ob es (2) Mittwoch, 30. 9. 2009, 0:00

ob’s wurmlöcher gäbe zur mittelalterlichen musik?
ohja.
durchs feuchte erdreich gilt’s sich zu graben.
o und wie das wärmt.



ob es (1) Dienstag, 29. 9. 2009, 0:00

ob’s zur unstrut auch eine strut gibt? oder eher eine euchstrut?
was also trut uns?
jedenfalls erstaunlich struter wein.



über allen gipfeln Montag, 28. 9. 2009, 0:00

die tibetische tiefebene, so würde fortan die höchst gelegene landschaft der erde (gaia) zu nennen sein, dachte er bei sich, aus holstein herunterkommend. nie mehr je (niemals) würde er dieses hochland verlassen wollen und wozu denn auch



steinecke (2) – rundweg verhört Sonntag, 27. 9. 2009, 0:00

naumburg (saale) hauptbahnhof, steinecke*snack.
als eine überaus adipöse junge dame anlässlich des erwerbs einer anzahl von zuckerschnecken gefragt wird: zum mitnehmen?, verhöre ich mich willkürlich. jedoch, verhört verhört!, zum abnehmen hat sie ihre kalorische droge ja eher nicht geordert.
umgekehrt, wenn sie statt der üblichen ration von sagen wir: fünf nur noch drei bestölle, das wäre ja dann zum abnehmen, nehme ich an.

(womit auch das wochenend des curiosen conjunctifs in sein wochenend, das die woche ist, entlassen wird.)



steinecke (1) – garantiert! Samstag, 26. 9. 2009, 0:00

naumburg (saale) hauptbahnhof. steinecke*snack gewährt mit eigenem weizensauerteig aroma-garantie.
schmöcke es schal an der saal’, wohin sollt’ ich mich wenden? – eben, darum: bitte schriftlich!, zuständiges kreisgericht etc.
so ein glück aber auch: völlig unschal, pures, garantiekonformes aroma. (die gehen kein risiko ein, sind ja nicht blööd.)



echanges Freitag, 25. 9. 2009, 0:00

änderungen aller art
kürzen
stopfen

geschäftslokalaufschrift, wien

jawohl, undzwar auf ein drittel (nicht stopfen: kürzen); nachwachsen lassen.



rechtzeitig Donnerstag, 24. 9. 2009, 0:00

tagundnachgleiche, folgemorgen: uhu!
wo das noch hinführen mochte, bis zur wintersonnwend. und dann wieder aufwärts? – nein, lieber nicht. routinen galt es zu entschleifen. weiter mit dem schwung jetzt, bis der tag wieder wachsen würde, dann geradeaus.
gradheraus.



multitasking Mittwoch, 23. 9. 2009, 0:00

moangschiß
putzt s’gbiß

alte bauernregel

anm (1): das für die silbe ge- stehende g bildet in flüssig-oberösterreichischer aussprache eine lauteinheit mit dem anschließenden -biß.
anm (2): aus rücksichtnahme auf das behauptete alter dieses zugegeben deftigen wahrspruchs wurde die historische ß-schreibung beibehalten. wie ja auch der lippenschürzend weichmachende kuß dem zungenspitz strafflippigen kuss um häuser überlegen ist. (da mögen die frisch geputzten zähne noch so blitzen, mit dem doppelessigen reicht es gerade für ein luftiges, an den ohrlapperln vorbeizielendes bussibussiküsschen.)
nun aber in den tag!



stüberei Dienstag, 22. 9. 2009, 0:00

eben war er zum allererstenmal gesichtsbücherlich angestupst worden und hatte, dieser stupstatsache innewerdend, selbstredend ungesäumt zurückgestupst. ob sich eine keilerei laurel&hardyschen ausmaßes entwickeln würde, konnte zu diesem zeitpunkt noch nicht mit letzter sicherheit gesagt werden. das stupsschneebrett aber war nun einmal losgetreten, m-hm!, nickte er in der art vor allem stan laurels.



gradlinig strichliert Montag, 21. 9. 2009, 0:00

ich bin inkonsequent
aber nicht immer

(quelle unbekannt)

sich zurecht rückende wichtigkeiten: in zweifelhaften fragen entscheide man sich für das richtige.



