hinterrücks Mittwoch, 31. 8. 2005, 0:00

Am Vorabend des Beginns des meteorologischen Herbsts betrachte ich unwillkürlich eine Kastanie. Hinterrücks (nicht anders ist es zu bezeichnen) hat sie ihre Früchte reifen lassen, diese Jahreszeitenkünderin. Ich muss zugeben, dass mir ihre der Mai ist kommen, der Winter ist aus kündenden Blüten wesentlich lieber sind.



Jazz Dienstag, 30. 8. 2005, 0:00

Jazz, das ist ein Parfum, ein Kleinwagen und (meist rückwärts gewandtes) Musikkunsthandwerk. Auf diese Gegenstände bzw. Verrichtungen ist in gleichem Maß das durchaus pejorativ zu deutende Verb jazzln (tschessln, tschässeln) anwendbar. Von einem Instrumentenhändler in Pichl bei Wels (immerhin Herkunftsort Alois Brandstätters, eines sprachlich Sensiblen) habe ich mich, seit er mich fragte: Und, tust no tschessln? - fern gehalten. Es war eine unverstandene, gute Entscheidung.

Dann gibt es noch den Jazz von Ernst Jandl. Nur dem fühle ich mich verpflichtet.



wechselwarm Montag, 29. 8. 2005, 0:00

Cristina (so heißt der Einhandmischer der Dusche des Hotels in Rom) hat morgens Wallungen, und ich muss sie ausbaden. Mit Hans Grohe ist mir sowas noch nicht passiert.



Usurpator Sonntag, 28. 8. 2005, 0:00

Das Tschaikowsky-Klavierkonzert (ehklar, Nr. 1, in b-moll), der berühmte Gefangenenchor und das Bach-Gounod-Ave-Maria waren noch nicht fett genug. Es muss O sole mio gesungen werden, mit Kredebilitätsunterfütterung: Al Bano Carrisi usurpiert ein Duett mit Enrico Caruso, der, wehrlos und völlig passiv, gezwungen wird, auf Tastendruck aus dem Sampler zu diffundieren.
So ist das am Musikantenstrich, zu Procida, am 31. Juli 2005.



Federn Samstag, 27. 8. 2005, 0:00

Urlaub. Das neue Quartier, ohne Lattenrost. Unser Federbett als kommunizierendes Gefäß.



Spezies Freitag, 26. 8. 2005, 0:00

Auf Procida gibt es drei Tierarten: Möwen, Hunde und Katzen.
Erstere sind tatsächlich autonom und existieren mit ihrer Unnahbarkeit in einem jeweils individuellen Paralleluniversum.
Die Hunde sind entweder domestiziert oder ausgewildert und sie verkehren am intensivsten mit den Katzen, die in dieser Hierarchie ganz unten rangieren, vor allem an den Müllsammelstellen, von denen sich eine direkt vor unserer Eingangstür befindet; täglich frühmorgens wird sie geräumt. Nachts aber wird um die besten Plätze gekläfft und gefaucht.
Kommt man in die Nähe einer Katze, so huscht sie wie panisch fort. Ihr Fluchtverhalten erinnert an Eidechsen.

(Am letzten Tag haben wir noch, kurz wie eine Sternschnuppe, den Blick auf einen Gecko erhascht.)



Linné Donnerstag, 25. 8. 2005, 0:00

Gibt es eine genau definierte evolutionäre Trennlinie zwischen Motorrad und Mopedroller? Wo verliefe diese etwa beim Klangbild bzw. Spruch?



mähen /5 Mittwoch, 24. 8. 2005, 0:00

Das kleine Motorboot (man könnte es Motormopperl nennen) in der stillen Bucht mäht, als ginge es bergauf.



mähen /4 Dienstag, 23. 8. 2005, 0:00

Ich stelle mir vor, dass ausgepichte Sounddesigner so lange an den Rotiermessermotoren herumtüfteln, bis ein tiefes, Zufriedenheit verströmendes mäh (genauer eigentlich: bäh) herauskommt. Das wäre der erste Rasenbäher in historisch korrektem Klangkleid; akustisch betrachtet gewissermaßen ein Originalinstrument.



