große chance Samstag, 27. 5. 2017, 12:29

wolfsburg spielt um seine zukunft
orfon

mit einigermaßen historischem bewusstsein versehenen muss diese sportjournalistische kurzüberschrift wie ein prekärer beinahe-haiku erscheinen. im text erfahren wir, dass ein horrorszenario drohe, also wolle man die konzentration aufs sportliche legen. (worauf sonst noch?, frage.)
wollen wir hoffen, dass sich die spieler aus der volkswagen-stadt im kampf gegen den abstieg ins unterhaus nicht allzusehr verschanzen müssen und dass alle wieder gut herauskommen, aus allem.
der gegner indes ist kein lercherl: braunschweig. eintracht braunschweig.
aber dann: auf die autobahn! (die bleibt, nach allem.)



[blockakkordarbeit] Donnerstag, 25. 5. 2017, 9:15

der so umfassend gelehrte klavierspieler, faszinierend, was der alles wusste und wie beredt er es unter die leute bringen konnte! dass es wirkte, wie man sich einen boogiewoogietänzer in schischuhen vorzustellen hätte oder, genau! …

…, wie ein überlebensgroßer kirsteinblockmalzmann – der hat’s mir angetan! –, spielte dabei keine rolle und war dem erlebnis des vortrags tatsächlich in keiner weise abträglich. (nämlich: wer die ohren aufsperrte, hörte differenziertestes musizieren – wiesehr der sehsinn doch trügt!)

… beglückend! (macht mut.)



Futur, exakt Dienstag, 23. 5. 2017, 12:12

Vorschau s. Nachtrag
Lemma, Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens (Bd. 8: Silber–Vulkan)

Wir werden es gesehen haben.
(Korrekt: Wir werden es schon seit eh und je gewusst haben.)



kein reim Sonntag, 21. 5. 2017, 9:59

auf ihn kann österreich immer zählen …
… während andere nur kurz vor wahlen scheinbar klüger werden
fpö sonst wird sich nie was ändern
die soziale heimatpartei (2017)

wenn wir wollen, dass alles so bleibt wie es ist, dann ist es nötig, dass alles sich ändert.
il gattopardo (1958)

wir sehen den obmann der fpö (ohne seine intellektualistisch so kleidsame neue brille), in der hand hält er einen tablet-computer (vermutlich mit auto-schrift- bzw. bildscharfstellfunktion), aber irgendwie wirkt das alles nicht wirklich dynamisch. und schon fragt man sich im österreich, wie das den kommen könne, dass wir keinen knackigen diskontreim lesen dürfen: ob er gar schwächle, der kickl?

(anm.: auf bildliche darstellung wird – stichwort: abbildungsverbot – verzichtet.)



zündend Donnerstag, 18. 5. 2017, 10:29

gitarre von jimi hendrix unter dem hammer
orfon

jaja, wir kennen die schlagzeilenkreativität einschlägiger medien, ein wurstherstellungsbetrieb muss abspecken, ein autounternehmen nimmt nach der krise wieder fahrt auf, die aktie einer airline stürzt ab. nun also kommt jimis gitarre unter den hammer, sehr witzig, haha.
es muss sich um eine handeln, die er nicht angezündet hat. wir brennen schon auf die bekanntgabe des versteigerungsergebnisses.



zügige übernahme Dienstag, 16. 5. 2017, 9:09

i sog glei, i wors ned
großvater, in: muttertag

am bahnhof sagt chris lohner die verspätung eines ankommenden zugs durch, an die 90 minuten, und sie fügt sogleich hinzu – man möchte meinen mit verdeutlichend angehobener stimme –, dass es nicht an ihr und den öbb liege, sondern einzigundallein auf eine international durchgereichte verzögerung zurückgehe, die nachgerreichte österenglische version unterstreicht die aufdeckung dieser international beispiellosen unfreundlichkeit, ein diplomatischer eklat dürfte wohl nur noch von unserem jungen außenminister abgewendet werden können, scheints. wir wissen: der kann nämlich alles, selbst öbb. huch.
hl. sebastian, bitt’ für uns! (wie alt ist der eigentlich geworden? – man frage gerald matt.)



