appetit Mittwoch, 30. 4. 2008, 0:00

mein freund g. der expressesser, kaffeestürzer, rindsrouladenhinabstrudler und energiegetränksauger (so schnell kannst du gar nicht schauen, sind drei rote stiere verschluckt, gluck gluck rasselt es den schlund hinab), noch eins bitte und so gut hab ich überhaupt noch nie gegessen, einzigundallein dass er keinen knoblauch nein unter keinen umständen mag, macht mich stutzig, ein wenig angst auch, aber durch meinen cashmereshawl kommen nicht einmal die spitzesten zähne, doch gilt es jedenfalls auf der hut zu sein, vor allem in nordischen frühlingsvollmondnächten, dieses lautlose flattern uuuu.



untenliegend Dienstag, 29. 4. 2008, 0:00

st. petersburg. im hotel hatte man die toiletten vermittelst ausgeklügeltster installationsplanung exakt über den kopfpolstern der jeweils ein stockwerk tiefer gelegenen zimmer montiert, eine morgendliche kopfwäsche (oder sei es eine gehirnw.?) der besonderen art, wollte er jetzt nicht mehr länger schlafen, träumen schon gar nicht, was denn auch, fiel ihm die analogie mit dem solera-system auf, und man hatte ihn ja tatsächlich im untersten bettentrakt abgelegt.



landepunkt (suboptimal) Montag, 28. 4. 2008, 0:00

st. petersburg, die admiralität und andere (nunmehr touristisch) höchstwichtige bauwerke mit goldenem helm und spitzer güldener lanze: nicht wirklich fallschirmspringerlandungsfreundlich. es könnte sich etwa ratsch der schirm an der spitze fangen, sodass das mandl knapp bzw. ungut hoch über dem boden hängen bliebe.
eine andere malheurvariante – was so eine spitze spitze anrichten kann – weigere ich mich mir vorzustellen.



schwerwiegend Sonntag, 27. 4. 2008, 0:00

st. petersburg, russische galerie. alle achtung, die aufpasserin vor den malewitschs der späten zwanzigerjahre scheint mitsamt ihrer graphischen frisur und ihrem bunt aber eher zweidimensional die fläche definierenden makeup direkt dem bild entkommen. jetzt aber lebt sie ihre dreidimensionalität aufs überzeugendste aus. wer wollte da nicht nicht der sessel sein?



sozialtarif Samstag, 26. 4. 2008, 0:00

st. petersburg. für 170 rubel, etwa 5 euro, kannst du im zebrainternetcafé am moskauer bahnhof übernachten. drinnen ist gut geheizt, und so eine tastatur gibt, sieht es aus, ein sanftes ruhekissen ab. der unschlagbare vorteil aber: du bist von 23.00 bis 7.00 uhr online! im schlaf! nicht auszudenken, diese möglichkeiten!
schüchtern betrete ich nach acht den ruheraum. ein paar scheinen verlängert zu haben, so eingearbeitet sind sie, und sowas ist tatsächlich möglich, wenn man den hüter des netzes wohlgesonnen zu stimmen gewusst hat.



spongiformütterfrühling 2008 Freitag, 25. 4. 2008, 12:00

liebe mba.

bm, unscharf

… und die gedanken, die kommen im übergang, wenn du (zum einschlafen, zum aufwachen) liegst, horizontal aber vor allem unter der dusche (die badewanne, eher ein dampf- denn denkbiotop, erscheint nicht sonderlich geeignet; wir reflektieren hier (sitzend, am bildschirm) zum wiederholten male über die unmöglichkeit der nicht sie zersetzenden transkription.
noch einmal: wi re le tiere h er (sit nd, m bi dsc rm) zu w eder l en ma e ü d e un ögl hk t d n ch i (die gedanken) rsetz d n rans pt n.

eine doch nicht den gedanken (gar, pluralis, die g.) zersetzende transkription, was für ein bedeutungswust auch. was weißt du von wust, kommt das von wüste? (wenn ichs nur wüsste; oder kommt die wüste von wust, und was ist das für eine komparative sonderform?)

