Tierschutz Mittwoch, 16. 8. 2017, 8:51

Wenn nachts die Fenster sperrangelweit aufgemacht werden müssen, gilt es, sich vor ungebetenen Tieren zu wahren. Als weiterentwickelnde Abwandlung von in diversen Ein-Euro-Shops angebotenen Plastikkrähen empfehle ich, dortselbst ausgemusterte Merchandise-Puppen (Oger, Superheros, impressive Muppets- bzw. Sesame-Street-Figuren) zu erstehen und sie in die Mitte des leeren Luftraumes zwischen den Fensterrahmen zu hängen. Das beeindruckt garantiert alle Tauben (die primäre Zielgruppe) und überhaupt sämtliches Feder- wie Fledergetier (gerät einem fabelhaft gerne in die Haare), aber es hilft insbesondere auch gegen sämtliche größeren Tiere, und das mit hundertprozentiger Effizienz: Tatsächlich ist bis heute kein Wal hereingekommen.

Insekten sind kleinere Probleme.



Umbrüche Montag, 14. 8. 2017, 8:47

AUA verdoppelt Quartalsgewinn
orfon

Wenn man bedenkt, dass heutzutage die Verfasser von Nachrichten mit einer immer verminderten Apperzeptionsfähigkeit präsumtiver Leserinnen und Leser zu rechnen haben, trauen die Leute von orfon ihrem Publikum eigentlich allerhand zu.

2 mal 4 ist 8, aber wieviel war noch einmal das Doppelte von einem Viertel?

Jetzt wird gerechnet.



nicht verloren Samstag, 12. 8. 2017, 22:53

Der für Abstinenzfragen zuständige Bischof Tadeusz Bronakowski (…). Unter 191 Staaten nimmt Polen, was Alkoholkonsum betrifft, den 21. Platz ein, (…).
kurier.at

Es kann also noch daran gearbeitet werden, und abgerechnet wird am Schluss – und im Promillebereich. Beruhigend indes ist, dass es in Polen einen eigens zuständigen Bischof für Abstinenzfragen gibt. Oder beunruhigend, wie man’s nehmen mag. Ein Platz in den Top Ten müsste allerdings bitteschön schon drin sein, und mit derartigem Gottesbeistand (ER ist Pole!) kann Polen so leichtheraus keinesfalls verloren gegeben werden.

Umpolen laute die Devise. Umungarnen, jaja, auch.



Showdown & -up (Nachtrag) Donnerstag, 10. 8. 2017, 10:16

– Endlich verstand ich (und plötzlich), was meistens der Grund davon ist, dass man nicht einschlafen kann: man hat keine Träume bereit.
Ludwig Hohl, Nuancen und Details

Das ist bitte, bei allen Kalamitäten des Aufwachens, im voraus mitzubedenken, wenn man sich zur Ruh begibt. Und Hohl meint nicht irgendwelche Träume: Richtige Träume! (Gewissermaßen welche mit Pitralon®.*)

____________________________
* Für die später dazugekommenen: In den siebziger Jahren gab es eine Fernsehwerbung für das Rasierwasser Pitralon®, die mit dem Slogan

(Männerstimme:) »Männer –«
(fordernde Frauenstimme unterbricht:) »rrrichtige Männer! –«
(wir schalten zurück zur Männerstimme:) »nehmen Pitralon® – und bleiben dabei!«

sämtliche österreichischen und deutschen Männer vor den Fernsehbildschirmen zu rrrichtigen Männern machen wollte.

Bei uns nutzte das wenig: Zum Vatertag gab’s den Trittbrettfahrer Pitrell®, deswegen konnte Papa nie zu einem pubertätstauglichen Role Model aufsteigen. Die Väter der (schneidigen) Schulkollegen hatten Pitralonväter mit Tischtennisraum und Sauna im Keller – und Mütter, die Monika hießen und »rrrichtige Männer« glaubwürdig sagen konnten. (In der Volksschule gab es wenige schneidige Schulkollegen, wenn ich es recht bedenke lediglich zwei, den Gasperlwalter und den Leitgebthomas, und dem seine Mama, die er Mutti nennen durfte, hieß wirklich Monika.)



