plusminus fünfzig prozent Dienstag, 14. 3. 2017, 14:39

österreicher trinken mehr oder weniger bier
statistisches erhebungsergebnis

unter derartigen ergebnisbedingungen biete ich studien jeder art zum halben preis an. für die auftraggeber gilt: es liegt an ihnen, ob sie das berühmte glas (darinnen, je nach wunsch und rein abhängig von der größe desselben, mehr oder weniger bier) dann als halb leer oder halb voll zu betrachten in der lage sind.



geschäftsmodell Freitag, 10. 3. 2017, 13:58

subtropische inselinsekten gibt es, deren weibchen es gelernt haben, dir fiepton- und saugstichschmerzlos sowie ohne hinterlasssung einer juckenden vulkanschwellung dein blut abzuzapfen. es erinnert an den braven und unscheinbaren buchhalter (mittelscheitel, brille, ärmel- und ellenbogenschoner am braunen cordjackett), der über jahre und in größter regelmäßigkeit einen unauffällig unbedeutenden betrag auf ein nicht weiter von belang erscheinendes konto fortschafft: möge er nicht erwischt werden und sich zur ernte eine spätwinterliche reise in eine subtropische inselidylle gönnen.
gleich bei der ankunft werden sie ihn erwarten.



kaswurscht Montag, 6. 3. 2017, 8:16

kunst aus käse in braunschweig
orfon

braunschweiger, herrliche wurst des kleinen mannes (mit dem wunsch nach größerem). jetzt aber: käse!?
wir verwahren uns vor allfälligen weiteren, möglicherweise tendenziös-populistischen assoziationen, und zwar kreuzweise; umkehrungen und krebs eingeschlossen.



Unbeherrscht Donnerstag, 2. 3. 2017, 8:43

Mit zusammengebissenen Zähnen tritt die Referentin der lückenlosen Unentspanntheit für ein generelles Freudeverbot am Konzertpodium und, davon ausstrahlend, im Publikum ein. Wo kämen wir denn sonst auch hin.
Das ist doch das zentrale Thema in »Der Name der Rose«, da geht es auch ums Lachen, darum, ob denn Jesus gelacht haben dürfen könne. Die Experten (die Weltgeschichte ist durchsetzt mit Experten, sie hausen in die Macht ausübenden Institutionen) sind – unter sich – einig, dass daran nicht zu zweifeln sei. Würde sich diese Frohe Botschaft allerdings zum Volk (dem Publikum, das der Führung bedarf) durchsprechen, aus wär’s mit dem Guten Leben. Also jenem der Experten, wo kämen wir denn sonst hin.

Auslaufmodellen ist nicht hinterherzuweinen, wenn ihre Zeit gekommen (also vorbei) ist. Man lasse sie unter (und hinter) sich.

Die Macht unbeherrschten Lachens indes ist grenzenlos.



zwanglos heiter Dienstag, 28. 2. 2017, 11:11

ak: kein zwang für faschingsmaske in arbeit
orfon

man beachte: die sache ist keineswegs fertig verhandelt, die zwanglosigkeit lediglich in arbeit.
wir werden berichten.



testimonial Sonntag, 26. 2. 2017, 17:19

die interessenvertretung der pharmazeutischen industrie, pharmig, sprach von einem schweren verlust
orfon

(berührend ehrlicher nachruf auf eine verstorbene chemotherapeutische patientin.)



Vermessen Freitag, 24. 2. 2017, 8:47

Wir müssen wissen, woran wir sind. Um das herauszufinden, bedarf es komplexer Settings. Die Hardware einer solchen Versuchsanordnung, eine Kiste, die über den Kopf gestülpt wird, sieht aus wie eine nicht an ihren haptisch ergiebigeren Ort gelangte Adaption von Valie Exports legendärem Tastkino. So werden Testpersonen zum Kategorisieren (hier: dreier Ikonen der Musik der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts) gebracht. Alles wird präzise, Gramm für Gramm und Schritt für Schritt, in Diagrammen zergliedert und computerunterstützt evaluiert. Schlussendlich ist alles klar: Bedrohung!

Wir brauchen das.

(Nachzufragen wird sein, wieviel das nun aber in Fußballfeldern ist.)

