klarheit (2) Donnerstag, 31. 7. 2008, 0:00

lebendige musik mit keinem anderen anspruch als die unbedingte jetztheit.



klarheit (1) Mittwoch, 30. 7. 2008, 0:00

was wünschst du dir?, fragte der koch die legierte gemüsesuppe.



über nacht Dienstag, 29. 7. 2008, 0:00

als sie anderntags ins zimmer kamen, fanden sie dort völlig veränderte klänge vor.



schlagfertig Montag, 28. 7. 2008, 0:00

um beim hackbrettspiel ihre erhitzten hände adäquat zu kühlen, verwendete sie vor allem an heißen tagen langstielige eislöffel, je nach beabsichtigter schlagintensität aus solidem löffelmetall oder halbopakem cocktailkirschkunststoff.



be good Sonntag, 27. 7. 2008, 0:00

die knusprige ente hatte eine gänsehaut
gastronomische wahrnehmung

johnny war schlau, er hatte patente im getränkebereich gehortet und lukrierte besonders in heißen sommern entsprechend horrende summen aus der gastronomie. als erfinder – nicht der getränke selbst, aber der gängigen abkürzungen – mussten ihm jedesmal, da servier- bzw. schankpersonal (die durstigen gäste waren ihrer unerfassbarkeit wegen ausgenommen) die eingängigen, sich rasch durchgesetzt habenden kürzel mizi (mineral-zitron), sozi (soda-zitron), kozi (kola-zitron; auf diese lang geheim gehaltene formel war er besonders stolz), aber auch obi, ebenso wie das etwas sperrigere obispritzt verwendete (mit letzteren beiden gab es rechtsstreitigkeiten mit einem baumarktkonzern, es zeichnete sich allerdings – johnny war heimwerker – eine außergerichtliche lösung in form von umfangreichen naturalzuwendungen ab), ansich geringe lizenzbeträge überwiesen werden, die sich einen warmen sommer über ganz erklecklich kumulierten. nur dieses jahr schaute es eher trüb aus. in seinem tresor aber schlummerte gerade für solche durststrecken das in der branche berüchtigte kruziwuzi.
johnny, dieser fuchs, hatte ausgesorgt.



escape! Samstag, 26. 7. 2008, 0:00

stainach-irdning im hochsommer, eine ahnung vom wilden westen. seit tagen schon kam kein echter zug mehr vorbei, abgesehen von den periodischen schienenersatzverkehrsdurchsagen war der zweistündig dieselnde schienenbus nach bad aussee ein mickriger resthinweis auf die einstige größe, da es stainach-irdning beinahe zur aufnahme in den bundsbahnblues geschafft hatte und dann von seinem antipoden attnang-puchheim ausgestochen worden war.
über dem eingang zum bahnhofssaloon stand bröckelig das wort

gastwirtschaf

drinnen böckelte es atemberaubend.
die spannung war zum zerreißen gespannt.

(hier reißt der erzählfaden ab)



zyklonschaf Freitag, 25. 7. 2008, 0:00

hurrikan “dolly” steuert auf texanische küste zu
orfon, 23.7.2008

die rache der natur.



allzeit bereit Donnerstag, 24. 7. 2008, 0:00

andere müssen sich wochenlang vorbereiten, um so unvorbereitet zu sein wie du!, hatte sie, ganz erfahrene prüferin, durchaus nicht unrecht oder nicht.



animal triste Mittwoch, 23. 7. 2008, 0:00

papst ruft us-kirche zu “reinigung” nach sexskandal auf
orfon, 19.4.2008 ff

da heißts absolvo absolvo schrubben, was die paramente halten. und so gehörts es sich auch, denn post actum gilt’s seit eh und je (zumindest seit römischen zeiten) sich zu reinigen oder nicht.



