Entkommen (14) – Sammeln Mittwoch, 22. 6. 2016, 12:00

Sammeln. Der Versuch, mit einer selbstgemachten Welt jener Welt, in der wir leben, die Stirn zu bieten. Die Bestandteile, aus denen der Sammler seine Welt zimmert, sind aus der Lebenswelt gestohlen, ihrer angestammten Funktion beraubt, aber als ehemalige Weltbestandteile dennoch Zeugen dafür, dass sich der Sammler nicht restlos von dieser Welt verabschiedet hat (an der er ohnehin in der einen oder anderen Form noch teilhaben musss). Das Exil der Sammlung ist kein vollständiger Auszug aus der Welt und keine vollständige Aufkündigung des Weltvertrauens. Sammeln bedeutet, sich die beste der einem selbst möglichen Welten zu erschaffen.

Andreas Urs Sommer: Die Kunst, selber zu denken. Ein philosophischer Dictionnaire. Frankfurt/M: Eichborn, 2002 (S. 227f).



Entkommen (13) – Abheben Montag, 20. 6. 2016, 12:00

Merke jedoch (Berthold Buntspecht spricht):
»Wir dürfen den Ast, auf dem wir sitzen, erst ab-
sägen, wenn wir fliegen können.«
Robert Gernhardt



Schule des Staunens 17.3 Donnerstag, 16. 6. 2016, 12:00

Ich habe die Nase allmählich voll mit den Wiener Zuständen. In letzter Zeit habe ich besonders ekelerregende Erfahrungen gemacht (…), ich neige sonst nicht zur Paranoia, doch werde, falls ich in Wien bleibe, allmählich einem Verfolgungswahn zum Opfer fallen, ich denke allmählich ernst darüber nach, anderswohin zu ziehen, nach Deutschland oder nach Skandinavien, denn man kann nicht ewig in einem resonanzlosen, ja schalltoten Raum leben und arbeiten, das wirkt verstummend und verstümmelnd auf die Arbeit zurück, doch genug vom Nörgeln.
György Ligeti, Brief an Harald Kaufmann, 4.1.1968.

(Aus meinem Manuskript zur Schule des Staunens vom 11.6.2016. Wird auf Nachfrage gern als .pdf zugesandt.)



Schule des Staunens 17.2 Sonntag, 12. 6. 2016, 12:00

Eine ausgewogene Zufriedenheit (nicht zu verwechseln mit Friedhofsruhe, wo jede Individualität zurechtgeschoren wird) schien als Wolke im Saal zu stehen und verblieb, lange noch. Die Kombination Ligeti – Purcell, in wohltuend applausloser Abfolge dargebracht, erwies sich als kunstvoll austarierte Einheit. Die (gewissermaßen) totalen (nicht: totalitären!) Klänge Ligetis wurden durch die stille Innigkeit Purcells gefasst, ermöglichten zwischendurch ein Zurechtrücken der Organe, Magnetisierung, bevor es wieder (man verzeihe das abgegriffene Bild) hinausging ins All. Wobei »San Francisco Polyphony« (1973/74) mir fast wie eine imaginäre 37. Symphonie Mahlers erscheinen musste bzw. durfte.

Nach meinem Zwischenspiel sprach mich eine von einem Herrn begleitete Dame mit einem Akzent, der mir ungarisch vorkommen musste, an. Ob das ich sei, der den Text in der Ankündigung verfasst habe, diese Worte über Ligetis Grab am Wiener Zentralfriedhof? – Ja, der sei von mir. – »Ich danke Ihnen vielmals, das hat noch keiner in aller Kürze so zutreffend gesagt. Es trifft genau unsere Absichten: Wir sind nämlich die Architekten
[Aneta Bulant-Kamenova & Klaus Wailzer; und, ja, bulgarisch (oder zumindest mit slawischem Einschlag) hätte es mir getönt, wären meine Ohren nicht vom Thema geblendet gewesen: man nimmt halt immer das wahr, was man zu wissen meint. Indes, die Welt ist weit weiter.]