Showdown & -up Dienstag, 8. 8. 2017, 8:34

You have to have a dream so you can get up in the morning.
Billy Wilder

Aufwachen ist Verwandeln. So ist es doch: Wir erwachen aus Träumen, donnern als Chauffeure von Autobussen mit akutem Bremsversagen (das Pedal lässt sich keinerlei Widerstand gebend und ohne alle Wirkung durchdrücken) talwärts; ziehen an Rollos, die uns, Riesenlöcher herausgefallener Aufhängungen hinterlassend, auf den Kopf donnern; rennen völlig aussichtslos und von einem zähen Äther inhibiert bis jenseits der völligen Erschöpfung einem dramatischst zu erreichenden Ziel hinterher; (…) und dürfen erschöpft aufwachen, erleichtert erst, nachdem die schwüle Schwere des Traum-Showdowns sich allzuallmählich zurückgezogen hat: Sie bleibt im Raum um uns, wartet genüsslich auf den kommenden Morgen.

Wir können nicht, wir müssen auf!

Gregor Samsa, da er sich vor Billy Wilders so gesehen garnichtsopoetischem Sinnspruch in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt fand, der hätte ihm schön was geblasen. Indes, der Verdacht kommt auf, dass es mit der Rückverwandlung beim Aufwachen ein Problem gegeben hat; es ja in der Tat wie der Wiedereintritt einer Raumkapsel in die Erdatmosphäre.



Kartell, dreifaltig Sonntag, 6. 8. 2017, 7:06

Vatikan will Netzwerk gegen Korruption gründen
orfon

Das sind ja schon einmal drei vielversprechende Eyecatcher: Wir dürfen uns zu den Topoi ›Vatikan‹, ›Netzwerk‹ und ›Korruption‹ nun die allerschönsten Ausmalungen machen.

Es wird himmlisch.

PS: Man beachte auch die Uhrzeit der Freischaltung dieses Beitrags, berechne die Minuten von der Sechsten Stunde ab.



wehrloslos Freitag, 4. 8. 2017, 8:21

Peter Seisenbacher verhaftet
orfon

Er hat sich nicht gewehrt. Es gilt – nicht nur bei neunjährigen Mädchen – die verlorene Unschuldsvermutung.



Abwesende angenommen Mittwoch, 2. 8. 2017, 8:35

Fast jeder hält sich für netter, als er ist
orfon

Manche indes wissen, dass sie Kotzbrocken sind. Für beide – lediglich Phänotypen sind’s – gilt wie stets, und das meine ich totaal lieb: Anwesende ausgenommen.

(Wird in loser Folge und ungekennzeichnet fortgesetzt: Bleiben Sie dran!)

______________________________
In eigener Sache/z. gfllg. Kenntnisn.: Nach einer Zeit, in der, abhängig von der Einordnung des Texts und allfälliger Weiterverwendung qua copy+paste, hierblogs entweder puristische klein- oder aber Klein- und Großschreibung (nebeneinander in Koexistenz – mal so, mal so) gepflogen wurde, werden fürderhin sämtliche Artikel (unbestimmte, bestimmte) von mir in konventioneller Groß- und Kleinschreibung verfasst und auch so erscheinen. Diese Umstellung wird nach und nach auch auf meiner offiziellen Internetrepräsentanz muetter.at vollzogen werden.

