Mütters Müllerin µµ/18 Donnerstag, 31. 3. 2005, 0:00

Die böse Farbe (sie ist, wer hätte es nicht für möglich gehalten, ebenso grün wie die liebe Farbe) kommt dann mit einem wilden Sextolenklopfen, besser: Hämmern daher. Und der Hammerton steht zum dominantischen Liebfarbentröpferln wie eine Tonika da.
Das kriegst du nicht mehr an, du armer, armer weißer Mann.

Benjamin Britten hämmert das seinem Geliebten Peter Pears gnadenlos-zärtlich hinein.



Mütters Müllerin µµ/17 Mittwoch, 30. 3. 2005, 0:00

Den durchgehenden Klopfton bei Die liebe Farbe würde ich als eine Art Tinnitus bezeichnen. Wir befinden uns also wieder im Lift. Der eben gerade zum Drop geworden ist.
Armes Müllersburschi.



Erhebendes /7 Dienstag, 29. 3. 2005, 0:00

Zusammenfassend (E/1 bis /6) betrachtet ist der Auf- und (wie wir herausgearbeitet haben) Abzug ein recht metaphorischer, ja, sakraler Apparat.



Erhebendes /6 Montag, 28. 3. 2005, 0:00

Ein nachgerade eschatologisches Problem ist die Frage, was mit der Paternosterkabine ganz oben (Himmel?) bzw. im Keller (Hölle?) passiert. Wenige nur sind zurückgekehrt, um uns davon zu berichten.
Eine vergleichbare Frage ist die nach dem Licht im Kühlschrank. Die Antwort ist letztlich nur dem reinen Herzens Glaubenden ohne Zweifel möglich.
So, wie beim Mandl, das früher im Radio gesessen ist. – Nein, da haben wir es sicher gewusst.



Erhebendes /5 Sonntag, 27. 3. 2005, 0:00

Eine nur mehr in ganz wenigen Amtsgebäuden in Wien anzutreffende Spezies des vertikalen Verkehrsmittels nennt sich paternoster. Ist aber von der EU abgeschafft worden, die letzten laufen aus.



Erhebendes /4 Samstag, 26. 3. 2005, 0:00

Statt elevator heißt es ja auch lift. Beides hat, wörtlich genommen, mit dem Emporheben zu tun. Also eine Maschine der Auferstehung, wenn wir es österlich verstehen wollen.
Wie würde man dann, streng genommen, eine Kabine nennen, die einen wieder hinunter bringt? Wie sagte man dann auf Englisch? – Let’s take the drop. – ?



Erhebendes /3 Freitag, 25. 3. 2005, 0:00

Das, was man im deutschen Sprachraum Berieselungsmusik nennt, heißt im Englischen seit jeher elevator music. Zum Beispiel im Gästehaus der Universität Isfahan (sale nou mobarak, lieber AliReza), so unamerikanisch das auch sein mag, haben sie im Lift eine so eine schöne Musik, da will man gar nicht mehr aussteigen, wirklich wahr.



Erhebendes /2 Donnerstag, 24. 3. 2005, 0:00

Vor der Abfassung meines nächstes Ansuchens werde ich im Aufzugsgedärm jenes Hauses in der Schottengasse recherchieren und dann den richtigen Ton finden; den, der die Musik macht.



Erhebendes /1 Mittwoch, 23. 3. 2005, 0:00

Der Lift, mit dem man im Kunstverwaltungsgebäude des Bundes (.kunst) z.B. zur Musik auffährt, hat Tinnitus.
Ich stelle mir vor, dass die Entscheidungen jener dort oben tagenden hochlöblichen und über jeden Zweifel erhaben unparteiischen Kunstbelobigungsjurys durch jenen Dauerton nicht unwesentlich beeinflusst werden könnten.



