bogensekundär Donnerstag, 19. 1. 2017, 11:01

20 personen steckten in achterbahn fest
orfon

die schlussrechenaufgabe zum tage. man berücksichtige dabei, dass sich das ganze bei exakt 32 grad celsius zugetragen hat. australische sorgen.



sabrina (2) – und einiges mehr Montag, 16. 1. 2017, 11:11

abermals schreibt mir sabrina: »morgen zeige ich dir, wie du mit meinem konzept 1.460 euro und mehr ohne eigene website regelmäßig bekommen kannst. (…)«
und jetzt kommt’s: die vorteile des konzeptes sind:

•   kein verkauf
•   keine produkte erstellen
•   keine eigene website
•   keine technik
•   keine partner suchen
•   und einiges mehr

hier sind alle details

nein, da fehlt kein hyperlink, es handelt sich lediglich um einen unterstrichenen satz: den teufel werde ich tun, diese informationen (vor allem die unter dem punkt »und einiges mehr« subsumierten kniffe) mit aller welt zu teilen!



sabrina (1) – atemberaubend beschenkt Freitag, 13. 1. 2017, 13:13

ich grüße luitpold balthild, amalia carlene, lorelei uschi, florenz aglaja, jochen manfred, liese annikin, clothilda heimbrecht, else wilbert, abelardachim hulderich, meike wilhelmine, sonje florenz, lulu wenzeslaus, lutgard dietlinde, hagan ottila, hildebert lora, huncberct jurian, walahfried mariele, eugen adelheid, wolfram winfried, ros hartwig, ottila adelinda, lanzo katrin, heino ricarda, gertraud odo, vinzenz radulf, jeremius gereon, aleit kilian, fester eli, jannike yvo, heribert karla, zelda eckehard, agna sepp, porsche gomeric, ottokar ricohard, leubold wenzel, adelonda meike, gisilbert ekkehard, margarete siegfried, luitgard jochem, friedemann markus, erdmut frieder, hartmut reginar, fulco anelie, heinrike ros, ortrun reinhard, steffen urs, friedrich friedhold, sikke wendel, dedrich gudrun, hiltrud sabine, balthild adalhaid, luitgardis gerfried, wendell hrodrick, bertha anselma, agneth gretel, marko grete, karlene ingwaz, reiner evert, elsie hilbert, lothur meino, rudolf vinzenz, edsel gitta, magdalena theodor, helmine bruns, engel mirjam, emerick ulbrecht, gautelen eggert, marko sieghild, hedda siegmund, harald emil, heinrich kai, ebert dederick, udo reino, fastred dietricha, wenzel leonhardt, emlin hedda, uschi gautelen, ivonette hunbeorht, heilwig jutte, liese else, rannulf ottilia, karlene ingwaz (sie hat mir sogar zweimal geschrieben!), rudolf vinzenz, wotan hartwin, helfgott reiner, luitbal karoline, sowie: sabrina.

zumindest eure namen klingen atemberaubend, und jede/r einzelne von euch wollt ihr nicht länger für euch behalten, wie ihr, ganz ohne zu arbeiten (das erledigt ein computerprogramm ganz von selbst), buchstäblich über nacht zu reichtum (materiellem) gekommen seid, deshalb nehmt ihr euch, aufs selbstloseste und völlig unabgesprochen mit amalia, lorelei, florenz, jochen, liese, clothilda und den anderen, die zeit, mich persönlich davon zu informieren. was für ein singuläres privileg!

ist es nicht zutiefst erfreulich, erleben zu dürfen, wie plötzlicher reichtum unmittelbar nur das beste aus den menschen zuoberst kehrt? die menschen sind ja doch allesamt gut.

sollten sie nun aber auch zu den gleichermaßen überglücklichen empfänger/inne/n einer solchen botschaft gehören, so brauchen sie lediglich auf die nicht unwesentliche kleinigkeit zu achten, dass sowohl vor- als auch nachnamen ihrer geheimnisvoll- geheimnispreisgebenden benevolent/inn/en nach vornamen klingen – nur so ist ihnen reichtum und glück gewiss!

ich weiß, wovon ich rede.