Ihre Sorgen möchten wir haben Sonntag, 7. 5. 2017, 19:11

http://www.tuev-sued.de/uploads/images/1238496277548717350737/mehr_zukunft-b.jpg

Am 7. Mai 2017, es ist ein Sonntag, erscheinen die Aushängetaschen dreier Tageszeitungen mit dem wohl in Werbeabsicht applizierten Einlagebild einer Versicherung, diese fordert oder verspricht, je nach Zeitung für 90 Cent, 1 oder 1,20 Euro »MEHR ZUKUNFT!« Abgebildet sind zwei Kinder im besten Kinderalter, die, da sie gemeinsam von einem Trampolin hochgesprungen zu sein scheinen, sich in der Luft räkeln, ja, im Augenblick regelrecht festgehalten sind (die Zeit steht still); es droht ihnen jedoch in Kürze das Eintreffen dieser geforderten Zukunft als Auftreffen am Rand, auweh. Wir wollen hoffen, dass es sich um eine Fotomontage handelt. Was das nun über die Versicherung aussagen mag, bleibt uns aufmerksamen Damen und Herren Betrachterinnen und Betrachtern überlassen. Indes, deren Sorgen möchten wir haben.



immer forscher Sonntag, 23. 4. 2017, 12:19

forscher gingen weltweit auf die straße
orfon

bitte können die nicht, so wie alle anderen auch, am gehsteig gehen?

jedoch, anders: bitte, das machen forscher doch tag für tag. also kann es sich nicht um bloßes auf-die-straße-gehen handeln. oder es handelt sich um bloßes auf-die-straße-gehen, die auf-die-straße-geher wollen uns jedoch auf besondere aspekte des auf-die-straße-gehens hinweisen, wobei es für das gelingen der absicht von vorteil sein dürfte, wenn sie etwas weniger geschickt im auf-die-straße-gehen sind als die mehrzahl. oder nicht weniger geschickt sondern (hier): forscher.

(bekenntnis: ich bin forscher.)



und folgende (ff) Donnerstag, 20. 4. 2017, 14:00

neue giraffen in schönbrunn eingetroffen
orfon

bald wird der neue giraffenpark eröffnet und man kann die eingetroffenen giraffen angaffen.



einfach kompliziert Mittwoch, 12. 4. 2017, 13:20

In zweifelhaften Fällen entscheide man sich für das Richtige.
Karl Kraus

Jene frühen Menschen, die stets bedächtig abgewogen haben um keine vorschnellen Entschlüsse zu fällen, sind nicht unsere Vorfahren. Es leben auch etliche Schnellentschlossene nicht in uns fort: Wir stammen von den Richtigentscheidern ab. Alle anderen Kandidaten wurden aufgefressen oder sonstwie aus der Generationenfolge eliminiert. Allesamt, man glaubt es kaum. Die Evolution jedoch geht immer noch weiter. Wo das, nach all den richtigen Entscheidungen, noch hinführen mag?



nie gelungen Montag, 10. 4. 2017, 12:25

salbei*
salzburg
ofenbank
südtirol**
walfang
walküre***

allgemein gilt: in aller regel wird der spezifizierende wortteil in der aussprache durch eine leichte hebung hervorgehoben.

* wird in zürich (z.b.) salbei gesprochen
** in thüringen und dem südlichen sachsen-anhalt gerne auf der letzten silbe betont: südtirol
*** eig. neun stück damen, im titel ist jedoch eine spezielle gemeint, ihr name ist brünnhilde (2. silbe). und auch der ominöse verfluchte ring ist nicht der der, sondern der des. alberich (1. silbe), nibelungengnom. – bildung, sauf!, trag!



