raumräumer Sonntag, 31. 5. 2009, 0:00

und wenn ihnen eine landschaft oder die von ihr übriggebliebene schallschutzumgebung, die sie gerade (auto, zug) durchmessen, nicht so behagt, werden sie auch nicht reißleineziehend aussteigen, um dann genau mitten in dieser umgebung zu verharren, verdarbend.
soviel zum türenschlagen zivilisierter menschen bei konzerten heutiger musik.



selbstbräuner Samstag, 30. 5. 2009, 0:00

rühm, dessen haare mit genaudemgleichen mittel nicht gefärbt wurden, wie die des namensgleichen deutschen altkanzlers auch nicht (das schuppenmittel hat nur für einen – den anderen – gereicht, da ist der gerhard schon großzügig in seiner pergamenthaut, wobei er sich mit den handflächen parallel die schläfen nach hinten entlangfährt, anstatt, wie es sich für ein reptil gehörte, doppelzuzüngeln.



kurze beine, ehrliche Freitag, 29. 5. 2009, 0:00

(rubrik: wir begrüßen unsere neuen großiigen mitarbeiterinnen – die drei portraitfragen zum abschluss.)

1) ihr motto? – die kurzen jahre des lebens sinnvoll nutzen.
2) welches buch haben sie zuletzt gelesen? – leben nach dem tod.
3) welcher versuchung können sie nicht widerstehen? – gebratene stelze.

durch geschicktes manipulieren der reihenfolge könnte eine kluge lektorin durchaus insinuativ gestaltend eingreifen, was wir uns nicht in allen permutationen (1-2-3; 1-3-2; 2-1-3; 2-3-1; 3-1-2, 3-2-1) vorstellen wollen, so kurz das leben auch nach dem tod auch sein und wenn das auch etwas gestelzt klingen mag.



einzelkämpfer Donnerstag, 28. 5. 2009, 0:00

i oda i?
hamletfrage, österreichfassung.

tennis: nur melzer bei french open weiter
orfon, 27.5.2009

stets monopolitisch bestens informiert erleben wir die sportwelt in ihren grundfesten erschüttert. österreich aber darf (nach dem einzigundallein aus eigener kraft gegen die übelwollende restwelt errungenen palmebringenden sieg zu cannes – mir fehlt die schlagzeile: unser michl k_a_n_n_e_s_!) wieder triumphieren, wenn bereits nach der ersten runde alle anderen ausgeschieden sind. es wird zwar etwas langweilig werden im verlauf des turniers bis zur entgegennahme des siegerpreises, aber das sitzen wir auch noch aus. melzer kann sich jetzt nur noch selber besiegen: österreicher der er ist, ist als nicht ganz unwahrscheinlich anzunehmen, dass es ihn auf der stiege zum podeste doch noch strudelt.



durchgegangen Mittwoch, 27. 5. 2009, 0:00

die schuhe (eine art sporthufe), nicht der alkohol (sicherlich sicher nicht) waren für seinen taumelnden wandel verantwortlich, so war es ganz gewiss und ohne jeden zweifel. sonst war ihm auch sicher nichts durchgegangen, wie man an seinem hosenboden nicht sehen konnte.



leerstellen, weggelachte Dienstag, 26. 5. 2009, 0:00

der sehr korpulente körper an der tafel nebenan prustete in einer weise los, dass offensichtlich war, dass er, im tiefsten kern erheitert, jeglicher verbergungsvorsicht vergaß seine exorbitanten zahnlücken betreffend. das bunte plastikknicktrinkrohr nicht nur einer portion zitronensorbet mit einem schuss wodka klemmte in der folge perfekt, nicht zu leicht, nicht zu eng, und auch der fehlende kleine finger (welcher fisch ihm den wohl abgebissen haben mochte?*) fehlte überhaupt nicht mehr im sonntagnachmittagspiran, sapperlote!