nun ade Dienstag, 22. 7. 2008, 0:00

rufen sie zugabe! oder flughafen!?, war er sich nicht ganz sicher, und wahrscheinlich war er schon zu lange unterwegs, wo war er denn überhaupt, und überhaupt, was so eine sprache nur aus gleichen vokalabfolgen für kuddlmuddl zu zeitigen in der lage war, man müsste die sprache für subalterne abschaffen, jawohl, ungnade, pulsadern, oder wie hieß dieser einhundertmilliardendollarscheindespot im süden afrikas mit selbstgewährter regierungszeitzulage und was war eigentlich von allem die ursache?
mit einemmal fiel ihm eine der schwersten kreuzworträtselfragen der kronenzeitung wieder ein, eine tropische, so tropisch wie sonst nur die seitefünfmädchen, es war die frage nach einem (dem) pfeilgift, zugleich, das wusste er aus dem lateinischen, das infinitivum von sorgen, heilen, und mittlerweile, längst der krone entwachsen, wusste er auch die antwort: curare.



straußig Montag, 21. 7. 2008, 0:00

dinki wink i
fernseherprobter balzspruch für sich einem bewerber als kokandidat anbietende originale

über nacht kam der regen, und in der früh waschelte es derart, dass die schwäne, wohl um nicht nass zu werden, ihren kopf in den see steckten. da die gegend regenlegendär war und man nicht zuletzt der verzauberten viecher wegen hierher kam, hatten die stadtväter, um sie vor dem unausweichlichen erstickungstod zu bewahren, schwanschnabelzapffähige unterwasserlufttankstellen nahe beim ufer installiert.
abgesehen vom betteln kamen sie vorzüglich zum defäzieren an land. im unterschied zu tatsächlichen albinos (schoßhündchen, gewisse politiker) war der nachweis ihrer existenz weder durchsichtig noch kalk- und schon gar nicht leinenweiß, bis heute ist auch noch kein martinischwan beschrieben worden, im sommer schon gar nicht.

vielleicht sollte man roland girtler dazu befragen; überhaupst, das wäre ein idealer kokandidat! samt anker in der krone! auf, sattelt die räder!



it’s! – sommerloch (2) Sonntag, 20. 7. 2008, 0:00

so loch doch
ernst jandl

was also das sei, nachdenkpause?

pause zum denken?
pause vom denken?
pause nach dem denken?

also:

handeln (z.b. blöd reden) – pause – weiter handeln (z.b. blöd reden)

pause

üch loch müch kronk
ernst jandl

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heute, 20.00, stift viktring (a), kellertheater
trombohuwabone
eine ernste jandliade vum bertl mütter

so komm doch!
(nach ernst jandl)



it’s! – sommerloch (1) Samstag, 19. 7. 2008, 0:00

erinnern sie sich an jenen wahlkampf, da die schon damals stets schnittige und in der englischen sprache nicht ganz fertig studierte junge övaupeh für ihren spitzenkandidaten auf taschentücher einen kussmund mitsamt der aufschrift oh – it’s a mock! drucken ließ?

mock (engl.) - spott, hohn

mittwoch, 16. juli 2008. die fernschreiber in den agenturen ticken es ungläubig heraus: hp martin tritt bei den nationalratswahlen leider nicht an! hat es ihm also der onkelhans (oh) nicht erlaubt: mit diesem kronischen schachzug hat er das so gefürchtete weißwählen aufs geschickteste schlechterdings verunmöglicht.

durch exklusive indiskretionen ist es uns gelungen, dem entscheidenden monolog zu lauschen:

oh (hp anblickend) you -
hp (sein weißes sakko schürzend, devot aufblickend)
oh (kopfschüttelnd) no!
hp (ein erbleichter albino)
oh (affirmativ, auf den aal weisend) it’s a fay, man!