lebensverkoster Sonntag, 20. 9. 2009, 0:00

einen lebensentwurf nach dem anderen ausprobieren, wie beim billigtürkeiurlaub am ohlinklúhsivbüfé, zweimal von allem kosten, gustieren, vergleichen, um die endgültige entscheidung treffen zu können, was man nun essen wollen würde, wenn noch hunger oder guster, vor allem aber zeit vorhanden wäre.
dieweilen aber die karawane, sie zog weiter. aufzuwachen galt es, hatte sie wohltuend wortlos und verstörend ernüchternd recht.
aber jetzt.



winterfest Samstag, 19. 9. 2009, 0:00

es war kein drachenblutbad, und doch – und umsomehr – galt: nicht abwaschen, einwaschen, genau, nach innen, bestens imprägniert, geschützt, nein: geborgen, auf lange zeit; dabei, begeistert nach luft ringend, völlig atmungsaktiv.



leben, unverholen Freitag, 18. 9. 2009, 0:00

das mit den nahtoderlebnissen, zumal gehäuft, es gab ihm, ganz tief drinnen, zu denken, und vor was bitte sollte man denn überhaupt sorge, angst gar, haben, wie man richtig leben solle oder was denn die leute dächten, denken könnten, wenn man sich nicht verhalte wie es sich gehöre, möglicherweise und natürlich völlig natürlich.
nur sterben konnte schöner sein. weiter üben, stets das allerbestmöglichste (sic!) anzunehmen.



dedeerrischlogisch Donnerstag, 17. 9. 2009, 0:00

die ostdeutsche (ddrische) zucchinimüdigkeit: vollkommene übererfüllung des plansolls bei gleichzeitig absurd geschmackloser mehliger frucht.
bei uns kann sowas gaanz sicher nicht passieren. genau, passiertes gemüse.



fleckendeckend Mittwoch, 16. 9. 2009, 0:00

vom schloss aus (in das man ihm ungleich jenem landvermesser nachgerade antizipierend-affirmativ einlass gewährt hatte), konnte man weitum sehen, sogar bis ganz in den endgültigen süden, ahnte er, gewiss. und die kühe am fuß der ragenden mauer, sie sahen aus alswie bernhardiner (zwergbernhardiner, naturgemäß). im hof der ginkgo, ein riesenbonsai.
willkommen im erdmittelalter!



generation k Dienstag, 15. 9. 2009, 0:00

kevin crew, ready for take-off
(zunehmend plausiblerer passagierverhörer in der zivilluftfahrt.)



bondagente Montag, 14. 9. 2009, 0:00

diese party musste ja schiefgehen – glückskekse aus nordkorea, nichts als beleidigungen.
the simpsons

fliegende bordunterhaltung, nichts als gemeinheiten, nicht einmal über den wolken ist man davon enthoben: zuerst lauwarme dümmliche verstecktekameraspäßchen ohne jede poesie. dann mr. bean, die einsame borniertheit schlechthin, wie sie in jedem von uns steckt. am liebsten sah er noch die stummen disney-klassiker (mit höchst originellen soundtrack, wie er wusste; das unterschied sie von mr. bean), diesmal mit boshaften squirrels und einem noch boshafteren donald duck. – warum nur, wenn er, was häufig passiert, abstürzt, nutzt der erpel donald duck nie nie nie sein flügel, während die squirrels stets unfallfrei auf ihren pfoten landen?
(antwort: sie sind in seinem auf ihren allenfalls nötigen gebrauch nicht ausgerichteten matrosenanzug gebunden, ja, ruhiggestellt.)
wer es fassen kann, der fasse es und tue desgleichen.



guessed Sonntag, 13. 9. 2009, 0:00

er sei, habe er eben seiner gemahlin beim mahle vorgeschwärmt, beim gast (der kam hinzu, saß nicht am tisch, wurde auch nicht dazu gebeten) daheim bei ihm aufs köstlichste und kreativste bewirtet worden, in beiderlei gestalten, speis und trank, und eine tiefe freudige dankbarkeit lag in stimme und blick.
immerhin, dachte sich der verabschiedete gast, einmal habe man ja auch ihm in den letzten tagen kaffee angeboten; wobei, er hatte darum gebeten. und ihn  aber auch bekommen.
ob gastfreundschaft (spontane, unkomplizierte) in bestimmten gut situierten häusern mit weißkreuzroten luxussorgen eine nicht sonderlich verbreitete kategorie sei, wagte er sich nicht weiter zu fragen. er entschied sich, das keineswegs persönlich zu nehmen und verabschiedete sich herzlich. man würde wieder zu bewirten wissen.
hierher aber: keine frage, nie wieder!



