aktuell

Dienstag, 27. Juni 2017, 19.00

Graz (A), Landesnervenklink Sigmund Freud
Glettler privat

Hermann Glettler, Kunst
Bertl Mütter, Posaune
Michael Lehofer, Worte

Ausstellungseröffnung. (Das Private, wie öffentlich.)

… et installatus est!

https://www.info-graz.at/files/images/1228/330725_galerie_sigmund_freud_graz_kunst_arts_menschen_galerien_kommunizieren_art_gallery_acrylbilder_modern_psychiatrisch_aengste_abstrakte_kunst.png

Nach oben


Freitag, 30. Juni 2017, 15.00 – 22.00

St. Lambrecht (A), Peterskirche
Fest zur Wiedereröffnung der Peterskirche

mit u.a.
Grazer Kapellknaben
Vokalensemble '3dulio'
Bertl Mütter, Posaune
Manfred Novak, Orgel

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/35/Peterskirche_im_Stift_St._Lambrecht.jpg/640px-Peterskirche_im_Stift_St._Lambrecht.jpg

Als Freund des Hauses mit oftmals gewährtem Gastrecht – drei hier aufgenommene CDs zeugen davon, dazu verbringe ich regelmäßig inspirative Zeit hier in der Clausura – ist es mir eine Freude, dieses nun musterhaft renovierte und in eine architektonische Gegenwart gebrachte gotische Baujuwel anlässlich seiner Neueröffnung als einer der Ersten bespielen zu dürfen.

Drei Passagen soll ich (mit)gestalten:

15.15   Bertl Mütter, Posaune
»ad: parlando
(Peterskirche, 29. Juni 2004)«

Tatsächlich exakt vor 13 Jahren hat Bertl Mütter seine erste von bislang drei in St. Lambrecht eingespielten CDs aufgenommen und sie »parlando« genannt, eine Sammlung improvisierter Miniaturen, die sich ganz auf den jeweiligen Raum (Peterskirche/Karner/Schlosskapelle) einlassen. Diesen versonnenen Spielereien wird er zur Eröffnung des Fests hörbar nachlauschen: »prologo«, »invenzione d’entro il vento«, »melodia«, »monologo«, »poco trovando«, …

19.00​   Grazer Kapellknaben & Bertl Mütter, Posaune
»introimus, audimus, gaudimus«
Wir erleben Anton Bruckners »Locus iste« verwoben mit Bertl Mütters mehrstimmiger Posaunen-Adaption »irreprehensibilis«, gregorianische Reflexionen für Chor und frei umspielende Posaune, sowie, zu Beginn, das den Hör-Raum ausgreifend eröffnende, eigens für den heutigen Anlass von Bertl Mütter ersonnene RaumKlangStück »introimus, audimus, gaudimus«. Freuen wir uns auf ein spannungsreiches (erstmaliges) Aufeinandertreffen im Zusammenklingen!

21.30​   Bertl Mütter, Posaune
»in tenebris«
Bertl Mütter schließt den akustischen Bogen mit heimlich-vertrauten Klängen, die uns in die einsetzende Dunkelheit geleiten: »tremendo«, »tremolando«, in die Stille: »poco tranquillo«, ins Geahnte: »con i campane«. Draußen die Natur klingt immer weiter: »ai uccelli«. Weiter, immer weiter: »…«
__________________

Mein Spiel sei eine kleine Geste des Danks an Gerwig Romirer und den Konvent der Benediktiner zu St. Lambrecht.

in other words

[In langjähriger Freundschaft begründetes persönliches Sponsoring.]

Nach oben


Sonntag, 16. – Sonntag, 23. Juli 2017

Viktring (A), Musikforum Viktring-Klagenfurt 
SPIELEN! – Freie Improvisation mit Bertl Mütter

Das Dutzend ist übervoll! Dreizehn Stühle –ääh– SPIELE! Bereits seit 2005 treffen wir uns zum SPIELEN! – Die ACTUELLE CAPELLE der jährlich sich aufs Neue konstituierenden vormaligen Viktring Konoba Bänd ist eine eingeschworene Partie, die alle Neuen aufs herzlichste willkommen heißt: Sie steigen, wie selbstverständlich, im – HUCH! – dreizehnten Jahrgang ein, während die wiederholt MitSPIELEN!den ohnehin immer ganz von vorn anfangen. Müssen. … Dürfen!

http://muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix500px/bertl/nur_spielen.jpg

SPIELEN! ist ein vergnügliches Musiklaboratorium. Instrumententechnisch einigermaßen voraussetzungsfrei geht es zunächst um die – scheinbaren – Selbstverständlichkeiten des Klängeerzeugens; die schauen und hören wir uns näher an:

Was heißt Hören? – Wie anfangen? Aufhören? – Was ist das eigentlich, ein Klang? – Der darauffolgende? – Und das Dazwischen? – Was für eine Energie schlummert in mir? – In meinem Instrument? – Stille, Ruhe, Schweigen: Wie klingt das? – Weite – Bewegung (…)

