loibner | mütter


Phantasieren: herbeiträumen und improvisieren zugleich, Romanähnliches hervorbringen, ohne einen Roman zu gestalten. Selbst die Liederzyklen erzählen keine Liebesgeschichte, sondern nur eine Reise: Jeder Augenblick dieser Reise ist gleichsam auf sich selbst zurückgewendet, blind, jedem allgemeinen Sinn, jeder Schicksalsvorstellung, jeder geistigen Transzendenz gegenüber verschlossen: im Grunde ein reines Umherirren, ein Werden ohne Zielrichtung: Das
Ganze, insofern es auf einen Schlag und endlos wieder von vorne beginnen kann.

Roland Barthes, Der Körper der Musik (1976) (a. d. Frz. v. Dieter Hornig)


matthias loibner, drehleier
bertl mütter, posaune

Kennen tun sie sich schon länger als man sie kennt, seit ca. 1985. Dann beiläufig gegenseitige Wahrnehmung aus dem Augenwinkel, zunehmende Neugier aus der Distanz und dann – ihre CDs winterreise bzw. mütterkinderlieder erschienen beim gleichen Label (Raumklang) – abermalige Begegnung unter gereifteren Umständen: großes Interesse, ja Sympathie, also: Spielen!

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Die Drehleier und die Posaune wie sie von Loibner und Mütter gespielt werden, sie mögen sich, und Mütter und Loibner haben sich was zu sagen.
Das mitzuerleben ist allerdings faszinierend.

Unser Einstand, im Dezember 2011 im BSL, fand, so ein Wunder, vor ausverkauftem Haus statt (Dank den Strottern!) – das letzte Mal war dieses älteste (also am längsten, seit 1905, durchgehend bespielte) Kino Österreichs (wenn nicht der Welt!) so voll bei der großen Peter Alexander-Retrospektive, ca. 1996, hat die Prinzipalin Anna Nitsch-Fitz gesagt, und die muss es ja wissen.

Das ist allerdings allerhand.

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