* hinweis: man beachte das ortangabewort und ergänze portugiesisch. (aber vielleicht war es eh ganz anderst.)



zurück Montag, 25. 5. 2009, 0:00

der neue lieferwagen des weinbauern am hügel gegenüber hatte ein retourgangpiepen, auf das der ganze ort mit stolz sein dürfen musste.
montagsfrühmorgens und in zukunft bitte doch wieder die glocken, auch nach der – wenn auch mit pannen – absolvierten erstkommunion, ja?



verwandelt Sonntag, 24. 5. 2009, 0:00

am sonntagvormittag dann, während der erstkommunionsmesse wohl, wollten die glocken gar nicht mehr zu läuten (von: laut) aufhören. irgendetwas bei der wandlung musste schief gelaufen sein. eine kleine unachtsamkeit des zelebranten, wer weiß.
man würde verstärkung brauchen, nationalgarde, carabinieri, bundesgrenzschutz, gendarmerie, oder wie immer man hier sagen mochte.
kafka wiederlesen, notierte er in sein notizbuch.



maikäfer, flieg! Samstag, 23. 5. 2009, 0:00

regelmäßiges wiederlesen der verwandlung. und jedesmal mit gregor mithoffen, dass alles ein irrtum gewesen sein muss. diesmal würde er es schaffen, und wenn doch nicht, dann eben noch nicht und halt beim nächsten mal. wichtig war das wiederlesen, eine neue gelegenheit sich bieten lassen. das ungeziefer durfte nur ein larvenzustand sein. bitte! (es war doch so einfach!)



erwachend Freitag, 22. 5. 2009, 0:00

das ideale theater, das nach dem wir uns sehnen, sei eines, das in seiner zwingenden unmittelbarkeit dem traum am nächsten käme, auch mit der möglichkeit/pflicht/ohnmacht, einfluss zu nehmen. o dieses nichtvermögen, in die geschicke des spiels, das stets das leben ist, durch neigen der blickekliptik über ein kippen des spielraums hinaus einzugreifen, dieses glück in diesem lähmungswohlgefühl, zum vergehen.



für immer jung Donnerstag, 21. 5. 2009, 0:00

als ihn die professionelle zahnreinigungskraft fragte, ob er viel schwarztee trinke (sie erkannte es an den schneidezähnen), sah er endgültig ein, dass es keinen sinn hatte, ihr (und sich selbst) weiter was vorzumachen, und als sie ihm kurz den mund freigab, gestand er, dass er wohl lebenslänglich ein teenager bleiben würde. dass dies gleichzeitig den dochnochbeweis seiner kindlichen erstetymologie bedeutete, gab ihm doch auch das gefühl einer gewissen genugtuung, ja, man konnte sogar von einem kurzen schauer des glücks selbst sprechen, trotzdem er in sitzfliehender haltung fixiert war.
der zahnarzt morgen aber würde nichts von seinem jugendwahn bemerken, versprachen die putzdüsen.



aufstrich – abstrich Mittwoch, 20. 5. 2009, 0:00

bei der pzr (pezetterr), wie frau fichtinger (tanne nicht) die professionelle zahnreinigung nannte, versuchte ihm die resolute reinigungskraft die korrekte handhabung seiner zahnbürste von grundauf und für alle zukunft zu erklären. nachdem er sich schließlich doch noch von der maulsperre befreien konnte, bemerkte er, dass ihn ihre vorführung an das halten eines geigenbogens erinnerte (bratschen-, cellobogen auch; nicht aber – das behielt er für sich – an die hierzulande übliche kraftvolle kontrabassbogenhaltung mit dem wiener bogen). so leicht also solle er seine zähne von den rotierenden elektrobürsten, ja: streicheln lassen. er gelobte, wehrlos, putzbesserung. wie er die geigenstreichelmotorik allerdings in sein in den leib eingeschriebenes system umdeuten können würde, war ihm zunächst unklar. vielleicht sollte er den kopf um 90° drehen.
die posaune taugte nun einmal eher für presslufthammervergleiche. das war aber nicht gut fürs zahnfleisch. in einem halben jahr würde man ja sehen, meinte die fachkraft, und er gurgelte bange zustimmung. angstheuchler.



