bio – also: lebendigsein

  
(Es sei ein Erlebnisleben – ein einziges Event!)

Sparen wir uns bitte gewisse Romantisierungen, wie achsotoll und besonders es denn sein müsse, so ein Künstlerleben zu leben. Kafkageborgt und demgemäß nüchternst möglich gesagt sei:

Der Standpunkt der Kunst und des Lebens ist auch im Künstler selbst ein verschiedener.
Franz Kafka, 1917/18

Soisses. Folgt die Kurzfassung:

Als Kind wollte ich zuerst Opernsänger, dann Pfarrer werden. Beides bin ich, aus beidem ausgetreten, geworden. (An die Oper glaube ich mehr denn je.) Und Bio, das bedeutet hier: vom Leben. Nämlich alle wollen immer alles wissen über einen, kurz leben, länger leben, lang leben, ausführlicher leben und einmal ganz was anderes leben (wofür vor allem unsereins von der Gesellschaft, wie der stets unterschätzte Volksmund sagt, gehalten wird – siehe dazu obiges Kafkaverdikt!). Ist das originell, das Leben!

Ein Statement zur Herstellung eines exegetischen Minimalkonsenses: Entgegen anderslautenden Behauptungen in verschiedenen Medien (extra-) lege ich darauf wert, ausschließlich vagante Musik zu fabricîrn. Auch keine avantgardistische (ich tauge nicht im mindesten dazu, tollkühn voranzuschreiten) und erst recht keine schräge, da würde mir nämlich, so wie beim Autofahren hinten in den Kurven, schlecht, zum speiben, und was wäre das auch, schräg, das hängt doch ausschließlich von der Beschaffenheit des Horizonts des Betrachters ab, wobei uns unser im Ohr angesiedelter Gleichgewichtssinn durchaus manchen Streich zu spielen vermag. Anders gesagt:

Man muss das selbstverständlich machen, was einem ein Rätsel ist.
Gert Jonke

All das finden Sie selbstverständlich hier. Und woanders sicher auch, wenn sie suchen. (Glauben Sie aber nicht gleich alles; außerdem: Sie können gerne nachfragen.)

  
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Haben Sie also keine Angst, treten Sie näher! Es gibt in jedem Leben Abgründe wie Hinterzimmer. Und Hinterzimmer wie Abgründe.
  

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