mähen /3 Montag, 22. 8. 2005, 0:00

Würde die Zuordnung für Wiese auf gleichmäßig kurze Länge bringen erstrangig einem anderen Tier zuteil, erstünde man möglicherweise in den Baumärkten der deutschsprachigen Welt zur regelmäßigen Pflege des Kleingartens am stillen Wochenende einen Rasenmeckerer. Mit oder ohne Katalysator.
Das Schaf hat sich durchgesetzt.



mähen /2 Sonntag, 21. 8. 2005, 0:00

Das Schaf ist der erste Rasenmäher.



mähen /1 Samstag, 20. 8. 2005, 0:00

Am Morgen und sonst zu jeder Tages- und Nachtzeit, da ich im Liegestuhl, auf der Couch oder im Bett mein fern-von-der-Welt-Sein genießen will, kreuzen sie in ihren Booten mit knatternden Außenbordmotoren in der ruhigen Bucht vor dem kleinen Fischerhafen.
Als wüssten sie sich auch im Urlaub nichts anderes als ständig ihren Rasen zu mähen, stelle ich mir vor.



Horizont Freitag, 19. 8. 2005, 0:00

Die betonierte Terrasse ist mit einer Mauer eingefasst. Im Sitzen kann ich nur den Himmel erkennen. Von Zeit zu Zeit schaukle ich mich mit meinem grün bespanntem Wippliegestuhl auf und vergewissere mich, ob das Meer noch da sei. Ich stelle mir vor, mit dieser Horizontmethode auch den Gezeitenverlauf exakt messen zu können.



Möven oder Möwen? Donnerstag, 18. 8. 2005, 0:00

1. Möwen: In Österreich (z.B. Steyr, Gmunden)
2. Möven: Nordsee, Ostsee, Atlantik (Normandie, Bretagne – spräche man dort Deutsch)

Wie aber wäre es am Mittelmeer? Ein V-Indiz ist, dass der Kellner in Chiaolella auf Winter-Saison in Tarvisio (Sella Nevea) war und seinen freien Tag einmal in Willagha (Villach) verbracht hat.

Allen Indizien zum Trotz: Mein im winterlichen Steyr geschulter Vogelinstinkt befiehlt mir, der Überzeugung zu sein, dass il gabbiano, dieser weiße Vogel mit dem ernsten Schnabel, zumindest für den Raum Italien in deutscher Sprache mit W zu schreiben ist.



Konsistenz /3 Mittwoch, 17. 8. 2005, 0:00

Vielleicht verspannen sich die Möwen deshalb auf ihre selbst für Hobbykünstler mit zwei Pinselstrichen darstellbare Art in der Thermik, damit sie umso impulsiver abdrücken können.
Jetzt spanne ich doch den Sonnenschirm auf.



Konsistenz /2 Dienstag, 16. 8. 2005, 0:00

Obwohl, fliegende Hundstrümmerl, das ist auch keine erhebende Vorstellung.
Also bitte: Vergessen!



Konsistenz /1 Montag, 15. 8. 2005, 0:00

Terrasse in Corricella, Isola di Procida, Provincia di Napoli.
Haben Vögel (z.B. Möwen, Tauben) eigentlich immer Durchfall?



wagen /2 Sonntag, 14. 8. 2005, 0:00

Ein Wagen ist ein Wagen ist ein Wagen (auch wenn er steht).

Ein Schlafwagen ist kein Schlafwagen ist kein Schlafwagen (wenn er steht).

Ein Liegewagen, so betrachtet, ist ein Grenzfall.

Vor allem, z.B., im Bahnhof Tarvisio Boscoverde.



wagen /1 Samstag, 13. 8. 2005, 0:00

Ich wache auf mit diesem leichten Ruck, wie vor ein paar Nächten, als der Zug in Tarvisio eingefahren ist. Dann warte ich auf den Impuls zum wieder Einschlafen, alles in Ordnung, die Reise geht schon weiter.
Exakt 123 Minuten hat es gedauert, bis die richtige Lokomotive vorgespannt war und uns diesen schlafnotwendigen Ruck gespendet hat, hat uns der Schaffner, ebenso macht- und schlaflos wie wir mitgeteilt, am Vormittag, als wir längst in Rom hätten sein sollen.
Wie lange der Stillstand heute Nacht gedauert hat, kann ich nicht sagen. Sicher aber nach nicht mehr als eine Viertelstunde bin ich sachte weitergerollt.



