Agulog /8 – Dachkonzert Sonntag, 30. 4. 2006, 0:00

In einer Großstadt wie Wien ist es, so groß die Zahl von hier so genannten Zimmertigern auch sein mag, gar nicht so einfach, am freien Markt einen noch nicht kastrierten Kater für ein rolliges Katzenvieh zu bekommen.
Am Land oder aber auch auf einer Insel ist das anders: Der Kater trampelt auf meinem Dach herum, weil die Katze nebenan rollt; das Verhältnis von Angebot zu Nachfrage scheint perfekt. Allein, die Menschen wollen die beiden nicht zu einander kommen lassen und schütten dem doch nur seine Pflicht (was ihm die Hormone und also die Gene halt anschaffen) erfüllen wollenden und von ihrer Erfüllung, nennen wir es: singenden Schwerenöter ein Schaffl Wasser hinterher, natürlich genau in dem Augenblick, in dem ich vors Haus gehe um zu schauen, was da auf draußen los ist, dass ein samtpfotiger Kater so trampeln kann auf den Ziegeln, wirklich wahr.
Wenn all das Rollen und Maunzen und Trampeln und Zischen nicht derart klangintensiv gewesen wäre, die Szene hätte aus einem Stummfilm stammen können.



Agulog /7 – Unterhaltung Samstag, 29. 4. 2006, 0:00

Am First des Nebenhauses sitzt, Abend für Abend, ein schwarzes Kätzchen mit weißem Brustlatz. Darunter, auf den Stufen, schimpft sich ein Hündchen, kaum größer als ein gut gefüttertes Meerschweinchen, die Seele aus dem heiseren Leib.
So haben beide eine nützliche Unterhaltung, ein Leben lang.



Agulog /6 – Biotop Freitag, 28. 4. 2006, 0:00

Sie haben ein Haus gebaut seit ich das letzte Mal hier war; wäre es damals schon da gewesen, man hätte den Weg zu meinem Domizil einfacher beschreiben können: nach dem braunen Haus die schmale Gasse geradeaus weiter bis zum Platz, dann rechts (wie es weitergeht, wissen Sie ja schon). In dem neuen Haus, es scheint als Appartmentanlage gedacht, gibt es allerdings keine Anzeichen auch nur auf temporäre Bewohner (die Stromgesellschaft verlange als einzige gültige Baugenehmigungen, so ist das hier, erfahre ich später). Dafür ist der dem Grundriss eines barocken Spiegels nachempfundene swimming pool bevorzugter Aufenthalt für kleine Amphibien; der Beckenrand des etwa knöchelhoch mit Regenwasser gefüllten Biotops ist den Kröten ein nachgerade idealer Schalltrichter, sodass sich ihr daraus resultierender Fortpflanzungserfolg über den für diese Tierchen gar nicht so kleinen Talkessel hinaus herumspricht, stelle ich mir vor.



Agulog /5 – Wissen und Bildung Donnerstag, 27. 4. 2006, 0:00

Café solo und ein Glas (das letzte) hiesigen Wein in der Bar an der Landstraße. Zu viert stehen sie da, stieren ins Fernsehgerät und lauschen mit hängendem Unterkiefer der strengen Kommentatorin des Discovery Channel, wie sie ihnen zu Bildern aus der Savanne das Leben und die Paarungsrituale der Sträuße erklärt. Gut zehn Minuten spricht keiner ein Wort, es ist als setzten sie, um ganz sicher nichts von dieser wichtigen Lektion zu versäumen, mit dem Atmen aus.
Dann werden die neu erworbenen Kenntnisse ausgetauscht und, noch schwer beeindruckt von der recht anschaulichen Lehrvorstellung, eigene Erfahrungen eingebracht.



Agulog /4 – Regen /2 Mittwoch, 26. 4. 2006, 0:00

Tags darauf wieder Regen. Was bleibt einem da übrig, als ins Bett zu kriechen, zum Lesen natürlich, bis einen, wirklich wahr, die Nordwestdeutsche Klassenlotterie anruft und man den callcenterfreundlichen Eindringling in gerechtem Zorn darauf hinweist, seit eh und je für eine klassenlose Gesellschaft zu sein, danke, Sie brauchen nicht mehr anzurufen; immerhin, es ist ihm gelungen, dich aus den Federn zu hetzen.
Zum Trotz gehe ich einkaufen, ausschließlich einheimische Produkte, versuche, einen ansprechenden und kräftigenden Kaffee zu mir zu bekommen und lese weiter meinen Borges, selbstredend mit Zigarre, wo kämen wir auch hin.



Agulog /3 – Regen /1 Dienstag, 25. 4. 2006, 0:00

Das Regentropfenprelude ist ja auch nicht in einer Dürreperiode entstanden, tröste ich mich.
Also: Was fällt mir heute ein?