Heidelbert, am 1. August 2017



runde sache Montag, 31. 7. 2017, 12:32

kreise: audi tauscht halben vorstand aus
orfon

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/92/Audi-Logo_2016.svg/2000px-Audi-Logo_2016.svg.png

bekannterweise haben wir es bei audi mit in summe vier (einander überlappenden) kreisen zu tun. jetzt, frage: wieviele und welche kreise nun sind es genau, die über einen angeblich bevorstehenden vorstandsaustausch bescheid zu wissen vorgeben? und, wenn es sich um den halben vorstand handelt, bleiben dann zwei kreise über oder aber, und das steht zu befürchten, wird es sich nur noch um lediglich vier halbkreise handeln?

(immerhin, sind ja auch runde sachen.)



butterfly-marketing Samstag, 29. 7. 2017, 11:56

wie ein schmetterling torkelte sie um die gruppe (m/f) herum und hängte jedem einzelnen, ohne zu achten, worüber gerade geredet wurde, ihre botschaften um –

(allgemein schwieriges leben; früher flöte gespielt; entsetzlicher, vielfach traumatisierender lehrer; jetzt schlagzeug probierend; aber alles so anstrengend; aber was du/ihr macht, ist genial; von soviel zuviel kopfweh; und dann noch die probleme mit der wohnung; obwohl, die scheidung vor drei jahren war schon gut, darum wieder der alte, eigentlich viel schönere und passendere name, weißt’ eh; dazu die probleme mit dem job; überhaupt, es sei ohnehin alles marketing…)

– und flatterte dann wieder weg. zurück blieb eine unangenehme leere, ratlosigkeit. die gruppe hatte vergessen, worüber sie zuvor diskuriert hatte, man redete ausschließlich über die themen des weggetorkelten schmetterlings.

immerhin, effektiv, das mittel. der zweck?

hmm…



junge römer Donnerstag, 27. 7. 2017, 13:35

malaria plagte schon die alten römer
orfon

etliche alte römer starben ja alser junger, vergisst man gern.



chefsache Freitag, 21. 7. 2017, 15:31

feuerwehrmann von blitz getroffen
orfon

man ahnte es bereits, nun ist es offenbar geworden: nicht nur stehen die florianijünger – völlig zu recht! – unter dem generellem verdacht der brandstifterei, machen manche von ihnen (die perfide speerspitze) nun auch in blitzen.
als patron würde ich – blitze sind nun einmal chefsache – meinen rücktritt einreichen.



pro portion Donnerstag, 20. 7. 2017, 8:56

us-firma nimmt 3.250 tonnen würstchen vom markt
orfon

das ist nun aber bitte nicht den heutigen usancen entsprechend. nämlich – die proportionen! – da vertragen sich zwei begrifflichkeiten nicht (eine, immerhin zeitgemäße, klassische unverträglichkeit): bitte, wenn tonnen, dann würste, nilpferdpenisdicke würste, von der braunschweiger aufwärts. oder, auch denkmöglich, wenn würstchen, dann bitte gramm, und natürlich light, der leichte genuss, modern.
nichtsdestotrotz, wenn moderne würstchen splittern (knochensplittern!), muss man sie – zack! – vom markt nehmen, soviel ist klar.
jetzt sind wir sicher.



von wegen Dienstag, 18. 7. 2017, 10:44

an deutschland führt kein weg vorbei
orfon

will man z.b. nach frankreich, kann man, wahlweise, durch die schweiz oder auch über italien reisen. (zugegeben, nach dänemark würd’s schwierig.)
da sich der der anklikküberschrift zugeordnete artikel jedoch auf eine (der begriff braucht nicht gegendert zu werden, es handelt sich um eine damenbewerbin) fußball-europameisterschaft bezieht, die sich in den niederlanden abspielt, befragen wir eine einschlägige navigations-applikation und erfahren: außen rum ginge es schon, es wäre aber gar etwas umständlich. bei der überschrift handelt es sich also um eine, wenn auch bedingt, sog. wahre aussage.
oder, vorschlag, die damen nehmen ein flugzeug (in deutschland, vor allem im norden, gerne fluchzeug genannt).
wir alle wünschen jeder alles gute.