gans sozial Samstag, 8. 4. 2017, 9:33

aus hannover, dem gänsehauterforschungsepizentrum wird uns berichtet, der gänsehautreflex sei ein sehr zerbrechlicher. er begründe sich zumeist im beginn von etwas neuem, wenn sich ein musikalischer strukturbruch ereigne. das eine die testpersonen, bekennende gänsehauthörer allesamt. auffällig viele der gänsehautpersönlichkeiten (synästheten allerhöchster ordnung, anm.) würden in sozialen berufen arbeiten.
posauneblasen, sozialberuf: ich hab’s gewusst.



ned woa Montag, 3. 4. 2017, 12:54

du kannst alles
a1.net

werbewahrspruch

lasset uns nun das ganze (alles) abermals aufsagen, mit österreichischem akzent: was denn a1 nicht alles können mag, wir können es uns gar nicht vorstellen.
a1 schon.



xu Samstag, 1. 4. 2017, 8:22

riesenjacht auf südautobahn gestrandet
orfon

nie wischt der yogi seinen hintern
auf yachten kann man überwintern
h.c. artmann, aus: orient und akzident, oder: morgen- und auch abendlandel ich im a-b-c verbandel (buchstabe y, anm.)

nun, so lassen wir uns denn ein j für ein y vormachen. und erinnern uns des kleinen fahrschulwitzes, was man denn unternehme, wenn vor einem auf der autobahn ein flugzeug lande. (antwort des kandidaten: »ich blicke in den rückspiegel, ob mich nicht von hinten ein u-boot überholt.«)
es ist alles nicht so einfach wie man denken mag.



unverdenklich Donnerstag, 30. 3. 2017, 21:26

münchen. »›dein wille geschehe‹ – ein arschloch, der sowas erfunden hat!«, skandiert der elende im elektrischen rollstuhl beim rumpeligen entern des stachus, immer wieder, ein rauhes aber nicht heiseres gebell.
unwillkürlich macht man ihm etwas mehr platz als nötig und beachtet ihn irgendwie ein bisschen weniger nicht als die anderen ins innenstadtbild zentral eingeschriebenen randexistenzen. ob ein paar aktiv weghörende über die ungeheuerlichkeit (des ausgangssatzes, nicht seiner attribuierung) nachzudenken wagen?
wenigstens ein anfang wäre so gemacht.



atemlos durch die nacht Dienstag, 28. 3. 2017, 11:52

der täter ist flüchtig, die tatwaffe wurde nicht gefunden. die ermittlungen laufen.
kurier.at

messerstecherei am gürtel (wo sonst?): atemlos, wie alles läuft. man bringe ein schnürchen, den mörder zu binden.



coriol Sonntag, 26. 3. 2017, 11:09

adler flogen am podest vorbei
orfon

die österreichische sportberichterstattung verrät uns aufs erste nicht, wer gewonnen hat, wer zweiter oder dritter wurde. so ist das in einem seiner selbst gewissen land.
was uns jedoch, da wir darüber noch nicht nachgedacht haben, speziell interessiert, ist, ob dieses – wohl als kreiseln zu deutende – ampodestvorbeifliegen (eine meisterleistung der eleganz sonder art) ein rechtsdrehendes oder ein linksdrehendes war. des weiteren: verhält es sich analog zum badewannenausfluss oder gegenläufig, links- oder rechtsdrehend, nördlich oder südlich des äquators?
schifliegen am äquator, dann träfen alle das podest: lauter sieger, vor allem wir.



plusminus fünfzig prozent Dienstag, 14. 3. 2017, 14:39

österreicher trinken mehr oder weniger bier
statistisches erhebungsergebnis

unter derartigen ergebnisbedingungen biete ich studien jeder art zum halben preis an. für die auftraggeber gilt: es liegt an ihnen, ob sie das berühmte glas (darinnen, je nach wunsch und rein abhängig von der größe desselben, mehr oder weniger bier) dann als halb leer oder halb voll zu betrachten in der lage sind.