Agulog /2 – täuschend Montag, 24. 4. 2006, 0:00

Unten am Meer wirft ein Mann an einer Schnur Semmeln ins Wasser, die er, so scheint es, gerne gegen Fische tauschen möchte. Das Meer nimmt die dargebotene Bäckerei an, rückt jedoch, entgegen den – wohl einseitigen – Abmachungen, mit auch nicht einem Fisch heraus.



Agulog /1 – Schichten Sonntag, 23. 4. 2006, 0:00

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(In den nächsten Tagen kommt die kurzprosaische Restlverwertung meiner heurigen Südklausur in Agulo, und das ist auf La Gomera.)

el charco
(Am Ende des engen Gasserls rechts der Mauer ist die Tür, zu der du den Schlüssel haben musst.)

(Siehe dazu auch den zuletzt veröffentlichten Mütterbrief.)

Der Mond ist aufgegangen, das bedeutet Dienstschluss für den Hund nebenan, Millionen Kröten übernehmen den Job bis gegen Morgen, dann, ebenso heiser wie der Köter, sorgen die Hähne für eine umfassende Beschallung des Kessels. Die vierte Schicht übernehmen die Straßenbau- und Erhaltungsmaschinen.



allegro stradivari /6 Samstag, 22. 4. 2006, 0:00

Die Allegro Information im Faltblatt Reisebegleiter/Travel Information klärt uns auf Deutsch und Englisch über das richtige Verhalten im Zug auf, und zwar besonders in Italien und Österreich (Italienisch werden die Fahrgäste nicht angesprochen, wozu auch): Aufgrund der Gesetzeslage in Italien besteht in allen Zügen auf italienischem Staatsgebiet striktes Rauchverbot! Bei Nichtbeachtung ist mit Geldstrafen zu rechnen. – So etwas wirkt bei einem richtigen Österreicher, ein striktes Verbot, mit Rufzeichen! (Wäre das Rauchverbot nur einfach verboten oder bloß nicht gestattet, niemand würde das verstehen und sich also daran halten können, (selbst, wenn er es wollte).
Aber lesen wir weiter: Dieser Zug wird auch im österreichischen Streckenabschnitt als Nichtraucherzug geführt – wir danken für Ihr Verständnis!
Der Subtext dazu für angewandte Österreicher ist zweifelsfrei, man hat es nur nicht auf den Zettel geschrieben: Zigaretten bekommen Sie bei Ihrem Zugbegleiter oder beim Buffetwagerlchauffeur. – Und weil der Zug aus Italien kommt, sicher auch die so beliebten MS, stelle ich mir vor.



allegro stradivari /5 Freitag, 21. 4. 2006, 0:00

Das Faltblatt Reisebegleiter ist immer ausgiebigstes Studium wert. Abgesehen von den Phantomzeiten für den eigenen Zug ist das darin notierte Reisepotezial enorm, und im Geiste kannst du heutzutage ja überall hinfahren, es ist so ähnlich wie das sprichwörtliche Verreisen mit dem Finger auf der Landkarte: Nach Heidelberg oder bis Dortmund, zugleich aber nach Rosenbach, Völkermarkt und bis Kühnsdorf, oder nach Kapfenberg Fachhochschule, Wien Hausfeldstraße, Breclav, Bratislava, Warszawa Wschodnia, Mistelbach oder Fertöszentmiklos, dorthin aber nur an (1) bis (4), nicht an allg. Feiertg.
Und, wie gesagt, überallhin gleichzeitig, während der Allegro Stradivari sich von Mariahof-St. Lambrecht über Scheifling ins Murtal hinabwindet, Unzmarkt, kein Umsteigen nach Murau und Tamsweg diesmal, ein Allegrozug fährt durch, erinnern wir uns.



allegro stradivari /4 Donnerstag, 20. 4. 2006, 0:00

Der Allegro Stradivari ist ein Zug, der öfter nicht stehen bleibt als er Halt macht, zwischen Klagenfurt und Wien Süd nur im schönen Bruckandermur.
Mimi hüstelt. Irgendwo müssen wohl die Oxygenflaschen lagern, stelle ich mir vor, und vielleicht bleibt der Geigenzug ja außerfahrplanmäßig am Semmering stehen, der Wolfsbergkogel wäre doch ein rechter Zauberberg, wünsche ich dem armen Fräulein nebenan.