(besser: schweigen.)



altbewährt, naturbelassen Mittwoch, 11. 1. 2017, 8:54

morgen um fünf vor neun: unzählige urinsekten
ankündigung (»vom leben der natur«), radio österreich 1

nicht zuletzt da gewisse spezies aufs erste bizarr anmutende gewohnheiten aufweisen: das leben der natur ist faszinierend vielfältig, können wir immer wieder aufs neue betonen.



aufenthaltsam Montag, 9. 1. 2017, 10:24

steirer entwickelt defibrillator für die hosentasche
orfon

es sind hämische kommentare zu befürchten, derer ich mich selbstredend enthalte. sicher ist jedoch: derart defribrillatorisch abgesichert und ergänzt durch seine auf kürbiskernreicher ernährung basierte buchstäbliche vitalität wird der steirer hinkünftig zurecht für unschlagbar gehalten werden. unausstechbar, nachgerade.



gefährlich kalt Samstag, 7. 1. 2017, 10:53

auf den bergen ist es nicht nur kalt, sondern auch gefährlich
orfon

tief axel hat europa fest im griff.



hochgegangen Freitag, 6. 1. 2017, 8:42

tunnel für einbruch in tresorraum endete in küche
orfon

durchreichen sind kurze tunnel. tunnel sind lange durchreichen. hmm, wären.

nachfrage: gab es in der küche auch einen kelomat? man könnte einen kelomat gut gebrauchen. besser er gäbe hier seine signale.



nicht auszudenken Mittwoch, 28. 12. 2016, 16:32

am salzburger landesgericht sind heute zwei »bettelmönche« zu jeweils zehn monaten teilbedingter haft verurteilt worden. sie hatten spender um wechselgeld betrogen und für glücksbringer überhöhte beträge kassiert.
orfon

nämlich: ist es in irgendeinerweise denkbar, dass jemand für glücksbringer überhöhte beträge kassiere? wohlgemerkt: tatsächliche glücksbringer. wer wollte nicht jeden denkbaren betrag dafür aufbringen, und wär’s das halbe königreich (samt ganzem pferd, z.b.)?
indes, danken wir’s der kundigen und gewieften redaktion von orfon, dass sie uns so, zeitgerecht zum jahreswechsel, vor den landauf, landab ausgestreunten sogenannten glücksbringerverkäufern warnt, nämlich: nicht alle angebotene einschlägige ware ist als diesbezüglich einwandfrei zu taxieren. die devise laute also: wehret den pechbringern und, mehr noch, den verkäufern völlig unnützer -bringer, wesser art immer. und -innen, damit das endlich einmal klar gesagt ist.



mehr oder weniger Donnerstag, 22. 12. 2016, 11:36

2016 gab es weltweit einen krieg weniger
diepresse.com

immerhin. was wir aber wollen ist: keinen krieg mehr.



stillste zeit Montag, 19. 12. 2016, 19:05

als reaktion auf die vorfälle in der kölner silvesternacht verteilt die polizei beim wiener silvesterpfad heuer taschenalarme. die geräte stoßen einen schrillen sirenenton aus und sollen damit aufmerksamkeit erzeugen.
orfon

silvesterfeiern weltweit sind ja, insbesondere in zeiten erhöhter empathischer sensibilität (flüchtlinge aus kampfesgebieten, hunde und andere haustiere), mittlerweile kollektive übergangszeiten der allerstillsten einkehr. da würde (konj.), selbstredend, das aufheulen einer schrillen sirene augenblicklich die allergrößte aufmerksamkeit erregen.
nun, danke, du lieber innenmusikminister, damit ist dieses (hierzulande ohnehin inexistente) problem wohl bereits vor seinem möglichen erstmaligen auftreten von vorneherein ausgeräumt.