Mütters Müllerin µµ/16 Dienstag, 22. 3. 2005, 0:00

Kathleen Ferrier singt Meine Ruh ist hin, mein Herz ist schwer; sie spricht es shware (oder doch shwuer?) aus, und es gehört viel Mut dazu in einer fremden Sprache die Deklamationskunst schlechthin zu betreiben, und das ist der Liedgesang. Ähnlich muss es Benny Goodman ergangen sein, sich als King of Swing das Mozart-Klarinettenkonzert (und erst recht das Quintett) spielen zu trauen; ich kann mich noch erinnern, wie ein klarinetternder Schulkollege darüber jungdünkelhaft die Nase gerümpft hat. Maria, die 1956 aus Ungarn geflüchtet ist, hat mir gesagt, dass ihr diese Aufnahme Mut gemacht hat, sich Deutsch als ihre neue Sprache zuzutrauen. Manche Umstände und Zustände stellt man am besten verdichtet, ja atomisiert dar, und zwar an Hand scheinbar im Alltag Nebensächlichem, wie es etwa ein Schubertlied ist. Scheinbar Nebensächlichem.
Maria schreibt mir (und sie führt auch noch Peter Pears mit der Müllerin auf Deutsch und Wunderlich mit dem Lensky auf Russisch an): Wahrscheinlich war das für mich sehr angenehm, dass so große Interpreten auch so frech sind.



Knabenmangel Montag, 21. 3. 2005, 0:00

Die Wiener Sängerknaben wundern sich, dass es keinen qualifizierten Nachwuchs für sie gibt. Ich glaube, eine mögliche Ursache gefunden zu haben, warum immer weniger Eltern ihre Kinder ins Wiener Augartenpalais ziehen lassen wollen.

Auf der offiziellen Homepage der laut Eigendefinition ältesten Boygroup der Welt geben Oskari und Alois dazu ausführlich Auskunft: Und das beste: Wir werden umgebracht. Das ist cool!

Wie hieß es stets leitmotivisch in den beliebten und sehr informativen amerikanischen Gerichtssaalfernsehserien à la Petrocelli:

Danke, keine weiteren Fragen.



Klagenfurt / Hughbockelthaifrittaten (Engführung) Sonntag, 20. 3. 2005, 0:00

Erinnern wir uns an das Ringlein, das sich und uns auf ein geborgenes Leben in Reservaten vorbereitet. Ich stelle mir vor, dass sich in dieses so rührig für unsere österreichische Jugend kämpfende Fähnlein Fieselschweif der Freiheit ein paar Zurückgebockelte eingeschlichen haben, senile Aliens, Senaliens. Das hält das Lagerfeuer schön warm.
Blöd ist nur, dass man am Feuer aufpassen muss, dass man sich nicht den Rücken verkühlt und sich Kreuzschmerzen holt, und man müsste, sagen wir: am Klagenfurter Hauptbahnhof den Lift nehmen, anstatt auf der Rolltreppe erscheinen zu können.
Aber Mama passt auf und wird uns eine Decke bringen.
Oder wir wandern, sagen wir: nach Thailand aus, da ist es immer schön warm. Denen da unten lernen wir schon noch, wie man eine richtige Frittatensuppe macht, und sihha billiga ols wir am Benedigdinamoagd in Kloognfuadh.



Klagenfurt / Thaibockel Samstag, 19. 3. 2005, 0:00

Ob die karantanisch indigenen Thai-Wirten in ihren Klagenfurter Kaschemmen auch zur Spezies der Bockelmänner gehören, das zu kombinieren traue ich mich dann doch nicht; Ihnen aber steht diese Spekulation völlig frei zur Verfügung.



Klagenfurt / bockeln /4 Freitag, 18. 3. 2005, 0:00

Ich schlage also vor, für die in den letzten Tagen abgehandelte Beschreibung der Bewältigung eines Alterns in Würde, vor allem die es kennzeichnende juvenile Senilität (oder ist es eine senile Juvenilität?), fürderhin den Begriff bockeln zu verwenden. (Das ist dem waggerln gar nicht so unverwandt, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag.)