(mi-mi-mit hpm mitfühlend alswie)

soviel für jetzt zum sich im sommerloch suhlenden wahlkampf.
es folgt der aalkampf.



sommerfrisch Freitag, 18. 7. 2008, 0:00

componîrhäusl
(schmidtkunz, diese stets kompetente radioansagerin; eine rehnatter, dachte er sich verhört.)

oja, viktring, maiernigg, schiefling. ab in den süden!



in eigener sache Donnerstag, 17. 7. 2008, 0:00

entgegen anderslautenden (durchaus wohlmeinenden) behauptungen in verschiedenen medien (extra-) lege ich darauf wert, ausschließlich vagante musik zu fabricîrn. auch keine schräge, da würde mir nämlich, so wie beim autofahren hinten in den kurven, schlecht, und was wäre das auch, schräg, das hängt doch ausschließlich von der beschaffenheit des horizonts des betrachters ab, wobei uns unser im ohr angesiedelter gleichgewichtssinn durchaus manchen streich zu spielen vermag.

anders gesagt:
man muss das selbstverständlich machen, was einem ein rätsel ist.
gert jonke



hundewurst. eine theorie Mittwoch, 16. 7. 2008, 0:00

jeder fleischhacker kann ihnen bestätigen, dass extrawurstsemmerln im sommer am besten gehen, wie, so sagt man, die warmen semmeln gehen die mit der kühlenden wurst mitsamt gurkerl versehenen extrawurstsemmerln weg, jawohl.
warum aber schreibt man der extrawurst eine derart kühlende eigenschaft zu? meine private theorie ist durchgängig plausibel, deshalb trifft sie auch zu hundert prozent zu:
betrachten wir das äußere erscheinungsbild der hellen wurst, so drängt sich augenblicklich und ausschließlich das bild einer ebenso hellen hundezunge auf, und je wärmer es draußen ist, umso mehr muss das schwitzschwache vieh sie zum durch verdampfung kühlenden wärmeaustausch hinausstrecken, dazu das hecheln, ein bild hitzebewältigender behaglichkeit, das wir, akkulturiert wie wir seit jahrhunderten (man beachte den versteckten hund in jahrhundert) sind (noch die langobarden haben ausschließlich hundezungen in ihre sommersemmerln gegeben), greifen wir zum extrawurstsemmerl mit gurkerl, hundezungenwurstsurrogat, und tierlieb (herr dichand etwa – ich weiß nicht, warum er mir hier einfällt – tut bekanntlich anstatt macht auszuüben, nichts lieber als seinen ebenso paradigmatisch unsterblichen hund zu streicheln – oder sind beide längst ausgestopft oder gar in statu zombi?), tierlieb wie wir sind, ist das durchaus auch gut und recht so, malzeid.

ein bild, das meine theorie eindrucksvoll, wie ich meinen will, bestätigt, finden sie hier. – warning: you must be over 18. - i agree.



weiter Dienstag, 15. 7. 2008, 0:00

st. valentin, mittsommerabend, anfang juli. im frühroten widerschein blinken silberfische aus aluminium am himmel. mit etwas konzentration gelingt es, exakt elf stück zu zählen, und alle zieht es westwärts.
die europermeisterschaft ist endgültig vorbei.



kausale kaskaden Montag, 14. 7. 2008, 0:00

bic bringt wegwerf-handy

pharmariese roche stoppt aids-forschung
vater der herzchirurgie debakey 99-jährig verstorben

papst in australien eingetroffen
saudi-arabien: siamesische zwillinge getrennt

schwere unwetter mit kugelblitz
zwillinge für angelina jolie

quelle: orfon, 13.7.2008, 8.46

nb (disclaimer): die kausalitäten sind beliebig kombinierbar. ihre vorliegende anordnung folgt ausschließlich dem poetischen empfinden des autors zur zeit der niederschrift. engführungen bleiben den pt leserinnen und leserinnen überlassen.



halbe miete Sonntag, 13. 7. 2008, 0:00

regenbogenparade startete bei sonnenschein
orfon

gratuliere, fehlt(e) nur mehr der regen zum bogenschlagen, elahopp!



