tadellos pazifisch Freitag, 31. 8. 2007, 0:00

es ist, wie wenn du flüstern hörst oder bloß rauschen, ohne das unterscheiden zu können!
robert musil, die amsel

als nach mitternacht endlich die ventilation ausgeschaltet worden war, störten nur noch die zikaden das metarhythmische meeresrauschen.
um halbfünf dann war ruhe.



tadellos atlantisch Donnerstag, 30. 8. 2007, 0:00

der sonnenuntergang in der erstaunlich kühlen sandigen bucht ließ nichts zu wünschen übrig. allerdings die möwen flogen etwas zu klischeehaft, zwei gebogene striche, ein gewölbe ohne säulen, allzu parallel zur brandungslinie nordwärts.
wie dürfen wir uns die ostküste (portugals; chiles) vorstellen?



in farbe Mittwoch, 29. 8. 2007, 0:00

ich was not yet
in brasilien
nach brasilien
wulld ich laik du go

wer de wimen
arr so ander
so quait ander
denn anderwo

ernst jandl, calypso

der alte brasilianer

a brasileira, lisboa, etwas später. der schmächtigdochkräftige junge mann mit seiner streng gelierten chitinfrisur (modell radlhelm goes hirschkäfer) bewegt sich auch beim ablesenden entgegennehmen einer offensichtlich unangenehmen telemobilen neuigkeit (rendezvousabsage, die wohnung ausgebrannt o. ä.) mit einer derart ernsten behendigkeit am schanigarten teilverweilend vorbei, dass ihm nur noch der flache strohhut fehlt, und wir befänden uns in einem busterkeatonfilm.



zeitlos Dienstag, 28. 8. 2007, 0:00

lisboa. ob die zur werbung ausgestellte karikatur in 5 minuten marilyn monroe, mick jagger oder hansi hinterseer darstellen sollte, war nicht ganz klar. man entschied sich, nicht so wenig zeit zu haben. wer weiß denn auch, wer sich zu einem aufs bild dazugesellen würde, wurde es doch recht rasch finster in europas südwesten.



übelst Montag, 27. 8. 2007, 0:00

die übelste göttergabe: unproduktives genie, zu schwach für das große, zu groß für das kleine. ein furchtbares zwischenreich zum darin vegetieren, wirklich wahr.
jawohl, so, wie von alfred polgar (exzentriks) derart erfrischend gnadenlos formuliert, kann man es auch nennen.

(merken)

in eigener sache: das ist der tausendste mütterlogeintrag in ununterbrochener täglicher folge (seit 1. dezember 2004).
champagne!



outrage Sonntag, 26. 8. 2007, 0:00

(aus dem französisch-wienerischen theaterdeutsch herzuleiten)

bottom
let me play the lion too: i will roar, that i will do any man’s heart good to hear me; i will roar, that i will make the duke say ‘let him roar again, let him roar again.’
quince
an you should do it too terribly, you would fright the duchess and the ladies, that they would shriek; and that were enough to hang us all.
all
that would hang us, every mother’s son.
(shakespeare, a midsummer night’s dream, act I, scene II)

die einen machen’s, die andern wissen wie’s geht. und natürlich war zettel umfassend großartig, konnte und wusste in der tat wirklich alles, beruhigte, einen graben in den boden tretend, die anderen, dass dank seines dabeiseins alles gelingen würde, nein – müsse!, und wenn es gegangen wäre, hätte er sich mit dem part der anderen auch noch übernommen, lasst mich den löwen auch spielen!, eben.
dann war da noch die sache mit dem eselskopf. aber das ist eine andere geschichte.

(womit die klammer zur chilinot geschlossen wäre.)



fut, literarisch Samstag, 25. 8. 2007, 0:00

gestern habe ich von der spätpubertierenden männlichen jugend erzählt. nicht viel anders verhält es sich mit einer ebensolchen zeit, sagen wir: 68 und umgebung.
oswald wieners die verbesserung von mitteleuropa hat auf den ersten seiten ein personen- und sachregister, mithilfe dessen man so aufregende begriffe wie arsch, dandy, diarrhoe, dreck, ejakulation, erektion, falott, filz und eben auch fut (seiten LV, LX, [hurenfut LXII], LXVII, LXXI, (futlapperl LXXIII], CLXXXVII) finden kann.
das buch ist 1969 erschienen. heute ist so etwas nicht anders als museal zu bezeichnen.
nb: ficken (gar: arschficken) findet sich im wienerschen index nicht. menasse, du innovator. allerhand, wirklich wahr.