Wolfsbergkogel
Wolfsbergkogel, Semmering. © Gunar Kaune. Danke.



allegro stradivari /3 Mittwoch, 19. 4. 2006, 0:00

Zweieinhalb Stunden später. Mimi hüstelt weiter mit dieser entsetzlichen Regelmäßigkeit. Fehlt nur noch, dass sie über das Lautsprechersystem Puccini zuspielen. Der junge Mann mit den hohlen Wangen, die durch den schütteren Bart erst recht in all ihrer Mattigkeit hervorglühen, der gäbe doch einen passablen Rodolfo ab, stelle ich mir vor.



allegro stradivari /2 Dienstag, 18. 4. 2006, 0:00

EC 32. Der Zug braust durch den schneematschigen Kärntner März. Nebenan hüstelt, in Abständen von etwa neunzig Sekunden, Mimi, (a)hh(a) rasselt es durch die dünne Abteilwand, etwa alle neunzig Sekunden, und das ist exakt so lange, dass man die neunundachtzig Sekunden zwischen den Hustern voll mitlebt, die Spannung mitaufbaut, bis – achtundachtzig – neunundachtzig – (a)hh(a) – zur Abhusterlösung.
Im Yellowstone National Park gibt es ja diesen berühmten Geysir, der hustet durchschnittlich alle einundneunzig Minuten, aber so eine Mimi ist ja kein Kelomat, stelle ich mir vor.



allegro stradivari /1 Montag, 17. 4. 2006, 0:00

EC 32. Der Allegro Stradivari (gewissermaßen ein schneller Geigenbauer – wo man sich doch Zeit lassen soll, will man eine Geige von gehobener Qualität bauen), so heißt mein Zug, Klagenfurt – Wien in drei Stunden und exakt vierundvierzig Minuten, allerhand, wirklich wahr. Es gibt ja noch einen von der ganz schnellen Sorte auf der Südbahn zwischen Wien und Venezia, den haben sie, noch unpassender Don Giovanni genannt; der müsste, wenn schon, nach Sevilla – Achtung, Wortwitz! – verkehren, stelle ich mir vor. Zu Venedig aber fiele mir noch Herr Kasanowa ein, und, wenn es schon musikalisch sein soll, allerdings noch Antonio Vivaldi, der ist zumindest in Wien begraben. (Wo wurde eigentlich dieser Herr Johann begraben, nachdem er von diesem Steinernen Gast abgeholt worden war?)



mit beschränkter Haftung Sonntag, 16. 4. 2006, 0:00

Eigenartig. Da möchte man, sagen wir: Kafka begegnet sein. – Aber in seiner Zeit, in seinen Lebensumständen leben müssen möchte man lieber nicht.

Ich jedenfalls.



vergebens. Ein Traum Samstag, 15. 4. 2006, 0:00

Gardenschlauch 1983
4.v.l.: Melem; 2.v.l.: Petermandl; dazw.: Mütter – Pfarrheim Münichholz, 1983