Klagenfurt / bockeln /3 Donnerstag, 17. 3. 2005, 0:00

Altern in Würde, das ist ein großes Thema, das auch dem Größten Zugereisten Aller Zeiten (GRöZAZ) in diesem schönsten Bundesland nicht gerade leicht zu fallen scheint.

Back to Bock: Ich stelle mir vor, dass es, und das ist individuell verschieden, einen Punkt im Leben gibt, ab dem manch einer mit dem Zurückzählen beginnt. Wenn das bei den Frauen später ist (oder sie es gar nicht nötig haben), erscheint die von den ostentativ regredierten Altbuberln erlebte Mütterwerdung ihrer Lebenspartnerin plötzlich geradezu logisch, ja unausweichlich. Und irgendwann kommt halt dann der Tag, an dem man sich noch gar nicht gekannt hat. Da ist es nur natürlich, dass man sich eine findet, die gleich alt wie man selber ist. Wenn sie dann doch schon, sagen wir: Vierundvierzig ist, drücken wir noch einmal ein Auge zu; außerdem schaut 44 so lustig aus, wie 66, und da fängt ja bekanntlich das Leben an.



Klagenfurt / bockeln /2 Mittwoch, 16. 3. 2005, 0:00

Noch sicherer wäre es (und es müsste sich in einem Law-And-Order-Land doch bitteschön anordnen lassen), im Klagenfurter Bahnhof bei Seinem Erscheinen ausschließlich postsexuelle Frauen zuzulassen, Über-Vierzig-Jährige, siebzig Jahr’, graues Haar, …, hahaha, die sich nun einmal nicht mehr fürs Pudern interessieren und ihren gleichaltrigen Männern Mütter werden, und sowas ist doch unwürdig für einen rechten Kerl. So aber, kombiniere ich die Lifterzählung mit seiner lebenspraktischen Weisheit (was davon verursacht in ihm größeren Schrecken?), würde ihm sein alter Bockelmann keine weiteren Probleme bereiten.
Merci, Cheri! (Das -e wäre nur bei Femininum anzuhängen.)



Klagenfurt / bockeln /1 Dienstag, 15. 3. 2005, 0:00

Der Klagenfurter Hauptbahnhof wird generalsaniert; sehr schön kommen jetzt die weiland (Anfang der 50er-Jahre) skandalisierten Fresken von Giselbert Hoke zur Geltung.
Im Zuge des Umbaus werden auch die Aufstiegshilfen zu der über den Geleisen gelegten Personenbrücke den Erfordernissen einer modernen Zeit angepasst und transportieren uns schon jetzt bequem zwischen den beiden Ebenen.
Nimmt man die Rolltreppe in die Bahnhofshalle, hat man das Gefühl von einem himmlischen Herabsteigen; aber auch im gläsernen Lift ist es ein zu jeder Zeit gut einsichtbares Herabschweben.
Sollte also demnächst einmal der größte Sohn dieser kleinen Stadt (nein, nicht Robert Musil oder Ingeborg Bachmann – die ja eine Tochter wäre) mit dem Zug anreisen, und, gesetzt den Fall, es wäre ihm, bescheiden, wie er nun einmal ist, unangenehm, so mit weißem Schal herab zu schweben, oder (das wäre in Anbetracht seiner bald einundsiebzig Jahre nicht unwahrscheinlich) er hätte Kreuzweh (da kann es, weiß ich mit meinen Vierzig schon, recht schmerzhaft sein, auf eine doch nie ganz rund laufende Rolltreppe aufzuspringen), er könnte sich völlig risikolos selbst allein mit einer, stelle ich mir vor, drallen, blondgiftigen jungen Dame in den Lift begeben, denn nirgendwo auf ihrer gemeinsamen vertikalen Reise würden sie unbeobachtet bleiben, keine heimtückischen Vorwürfe könnten dem armen, alten Bockelmann über sein angeblich unzüchtiges Verhalten in einer uneinsichtigen Grapschfalle, die ansonsten, wie er uns wissen ließ, ein jeder Lift für ihn darstellt, unterstellt werden.