finder Sonntag, 16. 7. 2017, 9:06

großangelegte suchaktion nach schwammerlsucher in tirol
orfon

findend, ein stück
personen
    suchend
    findend
ernst jandl

aus anwendewortschatzerweiterungsgründen schlage ich vor, hinkünftig auch begriffe wie pilzesucher oder schwammerlsammler zumindest in schlagzeilen zu verwenden und weiters das noch auszudifferenzieren: einheimischer (bangen) – ausländischer (hämebereitschaft).
im gegenständlichen, dramatisch verlaufenen und letztendlich gottlob glücklich ausgegangenen fall, wurden aus 80 einen einheimischen suchenden 80 einen einheimischen findende. ins alpinopernfach übertragen dürfen wir uns jedoch keinen tiroler sucherchor vorstellen (der zum finderchor umschlug): gefunden wird in aller regel nur von einem (arie des finders); im gegensatz zur zweckmäßigen individuellen schwammerlaufspürdiskretion ist so jemand (der schwammerlsucherfinder) jedoch unbedingt angehalten, sofort meldung zu geben, vgl. das meldeamt im ausguck von schiffen: »land in sicht!« bzw. »schiff backbord voraus!« oder »der weiße wal!«,
es folgt wechselseitiger gesang auf höchstem emotionalem level.
indes, ob und wieviele schwammerl der dramatisch verunfallte und wiedergefundene gefunden hat, darüber wurde nichts gefunden.



platzmachen Mittwoch, 12. 7. 2017, 10:47

dosenthunfisch-hersteller will sozialer produzieren
orfon

wie dürfen wir uns das vorstellen? stücke von mehr als einem tier pro verpackungseinheit, eine art gemischter satz also?
gespannt warten wir auf ähnliche, ja: weiterreichende schritte auch bei den schon vielfach und zu recht als – sprichwörtlich! – allzueng bemängelten sardinendosen.



erfolgsabfolge Montag, 10. 7. 2017, 8:20

gabaliers erfolgsgeheimnis
heute in der krone!

sonntagszeitungsaushangtaschenwerbeeinlageaufschrift

strategie:
1. krone bargeldlos erwerben
2. erfolgsgeheimnis erfahren
3. erfolgreich sein
4. geheimnis geheimhalten
optional:
5. im konzerthaus auftreten

merke (1): wer nicht erfolgreich ist, ist selber schuld.
merke (2): der schreiber dieser zeilen hat die schritte 1 – 4 übersprungen; nicht zu empfehlen.
merke (3): selbst für billeteure und saalplatzanweiser gibt es kein leicht verdientes geld.



hinausgewachsen Samstag, 8. 7. 2017, 9:48

Boris Becker bekommt nur mehr Taschengeld
derstandard.at

Das wollen etliche Heranwachsende auch: Nur mehr Taschengeld; und sonst tunlichst in Ruhe gelassen zu werden. Wer wollte das dem einst (und wohl für Menschengedenken) Allerjüngsten nicht auch vergönnen!?

Merke jedoch: Lediglich alles Immaterielle, das wir je bekommen haben, kann uns nicht mehr genommen werden. Machen wir also rechtzeitig was daraus, damit wir dann, wenn wir seinesgleichen benötigen, gehörig darüber verfügen können. (Eingeräumt sei: Für etliche mag dieser Hinweis etwas verspätet daherkommen.)