Melem, Petermandl, Mütter spielen ein Konzert, Dixie, die Nummer Cabaret (oder ist es Hello Dolly?), es ist ein großer Saal, ja, eine prall gefüllte Halle, aber wir stehen unter der Bühne, ungefähr dort, wo bei einem Boxkampf die Ringrichter sitzen, eng ist es, zwischen dem in Brusthöhe über uns sitzenden Publikum und der fast orange holzvertäfelten Wand, es muss ein Bau aus den späten Siebzigern sein, ist kaum Platz für den Kontrabass oder gar zum bei dieser Musik unerlässlichen weiten Ausfahren des Posaunenzugs, und bald schon machen wir Pause, eine sehr lange Pause, denn Petermandl will erst weiterspielen, wenn er die eben, gut zwanzig Minuten nach Beginn der Pause bestellten Spaghetti Bolognese bekommt, die Nudeln werden aber erst in ein paar Minuten ins jetzt noch nicht kochende Wasser gegeben werden, dann will er sie noch genüsslich und also gemütlich essen, vielleicht noch ein Zigarrillo hinterher, mittlerweile wird das Publikum unruhig, sie beginnen uns hereinzuklatschen, aggressiv klingt das, Petermandl ist davon komplett unbeeindruckt, ich renne nervös hin und her, bitte Petermandl inständig, hinauszukommen, flehe ihn an, schließlich kommt er, ich weiß nicht warum auf einmal, doch, und wir treten in die Halle, sarkastischer, ja, zähnefletschender Applaus empfängt uns, – so wie am Flughafen von Teneriffa, Süd, als das Gepäckförderband für den Flug aus Nürnberg nach einer dreiviertel Stunde kurz anlief, natürlich vergebens, denn es stockte gleich wieder, und der ganze Urlaub selbst drohte kollektiv versäumt zu werden, zusammen mit den aus drei anderen Flugzeugen von Glasgow, London Stansted und Göteborg Eingetroffenen, die sich als jeweils zusätzliche Schale um das Band scharten, sodass kein Durchkommen war, weder vom noch zum mit regenbogenfarbenen Kofferbändern individualisierten Gepäck, das, da das Band mit der unseligen Nummer drei stand, ohnehin nicht daherkam, unterdessen links und rechts die Bänder eins, zwei und vier prächtig funktionierten in dieser stickigen und vielzukleinen Gepäckförderbandhalle, es fand sich eine Handvoll beherzter Urlaubssenioren, die konnten jedoch auch niemand ausfindig machen, dem man die Schuld für das Versagen genau des Nürnberger Gepäckförderbandes hätte geben können, – jetzt aber ist es klar, dass wir selbst verantwortlich sind für diese aufs arroganteste überzogene Pause, empörter Hohn empfängt uns, als man, kaum ist die Tür von der Kantine in den Saal einen Spalt geöffnet, merkt, dass wir in Richtung der sogenannten Bühne unterwegs sind, – es ist wie beim Auftritt eines Dirigenten im Musikverein, wo es einen Wettbewerb zu geben scheint, wer im Publikum den Maestro als erstes erspäht, oder gibt es eine Funkverständigung vom Künstlergarderobier an einen natürlich Schmiergeld zahlenden Klatschfavoriten, oder ist der Künstlergarderobier ihm, dem Klatschfavoriten sexuell hörig und also anderweitig erpressbar, Tatsache ist, dass der Maestroersterspäher das Applausschneebrett mit seinen Handflächen lostreten darf, – beim Hinausgehen zu dieser sonderbar versenkten Bühnenzumutung stehen Leute im Weg, die sich, das merken wir unmittelbar, überhaupt nicht für unsere Musik interessieren, und während ich abseits vom Mikrophon ein paar Einblasetöne anspiele, fragt mich einer von denen, wie das geht mit dem Posaunenziehen, er greift mir in den Zug, unerträglich ist das, ich versuche, ihn mit dem Posaunenzug wegzurempeln, das beeindruckt ihn aber nicht, ich zetere, nur weil Sie von den Lions sind, brauchen Sie deswegen noch lange nicht glauben, dass Sie ein Anrecht haben, so respektlos zu stören, Sie können beim Niki Lauda ja auch nicht ins Cockpit gehen und an seinen Hebeln und Schaltern umrühren, lassen Sie mich gefälligst in Ruhe!, das ist ihm aber wurscht, endlich fangen wir doch zu spielen an, natürlich wieder Hello Dolly (oder ist es Cabaret?), jedoch kaum haben wir ein paar Takte gespielt, läutet Melems Mobiltelefon, und was macht er, der geht doch tatsächlich ran, umständlich, als müsse er erst die Telefonschnur entwirren, aber ein Handy hat ja gar kein Spiralkabel, ausgiebig und ausladend telefoniert er, völlig schamlos und unbeeindruckt, Petermandl lässt seine Trompete sinken, nimmt zunehmend Anteil an Melems Telefoniererei, abwechselnd runzelt er die Stirn, lacht auf und bestätigt oder verneint gestisch die mir, der Zusammenhänge unkundig, sinnlos erscheinenden telefonischen Abmachungen, mit einem Mal kommen mir die beiden vor wie die Gehilfen des Landvermessers K., unterdessen versuche ich, zu retten, was gar nicht zu retten ist, niemand aber scheint meinen guten Willen zu brauchen oder gar zuhören zu wollen, alles ist vergebens, und den Kollegen (bitte, was sind das für Kollegen?) ist es natürlich auch komplett egal, dazu kommt, dass mein Ton auf der Posaune jetzt nach feuchtem Pappendeckel klingt, er fühlt sich an, als hätte ich den Brei von zehn Fredikeks im Mund, während ich, natürlich vergebens, versuche, dem schamlos plaudernden Publikum die Zeit bis zum Ende von Melems Telefongespräch mit sensiblen Posaunenspaltklängen zu überbrücken, das misslingt vollkommen, und mit schalem Geschmack im Mund gehe ich aufs Häusl, unzufrieden, es nicht geschafft zu haben und trotzdem dankbar, erwachen gedurft zu haben.

Draußen regnet es.

Frohe Ostern.

Gardenschlauch 2006
5.v.l.: Melem; 3.v.l.: Petermandl; dazw.: Mütter – röda, 28.1.2006



vertschäßßt /3 Freitag, 14. 4. 2006, 0:00

Nun zur Musik. Ich rede nicht von den unsäglichen Tiefen jener plump synkopierten Jugendmessmusik an der Zeitenwende der Siebziger zu den Achtziger Jahren (und möglicherweise darüber hinaus – da habe ich die Szene nicht mehr weiter verfolgt, und habe daran gut getan, bin ich mir sicher). Gar so weit hergeholt wäre der Jugendmessmusikvergleich aber auch wieder nicht, fällt mir gerade auf…

Sei es ein sogenannter (und also marketingmäßig opportuner) Jahresregent, sei es ein überlebender Gast aus einer geographischen und/oder historischen Exotik (je superlativer umso begehrter, gelt, verehrter Konzertveranstalter; und, wenn es ein Trio ist, borg es dir am besten aus Tlön, Uqbar und Orbis Tertius) oder sei es ein ehrwürdiger Kompositionsauftrag für Großes Orchester samt populistisch einzusetzendem (über weite Strecken nur scheinvirtuos – das ist das schlimmste – gespieltem) Soloinstrument: Es existiert eine weltumspannende Verschwörung, aus allem, was an musikalischer Originalität oder instrumentalem Potenzial daherkommt, völlig respektlos und unnötigsterweise Jazz zu faschieren.

