memory Dienstag, 31. 5. 2005, 0:00

on tour.
Wels, Bludenz, Cully, Berlin, Gent, Dortmund, Fuschl, Brig, Zürich, Bonn, Fels, Wien, Karlsruhe, Hannover, Leeds, Edinburgh, Paris, Coutances.

Kurzzeitgedächtnis am Beispiel von Zimmernummern: Merke dir, wenn du zweimal die gleiche gezogen hast, dann darfst du dir was wünschen.

Ich bin gespannt, wie es weiter geht.



Knittel Montag, 30. 5. 2005, 0:00

(Diesmal wird es ein bisschen nostalgisch.)
Ich habe ja in Graz studiert, auf er Musikhochschule, das hat mir gefallen, man hat noch nicht dauernd die Nase nach oben gebogen und, z.B. in der Evidenzstelle (so ein schönes Wort, leider später umbenannt in Studien- und Prüfungsabteilung) beim Abnehmen des noch echt kllngelnden Telephons Musikuniversiät Graz sagen müssen.
Aber ich wollte von Herrn Knittel erzählen. Jedem Haus, das etwas auf sich hält, eignet ein Faktotum. Herr Knittel war rangmäßig ungefähr der dritte Hauswart (damals war noch nicht so ein paramilitärisch anmutender Wachdienst mit der Überwachung des ordnungsgemäßen Studienbetriebes betraut.). Sein oberster Chef war der Rektoratsdirektor, Becke hieß der oberste Hausmeister. Eines Tages trug dieser ihm auf, für die damals noch mittels Drahtkette zu betätigenden (überkopf angebrachten) Spülkästen neue Zapfen (solche, die am unteren Ende der Kette zum Draufgreifen und Dranziehen hängen sollten; sie erinnern in der Form ein bisschen an Grießnockerl) zu besorgen. Es war nämlich bemerkt worden, dass diesem speziellen Inventardetail eine nur kurze Verweildauer auf sowohl den Herren- als auch Damentoiletten beschieden war. Knittel wurde also angewiesen, gleich mehrere Stück (Rabatt; Reserve) Spülkettenzapfen zu organisieren. Wie immer, wenn er einen Auftrag zu erfüllen hatte, tat er dies mit der größten Gewissenhaftigkeit; wie penibel und treu Herr Knittel seinen Dienst versehen hatte, merkte Rektoratsdirektor Becke, als er bald nach dem erfolgten Kauf der fehlenden Teile privatim die Toilette aufsuchen musste. Nachdem er die Kabine betreten hatte, entfuhr ihm ein nur wenig durch seine Amtswürde unterdrücktes spitzes Aah, gefolgt von einem in die Zähne gemalmtem Knittel: Unser Hausmeister hatte aus praktischen Gründen an jeder Spülkette gleich zwei, nun in einem Winkel von etwa 30 Grad aus der Lotrechten abstehende Zapfen montiert. Der nachmalig zu erwartende Entwender konnte so bequem einen davon mit in sein Depot nehmen, es bliebe immer noch ein Teil für die spülungsbetätigende Verwendung durch ehrlichere Notdurftverrichter an der Kette hängen.

Ich habe ja Herrn Knittel immer sehr geschätzt.



Trend Sonntag, 29. 5. 2005, 0:00

In immer weniger Hotels gibt es einen Klobesen.
Werden die etwa auch von den p.t. Gästen, ähnlich den so beliebten Gästeseifen, Duschgels und Haarshampoos (nicht zu vergessen die praktischen shoe shines und die – von mir kaum je benutzten – shower caps) mitgehen gelassen?
Wenn ja, warum bloß? Wie werden sie transportiert?



gelaufen Samstag, 28. 5. 2005, 0:00

In Jahren wie diesem, mit frühen Ostern, ist bereits Ende Mai das Jahr gewissermaßen gelaufen, es mag kein rechter Feiertag mehr kommen. Bereits Mariä Himmelfahrt findet mit sturer Regelmäßigkeit jedes Jahr am 15. August statt.



Kineser /4 Freitag, 27. 5. 2005, 0:00

Paris, Chinarestaurant, 22.30 Uhr.
Jetzt wird das Aquarium gefüttert. Und dann Gute Nacht.



