grrru Sonntag, 31. 8. 2008, 0:00

das kleine mädchen am traunsee, es will den tauben nach, die sind selbst hier immer einen schritt voraus, immer unbändiger ist es hinter ihnen her, aber nein, ein kleines mädchen kann doch keine taube erwischen, die sind immer einen schritt voraus, selbst hier in gmunden, wenn es auch schwer fällt, das einzusehen, und wenn es brenzlig wird, machen sie einen hennenhupfer, die tauben, und das spiel geht von vorne los.
da hebt das mädchen ab, fliegt ihr hinterher, der taube, die taube, ein bekannt eleganter vogel, wirkt dabei fast plump.
ob es sie erwischt hat, kann man nicht mehr sehen, auf der höhe des firsts sind sie ums ums eck verschwunden.



kontinent k Samstag, 30. 8. 2008, 0:00

f. k.
eins vor (vornämlich), (nachnämlich) eins zurück
macht g. j.
jonke, du kafkaplanet.

(heute abend etwa am toplitzsee)



kontinent k (2 – kiefer) Freitag, 29. 8. 2008, 0:00

knirschst du nachts mit den zähnen, iss eine karotte vorm schlafengehen, rät uns die ratgeberseite der zeitung, es entspannt dein unterkiefer (das obere ist, so ein glück, fest montiert), und die zähne kommen unbeschadet zurück aus träumeland. ob es, er wollte abwechslung fürs täglich letzte abendmahl, auch mit einem kohlrabi gehe, der knacke auch und fange mit k, indiz einer gelingenden knirschkur, an. ob es in der folge überhaupt, im sinne einer noch praktisch unerforschten, neuen homöopatie (potenz k), lediglich auf mit anfangs-k aufgeladenen nahrungs- und beiß-mittel ankomme? – kokosnüsse! kirschen? (eher die kerne, oja, kirschkernkauen!), khaki? (eine die regel bestätigende ausnahme), kleinholz? jawohl – kiefern kiefeln! und für die biertrinker? – kronkorken knacken.
er würde dranbleiben. vorerst mit der karotte.
(die armen deutschen mit ihren möhren, überkam ihn kieferkirurgisch kummerlich mitleid.)



kontinent k (1) Donnerstag, 28. 8. 2008, 0:00

zuletzt – er kam deshalb später als erwartet zum gemeinsamen frühstück, weil der traumfilm nicht früher aus gewesen war – hatte er eine von zunehmender verzweiflung gezeichnete odyssee auf der suche nach einer toilette durchleiden müssen. obwohl er in einem riesigen hotel samt kongresszentrum und indoorvergnügungsbetrieben (glücksspielautomaten, bowling, christmas in heaven; als wärs in las vegas, wie sie es einem schildern: so falsch alles, dass sich schon wieder eine höhere authentizität konstituiert), konnte er nirgendwo aufgesperrte, unbesetzte, nicht gerade in reinigung befindliche, männern vorbehaltene, funktionierende, in ruhe zu besitzende (plötzlich stand eine ganze gruppe ehemaliger schulkolleginnen um ihn herum, was ihm das befreiende loslassen gänzlich verunmöglichte, außerdem redeten sie noch mit ihm, nein: auf ihn ein, sie wollten seine meinung zu diesem und jenem wissen, schienen sogar ehrlich an seinen kompositionen interessiert zu sein!) toiletten finden, in keinem stockwerk, wo er hinkam notdurftverrichtungsverhinderung, er wollte er wäre ein hund und hätte die wienerischen 36 euro (für die langsamen: 500 schilling) mit grazie bezahlt (kleingeld bitte vorher abzählen, unser organ kann nicht herausgeben!)
schließlich wachte er, unausgeruht, doch noch auf, draußen regnete es ungeniert, er stellte die seinem lebensalter gemäße trockenheit im bett fest und klemmte sich, ein lob der kontinenz!, in das kaum beichtstuhlgroße wc-und-dusch-verließ des fremdenzimmers.