[Musik? Berührt? Punkt?]



knackig Freitag, 17. 2. 2017, 8:46

kraft nur durch kot bezwungen
orfon

jaja, ein billiger lacher, ich weiß.
was mich allerdings umtreibt, ist die suche nach ähnlich surreal-realistisch gestrickten kurzsätzen.



spanische fliegenpein Mittwoch, 15. 2. 2017, 18:39

und außerdem: pay-tv sei gratis, im zimmerpreis inbegriffen, wirbt das ansich recht neue inselmetropolenhotel reichlich logisch verschwurbelt.
pay-tv, grandiose errungenschaft der deutschen wendezeit, sehr historisch, voll die freiheit! aber nichts damit. mit einer weiteren halben logischen schraubenumdrehung gab es dann nicht einmal einen actionfilm zum im preis gratis inkludierten nichtzahlenmüssendürfen: chuck norris brachte seine schurken öffentlich rechtlich zur strecke, und auf spanisch.



nordsüdzu Samstag, 11. 2. 2017, 11:11

norwegen verlängert grenzkontrollen
orfon

vor allem die bouvetinsel gilt es zu sichern. und weiter unten noch, in der antarktis, stellen sie ja auch gebietsansprüche, beträchtliche.
eismaurer, ganzjährig weltumspannender mangelberuf.



wehklage Freitag, 10. 2. 2017, 15:06

finger auf aua-flug eingeklemmt
orfon

muss ganz schön wehgetan haben.



werte entwerter Mittwoch, 8. 2. 2017, 23:44

im leitmedium erfahren wir, dass in der (nicht näher spezifizierten) ostregion, »die emotionale verbundenheit mit den entwertern unterschätzt wurde«.
das klingt gefährlich nach stockholm-syndrom. diesen umstand sollte man darum dringend herrn trump hintertwittern, damit er die wichtigkeit der meldung mit seinem sosehr weltweite empathie erzeugenden »very sad« markiere und damit sämtliche entwerter, einstweilen noch total losers, entscheidend aufwerte.



Pilotprojekt Sonntag, 5. 2. 2017, 8:05

In den letzten Jahren sprießen sie hervor, einschlägig akademisch gebildet, wie die Schwammerl, die Kulturvermittler und -innen, Planstellen werden eingerichtet, produktives Kulturbudget abgezweigt, damit sie mit ihrer verliehenen Bedeutungsmacht (empowerpointment) zeitgemäß aufbereitend berichten, in aller Regel innerhalb ihrer jeweiligen Institution, über institutionell approbiertes Kunstschaffen, und bei den einschlägigen Kulturvermittlerkonferenzen klopfen sie gönnerhaft-freundschaftlich denen auf die Schulter, die aus sich selbst heraus und eigenfinanziert in etwas künstlerischerer Weise und damit unmittelbarer (wenn nicht mittellos) vermittelnd ihre Gedanken anstellen, ein grinsfreundliches Schulterklopfen, und haben sie sie derart fest genug im Boden verrammt, lassen sie ab von ihnen, gehen weiter, das Buffet wartet, Applaus Applaus.
Vermittelt. Was für eine Vorsilbe, ver-.



bekannte gründe Donnerstag, 2. 2. 2017, 10:36

ein nigerianer, der wegen seiner 86 ehefrauen bekanntgeworden war, ist im alter von 93 jahren aus gesundheitlichen gründen gestorben.
orfon

gewohnt, mit skurril anmutenden curiosa versorgt zu werden, wollen wir für diesmal die begründung beiseite lassen, warum wir meinen, von diesem afrikanischen greis bereits gehört zu haben und weshalb uns deshalb sein finales schicksal herausgehoben interessieren sollte. wir erfahren nämlich, dass der erstaunlich polygame herr aus gesundheitlichen gründen verstorben sei, eine, betrachtet man (oftmals aus fadenscheinigen pietätlichen gründen lediglich vage andeutende) meldungen zu anderen todesfällen, allzu vernachlässigte ursache, deren gefährlichkeit in zukunft auch in europa nicht unterschätzt werden sollte.
und doch: kommt in einer derart kurzen meldung mehr als eine tabellarisch erfassbare größe vor, so taucht einem in diesem quantitativen zeitalter unwillkürlich die frage aller fragen auf, die beständig mitläuft im hirn und die da lautet: 86, 93 – wieviele fußballfelder?
wer es fassen kann, der fasse es.



splitter im aug Montag, 30. 1. 2017, 9:50

hamdulliliah!, hat sich die regierung also doch noch einigen können, und sie haben bei allen neuerungen und umarbeitungen des programms selbstredend tunlichst darauf geachtet, dass bei sämtlichen maßnahmen auch die finanzierung gesichert sei. eine maßnahme indes kann in der kurzen zeit allerdings noch nicht ganz durchgerechnet sein, und wir sind sehr gespannt auf die stellungnahmen (sagen wir: des innenministers) und die schlussendlichen durchführungserfolge der möglicherweise unbezifferbarsten rechengröße: der reichlich unpräzise »burkaverbot« genannten bekleidungsvorschrift für damen.
sonderbar, manchen fehlt genau dieser tatort-blickstreifen, der beim angedeuteten kleidungsstück einzig offen zur welt ist.