Kineser /3 Donnerstag, 26. 5. 2005, 0:00

Wenn sie in Paris Baguette(s) sagen, meinen sie nicht immer das so typische Brot. Im Chinarestaurant heißen die Stäbchen so, vergesse ich jedes Mal wieder und sitze kurz dem Mißverständnis auf, sie frügen, ob ich Brot (gibt’s was Unchinesischeres?) zum Hühnerfleisch mit Bambussprossen und Morcheln wolle.



Kineser /2 Mittwoch, 25. 5. 2005, 0:00

Übrigens: Auch Henry ist Chinese, haben sie uns gesagt. Wir haben ihn nicht gesehen, er aber wird sicher seine Beobachtungslöcher hinter der Budl haben, stelle ich mir vor.



Kineser /1 Dienstag, 24. 5. 2005, 0:00

Henry’s Jazz Cellar ist angeblich ein very trendy place in Edinburgh. Man betritt den Club, indem man im darüberliegenden Chinarestaurant aufs Klo geht, dort gibt es dann noch eine Tapetentür. Beim Eintreten stelle ich mir vor, dass hier in Särgen Whisky versteckt wird.



wunderlich Montag, 23. 5. 2005, 0:00

Usher Hall, Edinburgh
Usher Hall, Edinburgh

Auf einmal stehe ich ganz unvermittelt vor jener Konzerthalle, in der Er am 4. September 1966 sein letztes Konzert gegeben hat, es war die Dicherliebe, gefolgt von ein paar Zugaben, die letzte: Du holde Kunst.
Ich habe eine CD davon. Allein, wie der unprofessionelle Mitschnitt bei in eine bess’re Welt entrückt übersteuert, lässt mir die Ganslhaut aufziehen.

PS: Schubert selbst hat gesagt, dass seine Lieder wunderlich sind. Der hat das damals schon ganz genau gewusst.



The Greatest Sonntag, 22. 5. 2005, 0:00

Edinburgh. In drei Stunden ist Soundcheck, Zeit zum kurz Verschnaufen. Von der Badewanne aus kann man bequem zum Fernseher hin schauen, es gibt auch einen eigene Lautsprecher hinter den Fliesen, sehr angenehm.

BBC 2 bringt eine Dokumentation über Ali.
Er war wirklich und ohne jeden Zweifel der Größte. Meine kindliche Begeisterung hat mich damals nicht getäuscht.



praktisch Samstag, 21. 5. 2005, 0:00

Am Klo, im Zug von Leeds nach Edinburgh (da fällt mir ein, Petermandl hatte im alten Gym einen Schulkollegen, den haben sie Edinburger Zug genannt, was der mit Theodor Fontane zu tun haben sollte, weiß ich nicht, ein schmächtiges, freundliches Bürschchen mit Gugaschecken). Wenn du dir die Hände waschen willst, kommt, durch die gleiche Lichtschranke ausgelöst, zugleich brauseartig Wasser und Heißluft, Windstärke 8+.
Diese Engländer sind aber sowas von effektiv.



retour Freitag, 20. 5. 2005, 0:00

Hinterhöfe von Hotels neigen zu einem Sackgassendasein. Wenn ab 7.00 Uhr der Schutt vom ehemaligen Nachbarhaus auf Muldentransporter verladen wird, Staplerfahrer kleinere, kurzfristigere Lasten navigieren und zudem dreierlei Carlsberg-Laster im Abstand einer Viertelstunde die Hintereingänge der zu beliefernden Pubs ansteuern, kommt es unausweichlich zu aufwendigen (sic!) Rangiermanövern, vorwärts, rückwärts, nach vorn, retour, firi, hintari,…

Wenn ich den treffe, der diese Rückwärtsgangpieptöne erfunden hat, der kann was erleben.



Mütters Müllerin µµ/25 Donnerstag, 19. 5. 2005, 0:00

(Zur heutigen Uraufführung)

Epitaph
Hier liegt Fritz Wunderlich. Müller. Jäger.

Ich stelle mir vor, dass der Jäger Gracchus das Grab in jedem Mai einmal besucht. Kafka folgend wäre vorzuschlagen, Ihn nach Riva zu verlegen.



bamstig /3 , 0:00

(Abschließend.)