morgen: kontinent k (2 – kiefer)



gmunden, im weinlager (2) Mittwoch, 27. 8. 2008, 0:00

bette stellen sie die flaschen auf den tesch
perdon
(…)
donke
donke

nach ernst jandl

tesch soll nicht nur einen exzellenten zweigelt machen, sagen sie.



gmunden, im weinlager (1) Dienstag, 26. 8. 2008, 0:00

glücklich ist
wer vergisst
was doch nicht zu ändern ist
beliebtes österreichisches lebensmotto

oder heißts: vergießt ?

alzinger. wein aus der wachau.
sehr österreichisch, konnte er sich nicht mehr genau erinnern, warum ihm diese – zugegeben etwas müde – pointe eingefallen war.



karstig (appendix 4) Montag, 25. 8. 2008, 0:00

servierkraft mit einwandfreiem leumund gesucht. auch aushilfen.
gh. karbach (über dem pissoir – in reichweite – affichiert)

an sich hinabblickend gewahrte er die frischen letschoflecken auf seinem weißen leinenhemd. kein guter servierpersonalsleumund, stellte er sich vor, sich anderswo bewerben zu müssen.



karstig (appendix 3) Sonntag, 24. 8. 2008, 0:00

(ein letztes zu r.m.)

ist ihnen schon aufgefallen: reinhold messner und gotthilf fischer treten nie (nie!) gemeinsam auf.
ob sie sich die haare teilen?



karstig (appendix 2) Samstag, 23. 8. 2008, 0:00

in karbach beobachtet: reinhold messner, telephonisch am k2 bzw. zum k2 befragt (wen, wenn nicht ihn?), hat ein mobiltelefon/cellulare, das kikerikiet.
was das bedeuten soll?
man hofft nur: nur gutes.



karstig (appendix 1) Freitag, 22. 8. 2008, 0:00

nach dem vortrag (zwei stunden en bloc, kein atemschutz), steht zweifelsfrei fest:
reinhold messner hat nicht nur alle acht vierzehntausender bestiegen; weniger bekannt ist, dass er auch – im alleingang und ohne sauerstoff – auf den mond gelangt ist.
bis heute ist er nicht wieder zurück gekehrt.



karstig (4) Donnerstag, 21. 8. 2008, 0:00

dass er, von schmerz zerfetzt, zurück zur stelle finde
wo er den ersten falschen schritt noch nicht gesetzt
ernst jandl, glückwunsch

die erinnerungstaferln in den bergen und wo sie angebracht sind: zweierlei mutmaßungen.

die erste möglichkeit: wo der verewigte (zitat:) seine seele seinem herrn zurückgegeben hat, er also wohl, zerfetzt schon, aufschlug; oder dort, wo ihn das (letzte herz- bzw. das stein-) schlagerl getroffen haben mag.
die zweite möglichkeit: dort, wo er talwärts abgehoben hat.

ich tendiere zur zweiten variante, sie hat das praktische und vorbildliche, dass die martertaferl am rechten weg noch angebracht werden können, wodurch sie enpassant korrekt wandernde leser finden können. wenn sie also unterwegs keine blechmementos finden, dann gnade ihrem bergheil!



karstig (3) Mittwoch, 20. 8. 2008, 0:00

diese ameisen am traunstein, bis ganz nach oben waren sie gekrabbelt. der blickhypnotisiert erstarrten gams sah er nur ganz unten, nah beim einstieg, hypnotisiert ins schwarze quarzaug, die zeit stand, c’era una volta il west, still, und bis heute hat keiner sich zuerst gerührt. aber wer weiß, vielleicht waren sie (die ameisen) immer schon da gewesen, wie die gams auch. und, umgekehrt und ätsch, sie (die ameisen) waren noch überhaupt nie unten, nicht in karbach, nicht beim hoisn, und schon gar nicht, vollmond hinoderher, unerkannt beim beliebten gmundner mondscheinbummel gewesen; die gams, wer weiß.



