doctor artium (2010–2013)

  
Das Geräusch-das-man-macht-bevor-man-anfängt-zu-dichten
Vom Suchen, Finden, Erfinden, Entdecken des Klangs

Im Sommer 2009 stieß ich auf eine Pressemitteilung, dass die Kunstuni Graz (KUG) ab dem folgenden Studienjahr eine sog. Doktoratsschule für das künstlerische Doktoratsstudium einzurichten gedenke. Beim Recherchieren und dank vehementer Ermutigung durch wesentliche Exponenten der KUG reifte die Überzeugung, dass die Bewerbung um einen solchen Studienplatz genau jetzt genau das Richtige, in die richtige Richtung Weisende sein dürfte: Zeit, sich (und eben einer plusquamakademischen Öffentlichkeit) auf einer, nunja, offiziellen (offiziösen?), jedenfalls höchstrangig möglichen Bildungsebene Rechenschaft abzulegen: „Was hast du bisher getan?”, vor allem aber: „Wie weiter?”

So habe ich mich beworben und wurde, nach ein paar Bodenwellen, die der Abklärung von Missverständnissen geschuldet waren, zu Lichtmeß 2010 tatsächlich aufgenommen, sogar als Stipendiat, so ein Glück. Gut drei Jahre habe ich einiges studiert, vielfältig gearbeitet und aus meiner künstlerischen Praxis integriert, meine abschließende Arbeit (vlg. Dissertation) fertiggestellt und unter maßgeblicher Hilfe von Michael Atteneder und Katharina Höfler (atteneder.at) aufwendig produzieren lassen. Am 11. Oktober 2013 bin ich schließlich zum Rigorosum angetreten und seither der allererste meiner Art.

Worüber ich (weiter, es ist kein Ende) arbeite? Tja, es ist ein Innewerden, und wie jeder Lebenslauf ist ja auch ein Studienvorhaben kaum anticipando vorherzubeschreiben (strenggenommen ist ihm auch a posteriori schwerlich nur gerecht zu werden). Die zentrale Frage ist und bleibt die nach der Kreativität, unter – der notwendigen – Einbeziehung meiner künstlerischen Praxis, eine musikalische Phänomenologie als großer Essay in unterschiedlicher Tiefenschärfe. Angereichert und widerspiegelt wird dieser Corpus durch Kompositionen, Texte und lecture performances, die ich im Hinblick auf eben dieses musikästhetische Dissertationsvorhaben erstellt habe. Ein polyphones Kompendium aus elf unterschiedlichen Modulen (und einer DRaufgabe, die ich zum vorläufigen Abschluss draufgelegt habe) ist das Ergebnis (es ist immer ein Zwischen-). Mögen sich daraus bereichernde multiple Perspektiven und fruchtbare Erweiterungen des Erfahrungsraums auftun.

http://muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix500px/2013/diss2.jpg

NB: Das Geräusch-das-man-macht-bevor-man-anfängt-zu-dichten verdanke ich Harry Rowohlt und seiner Übersetzung von Pu der Bär (im Original: The noise-you-make-before-beginning-a-piece-of-poetry).


Sollte mir nun derart gelungen sein, Ihr Interesse an der Verschriftlichung meiner Gedanken zu wecken – zuvorderst selbstredend der Drang zu erfahren, wie denn nun dieses Geräusch-das-man-macht-bevor-man-anfängt-zu-dichten beschaffen sei bzw. sein könnte, so klikken Sie doch bitte einfach weiter zur ersten Rubrik, welchselbige den akrostischen Titel ebendieser Arbeit trägt: dgdmmbmazd.

Dort werden Sie weitere Anweisungen finden.


Als Betreuer hatte ich folgende exzellente Persönlichkeiten gewinnen können:

– Andreas Dorschel (wissenschaftlich, KUG)
Gerd Kühr (künstlerisch, KUG)
Josef Haslinger (wissenschaftlich, extern)
Ernst Kovacic (künstlerisch, extern)

In den dieser Seite untergeordneten Rubriken finden sich die Transkriptionen ihrer Gutachten zu meiner Arbeit.

Selbstverständlich hatten an diesem so vielfältigen und anregenden Netzwerk noch etliche andere beratend und motivierend, jedenfalls kollegial, teil. Um nur ein paar zu nennen: Ulf Bästlein (Leiter der Doktoratsschule), Wolfgang Hattinger (Co-Leiter), Robert Höldrich (Vizerektor), Jens Badura, Federico Celestini, Franz Karl Praßl, meine (teilweise wieder abgesprungenen, aber deswegen nicht minder inspirierenden) Studienkolleg*inn*en, sämtliche organisatorisch ermöglichenden Damen und Herren an der KUG, zuvörderst Gerti Gollner, Sieglinde Roth, Margit Mahmoudi, Michaela Reitter, Rrrudi Aigner und und und …DANKE!


Michael Tschida hat am 11. Oktober 2013 im großen steirischen Leitmedium, der Kleinen Zeitung, die Kulturseiten mit diesem Beitrag, in dem ich mich erkennen kann, eröffnet:
  

http://www.muetter.at/cms/fileadmin/user_upload/pix500px/2013/131011_kleinezeitung.jpg

Nach oben

muetter.at
muetter.at
muetter.at