schostakowitschproblem Samstag, 12. 9. 2009, 0:00

(zum präludium & fuge d-moll, op. 87/24)

fugen, zumal bei schostakowitsch, kommen oft, was das soggetto (dux – comes) betrifft, wie beispiele (willkürliche beispiele, zur verdeutlichung, wie es gehen könnte) daher, serviervorschläge, aber es könnte auch ganz anders gehen.
mir gefällt diese einfalls-un-eitelkeit, wenn es auch etwas schulmeisterlich, ja, pädagogisch klingen mag.
am ende ist man möglicherweise überhört, sodass man nichts mehr hören mag. wie wenn du bei einem buffet zuerst von allem kostest, um herauszufinden, was du letztlich essen willst; dann aber hast du längstschon keinen hunger mehr.
es gilt die unschuldsvermutung.

(gespielt hat, im sommer in viktring, eine marlene ullreich. – merken!)



automat, antik (2) Freitag, 11. 9. 2009, 0:00

ihr spiel wirkte perfekt. dem zum trotz (oder deshalb) wurde ihm merkwürdig unangenehm kühl, ein antiker musikautomat, jawohl, hantierte da, völlig ungerührt, und irgendwo musste da doch der schlüssel zu ihrem aufzugsmechanismus sein, oder der schlitz zum münzeinwurf. funktionierte sie gar mit obolus? (den mund hielt sie wohlweislich geschlossen: ein indiz.)
es gilt die unschuldsvermutung.



automat, antik (1) Donnerstag, 10. 9. 2009, 0:00

die hübsche junge inderin stand mit ihrem instrument aufs innigste verwachsen am podium und hatte, geigerin, ihre körperachsen derart gedreht, derart die arme ums instrument, als wäre sie einer ägyptischen grabkammermalerei entstiegen, eine äthiopische prinzessin wohl, ganz sicher.



exaktest Mittwoch, 9. 9. 2009, 0:00

es waren keine ahnungen (er hatte alles andere als eine ahnung), die ihn überkamen; trotzdem (oder deshalb) setzte er sich hin und verfasste, in einem schwall, nichts anderes als ein getreues protokoll der zukunft.
alles traf zu, traf ein, konnte garnicht anders.
(schweizgedanken.)



in speziellen fällen erlaubt Dienstag, 8. 9. 2009, 0:00

handy am steuer. das cabrio (oldtimer oder lifestileteil), die taugliche ausnahmegenehmigung.



semimental journey Montag, 7. 9. 2009, 0:00

die gästesenioren z’weggis, goldenagers allesamt. weggis, wo alles leise im sklerotischen puls der älteren, vorleister, klopft. wie sie – tadellos in form und kleidung an sich haltend – doch einige mühe haben beim plangemäßen und nicht allzusehr von höhen und tiefen zerfurchten zeitverbrauchen, maßvollst allesamt zsamme.
das panorama von weggis, es besteht ausschließlich aus rückblicken.
(hierher hätte man die zeitmaschine, die sie ohne zweifel in den untergrund von genf montiert haben, stellen müssen. das wären ganz andere erfolgsaussichten.)



sichererheit, jawohl Sonntag, 6. 9. 2009, 0:00

(lassen sie uns sicheren boden betreten)

<— haupteingang   |   anlieferung —>
altersheim, horgen oberdorf, mit zürichseeblick; man könnte auch sagen: zurückseeblick, starverhangen wohl.

(nachfrage: ¿abtransport?)

es gilt die unschuldsvermutung. und die täter sind sicher verwahrt, daunddort, vor allem in krems, weil was könnten die noch alles anstellen. (achso, ists nur noch einer? umso besser!)



unkombinierbar Samstag, 5. 9. 2009, 0:00

ausdrücklich verwahre ich mich gegen allfällige voreilige schlüsse, die aus der aufeinanderfolge der beiträge der letzten beiden tage gezogen werden könnten. die gänge sind so weit nicht, dass für alles platz wäre.
es gilt, wie stets, die unschuldsvermutung.



magent Freitag, 4. 9. 2009, 0:00

die trotz der kleidung – in die niki, sie stets sparsam, gesteckt hat – sehr freundlichen biparosanen stewardessen mit ihren einfärbigen hundertwassermützen. (oder sagt man zum stechrosa beim bipa flünikirot?)