Die Allerbesten Samstag, 28. 1. 2017, 11:11

Ich bekomme ja einen solchen (deutet es mit den Händen an) Hals, wenn jemand in für periakademische Zwecke veröffentlichten biographischen Angaben verbreiten lässt, er (sie) sei der (die) Beste, Internationalste, Akklamierteste, Innovativste, Polyästhetischste, Beauftragtetste (…) von der Welt im (bescheiden:) eigenen Bereich, der (selbstbewusst:) zweifellos der bedeutendste sei, nein: ist. Einmal ganz abgesehen von der Fragwürdigkeit solcher Rangordnungen (nehmen wir an, sie wären sinnhaftig): Entweder die Person ist tatsächlich die beste (…) – dann würde sich die Kunde davon selbst verbreiten; oder sie ist es  nicht (vermutlich) – was soll dann bitte so eine peinliche Behauptung?

Das hat mit Dummheit zu tun. Dummheit mit akademischen Rempelellenbogen, gewissermaßen.

Ich verabscheue das. Es ist zum Speim. Aber es scheint zu funktionieren.



ohne kondom im dom Mittwoch, 25. 1. 2017, 9:46

der großmeister des malteserordens, matthew festing, ist medienberichten von heute zufolge auf aufforderung von papst franziskus von seinem posten zurückgetreten. hintergrund soll ein jahre zurückliegender streit über kondome sein.
orfon

was früge sich da möglicherweise jemand, der nicht näher in die kirchlichen kondomverwendungsusancen eingeführt wurde? wollte da der eine nur mit, der andere (großmeister, huch!) nur ohne? wie lange ist das schon so gegangen?
aber nein, es ist ganz anders. es geht, heruntergebrochen, um angewandte moral.
ach so, leider nein, keine sensation.



gambio (change) Samstag, 21. 1. 2017, 9:33

oberösterreich ist etwa so groß wie gambia. das haben sie uns nicht gesagt, wie sie uns über die präsidentenablöse in jenem westafrikanischen land berichtet haben. niederösterreich ist, etwas größer als gambia, das größte land. in ihm geht die sonne unter, freiwillig, im märz wird’s sein. dann werden die tage länger sein als die nächte.
in gambia müsste man sein.



bogensekundär Donnerstag, 19. 1. 2017, 11:01

20 personen steckten in achterbahn fest
orfon

die schlussrechenaufgabe zum tage. man berücksichtige dabei, dass sich das ganze bei exakt 32 grad celsius zugetragen hat. australische sorgen.



sabrina (2) – und einiges mehr Montag, 16. 1. 2017, 11:11

abermals schreibt mir sabrina: »morgen zeige ich dir, wie du mit meinem konzept 1.460 euro und mehr ohne eigene website regelmäßig bekommen kannst. (…)«
und jetzt kommt’s: die vorteile des konzeptes sind:

•   kein verkauf
•   keine produkte erstellen
•   keine eigene website
•   keine technik
•   keine partner suchen
•   und einiges mehr

hier sind alle details

nein, da fehlt kein hyperlink, es handelt sich lediglich um einen unterstrichenen satz: den teufel werde ich tun, diese informationen (vor allem die unter dem punkt »und einiges mehr« subsumierten kniffe) mit aller welt zu teilen!