Braune Zwerge Donnerstag, 6. 7. 2017, 10:27

Die Milchstraße wird von Milliarden gescheiterter Sterne bevölkert.
Radionachrichten, Österreich 1 (6.7.2017, 10.00)

Es handle sich um sogenannte ›braune Zwerge‹, sagt der Nachrichtensprecher mit professionell innerlich unbeteiligter Stimme, wobei dem aufmerksamen Hörer ein leichtes Beben nicht gänzlich unverborgen bleiben kann. Oder ist’s das eigene Beben, das man da dem ehrlicherweise als idealtypisch Nachrichten sprechenden Sprecher zu Bezeichnenden unterschieben will?
Wir befinden uns im Darknet des Universums, und entsetzlich passend dazu kommt aktuell die Meldung herein, dass ein gigantischer Kinderpornoring aufgedeckt werden konnte. Abermals, und diesmal gespenstisch unbeteiligt, der neutrale Sprecher.

Müssen solche Meldungen ausgerechnet am Welttag des Kusses verbreitet werden?



verhundst Freitag, 16. 6. 2017, 11:40

pflichtgetreuer hund
betreten auf eigene gefahr
tierschutzhinweis, kleingartenparzellentor

wie betritt man eigentlich korrekt einen hund? einen pflichgetreuen gar? wer würde hernach eher betreten aussehen? (wie betreten?)



Wie alles sein wird (in progress, 2) Mittwoch, 14. 6. 2017, 12:35

Von vergessenen schirmen (blauen, violetten, seegrünen) zu träumen, deutet auf einen trockenen sommer hin, sowie auf die zahl dreiundvierzig, derer du an gewitternahen juliabenden eingedenk sein sollst. Darüberhinaus zähle alle von dir gesehenen schwäne, töte den dreiundvierzigsten und du wirst finden in seiner bitteren galle eine perle von seltener größe. Sie macht dich unsichtbar.

H. C. Artmann: Grünverschlossene Botschaft, in: Ders.: Gesammelte Prosa II. Salzburg/Wien: Residenz, 1997. (S. 206)



überreif Dienstag, 13. 6. 2017, 13:13

3 selbstbräuner für faule
kurier.at

(äpfel, birnen, bananen, vermutlich.)



Wie alles sein wird (in progress, 1) Montag, 12. 6. 2017, 12:32

Das süchtige Herz des Menschen, das begierig auf ein Zerreißen des dunklen Schleiers wartet, welcher die Zukunft birgt, hat nicht genug mit den Blitzen, die unverhofft, und einen Blick eröffnend, hervorschlagen; es bemüht sich, in das Geheimnis des Kommenden einzudringen. Das treibt zum Erfragen der Zukunft.

Aus: Vorzeichen, Prodigia. In: Hanns Bächtold-Stäubli (Hg.): Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. Bd. 8 (Silber–Vulkan). Berlin: de Gruyter, 1937/1987 (Sp. 1754).



evolutionsschritt Mittwoch, 7. 6. 2017, 11:59

lunchpaket rührt internet zu tränen
kurier.at

im kurier scheint es heimlich eine serie völlig angerannter überschriften zu geben, sie sind imstand und überholen noch die praktikanten bei orfon: dass das internet – abseits einschlägiger special interest-bereiche – sowas wie tränen abgeben kann, ist neu, und unvermittelt taucht die frage auf, wohin die wertvolle flüssigkeit denn abrinne.
andrea grills buch »das paradies des doktor caspari« handelt von einem lepidepterologen, dessen passion calyptra lachryphagus ist, eine art schmetterlinge, die menschlicher tränen bedarf um sich reproduzieren zu können. wie dürfen wir uns also derartige internet-butterflys vorstellen? und erst das lunchpaket?



langstreckenende Samstag, 3. 6. 2017, 9:09

david alabas wettlauf mit dem eigenen knie
kurier.at

es ist ein knie, sonst nichts
christian morgenstern

nach gut hundert jahren wissen wir endlich, wohin das von morgenstern besungene schenkelverbindungsgelenk sich verlaufen hat. wollen wir uns also freuen, wenn es hinfort nicht mehr einsam durch die welt gehen muss! beim zieleinlauf (dem abpfiff) wird unser weltkicker dann jedenfalls erfahren haben, wer gewonnen haben wird, er – oder er.
beiden halten wir alle daumen!