Was jedoch die bestürzend rückstandslose Kraftmeierei von »Ein Heldenleben« mit der innigen Intensität zuvor zu schaffen haben könnte, hat sich leider nicht erschlossen: Es bleibt einem nach dieser aufwendigen (und höchstvergeblichen) Demonstration vorgeblicher Stärke eine Art verkaterter Nachgeschmack in den Ohren. Natürlich, ein tourendes Orchester (eines vom Rang der Bamberger gar) möchte seine Brillianz vorführen, und was hat man auch dagegen aufzubringen, wenn es der Chefdirigent im vorletzten Konzert seiner Amtszeit noch einmal so richtig krachen lassen will. Ob das aber nicht auch mit feinstofflicheren Klängen möglich wäre (sagen wir Bartóks – oder Lutosławskis – »Konzert für Orchester«, oder etwa Janáček, Martinů, Hartmann,…), muss als ratlos gestellte Frage im Raum stehen bleiben. Die keinesfalls konfliktfreie und doch seltsam wohlige Wolke im ersten Teil war da von ganz anderer, kathartischer Qualität. Aber vielleicht muss es so sein: Vergegenwärtigen wir uns die Situation am Zentralfriedhof, wo in unmittelbarer Nachbarschaft zu Ligetis Grab protzig-dominant ein theatralisch verdeckter Stutzflügel aus fettem Marmor (samt Blechrose) an Udo Jürgens erinnern soll, Nummer 1A, was sonst. Der schlichte Glasmonolith für Ligeti spricht da eine ganz andere Sprache, eine die sich mitteilt, dialogisch: Es gilt weiter zu hören.

Mit den Menschen, die zu meinem Nachspiel gefunden haben, durfte ich die gemeinsame Imagination allergrößter Musik erleben.

Danke allen Ermöglichern.
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NB: Meine Manuskripte zur Schule des Staunens (.pdf) gibt’s gern auf Nachfrage.



lokalwechsel Donnerstag, 9. 6. 2016, 12:31

mense maio wird nahezu täglich in diesem praktisch beim traumschloss gelegenen hotel traumhochzeit gefeiert, gestern waren ina und ulf dran. am für diesen teil des landes wohl verrucht späten morgen (9.30!), da man die gestern noch als chiffonbonbon drapierte braut zum glück aller nur noch an ihrer liebenswürdigkeit erkennt, wird beim frühstücksbuffet halblaut gewitzelt, wobei die redehand leicht ein- und auswärts fächelnde bewegungen vollführt, es muss etwas geheimes, schelmisches bedeuten, alles streng im spaß, den ein jeder versteht. wo sich der bräutigam befindet, ist indes noch unklar: man wird ihn finden.
weit, sehr weit weg, wenn er mumm hat.



ganz ungezwungen Dienstag, 7. 6. 2016, 8:17

auch im vierten durchgang hielt der serbe murray ständig am laufen und zwang den weltranglistenzweiten zu unerzwungenen fehlern
orfon

jetzt wirds, wie stets in der hiesigen sportpublizistik, philosophisch. und als von grundauf philosophischste aller menschengattungen (österreicher) jubilieren wir, als hätte unser thiem gewonnen, weil wir nunmehr über eine (zusätzliche) generalausrede verfügen, die sich bestens und von selbst in unser stets selbstmitleidbereites sein integriert: »was hätte ich machen sollen, er (sie, die welt insgesamt) hat mich beständig zu unerzwungenen fehlern gezwungen!« als zusätzlicher trost bleibet die zusicherung, damit zum weltranglistenzweiten aufzusteigen. so können wir zudem unseren dackelblick behalten und steigen damit (bei uns) zur position »erster der herzen« auf. davon kann uns keiner mehr verdrängen, und wenn, dann nur mit dem aufzwingen unerzwungener fehler.
weiterhin gilt: ein jeder hat das recht, jene fehler zu machen, die er für richtig hält.



Schule des Staunens 17.1 Sonntag, 5. 6. 2016, 12:00

Samstag, 11. Juni 2016, 19.30
Wiener Konzerthaus (A)
, Wotruba-Salon – Pause und nach dem Konzert*
Schule des Staunens Zwischen– und Nachspiel
György Ligeti und Harald Kaufmann
Über die Möglichkeit der Freundschaft von Wissenschaft und Kunst
Bertl Mütter, Vortrag und Posaune

Ligetis Grab am Wiener Zentralfriedhof ist von einer unsentimentalischen Schlichtheit und erscheint – wie jenes von Franz West – wohltuend dem Leben zugewandt. Unbeholfen unter fettem Marmor verdeckte Konzertflügel können das kaum: Künstler brauchen Menschen, die ihnen wesentliche Fragen stellen.
Hier geht es um György Ligeti und Harald Kaufmann, seinen engsten Freund nach der Emigration aus Ungarn. Beide haben sie jenen gekrümmten Blick, damit das Detail dran hängenbleibt (Jules Renard).
Was für ein Glück.

http://www.viennatouristguide.at/Friedhoefe/Zentralfriedhof/Index_33_G/Bilder_33G/west_s0a.jpg

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*Das Konzert, auf das sich meine staunenden Überlegungen beziehen, beginnt um 19.30 im Großen Saal.