Nach meinen Teppichbodenüberlegungen der letzten Tage verwundert es mich nicht mehr, dass England die Heimat der Power-Staubsauger ist. Es ist nachgerade logische Folge. Je dicker der Teppich, umso stärker der Sauger, desto noch speckiger kann die Unterlage sein, umso turbo power etc… – Grenzwert ist die minimal zulässige Distanz zwischen Teppichbodenoberfläche und Zimmerdecke.
Recht viel stärker müssen die Turbinenzyklotronstaubsauger nicht mehr werden.



bamstig /2 Mittwoch, 18. 5. 2005, 0:00

Du gehst, oder besser: schwimmst auf dem (ich wiederhole das oberösterreichische Wort) bamstigen Teppichboden, wunderst dich, dass sie die Klobrillen nicht damit auch noch verflauscht haben und stellst dir die dazugehörige, recht rege Stehbrunzfrequenz vor, es überkommt dich ungesäumt das Gefühl, du hättest von gestern einen derartigen Schädel, dass du meinst, nur noch quer durch den Türrahmen zu passen. Wie es fußhaptisch ist, wenn man tatsächlich schwer postalkoholisch aufzustehen versucht, kann ich nicht sagen (dafür, dass dies hier traditionsweise vorkommt, ist nicht zuletzt das englische Frühstück untrügliches Indiz). Möglicherweise neutralisieren sich die Schwingungen Boden – Kopf gegenseitig, und du gehst bequem auf ebener, normal harter Oberfläche.
Dann aber Gnade dir Gott, wenn sich die Schwingungsberge und -täler addieren.



bamstig /1 Dienstag, 17. 5. 2005, 0:00

Es ist nicht der Linksverkehr (gegen jeden – zugegeben: angelernten – Instinkt zuerst nach rechts schauen; nicht nur, dass sie von rechts daherkommen, fahren die auch noch auf der linken Fahrbahn daher; in der Folge bei jeder Straßenquerung mit lahmem Halse hinüberzizerln; das ist ein Gefühl, als würde man als Rechtshänder mit links eine Schere halten und versuchen, einen Kreis im Gegenuhrzeigersinn auszuschneiden), es ist auch nicht dieses Englisch in Leeds, das so ganz anders klingt, als sie uns in der Schule weismachen wollten, nein, es ist der bamstige Teppichboden im Hotel, der bereits beim Verlegen schmuddelig gewirkt haben muss, das Gehen auf ihm lässt sich am ehesten mit dem Gefühl vergleichen, wenn die Spritze beim Zahnarzt langsam zu wirken beginnt.
England schleicht sich bei dir über die Füße an. Die mintgrünen Wände bestätigen nur noch das Moorwatefeeling (dieses Wort, auf das ich einigermaßen stolz bin, ist zu zwei Drittel deutsch auszusprechen).
Weh dem, der vom Weg abkommt!



power Montag, 16. 5. 2005, 0:00

Leeds, Sleep-Inn. Einchecken.

Ob sie eine Badewanne haben. – Nein, aber so gut wie, all our rooms are equipped with a power shower. Das sitzt. Wer wollte sich da noch dröge im horizontalen Trog verweichlichen, wenn er sich binnen Minutenfrist (mit fest montiertem deutschem ADA-Duschgel aus 77677 Kehl) im Strahl der power shower für den harten und windigen englischen Tag fit spritzen kann.

Jetzt aber auf! Zu den gebackenen Bohnen!

(Aber schön auf dem Teppich bleiben.)



herzhaft / deftig Sonntag, 15. 5. 2005, 0:00

Die in Deutschland besonders beliebte Ergänzung zu bekömmlich nennt sich herzhaft bzw. deftig. Diese Eigenschaftswörter signalisieren volksverbundene Urwüchsigkeit, was gehen mich die Kalorien oder mein Cholesterinspiegel an?, sagen sie dem feisten Konsumenten, und sie stammen samt und sonders aus deutschen Landen.
Zum Frühstück dann aber wieder wellness, ja?