im wunderschönen monat mai

womit wir mitten im frühling sind, der fümfundzwandzigste aprilis, alles treibt aus, hinaus will es, es gilt das legendäre i hob zwoa ka aunung wori hifoa, owa dafüa bin i gschwinda durt und ehklar durften sie erwarten, dass mein lenzbriefchen zur bärlauchzeit das neuesemaileingelangtsignal oder -aufblinken im kommunikationsprogramm ihres computers auslöse, mittlerweile ist mehr alswie ein monat vergangen, die maiglöckchen scharren in den startlöchern, aber und eben: wir sind immer noch mitten im grünen bereich und in russland ist ja auch erst jetzt ostern (eine weitere ausrede, weil am 21. märz war ich dortoben), aber all das interessiert sie nicht, keinesfalls, wozu auch, für sie zählt: brief oder nicht und nicht warum oder warum nicht, und da kann ich nur mit der schulter zucken, devot, humble ist das schöne wort im englischen (es kommt aber wohl aus frankreich, und die habens auch woher, und victor rogy hat den satz verwendet, der da lautet es kommt immer besseres nach, und von zykan, einem großen ottom, die auszählreimend-schelmische frage wissen die dinosaurier eigentlich, dass sie ausgestorben sind?)
wurscht auch, von victor rogy sind auch die beiden denkwürdigen kürzstsentenzen geh scheißen (ca. 1992) und guten tag (etwa um die selbe zeit) zur meditation hinterlassen, aber ehschowurscht (aschowurscht), jetzad ist er da der brief, und es darf ja auch wieder bistecca fiorentina geben, alle dummen schwammförmigen hirnverbrannten kühe sind aufgegessen und ich bin erschöpft darf ich ihnen sagen, vom wegschmeißen, habe gut zwanzig jahre dem immateriellen erbe der menschheit (im konkreten fall: meinem gedächtnis) anheimgestellt, tut das gut undaber ist das anstrengend, alle bilder und noten durchforsten nach aufhebensnotwendigen (es ist ein bruchteil), ballast ballast ballast fällt
ab
und zu trete ich auch auf, künstlerisch, mit meiner schönen blechernen posaune, heimlich mehr alswie vor großem publico und was solls auch, demnächst in fels am wagram (2. mai, beim wimmer-czerny, wie jedes jahr, wunderwein wunderessen zaubermusik) und mehr erfahren sie auf meiner muetter.at-seite.

muetters dichters liebe, ganz neu

undaber eh ichs vergess: die neue cd ist da, muetters dichters liebe, beglückend, glauben sies mir und wirklich wahr. direkt bei mir oder via wieser verlag auch im buchhandel olloverdewörld.

in eigener sache noch: ab jetzt will ich mich mütterbrieferscheinungsdatumsmäßig an die jahreszeiten im meteorologischen sinn halten. also 4x im jahr, zum meteorologischen beginn von sommer (1. ponny), herbst (1. wespenbär), winter (1. zehenbär) und frühling (1. nerz). in turkmenistan tun sie übrigens die monatsnamen wieder rückbenennen; ich aber halte mich bei den monatsnamen an den morgenstern und er sah, dass es gut war.

und täglich, nachwievor, das muetterlog; es hilft durch den alltag. soistdas.

herzlichst,

bertl mütter

bm, schärfer

(ausjetzt!)



plot, dystopisch (wh.) , 0:00

k | n | e

in the early eighteenth century, northern italy was terrorized by bandits. boldest among the robber-chieftains was fra diavolo (the devil’s brother), who masqueraded as the elegant marquis de san marco (…)
international movie database, über: the devil’s brother (1933)

alas (wir wechseln ins deutsche:), alles also schon dagewesen, und nicht erst zum dritten mal. jetzt, im early twenty-first century, betrifft es das ganze italien (inkl. das fesche sardinien), und aus dem (eleganten, jungen) marquis ist ein (lachgestraffter) cavaliere geworden.

schaut in echt auch schon recht brazilianisch aus
(soviel zum heutigen italienischen nazionalfeiertag)

(morgen: von sardinien zurück nach st. petersburg)



recycling Donnerstag, 24. 4. 2008, 0:00

laurel & hardy at their best
was ich getrunken habe, kann ich nicht mehr verschütten.
stanlio, in: the devil’s brother, 1933 (dt, nicht ganz wörtlich übersetzt: die teufelsbrüder – später: dick und doof – hände hoch – oder nicht; finn, wesentlich treffender: kaksi muskettisoturia).

