testen (2) Donnerstag, 31. 1. 2008, 0:00

ein testesser für gummibärlis zum beispiel, so ein gummibärgourmet, wäre der zugleich qualifiziert, sagen wir: spitzenweine zu verkosten?
sofern er alt genug ist, warum eigentlich nicht? (wann aber wäre er alt genug für beides? – weder zu jung noch zu alt?)
woran unterschieden sich dabei hochstehende gourmets und dumpfe gourmands?
und wie dürften wir den abgang eines gummibären gummiursologisch klassifizieren? und: jahrgang?
ein weites feld tut sich auf.



testen (1) Mittwoch, 30. 1. 2008, 0:00

testfahrer für öffentliche verkehrsmittel (vgl. herr bösel / josef hader und herr fellner / alfred dorfer als wirtshaustester) täten dringend not. im 35a etwa, die fahren immer mehr so, als würden sie zementsäcke transportieren. obwohl, die könnten sich nicht in fahrgastpanik festhalten; also täten die fahrer besser aufpassen und in den zemetsacklhaltestellen nicht derart abrupt zusammenbremsen wie in denen, wo sie mit menschenmaterial den gelenks- und bandscheibenbus einschleifen.



unter zeiten (2) Dienstag, 29. 1. 2008, 0:00

der tenor hielt sein beinahe höchstes c so lange aus, bis, mit einem gigantischen plopp!, der knödel, er hatte in etwa die größe eines köttbull (ist das der singular von -bullar?) unvermittelt aus ihm herausschoss, ja, -pfiff, in einem aufgrund des hohen drucks kaum paraboloiden bogen, direkt hinauf zu den stehplätzen, einem orsolicsschen haken gleich, knapp am linken elefantenohr des sich geistesgegenwärtig zur seite duckenden doktor sigi bergmann vorbei, dem hiermit nachträglich zu seinem siebzigsten geburtstag gratuliert sei, a wauhnsinn, normal, herr dokter.
… jjjjjeeetzd, nach dieser ewigkeit, konnte das orchester weiterspielen, langsam aber beständig nahm es seine fahrt wieder auf.
ob sich der tenor, dem derart luftröhrenschnittgleich alles entwichen war, wieder erholt hat, ist nicht bekannt.



unter zeiten (1) Montag, 28. 1. 2008, 0:00

das perfekt und das imperfekt
tranken sekt.

sie stießen aufs futurum an
(was man wohl gelten lassen kann).

plusquamper und exaktfutur
blinzten nur.

christian morgenstern, galgenlieder

die zeitlupe, im traum, mit der alles auf die unausweichliche katastrophe zutreibt, die handbremse, die du zuerst nicht findest und die dann nicht greifen will (diese vergeblichen tätigkeiten machst du, insektennervös, in verzweifelter hast), dieses auseinanderdriften der zeit auf zwei simultanen wahrnehmungsebenen ist nur dazu da, dass dich das entsetzen auch wirklich durchunddurch hat, sodass du, im idealfall, als völlig gesättigte lösung aufwachend hochfährst und zugleich matt und gelähmt nichtundnicht aufkannst, als hätten sie dir was gespritzt.

… verdammt, er kannte den film, und er unterschied sich jeweils nur um details, der plot war jedesmal identisch. wann würde er endlich begreifen, dass man nachts keine nudeln mehr essen soll? er war doch kein bub mehr.
noch schlimmer aber war es, als das aufwachen unterblieben war. trotzdem wurde die erinnerung später zuverlässig ins traumregal gestellt, dort war sie auch sicherer.



routiniert Sonntag, 27. 1. 2008, 0:00

natürlich, es war ja nur ein routineeingriff.
aber bitte, fragte sich der derart ergriffene, was ist ein routineeingriff?
wer greift in welche routine ein, drein gar? (vgl. den gutmütigen dennis in jabberwocky, wie er mit einem einzigen tätigen verbesserungsvorschlag die werkstatt des rüstungsschmieds atomisiert.)
undaberauch: für den dokter (pfarrer, fahrprüfer, messerwerfer) ist es routine, für den umständehalber passiven bzw. sichbeweisenmüssenden eine einmaligkeit.
soviel zur relevanz der statistik für das individuum.