mord, imperfekt Donnerstag, 3. 9. 2009, 0:00

das zumindest bis zu hercule poirots zeiten nahezu beherrschbare ehrbare handwerk des perfekten mords (die tat selbst, damit das klar ist, war und ist stets zu verabscheuen; ein gewisser respekt, ja anerkennung, die qualität der umsetzung und ihrer verschleierung betreffend, schwingt aber bei jedem guten kriminalfall mit, sodass der letztendlich überführende kommissar dem täter ein sportsmännisches schulterklopfen oft nicht vorenthalten kann, dazu ein zug an der rauchfreien zigarre), dieses mordshandwerk war dank weiterentwickelter forensischer techniken kein wirklich geeignetes feld mehr für begabte bastler unter eifer- und habsüchtigen personen einer privilegierten gesellschaftsschicht. der sich letzlich in einem kasten erhängende mutmaßliche mörder scheiterte an der identifikation der sorgsam mehrteilig behandelten beseitigten (ohne finger keine fingerabdrücke, zahnlose haben keinen gebissabdruck, …): er vergaß, dass man brustimplantate mit seriennummern versah, für allfällige reklamationen (was glauben sie, was da alles geklagt wird!).
es taucht die frage auf, ob die nummerierung links oder rechts beginnt (vom betrachter aus gesehen oder von der trägerin?). und jene tiefer moralische, wer denn nun den armen mörder auf dem gewissen hat.
es gilt die unschuldsvermutung.



orfon – wau! Mittwoch, 2. 9. 2009, 0:00

fekter: 40 postler ab dienstag polizisten
orfon, 28.8.2009 (freitag)

(vermutlich hundeführer – seit gestern; und auf freiwilliger basis – wie das halt so ist mit der freiwilligevorfreiwilligkeit bei korpsgeisternden subgesellschaften)



herbstmütter 2009 Dienstag, 1. 9. 2009, 12:00

liebe mba,

das formelle diesmal zuerst.

service

– tagesaktuell, die vorschau. ich darf besonders auf den 24. oktober im museum arbeitswelt steyr hinweisen. das wird was ganz besonderes: miki skuta spielt die goldbergvariationen, es folgt ein feines abendessen, und danach spielen wir gemeinsam initial epilogues (auf unserer im august erschienen gemeinsamen cd sind es exakt 10 davon). für außersteyrische: die höchstreizvolle altstadt allein ist einen besuch wert! und, hand aufs herz, wann hat man denn bitte die gelegenheit, bwv 988 von einem lebenden pianisten zu hören? weiters: anschließend meet & greet: bertl mütter schenkt köstlichkeiten und raritäten aus seinem weinkeller aus & ein. (schenkt ist in diesem falle wörtlich zu verstehen; jedoch freuen wir uns, wenn sie von der möglichkeit gebrauch machen, unsere tonträger zu erwerben; weder wein- noch kaufzwang.)
jetzt brauchen sie nur noch hinzukommen. oder die in steyr besonders beliebte schulbeamtenausrede: (masc.) waaßdeh, üwan stoodsfeiadog… (uaaah!), damit sie sich danach – (fem.) asso, am letzten samstag war das, und ich wollt aber so gern kommen – selber ganz besonders leidtun können. … wir spielen jedenfalls für die, die staunen und gutes genießen wollen (also die werten anwesenden!).

vorbei ist vorbei, weg is weg.

in weggis etwa, wo alles leise und schön gedämpft im sklerotischen puls der gästesenioren klopft, goldenagers allesamt und vorleister, die – tadellos in form und kleidung an sich haltend – doch einige mühe haben beim plangemäßen und nicht allzusehr von höhen und tiefen zerfurchten zeitverbrauchen, maßvollst allesamt zsamme, in weggis, das panorama, das berühmte panorama von weggis, es besteht ausschließlich aus rückblicken.
aber im herbst, das panorama (ein nebelleben, stargedämpft): weg ist es.
weil: vorbei ist vorbei. ist vorbei.

mütterlog (täglich, zumindest)

tonträger, unbezahlbar letztlich, jedes quantum hier zu bestellen. verwiesen sei speziell auf die 10 initial epilogues des duos miki skuta | bertl mütter.