Nabucco /2 Freitag, 12. 8. 2005, 0:00

Zur das Kulturjahr überspannenden Beziehung zwischen Nabucco und dem Radetzkymarsch ist mir noch etwas aufgefallen.
Mich amüsiert, dass man sich im Sommer ein Werk gibt, welches große Bedeutung für das Risorgimento, die Bewegung gegen die österreichische Unterdrückung Italiens im Novecento, hatte. Das Akrostichon V.E.R.D.I., Vittorio Emanuele, Re d’Italia war als Graffitto auf österreichischen Kasernenmauern eine ähnlich unverdächtige Widerstandsparole wie das Fischsymbol der Urchristen im Rom Peter Ustinovs als Kaiser Nero in QVO VADIS; Widerstand gegen die Habsburger, für welche, etwa in der Schlacht bei Custozza (1848), der marschbewidmete Feldmarschall Radetzky eine zentrale Figur war.
Im Sommer ist das mitfühlende Publikum auf der Seite der armen Gefangenen, und es gehen zu Herzen die Terzen; im Winter (und da waren wir immer schon besser, Rogan ist nur eine Ausnahme) wird der gefeiert, der sie alle eingesperrt hat. Und die ganze Welt klatscht mit uns.
Da das Jahr aber am 1. Jänner beginnt, siegt die Sentimentalität, quasi: Seids net bös, war ja ned so gemeint, und alles ist gut.
Gute, beste Tradition, und sie wurde fortgesetzt. Wie heißt es beim Herrn Karl: Jetzt ist er bös, der Tennenbaum.



Nabucco /1 Donnerstag, 11. 8. 2005, 0:00

Nabucco ist, wie gesagt, ein bei häufigen Sensationsgastspielen sehr beliebtes Opernspektakel, je bombastischer, umso besser; und jedermann kann sich seine sommerliche Bescheinigung ausstellen, Kulturmensch zu sein. Im Winter genügt dafür die verkaterte Betrachtung zumindest der zweiten Hälfte des Neujahrskonzerts.
Beiden Ereignissen gemein ist das Warten, und das ist im Winter, vorm Fernseher, einfacher: Ganz am Schluss kommen sie, ganz sicher, zuerst, fürs Gemüt, der Donauwalzer, dann, zum Korrekturseidel, der Radetzkymarsch.
Das Warten bei Nabucco ist auch ein doppeltes, allerdings mit größerer Ungewissheit: Zuerst warten alle, bis er endlich kommt, der berühmte Gefangenenchor, dann wird auf die Uhr geschaut, bis sie endlich aus ist, diese ewige Singerei: Nabucco, die Warteoper schlechthin.



Spitzenkräfte Mittwoch, 10. 8. 2005, 0:00

Tourneetheater aus der Dose muss mühsam sein, stelle ich mir vor, während ich, wie gestern, der schon beim Frühstück viel zu lauten, zusammentelefonierten SängerInnengruppe beim Morgengespräch zuhören muss. Könnte das der Tagesrest sein, der mich in der Nacht zum Traumtamino gemacht hat? – Alles, so erfahre ich aus der den Postwurfsendungen, die zu den beliebten Werbeverkaufsveranstaltungen einladen, recht ähnlich und also grafisch bestechend gestalteten Broschüre, internationale Spitzenkräfte, diese Tourneetruppen, die Nabucco, Carmen, meist auch (weil es so gut dazu passt), carmina burana und dazu noch die Aida im dramaturgisch bestechend gebauten Spielplan der Wörthersee-Festspiele aufführen. Wirklich einmalig. Und morgen das gleiche keine 50 km entfernt als Sensationsgastspiel in der Burgarena Finkenstein.
Heute abend aber gibt man Abbafever. Schade, dass ich selber spiele, ich hätte es mir wirklich gerne gegeben. Man war ja schließlich selber auch einmal jung.



