alarm Samstag, 28. 1. 2012, 0:00

http://images.derstandard.at/t/12/2009/12/29/1259370113903.jpg
dietmar brehm

ein 15-jähriger schüler und sein 23-jähriger bruder haben die burgenländischen blaulichtorganisationen mit insgesamt 1.330 scherzanrufen terrorisiert. als motiv gaben sie laut polizei langeweile an.
orfon

1) vermutlich wäre ihnen eh bald fad geworden.
2) hätte die polizei den notruf, sagen wir, 666, wer weiß, möglicherweise hätte man uns von 666 oder 6660 oder sonst einer im zusammenhang mit diesen ziffern stehenden gesamtanrufzahl berichtet. jedenfalls alles genauestens nachgezählt, darauf können wir sich verlassen.



frischfisch, dativisch Freitag, 27. 1. 2012, 0:00

wie lange es wohl noch zeitgeistgemäß sein mag? – schwimming suschi (eig. saschimi), das ist es doch, was beutefische raubfischen sind. – … wer frisst den lachs?



essai permanent Donnerstag, 26. 1. 2012, 0:00

es ist nämlich immer alles nur eine probe fürs eigentliche. aber das eigentliche passiert ja immer, also: gradjetzt.
das wolln wir doch probiern!



erl- (von erlösung) Mittwoch, 25. 1. 2012, 0:00

satt, längst übersatt am leben, an das sie sich seit jahrzehnten knochigen griffs geklammert hatte, wurde sie zuletzt doch aus ihm erlöst. routiniert-freundlich gedämpftes beileid von den auf der warteliste nächsten.
endlich aus. das (& nichts weiter!) wäre erlösung.



pfffhhh! Dienstag, 24. 1. 2012, 0:00

ihr konto hat vor auszuatmen. um aktiv zu bleiben, klicken sie bitte die verbindung unten, und folgen sie den versorgten schritten.
(…)
danken sie ihnen, erste bank und sparkasse.

geschäftsanbahnungsversuchung (eingelangt via email)

eilig, nicht jedoch übertrieben hektisch klikkte er die verbindung unten, den versorgten schrittend peinlichst folgend. dann atmete er, unhörbar, ein. gerettet.
wichtig zu allen zeiten war unbedingte aktivität.



entscheidungsgefragt Montag, 23. 1. 2012, 0:00

ja
(garnichtso) aufsässige konsumentenantwort

(die frage lautete: haben sie eine schuhgröße?)
(eine weitere antwort bleibe ihnen erspart.)



autodafé, skialpin (2) Sonntag, 22. 1. 2012, 0:00

hexen, bis aufs blut gequält
beliebter horrorfilm (1969)

unterwäsche wird zum reizthema … im mittelpunkt steht weiter die vermeintlich nicht regelkonforme unterwäsche von tina maze.
orfon

den herren wird, so der fis-rennsportdirektor, dringend von einer verwendung der gleichen unterwäsche abgeraten. die gefahr, plastifiziert zu werden, sei zu groß, man wolle nachträglich auszusprechende disqualifizierungen vermeiden. und mit den hormonen wird ja auch schon so viel schindluder getrieben, damit das auch einmal gesagt ist. den herren also nur regelkonforme unterwäsche!
wintersportler, bis aufs blut gequält.



autodafé, skialpin (1) Samstag, 21. 1. 2012, 0:00

schild brennt auf lieblingsberg
orfon

denn alles was entsteht
ist wert, dass es zugrunde geht

johann wolfgang goethe a/k/a mephistopheles

da wünschen wir ihm bzw. ihr aber alles gute und wollen zudem geloben, nie vergessen zu wollen, dass, was auch immer es sei (selbst schnee), dereinst zu asche zerfällt.