sabrina (1) – atemberaubend beschenkt Freitag, 13. 1. 2017, 13:13

ich grüße luitpold balthild, amalia carlene, lorelei uschi, florenz aglaja, jochen manfred, liese annikin, clothilda heimbrecht, else wilbert, abelardachim hulderich, meike wilhelmine, sonje florenz, lulu wenzeslaus, lutgard dietlinde, hagan ottila, hildebert lora, huncberct jurian, walahfried mariele, eugen adelheid, wolfram winfried, ros hartwig, ottila adelinda, lanzo katrin, heino ricarda, gertraud odo, vinzenz radulf, jeremius gereon, aleit kilian, fester eli, jannike yvo, heribert karla, zelda eckehard, agna sepp, porsche gomeric, ottokar ricohard, leubold wenzel, adelonda meike, gisilbert ekkehard, margarete siegfried, luitgard jochem, friedemann markus, erdmut frieder, hartmut reginar, fulco anelie, heinrike ros, ortrun reinhard, steffen urs, friedrich friedhold, sikke wendel, dedrich gudrun, hiltrud sabine, balthild adalhaid, luitgardis gerfried, wendell hrodrick, bertha anselma, agneth gretel, marko grete, karlene ingwaz, reiner evert, elsie hilbert, lothur meino, rudolf vinzenz, edsel gitta, magdalena theodor, helmine bruns, engel mirjam, emerick ulbrecht, gautelen eggert, marko sieghild, hedda siegmund, harald emil, heinrich kai, ebert dederick, udo reino, fastred dietricha, wenzel leonhardt, emlin hedda, uschi gautelen, ivonette hunbeorht, heilwig jutte, liese else, rannulf ottilia, karlene ingwaz (sie hat mir sogar zweimal geschrieben!), rudolf vinzenz, wotan hartwin, helfgott reiner, luitbal karoline, sowie: sabrina.

zumindest eure namen klingen atemberaubend, und jede/r einzelne von euch wollt ihr nicht länger für euch behalten, wie ihr, ganz ohne zu arbeiten (das erledigt ein computerprogramm ganz von selbst), buchstäblich über nacht zu reichtum (materiellem) gekommen seid, deshalb nehmt ihr euch, aufs selbstloseste und völlig unabgesprochen mit amalia, lorelei, florenz, jochen, liese, clothilda und den anderen, die zeit, mich persönlich davon zu informieren. was für ein singuläres privileg!

ist es nicht zutiefst erfreulich, erleben zu dürfen, wie plötzlicher reichtum unmittelbar nur das beste aus den menschen zuoberst kehrt? die menschen sind ja doch allesamt gut.

sollten sie nun aber auch zu den gleichermaßen überglücklichen empfänger/inne/n einer solchen botschaft gehören, so brauchen sie lediglich auf die nicht unwesentliche kleinigkeit zu achten, dass sowohl vor- als auch nachnamen ihrer geheimnisvoll- geheimnispreisgebenden benevolent/inn/en nach vornamen klingen – nur so ist ihnen reichtum und glück gewiss!

ich weiß, wovon ich rede.

(besser: schweigen.)



altbewährt, naturbelassen Mittwoch, 11. 1. 2017, 8:54

morgen um fünf vor neun: unzählige urinsekten
ankündigung (»vom leben der natur«), radio österreich 1

nicht zuletzt da gewisse spezies aufs erste bizarr anmutende gewohnheiten aufweisen: das leben der natur ist faszinierend vielfältig, können wir immer wieder aufs neue betonen.



aufenthaltsam Montag, 9. 1. 2017, 10:24

steirer entwickelt defibrillator für die hosentasche
orfon

es sind hämische kommentare zu befürchten, derer ich mich selbstredend enthalte. sicher ist jedoch: derart defribrillatorisch abgesichert und ergänzt durch seine auf kürbiskernreicher ernährung basierte buchstäbliche vitalität wird der steirer hinkünftig zurecht für unschlagbar gehalten werden. unausstechbar, nachgerade.



gefährlich kalt Samstag, 7. 1. 2017, 10:53

auf den bergen ist es nicht nur kalt, sondern auch gefährlich
orfon

tief axel hat europa fest im griff.



hochgegangen Freitag, 6. 1. 2017, 8:42

tunnel für einbruch in tresorraum endete in küche
orfon

durchreichen sind kurze tunnel. tunnel sind lange durchreichen. hmm, wären.

nachfrage: gab es in der küche auch einen kelomat? man könnte einen kelomat gut gebrauchen. besser er gäbe hier seine signale.



nicht auszudenken Mittwoch, 28. 12. 2016, 16:32

am salzburger landesgericht sind heute zwei »bettelmönche« zu jeweils zehn monaten teilbedingter haft verurteilt worden. sie hatten spender um wechselgeld betrogen und für glücksbringer überhöhte beträge kassiert.
orfon

nämlich: ist es in irgendeinerweise denkbar, dass jemand für glücksbringer überhöhte beträge kassiere? wohlgemerkt: tatsächliche glücksbringer. wer wollte nicht jeden denkbaren betrag dafür aufbringen, und wär’s das halbe königreich (samt ganzem pferd, z.b.)?
indes, danken wir’s der kundigen und gewieften redaktion von orfon, dass sie uns so, zeitgerecht zum jahreswechsel, vor den landauf, landab ausgestreunten sogenannten glücksbringerverkäufern warnt, nämlich: nicht alle angebotene einschlägige ware ist als diesbezüglich einwandfrei zu taxieren. die devise laute also: wehret den pechbringern und, mehr noch, den verkäufern völlig unnützer -bringer, wesser art immer. und -innen, damit das endlich einmal klar gesagt ist.