vom eise befreit Dienstag, 19. 5. 2009, 0:00

als er das gefrierfach öffnete, glitt zwischen den beiden kühlmanschetten der verlorne cioran heraus, vom nachteil geboren zu sein. als ob just der es nötig gehabt hätte, zur abkühlung des gemüth’s sich ins eis zu begeben.
natürlich, so viel war bekannt, inwendig glühte er magmatisch. und dafür war es ohne zweifel von vorteil, gefroren zu sein.
(hitzköpfen zu misstrauen war seit eh und je eine königsdisziplin der skeptiker. sie verdampfen rückstandsfrei.)



bezaubernder weberknecht Montag, 18. 5. 2009, 0:00

flaschengeistgleich unterleibslos enthob sich der kreiselnde klarinettist seinem behältnis, das sich dem auge des hörenden betrachters hinter der oberkante des notenpultes und verdeckt vom läuferläufig diagonal zum podium platzierten publikum entzog. oder war es ein bastkörbchen, aus dem sich die cobra wand, die sich brillantissime selbst mit der schalmei betörte?
(bei weber funktionierte das am besten.)



b.a.w. (kl., gr., nl.) Sonntag, 17. 5. 2009, 0:00

holiday auf den untillen, bis auf weiteres.
(lesen sie morgen weiter.)



sing, vogel! (2) Samstag, 16. 5. 2009, 0:00

das knarzende rebhendl, man bringe es zu den tümpeln in den donauauen, da ließe sich bei den kröten trefflich unterricht nehmen, die singen nämlich in der tat betörend. gut, auch nur je einen laut, diesen jedoch weichrund tönend.
tagsüber zumindest.



sing, vogel! (1) Freitag, 15. 5. 2009, 0:00

frühmorgens, das rebhuhnknarzen vorm fenster zum land. die kommunizieren via joghurtbechertelephon am gespannten stacheldraht, direkt in dein trommelfell hinein und selbstverständlich unter strom.
der wohllaut erliegt in den ohren des betrachters. guten morgen.



grünwärts vor! (europawahl, die dritte) Donnerstag, 14. 5. 2009, 0:00

den grünen: nur weil am europaplakat menschen (die man auf einem resopalgestell festgeschraubt haben muss und denen man ihre hände mit unsichtbaren fäden fürs sozialistisch-realistische emporrecken nach oben gespannt hat, damit die kraft für die belichtungsdauer ausreiche) steif grinsen, daneben zwei brillenrandlose pallasathenen (eine wohl volksschuldirektorin, die andere die frau vom schulwart) hingestellt hat, beweist die grüne partei, die sich eben erst demokratisch einwandfrei aufs eindrucksvollste selbstzerzaust hat, noch lange keine kompetenz, engagement oder humor (gar: pfiffigkeit).
ihr bedient euch der äußerst bedenklichen ästhetik einer erwiesenermaßen weitgehend humorfreien protestzeit oder von broschüren der zeugen jehovas (mache deine jugend zu einem erfolg! bzw. fertig fürs paradies!) bzw. freikirchlicher evangelikaler pfingstgemeinden.

jeder grünwähler unterstreicht mit seinem kreuzerl eine außergewöhnliche demokratische reife, wenn er|sie|es euch trotz dieser dümmlichen campaign wählt. und: mit der geballten hand kann man nichts, aber schon gar nichts angreifen, aufgreifen, berühren. die boxhandschuhe lasst den männerparteien, denen ihr vor allem die jungen wählerinnen und wähler, die euch mit diesem plakat dankbar als grüne chaoten hinstellen können, scharenweise in die offenen arme treibt.

(eure agentur könnte um ein beratungsmandat in nordkorea einkommen, dazu diejenigen, die diese entscheidung zu verantworten haben werden, nach der wahl.)



a – a (europawahl, die zweite) Mittwoch, 13. 5. 2009, 0:00

haben die schwarzen unlängst ihr verdientes fett abgekriegt, gilt es auch die beiden anderen demokratischen parteien (= parteien, die nicht unter ausnutzung demokratischer prozesse ein diktatorisches herrschaftssystem bzw. die hegemonie einer jetzt schon alleinherrschenden tageszeitung anstreben) in dem maß einzutunken, in dem sie es verdienen. d.h. eintunken muss ich sie nicht, das tun sie schon selber; meine aufgabe hier ist, dies aufzuzeigen.