wie auch das schreiben dieser täglichen kolumne (heute mit der schönen ordnungszahl 1234) alles andere als routine ist und nie werden darf.
nie wird. versprochen.



ab und anfliegend Samstag, 26. 1. 2008, 0:00

samma scho voi?
jo, mit löchern samma voi.

dialog fluggast – flugbegleiterin

die freundliche stewardess (dieses schöne wort, bei dem man als kind zuerst die weibliche form gelernt hatte, wie bei krankenschwester, kindergärtnerin; umgekehrt bei: haschbruder, wozu bis heute kein weibliches pendant bekannt ist; vermutlich wohl, weil es in einem derart illegal illuminiertem zustande allzu schwer aususchwechen wäre, vom schreiben gar nicht zu reden!) stammte aus dem dereinst beim kaiser um einen zweiten donnerstag eingekommenen schönen scheibbs.
in der luft dann, wie angekündigt, gab es etliche schlaglöcher und baustellen, der pilot scherte sich einen dreck darum und flog mit mindestens siebzig, wo allerhöchstens ein dreißiger verordnet worden sein konnte.
oder waren es die winterlichen wolkengeröllbrocken?
der photoapparat aber lag daheim auf dem nachtkästchen.



absteigend Freitag, 25. 1. 2008, 0:00

durchunddurch vollmondkalte beine, keine rede von schlaf, jedes zählen aussichtslos. wenn er nach einer halben stunde auf die uhr blinzelte, waren zwei minuten vergangen.
(was wunder, wenn er, am bauch liegend, mitten im kalten winter nackt bergauf gerudert war.)
aber den kurs hatte er gehalten.
ob noch die aus kindheitsschüben vertrauten felsblöcke wegzustemmen sein würden?
er legte den photoapparat bereit.



nautisch Donnerstag, 24. 1. 2008, 0:00

badewannenkapitäne, kurs halten.
es geht ins gebirg.



krebsgängig (almauf) Mittwoch, 23. 1. 2008, 0:00

die emailbadewanne, die sich ganz sicher niemals länger im freien, gar die funktion eine tränke für almtiere erfüllend, aufgehalten hatte, begann im alter rostige pigmentflecken hervorzubringen, wo das noch hinführen würde, wo im badezimmer die unausweichlichen metastasen auftreten würden und wann man die praktische nasszelle überhaupt verloren geben müssen würde.
noch leckte sie nicht. vielleicht wäre es wannenwürdiger, sie auszureißen und auf eine alm zu verbringen. das bessere klima, die frische luft, keine belastenden badesalze und -öle, sondern mildes regenwasser, und die neue aufgabe, ja herausforderung, umgeben und gebraucht vom fleckvieh (dafür wollte er der billigkeit halber jedenfalls sorgen), könnte ihr einen sinnvollen, erfüllten daseinsabend bieten.
aber was verstand man schon vom innenleben einer wanne.



brüsslig (5) Dienstag, 22. 1. 2008, 0:00

ein hotel mit einem eigenen lift für jedes zimmer?!
(das treppenhaus könnte man sich ja – im brandfalle – teilen.)

unten wartete man unerwartet geduldig.



brüsslig (4) Montag, 21. 1. 2008, 0:00

zurück wieder in wien, schnell in den zweiten. er atmete durch (innerlich nur konnte er aufatmen): die welt war wieder fest verankert, die hunde schissen, jandl ehrend, mitten auf den gehsteig, das rauchen gehörte mehr denn je zur untrennbaren gastronomischen identität des schnitzellandes, und die wintersunn, die nur an manchen tagen durch den bleiernen hochnebel, gaststubenrauchschwaden anstrahlend, scheint, drehte sich um die scheibenförmige erde, die wie ein schweinsbratenkochbuch aussah.



brüsslig (3) Sonntag, 20. 1. 2008, 0:00

denken müssen nicht wollen
ernst jandl

wie darf man sich die gehsteige in den großen chinatowns dieser welt vorstellen? ob das in den auslagen wirklich alles lackierte enten waren?