karstig (2) Dienstag, 19. 8. 2008, 0:00

ein ohrwurm ist ein ohrwurm ist ein ohrwurm, wesentlich mehr alswie gewisse dornstängelige blumen. vordringlich galt es, die qualität der lästigen schliefer sukzessive (schritt für schritt) anzuheben, vor allem beim konzentration einfordernden traunsteinaufstieg, gar am gerne, wie man sagt, unterschätzten naturfreundesteig. ob er je beim schönbergbehaupteten spatzenvomdachpfeifen ankommen würde musste er allerdings bezweifeln; bis jetzt musste das meistersingervorspiel (nebst gewissen dialogischen schlüsselszenen) oder der erste satz der neunten mahler genügen. immerhin, irgendwie durfte er sich über die baumgrenze gekommen fühlen.



karstig (1) Montag, 18. 8. 2008, 0:00

es wurden auf höchster ebene vertiefende gespräche geführt.
straßenbahnfahrgastinformation, gmunden

morgen gehts ins kalkgebirg, traunstein.



so schauts aus Sonntag, 17. 8. 2008, 0:00

nach dem schwer sehbehinderten wurde sechs wochen lang gefahndet.
radio österreich 1, nachrichten, 14.8.2008

auch ein blindes korn wird vom huhn gefressen.
ländliche weisheit (bodenhaltung)

sehen sie, da haben wirs.



lieben Samstag, 16. 8. 2008, 0:00

der alte lieben, joachim lieben (den namen ausschreiben, es hebt seine merkwürdig reziproke google-statistik!) ist, sattgelebt, tot.

sympathischer schelm (lebenslang)

gut eineinhalb jahre haben wir uns gekannt, waren einander respektvoll-sympathisch, großer meister, hat er seine mails an mich augenzwinkernd überschrieben, ich zurück lieber lieben, und von da aus haben wir uns rokokoartig hochgeschraubt. was für ein privileg, was für ein vergnügen, zeit mit ihm zu verbringen. der konnte was erzählen, was der erzählen konnte, dieser charmante schelm, und zwischen geschichten und gschichterln fließen die grenzen ohnehin. generell.

es ist alles wahr, und ich habe mir alles genau gemerkt.

ich darf bei seiner verabschiedung spielen. nicht als besinnungsverstärker zwischen gefasst betroffenen erinnerungen: ein dialog mit der posaune wird es sein, als wärs eine plauderei.

was für eine traurige freude.



lottoleben (1+2) Freitag, 15. 8. 2008, 0:00

vor der ziehung, hast du das los in der hand, heißts abwarten und teetrinken, teatime vor ziehtime, kalauerte es kicherig aus ihm hervor.
wenn es, das abwarten und teetrinken (2, makrokosmisch), das sonnensystem zulässt (gravitation, planetenoberflächentemperatur – vorbehaltlich wasservorkommen; tee kann man mitbeamen) und (1, endogen-gustrisch) weil der kaffee eh von selber nit mehr schmeckt, kein verzicht also, auf nix (gesüßt wurde früher auch nicht).
den tee ließ er seit eh und je kurz ziehen, stehen, bis er lau war, um ihn dann, auf einen sitz, hinunterzustürzen.



lottoleben (2) Donnerstag, 14. 8. 2008, 0:00

wie ja die menschheit auf dieser erde auch, sowohl was die tatsache der evolution, als die, dass unser sonnensystem genauso beschaffen ist, erdartige planeten in relativer nähe zum zentralgestirn zuzulassen, sie nicht gravitationsbedingt einzusaugen (danke, sonnenferner, unwahrscheinlicher jupiter) einen potenzierten lotteriegewinn darstellt (werweiß, 13 aus 666 oder so – die tipps sind in der reihenfolge ihrer ziehung abzugeben -, astronomische bedingungen eben). was die suche nach erdähnlichen exoplaneten, gar mit menschen drauf, sehr (der österreicher sagt: ein bissl) unwahrscheinlich macht (mitte juli 2008, so wikipedia, wusste man von 307 extrasolaren planeten in 249 systemen).



lottoleben (1) Mittwoch, 13. 8. 2008, 0:00

ich kenne einen, der hat schon über sieben jahre damit überlebt.
beliebter trostspruch

ein lottogewinner. sein freund aber hatte eben erfahren, dass er an dieser, der sanktpankreaslotterie mitspielte, den schein hatte man ihm in einer spätannahmestelle knapp vor der ziehung abgegeben, jetzt hatte er den beleg in der hand.