Debut Dienstag, 9. 8. 2005, 0:00

(Ein Traum)

Ich soll als Tamino debutieren. Es hat aber keine wirkliche Probe gegeben, ich steige in eine Repertoireproduktion ein.
Zwischendurch fällt mir ein, dass ich ja gar kein Tenor bin. Wenn schon, dann könnte ich den Vogelfänger spielen. Es ist aber ohne jeden Zweifel so, dass ich gleich auftreten werde, und zwar, verdammt, als Tamino!
Während, ähnlich dem Vorspiel am Fußballplatz, vorne vor schütter besetztem Haus eine moderne Oper deftigen Inhalts gegeben wird (wohl eine Kasperliade; zwischendurch entspannen sich regelrechte Dialoge mit dem ätzendem und grölenden Publikum, so wie ich mir vorstelle, dass es in Schikaneders Theater auf der Wieden gewesen sein muss), suche ich im engen Gang hinter der Bühne, von dem es zu einigen Zimmern geht (überall wird heftigst geraucht, dazu riecht es nach abgestandenem Bier und Wein) mit wachsender Verzweiflung nach einem gelben Reclam-Heftchen mit dem Text der Zauberflöte, denn mir fällt auch kein Dialog mehr ein, und bereits nach vier, fünf Zeilen ist es um meine Erinnerung an die Bildnisarie geschehen (ganz abgesehen von der allerersten Szene wo ich nach Zu Hilfe, zu Hilfe, sonst bin ihich veherlohren in der Tat verloren sein werde).
Als eine Kollegin (die ich, wie alle hier, nicht kenne) sieht, wie ich verzweifelt suche, nickt sie nur und sagt halblaut Jaja, Proviant – nein, tut mir leid, ich weiß auch nicht, wo die Zauberflöte steht. Dabei sind die billig furnierten, verstaubten Kästchen mit Glasschiebetüren voller Reclam-Hefter, alles in Schulklassenmenge, Stifters Abdias, aquis submersus und Der Schimmelreiter von Theodor Storm, ja sogar Die Entführung aus dem Serail lagern da völlig nutzlos, nirgends aber auch nur eine Zauberflöte!

Während der Ouverture, gerade noch rechtzeitig vor meinem Auftritt, darf ich erwachen.



umgekehrt proportional Montag, 8. 8. 2005, 0:00

Sudoku, internationales Suchtspiel diesen Sommer.
Die Quadrate verlangen nach umgehender Ergänzung. Mit dem Einsetzen der letzten Ziffer tritt augenblicklich die Unsinnigkeit der eben vollbrachten Logikleistung zutage: Es ist kaum etwas Uninteressanteres vorstellbar, als ein fertig ausgefülltes Sudoku-Quadrat.

Weil ich nicht der Verführung zur Ablenkung vom Tagewerk bezichtigt werden will, vermeide ich es, hier ein einschlägiges Link zu schalten.



Albert Sonntag, 7. 8. 2005, 0:00

Albert Mangelsdorff ist tot.
Zuallererst hat er mir Mut gemacht, dass es möglich ist, als Posaunist sehr eigene (und solistische) Wege zu wagen. Dann war er mir Lehrer, vor allem aus der Ferne; ein Workshop holte ihn vom Podest, als ich sah, dass Götter auch mit Wasser kochen (und man es selber auch darf). Es war logisch, dass ich zu meinem Diplom eine Transkription von ihm gespielt habe, Yellow Hammer.
Schließlich gab es noch zwei Begegnungen im professionellen Leben: Bei Bach 2000 in einem gemeinsamen Konzert in der Thomaskirche, Leipzig. Und 2003 beim Frankfurter Jazzfestival, diesmal Albert im Publikum (und hernach eine sehr herzliche Begegnung in der Garderobe).

Ich verneige mich vor einem Ganz Großen.