mehr oder weniger Donnerstag, 22. 12. 2016, 11:36

2016 gab es weltweit einen krieg weniger
diepresse.com

immerhin. was wir aber wollen ist: keinen krieg mehr.



stillste zeit Montag, 19. 12. 2016, 19:05

als reaktion auf die vorfälle in der kölner silvesternacht verteilt die polizei beim wiener silvesterpfad heuer taschenalarme. die geräte stoßen einen schrillen sirenenton aus und sollen damit aufmerksamkeit erzeugen.
orfon

silvesterfeiern weltweit sind ja, insbesondere in zeiten erhöhter empathischer sensibilität (flüchtlinge aus kampfesgebieten, hunde und andere haustiere), mittlerweile kollektive übergangszeiten der allerstillsten einkehr. da würde (konj.), selbstredend, das aufheulen einer schrillen sirene augenblicklich die allergrößte aufmerksamkeit erregen.
nun, danke, du lieber innenmusikminister, damit ist dieses (hierzulande ohnehin inexistente) problem wohl bereits vor seinem möglichen erstmaligen auftreten von vorneherein ausgeräumt.



geredert Dienstag, 6. 12. 2016, 10:23

sie werden in kürze mit einem unserer mitarbeiter verbunden. bitte haben sie etwas geduld.
telefonschleifenbeschwichtigung, drei

der derart treuherzig und mit vorschusslangmut erwartete mitarbeiter dann benötigte, wie angekündigt, etliche geduld. nach und nach diffundierten die rollen auskunftsuchender – auskunftgeber ins gegenteil (vgl. die verwandlung des fahrrads in den polizisten und des polizisten ins fahrrad, rein durch diffusion der atome infolge häufigen gegenseitigen gebrauchs in flann o’briens »der dritte polizist«), sodass der vormals auskunftsuchende am ende nahe dran war, eine gebühr für die unterstützung bei der auffindung der antworten einfordern zu wollen. ob er jetzt im call-center anheuern sollte? – sinnvollerweise nicht, denn ein teil der dreifältigen unternehmenspolitik war wohl, dass auskunfstssuchende eher nicht bei der hotline anrufen wollten und sich lieber bei den – ähnlich sperrig und zweifelhaftig aufzufindenden – informationen im selfcare-servicebereich (abermals ein euphemismus) schlau (eig.: blöd) machen sollten.
eines tages wird wieder miteinander geredet, steht zu hoffen.



reiche, tümer Sonntag, 4. 12. 2016, 16:44

daniela dé santosdie königin der panflöte

vorweihnachtliche plakatwerbung

rekapitulieren wir also, alles unter der prämisse, dass hier niemandem die position strittig gemacht werden soll – sei sie oder er namentlich bekannt oder nur kenntnis davon im umlauf, dass es ein für den jeweiligen bereich vorgesehenes eleviertes amt gibt:

die panflöte ist ein königreich, ihre königin daniela dé santos.

weiter.

die tiere sind ein königreich, der löwe ist ihr könig.
die löwen unter sich sind auch ein königreich.
ratten und ihre könige haben eine sonderstellung.
das belcanto ist ein königreich, angeführt von der primadonna assoluta.
der abfahrtssport ist ein kaisserreich, ebenso der fußball (klammer, beckenbauer).
die literatur (eig.: -kritik) ist ein papsttum, ebenso die musikkritik, deren papst kaiser ist.
die pinguine sind ein kaiserreich, unter ihnen gibt es aber auch ein königreich.
das adlertum ist ein kaiserreich.
das ganoventum ist ein königreich, detto jenes der bettler, wie auch jenes der ausbrecher.
wie es sich mit tischtennis oder wasserball verhält, ist nicht bekannt.
die blas- wie auch die sog. volksmusik haben eine krone, über deren nähere natur wenig bekannt ist.
das bariton und die tuba sind (teil-)kaiserreiche, weiters war maurice andré der könig der trompete(n?).

die posaune ist ein fürstentum. der fürst bin ich.



alles schein Freitag, 2. 12. 2016, 0:22

könnte es sein, dass jemand, der schneller denken kann, nur deshalb schneller denkt (zu denken scheint), weil er weniger denkt – und deshalb skrupelloser agiert?
nehmen wir doch tempo raus, vorschlag.
(also ich mag nicht von einem reptiliengehirnherumträger repräsentiert werden.)



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