ansich gefiel ihm ja der gottlose lottovergleich. kopf oder zahl aber, das wäre ihm lieber gewesen. zumindest für dieses hopoderdrop.



ehrenwärter Dienstag, 12. 8. 2008, 0:00

das sind sie alle, alle ehrenwert
shakespeare, julius cæsar (3. akt, 2. szene)

schreibst du mir meins, schreib ich dir deins
emeritarierdialog (unausgesprochen)

(namentlich k. hatte lange geglaubt, emeritieren, das sei etwas ganz ganz arges, worüber man bitte nicht in der öffentlichkeit redet, obwohl es alle tun. halt so etwas ähnliches wie haltloses ejakulieren, gar öffentlich auch noch.)

der um seinen beitrag zur ehrenschrift gebetene konnte es machenwireineausnahme doch noch so einrichten, den text in aller bescheidenheit beizusteuern.

dieser mangel der deutschen sprache: es gibt keinen superlativ für substantive. für das nomen bescheidenheit – vor allem in kombination mit verdienten männern – war dieser mangel weder einzusehen und schon gar nicht zu ertragen. wäre das nicht ein forschungs-, vor allem aber ein lukrativer entwicklungsauftrag?

und er, würde er je um einen emeritierzeitschriftbeitrag gebeten werden?, kaute er an seiner tastatur.

(soviel war klar: es galt, bescheidenheit zu üben, sich nicht wichtich zu machen. schön stillundheimlich unausweichliche meriten aufzuhäufen. und dann vor lauter bescheidenheit steuerschonend zu zerplatzen.)

an die arbeit, ehrenwerte männer!



oberleitungsüberlegungen Montag, 11. 8. 2008, 0:00

von gmunden, straßenbahnstädtchen, nach salzburg, obusstadt. und in der eisenbahnunterführung wird der obus zum ubus, so ist das usus. überhaupt, ein blick in die faszinierenden konversationslexikonsweiten der wikipedia sagt uns, dass der obus auch in österreich eine regelrechte hochblüte hatte, in st. lambrecht etwa zwischen 16.11.1945 und 21.4.1951 (allerdings ausschließlich zum güterverkehr). ich lade sie ein, die länderalphabetisch geordnete liste der städte mit obusbetrieben, mehr nach aber jene der städte mit ehemaligen obusbetrieben zu studieren, was für ein erkenntnisgewinn.
skrollen sie nur munter hinauf und hinunter, wie sich die welt gleich zu drehen anfängt, und all das um einen stets geringen obusobolus. ja, auch zu den friedhöfen kommst du mit ihnen, und sie haben einen speziellen vertrag mit den charons ihrer jeweiligen lokalitäten, bin ich mir ganzundgar sicher.



murz! Sonntag, 10. 8. 2008, 0:00

murenabgänge im mürztal
orfon, 31.7.2008

oft im wetterbericht vorhergesagt, jetzt, wo keiner mehr damit rechnen konnte, emotionslos undalso eiskalt umgesetzt: die endgültige mür-murz-furche.



zu autochthon Samstag, 9. 8. 2008, 0:00

gmunden gibt gas
plakataktion, team köppl övp

des bürgermeisters biogas als exportschlager, o-o, werden da die herren russen aber die augenbrauen heben, selbst der wächserne olm. also obacht! möglichweise wagt ihr euch da zu weit vor, bewegt euch in feldern, die etliche nummern zu groß sind für euch!
(ich meine es gut mit der schwanstadt.)



lunatisch Freitag, 8. 8. 2008, 0:00

ende juli. nahezu neumond.
gmunden lädt zum beliebten mondscheinbummel.
sowas fällt nur ausgepichten dadaisten ein.
gratuliere.



rutenspiel Donnerstag, 7. 8. 2008, 0:00

er freut sich halt.
er will eh nur spielen.
gängige beschwichtigungsformulierung leinenloser weiberln und herrerln

und hundehalter, damit ihre und überhaupt des menschen beste freunde verdammt noch einmal nicht an jedem, jeden ansabbernd und aufkotend, hochspringen, sie müssten per gesetz dazu verpflichtet werden, ausschließlich spezial zu reinigende weiße kleidung anzulegen.