heimkehrtrauma Freitag, 20. 1. 2012, 0:00

da hatte man sich eine tadellose eigenhauttrophäe angesonnt, versuchte gleichwohl bei der fähre die wartenden neuurlauber nicht zu provozieren und stieg demnach so bleich dreinschauend wie möglich aufs zwischenfesteiland, es blieb aber doch noch eine gute restportion winterwärmerholung, die man schließlich aus der charterflugdose mit hinaus in die jännerkälte würde nehmen können, da widerfuhr ihnen ein heimtückischer doppelschlag ungeahnter brutalität: zeitgleich mit dem ausgeteilten esszwang undefinierter art startete die im bordmagazin als heimflugfilm angekündigte zwangsvorstellung. tom hanks und julia roberts. alles vorbei.
bang, als wäre ihnen der gesamte urlaub im schnellen rücklauf hinausgespult worden, stiegen sie aus. der erste weg daheim, er würde, mit gebleckten zahnreihen, ins reisebüro führen.
perfide werbepsychologie.



umbruchumzug Donnerstag, 19. 1. 2012, 0:00

leoparden brechen in den tempel ein und saufen die opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen und es wird ein teil der ceremonie.
franz kafka

playa de santiago. am vorabend des dreikönigsfests schiebt sich, von der blaulichternden guardia civil eskortiert, der festzug die avenida maritima in richtung hafen. ganz vorne tanzen wie grimmig zwei als fluchderkaribische freibeuter verkleidete feuerspucker. dahinter, abwechselnd jingle bells und oh, when the saints guggemusiggleich mehr de- denn intonierend, die örtliche banda musical. vor dem gemeindepeugot, von dessen ladefläche die drei könige (der mohr mit eindeutigem abschminkvorteil) samt ca. vier weibliche christteenager zuckerwerk ins mauloffene volk werfen, watscheln noch, als die paare des abends, mickey mouse und minnie, sowie donald mit seiner daisy. so also vergisst der gomero im ausgelassenen feiern seinen harten arbeitsalltag.
du musst kein ethnologe sein, um nicht erkennen können zu müssen, dass es wieder einmal ein stattgehabter paradigmenwechsel geschafft hat, sich im kult abzubilden.



sittlich einwandfrei Mittwoch, 18. 1. 2012, 0:00

am aussteigerstrand: das nicht unüppige bikinioberteil als tattoo, bzw. das nicht unüppige tattoo als bikinioberteil: hält ein leben lang – die farbe, eher denn die form.

http://virginvinylrecords.com/store/images/2000/r2342.jpg

(erinnern wir uns des unauslöschlich roteohrenmachenden supertrampcovers.)



wechseltierchen Dienstag, 17. 1. 2012, 0:00

die barbapapas, wirbellose riesenamöben, aber mit rückgrat. reziprok, rückgratlos wirbelig, das gibt es öfter. zeitgemäßes role model, anwesende eingeschlossen.
bilden wir eine diplomatische rettungsgrasse.



schick! Montag, 16. 1. 2012, 0:00

lifestyle
‚urbi et orbi’: papst fordert ende der gewalt in syrien

ö3 tankstellenbildschirminsert

jetzt wissen wirs: diese ganzen proteste ums mittelmeer sind nichts als eine einzige große loveparade, ein lifestyleevent oder sowas ähnliches (hoffentlich nehmen die – gottbewahr’! – keine kondome!). und der neuigkeitswert, der papst habe zu weihnachten segnend urbis et orbis (gen.) gedacht bzw. gedenken lassen, der ist allerdings auch allerhand.
wir fragen uns bereits, was er wohl zu ostern schicken wird. und wohin?

(wie steht der vatikan – eo ipso dreifaltig a – eigentlich bei den so beliebten ratingagenturen da – und warum?)



perfekt fokussiert Sonntag, 15. 1. 2012, 0:00

einige schaulustige verfolgten die arbeiten der helfer vom boden aus
orfon

steyr, 21.12.2011: mursch brennt (unten links: gleinker gasse 22)

andere konnten sich vom benachbarten renaissancefriedhof bis unter den brandherd durchgraben, weitere schwammen in die mitte des flusses und hatten so die besten aussichten. am schluss waren alle sehr zufrieden, man hatte herzlich gelacht. für das nächste mal werde daran gedacht, eine hotline zur adhocvermietung von tragefähigen fesselballonen einzurichten. man denke auch daran, der feuerwehr beim nicht allzu raschen löschen gerade der lustigsten brände behilflich zu sein.