bekömmlich /2 Samstag, 14. 5. 2005, 0:00

Nachzutragen wäre noch, dass die Firma, welche die so gesunden Getränke der Marke carpe diem verteilt, im salzburgischen Fuschl am See ihren Sitz hat. Dort ist es sehr schön, wirklich wahr.
Interessant finde ich, dass auch das Gummibärenpresssafterl Red Bull (das mir auf den Schneidezähnen pickt, wenn ich es nur riechen muss), dort zu Hause ist.
Eigentlich gescheit, für alle Bedürfnisse etwas anzubieten: Dem Powerdrink der Hybris folgt das Serum der Katharsis. Und alles aus einem Haus.
So wie uns unsere Mutter Kirche jahrhundertelang mit Himmel und Hölle versorgt hat.



bekömmlich /1 Freitag, 13. 5. 2005, 0:00

In einer wachsenden Anzahl guter Hotels findet man am Frühstücksbuffet asiatisch Inspiriertes zum Trinken: Kombucha, Ginkgo, Kefir. Carpe diem steht auf den dezent-extravaganten, braunen Flaschen.
Getränke dieser Art (es gibt auch die entsprechenden Speisen) bezeichen sich gerne als bekömmlich, und da man diese Bekömmlichkeit auch gleich spürt, ist es ratsam, ein Häusl in der Nähe des Trinkortes zu wissen: Zumindest ich bekomme von diesen den Tag pflückenden Wellnesssafterln recht schnell den Drang, einen solchen Ort aufzusuchen.



immer wieder /2 Donnerstag, 12. 5. 2005, 0:00

Umgekehrt gilt es unter jenen, die für das Kreislaufmodell votieren, als erwiesen, dass wir uns doch allerhand merken (und wer hat noch nicht die Spuren einer alten Seele in sich erahnt?). Solche Menschen wissen manches, ohne es bewusst gelernt zu haben, auch gehören sie zu den instinktiv (und intuitiv) weit Fortgeschrittenen (Könnte dieser Begriff ein Hinweis auf den Kreis bzw. die Spirale sein?): Ist etwa ein Kind unstillbar quengelig oder laut (mit der einzigen Absicht, alle anwesenden Erwachsenen, vor allem aber seine genervte Mutter zu reizen), genügen von ihr ein, zwei affirmative Bemerkungen, und es ist Ruhe.

Stucky z.B. ist (bzw. hat) so eine. Sagt sie selbst, und man glaubt es ihr auch.

Ich übe noch.



immer wieder /1 Mittwoch, 11. 5. 2005, 0:00

Natürlich hat mich der Gedanke einer Wiedergeburt schon als Kind fasziniert, so verstörend das auch im Kontrast zum christlichen Modell des einmaligen Durchlaufens von Abrahams Wurschtkessel über die Erde in den Himmel (oder in die Hölle) gewesen sein mag. Was mir eine Reinkarnation als wenig attraktiv erscheinen hat lassen, war die damit verbundene Notwendigkeit, all das bisher mühselig Angeeignete (inkl. dem Kleinen Einmaleins) noch einmal von vorn lernen zu müssen; ist es doch ganz sicher so, dass wir, wenn wir uns für dieses Ewigkeitsmodell entscheiden, mit jedem Mal alles vergessen müssen.



trapp trapp Dienstag, 10. 5. 2005, 0:00

Tausende Tausendfüßler halten einen Ort auf Trab!
Ich liebe poetische Schlagzeilen, und noch mehr Freude habe ich, wenn eine einem humorfreien Medium wie der Neuen Kronenzeitung passiert (oder, je nachdem, gelingt).
Mein Glück am Morgen des Ersten Mai war vollkommen, als ich erfuhr, dass dieser millionenbeinige Maiaufmarsch dieser Tage im vorarlbergischen Röns abgehalten wird, so ein schöner Ortsname.
Und, wie es sich gehört, selbstverständlich mit Rufzeichen!