(Aber meistens kommen die Züge aus Richtung Wien ohnehin auf Gleis 1 an.)

PS: Wer kann sich noch an Curd Jürgens erinnern, wie er das schöne Lied Sechzich Jahre und kein bisschen weise mehr gesprochen als gesungen hat?



Klagenfurt / Hugh Montag, 14. 3. 2005, 0:00

Die Indianer konnten die Einwanderer nicht stoppen. Heute leben sie in Reservaten! – Österreich zuerst. So dichtet der Ring Freiheitlicher Jugend und pickt den Spruch als rotweißrotes Abziehbild in Telefonzellen, dem letzten Reservat freier Meinungsäußerung.
Ein Ring ist ein Kreis, und in der Mitte brennt hoffentlich ein Lagerfeuer für diese hoffnungsfrohe Jugend, denke ich mir. In ihrem besorgt-flammenden Appell lassen sich nämlich Nominativ und Akkusativ beliebig festlegen, und so freue ich mich, dass Österreich zuerst in ein Reservat kommen soll, wenn es nach dem Willen dieses Ringleins geht.
Da fühle ich mich gleich viel geborgener.



Klagenfurt / Thai Sonntag, 13. 3. 2005, 0:00

Zutaten

Man nehme: Einen schmerbäuchigen, untersetzten Mittfünfziger kärntner Herkunft mit Brille und abgetragenen, am Hosenbund die Figur dezent unterstreichenden Jeans, eine (oder zwei) etwa gleich große (aber maximal halb so alte) Importfrauen aus Südostasien, ein finsteres Beisl mit dunkelbraun gebeizter Holzvertäfelung, sowie Schleppe Bier und kleinformatige Tageszeitungen, voilà, schon ist ein Orig. Thai-Restaurant eröffnet.
Während ich unlängst in einem zum Mittagessen war, kamen zirka drei Wirt-Doppelgänger herein, die wurden von den Mädchen wie sehr gute Bekannte begrüßt, ja, kurz regelrecht umringt. Der Wirt grüßte sie auch kumpelhaft, einem hat er sogar auf die Schulter geklopft.
In Klagenfurt kenne ich jetzt schon zwei Gastronomiebetriebe dieser Art. Es scheint, dass noch mehr in Planung sind, stelle ich mir vor.



Klagenfurt / Frittatensuppe Samstag, 12. 3. 2005, 0:00

Den Markt am Benediktinerplatz muss man gegen den Uhrzeigersinn abgehen. Auf den unglaublich vielen Fressstandln herrscht eine regelrechte Preisschlacht, jede/r gibt es billiger als der Nachbar. Eine große Schale Frittatensuppe, wie Sie in Gaspoltshofen keine bessere finden, kostet zwischen € 2,20 und € 1,50 , wobei der Preis umgekehrt proportional zur Menge zu sein scheint.
Würde man mehrere Runden drehen, wer weiß, vielleicht bekäme man am Ende fürs Suppenessen noch bezahlt.
Wer aber das alles zusammenessen könnte?



Lamentationes Freitag, 11. 3. 2005, 0:00

(Zum heutigen Konzert im Dom zu Klagenfurt)

Seit jeher verschafft sie den chthonischen Gottheiten der Unterwelt Gehör. Geht es um die Letzten Dinge, schweigt die hell strahlende Trompete; von Monteverdi über Mozart, Schubert, Berlioz, Bruckner, Mahler und Schostakowitsch bis zur Gegenwart greift die Posaune ins Geschehen ein. Zugleich gilt sie als das himmlische Instrument schlechthin (sehen wir von der Harfe ab). Was wäre die Apokalypse ohne Posaune, und die Mauern von Jericho wären vor einem Blockflötenensemble sicher nicht eingestürzt.

Meist handelt es sich bei der solistischen Posaune, um eine, die sich mit bald klagenden, bald bronze strahlenden Klang aus dem Orchester erhebt.