brüsslig (2) Samstag, 19. 1. 2008, 0:00

er überquerte die große straße: kaugummi, pistazienschalen: eine andere bevölkerungsstruktur.
warum waren die pistazien in unseren breiten so viel teurer als, sagen wir: erdnüsse?



brüsslig (1) Freitag, 18. 1. 2008, 0:00

wo gehen ich
liegen spucken
wursten von hunden
saufenkotz

ich denken müssen
in mund nehmen
aufschlecken schlucken
denken müssen nicht wollen

ernst jandl (1925-2000), franz hochedlinger-gasse

die brüssler, ob das arglose menschen seien, in phlegmatischem gleichklang mit der natur? mit, um es zu präzisieren, der natur der urban gehaltenen hunde: nirgendwo ein trümmerl oder hauferl, stattdessen, gleichmäßig von gleichgültigen füßen in den gepflasterten gehsteig einmassiert, stinknutella, auf schritt und tritt.
gesenkten hauptes darüber sinnierend durchmaß er das viertel. muslime wohnten hier keine, soviel war sicher.



verfrühlt (2) Donnerstag, 17. 1. 2008, 0:00

wann würden (z.b. in mitteleuropäischen, eher: in äquatorialen zoos geborene) eisbären arabunt?, fragte er sich noch, ehe er an ganz was anderes zu denken sich vornahm.
denken?
(aber so sagt man halt.)



verfrühlt (1) Mittwoch, 16. 1. 2008, 0:00

es war kein lustiges vogelgeschrei, das sich zwischen das quaken der krähen gemischt hatte, aus dem asphalt hervorbrechendes grün vortäuschend, es waren die spitzen, schwarzweißen kommandos der elstern, wintervögel, was sonst (denken wir nur an brueghel). keiner hörte ihnen zu, nur, feist am first, die tauben.
aber: schwarzweiß.
also weiß, immerhin.



reihum Dienstag, 15. 1. 2008, 0:00

ich bevorzuge ja stehkragen
privatmeinung

die reihe
im schönbergkonzert (es war der jahrestag der wahl – nun ist das einjahresjubilaeum der regierung; alles hat nachdrücklichst beeindruckt bzw. bedrückt seither, seien es raucher, schweinsbratenköche oder schwarzpfleger – gibts eigentlich rotpfleger auch? das problem ließe sich traditionell proporzional wegkürzen).
das schnauzbartverbot (bei der reihe) hatte (jedenfalls, endlich) gegriffen. für allzu originelle krawatten aber sollte, und damit kommt die regierung als adressat erneut ins spiel, ehestmöglich so etwas wie eine waffenscheinpflicht eingeführt werden. es wäre vielen geholfen, nicht zuletzt auch jenen sich kreativ ausstellenden, die sich gedanken machen, welches teil sie sich diesmal zwischen instrument und brustbein hinbinden.
widrigenfalls…
nun, es mag etwas rustikal klingen (beim schreiben dieser zeilen hört der verfasser die meistersinger mitsamt der entzückenden keilerei zu nürnberg), statt hinbinden: herbindern.
jawohl, das wäre mehrheitsfähig bei mir.
aber zärtlich, damit sie sichs bitte merken.
und, um noch etwas klarzustellen: mascherl – leider bitte nein.



krawattlbariton Montag, 14. 1. 2008, 0:00

wer singt, betet doppelt
beliebter einbandspruch in katholischen gesangsbüchern

der nicht wirklich großgewachsene herr schüssel hat es noch gewusst: erst ab einer gewissen (nicht nur exekutiven) potenz sollen krawatten getragen werden dürfen.
in diesem halbsäkularen haus hatten sie einen bischof gesucht und einen firmling gekürt. einem solchen gebührt aber maximal das mascherl. besserabernoch: der matrosenanzug. jawohl, und es gibt sie auch in blonden herrengrößen.

eingegeben in der (ehemals fürst-)erzbischöflichen stadt salzburg, der stadt mit dem mozartfußtritt.