(womit wieder einmal ein paar keywords ausgestreut wurden, was die findestatistik dieser seite signifikant hinaufschnalzen wird lassen.)



fut, gastronomisch Freitag, 24. 8. 2007, 0:00

als jugendliche haben wir in der schwechater das futspiel gespielt: jeder, reihum, musste fut sagen. einzige regel: lauter als der vorredner. ein mal langsames, mal schnelles crescendo, das, je nach (damals noch völlig – wir haben sowas nicht gemacht! – komalos) angetrunkenem mut im unteren fortebereich endete. oder eskalierte (aber da war ich nicht dabei): einmal nämlich ist der flapp auf den tisch gesprungen und hat den ewigen futschreiweltrekord aufgestellt, ewiges lokalverbot inklusive, wie es sich gehört. so ist sie, die spätpubertäre männliche jugend.

morgen: literarisches, wieder



chilinot, literarisch Donnerstag, 23. 8. 2007, 0:00

menasses progeriatrischer johannistrieb, den er in diesem aufziehendem buchherbst im konzert mit zumindest einem anderen prostatisch-postpotenzgeplagten jungalten haudegen literarisch verspritzt (lies: don juan de la mancha. es genügen die völlig unspekulativen ersten zeilen; unlängst im spektrum der presse), vermiest mir den unbedarften genuss frischer chilischoten, wie sie so gut zur von mir gerne gekochten pseudosüdostasiatischen küche passen (würden; leider). wissend, wie leicht ihre (so heißt das:) aetherischen öle scharf anhaften (und: wirken!), passe ich beim herschneiden (auf eigener unterlage, das messer wird sogleich gereinigt; eigentlich wären operationshandschuhe ratsam) immer peinlich auf, mir nicht ins gesicht oder sonstwo hinzufahren: es genügt mir der zweifache genuss (in der speise und am ende ihrer reise). oder (siehe menasse; schautsamoiher, was ich mich schreiben trau, was bin ich doch für ein wilder hund!) hat genügt.
man schenke ihm eine geschälte gurke alanatür, das kühlt. und verteilt aber zugleich. dazu also ein baguette noch.



variabel Mittwoch, 22. 8. 2007, 0:00

“kunst ist die zusammenarbeit zwischen gott und dem künstler, und je weniger sich der künstler einmischt, desto besser.” (andré gide)
dass sich der künstler beim künsteln nicht allzuviel einmischen soll, ist zweifellos; das mit gott, nunja …
im mathematikunterricht hat es gewisse gleichungen gegeben, für deren durchführbarkeit eine variable einzuführen war (ein katalysator, gewissermaßen), die nach der eigentlichen rechnung wieder wegzukürzen war. genauer betrachtet: sie kürzt sich von selbst weg.
die kunst darf aufatmen. und der künstler kann weiter nichts dafür.



singend Dienstag, 21. 8. 2007, 0:00

der tapir (tapiridae – gray, 1821) ist ein edles tier. sagt b. ich kann das so nicht bestätigen, kenne leider keinen noch persönlich (und habe b. auch erst vor kurzem zum erstenmal getroffen). wir wissen jedenfalls, dass gewisse indianerstämme ihn aus religiösen gründen nicht bejagen (den tapir).
seine vorstellung, die er (b.) mir unlängst zugeraunt hat, war die vom gesang des tapirs. sie sei ihm gekommen, als er mich in jenem haus mit karawankenblick für viktor rogy spielen hörte.
diese vorstellung will ich gerne weiter tragen; solange es nicht der gesang des schwanes sein soll, vorderhand einmal.



felsenfest Montag, 20. 8. 2007, 0:00

als er zum zweiten mal binnen weniger tage unvermutet in eine auslage des kärntner abwehrkämpferbundes blicken musste, stellte er sich vor, wie, von ihnen und noch fescheren bestemmern der versammelten, ein verludertes system (woher wohl der wind der wortwahl wehte?) bekämpfenden miasammamiaparteien demonstrationen (genauer: aufmärsche) für das recht auf (eig.: die pflicht zur) geistesbegrenzung veranstaltet wurden. wider den horizont, vor allem den im süden. würden sie (die letzte war bereits 87 jahre her, vielzulang, ohne jeden zweifel) eine volksabstimmung zur aufstockung der karawanken um dreihundert meter die reihen dicht geschlossen anzetteln, sie bekämen glatt die mehrheit, war er felsenfest (was auch sonst?) überzeugt. und für den loibltunnel damals habe man sich auch arbeiter zu organisieren gewusst, odanit?
und die erde ist eine scheibe, um sie kreisend die sonne.