Ganz anders stellt sich die Situation dar, wenn ein Instrument unbegleitet in einem großen Raum, gar in einer Kirche erklingt: Auf einmal wird die fragile Natur jedweden Tönens offenbar, der Spieler ist auf sich selbst zurück geworfen. Das klingt karg, unvermittelt ist der Hörer mit einer Intimität konfrontiert, die anzunehmen durchaus fordernd sein kann.

Dom Kagenfurt / Guerino
© Armin Guerino

Ich stelle meine Klänge in einen jeder barocken Opulenz demaskierten Raum. Das erfordert meinerseits eine Klarheit, die keinerlei Schnörksel zuläßt, und in der jedes Scheitern mit angenommen sein muss. Es ist eine Innenschau, die nach außen projiziert wird, entsprechend der wunderbar schlichten Raumgestaltung von Armin Guerino.

Ich lade Sie ein, in diese Klänge hinein zu hören.

Bertl Mütter

PS: Im Italien des 15. Jahrhunderts war unter den Fragen, die ein Beichtvater einem Musiker zu stellen hatte, die, ob er in der Kirche ,Ballaten’ gespielt habe. (Es handelte sich um eine Todsünde.)



Münichholz Donnerstag, 10. 3. 2005, 0:00

Beim Bau von Münichholz hatte man noch nicht die Absicht, die wichtigsten Straßen nach Widerstandskämpfern zu benennen. Die meisten Erwachsenen mussten also einmal alles umlernen. Das sollte genügen; die Jugend wurde damit nicht unnötig belastet. Dass es in kaum einer Stadt eine Punzer-, Sebek- oder Buchholzerstraße gibt (und die Wagnerstraße üblicherweise von Richard und nicht von Hans kommt), und dass man bei Neubausiedlungen gerne weniger kontroversielle Namen (Tulpenweg, Mozartstraße, Kernstockgasse) nimmt, habe ich damals noch nicht zusammengezählt.



Wr. Versicherungsangelegenheiten /2 Mittwoch, 9. 3. 2005, 0:00

Einmal hatte ich mir überlegt, ob ich mich auszahlen lassen sollte, es dann aber, stockend, doch sein lassen. (Der Verlust wäre zu groß gewesen.)

Seither will ich stets nur irgendwelche Bestätigungen.



Wr. Versicherungsangelegenheiten Dienstag, 8. 3. 2005, 0:00

Wiener Verein, Tod, was kann ich für sie tun?

Ehrlich wahr, ist mir schon zweimal passiert, dass ich direkt zum Chef durchgestellt wurde.



1 + 1 Montag, 7. 3. 2005, 0:00

ORFON regt mich immer wieder zur aufschlussreichen assoziativen Verknüpfung seiner Informationen an. Oft liegt das Pikante nämlich nicht in den Nachrichten an sich, sondern ganz lapidar in der Abfolge der zum Teil wirklich unentbehrlichen Nachrichten. Am 2. März d. J. um 17.00 Uhr lautete die Abfolge der Schlagzeilen etwa:

Religion
– Kirchenkrise in Griechenland dauert an
– Küng: Neubeginn im Priesterseminar St. Pölten 2005
Gesundheit
– Geschlechtskrankheiten nehmen zu

Das Hirn will einfach Eins und Eins zusammen zählen.
Oder anders: Honi soit qui mal y pense!



ordentlich Sonntag, 6. 3. 2005, 0:00

Mein neues Regal ist die stehende (und an der Wand fixierte) Aufforderung zur Ordnung. Der Platz im Zimmer ist weniger geworden, dafür hat sich die Stellfläche wesentlich vergrößert, die MDF-Bretteln halten im wahrsten Sinn für mich die Ordnung. Das muss man sich einmal vorstellen!

Und jetzt wird weiter geordnet, bald schon kommt wichtiger und wichtigster Besuch, unabdingbar dafür: Ordnung.