vorbildlich Samstag, 12. 7. 2008, 0:00

du sollst dir kein vorbild machen
altes gebot

das mit den vorbildern. ist so eine sache. meistens geht es ja, wenn es um vorbilder geht, um enttäuscht habende vorbilder (bleiben wir bei uns): udo jürgens beim nasenbohren erwischt, hermann maier oder kardinal schönborn oder beide zusammen kommen mit ungewaschenen händen vom klo, haider ist nicht schwul.
igitt bzw. (kard. schönb.:) ogott.
menschen, die in der öffentlichkeit stehen und ansich eh so tun wie alle (nasenbohren, händewaschen, schwulsein), die aber so tun sollten, als wären sie nicht so wie alle, vorbildiche vorbilder halt.
und ein rechtes vorbild hat immer ein gepflegtes äußeres, scheitel wäre gut, jedenfalls gebändigtes haar, eine perfekt sitzende bügelfalte, aufrechte körperhaltung, neutralen bis ernsten blick, weil nur mit vorbildlich gefasstem blick fasst man zu fassende bösewichter, drecksgesindel, abschaum uaaaah kill kill kill (vgl. den endanfall des moderators – john cleese – bei monty python’s bicycle repair man) … tea’s ready – ’m coming, dear.
misstraut den vorbildern. noch mehr aber denen, die auf sog. vorbilder hinweisen, sagen wir: landeshauptmännern, die auf eiserne (gebügelte) männer zeigen: so sollt ihr sein.
und haider ist ein vorbild, auch wenn er nicht schwul ist und wenn er nicht die seebühne übernimmt, sei es an immigrantengewässern wie dem neusiedlersee oder am reindeutsch redenden wörthersee.
es ufert aus.

eris quod sum
beliebtes memento



telekirche Freitag, 11. 7. 2008, 0:00

heutzutage sind ja die meisten werbebotschaften mehrsprachlich, man gibt sich international oder zumindest global: shopping city süd (engl.-dt.), shopping city nord (engl.-dt.), auhof center (dt.-engl.), plus city (lat.-engl.); ich habe deshalb großeinkaufszentren als beispiele gewählt, weil dort in vervielfältigster weise waren zum verkauf kommen, die ihrerseits sich schnittiger polyglotter slogans bedienen.
bet-at-home steht auf plakaten, die ein sich zungenverklumpend küssendes paar mit atavistisch-ritueller gesichtsbemalung zeigen, man will uns weismachen (wir wissen es aus der fernsehwerbung), es sei ihr eigentliches, ureigenstes wesen, das sich durch fantomasgleiches abziehen ihrer im alltag der öffentlichkeit präsentierten visage unter einer gewöhnlichkeitsfratze verborgen halten musste, was für eine befreiung im kuss auf der brücke, festgehalten im bild.
bet-at-home, zweisprachige message, wohl eine fernseh- undoder internetkirche, ganzsicher ein evangelikaler verein, wie jene während der europermeisterschaft in der wiener innenstadt in großer anzahl ihre jugend zu einem jesusgeschenk machenden internationalistischen agitatorenhorden, sie locken die menschen aus den kirchen, bleib daheim, praise the lord und bete für den sieg, auf dass er unser sei und jesus loves you hallelujanuamoi, wenn du, bequem daheim, den elektronischen klingelbeutel angeklikkt hast und brav zu ihm beten tust, ämen!
warum das buntbemalte paar aber im freien herumschmusen muss, ich verstehe es nicht. sollen heimgehen, beting-at-home (es wäre okkulter undalso katholischer und so soll es sein).
aber das mit den vorbildern ist sowieso so eine sache, mehr dazu einandermal.