sonntagstraum (für viktor rogy, 1924-2004) Sonntag, 19. 8. 2007, 0:00

ob bischöfe, kardinäle gar, auch unsinnig lange penisse haben?, fragte er sich, als er rogys hommage à sindelar (papierener) et al. auf sich wirken ließ: viktor, ein greisengerippe nackt tanzend in seinem sterbezimmer, was für ein zutiefst und vielfach bewegendes tableau von bella ban.
ja, pflegerl hat recht. viktor rogy, mutmacher, weit über die enge seines landes hinaus.



all inclusive Samstag, 18. 8. 2007, 0:00

was tust du, wenn du zu einer hochzeit geladen bist, man feiert im park eines feinen hotels am see, du nimmst ein zwischenerfrischendes bad, willst wieder hinauf zur gesellschaft, da steht auf einmal der frischest geschiedene baumeister österreichs badehosennackig bis auf das weiße allinclusiveaußerhartesbandl (es erinnert an die passivitätsbänder neugeborner am handgelenk und das der frischverstorbnen am großen zeh) vor dir und fragt dich dringlich undalso mitleiderweckend, wo es denn da zum klo gehe, du sagst im breitesten dir zu gebote stehenden zugereistenwienerisch oman, bei de bawlaadschn is des häösl, er bedankt sich rasch die treppe emporschraubend und ist schon weg.
bei einer hochzeit aber davon zu erzählen, nein, das täte man nicht, gäbe es keine zeugen. eben.
umgekehrt, societyreporter für eingetunkte, das wäre doch eine nische odernicht?



schlafende (3.2) Freitag, 17. 8. 2007, 0:00

jawohl, die matte, die war g.s (beinahe ganzes) charisma gewesen (canetti würde es seinen individuellen massenkristall nennen), humankonzentrat. gewesen, tja.
und warum beethoven, smetana und etliche andere komponisten taub wurden, schumann seine finger unbrauchbar machte, andere schreibtisch- und indencomputerhineintippexistenzen sich mit komplizierten tunnelsyndromen abplagen mussten wo sie doch wesentlicheres anderweitig mitzuteilen oder (pathetischer:) der menschheit schenken konnten, es wurde ihm am beispiel g.s (mittlerweile längst ein herr dokter g. – von dankbaren schwestern respektvoll gepunkt ausgesprochen) endgültig verständlich, auch nach dem aufwachen, kurz aber immerhin.



schlafende (3.1) Donnerstag, 16. 8. 2007, 0:00

sein nächster traum brachte ihn zurück in seine schule, zum glück heute, immerhin. ein workshop in der 7b, siebzehnjährige also.
wie lange dauerte es eigentlich, bis sich eine schule ausgewachsen hatte, keiner mehr von vor (dieses jahr: 24) jahren am haus war?, was für ein feiertag!
am eingang traf er seinen mitschüler und banknachbarn g, und ihm fiel mit einemmal auf, dass g immer schon ident war mit bart simpson, in allem, und g – obwohl er eine seltene stoffwechselerkrankung hatte, die ihm völlige kahlheit bescherte – hatte seine mickjaggervor24jahrenmatte, sehr sonderbar, und sogleich verübte er einen platschanschlag mit tintengefüllten luftballonwasserbomben (nein, keine präservative), bei der glaswand am eingang zum lehrertrakt, aus der telefonbox heraus.

morgen: beethoven, schumann und andere



schlafende (2) Mittwoch, 15. 8. 2007, 0:00

denn fliegen geht wie segwayfahren ohne räder: du lässt dich nach vorne und beschleunigst. lehnst dich, leicht nur, zurück und bremst ab. denkst in eine richtung im raum und bewegst dich dorthin, natürlich ohne diesen dem amerikanischen rechtssystem (ich habe nicht gewusst, dass man sich mit dem messer schneiden kann etc) geschuldeten geschwindigkeitsbegrenzer (20 km/h – was ist das schon, und gar in meilen?) und leider nur im traum. aber wahrscheinlich war es besser so, man stelle sich nur den dichten individualluftverkehr vor. und mit m. unbeobachtet in die büsche zu verschwinden war ihm nicht einmal in dunkelster nacht gelungen.
aufwachend gelandet musste er noch etwas warten, bis er auf die toilette gehen konnte. was wohl der nächste traum bringen mochte?