Was für ein angekratztes Geltungs- und Rechtfertigungsbedürfnis ist das, gerade in dieser, die originäre Kreativität wie keine zweite für sich beanspruchenden Musikbranche? Das ist doch Fotobibel in Musik. Lasst das bleiben. Ich bitte euch, inständig. Man muss ja auch nicht aus jeder Speise eine chinesische machen; der Apfelstrudel bleibe Apfelstrudel, der Kaiserschmarrn Kaiserschmarrn, das Gulasch (mit oder ohne Nockerl) Gulasch, und dem Wiener Schnitzel erspart, ich bitte euch, das chop suey; es kommt nämlich nichts besseres nach. Ganz sicher NICHT.



vertschäßßt /2 Donnerstag, 13. 4. 2006, 0:00

Wer mit Jugendmessvergangenheit kann sich nicht an die Fotobibel erinnern, ein Neues Testament in heutigem Deutsch, garniert mit sehr frei assoziierenden und umso spektakuläreren Bildern: ein Artist balanciert im Turnvereinsdress und mit so einem Balancestecken über einem Hochgebirgsabgrund; am für die späten Siebzigerjahre typischen (in eine Verkümmerungszukunft weisenden) orangen Umschlag sah man eine startende dreistrahlige Verkehrsmaschine im Profil, unter ihr im Hintergrund eine gleißende Sonne, sehr erhebend, wirklich wahr.

Mit den Fotos und der (so nahm man an) griffigeren Sprache hat man damals versucht, junge Menschen allerlei spirituell Erhebendes – von den Ungeheuerlichkeiten der Evangelien bis zu den Visionen der Apokalypse – häppchenweise schmackhaft zu machen.
Ich kenne niemanden, dem beim Anschauen dieser bible light der Drang, Theologe zu werden eingeschossen ist. Vielleicht Stewardess.



vertschäßßt /1 Mittwoch, 12. 4. 2006, 0:00

(Eine Art Wellness- und Lifestyle-Polemik, in drei Teilen)

Unlängst, wie man sagt, sind mir ein paar Aufnahmen bzw. im Rundfunk live Dargebotenes von ansonsten geschätzten Kollegen zu Ohren gekommen. Fassüberlauftropfen.

Jazz

Ich weiche über die Flanke aus und passe dann in die Mitte; es wird ein Kopftor.



Wellness Dienstag, 11. 4. 2006, 0:00

Zum Beispiel über den Bärlauch (Allium ursinum; Zigeunerzwiebel, Waldknoblauch) lesen wir, dass er jetzt besonders gesund ist, er reinigt uns, die Leber, die Galle, wirkt gegen Durchfall und Verstopfung, senkt den Blutdruck, entfernt unsere Wimmerl und löst den aus dem Winter mitgenommenen bronchitischen Schleim, ist überhaupt die totale Vitaminbombe, die wir gerade um diese Zeit sowas von brauchen.
Brauchen, wozu? Die auf den bunten Gesundlebenseiten die Leserinnen abbildenden Menschen (“Serviervorschlag”) tun in milder Harmonie mit ihrer Umwelt den ganzen Tag doch nichts anderes, als permanent lächelnd ausschließlich Bewusstes, für sich (Körper, Seele, Geist) und ihre Familie, sich also entgifteterweise zu entgiften, entschlackt zu entschlacken, die straffe Haut zu straffen, der aufgrund der gesunden Ernährung nicht drohenden Karies und den durch ein ausgewogenes Bewegungsprogramm ganz sicher vermiedenen Haltungsschäden ihrer Kinder (Vorbild: die Jahrzehnte nicht alternde BAWAG-Werbung, seligen Angedenkens) vorzubeugen.
Also noch einmal: Von welchen, infolge welchen lasterhaft geführten Lebens kumulierten Schadstoffen und Giften müssten wir uns bitte reinigen? Noch dazu in einem so mit Bewusstsein gesegneten Land wie unsere Heimat?
Wir blättern weiter in der Sonntagskrone. Eine Kreuzfahrt, das wäre auch etwas. Ja genau, Kultur.



Lifestyle Montag, 10. 4. 2006, 0:00

(Eine weitere Art Nachtrag.)

Vieles an Inspiration verdanke ich ORFON, der Internetredaktion des ORF.
Geben Sie einmal bei google die Suchanfrage lifestyle bedeutet ein. – Ich darf ein paar damit beginnende Sätze zitieren: … auch Wohlbefinden und Schönheit von Innen; … auch den Augenblick genießen; … schon etwas mehr als Kosmetik und Klamotten; … für Mich in erster linie zwei dinge; … ein Gesamtkonzept einer ganzheitlichen Idee; … individuelle Lebendigkeit in zeitgenössischem Outfit… (sowie ca. 2.016 Antworten mehr.)

