ATACAMA (2015)

  
Ein Vortrag klingender Gedanken Aus der Schule des Staunens
von und mit
Bertl Mütter
(Mut- und Wunderhorn, Stimme; Konzept; Komposition)

UA: Sonntag, 19. Juli 2015
Viktring
 (A)schulpark, platane no. 00652
Musikforum Viktring-Klagenfurt (Festival NEUE WELTEN – Lateinamerika)


Stille – Einschwingen (auf Es) – Stille
Fasten – Bruckner, zum Beispiel (plumper Bauernbleampü)
… Nachwelt? Abregnen?
von der Kugelgestalt der Zeit
dieser nabokovsche Lichtspalt
Zählen (mit besonderem Augenmerk auf die lateinische Welt; chronologisch und im historischen Präsens); nebst einer Fußnote über Bruckners unbewusst höchste Lust
Wüste … Landschaft … W e i  t   e    .     .       .    
«So nah am Wasser und doch so arm an Wasser» (Humboldt)
ἐρημίτης, Wüstenbewohner
im Kreis (Gerücht)
quirlig (dünnt aus, ins Unermessliche)
dixit Nabokov, scripsit Lucretius (De Rerum Natura)
von der Geschwindigkeit des Lichts
Supermoon (Es-Dur)
Mondkartoffel, Schädelkonfekt
irreprehensibilis

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Die Platane No. 00652 bot reichlich Schutz vor der sengenden Sonne, auch wehte ein angenehm kühlender Wind durch ihre Blätter. Nachts kann man hier, wenn man sich auf den freien Rasen begibt, gut die Sterne sehen. Bitte also nicht vergessen: 

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NB: Wer will, kann sich den Vortrag hier herunterladen:

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ATACAMA

So stand es geschrieben:

Man könnte seine Musik als Slow Food für die Ohren bezeichnen. Wenn Bertl Mütter – einsam, nicht allein – am Podium steht und seine Instrumente hörbar beatmet, ist dies – zugleich! – karg und üppig, opulent gar, zuweilen. Für das Festival NEUE WELTEN, das sich dieses Jahr Lateinamerika widmet, begibt er sich assoziativ in die trockenste Wüste, die zugleich nachts die lichtloseste Landschaft der Welt ist, von wo aus sich der unverfälschteste Blick ins Weltall werfen lässt. (Das Weltall, weniger noch als Wüste, buchstäblich beinah nichts.)

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Fragen tauchen auf: Jene nach dem Blick aus dem Weltall zu uns auf dieser Welt, der Erde. Oder jene nach den Sprachen: Einem Exoterrestrier müssten sie sehr ähnlich, ununterscheidbar eigentlich, erscheinen. Als promovierter künstlerisch Forschender weiß Bertl Mütter, dass es Aufgabe der Kunst ist, Fragen zu stellen – Antworten gibt es schon allzu viele. Allzu einfache.

ATACAMA, ein Vortrag klingender Gedanken Aus der Schule des Staunens, gliedert sich in drei Teile, deren Dauer ungewiss ist; eine gewisse Ausbreitung braucht die Thematik aber allemal.

(1) Einstieg: Ein Abregnen an den Hängen der Anden

(2) Landschaft

(3) Ausstieg: Aufstieg in die Finsternis, ins Interatomare des Alls.

Es wird wohl auch um die Nichtigkeit unserer Existenz und uns selbst vorgemachten Wichtigkeit gehen.

Fliegen. Klingen.

Hören.

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Wir sehen: Vorgaben sind Möglichkeiten. Das Leben, auch in der Wüste, will es immer anders.

Gut so. Sehr gut.

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