(morgen: krawatten, aus der reihe tanzend)



laienglück Sonntag, 13. 1. 2008, 0:00

kochanleitung für 2 personen
mit wasser, salz und fett zum kochen bringen (mittlere stufe) und ca. 25 minuten dünsten lassen.
herrliches aroma! köstlich im geschmack!
zeitgenössische kochanleitung (für zwei personen)

etliche entscheidende entwicklungssprünge der menscheit waren ja bekanntermaßen durch laien, anfänger, jedenfalls einer wissenschaftlichen planung sich entziehende zufälle in die erlösungsgeschichte der menscheit getreten. oft wurden sie sogar, ehe man näheres analysieren konnte, um verblüfft ein missing link oder ähnliches zu konstatieren, als regelrechte unfälle angesehen: die doppelhelix, das penicilin, schlagobers, ziemlich sicher der wein, das bier, letztlich das feuer selbst.
er entsann sich unwillkürlich einer lehrreichen geschichte, die ihm sein vater oftundoft (dadurch wurde sie wahrer) erzählt hatte: rasta guef, ein recht dünnes indisches männchen, habe, damals, in tiefster not, als der hunger unerträglich geworden war, mit gesegneter pfiffigkeit kurzerhand die brotsuppe erfunden, gesegneten appetit (oder sagen sie mahlzeit in dien?).
da er kein historiker der kochkunst war, waren ihm weitere gerichte, die zufällig oder durch ein versehen entstanden waren, nicht geläufig.
heute aber war ihm eine verwertungsidee für beim kochen bzw. (so wäre es korrekt, da haben wir es!) sieden aufgeplatzte frankfurter (im volksmund: fledermäuse) gekommen: könnte man die nicht, indem man merfenorange- bzw. betaisodonagleich weiches weißbrot in die längs klaffende wurstwunde einbrächte, aus ihnen (es könne nur erfolg haben, hätte es einen international präsentablen namen) insideouthotdogs machen?



evakuiertier Samstag, 12. 1. 2008, 0:00

es schlummern allerlei lebewesen um uns herum, soviel ist sicher.

das universum ist bekanntermaßen durchunddurch mit information durchdrungen, überall (auch im – genau deshalb nie ganz herstellbaren – vakuum) strahlt diese kosmische hintergrundstrahlung, wenn es schneit im fernseher, dieser ameisenkrieg, das ist nichts anderes als das echo des urknalls, jawohl, so ist das.

als er heimkam schneite es nicht im zimmer des mädchens. das licht war an, die katzen, von denen zumindest das kastrierte katervieh präventiv schnurrend um seine beine zu streichen pflegte, sobald er auftrat, mussten sich verkrochen haben, und es war augenblicklich klar weshalb: der staubsager saugte auf vollen touren, und er musste sich von selbst eingeschaltet haben (eine noch so perfide katze konnte das nicht zusammenbringen, vergewisserte er sich). hatte er am ende die tieger inhaliert?, keimte in ihm ein monströser verdacht.
so musste es geschehen sein: das kind hatte die wohnung verlassen. eine viertelstunde danach, nachdem es sich vergewissert hatte, dass die luft ganz sicher rein war, hatte sich der schutzkontaktsteckerschwanz des staubsaugertiers vorsichtig schlängelnd zur steckdose geschlichen und, der heikelste augenblick – die katzen durften unter keinen umständen verdacht schöpfen -, schließlich ans stromnetz angedockt. nach dieser anstrengung war erst einmal zu verschnaufen, sich nur nicht verraten jetzt, wo alles geschafft war! diesmal gelang es, die vollendung, das selbsteinschalten ansich war ja oft erprobte routine.
jetzt aber gehörte das zimmer endgültig ihm.

wenn der hausherr nicht noch am selben abend zurück gekommen wäre, ein naturgesetz wäre abgeschafft gewesen, die völlige evakuation geglückt. hätte es auch keiner bemerkt, das universum wäre entscheidend gewandelt, insideout.

passen sie auf.