Figaro Montag, 9. 5. 2005, 0:00

An sich hätten sie sich für das Geschäftslokal in Beethovens Geburtshaus ein Antiquariat (am liebsten mit Musikalien) gewünscht. Die Gegend dafür ist aber nicht recht gut geeignet, und so ist jetzt ein Friseur drin, der die beträchtliche Miete aufzubringen in der Lage ist.
Im Tresorraum unter der Konzertarena bewahren sie neben wertvollen Autographen auch eine Haarlocke Beethovens auf. Das macht den Figaro an diesem weihevollen Orte plausibel.
Ich stelle mir vor, dass er in einem versteckten Kammerl eine Sammlung gar kostbarer Schatullen hegt; sie wächst mit den Haaren der Kundschaft.



Beethovenhaus /2 Sonntag, 8. 5. 2005, 0:00

(Nachtrag zu den schwarzen Beethovenhausklomuscheln)

Umgekehrt: Wir sind auf Indizien gestoßen, dass zumindest eine Person in diesem Hause unter massiver Hartleibigkeit leidet; das färbt den (raren) Stuhl doch recht dunkel.



Beethovenhaus /1 Samstag, 7. 5. 2005, 0:00

Bonn.
Im Beethovenhaus haben sie schwarze Klomuscheln.
Könnte das eine optische Umsetzung Seiner nachmaligen Taubheit sein?
(Immerhin: Das Toilettenpapier ist weiß. – Ludwig van ist ja auch nur bis 1792 in Bonn geblieben.)



Duschvorhangniederlage /2 Freitag, 6. 5. 2005, 0:00

Der DVH in Hannover (Hotel Maritim) war dann, horribile dictu, sogar Made in USA. Zum Ausgleich dieser Niederlage gab es weder in Leeds (power shower – mehr dazu folgt demnächst) noch in Edinburgh (Dusche und Badewanne) einen textilen Spritzschutz, sondern eine bzw. zwei durchsichtige, spritzsichere Glastüren.



Duschvorhangniederlage /1 Donnerstag, 5. 5. 2005, 0:00

Kaum stelle ich eine Behauptung auf, schon ist sie (noch vor ihrem Erscheinungsdatum!) widerlegt: 1. Mai 2005, Karlsruhe, Hotel Queens (das richtige fürs Princess-Programm): Der Duschvorhang ist Made in EU.
Duschvorhanghinweis
Duschvorhanghinweis, Karlsruhe

Das trifft für Produkte und Dienstleistungen (die erste Frage von Ratefuchs Guido bei Was bin ich? war immer: Sind Sie mit der Herstellung oder Verteilung einer Ware beschäftigt? – sie ist etwa fifty-fifty ausgegangen) aus der Schweiz sowas von nicht zu. Sorry.
Aber ich habe mein Gelöbnis eingehalten. Auch, wenn es weh tut.



Helvetisches /2 Mittwoch, 4. 5. 2005, 0:00

Den Produkten und Dienstleistungen, die gemeinhin als typisch für die Schweiz gelten (Schokolade, Uhren, Käse, Schweizermesser, Diskretion) ist ein weiteres hinzu zu fügen: Keine Hotelbadewanne dieser Welt, deren Duschvorhang (nach jedem Bad abspritzen; nicht schleudern) nicht wasserdichtes Ergebnis schweizer Präzisionsarbeit ist.
(Sollte ich, was ich bezweifle, je einen Spritzschutz vorfinden, der aus einem anderen Land stammt, so verspreche ich hiermit, davon zu berichten).



Helvetisches /1 Dienstag, 3. 5. 2005, 0:00

elvetino heißen die Wagerl, mit denen sie in den Zügen der schweizer Eisenbahn SBB auf und ab fahren, um uns Erfrischungen und Snacks anzubieten. Im Intercity von Brig nach Zürich bedient uns, mit berberischem Teint, tadellos freundlich ein Herr Eid.
Das nenne ich ein Beispiel für gelungene Integration.



Mütters Müllerin µµ/24 Montag, 2. 5. 2005, 0:00

Der Mai ist kommen, der Winter ist aus!, singt der arme Florian, und, so schön das auch klingen mag, ist es doch eine Ausbruch verzweifeltsten, verbittertsten Trotzes. Trockne Blumen (so heißt das Lied mit der verheißungsvollen Textzeile, Nr. 18 von 20) sind eben nicht unbedingt ein Indiz für eine aufblühende Lebensphase.



Powered by WordPress kostenloser Counter