Interpreten

Bamberger Symphoniker–Bayerische Staatsphilharmonie, Orchester
Hille Perl, Frauke Hess, Julia Vetö, Christian Heim, Violae da Gamba
Jonathan Nott, Dirigent

Programm
György Ligeti
Atmosphères (1961)
Lontano (1967)
San Francisco Polyphony (1973-1974)

– jeweils im Wechsel mit –
Henry Purcell
Vierstimmige Fantasien für Streicher (1680)
***
Richard Strauss
Ein Heldenleben. Tondichtung für großes Orchester op. 40 (1898)

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NB: Meine Manuskripte zur Schule des Staunens schicke ich Ihnen auf Nachfrage gern als .pdf zu.



zum hadern Freitag, 3. 6. 2016, 10:45

christliche araberin ist israels schönste transsexuelle
orfon

das sitzt. oder, anders ausgedrückt: was ist jetzt bitte mit den zuckerkranken kurden?



datenschutz ist personenschutz Mittwoch, 1. 6. 2016, 10:44

»wolle sie mir ihre zimmenumme gebe?« fragt die gezielt auf mich zustechende dame beim frühstück diskret und, so will es scheinen, mit einem aufgeräumten blinzeln. was ich sogleich entrüstet von mir weise, außerdem komme ich heute nacht wirklich erst sehr spät nach hause, und da will ich bitte schlafen.
sag ich natürlich nicht und murmle, so neutral-freundlich mir in aller früh zu gebote steht, meine zahl (die ich hier nicht verraten möchte).



wieviel? Montag, 30. 5. 2016, 10:43

das hotel ist nahe am schlosspark. das zimmer nummer 319, zweites obergeschoß, wurde von einem fräulein (mrs.) kaninchen gereinigt. ich kann mir nicht vorstellen, wieviele tonnen handtücher tag für tag in den hotels nicht nur dieser welt völlig unnötig gewaschen werden. für fragen, wünsche oder anregungen wende ich mich bitte an die rezeption.



ominös Samstag, 28. 5. 2016, 9:11

im fond. die herren wollen, voll lauterster absicht, charmant sein und bedanken sich bei der fahrerin. man sei sehr zufrieden, seitens der veranstaltenden festspiele eine derart nette und kompetente chauffeuse geschickt bekommen zu haben. freundlich und wirsch (keinesfalls unwirsch) werden wir belehrt, dass man das [öse]-wort, in deutschland, nicht mehr gebrauchen darf, sonst (…), weder chauff noch fris, und schon garnicht mass. als im französischen angelernt-alertem muss einem sowas weh tun, aber was soll’s. an einer hydrantin steigen wir, leicht betropezt, aus. jedoch – damit es gesagt ist –, wenn es auch weniger ungesund ist, als es aufs erste scheinen mag: eine frittörin kommt mir bitte nicht ins haus!



Schule des Staunens 16.4 Mittwoch, 25. 5. 2016, 12:00

Unter allen nur unzureichbar interpretierbaren Komponisten erscheint Schubert als der unerreichbarste: Artur Schnabel, gewissermaßen der Entdecker (der An-den-Tag-Bringer) der Schubert-Sonaten, wusste darum und nannte sie »Kompositionen, die besser sind, als man sie aufführen kann.«

Glenn Gould, dieser tragische Hyper-Perfektionist (denken wir nur an seine Tonbandschnipseleien), hat überhaupt keinen Schubert aufgenommen: Lediglich in einer kanadischen Fernseh-Dokumentation aus dem Jahre 1959 (»Glenn Gould Off the Record«) findet sich eine Perikope von lediglich 47 Sekunden, da spielt und singt er in seinem Landhaus, nachdem er seinem Gesprächspartner die rhetorische Frage »Is this shy music?« gestellt hat, den Anfang des ersten Satzes von Schuberts 5. Symphonie in Bb-Dur an, wobei er recht recht unbekümmert in die Tasten greift, auch in den Gatsch, wie wir sagen. – Tut das gut, Imperfektes, mithin Menschliches (jenseits der bekannten, gepflegten Marotten und Exzentritäten) von so einem musikalischen Erzengel miterleben zu dürfen: Das entdiminuisiert unsereins! Und: Ist’s auch das Einzige, was wir von Gould über Schubert haben, so hat er doch in dieser rhetorischen Frage ganz gut den Kern der Angelegenheit getroffen. Sowas kann auch nicht ein jeder. 
In den Kommentaren, wie sie auf youtube üblich sind, sehnt sich ein Gould-Fan aus New York City an diesen geweihten Ort, möchte unverzüglich aufbrechen, bremst sich allerdings gleich wieder ein, indem er mit befremdlicher Gewissheit mutmaßt, dass sich dort wohl inzwischen, wie überall auf der Welt, alles zum Schlechteren verändert haben dürfte. (Muss wohl Wiener Vorfahren haben, wenn er derart ansatzlos zu måtschkern in der Lage ist.) Dem Kommentar wird mit schlagend-affirmativem amerikanischen Optimismus gekontert: »As long as you idealize the past the present will always disappoint.«