geredert Dienstag, 6. 12. 2016, 10:23

sie werden in kürze mit einem unserer mitarbeiter verbunden. bitte haben sie etwas geduld.
telefonschleifenbeschwichtigung, drei

der derart treuherzig und mit vorschusslangmut erwartete mitarbeiter dann benötigte, wie angekündigt, etliche geduld. nach und nach diffundierten die rollen auskunftsuchender – auskunftgeber ins gegenteil (vgl. die verwandlung des fahrrads in den polizisten und des polizisten ins fahrrad, rein durch diffusion der atome infolge häufigen gegenseitigen gebrauchs in flann o’briens »der dritte polizist«), sodass der vormals auskunftsuchende am ende nahe dran war, eine gebühr für die unterstützung bei der auffindung der antworten einfordern zu wollen. ob er jetzt im call-center anheuern sollte? – sinnvollerweise nicht, denn ein teil der dreifältigen unternehmenspolitik war wohl, dass auskunfstssuchende eher nicht bei der hotline anrufen wollten und sich lieber bei den – ähnlich sperrig und zweifelhaftig aufzufindenden – informationen im selfcare-servicebereich (abermals ein euphemismus) schlau (eig.: blöd) machen sollten.
eines tages wird wieder miteinander geredet, steht zu hoffen.



reiche, tümer Sonntag, 4. 12. 2016, 16:44

daniela dé santosdie königin der panflöte

vorweihnachtliche plakatwerbung

rekapitulieren wir also, alles unter der prämisse, dass hier niemandem die position strittig gemacht werden soll – sei sie oder er namentlich bekannt oder nur kenntnis davon im umlauf, dass es ein für den jeweiligen bereich vorgesehenes eleviertes amt gibt:

die panflöte ist ein königreich, ihre königin daniela dé santos.

weiter.

die tiere sind ein königreich, der löwe ist ihr könig.
die löwen unter sich sind auch ein königreich.
ratten und ihre könige haben eine sonderstellung.
das belcanto ist ein königreich, angeführt von der primadonna assoluta.
der abfahrtssport ist ein kaisserreich, ebenso der fußball (klammer, beckenbauer).
die literatur (eig.: -kritik) ist ein papsttum, ebenso die musikkritik, deren papst kaiser ist.
die pinguine sind ein kaiserreich, unter ihnen gibt es aber auch ein königreich.
das adlertum ist ein kaiserreich.
das ganoventum ist ein königreich, detto jenes der bettler, wie auch jenes der ausbrecher.
wie es sich mit tischtennis oder wasserball verhält, ist nicht bekannt.
die blas- wie auch die sog. volksmusik haben eine krone, über deren nähere natur wenig bekannt ist.
das bariton und die tuba sind (teil-)kaiserreiche, weiters war maurice andré der könig der trompete(n?).

die posaune ist ein fürstentum. der fürst bin ich.



alles schein Freitag, 2. 12. 2016, 0:22

könnte es sein, dass jemand, der schneller denken kann, nur deshalb schneller denkt (zu denken scheint), weil er weniger denkt – und deshalb skrupelloser agiert?
nehmen wir doch tempo raus, vorschlag.
(also ich mag nicht von einem reptiliengehirnherumträger repräsentiert werden.)



wupnercity Samstag, 26. 11. 2016, 17:46

übers wochenende ist lugner mit seiner tochter in rom und will dort auch den petersdom besuchen.
orfon

als erstes also rom. im anschluss daran wird er mit dem papst eine damenmodeboutique in, na!, wuppertal aufmachen. then they take berlin.



tugend:haft Freitag, 18. 11. 2016, 18:18

wiederverheiratete: kardinäle wollen klärung
orfon

was so ein kleiner doppelpunkt alles bewirken kann : nobody expects the spanish inquisition : call the late cardinal richelieu : merke : doppelpunkte treten meist paarweise auf :



radikal Dienstag, 15. 11. 2016, 12:08

nasenwurzel, ein wort mit in der bevölkerung unterschiedlich verteilter geläufigkeit. brillenträger: sehr. normalsichtige: weniger. junge (also ungeübte) altersweitsichtige befassen eher ihre nasenspitzen und sind noch ungeübt im reiben der nasenwurzel (das substantiv n. taucht zumeist in kombination mit dem verb r. auf). wie es sich mit kontaktlinsern verhält, das wäre gesondert herauszufinden. ob sie, oftmals umgelernte brillenträger, um ihre nasenwurzel vergessen, nach und nach oder augenblicklich?
man sollte nie die fassung verlieren.