mit vollen händen Donnerstag, 1. 6. 2017, 13:09

was uns das internet nicht an großartigen, ja: längst überfälligen produkten beschert! bereits zumindest 80.000 leute vertrauen einem gewissen geldbörsel, und selbstredend (ich bin doch nicht blöd) werde auch ich schnellstens bestellstens zu ihnen gehören. da das in deutscher wertarbeit hergestellte produkt ohne zweifel hält, was es verspricht, nämlich »60 tage geld-zurück-garantie«, gilt es fürs erste penibel buch zu halten und alle belege für sämtliche ausgaben aufzubewahren, rollierend 60 tage zurück: noch heute beginne ich mit dem anstauen durch geldausgeben, und ab ende august wird kassiert!

wie heißt es doch so zutreffend im österreich: nur bares ist (bzw. war) es (bzw. wird es gewesen sein)!

(aber geh!)



raumzeit Dienstag, 30. 5. 2017, 10:28

österreicher sind länger krank als anderswo
kurier.at

zum raum wird hier die zeit.
gurnemanz, in: richard wagner: parsifal

bei uns gilt: zur zeit wird hier der raum.



große chance Samstag, 27. 5. 2017, 12:29

wolfsburg spielt um seine zukunft
orfon

mit einigermaßen historischem bewusstsein versehenen muss diese sportjournalistische kurzüberschrift wie ein prekärer beinahe-haiku erscheinen. im text erfahren wir, dass ein horrorszenario drohe, also wolle man die konzentration aufs sportliche legen. (worauf sonst noch?, frage.)
wollen wir hoffen, dass sich die spieler aus der volkswagen-stadt im kampf gegen den abstieg ins unterhaus nicht allzusehr verschanzen müssen und dass alle wieder gut herauskommen, aus allem.
der gegner indes ist kein lercherl: braunschweig. eintracht braunschweig.
aber dann: auf die autobahn! (die bleibt, nach allem.)



[blockakkordarbeit] Donnerstag, 25. 5. 2017, 9:15

der so umfassend gelehrte klavierspieler, faszinierend, was der alles wusste und wie beredt er es unter die leute bringen konnte! dass es wirkte, wie man sich einen boogiewoogietänzer in schischuhen vorzustellen hätte oder, genau! …

…, wie ein überlebensgroßer kirsteinblockmalzmann – der hat’s mir angetan! –, spielte dabei keine rolle und war dem erlebnis des vortrags tatsächlich in keiner weise abträglich. (nämlich: wer die ohren aufsperrte, hörte differenziertestes musizieren – wiesehr der sehsinn doch trügt!)

… beglückend! (macht mut.)



Futur, exakt Dienstag, 23. 5. 2017, 12:12

Vorschau s. Nachtrag
Lemma, Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens (Bd. 8: Silber–Vulkan)

Wir werden es gesehen haben.
(Korrekt: Wir werden es schon seit eh und je gewusst haben.)



kein reim Sonntag, 21. 5. 2017, 9:59

auf ihn kann österreich immer zählen …
… während andere nur kurz vor wahlen scheinbar klüger werden
fpö sonst wird sich nie was ändern
die soziale heimatpartei (2017)

wenn wir wollen, dass alles so bleibt wie es ist, dann ist es nötig, dass alles sich ändert.
il gattopardo (1958)

wir sehen den obmann der fpö (ohne seine intellektualistisch so kleidsame neue brille), in der hand hält er einen tablet-computer (vermutlich mit auto-schrift- bzw. bildscharfstellfunktion), aber irgendwie wirkt das alles nicht wirklich dynamisch. und schon fragt man sich im österreich, wie das den kommen könne, dass wir keinen knackigen diskontreim lesen dürfen: ob er gar schwächle, der kickl?

(anm.: auf bildliche darstellung wird – stichwort: abbildungsverbot – verzichtet.)



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