indem er seine biographie zum unveräußerlichen immateriellen erbe der menschheit (und damit seiner selbst) erklärte, konnte er kistenweise (nicht nur) physischen ballast abwerfen. somit würde alles immer bei und mit ihm sein, hinfort, fürderhin und immerdar.
weiter so.
als nächstes würde er sich den weinkeller vornehmen, lallte er bereits im geiste. (s.o.)



vision, poco apocalyptico Mittwoch, 23. 4. 2008, 0:00

möpse, bauernschmauswürschtllookalikes, wie sie in habituellem bassgang die kärtnerstraße queren, zwergkamele auf dem weg saharawärts.
die fußballähem kann kommen.

in klagenfurt spielen sie auch.

mops, mops!

ernst jandl



gleich ungleich gesellt Dienstag, 22. 4. 2008, 0:00

die restlose aufhebung jeglicher klassenunterschiedslosigkeit in russland wird mit einem enthusiasmus betrieben, der um ein vielfaches vehementer zu sein scheint als der weiland zum endgültigen obsieg des real existierenden sozialismus verordnete.
am moskauer arbat etwa, im internetcafé (eine verzweigte, mittlerweile rauchfreie, am abgang rotgestrichene – soviel referenz an früher muss sein – katakombe), gibt es, bei gleichen geräten mit gleicher übertragungsverzögerung, gleich dreierlei zonen: namenlos die erste, dann vip und, weil das nicht reichen kann, supervip (ich schlage noch die kategorie meet & greet vor). je wichtiger, desto opulenter das ambiente, supervip gar mit fauteuil. arbeiten kannst du am besten in der galeerenklasse, und aus dem polstermöbel der höheren klassen kommst du kaum ans gerät. aber, sammasieahlich, einer, der es zum supervip gebracht hat, hat es auch nicht mehr nötig, selber zu surfen, der läßt in einem der nebenräume ganze surfkohorten für sich arbeiten, dieweil emsige maniundpediküriantinnen um seinen schaumstoffgefüllten wolkenkubus schwirren, und zur aufstehassistenz gibt es eigens geschultes personal, soviel ist sicher.



drei objekte, eine speise (rumpfsonett) Montag, 21. 4. 2008, 0:00

einmalzahnbürste
einmalzahnbürste

einmahlzahnbürste
einmahlzahnbürste

eimalzahnbürste
eimalzahnbürste

eimalz an bürste
eimalz an bürste

(einschlafmeditation über ein zur nachtfahrt von nischni nowgorod nach sankt petersburg von den russischen staatsbahnen zur verfügung überlassenes reiseutensil)



1:2:4:8 etc (2) Sonntag, 20. 4. 2008, 0:00

und wir, wir haben ja die hefltn (mit den schönen damen; mit, lieber aber ohne miedern) in der trafik (mit dem sinnigen namen würflinger) auch immer fürn papa gekauft und uns als beweis eine höchstväterliche auftragsbestätigung zu verfertigen gewusst. jedenfalls war die produkterwerbshemmung eine wesentlich geringere als eine nie (nie, nie!) überwundene dienstleistungsbeauftragungshemmung, nicht zuletzt auch wegen allfällig möglicher, auf qualitätsmängeln basierender allfälliger reklamationen, was vor allem dann schwierig wird, wenn du noch keine kriterien entwickeln hast können. besser also, vorher studieren, produkte erwerben, dann sind spätere differenzen* besser zu bewerten und entsprechend befriedigend auszutragen, genau.

so machen wir das. nämlich männlich, durchunddurch.

(soweit der hosenscheißertext zum 20. april)
_____________________
* auf vielfach geäußerten wunsch sei hier der versuch einer vorläufigen definition nachgereicht: eine mängeldifferenz (md, arab.: 1.500) sei die differenz (= unterschiedl. ansicht) über einen (behaupt. od. tatsächl.; auch abhängig davon, ob man als md-auslöser bereits kriterien entwickelt hat od. nicht, damit der md-gegner eine|n nicht um den finger oder um sonstwas wickeln kann) mangel. mängel (pl.) deshalb, weil sie meist pluralisch aufzutreten pflegen (vgl. würfel: in der regel gibt es – zumind. bei entscheid. würfen – genau einen richtigen wurf und fünf hundertprozentig mangelhafte würfe; pro würfel!).