behaarte suse Freitag, 11. 1. 2008, 0:00

wir führen auch perücken!
werbeinformation in der auslage eines erotischen fachgeschäfts
wien, mariahilferstraße

intimrasur hat heutzutage nichts verruchtes mehr. vergleichen wir nur die beim duschen im fitnesscenter gewonnenen erkenntnisse mit den einschlägigen photographien in den nachtkistlschubladen unserer väter. unserer väter, das klingt fast schon biblisch, und biblischen bärten (bzw. bartperücken, vgl. die berühmte steinigungsszene in the life of brian) nachempfunden mögen einem die blickdichten dreiecke der abgebildeten jungen damen auch vorkommen, und natürlich gibt es, da es ja alles gibt, was es nicht gibt, einschlägige neigungsgruppen, die hairy-gemeinde, gewissermaßen, samt untergruppen, red-haired, blondes, brunettes, curly und wasweißichnochwelche (hätte ich doch zeit für erschöpfende recherchen!), heimstunde täglich, rund um die uhr, join now!
im ernst: rasieren sie sich einmal im jahr da unten und gehen sie zum dermatologen ihres vertrauens, der soll schauen, ob sich ein verdächtiges, i.e. potenziell mutierendes muttermal eingenistet hat. es könnte, ein nebeneffekt, auch erotisch animieren. wenn ihnen die glätte aber nicht konveniert – siehe oben.
(wie die perücken für männer geschnitten sind, weiß ich leider nicht, und hineingetraut habe ich mich natürlich nicht, wer weiß auch, wen man da drinnen bekanntes trifft, mit oder ohne pepi.)



wolllüsterner stabreim Donnerstag, 10. 1. 2008, 0:00

wir wissen was frauen wollern
ronda rutledge (per email)

das universum ist bekanntermaßen durchunddurch mit information durchdrungen, überall (auch im – genau deshalb nie ganz herstellbaren – vakuum) strahlt diese kosmische hintergrundstrahlung, wenn es schneit im fernseher, dieser ameisenkrieg, das ist nichts anderes als das echo des urknalls, jawohl, so ist das.
und, auf irdischere dimensionen heruntergebrochen, so geht es uns ja auch, nichtwahr, allüberallher information: zeitungsschlagzeilen (samt nicht ganz alliterarischen untertiteln), werbeaufschriften, radiowerbung aus vorbeiwummernden autos, befindlichkeitsbekundungen von mobil telefonierenden, billa-, hofer- und xxxllutzwerbezetteln, auslagenfenster (darüber morgen mehr), persönlich adressierte emails, und da haben wir den nahtlosen anschluss an gestern, denn heute (heute ist immer der nahtlose anschluss an gestern) hat mir meine alte stabreimfreundin ronda rutledge eine wärmende nachricht geschickt, sie informiert mich im nahmen ihrer company wir wissen was frauen wollern (wagner würde weiber sagen). im von mir mit anschwellender spannung ungeduldig angeklikkten textteil der nachricht erfahre ich, dass frauen viaaaagraaaa begehren, was ich nicht ganz verstehen kann, ist doch dieses (im ausland, per internet und vor allem via ronda wesentlich bequemer erhältliche) remedium gemeinhin als für männer, die wieder (erinnern wir uns an einen legendären werbslogan) richtige männer werden wollen (oder zumindest als solche scheinen) entwickelt worden, und ich stelle mir vor, dass die vielen aaaas im so nicht ganz korrekt geschriebenen produktnamen auf die angestrebte ausdehnung des zielorgans hinweisen soll (wobei die möglicherweise gleichzeitig angestrebte verhärtung in dieser orthographie nicht berücksichtigt wurde, obwohl dies möglich wäre).
ich schweife ab.
zwei fragen aber noch: was will das wollern? – geht es um (eventuell mitgelieferte; dehnbare, also gehäkelte) futterale? welchen schnitts? mit fewa weichwaschbar?
und: warum sind vier pillen umsonst, nur fur kurze zeit? – umsonst, wirkungslos? mein rat: nehmen sie erst die fünfte tablette dieses verlängerungsprodukts, fur kurze zeit, zu sich. (ich hoffe, sie sind nummeriert; 1 bis 4 können sie ja etwas später einnehmen, die gehen dann nämlich sowas von los.)

jetzt kenn ich mich aber nicht mehr aus.