nomenomen Freitag, 11. 11. 2016, 10:04

bei der frage, zu welchem ohrenarzt ich gehen soll, wenn die wahl besteht zwischen den doctores quint, biegenzahn oder stürtzlinger, muss meine wahl augenblicklich auf ersteren fallen. begründung: als posaunist bin ich intrinsisch an reinen intervallen interessiert (streng genommen: bin ich von ihnen abhängig; und sie allerdings von mir). biegenzahn jedoch, das hört sich nach einer massiven, nachgerade brutalistischen überschreitung der eigenen fachdisziplin an. und, bitte, stürtzlinger, in gehörsachen!, dieser name sollte zu einer behördlich erlaubten umbenennung berechtigen. oder reittherapeutin, jawohl, das wär‘s, stürzen und hernach heilen. reiterinnen werden ja immer gesucht.



abnehmendes licht Mittwoch, 9. 11. 2016, 16:17

beim ohrenarzt. man wird aufgerufen. zur gleichen zeit verfinstert sich, vom osten her, westwärts die welt. riskant das alles.



verflogen Samstag, 5. 11. 2016, 13:14

verkaufe 10 stück neue originalverpackte seifenblasen
kleinanzeige (online)

leider, sie waren, alle, schon weg, als ich mich dafür interessierte. die poesie aber, sie bleibet. wir benötigen ihrer viel mehr. danke.



kiebitze Montag, 31. 10. 2016, 22:35

forscher sehen mäusen beim denken zu
orfon

wesentlich öfter jedoch ist es umgekehrt, und nicht nur bei forschern, und nicht nur bei mäusen, und nicht nur beim denken.
wo man hinschaut, es ist ein rattenleben.



waldpret Donnerstag, 20. 10. 2016, 20:39

langsam kämpfen sich die waldbewohner hierzulande wieder auf unsere teller
derstandard.at

man stelle sich all die lebewesen, von den einschlägigen -ameisen über die stifterschen köhler, purkersdorfer bundesförster bis zu den zecken aus der buckligen welt vor, wie sie sich um ihre landung im zeitgeistkonformen kochtopf zwischen josefstadt und mariahilf regelrecht balgen.
mit vegan ist da bitte nichts, ihr lieben jungreifen bartträger!



abnehmende zufriedenheit Dienstag, 4. 10. 2016, 15:27

gb: mädchen zunehmend unzufrieden mit ihrem aussehen
orfon

semper crescis
aut decrescis
carmina burana

ich erspare mir den hier auszuformulierenden umkehrschluss. sicher sei: derart allzu zufriedene anorektikerinnen wollen wir bitteschön aber auch nicht sehen müssen.
(das glück, es ist ein vogerl, ein fluguntaugliches.)



rohnenrau Samstag, 1. 10. 2016, 17:39

der tristanakkord ist, sinnigerweise, nach dem englischhorn zu stimmen. das dauert.



pelzig Donnerstag, 29. 9. 2016, 9:24

tristan und isolde in graz. abgesehen vom braten, den der intrigant melot gerochen hat, weshalb er ihn hernach, einzig als wilder aus vorzeiten kostümiert, im hintergrund des geschehens in der kühl eingerichteten villa direkt vom ganzen tier abkiefelt, flachsig ist das fleisch, abgesehen davon drängt sich einem keine assoziative plausibilität auf, außer vielleicht jener spätpubertären des aufbegehrens, schaut her, was ich (die regisseurin – ihr name sei hier dezent verschwiegen) mich trau und was ich schon alles darf, zwei, die sich nie berühren dürfen, schmieren sich mit humus ein und häuten einen hasen, sie hält ihn bei den löffeln, er schabt mit dem messer, und dazu müssen sie die himmlischen längen der ewigen melodie schlechthin singen, »o sink hernieder, nacht der liebe«, glücklich der logengast, der den blick abwenden kann, speziell isolde singt zum niederknien klar und rein, schön.
als nächsten auftrag schlage für ich die junge dame die inszenierung des neujahrskonzerts vor, alle musiker sitzend auf den ohren, das wäre schon einmal ein sinnhafter anfang. dann wollen wir weiterschaun, das dreikönigsspringen wäre eine nächste interessante option, gesprungen wird paarweise, von unten nach oben.