Auch Friedrich Gulda hat sich bei Schubert merklich zurückgehalten – angeblich, weil er sich vor der seiner Musik innewohnenden suizidalen Tendenzen bewahren wollte: »Mein Verhältnis zu Schubert ist bis heute eines von äußerster Zurückhaltung und Scheu, ja geradezu Furcht. (… ) Von dieser (…) zutiefst wienerischen Schubert’schen Grundstimmung angesteckt zu werden, empfand und empfinde ich bis heute als existenzielle Gefährdung. Mich in sie heineinfallen zu lassen, wie es ja eine ernstzunehmende Interpretation erfordert; als Urwiener um diese Schubert’schen Abgründe wissend mich ihnen gänzlich hinzugeben; das eben erzeugt bei mir erwähnte Scheu, Zurückhaltung und Furcht.» Auf Wienerisch sagte er es dem ORF-Produzenten Gottfried Kraus eines Novemberabends in den späten Achtziger Jahren auf der Straße so: »Då kaun i mi jå glei umbringan.«

(Aus meinem Manuskript zur Schule des Staunens vom 19.5.2016. Wird auf Nachfrage gern als .pdf zugesandt.)



Schule des Staunens 16.3 Montag, 23. 5. 2016, 12:00

Wir befinden uns inmitten einer Konzertreihe, die sich der zyklischen Aufführung einer Werkgruppe widmet. Ob es bei großen Kunstwerken so sein kann wie bei den in der Populärwissenschaft so beliebten Stammzellen? Dass eine einzelne Zelle über die Information(en) des gesamten Organismus verfügt, sodass sich daraus sogar alles rekonstruieren lässt? – Aber wir können doch immer nur das eben erklingende Musikstück hören. Wie setzt sich das nun in uns zu einem Großen Ganzen zusammen? (Hier: Schubertharz.)

Jetzt. Was wäre sowas? Wie kann man die Schubert-Empfindung – und das ist eine sehr spezielle Empfindung – dingfest machen, ohne sie ihres Zaubers zu berauben oder gar sie zu zerstören? Wie machen das Meeresbiologen, wenn sie so eine fragile Qualle herausnehmen? Als Kinder sind wir gescheitert, im Sand von Càorle waren sie nur noch eine glibbrige Masse, eklig, und keinesfalls die Essenz, das Quallenhafte der Qualle (würde Heidegger sagen). Antonius von Padua, dem wortgewandten (vermutlich hat er bei seiner völlig unnötigen Fischpredigt auch den Quallen von den Freuden des Himmels erzählt), diesem Wortgewandten, soll seinerzeit Franziskus persönlich gestattet haben, den Brüdern theologische Vorlesungen zu halten, »wenn du nur nicht durch dieses Studium den Geist des Gebetes und der Hingabe auslöschest«. Was, nebenbei, der Nutzen einer Vogelpredigt, wie sie Franziskus gehalten hat, sein soll, erschließt sich mir genausowenig wie die fischige Variante. Unwillkürlich fällt mir dazu E. M. Ciorans Exercise négatif »Unbrauchbarer sein als ein Heiliger« ein. … Natürlich benötigen wir das Unbrauchbare, sonst würden wir uns ja nicht hier im Wiener Konzerthaus versammeln: Es ist noch mit keiner Musik irgendwo ein Nagel eingeschlagen worden. Zu Musik, das ja, wir haben es schon im Kindergarten gelernt: »Wer will fleißige Handwerker seh’n« (…), das Urbild des Workin’ Songs gewissermaßen…

Ich schließe jetzt den hier aufgerissenen Bogen nicht zu einem Kreis, lasse ihn Fragment bleiben – und verwende die Gelegenheit gleich zu einem Plädoyer fürs bedingungslose Fragment, dafür, dass wir, bedingungslos, fragmentarisch bleiben dürfen: Jeder Kreis wird in dem Moment uninteressant, da er sich schließt, ist ähnlich sinnentleert wie ein gelöstes Kreuzworträtsel (in dem die Fragen und also die lösungsbegabte Genialität ihrer Entschlüssler nicht aufscheinen) oder ein neunmalneunmalkluges Zahlenraster vulgo Sudoku: nichts als sinnentleerte Ziffern, mit null Fehlern noch dazu, zum Gähnen!

(Aus meinem Manuskript zur Schule des Staunens vom 19.5.2016. Wird auf Nachfrage gern als .pdf zugesandt.)