nicht hintenrum (sondern rein) Donnerstag, 10. 7. 2008, 0:00

nichts hinausstrecken
aufforderung an die p.t. fahrgäste der wr. linien

ein aal ist rauer heißts über faymann. man entschuldige die plumpe assoziation, verpackt in der frage, auf welchem weg glitt man vaselinegeschmiert zum onkelhansherzen der krone, selbstausgerufener könig der herzen unsres heißumfehdet wildumstrittnen einemstarkenherzengleichen landes weit weg von europa?
ich wiederhole meine empfehlung, nicht nur fußballmäßig dem ozeaniencup beizutreten, als gegenwärtige listenposition dort wäre mit dreihunderneunundvierzig punkten statt der einhundertfümpften (weltweit) bzw. (eurozentrisch) dreiundvierzigsten die glorreiche und unumschränkte spitzenposition unser, ganze dreiunddreißig punkte vor neuseeland, wobei, das sei fairerweise (als loser ist man ansich weltmeister der fairness, ja, der herzen!) angemerkt, australien selbst dieser gruppe gar nicht angehört, sondern der afc (asian football confederation), aber umso besser, ist deren platz in okeanis frei, austria und australia, das geht eh nicht, aber nivellierung nach unten (australien: 668 pt), da sind wir auch weltmeister, sowieso, zumindest arbeiten wir dran, und es rutschtflutscht gerade gewaltig, danke onkelhansi, sagt dem fredi sein werner.
ein unbedachtes problem beim weg über die gastroentrologische route ist allerdings, dass du nur am herzen vorbei kommst und dann als olfaktorisch angereicherte heiße luft vorn entweichst, ein rülpser, pardon, sowas gehört sich nicht. und ein aal (engl: an eel), ebensowenig wie ein bandwurm, würde nicht verdaut, rückwärts schon gar nicht. eben.
mir graust.



putzig Mittwoch, 9. 7. 2008, 0:00

dem weiß (weißer als weiß) hechelnden korbhündchen war ein gamsbart aufs köpfchen usurpiert worden, warum, darüber äußerlte sich das frauerl nicht. das gackerl strahlte noch spätnachts im mondenschein, so weiß, so rein.



heureka! Dienstag, 8. 7. 2008, 0:00

an ihren kennzeichen werdet ihr sie erkennen
alte verkehrsbehördenweisheit

die trainersuche hat ein ende. in der cottätzschschen chimanistraße steht schon sein wagen, man braucht nur noch den zulassungsbesitzer ausfindig zu machen um ihn unverzüglich, die zeit drängt, zu inaugurieren.
sein kennzeichen:  w-coach 1
vorerst wird auf asphalt geübt, mit dem rasen wird später angefangen.



ff (inkl. linkverzicht) Montag, 7. 7. 2008, 0:00

nun, da er schon seit zumindest vierzehn jahren frisurfrei hatte (er schätzte, daran konnte kein zweifel bestehen, diesen gedankenlosen zustand) sah er das plakat: www.eigenhaar.at
konnte man diesen aufruf verstehen analog zur empfehlung der medizin, vor aufwändigen eingriffen etwas blut in der höchstpersönlichen blutbank einzulegen, auf dass es einem beim, sagen wir: einbauen einer neuen hüfte beigegeben werde? also eigenhaarvorsorge, ein pensionssystem fürs selbstbewusstsein (das sitzt nun einmal, beweist uns eigenhaar.at, im haupthaar)? da hätte er am besten knapp vor seinem eintritt in den ernst des lebens (welcher bekanntermaßen für junge männer mit dem angeredetwerden als jungmann, in österreich: wehrmann, beginnt), unwiderruflich würde alles ernster, wolken über der stirn seine sämtlichen locken hinwegsengen, und er hatte fürwahr haare gehabt, wie ein jogibär oder eine spätgotische mariamagdalena in lindenholz.
die dreiundvierzig waren durch. es galt erhobenen hauptes und mit gesenkter stirn weiter zu schreiten, durch den ernst des lebens, wodurch auch sonst.
fiel fergnügen, frisurfrei etc.