auslesemodus Mittwoch, 14. 9. 2016, 8:52

fpö will »zusammengehörigkeitsgefüh
l stärken«

orfon (lesemodus)

schon interessant, wie im ansichtspraktischen lesemodus genannten lesemodus gewisse innere verfasstheiten und vollzüge zutage treten, nachgerade eine versinnbildlichung dieser alles durchdringen wollenden abspalterei, wir und die anderen, solange sie in der minderheit sind, trauen wir sich, sollen besser deutsch lernen, und wie immer geht es nicht um die tatsächlichen verfasstheiten, es geht lediglich um das gefühl, etwas sei so, das dann auch nur halbherzig bzw. ohneellig, es ist nicht platz für alle, die zeile voll, und nach den anderen kommen die nächsten dran, die züge stehen rasch bereit.



aber jetzt! Dienstag, 13. 9. 2016, 9:46

der karibik gehen die kokosnüsse aus
orfon

ein sommer mit wenig sommerlochstopfungsbedarf neigt sich seinem verlängerten ende, heuer dürfte er sich bis zum 4. dezember bzw. bis zur höchstrichterlich final bestätigten gültigkeit der am barbaratag (knapp vor dem nikolausfest, wie der innenminister die interessierte öffentlichkeit informierte) abgehaltenen uhbp-wahlen ausdehnen, es tauchen bereits t-shirts auf mit der aufschrift »bundespräsidentenwahl 2016–2019: ich war dabei.«
und nun das! wir sehen: jetzt kommen endgültig die wirklich dringlichen probleme auf die agenda. bang fragen wir uns bereits, ob es denn wirklich kein bier auf hawaii gebe und was der maier (meier, mayr, mair, meir, meyer, maya?) am himalaya mache.



Entkommen (25) – so rund die Welt Sonntag, 11. 9. 2016, 12:00

Da war doch noch das Bestattungsunternehmen in jener Region im Süden Niederösterreichs, in der bereits manche Fünfzehnjährige den Bundespräsidenten zu wählen versuchen dürfen, und da im Spätsommer gleich drei recht alte Verwandte binnen Kurzem eingegraben werden mussten, fiel es auf, dass jedesmal bei Verlassen des Friedhofs von den professionell betrübt dreinblickenden Pompfüneberern kugelige Kaubonobons verteilt wurden, Kirsche, Orange, Himbeere, wonach das Herz begehrt und ganz ohne Werbeaufdruck, dass die sich diese Gelegenheit entgehen lassen, es muss eine glückliche Gegend sein, Miesenbach, Waidmannsfeld, so schön.



Entkommen (24) – abheben Samstag, 3. 9. 2016, 12:00

Zentrale ästhetische Strategie ist die eskalierende Repetition. Das mag einfallslos erscheinen (und ist es auch), es war ihr jedoch nicht beizukommen, gleichwie eine Rakete eine gewisse Geschwindigkeit erreichen muss, um den engeren Gravitationsbereich verlassen zu können. Mit unseren Budgetmitteln ist so etwas überhaupt nur in der Imagination möglich, und selbst da erscheint es mir merkwürdig, ja prekär auffällig, dass ich das finale Bild eines Entkommen(d)en (könnte er Major Tom heißen? – Nein, ich glaube nicht, dass er Major Tom heißen kann) abheben genannt habe und es, zur assoziativen Anreicherung, mit einem Erdmännchen sowie mit aufgeplustert zur Erde fallenden Männern erläuternd illustriert habe.
Die Option einer Reise zum Mittelpunkt der Erde wird viel zu wenig in Erwägung gezogen.
Starten wir von der Oberfläche. Die Ground Control hat das Wort.