Schule des Staunens 16.2 Freitag, 20. 5. 2016, 12:00

Am Abend ist fast immer Vorstellung, und ich habe wohl kaum mehr zu steigernde Erfolge. Komme ich spät nachts von Banketten, aus wissenschaftlichen Gesellschaften, aus gemütlichem Beisammensein nach Hause, erwartet mich eine kleine halbdressierte Schimpansin, und ich lasse es mir nach Affenart bei ihr wohlgehen. Bei Tag will ich sie nicht sehen; sie hat nämlich den Irrsinn des verwirrten dressierten Tieres im Blick; das erkenne nur ich, und ich kann es nicht ertragen.
(Franz Kafka: Ein Bericht für eine Akademie)

Stellen Sie sich vor, Rudolf Buchbinder kommt zum letzten Schlussapplaus heraus, aber statt dass er sich noch einmal nonchalant verbeugt, begrüßt er den Konzertmeister, sie setzten sich nieder, und dann fängt er doch tatsächlich wieder mit dem 1. Beethoven-Klavierkonzert an. Und niemand kratzt es, COMPLETE RESET. (Wobei, ihm könnte man das irgendwie ja zutrauen.) Wie auch immer, lassen Sie uns heute im Kreis gehen. Diese Woche läuft im Radiokolleg auf Ö1 die Serie »Leben im Loop. Die Kraft der Wiederholung.«, gestaltet, von – nomen est omen – Thomas Mießgang. Hier (hic et nunc) befinden wir uns inmitten einer Konzertreihe, die sich der zyklischen Aufführung einer Werkgruppe widmet, dieser Kreis is about to close, … warte nur, balde. Im verdienstvoll gestalteten und kundig ausformulierten Programmheft – die meisten von Ihnen besitzten es wohl bereits seit dem ersten Konzert des Zyklus, zehn Tage und 187 Jahre nach Schuberts Tod,

Geht es Ihnen eigentlich auch so wie mir, dass Sie an jedem 19. November unwillkürlich Schuberts gedenken, am 31. Jänner (seinem Geburtstag) aber eher nicht? Merkwürdig. Woran das wohl liegen mag? (Ich werde später eine mögliche Antwort einflechten, ohne dann jedoch direkt darauf zu verweisen.) Vielleicht sollte man, analog zur Salzburger Institution der Mozartwoche um Mozarts Geburtstag 4 Tage zuvor, auch so etwas ähnliches einrichten, was weiß ich, eine im Sinn der Unsinnsgesellschaft abzuhaltende Rodelpartie* (oder, je nach den meteorologischen Gebenheiten, Draisinenfahrt) am Himmelpfortgrund? … Der 19., der muss für Schubertianer – Schubertianer, das gefällt mir Wagner-bedingt nicht so sehr, aber wie sagt man … Schubertiner? … Schubertisten? Oder Schubertler? … Jawohl, Schubertler, das gefällt mir … nun denn – der 19. also muss für Schubertler wohl das sein, was für passionierte Marienverehrer (hier verzichte ich auf eine Schubert-analoge Erörterung des Begriffs) der 13. eines jeden Monats ist. Es ist also ein koinzidentes, sinnfälliges Glück, dass wir diese Schule des Staunens an einem 19. begehen, dem 19. Mai: Heute in einem halben Jahr versammeln wir uns dann gedanklich in der Kettenbrückengasse bei Schuberts Sterbehaus.

(Aus meinem Manuskript zur Schule des Staunens vom 19.5.2016. Wird auf Nachfrage gern als .pdf zugesandt.)

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*In H.C. Artmanns wos an weana olas en s gmiad ged: (1959) wird neben »a schas med quastln« (…) »a söbstbinda zun aufhenkn« (…) und »en mozat sei notnschdenda« auch »a rodlbadii met dode« genannt.



Entkommen (12) – Ins virtuelle Planschbecken Montag, 16. 5. 2016, 12:00

(Eingabe)
doktor wassers rezept

(Ergebnisse)
Doktor Wassers Rezept: Roman
von Lars Gustafsson

Weitere Treffer für „doktor wassers rezept“ in Alle Produktkategorien
Hasbro A4053100 – Dr. Bibber – Edition 2013
von Hasbro

Einweg Spritzbeutel – Spritzbeutel 100 Stück 15 Zoll Set
Spritztüten für Spritztüllen
By SveBake

Was für ein stümperhafter Assoziator man doch als Künstler ist!, betrachtet man die so nützlichen Vorschläge, die einem das cookie-gefütterte Internet macht, etwa beim – stets ausschließlich zu Recherchezwecken aufgesuchten – Universalhändler Amazon.
Annähernd so etwas ähnliches bringe mir einmal meine (grundsätzlich hochgeschätzte) Buchhandlung zusammen: das nächste Mal frage ich nach so Einweg Spritzbeuteln, und wehe, sie bieten mir nicht Lars Gustafsson an (egal, welches Buch, da will ich großzügig sein).



welterbe nachtzug Samstag, 14. 5. 2016, 16:01

herzig sind sie, die frisch geschlupften schildkroten! jedoch, man kann die schwierigkeiten, die es zu überwinden galt, bis die frohe meldung hinausgegeben werden konnte, allein schon daran erahnen, wie schwer es einem fällt, den korrekten terminus für diese zoologische artenbewahrungssensation aufs erste anschauen auch nur mit den augen fehlerfrei zu erfassen, vom lauten aussprechen ist da noch gar nicht die red’.
bereit? alstern.
1
2
3
:
welterstnachzucht!