Am 28. März 2006 war in der fast ganz zuunterst gereihten Rubrik (tiefer stehen nur die Leute) das dominierende Thema der – Hundekot.
Danke, ORF, aus Deinem Mund dringt die Wahrheit: Hundescheiße als Wiener Lifestyle. Besser (und tröstlicher) kann man es nicht sagen.
(Beim Verfassen dieser Zeilen wurde wieder auf ORFON recherchiert. Unter Lifestyle steht da: Studie: “Frischkühlkost” immer beliebter. – Ob es da womöglich Zusammenhänge gibt? Und: welche Lobby?)



Frisieren in Leoben /5 – Nachtrag Sonntag, 9. 4. 2006, 0:00

Ich räume ein, dass es natürlich auch in Wien einen Hairgott gibt. Diesen habe ich aber erst im Zuge meiner Recherchen aufgefunden, der andere ist mir unvermittelt begegnet, und das zählt zweifellos mehr.



Frisieren in Leoben /4 – ohne Worte Samstag, 8. 4. 2006, 0:00

hairgott
Leoben, 9.3.2006

Ich stelle mir vor, dass ein (üblicherweise männlicher) Jugendlicher, zum ersten Mal allein beim Friseur, wenn er mit einem (üblicherweise die Mutter) nicht befriedigenden Schnittergebnis nach Hause kommt, nur jenes urösterreichisch-fatalistische Couplet* singen wird müssen, und der Freispruch ist ihm sicher; allerdings auch beim nächsten Mal der Besuch in einem weniger schnittigen Salon.

*) besonders die Zeile Renn nur nicht gleich verzweifelt und kopflos herum sei ein gut gemeinter Rat an die (stets zu Recht) entsetzte Mutter.

März 2007, Nachtrag: Mittlerweile gibt es ja im Internet für alles und jedes eine spezialisierte Seite.



Frisieren in Leoben /3 Freitag, 7. 4. 2006, 0:00

In den Siebzigerjahren ging man in Frisiersalons, die einen modischen Frauen- oder (seltener) Männernamen trugen, und manche davon haben in den Vorstädten überlebt. Einige Beispiele (orthographisch übernommen aus dem Wiener Branchenbuch): Frisörstudio Diana, Salon Monika, Alma’s Salon, Studio Vera, Friseurstuben Evelyne, Friseursalon Kahl (sic!) Edith, Coiffeur Bea, Figaro Alfredo, …
Soweit, so gut. Und schon genug.
Dann aber, ausgehend vom (ich vermute) Achten Bezirk in Wien, brach die Originalität ein, ein eigenes Friseursprachgewerbe begann mit seinem Wüten. Eine Liste haarsträubender Ergebnisse aus den Selbststricktexterwerkstätten in den Hinterzimmern diverser Frisiersalons, in alphabetischer Ordnung: absoluthaar, ansichtssache, Austrian Hairlines, Blaues Hexagon, Blizzfrizz, C’HAARISMA, Chaos hairconcept, Cutpoint, Dauerwelle, Der Drei Hauben Friseur, Donauwelle, Frohlocke, GmbHaar, Haar für Haar, Haargenau, Haarlekin, Haarmonie, Die Haarprofi’s, Haarscharf, Haarspalterei, Haarwörker, Hairbox, Hair Control, Haircraft, Hair-Factory, Hair Flair, Hairlich, Hair Line, Hairman, Hair mit Flair, Hair & Mehr, Happy Hair-Naturfriseur, Hauptsache, Heiße Schere, Hin und Hair, Kamm In, Kopfart, Kopf & Quer, krehaartiv, Le Coup, O Haara, Schery, Schneideraum, Schnipp Schnapp, Schnittpunkt, Stufenschnitt, Superkampel, Terrassenschnitt, Zum Haarbändiger, Zur flinken Schere.
Morgen: Leoben, dem Fass den Boden ausschlagend und es gleichzeitig zum Überlaufen bringend, ohne Worte.