gefallen allen Samstag, 14. 1. 2012, 0:00

wie einander freunde auf facebook finden
orfon

vermutlich eh alle alle ursuper. da aber schlussendlich alle freunde aller sind, kann, derart verfreundet, die welt weiter zuschanden gehen. aber eben freundlich. danke, herr zuckerberg!



schwestern, nackt Freitag, 13. 1. 2012, 0:00

jede nonne eine wonne
necker, musicalwerbeplakat

each nun a wun
teaser, rückübersetzung (unbefriedigend)

der seltene fall im zeigegeschäft, da ein werbewahrspruch in seiner unamerikanischen variante überzeugender zu klingen vermag, als in seiner stammsprache. was allerdings lediglich eine die regel bestätigende ausnahme darstellen dürfte. und was wäre das auch, eine wonnennonne? mehrere, geschwisterliche, gar? (ist es auch gewissermaßen verboten, wäre es möglicherweise trotzdem bzw. gerade deshalb recht beliebt.)
wünschen wir der sympathischen produktion jedenfalls weiterhin rechtviel erfolg!



rrrums-chi! Donnerstag, 12. 1. 2012, 0:00

wiesnerbau
dipl.feng shui berater sprengmeister

firmenschild, abbruchbaustelle

bumsti!
karl kraus, die letzten tage der menschheit

und das ganze in waldneukirchen. wahrscheinlich ist er auch noch dipl.holzfäller oder zumindest forstwirt.
aufbauend.



taratrara Mittwoch, 11. 1. 2012, 0:00

ein mann, angeblich ein 40-jähriger banker, warf gegen 1.50 uhr zunächst eiswürfel in richtung strache, danach flog die wurstsemmel durch die luft. (…) einer von straches drei aufpassern* verpasste dem partygast ein blaues auge.
orfon

was das für eine wurstsemmelnervosität war, dem jahreswechsel zu! erst die breite bevölkerungsinformation über das bevorstehende inkrafttreten der wurstpapierverordung** (ihre mehrkosten werden, so geht das immer in diesem land, auf den kleinen mann vor der wursttheke abgewälzt), dann der wurstsemmelwurf auf den kreuzzeichengebenden patron der rache, das blaue auge ging gottlob auf den perfiden werfer über, so ein glück. wir aber fühlen sich uns, trotz schlagkräftiger semmelsecurity, zutiefst verunsichert: wer, wenn nicht er verhülfe jetzt erst recht und gerechtigkeit zum durchbruch? wir brauchen, vor allem für ungeladene, schutzhundestaffeln. wo also bist du, oberster wurstsemmelkommissar? rex, hilf und: fass! (kriegst auch ein wurstsemmerl.)

* passt bitte gut auf ihn auf! (er will ja nur spielen.)
** man achte stets auf ausgewogene berichterstattung!



schlangenlang Dienstag, 10. 1. 2012, 0:00

lange schlangen bei wahlen in ägypten
orfon

äskulapnattern? oder gar – vom orinoco an den nil – anacondas? jenseits des dritten katarakts, warum auch nicht?
schlangenlang, ja langschlangenlang.



shared space Montag, 9. 1. 2012, 0:00

warum heißen die beate-uhse-shops (beate uhse, pubertärer projektionsbegriff für endgültige verruchtheit, wer hineinging, bekam gleich am eingang ein kainsmal, das den gesicherten zutritt zum inferno oder zumindest zum purgatorium bedeutete) nunmehr seven sins? kriegt man da endlich auch das taugliche gerät zur praktischen ausübung der anderen sechs*?
in einer perfekten irdischen welt (der besten aller möglichen), sei der eingang großer städte mit je einem siebensündenladen flankiert, und genau gegenüber (wo jetzt in der mariahilfer straße der mcdonalds ist) wäre dann der laden der sieben tugenden. kardinals-, ehklar**. was man da wohl alles bekäme, und ob sie vom nachbarn auch einmal sagen wir: milch oder eier ausborgen würden?

* neben wollust (luxuria) wären das
hochmut (superbia)
geiz (avaritia)
zorn (ira)
völlerei (gula)
neid (invidia) und
faulheit (acedia), diese trägheit des herzens.