Schule des Staunens 16.1 Freitag, 13. 5. 2016, 12:00

Donnerstag, 19. Mai 2016, 19.30
Wiener Konzerthaus (A)
, Wotruba-Salon – Pause und nach dem Konzert*
Schule des StaunensZwischen– und Nachspiel
Komplett im Fragment – Fragment im Ganzen

Eine Hörbriefmarkensammlung
Bertl Mütter, Vortrag und Posaune

Wir befinden uns inmitten einer Konzertreihe, die sich der zyklischen Aufführung einer Werkgruppe widmet. Ob es bei großen Kunstwerken so sein kann wie bei den in der Populärwissenschaft so beliebten Stammzellen? Dass eine einzelne Zelle über die Information(en) des gesamten Organismus verfügt, sodass sich daraus sogar alles rekonstruieren lässt? – Aber wir können doch immer nur das eben erklingende Musikstück hören. Wie setzt sich das nun in uns zu einem Großen Ganzen zusammen? (Hier: Schubertharz.)

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b6/Moritz_von_Schwind_Schubertiade.jpg
Moritz von Schwind: Schubertiade, 1868 aus der Erinnerung gezeichnet [wikipedia]

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*Das Konzert, auf das sich meine staunenden Überlegungen beziehen, beginnt um 19.30 im Mozart-Saal.

Interpretin

Elisabeth Leonskaja, Klavier

Programm
Franz Schubert
Sonate Es-Dur D 568
 (1817)
Sonate a-moll D 784
 (1823)
***
Sonate A-Dur D 959 (1828)



altius Donnerstag, 12. 5. 2016, 15:02

hut ab: die vokalistin der ambitionierten lokalen jäzzband demonstrierte auf eindrückliche weise, wie garnichtleicht das richtige intonieren bekannterer wie auch weniger bekannter songs ist. es ist wie beim fußball: knapp daneben tut mehr weh als weit drüber. oder drunter, aber das gibts beim fußball zu aller größtem glück ja nicht. tja, leider nur beim fußball.
trotzdem: alle achtung, hämelos.



etwas verfrüht Mittwoch, 11. 5. 2016, 11:26

eine tinktur aus seidenfibroin, entwickelt von us-biomedizintechnikern, könnte in zukunft verderbliches obst länger haltbar machen. der von wissenschaftern um fiorenzo omenetto von der tufts-university in medford bei boston entwickelte, extrem dünne überzug aus seidenproteinen soll früchte ohne kühlung länger als eine woche frisch halten, ergaben laborexperimente. ob das auf diese weise behandelte obst hinterher auch noch schmeckt, bleibt eine offene frage.
derstandard.at

there goes a brave man
deadly joke, monty python’s flying circus

obige agenturmeldung erscheint nun doch etwas verfrüht, und zwar aus zweierlei gründen. zum einen ist, pardon, die erdbeerzeit noch nicht angebrochen, wird doch gegenwärtig erst einmal der spargel zelebriert. der zweite grund ist von substanziellerer art: rein die ankündigung, etwas solle länger als eine woche nach beginn des untersuchungszeitraums auf eine wie immer erhoffte weise beschaffen sein, kann doch nicht ausreichen, so eine meldung gleich einmal, zur sicherheit, über den atlantik zu schicken. hätte man doch zumindest diese gute woche abwarten können, die dann – wohl völlig verfaulten – aromatischen sammelnüsse in einem von unerschrockenen forschern aufopfernd der menschheit dargebrachten selbstversuch verkosten, eine gründliche mundspülung mit einem tadellosem klaren vornehmen und dann den bericht schreiben können, dass, überzieht man erdbeeren mit einer tinktur aus seidenfibroin, diese tadellos verfaulen und den gewohnt ekeligen geschmack auch tatsächlich liefern, womit der beweis erbracht worden wäre, ein großer schritt für die menschheit.
so also warten wir gespannt auf das ergebnis. bitte aber nicht vor einer woche nach anfang der erdbeerzeit, s’ist eh nicht mehr weit.



samt bindestrich Dienstag, 10. 5. 2016, 11:56

in mäder (vorarlberg) ist das schulheim vorsorglich bis kommenden mittwoch geschlossen worden. grund dafür sei die erkrankung von fünf kindern und vier beschäftigten an einer bindehautentzündung.
orfon

mäderl, mäderl! nun denn, nehmen wir also aufstellung: (kind 1) – (beschäftigte/r 1) – (kind 2) – (beschäftigte/r 2) – (kind 3) – (beschäftigte/r 3) – (kind 4) – (beschäftigte/r 4) – (kind 5). danke, sehrschön.
verbindehaut, kommunizierende gefäße, alles im blick.
es gilt, wie stets: gemeinsam schaffen wir das!