schlafende (1) Dienstag, 14. 8. 2007, 0:00

als sie ihm dann noch weismachen wollten, in großraming die serpentinen hinauf zur steyr (!) zu nehmen (“es steht: nach prag angeschrieben”) wurde es ihm zu blöd und er wachte auf, unter protest.



sexersatz Montag, 13. 8. 2007, 0:00

menschen, die mit ihrem sexualleben unzufrieden sind, stürzen sich häufig in arbeit, fanden deutsche wissenschafter heraus. (der standard, 3.8.2007)
wohl nur nach intensiven recherchen und einem zeitraubenden evaluationsprozess, schlecht bezahlt noch dazu, haben das die bemitleidenswert deutschen forscher als wenig befriedigendes ergebnis herausbekommen. mein wunsch ist, dass es sich nur um ein vorläufiges zwischenergebnis handelt – was ist denn schon endgültig?
bitte also rasch und mit neuer lust wieder weiter an die arbeit!



erhellend Sonntag, 12. 8. 2007, 0:00

östlich von augsburg bauen sie strom an. auf ehemals landwirtschaftlichen nutzflächen stehen in staudenhöhe und also praktisch für die erntehelfer dunkle photovoltaisch aktive platten. wie sonnenblumen richten sie im tagesverlauf ihre schöne seite zur sonne hin aus.


wie sie wohl genannt werden? lichtfelder?, stromfelder?, elektrische felder? (ich weiß mittlerweile, es handelt sich um einen sonnenpark.) undaberweiters: welches unkraut wird hier gejätet?



lebensprinzip Samstag, 11. 8. 2007, 0:00

ma entschuldigns scho hea müdda, eine frage habe sie noch, und bevor ich abreise traue sie sich doch noch, sie zu stellen: ob es mein lebensprinzip sei, meine schuhe ohne bandalan zu tragen? – neinnein, kann ich die junge schwarzhaarige augenaufschlagsentzückende frühstückskellnerin beruhigen, es ist nur so, dass mir meine loints® auch ohne ganz gut passen, ich nicht herausschlupfe, und im sommer ist das wirklich bequemer.
aber: lebensprinzip – das gefällt mir. vielleicht sollte ich mir einmal eines zulegen, wäre ja langsam zeit odernicht?



rolling circus Freitag, 10. 8. 2007, 0:00

wenn ich im zug zum semmering hinaufrolle, knapp vor eichberg noch einmal zurückschaue auf die große schleife, die von payerbachreichenau mit seinem alten zwanzigschillingscheinviadukt geteilt wird, stelle ich mir vor, wie ein zerlumptzotteliger mann meinen waggon knapp versäumend heraufkeucht und mit letzter kraft hinausächzt:
it’s…!
zufrieden singt es in mir einen englischen kolonialmarsch.



watscheln (2) Donnerstag, 9. 8. 2007, 0:00

unlängst, am bleder see, ist sie mir nach einwöchiger viktringer habitusstudie endgültig aufgefallen, diese wortnähe; sie passt wohl eher zum gänsehäufel oder ins steyrer stadtbad (wie weit westlich der gattungsbegriff gebräuchlich ist, weiß ich nicht): der bademeister kann seinen namen wohl nur von seinem schmerbäuchig-kreuzhohl saunaschlapfenden goldketterlgang haben, was ihn jedoch nicht zum -meister sondern, das aber unangefochten ihn nachgerade autorisierend, zum badewaschl befördert. oder eben -watschl.
pure onomatopoesie.
serschen.



watscheln (1) Mittwoch, 8. 8. 2007, 0:00

bledenten auf sauberem see

sommer. es gibt auch teiche, wo sie nicht überfütternde rentner enten überleben ließen und die geflügeljäger nicht ausschwärmen mussten. in bled zum beispiel, einem der schönsten flecken sloweniens. wunderschen.



wedeln (6) Dienstag, 7. 8. 2007, 0:00

jooo
mia san mim radl doo
jooo
mia san mim radl doo
jooo
mia san mim radl doo-oooo
(…)

(nach einer alten gospelweise zu singen)

o. aber reitet lieber mit curtis im tullnerfeld herum. alles gute zum sechzehner!