Schon sonderbar klingt dieses Wort Ordnung. Wer es nicht glaubt, soll es sich sechsundzwanzigmal vorsagen. Deutlich und in einem Atemzug.

Ordnung
Ordnung
Ordnung
Ordnung
Ordnung
Ordnung
Ordnung
Ordnung
Ordnung
Ordnung
Ordnung
Ordnung
Ordnung
Ordnung
Ordnung
Ordnung
Ordnung
Ordnung
Ordnung
Ordnung
Ordnung
Ordnung
Ordnung
Ordnung
Ordnung
Ordnung

Na, was sagen Sie?



Lachswissen Samstag, 5. 3. 2005, 0:00

Eine sicherlich beliebte Frage in einer Bildungsshow, wie sie etwa von einem pensionierten Schifahrer (den es überallhin, nicht aber auf seine Pappn geschmissen hat) moderiert wird, wäre die nach dem Laichplatz der Lachse (ich helfe nach: es ist im Atlantik):
A – Saragossa-See
B – Saratoga Bay
C – Sargasso-See
D – Sankt-Lorenz Strom



rasend Freitag, 4. 3. 2005, 0:00

Nachtrag: Am Umschlag von Wiese, jenes hochfeinen Libellums von Harald Gsaller findet sich

Das große Rasenstück
Albrecht Dürer, Das große Rasenstück (1503).

Besorgt hat sich der Triton Verlag die Rechte damals übrigens völlig legal.



Zungenspitzl Donnerstag, 3. 3. 2005, 0:00

Ein Gastsatz von Harald Gsaller

Ich warte auf das kurze Erscheinen ihrer Zungenspitze in Wörtern wie cerveza.*

(Ist mir noch zu Saragossa / Zaragoza eingefallen.)

*) Gsaller, Harald: Wiese, Einfälle und Ausfunde. Triton Verlag, Wien, 2000. (Seite 157: Wurm; wer, was)



Saragossa Mittwoch, 2. 3. 2005, 0:00

Nachdem wir Bilbao besiegt haben, fahren wir nach Saragossa, die wir, wie wir wissen, ja schon einmal besiegt haben.
Warum gibt es Orte, die immer gleich heißen, während wir andere übersetzen müssen? (In Spanien fällt mir auf die Schnelle wirklich nur Zaragoza / Saragossa ein.)



müttermärzwärts Dienstag, 1. 3. 2005, 12:00

Liebe MBA,

der März ist der September des Winters, und wer wird sich am 1. September beschweren, wenn es 30° hat und man sich auf einen guten Wein freuen darf, sage ich mir. Wenn es jetzt auch draußen saukalt ist, hat die Sonne doch schon recht viel Kraft, das macht Mut, tropft aber trotzdem vom Dach, meine Hutkrempe hilft da nur manchmal, die Tropfen finden von selbst den Weg zwischen Kaninchenfilz und Cashmereshawl, direkt ins Gnack, brrr.

Müttermärzwärts bedeutet: wenige, feine Auftritte, zuallererst im Radio, dann in Klagenfurt, dann in Krems, dann in Graz, und dann kommt schon der April. Und allerlei vorzubereiten, etwa für den 19. Mai, wo ich Mütters Müllerin in Salzburg zum ersten Mal duchwandern werde.

Für nähere Informationen also bitteschön die Links anklikken, es zahlt sich aus.

Jetzt einen schönen März. Und herrzlich willkommen, in St. Valentin, im Radio, in Klagenfurt, in Krems und in Graz. Am 6. April geht es in Wels weiter mit der Première der Princess-Tour von Erika Stucky. Die neue CD (princess heißt sie, no na) ist auch schon fertig.
SMS 1.3.2003
Dieses Foto entstand (mit anderem Hintergrund)
am 1. März 2003 in Berlin Spandau.

Freuen Sie sich also mit mir schon jetzt auf den Oktober des Frühlings. Hm, Frühling.

Herzlich,

Bertl Mütter



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