tötet codo Montag, 9. 5. 2016, 8:48

passiv das kunstradio weiterlaufen gelassen. unwillkürlich schießt mir »e. du vampir!« durch den kopf. das waren doch auch, fällt mir ein, die allerersten, noch unverbalisierten gedanken, wie wir das erste mal miteinander zu tun hatten, ein heftig-flaues gefühl der unstimmigkeit. (hernach musste ich kotzen, konnte es mir, an sich mit einem robusten magen ausgestattet, damals nicht erklären. )
man soll auf seine innere stimme hören, sie, ja, wichtig nehmen. alles andere erledigt sich im wege karmatischer abläufe, darf man vertrauen, wenn man auch gewisse entwicklungen niemandem wünschen würde, selbst einem ansatzlos bauchstechenden, durch verschlossene zähne bitzelnden rumpelstilz* (samt philanthropischer fabrikantenfamilie) nicht: triumphe über untote können kein lebendiges herz erfreuen. was wäre das denn auch, so ein triumph, kann es denn überhaupt um sowas gehen?
vampire, vampire braucht man lediglich nicht wichtig zu nehmen, dann zerstieben sie von selber.

[anm.: die überschrift ist ein zitat, kein aufruf.]

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* ein diminuitiv kann es in diesem fall nicht geben.



aufgeblasen Sonntag, 8. 5. 2016, 10:08

indonesien: vermeintlicher »himmelsengel« war sexpuppe
derstandard.at

genau so funktioniert es, nicht nur auf entlegenen indonesischen inseln: seit jeher wird unbekanntes, uneinordenbares den göttern zugeschrieben, und die religion (singularplural) macht sich diesen derart wohlgenährten glauben für die eigenen ziele dienlich.
standard-leser cicero22 kommentiert es von der maschekseite: »ein (weiterer) herber rückschlag für religiöse narrative.«
beruhigend beunruhigend.



Entkommen (11) – In den Strudel Freitag, 6. 5. 2016, 12:00

Sich – zum (erhofften) Wohle der Mensch- oder Gottheit – selbst um einem von niemandem anderen gestellte Probleme anzunehmen, vertrackte zumal, ja unlösbare, möglicherweise erst durch ihre Erfindung erstehende Ungeheuerlichkeiten, sowas nenne ich Entkommen in seiner edelsten Art.
Ein Dreifach Hoch dem Don Quixote de la Mancha!



nicht unversucht Donnerstag, 5. 5. 2016, 10:40

der vor kurzem gestorbene us-popstar prince sollte sich nach einem medienbericht von einem auf arzneimittelabhängigkeit spezialisierten experten behandeln lassen.
orfon

dafür bin ich bitte auch! die devise laute, zu jeder zeit: nur nicht aufgeben, niemanden, niemals!, weil vielleicht kann man ja wirklich noch was machen: gerade die moderne amerikanische medizin mit ihren so mächtigen pharmaunternehmen vollbringt immer wieder schier wunder.
die frage muss jedoch erlaubt sein, ob denn ein – woran immer – verewigter noch an arzneimittelabhängikeit zu leiden imstande, bzw., adäquater formuliert, in der lage sein kann. umso mehr, wenn man lediglich noch den inhalt einer urne zu behandeln hätte. mit welchen medikamenten (nur die teuersten, allerbesten), diese frage erscheint einem dabei fast nebensächlich.
ist es aber nicht.



praterpolitik Mittwoch, 4. 5. 2016, 15:46

»bewegen wir wien« haben die sozialdemokraten am ersten mai am riesenrad affichiert. was für eine prekäre stillstandsmetapher. immerhin, sie drehen nicht vollends durch, beim tempo des riesenrads kann man, selbst bei übelstem willen, nicht von einem rasenden stillstand reden. weitere taugliche fahrgeschäfte zur verdeutlichung des zustands einer partei wären noch tagada (das hopsende karussell), sowie diverse bumerangs und supermänner – wünschen wird man sich wohl noch was dürfen.
die övp indes, sie sitzt im blumenrad, und in den geisterbahnen spukt es, frage nicht.



Entkommen (10) – Abschaffen! Dienstag, 3. 5. 2016, 12:00

Es reicht nicht, dass es reicht: Bettelverbote, so muss leider immer öfter berichtet werden, bringen nicht genug in unseren schön sauber herausgeputzten Städten. Wir sollten das österreichisch (unseren Werten gemäß) lösen: Registrierkassenpflicht, Bodenbenützungsgebühr, überhaupt eine fette Steuer auf sichtbargemachte Armut. In einem weiteren Schritt werde das Armsein per Noterlass verboten (europaweit samt angrenzenden Drittstaaten), und da reden wir jetzt noch gar nicht von den Menschen auf der Flucht: Wir haben schon so viel getan, da kommt halt einmal der Punkt, wo es, beim besten Willen, nimmer geht.
Aber geh, es reicht, für alle.