Frisieren in Leoben /2 Donnerstag, 6. 4. 2006, 0:00

Ein bisschen sollte ja jeder bei dem bleiben, was er gelernt hat. – Sehen Sie, auch für diesen Ratschlag bin ich kein rechtes Beispiel, dass er zutreffe, dürfte etwa nicht dieses Diarium verfassen, gar veröffentlichen, oder die Posaune derart beatmen, wie manche es auf der Hohen Schule nicht so gern gesehen bzw. gehört haben, Ende der Abschweifung.
Es gibt ja tatsächlich Friseurmeister, deren Nachhall in der Welt nicht der modischsten Locken oder Bubikopffrisuren wegen besteht: erinnern wir uns des hier erwähnten Sepp Stöger, welcher es in Steyr nicht wegen seiner Kunst, die Scheren klappern zu lassen zu einer eigenen (wohl posthum verliehenen) Straße gebracht hat, sondern weil seine Mundartdichtungen, wie es heißt, überaus lebendig, humorvoll und besinnlich sind.
Damit ist es heraußen: Ich meine der offensive sprachliche Originalitätszwang, der uns heutzutage vom Eingang allzuvieler Frisiersalons entgegen schlägt.
(Beispiele morgen)



Frisieren in Leoben /1 Mittwoch, 5. 4. 2006, 0:00

Es gibt keine Branche des Dienstleistungsgewerbes, die uns mit einer derartigen Creativität beglückt, wie die des Coiffeurwesens.
Ich rede hier nicht von den Friseurweltmeistern, deren es in jeder Gemeinde ab zweitausend Einwohner allein in Österreich mindestens einen zu geben scheint (ich vermute, es ist eine der Bedingungen, die erfüllt sein müssen, will ein Ort zur Stadt erhoben werden – so muss es im Stadtarchiv von Steyr Belege über eine ununterbrochene Ahnenreihe von Friseurweltmeistersdynastien zumindest seit vor AD 980 geben); auch nicht von jenen das Glück beim Schüpfi packenden Innungskommilitonen, die sich durch die Abnahme und sichere Verwahrung von Locken nachmalig weltberühmter Persönlichkeiten ein zusätzliches Alterseinkommen zu sichern trachten. (Von beiden Spezies hat meine Heimatstadt würdige Vertreter in ihrer hall of fame, ich sage nur Rudi Meidl bzw. Sepp Stöger (der Hinweis auf Stöger findet sich gleich im zweiten Absatz, der auf R.M. in Absatz Nummero 8).
Eben fällt mir auf, dass ich ein Faible fürs Frisieren zu haben scheine. Verdächtig Kurzhaariger, bleibt mir nichts anderes übrig, als mich dazu zu bekennen. Und morgen verrate ich Ihnen, welche der Haarschneidebranche besonders eignende Kreativität ich meine; und vielleicht auch schon, was es damit mit Leoben auf sich hat.



Frühstück in Leoben Dienstag, 4. 4. 2006, 0:00

Radiogedröhn im Frühstücksraum, dass man sich nur durch Gestikulieren verständlich machen kann. Ich winke das Fräulein herbei, ob sie bitte das abstellen könne, frage ich, ganz nah bei ihrem Ohr. Sie verzieht das Gesicht (vielleicht verbiegt das die Vokale dann so, stelle ich mir vor), a bijsl laeijser kaoun i drahn, waeijßn’S, die Gäisd wouln deijs asou. Ich schaue mich um. Der Saal ist leer. Keck lege ich nach und weise darauf hin, der einzige Gast zu sein.
Wider Erwarten hilft das. Vorläufig. Im Verlauf meines knappen Frühstücksaufenthaltes wird das solchen Lokalitäten eignende vollautomatische, stufenlose Lautstärkenzoomprogramm aktiviert. Es hält üblicherweise bei 110 % des Ausgangspegels. Das zu übertünchen müsste man schon die Staubsauger anwerfen.
So ist es auch, stelle ich, diesmal zufrieden, fest, wie ich mein Zeug zusammenpacke, Abreise.