FKK /4 Samstag, 6. 8. 2005, 0:00

Das Wasser beim durch viel Schilf getarnten Eingang zum See ist dann genau so lauwarm wie die Schwingung (manches pendelt) bei meinem Gang durchs Freigehege.
Im Hotel brauche ich zuallererst eine deftige eiskalte Dusche. Und ein Schnaps täte auch gut.



FKK /3 Freitag, 5. 8. 2005, 0:00

Im Weidengehölz benimmt sich ein gut Fünfzigjähriger naturverbunden, indem er nicht ganz regelmäßig auf seine zwischen den hautigen Knien eingeklemmten Bongos klopferlt.
Zurück dann, im Weidenhof (meinem Hotel), höre ich das unselige Althippiefindungsinstrument weiterhin hohl und wie ein tropfender Wasserhahn eben nur beinahe regelmäßig klopfen.
Eine beliebte Folter: Nicht nachweisbar und zermürbend, vergleichbar einer Gelse im Zelt.



FKK /2 Donnerstag, 4. 8. 2005, 0:00

Am Tennisplatz spielen Sie Doppel, drei Frauen, ein Mann. Abgesehen von einem Paar bloßer weiblicher Brüste ist nur der Platzälteste (ein Silberrücken, wäre er Gorilla, so behaart ist er) nackt, die Hoden baumeln bei jedem seiner schaut-her-wie-ich-noch-kann – Sprünge wie ein Jojo in Maximum- und Minimumposition simultan. Aber Tennisspielen geht nun einmal nicht ohne Tennisschuhe (samt Socken) und Kapperl, auch ein Schweißband darf nicht fehlen.
Sonst aber, wie gesagt, ist er tadellos nackig.



FKK /1 Mittwoch, 3. 8. 2005, 0:00

FKK-Gelände Klagenfurt. Ausnahmsweise lassen sie mich hinein; nach einem anstrengenden Workshop-Tag will ich nur so schnell wie möglich ins Wasser, der Wörthersee ist ja an sich ein Gedicht. Ich finde eine Camping-Idylle Gleichgesinnter vor, mit Tennisplatz (dazu morgen).
Ein paar Menschen haben ihren freien Körper derart kultiviert, dass ich mir vorstelle, sie haben sich nicht aus-, sondern nackt angezogen. Verstohlen spähe ich nach den in den Körperfurchen verborgenen Reißverschlüssen.



Kineser /5 Dienstag, 2. 8. 2005, 0:00

Ich muss einen gastronomischen Todestrieb haben: Wenn ich irgendwo bin auf der Welt (z.B.: Viktring; z.B.: Paris) und ich kann mich nicht und nicht entscheiden, wohin ich essen gehen soll, treibt es mich zum nächstbesten Kineser. Scheinbar muss ich es wissen; gnadenlos nehme ich beim Menü auch jedesmal die pikante Suppe, jede Erinnerung an das lauwarme Essigetwas mit der undefinierbar gallertigen Einlage (was für ein trefflicher Begriff!) beharrlich ignorierend.
Immerhin, bei etwa zehn Prozent ist es ja tatsächlich genießbar, und hin und wieder schmeckt es wirklich köstlich. In z.B.: Viktring; z.B.: Paris – leider nicht.
Andere spielen halt Lotto (dazu aber: siehe vorgestern bzw. davon gestern).



bleibend Montag, 1. 8. 2005, 0:00

Theater an der Wien, 16. Juli 2005: Harald Serafin, der für die Operette (sei sie jetzt golden, silbern oder blechern) ungefähr das verkörpert, was Charlton Heston für die National Rifle Organisation (NRA) bedeutet (natürlich auf seine unvergleichlich charmante, ja joviale – und zudem friedfertige Weise), schüttelt mir im Anschluss an die Première der von Michael Schottenberg wohltuend aufgemischten Léhar-Operette Der Graf von Luxemburg persönlich die Hand, wobei er mir besonders zu meinem in der Tat tadellosen Panamahut gratuliert.
Es gibt Momente im Leben, die können einem durch nichts und niemandem auf der Welt weggenommen werden. Bleibendes eben.



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