Es gibt aber keinen Unterricht im vertrauten Sinn: Unsere Methode ist das kollektive Erfinden von Musik. Beim Hören, Spielen, Nachdenken und in der Kaffeepause im zauberhaften Arkadenhof tauchen weitere Fragen auf. Die Antworten setzen sich (das gibt es!) SPIELEND! zusammen. Wenn wir derart zu heiterer Absichtslosigkeit gelangen, hört sich die ganze Fragenstellerei ohnehin von selbst auf. Das ist ein großes Glück, und nicht zuletzt deshalb kommen ja etliche jedes Jahr wieder in dieses Exil der Heiterkeit.


Fürs SPIELEN! reichen grundlegende Kenntnisse auf deinem Instrument und/oder der Stimme; da es ums lustvolle Ausprobieren von Möglichkeiten unmittelbaren Kommunizierens geht, richtet sich der Kurs aber ausdrücklich auch an die sogenannten Fortgeschrittenen: Wachsen Laien an der Erfahrung der Profis, so können diese von deren Frische und ungebrochenen Freude profitieren! Jedenfalls geht es um die pure, lustvolle Musik! Frei aber, damit wir das nicht vergessen, frei ist definitiv mehr als was man darf.


AnSPIELEN: Sonntag, 16. Juli 2017, 15.00
Stift Viktring (A), Marienhof (beim Brunnen)

Gespielt! wird täglich in zwei Blöcken (10.00–13.00, 14.00–17.00; flexibel nach gemeinsamer Übereinkunft; in Summe und inkl. Soundcheck und Konzert 14 Module).

Unterrichtssprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch.

Nach oben


Montag, 17. Juli 2017, 20.00

Viktring (A), Marienhof (oder sonstwo: wird verlautbart)
ad: ATLANTIS
<where trouble\s/melt\s/like lemon drops>

Eine utopische Verortung aus der Schule des Staunens
   von und mit
Bertl Mütter
(Mut- und Wunderhorn; in einfachem Deutsch)

Wie stets ist es eine Reise ins Geahnte. 

http://www.muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix500px/bertl/140822_CZ29120_500px.jpg

… ob es über den Regenbogen geht? Wo weiter? (Wie weiter?)

Warten wir derweil ein Weilchen…
_______________________________

Teile

1   where
2   trouble/s
3   \s/melt\s/
4   like
5   lemon (drops)

E   here <now/\here>

Nach oben


Sonntag, 23. Juli 2017, 20.00

Viktring (A), Kellertheater (oder sonstwo: wird verlautbart)
Die Galanacht der Improvisation

http://muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix500px/2015/150726vkb1.jpg

Den Abschluss des SPIELEN!-Kurses zelebrieren wir, DIE ACTUELLE CAPELLE, mit unserem treuen Stammpublikum am für heuer idealen, jetzt jedoch noch utopischen Ort – wir werden ihn finden! Und rechtzeitig bekanntgegeben. Wie immer wird es kein gewöhnliches Konzert, viel freier. Und freuen wir uns aufs beliebte kulinarische Beisammensein danach! Weil: Wenn wir schon zweckfrei musizieren, für irgendetwas muss es ja gut sein. WILLKOMMEN!

Nach oben


Freitag, 8. September 2017, 20.00

St. Marein bei Neumarkt/Stmk (A), Schloss Lind
Jagdstube »Zur Überfuhr«
Von einem römischen Jäger im Schwarzwald,
seiner Luftbarke am Gardasee
und einer Wunderlich Schönen Müllerin aus Waidmannsfeld

Anne Bennent – Die Schöne, Bürgermeister; weitere
Otto Lechner – Der Jäger Gracchus; Charon; weitere
Bertl Mütter – Müller (was sonst); weitere

http://austria-forum.org/attach/Wissenssammlungen/Burgen_und_Schl%C3%B6sser/Steiermark/Lind/lind%20b%20neumarkt.jpg
  


Es gibt soviele Jubiläen, denen runde Zahlen nicht gewachsen sind.


Am 10. April 2017 sind es 93 Jahre, dass die gerade sechzehnjährige Berta Wöhrer – sie wusste damals noch nicht, dass sie gut 41 Jahre später die Großmutter von Bertl Mütter sein würde – in einiger Entfernung aber deutlich Franz Kafka gesehen hat, wie er, trotz nachwinterlicher Kälte im offenen Wagen und nur von seiner aufrecht dastehenden Geliebten Dora Diamant vor Wind und Wetter geschützt, das Sanatorium Wienerwald in Feichtenbach talauswärts verließ – es sollte seine vorletzte Reise auf Erden sein –, ein Schauspiel ungeahnter Tragweite, welches sich da vor ihren Augen begab.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/9/92/Sanatorium7.jpg/1280px-Sanatorium7.jpg