(swobo)das a-team also. weil was für die schwarzen gilt, muss auch für die roten gelten, wenn ich kantönli-geist (ein zugegeben nicht sehr eu-europäisches wort) orten muss. meine frage zur europäischen gleichberechtigung: habt ihr a-team-spielerinnenundspieler euch keine gedanken über die derart arg diskriminierten zyprioten gedacht oder die vorarlberger – aber nein, das gehört hier nicht her oder nicht? jedenfalls ich will mich lieber von einem abiszett-team in brüssel vertreten wissen, für europa (für was denn bitte sonst?)!

morgen: die grüne peinlichkeit.



multi Dienstag, 12. 5. 2009, 0:00

in österreich aber ging weiter alles seinen lauf, in sturer ruhe zäh stromabwärts.

… neben seinen zahlreichen funktionärsfunktionen wurde er zuletzt vom nicht ganz aus der luft gegriffenen vorwurf der ämterkumulation freigesprochen, indem man ihn in den unvereinbarkeitsausschuss berief. als ersatzmitglied, vorerst.
(warum eigentlich nicht als experten und konsequenterweise, nach einer respektfrist, als vorsitzenden?)



bildunterschrift, ausgedämpft Montag, 11. 5. 2009, 0:00

in österreich aber ging weiter alles seinen lauf, in sturer ruhe zäh stromabwärts.

… dieses nette pärchen hier, das sich eben gefunden hat, freut sich, zusammen seiner gemeinsamen passion, dem nichtrauchen, zu frönen.
(quelle der negation: kronenzeitung; manche polemiken funktionieren eben nur eindimensional.)



simple ≠ easy & retour Sonntag, 10. 5. 2009, 0:00

und auch: müssen gebundene ensembleimprovisationen stets von so einer jedwede verfeinerung und dramaturgie, kontrapunktik und rhythmus negierenden plattheit und formaler dürftigkeit sein? aus negation (das hatten wir schon) bzw. nichtwissenwollen ist noch nie großes entstanden, und enthaltsame klarheit, das müsste was anderes sein alswie denkfaule negation von –  nennen wir es, meinetwegen: disziplin.



schlampart Samstag, 9. 5. 2009, 0:00

erlaubt sei, darüber nachzudenken. laut, lauter nachzudenken: wie schaut es mit den sich selbst als eine speerspitze deklarierenden formen aktuellster kunst aus? meine beobachtungen beziehen sich auf die akustische kunst, im speziellen fall auf die strenge kammer der freien improvisation zwischen jazz und sog. neuer musik. es dürfen aber mit grazie extrapolationen auf die anderen disciplinen der cunst gemacht werden, fühlen sie sich frei!
meine frage ist die gerne als spießig abgetane nach dem handwerk. ob die ungenauigkeit (nicht zu verwechseln mit unschärfe aus klarheitsgründen) in rhythmischen oder (mehr noch!) intonatorischen belangen, die uns als antiphilharmonische genialität* verkauft werden soll, deshalb mehr kunsthaltigkeit bedeuten muss, darüber gibt es zwei grundsätzlich gegenläufige überzeugungen.
meine ist die andere.
wie man ja, sagen wir: spaghetti (oder: rindsrouladen) selbstverständlich aufs aufregend-creativste zubereiten kann (ja, soll!). aber zerkochte (rindsrouladen, spaghetti) will ich mir nicht auf der zunge zergehen lassen müssen.

*obacht! was sich als anti- definiert, ist stets beherrscht von dem, wogegen es zu sein vorgibt. – denken sie bitte nicht an: rot! (oder: titten)



media(set)message Freitag, 8. 5. 2009, 0:00

natürlich ist er mir zuwider, kann einem denkenden menschen nur zuwider sein (was jetzt nicht impliziert, ich sein ein d.m.), aber irgendwie braucht nicht nur italien diesen nichtundnicht altern könnenden polterer. ob das aber dann nicht doch un poco troppo dreist vom herrn berluskoni ist, wenn er seiner zukünftigen exfrau vorwerfend ausrichten lässt (über die medien), sie habe zuviel den vielen lügen geglaubt, die in den medien verbreitet würden?