orig. (2) Sonntag, 6. 7. 2008, 0:00

da war er, das original, und lange hatte er es nicht getroffen. nun war es aber so, dass, im freundeskreis, einst, etliche jahre wars her, a. dieses o., wie es redete (sehr wienerisch, mit etwas hohem stimmton und fa’lpappmmäßig forçiertem unterkiefer, was diesen leicht weinerlichen singsang bedingte) zum am boden kugeln komisch nachmachen konnte, man hatte sich, wie es running gags so an sich haben, beinahe angepischt, wobei dazugesagt werden muss, dass man das original durchaus mochte, keine böswilligkeiten also, und man war ja wie gesagt im freundeskreis, in der gruppe, unter uns.
jedenfalls bei jenem jubelfest tauchte es auf, und der schlüsslreiz (rofl) setzte unmittelbar und gnadenlos (schlüsselreize kennen kein pardon!) ein. als er es eintreten sah, versuchte er vergeblich zu flüchten (sich im abseits – etwa im keller – einen ablachen!), da wurde er aber auch schon erblickt, und unverzüglich sang es ihm sein seaawaas entgegen.
aus wars.



orig. (1) Samstag, 5. 7. 2008, 0:00

obacht vor originalen, vor sog. noch mehr. meist handelt es sich um eine fälschung.



hochgefühlt Freitag, 4. 7. 2008, 0:00

von seinem sermon berauscht, erstmals, der jubilar (nicht von seiner rede berauscht erstmals, sondern erstmals als jubilar). zum jubilieren aber bedarf es reifer lebenserfahrung, möglicherweise eines geschenkkorbs, gefüllt mit früchten und wein und lindekaffee, wer weiß, auch einer festschrift.
oja, festgeschrieben seis, ein fundament fürs, später, monument.



spekulationsprobleme Donnerstag, 3. 7. 2008, 0:00

wie das mit weiblichen islamistischen selbstmordattentätern im zweifellos unverzüglich erreichten siebten himmel ist, kriegen die 72 weibliche jungfrauen zur lesbischen unzucht oder kriegen sie 72 unerfahrene jünglinge oder doch eher 72 einfühlsam erfahrene und potente mannsbilder (müssen sie den mit der imaginierten obersten autorität – deren namen man nicht schreiben darf, sonst kann wieder jemand beleidigt sein wollen – vertraglich abgemachten preis annehmen oder dürfen sie doch selbst bestimmen, was und wie und mit wem und wie oft sie was mit wem wollen?). oder gibt es, sowohl für männliche als auch weibliche selbst dazu ernannte märtyrer doch nur, übersetzungstücke, einen schönen obstteller?
da du aber einen geschenkskorb auch in dieser (der irdischen) welt völlig entrüstungszwangfrei bekommen kannst (etwa ab dem sechzigsten geburtstag) dürfte diese gesetzeslücke eine auszunützende hoffnungsstrategie darstellen.
(allzu abgebrüht ist man von den täglichen listenberichten aus dem irak und afghanistan; würde dieser irrsinn einen permanent in aller tragischen tragweite beschäftigen, es würde einen zerfetzen, von innen und ganz ohne einen dafür zweckdienlichen gürtel.)



aneinand Mittwoch, 2. 7. 2008, 0:00

fast fünfzig jahre waren sie nun verheiratet, und seit über dreißig gingen sie sich, täglich mehr, auf die nerven. jedoch, je älter sie wurden, umso mehr waren sie aufeinander angewiesen, hätten einander wirklich gebraucht.
die krücke, ein klotz.



gesichert Dienstag, 1. 7. 2008, 0:00

wovor die beliebten schutzhäuser in den großkleingartenanlagen wiens schutz bieten sollen?
auf der schmelz – vor der erderwärmung? (zur zukunft)
in der simmeringer kga neugebäude? – da ist gegenüber der zenträü. (schutz vor der zukunft? übersiedlung ins neugebäude?)
verwirrt besteige ich den 71er, stadteinwärts. es blitzt am stromabnehmerbügel. nicht geerdet, bin ich doch erleichtert.

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in eigener sache

dreieinhalb jahre täglich mütterlog, sowas auch und DANKE für ihre treue.
ab heute unterbleibt die kommentarfunktion, da von ihr kein gebrauch gemacht wird. für nachrichten bedienen sie sich bitte der rubrik senf am linken rand.



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