Entkommen (9) – Prinzenwetter Dienstag, 26. 4. 2016, 12:00

Wir wissen: Für Grießnockerl benötigt man (braucht es, heißt es in der Schweiz, aber da gibts keine Grießnockerl) Nockerlgrieß. Und hoch droben, in den Wolken, da wartet der Schauergraupel auf seinen Einsatz im Graupelschauer, unten warten indes die Hobbymeteorologen, die Graupelschauerschauer, und wären sie oben in den Lüften (in cœlis), so wären dieselben Graupelschauerschauer Schauergraupel- – nein, nicht -schauer, sondern Schauergraupelbetrachter, so geht die unabdingbare, die Regel bestätigende Ausnahme, jaja, Sometimes It Graupels In April.

Merke: Kunstwerke generieren Regeln. Regeln haben noch nie ein Kunstwerk hervorgebracht. (D’après Achille-Claude Debussy)



kholrabenbunt Sonntag, 17. 4. 2016, 16:22

ich bin ein bunter schwarzer
andreas khol, 2016

ich weiß, die überschrift ist eine billige pointe. aber umgekehrt: was darf man bitte von einem kandidat khol erwarten, der so allzu durchschaubar im braunen sumpf fischen gehen will, österreich etwa als erstes naziopfer reinstituieren will, eh nur dreißig jahre nach waldheim? da der vogel khol ein öffentliches amt anstrebt, nutzt es da nichts, wenn er privat eh hochgebildet und glaubwürdig tolerant ist, ja sogar kulturell als durchaus aufgeschlossen gelten kann.

indes, zur versöhnung bleibet uns sein spruch, den er ungefähr in der mitte der seither vergangenen ären ins treffen führte, welcher seinerzeit auch bei mir posauniste mitten ins herz getroffen hat: »wer das klarinettenspiel lernt, wird nicht drogensüchtig.«
da bin ich bitte voll dabei. dass ich ihn darob wählen könnte: dafür reichts dann, leider, knapp, nicht.



Entkommen (8) – Ins Werk Samstag, 16. 4. 2016, 12:00

Als Freund des Merkur bei allerbester Gelegenheit (an sich schon um 20 Euro verbilligt und davon noch einmal abzüglich 30% fürs teuerste Produkt im Einkaufswagerl!) ein Kärcher-Fensterputzgerät erstanden. Ab sofort wird also sinnvoll prokrastiniert. Aber dann, bei glasklar-wie-unsichtbaren Fenstern, wird unverzüglich componîrt.
Es gilt ins Werk zu entkommen.



turbovolk am graben Donnerstag, 14. 4. 2016, 19:56

die kurzgeschornen halslos-untersetzten bodybuilder-cornettos, wie sie mit ihren weibstrophäen herumgockeln, balkanbomben mit zum zerreißen prall gefüllten airbags, volle ärsche in gesundheitsgefährdend engen jeans, verschlossen mit beinah echten guccischnallen, riesenhaft wie keuschheitsgürtel: schaut her, was ich da hab – aber wehe, es schaut mir einer her!
jeder topf findet seinen deckel: die welt ist voller bedrohungen.



win er win Montag, 11. 4. 2016, 10:48

zuerst kommt niederösterreich
wahre aussage, övp niederösterreich

man mag noch so kritisch beäugen, welche trotzigen machtspiele da von st. pölten, jener nach dem heiligen pölten, patron der querulanten, benannten provinzmetropole mit neostalinistischem regierungsviertel, aus gesponnen werden (nicht nur in der spö gilt die abfolge des grauens: freund – feind – parteifreund), da hat ER, also seine sprach- bzw. dementierrohre, es nützt nichts, schlicht recht.
wer z.b. mit dem zug nach salzburg fahren will, also von wien, taucht erstmals in – niederösterreich! auf zur erdoberfläche. »ja«, sagen da die kärntner, »das leuchtet uns schon ein, aber wenn wir von kärnten nach wien fahren, müssen wir doch erst die steiermark durchqueren.« das ist schon recht, aber lautet auf einer solchen reise in die vorgebliche hauptstadt die frage: »sind wir dann bald in wien?« heißt es doch, völlig korrekt: »zuerst kommt niederösterreich.« weitere beweisführungen (internationaler flugverkehr…) müssen, denke ich, nicht en detail dargelegt werden, wir verstehen uns.
niederösterreich, wie franzobel einst bemerkte, hat seine dem bund nicht so loyale grundhaltung bereits explizit in seinem namen eingeschrieben, und so wird das bleiben immerdar. da käme vorher noch die schulreform.
niederösterreich, blubber österreichs.



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