1:2:4:8 etc. (1) Samstag, 19. 4. 2008, 0:00

(ich glaub, der hans ist dran)

sind sie mit der herstellung oder verteilung einer ware beschäftigt?
- nein
(und schon ist das fünfmarkstück im schweinderl.).
oder
- ja.
kann ich diese ware bei ihnen erwerben?
- jjjaa…
ab hier verzweigt sich die sache (der diskurs) zusehends. wie es also weiterging bei robert lembkes heiterem beruferaten können wir nur ahnen, vermutlich erzeugte der mann riesengroße dieselaggregate, schrauben für containerschiffe oder spezialösen und -klammern für damenmieder ab größe 48, im prinzip jedenfalls hätte hans aber auch guido das zeug kaufen können können, nämlich alles produkte und keine dienstleistungen, worüber mängeldifferenzen wesentlich schwieriger auszutragen gewesen wären, prinzipiell, jawoll.



1:4 Freitag, 18. 4. 2008, 0:00

produkte* steht auf einem von genau vier verkaufsbuden unweit des kremls von nischni nowgorod. was auf den anderen steht, ist schwer zu entziffern, auch scheinen einzelne leuchtlettern zu fe len. die derart sklerotischen kioske können aber nichts anderes alswie quotienten, summen, vor allem aber die streit gnädig anlass gebenden differenzen feilzubieten. jawohl, und trotz der nächtlichen stunde wird heftig und laut gestritten. (die wodkamarke tut nichts zur sache, es müssen aber etliche hundert gramm gewesen sein.)

*transkription ins lateinische und übersetzung ins deutsche: b.m.



vorsatz, weitreichend Donnerstag, 17. 4. 2008, 0:00

nächstes jahr, ja, für nächstes jahr würde er sich einen mondkalender (im praktischen taschenformat) besorgen. vor den ungünstigeren tagen würde er dann im voraus gewarnt und könne sie einfach überspringen, gleich denn zwanzigsten auf den siebzehnten folgen lassen, nagut, lassen wir auch den zwanzigsten aus, dafür nehmen wir den neunzehnten dazu, so können wir die regeln des nicht unwesentlichen damespiels einhalten, was nicht zu unterschätzen sei. natürlich könne er sich, informationsüberlappend, zusätzlich eines hundertjährigen kalenders bedienen; obwohl, das war aber schon reichlich optimistisch, hatte er doch die vierzig längst hinter sich. umgekehrt aber, bei den entwicklungen der modernen medizin, wozu noch die errungenschaften der empirischen parawissenschaften hinzukämen, war so etwas heutzutage nicht mehr völlig auszuschließen, stellte er sich vor.



aufgabe, aufgedeckt Mittwoch, 16. 4. 2008, 0:00

herkules war ein mammut.



omai (poëm) Dienstag, 15. 4. 2008, 0:00

zehnter april, welch tag
achja, früher
vor sagen wir siebenzig jahr’:

ob früher früher mai
wurd oder ob seit
her der
flie der
früherblüher
worden

diese frage taugt für nostalgische lyrik
nicht wirklich
nicht mit dem 10. april
der ist nostalgieuntauglich
durchunddurch alyrisch

(jedenfalls zu 99,73 prozent)



holzhammer Montag, 14. 4. 2008, 0:00

über die unart jazzaffiner musiker, allzu deftig zu zitieren, phantastischer könner allemal, unartig aber zumal, wenn sie beim broterwerbsmusizieren im graben eingekerkert sind. die caravane möge also bitte weiterziehen, und lasst die holzhackerbuam im sack, das ist haa-haa-funny, ich lach mir einen ast ab.
also bitte zitiert heimlich, so, dass es kaum ihr selber merkt. alles andere beleidigt die hörintelligenz eines auch nur minimal aufmerksamen publikums. ansonsten gelangen wir unweigerlich zu dieser unguten beckmesserschen originellheit, wie sie bei rundfunkmoderatoren ebenso schmerzt.
also vertrauen, du bist originär genug.
letztlich ein jeder, wenn er sich traut, und das ist nicht schwer.
unendlich schwer, natürlich.