geschäftsmodell Freitag, 10. 3. 2017, 13:58

subtropische inselinsekten gibt es, deren weibchen es gelernt haben, dir fiepton- und saugstichschmerzlos sowie ohne hinterlasssung einer juckenden vulkanschwellung dein blut abzuzapfen. es erinnert an den braven und unscheinbaren buchhalter (mittelscheitel, brille, ärmel- und ellenbogenschoner am braunen cordjackett), der über jahre und in größter regelmäßigkeit einen unauffällig unbedeutenden betrag auf ein nicht weiter von belang erscheinendes konto fortschafft: möge er nicht erwischt werden und sich zur ernte eine spätwinterliche reise in eine subtropische inselidylle gönnen.
gleich bei der ankunft werden sie ihn erwarten.



kaswurscht Montag, 6. 3. 2017, 8:16

kunst aus käse in braunschweig
orfon

braunschweiger, herrliche wurst des kleinen mannes (mit dem wunsch nach größerem). jetzt aber: käse!?
wir verwahren uns vor allfälligen weiteren, möglicherweise tendenziös-populistischen assoziationen, und zwar kreuzweise; umkehrungen und krebs eingeschlossen.



Unbeherrscht Donnerstag, 2. 3. 2017, 8:43

Mit zusammengebissenen Zähnen tritt die Referentin der lückenlosen Unentspanntheit für ein generelles Freudeverbot am Konzertpodium und, davon ausstrahlend, im Publikum ein. Wo kämen wir denn sonst auch hin.
Das ist doch das zentrale Thema in »Der Name der Rose«, da geht es auch ums Lachen, darum, ob denn Jesus gelacht haben dürfen könne. Die Experten (die Weltgeschichte ist durchsetzt mit Experten, sie hausen in die Macht ausübenden Institutionen) sind – unter sich – einig, dass daran nicht zu zweifeln sei. Würde sich diese Frohe Botschaft allerdings zum Volk (dem Publikum, das der Führung bedarf) durchsprechen, aus wär’s mit dem Guten Leben. Also jenem der Experten, wo kämen wir denn sonst hin.

Auslaufmodellen ist nicht hinterherzuweinen, wenn ihre Zeit gekommen (also vorbei) ist. Man lasse sie unter (und hinter) sich.

Die Macht unbeherrschten Lachens indes ist grenzenlos.



zwanglos heiter Dienstag, 28. 2. 2017, 11:11

ak: kein zwang für faschingsmaske in arbeit
orfon

man beachte: die sache ist keineswegs fertig verhandelt, die zwanglosigkeit lediglich in arbeit.
wir werden berichten.



testimonial Sonntag, 26. 2. 2017, 17:19

die interessenvertretung der pharmazeutischen industrie, pharmig, sprach von einem schweren verlust
orfon

(berührend ehrlicher nachruf auf eine verstorbene chemotherapeutische patientin.)



Vermessen Freitag, 24. 2. 2017, 8:47

Wir müssen wissen, woran wir sind. Um das herauszufinden, bedarf es komplexer Settings. Die Hardware einer solchen Versuchsanordnung, eine Kiste, die über den Kopf gestülpt wird, sieht aus wie eine nicht an ihren haptisch ergiebigeren Ort gelangte Adaption von Valie Exports legendärem Tastkino. So werden Testpersonen zum Kategorisieren (hier: dreier Ikonen der Musik der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts) gebracht. Alles wird präzise, Gramm für Gramm und Schritt für Schritt, in Diagrammen zergliedert und computerunterstützt evaluiert. Schlussendlich ist alles klar: Bedrohung!

Wir brauchen das.

(Nachzufragen wird sein, wieviel das nun aber in Fußballfeldern ist.)