** was es mit den sieben kardinal(s)tugenden auf sich hat (es sind angeblich ihrer vier), wollen sie bitte selber recherchieren.



evidenz, haargenau Sonntag, 8. 1. 2012, 0:00

die astrophysik lehrt uns, dass es ein kleinwenig mehr materie als antimaterie gibt, und das ist das gesamte universum inkl. uns selbst.
demgemäß muss es auch ein kleinwenig mehr schuppen geben als antischuppen*. davon leben dann die haarshampoohersteller: bekämpfung der schuppen durch ihre negation. und ein paar bleiben übrig, immer.
nicht mit mir.

*gilt auch für alkohol.



surfin* Samstag, 7. 1. 2012, 0:00

beach boys planen reunion-tour
orfon

westwärts schweift der blick: ostwärts treibt das schiff
richard wagner, tristan und isolde

http://area51blog.files.wordpress.com/2010/12/carte-ile-de-la-reunion-ocean-indien.jpg

die anreise erfolgt bequem in modernsten jumbojets mit bordmusik. nach der landung am internationalen flughafen roland garros führt uns die route entlang der pittoresken ringstraße ostwärts (unsere viersternplus-luxusbusse haben ausschließlich sitzplätze mit meeresblick). so gelangen wir zu unserem ziel in der nähe von le tampon, wo sie einen interessanten vortrag unserer geschulten mitarbeiter der firma hawatex hausgeräte beteiligungs gesellschaft mbh berlin erleben werden (teilnahme freigestellt). wenn dann noch zeit ist, passieren wir den strand von saint-leu, wo es die besten surfwellen der welt gibt, und bevor wir nach einem interessanten und abwechslungsreichen tag zufrieden zurück zum flughafen fahren, genießen wir noch den sonnenuntergang am strand von saint-gilles les bains.
leider ist sich aufgrund der überlänge der unverbindlichen verkaufsshow der in aussicht gestellte green flash nicht mehr ausgegangen. als dankeschön erhält jeder volljährige teilnehmer eine original bourbon vanilleschote. wir verabschieden uns bis zur nächsten réunion-tour.
(dieses indivuellst zusammengestellte programm dürfte für die junggebliebenen herren im hawaiihemd noch einigermaßen zu schaffen sein.)
* (frz.) extrafein



aufkunft, anbruch Freitag, 6. 1. 2012, 0:00

herzlich willkommen
fortfahren
ankunftsbildschirm, hotelzimmer

nun weiter denn, nur weiter,
mein teurer wanderstab
wilhelm müller

es ist kein bleiben.
(und sind ja auch die heiligen drei könige wieder heimgefahren, auf einem anderen weg zumal.)



sauber bleiben! Donnerstag, 5. 1. 2012, 0:00

press
avoid eye contact

hair, hand & body-shampoo
produktaufschrift

der das liest ist dumm
beliebter schultoilettenwandspruch

denken sie an keine farbe, auch nicht an rot!
denksportaufgabe, unlösbar

ja, wie? da stehst du in der dusche, dein blick schweift über das in der wand diebstahlsicher kopfunter verankerte duschgelbehältnis, liest ganz unwillkürlich die fett gesetzte zeile (ich vermeide die abermalige niederschrift des so gefährlichen kürzestsatzes), und schon ist es geschehen, der augenkontakt hat stattgefunden, autsch.
was man nicht alles sonst noch mit so einem praktikablem hinweis versehen sollte, aufgepumpte körper, zeitgemäße großkraftfahrzeuge, protzarchitektur, fernsehprogrammzumutungen, aaargh…
blicket also keusch zu boden. oder (siehe produktaufschrift) drücken wir noch einmal beide augen zu, also fest zusammen.



tragisch ansich Mittwoch, 4. 1. 2012, 0:00

ich bin ein dramatischer sopran!, korrigierte sie, und er glaubte ihr sogleich.
ansich tragisch.



ganzjährlich Dienstag, 3. 1. 2012, 0:00

100 greatest carols
warenangebot, vorweihnachtlich

unanalog zum umpapierlbaren nikolausosterhasen schien es bei dieser einmaligen kompilation nicht oder nur unter erschwerten umständen möglich, sie nun, nach der hauptsaison, umzuetikettieren. aber das war ihm egal: schon aus professionellen gründen mussten ihn die seltener gespielten werke interessieren: ab 250+ würde er einsteigen. ganzjährlich.