klugsch Sonntag, 13. 4. 2008, 0:00

der vormals stumpftßüngige moderator spielte die legendäre vergriffene aufnahme des ausnahmeguitarristen. und gerade er wusste wohl, was das bedeutete. obwohl, so in den gatsch gelangt hatte er dann doch nicht, der ausnahmeguitarrist auf jener vergriffenen aufnahme, so ein schlichter kalauer auch, aber er, altklug und nicht wirklich distinguiert, verstand es, solche witzchen intellektuell zu tarnen.
notaufnahme, nicht hinreichend für hinhörer.

rugby, fiel ihm wieder ein, fingeraffines rugby. ungeheuchelt renkendes handeln (ahndeln, waren ihm die buhcstaben sinnig vorgefallen).
zum schluss die überlisztete version des bachs (ein weiterer heiterer spruch, welch originalitæt).
bitte (zumindest) kopfkneippen.



rugby Samstag, 12. 4. 2008, 0:00

rugby, oja, rugby, das schien ihm ein ehrlicher sport zu sein.
warum er in österreich nicht soo beliebt ist?
er konnte es sich nicht vorstellen.



europhisch Freitag, 11. 4. 2008, 0:00

jeder zweite österreicher freut sich auf die euro, haben sie, ohne dass ein zweifel bestehen müsste, herausgefunden. für die ebenso euphorisch erwartete franzobelmüttersche fußballorgie gilt also: entweder wir freuen uns jeder zu 50% (das wäre etwas mau undauch feig, denn so übertrüge sich kaum irgendeine begeisterung), oderaber einer von uns beiden darf leider nicht vor freudiger erregung in sportlicher compassio zittern. wodurch das dramaturgisch so bewährte dioskurenpaar goodguybadguy abermals installiert wäre. purer dualismus also, die eigentliche sportreligion, die eine spätrömisch-soldatische ist.
was es zu überwinden gilt. sport ohne verlierer.
na gut, und nach der olympiade dann aber wirklich.
ohja, drachensteigen, sagen wir: in tibet, und dabeisein ist alles.
was ja auch für die euro gilt.
was ich mich freu. es ist nachgerade zum abheben.
hunde bitte an die leine.
ohja, drachensteigen, sagen wir: in tibet, und dabeisein ist alles.
was ja auch für die euro gilt.
was ich mich freu. es ist nachgerade zum abheben.
hunde bitte an die leine.
ohja, drachensteigen, sagen wir: in tibet, und dabeisein ist alles.
was ja auch für die euro gilt.
was ich mich freu. es ist nachgerade zum abheben.
hunde bitte an die leine.
ohja, drachensteigen, sagen wir: in tibet, und dabeisein ist alles.
was ja auch für die euro gilt.
was ich mich freu. es ist nachgerade zum abheben.
hunde bitte an die leine.
ohja, drachensteigen, sagen wir: in tibet, und dabeisein ist alles.
was ja auch für die euro gilt.
was ich mich freu. es ist nachgerade zum abheben.

(hier, scheint es, hängt die platte)



kind, unteilbar Donnerstag, 10. 4. 2008, 0:00

exklusiv: baby für anna netrebko
(schlagzeile eines österreichsichen buntleitmediums)

wird das ein geburtenschwacher jahrgang.



k-day Mittwoch, 9. 4. 2008, 0:00

5. april: herbert von karajan, der schah von persien.



mund, unhaltbar Dienstag, 8. 4. 2008, 0:00

die ministerin vereinbarte mit dem minister, zu schweigen.
(radiophon erfahren)

und zündet sich ein kleines zigaretterl an
und denkt nicht weiter



odem (2) Montag, 7. 4. 2008, 0:00

alle (iren, italiener, franzosen, schotten, waliser, engländer, nichtzuvergessen nordiren, deutsche, spanier, holländer, skandinavier samt finnen, balten, polen, tschechen, malteken, jetztauch die russen) wollen sie das mit der österreichischen identität untrennbar verbundene, ja, das sie definierende österreichische lebensgefühl einatmen, ausatmen, kuzikuzi abhusten, tut das gut, in der frischen luft rundumadum, und außerdem musst du nicht das versiffte frittierfett aus der küche riechen, die derart ständig am boden bleiben kann, bodenständig heißt das, das wollen die gäste, raschest müssen hotels wie für eine strabagolympiade aus dem boden gestampft werden, in die frische natur mit der guten luft, aber schnellschnell, denn kurz nur wie ein sportgroßereignis währt die frist, wo dann ganz europa, die ganze welt genau dort noch hinfahren kann, wo man es so richtig rauchen lassen kann.
danach bleibt: tibet, myanmar, vielleicht simbabwe.



