren, sodass die Trompete (engl.: trumpet) – hoffentlich kurzfristig – gewissermaßen über so etwas wie apokalyptische Kernkompetenz verfügt. Nicht nur Posaunisten sind vom Bestreben getrieben, dieses einigermaßen verantwortungsvolle Amt wieder in erfahreneren Händen geborgen und von besonneneren Lippen in aller Sonorität ausgeübt zu wissen.
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Höllenprotokoll (Wien, Musikverein, 29. November 2019)

*** Beginn der Veranstaltung ***

GAETTU
 (zur schreckhaften Eröffnung) – 6’

Michael Köhlmeier erzählt Höllenvisionsversionen (1)

geharnischt! dreistimmiges Stück für Wunder- und Muthorn – 5’

Michael Köhlmeier erzählt Höllenvisionsversionen (2)

Tremenz
 Sequenzstück für Basstrompete und ambulante Posaune – 6’

Michael Köhlmeier erzählt Höllenvisionsversionen (3)

Vexalier
 idée fixe für zwei Posaunen – 6’

*** Pause ***

demolliert 
Ausbruch in Erschrecken für zwei Posaunen – 6’

Michael Köhlmeier erzählt Höllenvisionsversionen (4)

rehhuete
 Achtstück für zwei Posaunen – 5’

Michael Köhlmeier erzählt Höllenversionsvisionen (5)

baequabale Abschiedsstück, teilweise endgültig – 5’

*** Ende der Veranstaltung ***

Sämtliche Musikstücke (allesamt paulinisch-mütterliche Posaunenusurpationen schlundmusikalischer Art) stammen von Bertl Mütter & Leonhard Paul. Sie wurden am 30.11.2017 bei der AKM angemeldet. Im Musikverein hat man sich teil köstlich amüsiert, und das ist ja wohl allerhand, bei diesem Höllenbrand.

Seinerzeit, nach dem Musikverein waren wir beim Spanier in der Mahlerstraße und haben uns platt gelacht, höllisches Gelächter. Aber ich kann mir ja keine Witze merken. Vermutlich werden wir in Ludwigsburg zum Griechen gehen. Witze merke ich mir weiterhin keine; ich baue darauf, dass sich die anderen meinen einen auch nicht gemerkt haben, sodass ich ihn mit allgemeinem Gewinn erzählen kann.

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Sonntag, 14. – Sonntag, 21. Juli 2019
Viktring (A)
, Musikforum Viktring-Klagenfurt 
SPIELEN! – Freie Improvisation mit Bertl Mütter

Bereits seit 2005 treffen wir uns zum SPIELEN! – Die jährlich sich aufs neue konstituierende ACTUELLE CAPELLE ist eine eingeschworene Partie, die alle Neuen aufs herzlichste willkommen heißt: Sie steigen, wie selbstverständlich, im bereits fünfzehnten Jahrgang ein, während die wiederholt MitSPIELENden ohnehin immer ganz von vorn anfangen müssen dürfen.

2019 ist, bei voller Kontinuität, buchstäblich alles neu beim Musikforum. Und erfinden wir ja auch alle Klänge jedesmal aufs Neue, im SPIELEN! Kontinuierlich, ehklar.

http://muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix500px/bertl/nur_spielen.jpg

SPIELEN! ist ein vergnügliches Musiklaboratorium. Instrumententechnisch einigermaßen voraussetzungsfrei geht es zunächst um die – scheinbaren – Selbstverständlichkeiten des Klängeerzeugens; die schauen und hören wir uns näher an:

Was heißt Hören? – Wie anfangen? Aufhören? – Was ist das eigentlich, ein Klang? – Der darauffolgende? – Und das Dazwischen? – Was für eine Energie schlummert in mir? – In meinem Instrument? – Stille, Ruhe, Schweigen: Wie klingt das? – Weite – Bewegung (…)

Es gibt aber keinen Unterricht im landläufigen Sinn: Unsere Methode ist das kollektive Erfinden von Musik. Beim Hören, Spielen, Nachdenken und in der Kaffeepause im zauberhaften Arkadenhof tauchen weitere Fragen auf. Die Antworten setzen sich (das gibt es!) SPIELEND zusammen. Wenn wir derart zu heiterer Absichtslosigkeit gelangen, hört sich die ganze Fragenstellerei ohnehin von selbst auf. Das ist ein großes Glück, und nicht zuletzt deshalb kommen ja etliche jedes Jahr wieder in dieses Exil der Heiterkeit.


Fürs SPIELEN! reichen grundlegende Kenntnisse auf deinem Instrument und/oder der Stimme; da es ums lustvolle Ausprobieren von Möglichkeiten unmittelbaren Kommunizierens geht, richtet sich der Kurs aber ausdrücklich auch an die sogenannten Fortgeschrittenen: Wachsen Laien an der Erfahrung der Profis, so können diese von deren Frische und ungebrochenen Freude profitieren! Jedenfalls geht es um die pure, lustvolle Musik! Frei aber, damit wir das nicht vergessen, frei ist definitiv mehr als was man darf.


AnSPIELEN: Sonntag, 14. Juli 2019, 15.00
Stift Viktring (A), Arkadenhof (beim Caffè-Trinken)

Gespielt wird täglich in zwei Blöcken (10.00–13.00, 14.00–17.00; flexibel nach gemeinsamer Übereinkunft; in Summe und inkl. Soundcheck und Konzert 14 Module).

Unterrichtssprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Latein.

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irgendwann zwischen
Sonntag, 14. Juli 2019
und
Sonntag, 21. Juli 2019
Viktring (A)
, tba
In|no|va|ti|on (Arbeitstitel)
Eine Tour d’Imagination aus der Schule des Staunens
   von und mit
Bertl Mütter
(Trombonaut an Mut- und Wunderhorn)

https://muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix300dpi/161118_CZ28790_lauscher.jpg
»Meine Ohren sind meine Augen«                                                          Foto(s) © Christof Zachl

Alles neu – und wie immer aufbauend auf allem Alten. Mehr, wenn es Zeit ist.

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