Nicht genug des Raunenswerten, befand sich die Welt just im einhundertundersten Jahr seit der Komposition der Schönen Müllerin, die Franz Schubert, wie allgemein bekannt, für einen 107 Jahre später geborenen Tenor ersann, nur noch gut sechs Jahre, und die Gewichter der Welt würden tauglich neu justiert werden können, »Wir haben einen Fritz!«; dazu: Hörnergebraus.

http://www.karlbauer.com/wp-content/uploads/2014/06/Schwebeschiff.jpg

Was das fernerhin mit dem Jäger Gracchus zu tun hat, der im September 1966 in seinem Kahn, der ohne Steuer fährt mit dem Wind, der in den unteren Regionen des Todes bläst, im Wunderlichen Schwarzwald vorbeigleitet, und wohin diese Reise geht, die so lang ist, dass jeder Essvorrat vergeblich wäre, kann nicht verraten werden, schlicht, weil niemand es wissen kann. Es ist ja zum Glück eine wahrhaft ungeheure Reise.

http://www.lebensspuren-deutschland.eu/wp-content/uploads/2011/07/1943-Heim-Wienerwald_Foto-um-1943a2.jpg

Willhelm (ahd.: »der auf Schutz bedachte«), so der Vorname des einzigen echten Einheimischen, der im (arisierten) Lebensbornheim Wienerwald geboren wurde, am 27. Mai 1939; sein Vater: Jäger. Vor 51 Jahren, am 17. September 1966, ist Fritz Wunderlich gestorben, nah beim Schwarzwald.

http://2.bp.blogspot.com/-jC44A1NtnME/TivblzwFCAI/AAAAAAAAEB4/pxqmHJdtluM/s1600/Borges.jpg

Es gibt so viele Jubiläen, denen runde Zahlen nicht gewachsen sind.

________________________________

PS1: Das Werk befindet sich in Gärung.
PS2: Siehe (auch): muetters muellerin.
PS3: Umfassender Dank dem Andreas Staudinger/Schloss Lind

Nach oben


Mittwoch, 29. November 2017, 20.00

Wien (A), Musikverein, Gläserner Saal
Höllenvisionen
Michael Köhlmeier, Erzähler
Leonhard Paul & Bertl Mütter, Posaunen, Mut- und Wunderhorn

http://s1.wohintipp.at/uploads/events/transformed/153084-116515-7.jpg?v=2

Einmal schon sind Köhlmeier, Mütter & Paul in die unteren Bereiche hinabgestiegen, wie sie 2016 bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen gemeinsam »Aeneas oder Die Kunst der Flucht« gestaltet haben. Was man über die Musik der beiden Mehr-als-Posaunisten Leonhard Paul und Bertl Mütter hernach geschrieben hat, können Sie hier lesen.

http://www.muetter.at/cms/uploads/RTEmagicC_3c8fc15be8.jpg.jpg

Von jeher ist die Posaune den chthonischen Regionen zugeordnet. Geht es um die Letzten Dinge, schweigt die hell strahlende Trompete*; von Monteverdi über Mozart, Schubert, Berlioz, Bruckner, Mahler und Schostakowitsch bis zur Gegenwart greift die Posaune ins final-eschatologische Geschehen ein. Und zugleich gilt sie als das himmlische Instrument schlechthin (sehen wir von Harfe und Celesta ab): Was wäre also eine Apokalypse ohne Posaune?, und die Mauern von Jericho wären wohl vor einem Blockflötenensemble eher nicht eingestürzt – was jetzt bitte nichts gegen die Blockflöte sagen will, sei sie allein geblasen oder im Consort.
Leonhard Paul und Bertl Mütter, diese beiden Posaunenpoeten, erzählen Unerhörtes mit ihren nicht zufällig Mut- und Wunderhorn genannten kommunizierenden Gefäßen: In ihren Posaunen wohnt fürwahr sowas wie zärtliche Wucht.

http://static6.swp-plus.de/storage/scl/import/swp-beta-import/bietigheim/lokales/ludwigsburg/print/2335025_t1w600h392q90v22092_swp-8662603_16595451_01_3005_LUBU_aeneas_4C_1055765876.jpg?version=1464589449
© Richard Dannenmann, Südwestpresse

________________________
* Allerdings: In der gegenwärtigen US-amerikanischen Präsidentialperiode hat dies eine prekäre Verschiebung erfahren, sodass die Trompete (engl.: trumpet) – hoffentlich kurzfristig – gewissermaßen über so etwas wie apokalyptische Kernkompetenz verfügt. Nicht nur Posaunisten sind vom Bestreben getrieben, dieses einigermaßen verantwortungsvolle Amt wieder in erfahreneren Händen geborgen und von besonneneren Lippen in aller Sonorität ausgeübt zu wissen.
________________________

… Höllenvisionsvorfreude!

Nach oben


muetter.at
muetter.at
muetter.at