Entkommen (23) – Wohin Sonntag, 28. 8. 2016, 12:00

Zentrale ästhetische Strategie ist die eskalierende Repetition. Das mag einfallslos erscheinen (es ist es auch), es war ihr jedoch nicht beizukommen, gleichwie eine Rakete eine gewisse Geschwindigkeit erreichen muss, um den engeren Gravitationsbereich verlassen zu können. Mit unseren Budgetmitteln ist so etwas überhaupt nur in der Imagination möglich, und selbst da erscheint es mir merkwürdig, ja prekär auffällig, dass ich das finale Bild eines Entkommen(d)en (könnte er Major Tom heißen? – Nein, ich glaube nicht, dass er Major Tom heißen kann) abheben genannt habe und es, zur assoziativen Anreicherung, mit einem Erdmännchen sowie mit aufgeplustert zur Erde fallenden Männern erläuternd illustriert habe.
Die Option einer Reise zum Mittelpunkt der Erde wird viel zu wenig in Erwägung gezogen.
Starten wir von der Oberfläche. Die Ground Control hat das Wort:



Entkommen (22) – kombabisch Dienstag, 16. 8. 2016, 12:00

Johann Gottfried Seume verdanken wir die Hinüberrettung des schönen Wortes Kombabusierung als Synonym von Entstellung, Kürzung, und zwar in ambivalentem Sinn: »Das Stück selbst [Gustav Friedrich Großmanns (1746–1796) Nicht mehr als sechs Schüsseln; es gilt als erstes sozialkritisches Zeitstück Deutschlands, Anm.] war beschnitten, und ich erwartete nach der Gewohnheit eine förmliche Kombabusierung, fand aber bei genauer Vergleichung, dass man dem Verfasser eine Menge Leerheiten und Plattheiten ausgemerzt hatte, deren Wegschaffung Gewinn war. Verschiedene zu grelle Züge, die bei der ersten Erscheinung vor etwa fünfundzwanzig Jahren es vielleicht noch nicht waren, waren gestrichen. Aber es war auch mit der gewöhnlichen Dresdener Engbrüstigkeit manches weggelassen worden, was zur Ehre der liberalen Duldung besser geblieben wäre.« (9.12.1801)
Johann Gottfried Seume: Spaziergang nach Syrakus. München: dtv, 1985 (S. 13).

Kombabus war nach Lukians Erzählung ein Syrer, der von König Antiochos Soter zur Begleitung seiner Ehefrau auf ihren Reisen bestimmt wurde. Der Erzählung nach kastrierte sich Kombabus vor Antritt dieser Reisen und übergab dem König zum Nachweis des vorgenommenen Eingriffs die entsprechenden Körperteile in einem verschlossenen Behälter. Als er später beschuldigt wurde, sich mit der Königin sexuell eingelassen zu haben und bereits zum Tod verurteilt war, rettete ihn die Öffnung dieses Kästchens. Christoph Martin Wieland (1733–1813) behandelte die Sage in der Verserzählung Kombabus (1771). In der Vergangenheit galten daher auch kombabusieren oder kombabisieren als Synonyme für eine Kastration.

(Bleibt die Frage, ob schlichtes Herunterlassen der Hose nicht besser geeignet wäre, die zweifellose Unfähigkeit zu einer unstattgemäßen Kohabitation zu beweisen. In der Schatulle könnte ja das Stück eines anderen aufbewahrt worden sein, gibt es doch so allerhand in Verse geschmiedete Freundschaftsdienste in jenen antikenseligen Zeiten: Wer weiß, wer in diesem Bunde der Dritte gewesen sein mögen hätte können. (Man gewähre ihm die Bitte.)

Zitiert nach Wikipedia/Kombabus [10.8.2016] (U. a. um die Jahreszahlen ergänzt).



Entkommen (21) – Der Erschöpfung Montag, 8. 8. 2016, 12:00

»Weniger Fleisch essen, weniger fliegen, gut isoliert wohnen.«
Tipp zum Welterschöpfungstag, gegeben im Radiojournal des 8.8.2018 um 8 Uhr.

Also beim isoliert Wohnen sind wir im Österreich schon Weltmeister, es kommen so ja auch weniger Fliegen herein, es gibt für die ja heutzutage recht taugliche Gitter. Red’ uns also keiner an zwengan Fleisch.
(Wer dringe denn auch durch in unsere Wattewelt?)



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