[Musik? Berührt? Punkt?]



knackig Freitag, 17. 2. 2017, 8:46

kraft nur durch kot bezwungen
orfon

jaja, ein billiger lacher, ich weiß.
was mich allerdings umtreibt, ist die suche nach ähnlich surreal-realistisch gestrickten kurzsätzen.



spanische fliegenpein Mittwoch, 15. 2. 2017, 18:39

und außerdem: pay-tv sei gratis, im zimmerpreis inbegriffen, wirbt das ansich recht neue inselmetropolenhotel reichlich logisch verschwurbelt.
pay-tv, grandiose errungenschaft der deutschen wendezeit, sehr historisch, voll die freiheit! aber nichts damit. mit einer weiteren halben logischen schraubenumdrehung gab es dann nicht einmal einen actionfilm zum im preis gratis inkludierten nichtzahlenmüssendürfen: chuck norris brachte seine schurken öffentlich rechtlich zur strecke, und auf spanisch.



nordsüdzu Samstag, 11. 2. 2017, 11:11

norwegen verlängert grenzkontrollen
orfon

vor allem die bouvetinsel gilt es zu sichern. und weiter unten noch, in der antarktis, stellen sie ja auch gebietsansprüche, beträchtliche.
eismaurer, ganzjährig weltumspannender mangelberuf.



wehklage Freitag, 10. 2. 2017, 15:06

finger auf aua-flug eingeklemmt
orfon

muss ganz schön wehgetan haben.



werte entwerter Mittwoch, 8. 2. 2017, 23:44

im leitmedium erfahren wir, dass in der (nicht näher spezifizierten) ostregion, »die emotionale verbundenheit mit den entwertern unterschätzt wurde«.
das klingt gefährlich nach stockholm-syndrom. diesen umstand sollte man darum dringend herrn trump hintertwittern, damit er die wichtigkeit der meldung mit seinem sosehr weltweite empathie erzeugenden »very sad« markiere und damit sämtliche entwerter, einstweilen noch total losers, entscheidend aufwerte.



Pilotprojekt Sonntag, 5. 2. 2017, 8:05

In den letzten Jahren sprießen sie hervor, einschlägig akademisch gebildet, wie die Schwammerl, die Kulturvermittler und -innen, Planstellen werden eingerichtet, produktives Kulturbudget abgezweigt, damit sie mit ihrer verliehenen Bedeutungsmacht (empowerpointment) zeitgemäß aufbereitend berichten, in aller Regel innerhalb ihrer jeweiligen Institution, über institutionell approbiertes Kunstschaffen, und bei den einschlägigen Kulturvermittlerkonferenzen klopfen sie gönnerhaft-freundschaftlich denen auf die Schulter, die aus sich selbst heraus und eigenfinanziert in etwas künstlerischerer Weise und damit unmittelbarer (wenn nicht mittellos) vermittelnd ihre Gedanken anstellen, ein grinsfreundliches Schulterklopfen, und haben sie sie derart fest genug im Boden verrammt, lassen sie ab von ihnen, gehen weiter, das Buffet wartet, Applaus Applaus.
Vermittelt. Was für eine Vorsilbe, ver-.



bekannte gründe Donnerstag, 2. 2. 2017, 10:36

ein nigerianer, der wegen seiner 86 ehefrauen bekanntgeworden war, ist im alter von 93 jahren aus gesundheitlichen gründen gestorben.
orfon

gewohnt, mit skurril anmutenden curiosa versorgt zu werden, wollen wir für diesmal die begründung beiseite lassen, warum wir meinen, von diesem afrikanischen greis bereits gehört zu haben und weshalb uns deshalb sein finales schicksal herausgehoben interessieren sollte. wir erfahren nämlich, dass der erstaunlich polygame herr aus gesundheitlichen gründen verstorben sei, eine, betrachtet man (oftmals aus fadenscheinigen pietätlichen gründen lediglich vage andeutende) meldungen zu anderen todesfällen, allzu vernachlässigte ursache, deren gefährlichkeit in zukunft auch in europa nicht unterschätzt werden sollte.
und doch: kommt in einer derart kurzen meldung mehr als eine tabellarisch erfassbare größe vor, so taucht einem in diesem quantitativen zeitalter unwillkürlich die frage aller fragen auf, die beständig mitläuft im hirn und die da lautet: 86, 93 – wieviele fußballfelder?
wer es fassen kann, der fasse es.



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