(morgen: vor dem erotikshop)



flatulenz, mobil, unkuriert Mittwoch, 9. 1. 2008, 0:00

der fasching ist kurz,
die bälle boomen,
die kassen klingeln
kurier, 7.1.2008, seite 1 (unterschrift zur schlagzeile hochsaison für dancing stars)

wir konstatieren eine unvollständige alliteration im ersten teilsatz, diese aber bringt uns nahtlos zurück zum obergscheiten oberweißen hpmartin, dessen vornämlich nicht ganz so reich bedachter vetter aus dem mormonischen westen (auch so eine weiße schweißpartie), peter martin, an der universität von utah die auswirkungen des telefonierens am steuer laut orfon (3.1.2008) so beschreibt: es ist ein bisschen, als hat (sic!) jemand blähungen im aufzug. jeder leidet darunter.

schon ein schöner schas, dass der fasching so schnell vorüber ist heuer. also auf zum ball der automobiltelefonflatulisten! oder, sinnige alternative, nach sierning, zum höhlenforschergschnas.



albín (nachtragend) Dienstag, 8. 1. 2008, 0:00

kleines verbloses poëm

die anschuldigung der prasserei und ihr nicht völliger freibeweis
der freibeweis der bescheidenheit
die anschuldigung der eitelkeit und ihr nicht völliger freibeweis
der freibeweis der uneitelkeit
die anschuldigung der komplexhaftigkeit und ihr nicht völliger freibeweis
der freibeweis der schlichtheit

der freibeweis der beweisfreiheit

nicht völlig
nicht völlig
vor allem aber
gegenüber presse und öffentlichkeit

die unschuldsvermutung und ihr nicht völliger freibeweis

oja

uije



albín (3) Montag, 7. 1. 2008, 0:00

beide seiten konnten sich von den anschuldigungen gegenüber der presse und öffentlichkeit nicht völlig freibeweisen. (wikipedia, hans-peter_martin)

freibeweisen – welch wort!
nicht völlig. schon einigermaßen. ziemlich. jetzt wirds aber monströs! uijegerl, ich fürcht mich.
nichts wie ostwärts! weil, es bleibt immer was hängen.



albín (2) Sonntag, 6. 1. 2008, 0:00

ein anderer selbsternannter weißer westlicher windmühlenritter, hpmartin, drängt sich auf (oja, bei ihm passt diese formulierung, oje!), sprachrohr der eti (ohne y), europäische transparenz-initiative, ein einziger graphischer sperrmüllhaufen die homepage, aber schon schön viel zum aufregen, und so wollen wir das auch.
robert schneider, du hpmartin der literatur. gebt auch ihm eine kolumne, millionen leser können nicht irren.

nachgestellt noch ein zitat aus dem postscriptum von hpmartin.net:
die internationale reaktion und die der wähler ist ja überwältigend. dafür immer wieder danke.
tja, reaktion, wie wahr.

(ein zweites kommt morgen)



albín (1) Samstag, 5. 1. 2008, 0:00

schon schade. leider vermag er nicht sein apokalyptisches werk für sich selbst sprechen zu lassen, muss pubertär-abgeklärte (ja, das ist möglich!) befindlichkeiten und lebensweisheiten emanieren, weil, das beweist er japsend-gelassen (ja, auch das ist möglich! – denken wir, nur kurz, an schüssel und andere ihre kleinwüchsigkeit nicht kompensiert habenden), er weiß durchunddurch alles. aber allzu im voraus fassbar ist, worüber er im radio im – völlig ohne häme geleiteten, was für eine chance! – gespräch erzählt, erzählen hätte können. dieses – herbeigerufne, beschworne! – unfassbare aber verträgt keine großen worte, so ein pech auch.
du kannst nicht in riesenschlagzeilen deine bescheidenheit und schlichtheit propagieren. und ein gänseblümchen auf großbildleinwand wird monströs, zum fürchten und vor allem eines: unglaubwürdig.
weiß kann nämlich auch die behauptung aller farben sein.