wedeln (5) Montag, 6. 8. 2007, 0:00

wann wirds mal wieder richtig sommer
ein sommer wie er früher einmal war
ja, mit sonnenschein von juni bis septehember
und nicht so nass und so sibirisch wie im letzten jahr

(alte volksweise)

eben, sammasieahlich, odawieodawos?
(wie war eigentlich der letzte sommer in sibirien?)

tja, diese nostalgie. trivialisiert zurückgeholte geschichte in ihrer niederträchtigsten niedlichkeit.
oderaber wer würde sich in einem spital aus der guten alten zeit operieren lassen wollen?



wedeln (4) Sonntag, 5. 8. 2007, 0:00

josowoans
josowoans
josowoans
deoidnriddasleid
josowoans (xoffmhoms)
josowoans (xoffmhoms)
deoidnriddasleid

(alte volksweise)

dann wollen wir natürlich alle allerlei über unsere schöne geschichte erfahren, wie es sich damals eben so gelebt hat, bei die alten römer in der steinzeit wo dem franzjoseph die saurier um die ohren gesaust sind, nostalgie ist in, hat es schon damals in den siebzigern geheißen, und das war schon eine ganz schön schöne zeit odernicht?



wedeln (3) Samstag, 4. 8. 2007, 0:00

schön ist so ein ringelspiel
des is a hetz und kost net viel
damit auch der kleine mann
sich eine freude leisten kann
*

richtig, bilden, das wollen wir sich uns im urlaub, ich meine richtig gescheiter werden, etwas in echt anschauen, nicht nur im universum, land der berge.
besonders praktisch: minimundus, die kleine welt am wörthersee, mit ihrer pittura metafisica-artigen verkleinerungsarkade zum eingang hin, die allgemein viel zu wenig gewürdigt und oft für eine etwas unmotivierte schisprungschanze gehalten wird.
schon interessant eigentlich: wir befinden uns in einem kleinen land eines kleinen landes, und dort haben wir uns unsere kleine welt gebaut, wie sie eben sein soll, undaber erhaben und schon schönklein, außerdem ohne flugangst oder durchfall bein dadschmahal.

immer wieder foahrt ma weg
und draht si doch am selben fleck
man kann sagen was man will
schön ist so ein ringelspiel
*

jawohl, schön langsam schweife ich dort hin, wovon ich abschweife.

* text: peter herz (musik: hermann leopoldi)

(morgen schweife ich dann möglicherweise zurück.)



wedeln (2) Freitag, 3. 8. 2007, 0:00

neben jugendlichkeit vorspiegelnder animation wollen etliche freizeitverbringer auch informationen über die welt, in die sie sich verbringen ließen, wohlaufbereitet undalso häppchenweise zurechtgeschnitten (an ausgesuchten, superlativistischeren orten sogar mit stäbchen verzehrbar). ja, und kauen wollen wir bitte nicht müssen, unterstellen ihnen praktischerweise eigens engagierte touristische einspeichelundvorverdaureferenten.
aber darüber wollte ich gar nicht schreiben, ich schweife ab.

(morgen schweife ich zurück.)



wedeln (1) Donnerstag, 2. 8. 2007, 0:00

den mit sich und der urplötzlich vielzuvielen zeit nicht zurecht kommenden urlaubsmenschen verlangt nach zerstreuung. der tourismus mit seinen speziell geschulten eventmanagern hilft ihm und bietet, allerhand, für jeden etwas, etwa sport, fun und animation. besonders beliebt in den letzten jahren: die weißen nächte am see (reanimation inbegriffen) für exklusivkollektive massen sich einmal vipwichtig fühlen wollender.
aber darüber wollte ich gar nicht schreiben, ich schweife ab.

(morgen schweife ich zurück.)



neuauflage (4) Mittwoch, 1. 8. 2007, 0:00

(einführende informationen über die 2., beträchtlich erweiterte, völlig überarbeitete, vielfach verbesserte und neu gestaltete ausgabe meiner allerersten solo-cd grenzkæmpfe, 1993)

editorischer dank (2007)
der vorliegenden neuauflage sind viele anfragen und hinweise aus dem kreis der leser, hörer und der fachforschung zugute gekommen. es waren viele – und deshalb muss der dank pauschal bleiben. an der einen oder der anderen stelle mögen sie die spuren ihrer hilfe erkennen können.

dank (1993, kurzfassung 2007)
geholfen haben mir viele. ich habe niemanden vergessen.

(fertig damit. nun lasset uns sehen, ob sie diese woche auch wirklich fertig ist.)



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