ins essen gequatscht Montag, 2. 1. 2012, 0:00

businessglatt war er eingetreten (eigentlich bin ich c.e.o., ich schau mir nur von zeit zu zeit unsere jobs aus der lurchperspektive an), hatte, knopf im ohr, den laptop im gehen aufgeklappt und brüllte raumfüllend sein subalternes vertretersprech, magnetische matten, großer messeerfolg, sensationelle prüfberichte unabhängiger institute in holland, norwegen, usa. etwa so musste es sein, wenn, umgekehrt, zwanzig adipöse pubertierende mit dönerpizzaeckenleberkässemmelnund red bull ein blitzblankes chefbüro geentert hätten – sicher eher nicht seines im außendienst, und vom außendienst gab es ja zweifellos tadellose aufstiegschancen, was sonst?
… unerhört, was man denn glaube, und ob man nicht hätte warten können, bis er sein wichtiges gespräch beendet habe, man hätte ihn ja anschließend bitten können, leiser zu telefonieren.
die glaubensfrage musste aus persönlichen datenschutzgründen unbeantwortet bleiben, die zweite war bereits vor ihrem stellen mit nein! abgeschmettert worden. warum also fragte er noch?
analog zur nachahmung empfohlen: gehen sie, vorzugsweise mit einer dicken zigarre, in ein rauchfreies lokal. wenn sie jemand darauf anspricht, wehren sie jegliche kontaktaufnahme beherzt ab. wenn sie fertig geraucht haben, kann man sie ja immer noch bitten, doch bitte mit dem rauchen aufzuhören.
notdurftunterdrückung ist kein kavaliersdelikt.



ziemlich binär Sonntag, 1. 1. 2012, 0:00

jährlich gibt es, wenn man es sich so überlegt, exakt zwei kollektive augenblicke des dieweltanhaltenwollens:
1.1.00.00.00 und 11.11.11.11.11
beidemale (nicht einmal am 11.11.11 um 11 uhr 11 und 11 sekunden) ist es auch heuer wieder nicht gelungen, sie gerinnen zu lassen, und auch weiterhin gilt wohl der weise satz: wie geronnen, so zerronnen.
wobei, untaugliche metapher, sie auch nicht als eine tropfende zu bezeichnen ist, das auch nicht.
was aber dann?
warten wirs ab.



kehraus Samstag, 31. 12. 2011, 0:00

besen, besen, sei’s gewesen
johann wolfgang goethe

rh hatte jemand mit ungelenk geführtem eddingstift in versalien auf die oberseite der bürste des besens des literaturkellers geschrieben. was für eine (vermutlich unbewusst) wuchtige botschaft! wer aller war wohl durch das r ausgeschlossen? oder gab es im wartungsfundus dieser richtigerweise subventionierten betriebsstätte eigene, für diese gruppe besser geeignete reinigungsgerätschaft mit der aufschrift l? – dann wäre alles ja gut.
am abend blitzte alles, trotzdem rutschte niemand aus.
(wunsch an alle, beidhändig gewandte inklusive.)



joint venture Freitag, 30. 12. 2011, 0:00

jetzt, wo das alles so gut gelaufen ist bisher mit dem start der westbahn – die monopolbahn wusste am eröffnungssonntag zur wohl hämischen begrüßung des mitbewerbers am westbahnhof lediglich rote luftballontrauben und informationszettelverteiler aufzufahren, reichlich unsouverän – böte sich mit einer anderen ihr system neu (publikumsnäher) deutenden unternehmung eine synergetisch vielversprechende kooperation an. konkret angeregt sei ein strategisches zusammenwirken hans peter haselsteiners mit monsignore helmut schüller, dem als solchen apostrophierten kirchen-rebellen. einen namen (er scheint gegenwärtig nicht gebräuchlich undalso frei zu sein) hätte ich auch schon: west-kirche.



schneewaterloo Donnerstag, 29. 12. 2011, 0:00

i mecht so gern laundn
maria bill

freitag verhindert morgenstern-sieg
orfon

hat er ihn bei der landung behindert? (robinson wirds ihm zu danken wissen.)



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