… hcildnuerf tsi fle Freitag, 4. 1. 2008, 0:00

… und fünf ist laut, das buch von daniel tammet, jenem genialen autisten, eines der sachbücher des letzten jahres, führt (nicht nur mir) (erschreckend? beruhigend?) vor augen, wieviel autistenautobiographisches in mir schlummert, weil es mir sowas von vertraut ist. ob ich mir auch noch auf die schliche komme? neige ich doch mich selbst zu überraschen.
und wie ist das mit der merkwürdigen rückwärtssprechbegabung der (durchaus kommunikativen) nirabhcan?



coriolis Donnerstag, 3. 1. 2008, 0:00

kurz nur glaubte er wieder einen beleg (diesmal den endgültigen) gefunden zu haben, dass die menschheit in zwei kategorien einzuteilen war.
wohl war der jahreswechsel eine traditionell schlechte einkaufszeit, inventur allüberall, der unvermeidliche hinweis der von manchen für charmant gehaltenen (undaber völlig ungerissenen) neuen neujahrskonzertmoderatorin auf den durch die floristen von san remo besorgten blumenschmuck im goldenden saal des musikvereins aber war auch dieses jahr zugleich der startschuss für das umfassende und genaue studium pauschale individualität versprechender sommerreisekataloge, rasch hatte man sich zu entscheiden, welchen vorteil vor allen anderen man für sich und die seinen sichern wollte, ob man schnell zuschlagen und sich unverrückbar undaberdochnoch bonusberechtigt an ein fixes ziel binden (spätestmöglicher frühbucher) oder, hyänisch-geierhaft zuwartend, das verbilligt nehmen wollte, was der verreisemob achtlos übriggelassen oder, wie ein endlich fertig gestelltes undalso scheidungszuversteigerndes einfamilieneigenheim, wieder ausgespuckt haben würde, schnäppchenhaft verbilligt (dafür etwas zu verkehrsgünstig gelegen), der preis aber ein klacks!, eben, frühestmöglicher spätbucher, da waren die eigentlichen bestpreise für die reise zu erzielen, und möglicherweise waren diese beiden typen nur zwei seiten einundderselben medaille, und auch auf zypern und malta wurde nun mit euro bezahlt, da sollte man vielleicht einmal hin, gibts direktflüge vom flughafen wien?, aber wann buchen wir, was suchen wir, und überhaupt, ist es nicht bei uns auch schön, wenn die inventur vorbei ist, winterschlussverkauf mitten im hochwinter oder sagt man tiefsommer?, und wie ist das auf der südlichen halbkugel mit der wasserkreiseltricherrichtung, dort müssen wir hin, rechtzeitig buchen müssen wir halt!
und dazwischen klaffen äonen.



kuzi kuzi Mittwoch, 2. 1. 2008, 0:00

fürs konzert, zumal in repräsentativen alten sälen, staatstragenden gar (stadtlandlandstadttragenden), empfehle ich ein einlassschleusensystem ähnlich dem flughafen in singapur zu zeiten von sars, nämlich eine sieche zuverlässig anzeigende gesichtswärmekamera, sodass man vorher schon sicher weiß, wer in der folge selbst den ersten satz der eroica zur symphonie für im publikum verteiltes katarrhistenquartett, keuchhustenchor und (auf dem podium) großes symphonieorchster zerhusten wird, todsicher.
aber natürlich lassen wir in unser hustschengen alle hinein, sind ja alles stützen der gesellschaft, ja, so hat man früher gesagt, und wir wollen nur die eigentlichen protagonisten kennen, wiedererkennen und – weiterverpflichten.
es ist auch schon eindrücklich gelungen, prominentest sogar – beim wiener neujahrskonzertdonauwalzer, grün nicht nur im blumenschmuck der floristen aus san remo, sondern auch im gnack der vorsitzenden.
gesundheit!



temporär Dienstag, 1. 1. 2008, 0:00

zu neujahr: ganz ähnlich aber etwas kühler
conclusio aus einem zeitgenössischen wetterbericht, radio österreich 1

sie wirken so routiniert-professionell, als würden sie es das ganze jahr machen, die neujahrsstandler, das neujahrsstandln, wenn sie zwischen 27. dezember und 1. jänner auf alle anderen tage des jahres für standler ungeeigneten plätzen auftauchen. aber wahrscheinlich ziehen sie nur weiter, irgendwo auf der welt ist immer silvester und gleich darauf neujahr, momentan halt bei uns.



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