Fortschritt in Leoben Montag, 3. 4. 2006, 0:00

Bis du im Hotel Kongress zu Leoben dein Zimmer beziehen kannst, musst du einige Aufgaben lösen. Die erste (und schwierigste) ist die Auffindung des vierfach besternten Beherbergungsbetriebes. Unter Hauptplatz 1, einer Adresse, für die man, möchte man meinen, an keinem Ort einen Stadtplan benötigt, befindet sich nämlich kein mit freiem Auge als solches erkennbares Hotel; es ist da lediglich ein schmaler Eingang zu einer etwas unterprivilegierten und also schmuddeligen Geschäftspassage, im Keller ist der Billa, immerhin.
Also retour quer über den Hauptplatz zum grünen i der Tourismusinformation, die beuteln den Kopf und schicken dich zurück, mit dem Hinweis, du mögest dich nur durchtrauen durch den finsteren Passagenschlauch (es seien kaum mehr als 100 Meter), oder aber, außen vorbei, an der Ecke Josef-Graf-Gasse/Langgasse, befinde sich auch schon der Eingang, das weiß doch ein jeder.
Geschafft.
An der Rezeption gelingt dir mit, gelernt ist gelernt, guter Stimmstütze doch noch das Überbrüllen des Gutelaunezwangsenders Österreich 3 (ein Link wird verweigert), und du betrittst den mit grünem Hotelteppichboden gedämpften Lift, der bringt dich in den - ja bitte, Nichtraucherzimmer - zweiten Stock, das Ausrasten ist keine zwanzig Schritte entfernt, lehrt dich die Erfahrung.
Beim Aufgehen der Aufzugstür empfängt dich, zum bis herauf dröhnenden Radio dazu, das Getöse eines noch fernen Bodensturms, der grüne Hotelteppichboden wird gesaugt, es ist halb vier am Nachmittag. Irritiert, aber zufrieden realisierst du, dass der staubfressende Zyklon ganz sicher in der anderen Richtung wütet. Also, wo ist das Zimmer 215? – Im Verlauf der ausgiebigen Zickzackwanderung, an deren Anfang du dich befindest (ohne die kommenden Mühen auch nur zu ahnen) lernst du intuitiv und – quasi antizipando - zu begreifen, warum sie damit rechnen, dass du das Mineralwasser ung’schauter aufschrauben wirst, um, auf wundersame Weise dem sicheren Verdurstungstod entronnen, gleich einen halben Liter hinunter zu schütten (mit den entsprechenden Kohlensäurereaktionen, deren mindeste halbstündiges Rülpsen sein wird). Nach einigen Minuten des Umherirrens (eine Anlage, die selbst der Bibliothek des Jorge von Burgos zur labyrinthischen Ehre gereichen würde) stellt sich dann doch heraus, dass unmittelbar vor deiner Tür gesaugt wird,


immerhin mit einem recht modischen dyson, alle Achtung. Erschöpft betrittst du dein Nichtraucherzimmer, räumst zuerst einmal den Aschenbecher weg, steckst dir die Ohrstöpsel hinein und fühlst dich wie auf einer Flugreise in staubfreie, sonnige Gefilde am Meer.
Noch soviel: Bei jedem Betreten des grünen Hotelteppichbodens wurde derselbe irgendwo gesaugt, gesaugbürstet oder geklopfsaugbürstet. Tag und Nacht und sehr sauber, wirklich wahr.


(Trotz des tadellos modernen beutellosen Sauggerätes der genannten Marke stelle ich mir vor, dass der passendere Name für das akustisch recht intensive Haus besser Hotel Progress lauten müsste.)



Wasserkrieg in Leoben Sonntag, 2. 4. 2006, 0:00

Es heißt, die Kriege der Zukunft werden nicht mehr um Öl, sondern ums Wasser geführt. So traurig dieser Gedanke (wie jeder an Krieg) ist, dieser Kampf hat längst begonnen: In den Hotels dieser Welt. Ich rede jetzt nicht von den Umweltschutzaufrufen (Können Sie sich vorstellen, wie viele Tonnen an Wäsche Tag für Tag in den Hotels dieser Welt unnötig gewaschen werden und welche Mengen an Waschmittel dabei unnötig unsere Umwelt belasten – oder so ähnlich; natürlich kann ich mir das nicht vorstellen, ich will aber auch gar nicht), ich meine das am Minibarkühlschrank oder am Tischchen neben dem Fernseher karg lockende Mineralwasser.
Es dürfte in Deutschland angefangen haben, und zwar mit dem unsäglichen

Staatl. Fachingen, diesem Diuretikum für asketische Spalterbsenzähler, das in seiner 0,75 Liter Glas-Facettenflasche so streng daherkommt, das kann ja nur noch gesund sein, lustig ist es nämlich ganz sicher nicht; erst recht, wenn man den Preis bedenkt, der gerne € 5,- oder mehr ausmachen kann.
So gesehen ist das Hotel Kongress zu Leoben geradezu ein Schnäppchenschuppen,

die Peterquelle, ein im Handel gegenwärtig zu einem Literpreis von € 0,37 erhältliches Sauerwasser, schmeißen sie dir dort schon um lächerliche € 3,90 nach.

Was für einen kritikunfähigen, dringend noch einmal überleben wollenden, postalkoholischen Trockenrachen unterstellen die einem?, stelle ich mir vor.



Piratenbank Samstag, 1. 4. 2006, 0:00

Faschingsdienstag.
Ich betrete die Bank, um die Auflösung meines Kontos bekannt zu geben. Alle maskiert, alle maskiert; mein bisheriger Kontobetreuer begrüßt mich als Oberpirat.
Die Entscheidung, diese Bank zu verlassen (sie ist jetzt mehrheitlich in italienischem Besitz, die Maskierung also möglicherweise eine Anordnung von Ganz Oben, siehe auch die zitierte Textzeile, die mit …wo Spaß, wo Tollheit und Lust regiert fortsetzt, wir befinden uns in Johann Straußens Eine Nacht in Venedig, stelle ich mir vor), diese Überdrussentscheidung konnte richtiger und zeitgemäßer nicht sein.
Unverstanden, aber desto bestimmter entkomme ich in die Realität der Straße.
Morgen ist Aschermittwoch.



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