winterüberwindungsentrundungskummer Donnerstag, 7. 5. 2009, 0:00

jetzt, wo die langwinterdepression von ihm abgefallen war, wäre es ihm auch recht gewesen, wenn sich der zu ihrer überwindung angemampfte bauchumfang mitentsorgen hätte lassen, sagen wir, per 1. mai (zu spät!), na gut, dann halt zur himmelfahrt.
das herrenmieder, ein kummerbund.



mehr licht! Mittwoch, 6. 5. 2009, 0:00

die fengshuibananenstaude im lichtlosen halbstock vom kellerabgang zum fliesenklo vom böhmerwaldhof in ulrichsberg bräuchte etwas licht, damit sie nicht ganz verkommt.

oder ist es ihr eh so auch recht? man befasse den gemeinderat in dieser sensiblen botanischen angelegenheit!

(klikken sie hier, wenn das möglicherweise zum einbetten deaktivierte video oben nicht erscheint.)



durchgesessen (europawahl, die erste) Dienstag, 5. 5. 2009, 0:00

linz, europäisches kulturhaupt, ende april 2009. es dräut die europawahl, pain-in-the-ass. ein feistgesichtiger juliusmeinlderfümftebescheitler (üben!) herr dokter paul rübig verspricht auf niederösterreichisch-blaugelben plakaten, er werde oberösterreichs interessen durchsetzen.
da hat einer aber voll verstanden, worum es geht. ich schlage ihn für den landtag vor, mit dem programm.
obwohl, der diskret-chromatische nö-verweis deutet auf wachsende welthaltigkeit hin. oö+nö=kleineuropa, gewissermaßen. (wo das noch hinführen mag!)



frage nach dem genitiv Montag, 4. 5. 2009, 0:00

erbgut der kuh entschlüsselt.
agenturmeldung

welcher?



bildungsauftrag Sonntag, 3. 5. 2009, 0:00

aus bildrechtlichen gründen (ringel, grosz, vor allem aber: ensor) wurde die brilliante journalistin ausschließlich im radio eingesetzt. auch so vermochte sie es spielend, bilder in einem hochkommen zu lassen.



schwerkraft, bewölkt Samstag, 2. 5. 2009, 0:00

sie rauchte so laut, wie andere telefonieren und hatte zähne wie firnbonbons. das gesetz, es war gescheitert, an ihr.
mit einemmal, als ihm das durch den kopf schoss, war ihm klar, dass jenes gesetz nur das finale sein konnte, in voller kafkascher konsequenz. eher würde ein apfel vom baum in den himmel plumpsen, als dass dieses gesetz wanken würde. und es gab auch kein anderes, alle menschengemachten waren nur homöopathische potenzen, derivate. und, weitere konsequenz, plötzlich wusste er nicht mehr weiter, auch nicht, wie er zu diesen weitreichenden denkfolgen gekommen war, was es in ihm meinte, ungewissermaßen, jedoch doch so klar.



hoch der erste mai! Freitag, 1. 5. 2009, 0:00

eros ist vielleicht was für toreros (…)
ein politiker – hat politik

georg kreisler

als er, passivdenkend, durch die wenigbeleuchtete nachtstadt fuhr (unterwegs hatte eine baustelle an der liechtensteinstraße sein aufsehen erregt), durchzuckte es ihn mit einemmal, als er (zum wievielten mal?) eines dieser rotfrühlingshaft (nicht biparosa) hervorgesprossenen plakate näher und ganzundgar unwillkürlich tiefenschärfer betrachete, ein großflächeninformationsmedium, das den aktuellen bundeskanzler zeigte (namen und stimme weigerte sich sein rezeptionsapparat zu erinnern), diesen buchstäblich wortwörtlichen musilmann. vom plakat also lächelte (lächelte?), wenn der denn altern hätte können, der startrek-android data [lautumschrift: täter]. oder handelte es sich beim abgebildeten um ein für ein interstellares raumschiff nocht nicht ausreichend ausgereiftes vorläufermodell?
ein monströser verdacht kroch in ihm hoch. aber irgendwie war der gedanke schon auch (um es mit datas vorläufer zu sagen) fas-zi-nie-rend.



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