damenschneider Mittwoch, 6. 8. 2008, 0:00

auch wenn aus ihnen in der mehrzahl afterkünstler werden mögen: bildet mehr künstler aus! vor allem brauchen wir schauspieler und regisseure (in österreich: ressischöre). etliche von ihnen würden sonst möglicherweise von ribiselnd testosterongesteuerten trieben verblendete mädchenmörder. grillbesteckripper.
und, ja, lieber eduscho tchibo hofer zielpunkt, liebe baumärkte: lasst euch für eure aktionsware eine andere verpackung einfallen als die lösegeldübergabebehältnissen zum verwechseln ähnlichen praktischen aluköfferchen.
der ruf* eines ganzen landes steht am spiel.
danke.

*(wer ruft zurück?)



poesiefrei Dienstag, 5. 8. 2008, 0:00

das lehrstück im varietéton: ein bisschen weniger vom zuviel wäre immer noch ausreichend gewesen.



luludruck Montag, 4. 8. 2008, 0:00

sprüht es an jede wand:
neue männer braucht das land!
deutsches lied, letztes viertel des 20.jhdts (zitiert aus dem gedächtnis)

der nebenanandiewandpischer hatte derart getankt, dass zu befürchten war, er würde noch die mauer umlegen. sich umblickend, stellte er erleichtert fest, dass es keine tragende war.
beim hinausgehen gewahrte er im gastraum noch ein bild des amtierenden landesfürsten, arminarm mit den wirtsleuten. seinen (er hat euch nicht belogen!) vorausinspizierenden securities wäre ein solches risiko keinesfalls verborgen geblieben, war doch schon ein vorgänger am häusl nahezu gemeuchelt worden.
auf die pforte des beliebten lokals hatten sie ein poster vom weißen hai in erkennbar ironischer absicht (ein hai für eine forellenbraterei, haha!) getackert.
der hai, der hai, was für ein mantra.

trotzdem, man verweilte hier in der tat gern. warum auch jedes terrain den seeräubern überlassen?



bleiblei Sonntag, 3. 8. 2008, 0:00

verweile doch, du bist so schön
goethe, faust

das schwermetallische (möglicherweise gifthaltige) des verweilensollens in kärnten.



multi (2) – 99 prozent Samstag, 2. 8. 2008, 0:00

ein anderer multiinstrumentalist hatte es auch zum (allerdings nicht dilettierenden, sondern professionellen) drittelvirtuosen gebracht (99%). seine kollegen aber hatten, offrecords, wie man sagt, wenig schmeichelhaftes über ihn zu sagen (er konnte es nachvollziehen):
das einzige, was er gut kann, ist schlecht akkordeon* spielen.
nun, crux, er war der checker.

*(instr. möglw. geänd.)



multi (1) – 102 prozent Freitag, 1. 8. 2008, 0:00

der multiinstrumentalist, dachte er sich, war ein klassischer drittelvirtuose, und da er ungern nach unten nivellieren wollte, gestand er ihm, in seinem selbstauferlegten zwang zu natürlichen zahlen, dreimal vierunddreißig prozent zu, wodurch zu folgern war, dass er die anderen klar und vernehmbar an die wand zu spielen vermochte, und so war es in der tat. überhaupt, er war ein anfänger, im allerbesten sinn: einer, der sich sein leben lang nicht die begeisterung des angehens neuer abenteuer vermiesen lassen hatte, und wirklich konnte jede neue herausforderung beliebig oft wiedererweckt werden, mit vollem enthusiasmus, bis etwas anderes seine aufmerksamkeit erregte. (die ebene mitsamt ihren mühen war seine sache nicht.) war er aber einmal an einem ding dran, engagierte er sich augenblicklich zu 102 prozent. zumindest. sympathisch.
ich stelle ihn mir als einen glücklichen menschen vor, dachte er sich, an camus denkend.



Powered by WordPress kostenloser Counter