– (hätten wir das.)

ansonsten: es tut sich was.

ich tauge weder dazu, tollkühn blindwütend voranzuschreiten noch zum letztmohikanern, bin letztlich nichts anderes als ein gewöhnlich gemütlich opportunistischer mitläufer, wenn auch im schwanzl am schluss.
jenen, die es nie für möglich gehalten hätten, folgendes von mir und über mich zu erfahren – letztes jahr noch wäre ich nebst u.a. kurt palm, der mich vermittelt hatte, anteiliger held einer exklusiven news-story über die letzten ihrer art gewesen (sie wurde dann, wohl auf betreiben einer erzitternden branche, fix und fertig aus dem heft gekippt) –, teile ich es hiermit mit: man hat mich breitbandgeschlagen, bei dem tarif, das müssen sie bitteschön bitteschon verstehen, und außerdem gibts ja jetzt das schweizermesser der digitalen zeit noch dazu, mit dem kannst du alles und noch viel mehr: navigieren, metronomklacken, die posaune stimmen, den zugfahrplan (auch der posaune) herausfinden, die börsenkurse am wifi abfragen, labyrinthe gegen die einbahn durchfahren, dabei scheitern, besser scheitern, wieder anfangen, das wetter vorher- und hinterhersagen, die nachrichten sich ausrichten lassen, bilder machen und anschauen und löschen, sich selber sachen ansagen, aufschreiben, auf die uhr schaun, sich wecken und einschläfern lassen, kontakte pflegen (freunde, nicht aber feinde werden), in die duröhre schauen und viel musik und sprache anhören, auch in der tasche ist es zurechnungsfähig, und schließlich kann man auch nachrichten verschicken und empfangen, und sprechen kannst du damit auch, ganz weit weg. und all das unterwegs, ausgenommen im wienerwald! wie ich zu den vielfältigen unentbehrlichen analogen anwendungen (rasieren, zähneputzen, pizzabacken und klopapier) komme, werde ich mir von guten freunden (für solche geräte habe man stets gute freunde, die über alles bescheid wissen) zeigen lassen.
ich spreche ein großes wort gelassen aus: ich bin mobil. d.h. erreichbar, nicht aber verfügbar.

neues tut sich auf. einen gewissen schwerpunkt wird dabei und dafür meine studienstadt graz darstellen. ich habe dort im juni vor bereits – horribile dictu! – 19 jahren mein letztes studium abgeschlossen. mehr, wenn konkretes zu berichten ist.

zum schluss die gute nachricht zum schluss. sie wurde mir hinterbracht von ibefvbm (ein etwas kryptisches pseudonym) und ereignete sich am 31. juli 2009 um exakt 15.32 uhr im zug von bruckandermur nach graz (ob und wieweit die geschichte mit dem zur selben zeit im kopfhörer des geschichtenhinterbringers ablaufenden gedscho meiner cd grenzkæmpfe korreliert, kann nicht mit letzter sicherheit angegeben werden; indizien indes gibt es.)
ich zitiere ibefvbm: über lautsprecher meldet sich der lokführer namentlich und botschaftet: er sei bisher mit gütern und personen einskommachtmillionen kilometer unfallfrei gefahren. (…) er erklärt den aktuellen zug fünf minuten verspätet, entschuldigt sich und fügt hinzu, dass er uns nicht bis zum ende des bahnsteiges führen werde, er werde vielmehr bei seinem an der strecke liegenden haus einfach stehen bleiben und aussteigen, (…) in die pension.
und nachsetzend, ibefvbm: er blieb sogar während seines aussteigens auf der strecke, das ist ein öbebela!

nun, das ist doch eine schöne geschichte.

auch ihnen wünsche ich aufwändige träume, wie ein monumentalfilm, sagen wir mit elizabeth taylor und richard burton, und eine schönen goldenen herbst allerseits, beim einsteigen (oja!), beim aussteigen (auchgut),

herzlichst, ihr

bertl mütter –  weggis-wuppertal-wien, im spätsommer 2009

jetzt aber ins tote gebirg.
und der nächste mütterbrief kommt zirka am 1. dezember um punct 12.00 uhr mittags.



branchen, krisensicher , 0:00

glashausverglaser. das waren doch solche krisengewinnler, die vom hagel der anderen lebten.
oder rettungsfahrer, totengräber, radiergummiproduzenten, löschpapierhersteller, fleckentferner, fensterputzer, nagelzwicker, krückenbauer, …
die liste ließe sich beliebig lang fortsetzen. gemein hatten all diese berufe, dass sie sich am unglück der anderen labten, von ihm lebten und deshalb wenig interesse haben konnten, die übel, denen sie ihr erkleckliches einkommen verdankten, an ihrer wurzel zu packen und auszumerzen.
verboten, jawohl, verboten gehörten sie, allesamt. oder zumindest verstaatlicht. wenigstens die totengräber. undzwar bis zur realen abschaffung des todes.
(glassärge, damit das klar war, gehörten strengstens untersagt.)



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