Willkommen!

  
Seine gesamte Musik ahmt die natürlichen Gefühle so nach, drückt sie so aus und passt die Töne so dem Inhalt der Gesänge an, mag es sich um ein Bittgebet handeln oder um ein fröhliches, sanftes, stürmisches, trauriges oder zorniges Thema, die Führung der Melodie gibt den Sinn der Worte so deutlich wieder, dass sie die Herzen der Zuhörer wundersam ergreift, durchdringt und begeistert.

Angeeignet von Thomas Morus, Utopia (1516)

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Meine Musik ist bekanntermaßen/angeblich keine für den Geschmack der Massen, die mir ohnehin, spätestens seit ich, mit glühenden Ohren, Canettis Masse und Macht gelesen habe, explizit suspekt sind; natürlich hätte ich nichts dagegen, wenn viele Menschen zu meinen Konzerten strömten, denn ich denke und glaube, dass meine Art des Posaunenspiels durchaus nicht spröde, sperrig oder schwer zugänglich ist.

Vielleicht, ein Vorschlag zur Güte, könnte man meine Musik Slow Food für die Ohren nennen: Sie will, mitstaunend, entdeckt werden. Wer hinfindet, wird reich belohnt.


Zwischenspiel vom Staunen (2014)

  
Ein Film von Michael Cencig. Gedreht Ende Mai 2014 im Wiener Konzerthaus, in der Kirche Steyr-Münichholz, daheim im Steyrdorf und im Stift St. Lambrecht. Erstmals gesendet am 9. Juni 2014 in ORF 2.


Weiter wieder. Nämlich:

Wer nicht bereit ist, sich bloßzustellen, oder wer immer nur ein gutes Bild von sich selbst darstellen möchte, sollte besser schweigen.
Philipp Harnoncourt

Das will ich mir zuallererst zu Herzen nehmen.

Kommt es erst dahin, dass die Leute irgendein Buch von mir aufmachen und hineinsehn, so habe ich gewonnenes Spiel.
Arthur Schopenhauer

Das (beides!) klingt für mich beruhigend. Jetzt geht’s aber wirklich los, schön dass Sie hergefunden haben, noch einmal herzlich willkommen!

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muetter.at ist meine (lobbylose) Internetrepräsentanz (klingt wie Intendanz; sowas kommt gut, hierzulande) zur Vermittlung subjektiver Informationen meine Künstlerexistenz betreffend.

Natürlich bin ich de facto ausgelastet. Sollten Sie jedoch daran denken, mich zu engagieren, möchte ich Sie bitten, nicht sicherheitshalber erst gar nicht zu fragen, weil ich ohnehin de facto ausgelastet sei – das stimmt nämlich de facto nnnicht immer. Also: Trauen Sie sich ruhig mich zu kontaktieren, dann kommen wir schon zusammen.

Als Betreiber meiner selbst bin ich im Weltgefüge derart unwichtig, dass ich nicht einmal die Große Chance habe, je in die Verlegenheit zu gelangen, angefüttert, bestochen oder von prä-geriatrischen Plutokraten ein- oder aufgekauft zu werden. Nicht zuletzt deshalb wird muetter.at niemals professionellen Ansprüchen genügen können. Vom dictum zur Vollkommenheit fehlt der Perfektion ein gewisser Mangel her betrachtet bin ich aber, glaube ich, ganz gut unterwegs.

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Gert Jonke hat uns Blechbläsern was ins poetische Stammbuch gekritzelt, nämlich:

Bedenken Sie, meine Damen und Herren Blechbläser, was Ihr Instrument alles von Ihnen zu erleiden hat. Im Grunde genommen wird so ein Blechblasinstrument während des Spielens von ihnen pausenlos vollgespuckt. Sie bemerken es ja selbst, wenn Sie den Schalltrichter ihres Instrumentes nach dem Konzert über dem Konzertpodium ausschütteln und ausleeren. Die Konzertpodien der ganzen Welt sind vom ausgeschütteten Speichel der Blechbläser überall richtiggehend gebeizt. Das können Sie, wenn Sie den Boden genauer anschauen, überprüfen. Und bei den meisten Blechbläsern vieler Orchester habe ich den Eindruck, dass die Instrumente von ihnen weniger gespielt als genotzüchtigt werden. Haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, ob Sie das auch wünschenswert fänden, wenn jemand sie zum Mund führt – sie mundeinwärts vollspuckt, dann nachblasend das vollgespuckte weiter durchstößt, nur damit auf ihrer anderen Seite irgendein Ton herauskommt?

Gert Jonke, Chorphantasie (2003)

  
Zum Glück spiele ich manchesmal auch im Freien, wo ich nach Herzenslust sabbern darf. Und außerdem bin ich ja nicht lediglich Blechbläser – das wäre wahrlich etwas wenig. Gerade BerufskollegInnen meinen oftmals, dass es so zu sein habe: Ein Musiker sei ein Musiker sei ein Musiker. Ich erinnere mich, wie der Spieß beim Militär (Grundausbildung; vor dem Übertritt zur Musikk) dereinst mir als erster den Rat gegeben hat, das Denken doch besser den Pferden zu überlassen, die hätten einen größeren Kopf. – Bitte wer behauptet (mit welchem Recht?), ein Musiker habe immer ausschließlich Musik zu machen oder, maximal, diese (die eigene) möglichst hölzern zu erklären?

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Schauen* und hören Sie also fröhlich weiter, herrreinspaziert!

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*)
Die Bilder auf muetter.at stammen in aller Regel von Christof Zachl.


Bertl Mütter Selbdritt – monologo - tremendo - trovando | 2007 | arte, Paris


Tonspuren: Bertl Mütter (Ö1, 2009)

Die immer noch recht aktuelle Sendung von Renate Burtscher können Sie hier herunterladen oder, ganz bequem, durch Anklikken des Abspielmoduls, anhören:

   
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schlussendlich…

Was sein muss, das muss sein muss.
Karl Valentin

Links finden Sie bei den entsprechenden Artikeln dort unterlegt, wo es sein muss. Und im mütterlog, links, wo Links eben hingehören.

Meine Kontaktdaten und die Antwort auf zentrale FAQs gibt’s im Impressum. Samt, praktisch, Kontonummer. Bitte davon umfassend Gebrauch zu machen.

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