odem (1) Sonntag, 6. 4. 2008, 0:00

alle iren wollen nach österreich.
alle italiener wollen nach österreich.
alle franzosen wollen nach österreich.
alle schotten wollen nach österreich.
die waliser und die engländer auch.
alle deutschen, spanier und holländer, ganz skandinavien mit finnland und dem baltikum, von polen, tschechien odererst malta ganz zu schweigen, alle wollen sie nach österreich.
jetzt kommen auch die russen.

und wir?
wir fahren nach griechenland.



weite Samstag, 5. 4. 2008, 0:00

russland, so unermesslich. die züge fahren nur nachts, da geht es schneller: die landschaft verhält sich ruhig.

(fliegen: hilft nicht.)



eingesprungen (7.3.1981) Freitag, 4. 4. 2008, 0:00

unglaublich, dienstag hab ich ihn noch getroffen, blendend hat er ausgeschaut. und dann das. wenn ich es mir aber genauer überlege, ich hab da so ein merkwürdiges gefühl gehabt, (…)
(begräbnissmalltalk)

taucht die frage auf, wie man eine aufnahme (es ist mahlers erste, das ndr sinfonieorchester unter kyrill kondrashin, klar und mit wunderbarer tiefenschärfe, jedoch nie auf kosten der klangsinnlichkeit spielen sie, sie sind eben an bruckner geschult, an jenem samstag in amsterdam), wenn man sie sich nach dem lesen des beiheftes noch einmal anhört, plötzlich anders rezipiert, da man inzwischen weiß, dass es sich nicht nur um die letzte aufnahme unter seiner leitung handelt, sondern, dass der dirigent wenige stunden später an herzversagen gestorben ist.
taucht die frage auf, ob man so etwas wissen will, ob man so etwas wissen soll, ob so eine aufnahme veröffentlicht werden soll, ob überhaupt aufnahmen veröffentlicht werden sollen, ob nicht überhaupt aufnahmen verboten werden sollen, zumindest so lange, bis man weiß, dass die für ihr zustandekommen maßgeblichen menschen unsterblich sind, was bei den meisten ohnehin zutrifft, jawohl.



am empfang (2) Donnerstag, 3. 4. 2008, 0:00

die güte der dame im hotel der litauischen botschaft, administratorius/reception steht auf dem schild der sehr schlichten portiersloge, besteht darin, dass sie den gästen (die zimmer werden heute nicht gebraucht und ohne zweifel erst morgen vormittag hergerichtet) gewährt, den schlüssel erst eine halbe stunde vor ihrem abgeholtwerden abzugeben. freilich, sie hätte locker sagen können vonmiraus können sie bis fünf dableiben. die güte, gnade aber besteht im nichtganzgewähren, das erst ist die wahre großzügigkeit, und sie hätte ja auch het [njet] sagen können, auf litauisch, versteht sich.
so ist das auch mit der güte gottes und anderer folterknechte, per saecula saeculorum.
moskau, du paradies.



am empfang (1) Mittwoch, 2. 4. 2008, 0:00

die dame an der rezeption deklamierte klar und deutlich, gab sie zu verstehen. es kam aber, daran bestand kein zweifel, reichlich verschwommen bei ihm an, lag also am empfang.
was willst du nun tun, wenn deine ohrmuscheln nuscheln?
aber geh!
wechseln sie bitte die sprache.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

tatsächlich: nachdem er kurz die batterien herausgenommen hatte, ging es beträchtlich besser, nur noch leises rauscheln, und auch das würde sich legen.



herumlauernd Dienstag, 1. 4. 2008, 0:00

die dreiviertelhalbwüchsigen buben im spuckalter, wie sie breitbeinig am zugigen bahnsteig sitzen und immer wieder, als hätten sie es seit ehundje gemacht, ihren in überproduktion hergestellten speichel, verweis auf überstark eingesetzt habende handarbeitsfruchtbarkeit, vor sich hin, tropfen tröpfeln spritzen, missachten aufmerksamst die zweidimensional gesichteten mädchen, karottenbraun zugespachtelt das gesicht, die sie dabei aus ihren blinzelscharfen nofreteteaugen beobachten, und wehe, es lächelt eine!



Powered by WordPress kostenloser Counter